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02.10.06

Waldbrand: @Fire

Wie gestern beschrieben, bestand die Waldbrandübung eigentlich aus zwei Teilen: Den klassischen Feuerwehrteil und der @fire-Abschnitt. Nachfolgend eine Kurzbeschreibung von den @fire-Tätigkeiten.

Angenommene Lage war ein Waldbrand, der sich einer Ortschaft näherte. Auftrag von @fire war, eine Bodenfeuerschneise zu legen.

Zuerst sammelte man sich in einem Bereitstellungsraum, danach ging es im Defilee zum Einsatzort. Dort nochmal Aufstellung, Einteilung in Squads (sehr viel aus USA mitgenommen!) und dann los.

Das Ganze erinnerte an ein sich bewegendes Fliessband: das "Produkt" statisch, die Arbeitsstationen wandern am Produkt vorbei. In anderen Worten: zuerst die Motorsäge, dann die Leute: der erste hackt den Boden auf (sehr anstrengend) und geht weiter. Der zweite rückt nach und hackt den Boden ein wenig mehr auf. Das Ganze so, bis die 11 Leute in gut einer Stunde eine 70 Meter lange Schneise in den Wald gelegt haben.

Normalerweise würde man nun ein Gegenfeuer entfachen, und mittels Wasserrucksäcken darauf achten, dass das Gegenfeuer a) an Bäumen nicht zu hoch klettert und b) dass es nicht die Schneise überspringt.

Wie bereits erwähnt, das war wirklich interessant! Ein wenig über Waldbrandbekämpfung ohne Wasser- und Fahrzeugluxus ("war fahren das Feuer platt!) gelernt. Wie Detlef sagte, das lässt sich eher in sehr dünn besiedelten Gebieten anwenden als hierzulande. So waren die @fire-Leute heuer erfolgreich in Portugal im Einsatz.

Unterm Strich ist das Engagement bei @fire durchaus geeignet für Leute, die eine Kombination aus Sport, Outdoor und Feuerwehr suchen.

Geschrieben von Irakli um 02.10.06 08:19

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Kommentare

Hallo,

>Angenommene Lage war ein Waldbrand, der sich einer Ortschaft näherte. Auftrag von @fire war, eine Bodenfeuerschneise zu legen.

Wieso tragen die völlig verschiedene Varianten von PSA (z.B. Helme, Hosen/Jacken)?
Auch wenns dafür noch Gründe geben mag (aber Bauhelm?), wieso wird die auch noch unterschiedlichst angewendet (mal mit mal ohne Flammschutzhaube, Nackentuch) usw.?


>Wie Detlef sagte, das lässt sich eher in sehr dünn besiedelten Gebieten anwenden als hierzulande.

Es soll auch Gebiete in D geben, wo man über sowas nachdenken könnte, z.B. in eher gebirgigen Bereichen, wo über km kein Weg ist....


>Unterm Strich ist das Engagement bei @fire durchaus geeignet für Leute, die eine Kombination aus Sport, Outdoor und Feuerwehr suchen.

Naja...
Waldbrandbekämpfung gehört für mich mit zu den riskanteren Jobs bei der Fw, das sollte einem dabei schon klar sein.

Geschrieben von: Cimolino um 02.10.06 09:45

Hallo,

VERSCHIEDENE PSA

Antwort: Es ist eine Kombination aus dem von der Firma Texport gesponsorten Waldbrandanzug und den aus den USA angeschafften Einsatzjacken. Hier gibt es Gründe für die Kombination die z.B. den Bereich Kommunikation betreffen (Texport-Jacken haben etwas kleinere Taschen, daher die US Jacken für die Einheitsführung besser geeignet (FuG etc.)und verschiedene Mitglieder bevorzugen die etwas längeren US Jacken vom Tragekomfort her.

UNTERSCHIEDLICHE ANWENDUNG DER HELME

Antwort: Die Mitglieder ohne Flammschutz sind neue Mitglieder, die bei der Übung Leihhelme trugen (die eigenen sind im Zulauf), der reguläre Helm ist immer mit Flammschutz ausgerüstet. Für die F2 gilt das dort ein geeigneter Flammschutz in der Entwicklung ist. Da bei uns Leute sowohl im Bereich Waldbrandbekämpfung als auch USAR tätig sind gibts es hierbei eine Kombi der drei Helmtypen Bullard FH911CR bzw HR und F2. Wobei jeder für den Einsatzbereich Waldbrand geeignet ist. Wenn der "Bauhelm" angezweifelt wird (auch ich trage den, nur sieht man es beim hochgeklappten Flammschutz nicht so gut) bitte mal auf die Seiten der US-Waldbrandbekämpfer schauen oder auf die Seite der Südeuropäischen Kollegen...dort sind die gleichen Helme im Einsatz (Gewichts und Kopf-Ventilationsgründe).


EINSATZ IN DEUTSCHLAND

Antwort: Gern sind wir bereit auch hier auf Anforderung die Feuerwehren zu unterstützen und auch das Rote Heft spricht ja von den Einsatzmitteln Schaufel und Feuerpatsche...das wird aber noch ein langer Weg bis sowas Akzeptanz findet. Einige Feuerwehren haben uns bereits nach Ausbildung gefragt die den Bereich "Waldbrandbekämpfung für kommunale Feuerwehren" umfasst, mit großem Erfolg.


RISKO BEI DER WALDBRANDBEKÄMPFUNG

Antwort: Klar, das können wir nur unterschreiben, die Ideen wie Irakli schreib sollten da sein aber der Hintergrund das es extrem gefährlich wird wenn man nicht aufpasst gilt nach wie vor!
Trotzdem danke für das sicher nicht unkritische Posting aber nur so lernen wir uns zu entwickeln! Gruß Detlef

Geschrieben von: Detlef Maushake um 03.10.06 19:55

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