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06.10.06

Literatur nicht nur für Feuerwehrleute

Immer nur schwerfällige Sachliteratur durchzuarbeiten oder sich den x-ten Feuerwehrfahrzeugebildband anzuschauen, ist doch auf Dauer langweilig und ermüdend, oder? Abhilfe schafft hier vielleicht ein Buch, in dem es zwar nicht um "Feuerwehr", dafür aber um "Feuer" geht.

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Durch Zufall bin ich auf "Feuer" von dem deutschen Fantasy-Autor Wolfgang Holhlbein aufmerksam geworden. Wer gerne dicke Bücher und Mystery liest, sollte hier zugreifen. Zum Inhalt: In Köln brechen Brände aus, deren Ursache den ermittelnden Behörden Kopfzerbrechen bereitet. Inmitten des ganzen Chaos steht der Kleinkriminelle Will Lokkens, der scheinbar zufällig in die Verwicklungen um eine uralte Prophezeiung hineingezogen wird. Im Laufe zweier Tage und dem Ausbruch weitere Feuer, die Köln in Schutt und Asche zu legen drohen, wird klar, dass Will der Nachfahre einer Jahrtausendejahre alten Sippe ist. Diese Sippe brachte einst das "Drachenfeuer" unter ihre Kontrolle und kam dadurch zu Ruhm und Reichtum – und auch zu Neidern. Was Will nicht weiß, seine Vorfahren wurden verflucht. Immer dann wenn sich er und seinesgleichen emotional nicht unter Kontrolle haben, entgleitet ihnen die Macht über das "Drachenfeuer" und es brechen unkontrolliert Brände aus.

Der Roman biete Spannung bis zur letzten Minute. Wer gerne lange Bücher ließt, der ist mit dem 800-Seiten Buch gut bedient. In einer Verfilmung könnte sicherlich Bruce Willis ohne weiteres die Rolle des Will Lokkens übernehmen, denn letzterer agiert wie die Filmfigur in "Die Hard" bzw. ihm wird ebenso übel mitgespielt.

Ach, das wichtigste habe ich vergessen. Die Feuerwehr kommt natürlich auch drin vor und bekommt von mir den Preis für den besten Nebendarsteller:

"Mehr als zwei Dutzend [Feuer]. Und ich meine damit nicht einen normalen Wohnungsbrand oder Ähnliches, sondern lediglich die Brände ohne eine klar erkennbare Ursache. Seit heute Morgen ist die Feuerwehr rund um die Uhr im Einsatz. Es mussten selbst freiwillige Feuerwehren aus der Umgebung zur Hilfe gerufen werden."

An anderer Stelle wird bspw. Das Thema Gaffen thematisiert:

"Die Hitze war zwar mittlerweile auch hier intensiv genug, um die Leute zurückzutreiben, aber von hinten drängten immer noch weitere Schaulustige nach, so dass er [Will Lokkens] sich bei den ersten Schritten fast vorkam wie ein Schwimmer, der einen Katarakt hinaufzukraulen versucht."

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Geschrieben von Stefan C. um 06.10.06 09:00

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