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29.12.05

Pech gehabt

Dumm gelaufen, aber so ist das Leben nun mal. Mit der Familie Weihnachten in England verbracht, genauer in Ventnor auf der Isle of Wight ganz im Süden Englands. Der Besuch bei der örtlichen Feuerwache war (natürlich) nur am letzten Tag möglich, und zwar ohne Voranmeldung.

Ventnor2

Tja, und die Feuerwache war leider nicht besetzt. Sie besteht aus den zwei Fahrzeuggassen sowie einem kleinen Vorraum am Haupteingang, in dem auch die Einsatzausrüstung hängt. Also keine Sozial-, Technik- oder sonstige Räume. Vermutlich werden die Leute hier per Piepser alarmiert, Wartung usw. muss dann wohl woanders stattfinden.

Interessant bis lustig fand ich den "Feuermelder" am Eingang - ein Wählscheibentelefon. Bin mal gespannt, wie die nächste Generation damit einen Notruf absetzen will wenn sie nur noch Tastentelefone kennt. Man wählt ja eigentlich auch keine Nummer mehr, oder?

Ventnor1

In der Halle standen zwei neuere Fahrzeuge auf Mercedes (12 oder 14t), Aufbau von Carmichael. Mehr konnte ich wegen der Enge nicht sehen.

Schade, dass daraus nichts wurde, ein Paar Fragen hätte ich schon gehabt. Darunter die, wie ein Städtchen am einer Klippe mit Steigungen von bis zu 25% (!) per LKW zu befahren ist, wie es mit der Löschwasserversorgung aussieht (keine Hydranten in Sicht) usw.

Heute geht es über Neujahr rauf nach London, ich wohne dann gleich neben der Wache in Wimbledon. Diese ist laufend besetzt, also ist die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Artikels wesentlich höher :)

Hier noch Eindrücke aus Ventnor: very English, very nice und Austernbier (!) gibt' hier auch.

Ventnor3

Ventnor4


Geschrieben von Irakli um 22:45 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Markenumfrage: Das Ergebnis

Lange versprochen, hier ist sie nun: die erste Markenumfrage zu den drei grossen Fahrzeugherstellern im Feuerwehrbereich: Iveco, Mercedes, MAN. Zu jeder Marke waren zwei Kriterien zu bewerten: die Qualität und die Markendynamik. Anders ausgedrückt, welche ist die derzeit beste Marke, welche die schlechteste? Welche die "hippste", welche hausbacken? Welcher Marke sollte ein neues Fahrzeug sein, um zumindest bei den Kollegen am Besten anzukommen?

69 Leser gaben ihre Stimme ab. Dafür vielen Dank, und dieses Ergebnis dürfte somit auch einigermassen aussagekräftig sein. Interessant ist es allemal.

Marken

Nun, was können wir daraus lesen? Einen MAN in der Gasse stehen haben ist gut, mit einem IVECO kommt man Imagemässig nicht ganz hin. In der Markendynamik gibt es zwischen IVECO und Mercedes nicht viel Unterschied, in der vernommenen Qualität eher. Und über alles erhaben MAN. Damit steht die Feuerwehr München schon mal nicht schlecht da :) Den Rest könnt ihr Euch nach belieben selbst herausinterpretieren.

Wer es genauer wissen möchte, hier sind die Zahlen.

Frage 1: Qualität
Marke, Mies (6), Eher Schlecht (4), Neutral (3), Eher gut (2), Super (1)
Iveco: 6 / 23 / 24 / 11 / 5
Mercedes: 4 / 8 / 16 / 32 / 9
MAN: 2 / 1 / 15 / 32 / 19

Frage 2: Markendynamik
Marke, Statisch (3), Neutral (2), Dynamisch (1)
Iveco: 18 / 31 / 20
Mercedes: 19 / 24 / 26
MAN: 11 / 24 / 34

Ich habe einfach die Anzahl der Stimmen mal den Wert genommen. Der Median bei Qualität liegt bei 69 x 3 = 207 und bei Markendynamik bei 69 x 2 = 138. Je höher der jeweilige Wert, desto schlechter.

Die Koordinaten für die einzelnen Marken sind also (Qualität, Dynamik)
Iveco: 227 / 136
Mercedes: 177 / 131
MAN: 144 / 115

Soviel also zur Wissenschaft. Es würde mich freuen, wenn ihr zu der Umfrage Kommentare abgeben würdet. Welche sind Eure Erfahrungen zu den einzelnen Marken?

Die nächste Umfrage habe ich mir schon auch überlegt - diese kommt im Januar.

Geschrieben von Irakli um 16:53 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

Mit der Feuerwehr Paris im Einsatz

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Ich hatte im Sommer das Vergnügen mit einer Einheit der Feuerwehr Paris auf dem Bundeswehrgelände in Hammelburg eine Woche lang zu üben. Einerseits war es etwas schwierig „im Zug“ mit einer Einheit zu üben, mit der man sich nur über Dolmetscher verständigen kann, andererseits war es doch sehr interessant. Fakt ist: Auch andere Länder/Feuerwehren bekommen jedes Feuer aus und retten Menschen obwohl sie sich nicht einmal an die deutschen FwDVs halten... Taktik ist es in Paris, mit einem sehr wendigen und kleinen Fahrzeug mit fünf Mann Besatzung den Ersteinsatz zu bewältigen. Dabei geht Menschenrettung vor allem anderen, eine Brandbekämpfung wird bewusst in den Hintergrund gerückt. Eine gewisse Zeit später rücken die Großfahrzeuge und der Zugführer an, dem der Staffelführer seine Erkundungsergebnisse mitteilt und der dann nach der „Chaosphase“ die Einsatzleitung übernimmt. Die Mannschaft dringt bei einem Zimmerbrand unter PA in die verrauchten Räume ein, teilt sich auf und jeder Truppmann sucht alleine ein Zimmer ab. Findet ein Truppmann eine Person, so hupt er auf seiner Hupe (an jedem PA befestigt, so wie man sie früher am Fahrrad hatte) und die anderen kommen ihm zu Hilfe. Genauso läuft es ab, wenn ein Truppmann in Gefahr gerät (mehrmaliges Hupen). Der Verletzte wird anschließend von einem Feuerwehrmann geschultert und mehr oder weniger sanft heraus getragen. Die blauen Flecken der Darsteller waren eindrucksvoll, jedoch auch die schnelle Rettung ohne irgendwelchen Firlefanz. Hintergrund dieser, für unsere Verhältnisse wohl sehr riskanten, Methode ist laut den Feuerwehrleuten, einmal die schlechte Bausubstanz der oft über 100 Jahre alten Gebäude in der Innenstadt und zum anderen die vielen muslimischen Bewohner, die aus Angst zu verbrennen sehr schnell aus den Fenstern springen würden. Einen Sprungretter führt die Feuerwehr Paris nicht mit, laut deren Aussage wäre dafür in den engen Straßen auch kein Platz zum Aufstellen.
Das Fahrzeug für den Ersteinsatz ist eine Mischung aus LF (linke Fahrzeugseite) und einem RTW. Technische Hilfeleistungsgeräte werden nicht mitgeführt.

Feuerwehr Paris

Geschrieben von Lui um 14:33 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

28.12.05

Off Topic: EuroSkate Halle

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Wie in der Presse der letzten Wochen zu lesen war ist die EuroSkate Halle, eines der erfolgreichsten Jugendprojekte in München, von der Schließung bedroht. Warum? Die Landeshauptstadt München hat der Arbeitsgemeinschaft Buhlstraße und damit dem Träger der Halle die Mittel gestrichen.
Zwar ist im Moment der Fortbestand, dank Sponsoren, bis Ende März gesichert, doch was danach kommt ist weiter unklar. Hoffentlich bietet sich bald eine längerfristige Perspektive für diese Münchner Institution (die letzte ihrer Art seit dem Aus für Skate 'n Fun im Kunstpark Ost) .

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Dank einiger netter Menschen - Feuerwehrler und Skateboarder - hatte ich heute mal wieder Gelegenheit dort meine Runden zu drehen (ok, es ging schon mal besser, aber der Funfaktor hat gestimmt!). Ich kann auch Jahre nach meinem ersten Kontakt mit dem Skateboard und anderen Funsportarten noch immer nachvollziehen, was dieser Sport für einen bedeuten kann.

Was das mit mit Feuerwehr zu tun hat? Wenig - nein halt! Schreiben wir uns bei der Jugendfeuerwehr nicht auf die Fahne die Jugendlichen in ihrer sozialen Entwicklung zu unterstützen? Nun entdeckt nicht jeder seine Leidenschaft fürs Ehrenamt, geschweige denn seine Liebe zur Feuerwehr.
Auch wenn ich mittlerweile raus bin und meine Interessen sich etwas verlagert haben, für viele Jugendliche bleibt Skaten ein fester Teil ihrer Identität. Und diese Entwicklung wird durch das Gesamtkonzept der EuroSkate Halle unterstützt. Denn diese bietet weit mehr als nur die "Hardware", die Hindernisse (engl.: Obstacles). Die sozialpädagogisch geführte Freizeiteinrichtung EuroSkate steht auch für die pädagogische Zielsetzung "einen szeneorientierten Sport- und Kulturbereich zu schaffen, in dem Gewaltprävention, ein jugendspezifisches Beratungsangebot sowie szenebezogene Projektarbeit integriert sind".

Ich hoffe, dass diese Einrichtung auch weiterhin bestehen bleibt und damit den dort "heimischen" Skatern weiterhin die Möglichkeit gibt ihrer Obsession zu folgen und ihnen damit eine Perspektive (und sozialen Halt) bietet. Denn auch das ist Jugendarbeit. Und wie schwer, aber auch notwendig und dankbar diese sein kann sieht man auch in den Jugendfeuerwehren.

In diesem Sinne: "Don't walk, skate!"

Geschrieben von michael um 18:48 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Kreative Anschlagpunkte

Neulich haben wir Höhensicherung Absturzsicherung geübt. Dabei sind unsere Anschlagpunkte weit von dem entfernt, was diese Leute hier nutzen. Seitdem haben wir immer diesen Nussknacker mit im Leinenbeutel dabei. Man weiss ja nie!

Anschlagpunkt

(danke, Henning!)

Geschrieben von Irakli um 18:40 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

Wer hoch schmückt, kann auch tief fallen … Baumschmuck Teil 2

Teil zwei von Sven's Weihnachtsgeschichten. Sorry wegen des verspäteten Postings, aber sind wir nicht alle noch ein bisschen in Weihnachtsstimmung?

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Das dachte sich auch ein Ortswehrführer, als er gefragt wurde, ob „seine“ Feuerwehr nicht beim Bäumchen schmücken helfen kann. Das Bäumchen war zarte 11m hoch und es wurde eilig eine Übung zum Hantieren mit Feuerwehrleitern einberufen. 1000 mal probiert – tausend mal ist nichts passiert. Diesmal aber schon. Der stolze Baumbesitzer wollte auch mal sehen, wie hoch sein Bäumchen ist und stürzt von der Leiter. So lange nichts passiert ist alles prima und alle sind gute Freunden. In diesem Fall endete die Freundschaft vor Gericht. Der Baumbesitzer wollte Schadensersatz und Schmerzengeld von der Gemeinde wegen einer Amtspflichtverletzung. Der Staatsanwalt wollte den Ortswehrführer, wegen des Verdachts der Untreue, weil eine Feuerwehrleiter außerhalb des Dienstes verwendet und beschädigt wurde.

Die Gemeinde hat natürlich nichts bezahlt, denn für eine Amtspflichtverletzung müsste erstmal ein Amt ausgeübt werden. Eine vorgetäuschte Übung reicht dafür nicht aus, der Meinung ist zumindest das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein.

Also liebe Feuerwehrleute, nicht alles was ihr aus Nächstenliebe macht, wird auch entsprechend gedankt. Weihnachtsbäume schmücken, beschränke ich dieses Jahr auf jeden Fall nur auf den heimischen Baum. Für eine 1,50 m hohe Tanne sähe eine Feuerwehrübung zum Hantieren mit Leitern auch eher albern aus.

Merry Christmas!

Geschrieben von Irakli um 18:23 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Vor- und Rückblick: Jan Ole Unger (Drehleiter.info)

Dieser Beitrag kommt von Jan Ole Unger, drehleiter.info. An dieser Stelle ein Dankeschön und auch Dir und dem Team eine schöne Zeit und einen guten Rutsch! Nächstes Jahr dürfte für uns alle spannend werden.

Los geht's:

Für das TEAM – drehleiter.info war das Jahr 2005 richtig spannend, da es schließlich das „Geburtsjahr“ war.
Nachdem das Ausbildungs- und Informationsportal www.drehleiter.info im Mai aus der Taufe gehoben wurde, hätte niemand von uns geahnt, wie viel Zuspruch wir erfahren würden.

Dlinfo Xmas

Innerhalb des vergangenen guten halben Jahres wurde die HAUS-Regel, die Standardtaktik für Drehleitereinsätze auf unserem Portal veröffentlicht und in mehreren immer wieder aktualisierten Versionen zum kostenlosen Download bereitgestellt. Seitdem wurde die HAUS-Regel über 2500 Mal heruntergeladen.

Über diese DL-Standardtaktik und das TEAM – drehleiter.info berichteten in der Folgezeit Fachzeitschriften wie Feuerwehr-Magazin, BRANDSchutz, Feuerwehr (vormals UB) und natürlich auch das Feuerwehr-Weblog.

Die überwiegend positive Resonanz, die wir darauf bekommen haben, spiegelt sich unmittelbar in den Zuschriften, den registrierten Mitgliedern und „stillen Besuchern“ und auch in den vielen konstruktiven Beiträgen im Drehleiter-Forum wider.

Die HAUS-Regel wurde in der Zwischenzeit von diversen Freiwilligen Feuerwehren, einer Werkfeuerwehr und Berufsfeuerwehren in die Ausbildung und den Einsatzdienst integriert.

Das „drehleiterfremde“ Projekt IN – Im Notfall wurde von uns von Beginn an aktiv unterstützt und wird auch in Zukunft über das Portal drehleiter.info weiter unterstützt werden.

Alles in allem können wir eine sehr positive Bilanz für das Jahr 2005 ziehen, wozu unsere Mitglieder ihren nicht unwesentlichen Teil beigetragen haben.

Wir planen in 2006 einige interessante Projekte, die sich natürlich mit Hubrettungsfahrzeugen und auch Drehleiter-Einsatztaktik befassen.

So planen wir gemeinsam mit anderen Feuerwehrportalen eine Initiative, die die Sicherheit für im Innenangriff vorgehenden Atemschutztrupps erhöhen soll. So viel sei an dieser Stelle schon einmal verraten.

Einen Termin sollte sich wirklich niemand entgehen lassen, der sich mit der Thematik Gebäudebrandbekämpfung intensiver beschäftigt.

Am 4.3.2006 wird www.proinforum.de ein Seminar zu diesem Thema in der Stadthalle-Winsen (bei Hamburg) veranstalten, bei dem Paul Grimwood (www.firetactics.com) (ehemaliger Ausbilder der London Fire Brigade und international renommierter Autor diverser Fachbücher), erstmalig in Deutschland referieren wird.

Für das TEAM – drehleiter.info wird Jan Ole Unger bei dem Seminar am 4. März über „Rahmenbedingen und Taktik des Drehleitereinsatzes“ referieren.

Ein Besuch im Ausbildungs- und Informationsportal www.drehleiter.info lohnt sich also auch in Zukunft immer wieder.

In diesem Sinne wünscht das TEAM – drehleiter.info allen Feuerwehrangehörigen ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2006.

Beste Grüße …und bleibt neugierig!
Jan Ole

Geschrieben von Irakli um 18:20 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

27.12.05

Stefans Jahresrückblick 2005 (2)

Hier nun der zweite Teil meines Jahresrückblicks.

Juli
„Auf nach München“, unter dieses Motto kann ich den Juli stellen, da ich eine Stelle als Mitarbeiter in einer Internetredaktion eines Radiosenders bekommen hatte. Am meisten fehlte mir seitdem das aktive Feuerwehrleben, auch wenn wir seit meiner Abwesenheit keine Einsätze mehr zu verzeichnen hatten. [Wehe, jemand stellt da jetzt einen Zusammenhang her ;-)]. Und ja, ich vermisse meine stinkende Uniform und meine HAIX.


Etwas umständlich gestaltete sich dabei die Aktualisierung der Abteilungswebseite von München aus, zumal sich Teile der Abteilung nicht gerade kooperativ zeigten, wenn ich um Informationen oder aktuelle Fotos bat. Aber wie gesagt: wirklich viel passierte eh nicht!


August
In Bayern regnet es und versinkt in den Fluten, in Süddeutschaland wütet ein Tornado (nicht weit von meinem Heimatort entfernt), aber meine Wehr hat gar nichts zu tun. Mir passiert auch nicht viel.

Irakli bot im August eine Workshop zum Thema „Webseiten“ an, leider fand dieser nicht statt – mangels Anmeldungen.


September
Der erste „Heimatbesuch“ stand an. Meine Abteilungswehr veranstaltete das Zwiebelkuchenfest (Feuerwehrfest), wegen dem ich extra nach Freiburg gefahren bin um zu helfen. Gleichzeitig machte ich einen Abstecher zum TdoT der BF Freiburg. Ich berichtete darüber im Weblog.

Hier noch zwei Fotos vom TdoT der BF Freiburg
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Fwk 28

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Der historische LZ aus den 1950er Jahren

Ich stattete außerdem wenige Tage später der Abteilung Waldtrudering einen Besuch bei deren Tag der offenen Tür ab. Was mich erstaunte, war die im Vergleich zu unserem LF 16/12 etwas gerinfügiger ausfallende Bestückung des Münchener LF. Dafür haben wir weder Sprungretter, noch Belüftungsgerät. Wir sind für sowas im Alarmplan auch nicht vorgesehen, da wir nur Unterstützungseinheit sind.


Weiterhin konnte ich das Erreichen von 100.000 Page Impressions seit Bestehen der Abteilungswebseite meiner Abteilung verkünden. Irakli wird bestimmt lachen, denn das ist gerade einmal ein Bruchteil dessen, was der Blog hat!


Am 21.09. war ich mal rasender Bildreporter, allerdings nur aus dem Bürofenster heraus. Ich hörte lautes Taatüütata, griff sofort zu einer Kamera und war Zeuge wie die FF Ismaning zu einem Einsatz hier auf dem AGROB-Gelände fuhr. Zwei der drei Fahrzeuge verfuhren sich ein wenig. Hier die Bilder.

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Hier das LF 16 der FF Ismanig auf Anfahrt und auf "Umkehrfahrt"

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Die DLK fährt gleich in die richtige Richtung

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Hier das GTLF der FF Ismanig

Oktober
Den Großteil des Oktobers verbrachte ich mit mehr oder minder privaten Dingen. Ich hatte ein Vorstellungsgespräch und zwei Wochen später auch die Stellenzusage für einen Job in Baden-Baden. Tja, ab diesem Zeitpunkt hieß es Abschied von München nehmen, das mir mittlerweile doch ganz gut gefällt.

November
Die Zeit vergeht. Immerhin gehöre ich seit Anfang November offiziell zu den Stammautoren des Weblogs, nachdem Irakli so nett war mir eine Autorenschaft anzubieten.

Nachdem ich es lange vor mich hergeschoben habe, beginne ich mit dem Versuch die Abteilungswebseite zu relaunchen. Dazu muss ich zunächst ein neues Design finden. Ich entschloss mich meine „Entwürfe“ hier im Weblog diskutieren zu lassen.

Dezember
Anfang Dezember fuhr ich mal eben schnell nach Freiburg, um das Belastungstraining für AGTs mitzumachen. Darüber habe ich hier gebloggt.

Ansonsten hatte es der letzte Monat dieses Jahres in sich. Die Ereignisse überschlugen sich. Die Geschehnisse in Münchsmüster und Tübingen gehen an keinem Feuerwehrmann so schnell vorbei. Aus diesem Grund schließe meinen Jahresrückblick in Gedenken an alle im Einsatz umgekommenen Kameraden.

Geschrieben von Stefan C. um 13:22 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

26.12.05

Sicheres Weihnachten

Alle Jahre wieder brennt der Weihnachtsbaum ... Diesen und andere Sätze hören wir jedes Jahr vor Weihnachten. Hauptursache vieler Brände in der Weihnachtszeit sind vergessene Kerzen an Adventskränzen oder Weihnachtsbäumen.

Eine Möglichkeit den Weihnachtsbaum "sicherer" zu machen, ohne dabei auf Kerzenlicht zu verzichten, habe ich zu Hause bei meiner Mutter am Baum gesehen:


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Meine Mutter stellt Teelichter in spezielle Christbaumkugeln. Hunderprozentige Sicherheit gibt es auch hierbei nicht, aber ich finde dieses Vorgehen deutlich sicherer als "normale" Kerzen am Baum.

Geschrieben von Stefan C. um 18:52 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

25.12.05

Danke, Horst!

Ich darf an dieser Stelle aus der Weihnachtsansprache unseres geschätzten Bundespräsidenten Horst (Wer?) Köhler zitieren:

"… Und wir sollten denen dankbar sein, die am heutigen Abend nicht im Kreise ihrer Lieben feiern, weil sie für ihre Mitmenschen da sind - im Krankenhaus, bei der Polizei, als Bus- und Bahnfahrer oder als Soldaten, die fern der Heimat für Sicherheit und Freiheit sorgen. …"

Na, fällt was auf? Ich möchte nicht wissen, wie viele Fernseher auf den Wachen der Berufsfeuerwehr den Weg durchs offene Fenster in den Hof gefunden haben.
Man sollte bei namentlichen Aufzählungen eben immer ein besonderes Augenmerk auf deren Vollständigkeit oder Allgemeingültigkeit haben. Und den Nutzen von Soldaten im Auslandseinsatz für die Mitmenschen in der Heimat muss mir auch nochmal jemand erläutern.

Wie dem auch sei.
Auch Dir frohe Weihnachten, Horst!

Geschrieben von michael um 20:30 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

Stefans Jahresrückblick 2005 (1)

Das Jahr 2005 neigt sich dem Ende zu, es ist also Zeit für einen kleinen, subjektiven Jahresrückblick. Mitunter war es schwer sich noch daran zu erinnern, was wann und wo geschehen war.

Januar

Der Januar ist bei uns in der Abteilung der Monat mit den meisten offiziellen Anlässen. Neben dem Besuch des Neujahrsempfangs der Ortsverwaltung, standen die Generalversammlung und die Wehrversammlung auf der Agenda.

Alle drei Veranstaltungen standen unter dem Eindruck des schweren Unwetters vom 8. Juli 2004, welches in und um Freiburg für Chaos gesorgt hatte. [Für mich war dies der längste Einsatz am Stück in meiner aktiven Feuerwehrzeit gewesen: Immerhin von 4:30 Uhr bis 16 Uhr. (Und wie das Leben so ist, musste ich damals am gleichen Tag ab 18 Uhr meine Prüfungsthemen in einem Kolloquium vortragen).] Ebenfalls ein großes Thema war der Tsunami in Asien.

Generalversammlung
Generalversammlung der FF Tiengen: Anstehen an der Wahlkabine bei der Wahl des neuen Vorstandes.

Generalversammlung
Generalversammlung der FF Tiengen: Die Wahlbox


Februar
Februar ist der „Monat der technischen Hilfeleistung“, da meine Abteilungswehr zusammen mit dem Rettungsdienst seit 2004 auf der Neuwagenausstellung eine zweitägige Schauübung zum patientengerechten Retten demonstriert. So auch dieses Jahr. Wie auch 2004 meldete ich mich für beide Tage an.

Ironie der Geschichte: Bei der Übung wenige Tage vor der Schauübung nutzen wir einen ausrangierten KdoW der Feuerwehr. Ich berichtete darüber hier im Weblog.

Omega
Noch ist der Opel Omega KdoW in einem Stück!

Kurz vor Beginn der eigentlichen Schauübung machte ich zum ersten Mal in meinem Leben die Bekanntschaft mit dem Inneren eines RTWs und mit einem Notarzt. Diese Anekdote erspare ich euch jetzt, nur soviel, ich hatte am Abend zuvor etwas über die Strenge geschlagen.

Schauübung Automobilausstellung

Schauübung Automobilausstellung

Schauübung Automobilausstellung

Schauübung Automobilausstellung

Schauübung Automobilausstellung
Die Gestalt, die aussieht wie Darth Vader in rot und mit dem Feuerlöscher in der Hand, ist meine Wenigkeit!

Schauübung Automobilausstellung

Schauübung Automobilausstellung

März
Der März stand zumindest für mich unter dem Motto „Fit For Fire Fighting“. Ich hatte zwar schon im Februar mit dem Training für den FFFF-Duathlon begonnen, aber die Witterung ließ erst im März ein richtiges Training zu. Der Versuch zusammen mit anderen aus der Abteilung einen Termin zum Joggen zu finden, war allerdings leider zum Scheitern verurteilt.


April
Wo soll ich im April bloß anfangen? Meine Abteilung veranstaltete zum ersten Mal einen „Tag der offenen Tür“. Es zeige sich, dass Engagement nicht alles ist, sondern dass es auch einer sehr guten Vorbereitung und Werbung bedarf. Letzteres kam m.E. etwas zu kurz.

Tag der offenen Tür
Übung der Jugendfeuerwehr

Tag der offenen Tür
Vorführung der Funktionsweise von Feuerlöschern


Am 20. April feierte mehr oder weniger ich alleine das einjährige Bestehen der von mir betreuten Abteilungswebseite. Mir fiel erst beim Einjährigen auf, dass das Datum ein wenig historisch vorbelastet ist. Aber was solls, es ist ein Datum, mehr nicht, oder?


Dann am 30. April war es soweit. Der FFFF-Duathlon fand in einer Nachbargemeinde statt. 20km Radfahren und knapp 5 km Joggen waren gefordert. Ich war überrascht über das Tempo das von Beginn an vorgelegt wurde. Ich kam leider erst nach 1:06 h ins Ziel. Knapp 10 Minuten nach den ersten. Der Duathlon war ne tolle Sache. Bei so was mache ich sofort wieder mit!

Fit for fire fighting
Gruppenfoto, ich bin die Nr. 200

Fit for fire fighting
Nach dem Sport braucht man(n) was isotonisches ;-)


Mai
Also im Mai war nicht so viel los, außer der privat bedingten Pendelei Freiburg-Eislingen. Bevor ich allerdings das erste Mal nach Eisligen gefahren bin, habe ich mich im Internet erst mal über die Leistungsfähigkeit der Wehr vor Ort informiert. Bei dem Fahrzeugpark konnte man(n) echt neidisch werden.


Juni
Im Juni nahm ich zum ersten Mal in meiner aktiven Zeit an einem Feuerwehrumzug anlässlich des Jubiläums der Nachbarabteilung teil. Na ja, ich bin nicht mitgelaufen, ich wurde nämlich kurzerhand zum Streckenposten umfunktioniert und konnte deshalb ein paar Fotos schießen.

Umzug

Umzug

Interessant war in dem Zusammenhang, wie schnell meine Kameraden mir gegenüber gemachte Zusagen nicht einhielten. Ich musste aus privaten Gründen gleich nach der Veranstaltung nach Hause (Zug nach Eislingen), aber plötzlich wollte mein „Fahrer“ nicht mehr! Na ja, zum Glück erbarmte sich dann ein anderer meiner Kameraden und fuhr mich schnell. An diesen Kameraden nochmal ein Dankeschön!

Bei meiner letzten Übung bevor ich nach München ging, drückte ich einem Kameraden die DigiCam in die Hand, damit er Fotos machen sollte. Nun ja, er stellte den Schalter versehentlich auf „Video“ und hat es nicht gemerkt, von daher gibt es nicht wirkliche viele Bilder. ;-) (Wenn ich mal dazukomme die Videos zu bearbeiten, lasse ich euch selbstverständlich daran teilhaben).

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Menschenrettung

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Riegelstellung

Geschrieben von Stefan C. um 12:25 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

23.12.05

Fröhliche Weihnachten

Ich wünsche allen Lesern des Weblogs und allen anderen Kameraden von der Feuerwehr fröhliche, besinnliche und ruhige Weihnachten!

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Geschrieben von Stefan C. um 17:19 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

22.12.05

Alt trifft Neu: Kleine Fahrzeuggeschichte meiner Wehr

Ich habe mal wieder ein wenig in der Fotokiste gekramt und ein paar Fotos zum Thema "Zwei Welten treffen aufeinander: Löschtechnik damals und heute" herausgesucht und mit Texten aus der Ortschronik oder unserem alten Schriftführerbuch versehen.

Schlauchwagen

Bis wann dieser Schlauchwagen, den wir anlässlich unseres TdoT etwas bestückt hatten, im Einsatzdienst war, weiß leider keiner mehr. Das Indienststellungsdatum scheint aber das Jahr 1913 gewesen zu sein, denn das steht in riesgen Versalien daraufgepinselt.

Pumpe

Die Pumpe wurde im Jahre 1887 gebraucht beschafft und vor einigen Jahren restauriert und im Gerätehaus aufgestellt.

Zitat aus der Ortschronik: »1887 wird die Notwendigkeit der Beschaffung einer moderneren Feuerlöschspritze erkannt und im gleichen Jahr für 500 Mark eine gebrauchte Spritze von der Stadtgemeinde Freiburg angekauft, sodass Tiengen 1887 über drei Spritzen verfügte. Diese 1887 erworbene Spritze ist noch heute im Feuerwehrgerätehaus zu Tiengen aufgestellt.«

TSA

Auch sowas haben wir noch im Gerätehaus stehen, allerdings seit ein paar Jahren nicht mehr in der AAO aufgeführt. Ein TSA Baujahr 1964 (Pumpe von 1965). Ich habe mal ein wenig im alten Schriftführerbuch geblättert, und bin darauf gestoßen, dass der TSA offenbar nur 3 bis 4 Einsätze hatte.

Der erste vermerkte Einsatz den ich gefunden habe, war am 24. Juni 1967 ein "kalter Blitzschlag", der letzte vermerkte Einsatz scheint am 7. November 1971 ein Schwelbrand gewesen zu sein.

Das alte Schriftführerbuch hält fest:

Das Jahr 1964 ist für die Tiengener Feuerwehr von Bedeutung. Nämlich im Mai bestellte Bürgermeister Maier eine neue TS 8 mit TSA. Auch sprach man darüber ob nicht gleich ein Tragkraftspritzenfahrzeug angeschafft werden solle. Durch die angespannte Finanzlage, die durch den Schulhausneubau hervorgerufen ist, ist die Gemeinde nicht in der Lage ein Fahrzeug zu beschaffen. Auch der Wartung halber haben es verschiedene Wehrmänner abgelehnt. [...] Am 20. Januar wurde die im vergangenen Jahr bestellte Tragkraftspritze geliefert. Am 13. März wurde der Tragkraftspritzenanhänger nachgeliefert. Noch am selben Abend wurde der TSA von den Wehrmännern eingeräumt. Anfänglich war das "Sich-Ausrüsten" mit etwas Schwierigkeiten verbunden, denn die Einteilung und die Verriegelung waren anders als beim alten TSA der 13 Jahre seinen Zweck erfüllte.


Ach, das riesige Teil im Hintergrund, das auf einigen Fotos zu sehen ist, ist unser LF 16/12, Bj. 1994. Hier ein Blick von der Drehleiter auf das LF 16/12
LF Vogelperspektive

Hierzu fällt mir auch eine interessante Geschichte ein. Das LF 16/12 erhielten wir 2002 infolge einer strukturellen Neuorganisation der Feuerwehr Freiburg.

Aber bereits 13 Jahre zuvor wurde unserer Abteilung statt des LF 8 (Bj. 1974) ein LF 16 mit Rettungssatz angeboten - die Kameraden lehnten dies damals ab - wie schon Jahrzehnte zuvor ein TSF mehr oder minder abgelehnt wurde!

Wenn ich gerade bei "unseren" alten Fahrzeugen bin, dann stelle ich unsere "ehemaligen" und "aktuellen" gleich mit vor:

Das LF 8 versieht bald im 32. Jahr seinen Dienst. Der Schriftführer bemerkte:

Da die Austüstung unserer "Freiwilligen Feuerwehr" mit ihrem TS-Anhänger an den Umständen gemessen ziemlich spärlich war und man sich bisher, zur Genugtuung der Ratsherren übrigens, damit eben noch zufrieden gab, dürfte die Beschaffung unseres neuen Löschfahrzeuges LF 8 VP ganz besonders in die Geschichte unserer Wehr eingehen. Zur Genugtuung der Ratsherren deshalb, weil man so vor dem gewaltigen Griff in die Gemeindekasse verschont blieb und die Finanzierung des Fahrzeugs nunmehr der Freiburger Stadtkasse gehörte, wie Ortsvorsteher Schächtele humorvoll meinte. Das neue Löschfahrzeug wurde am 31.5. vom Löschzug 12 von der Branddirektion übernommen. Es ist mit einer Vorbaupumpe 8/8 und einer eingeschobenen TS 8/8 sowie mit schweren Atemschutzgeräten ausgerüstet und bietet insgesamt Platz für 9 Männer, also eine vollzählige Gruppe. Die Übernahme des Fahrzeugs erfolgte durch Löschzugführer Hans Lörch und die Wehrmänner Helmut Lörch, Werner Jenne und Adolf Karle. Das neue LF 8 wurde dann am 1.6. den Angehörigen des Löschzuges vorgestellt.

Das TLF 16/25 stand nur ein paar Monate bei uns, dann kam das LF 16/12:

Bilder vom TLF 16/24-Tr. hab ich nicht. Das Teil steht nun in der Nachbarabteilung. Interessant hier: Bereits am Tag der Übergabe verzeichnete das Fahrzeug seinen ersten Einsatz. Auf der Rückfahrt von der feierlichen Fahrzeugübergabe tobte ein Sturm, der einen Baum auf die Fahrbahn der B 31 West im Mooswald stürzen ließ. Dieser Baum wurde von den mitfahrenden Feuerwehrangehörigen, wohlgemerkt in erster Garnitur, beseitigt.


Ein TLF 8/8 hatten wir auch mal (abgelöst durch das TLF 16/24-Tr.). Der Schriftführer vermerkte:

Eine nicht unerhebliche technische Aufrüstung hat unsere Wehr durch die Stationierung eines "Unimog TLF 8" in unserem hiesigen Gerätehaus seit Beginn des Jahres 1979 erfahren. Dieses Fahrzeug, das mit einem 800l-fassenden Wassertank bestückt ist, ermöglicht uns erstmals, im Ernstfalle eine, taktisch gesehen, wertvollen Schnellangriff vorzutragen. Ferner eröffnet sich mit diesem Fahrzeug die Möglichkeit, im freien Gelände ausgebrochene Brände, unabhängig von einer örtlich gebundenen Wasserversorgung, anzugehen

Interessant hier: Einen Tag (25. Januar 1995) vor der "Ablösung" durch ein neues TLF hatte unser Unimog seinen letzen Einsatz:

Während die Feuerwehrangehörigen der Wehrversammlung im Seepark beiwohnten, brannte auf den Holzmatten eine Hütte des Reitvereins nieder. 3 unserer Kameraden, die das Feuer auf dem Fortweg noch bemerkten, bekämpften die Flammen mit dem eilends noch herangeholten Unimog-TLF. Sie wurden schließlich noch von der zu Hilfe gekommenen Abteilung Haslach unterstützt.

Geschrieben von Stefan C. um 14:39 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Lesen ...

... und sich was dazu denken: Klick mich

Geschrieben von Stefan C. um 14:27 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

21.12.05

Blogging light

Sorry wenn es hier etwas ruhig zugeht! Weihnachten steht vor der Tür, ich bin von einer heimtückischen Grippe niedergestreckt und Stefan ist schon Richtung Heimat aufgebrochen. Es überrascht angenehm, wenn gleich einige Leute danach fragen ob wir noch OK sind wenn ein Paar Tage Ruhe ist. Super :)

Es kommen noch ein Paar Posts, dann bin ich über Weihnachten und Neujahr in England. Das bedeutet einerseits, dass es hier ziemlich ruhig wird, andererseits aber gibt's dann natürlich Berichte von der Insel.

Rück- und Vorblick auf 2005 und 2006 kommen noch morgen oder Freitag.

Am Freitag poste ich das Ergebnis der Markenumfrage - wer noch seine Meinung zu MAN, Iveco und Mercedes kundtun möchte, der hat noch bis dahin die Chance dazu. Bis jetzt wurde ca. 60 Mal abgestimmt.

Dran bleiben!

Geschrieben von Irakli um 11:26 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Big Brother bei der Feuerwehr

Was ich beim MDR gelesen habe, hat mich echt umgehauen: Da lässt eine Gemeinde seine Feuerwehrleute bespitzeln! Auch ne Möglichkeit überflüssiges und sowieso nicht vorhandenes Geld auf den Kopf zu hauen! Angesichts der jüngsten Ereignisse ist das ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich beruflich oder ehrenamtlich für andere Menschen in Not einsetzen!

Geschrieben von Stefan C. um 09:55 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

19.12.05

PC-Games und Brandschutzerziehung

Über Sinn und Unsinn von PC-Games kann man jetzt geteilter Meinung sein. Dennoch haben einige Games durchaus einen didaktischen Wert beim Thema Brandschutzerziehung.

Im PC-Game SIMS fängt plötzlich wild abgelagerter Krempel Feuer und verursacht ein kleines Chaos. Was lernen wir daraus: Müll trennen, Rauchmelder installieren, sich mit Feuerlöschern vertraut machen, ... (Im Text einfach nach dem Stichwort "Feuerwehr" oder "Feuer" suchen).

Zumindest in dem ein oder anderen Games (Anno) kann man sich beim Bauen der Stadt ein wenig wie ein Beamter im vorbeugenden Brandschutz fühlen, denn wer seine Stadt zu dicht baut oder die Feuerwache vergißt, den kann dieses Versäumnis sehr teuer zu stehen kommen. Nun ja, ich habe einmal versucht "Emergency" zu spielen, aber diese Grafik ist zum ... na ja ... Augenschmerzen bekommen.

Welche Spiele gibt es noch außer Emergency bzw. Fire Department bzw. Anno bzw. SIMS, in denen die "Feuerwehr" vorkommt? Wie wird die Feuerwehr bzw. das Feuer dargestellt?

Geschrieben von Stefan C. um 10:18 | Permanenter Link | Kommentare (5) | TrackBack

18.12.05

Kein schöner Dezember

Dieser Blog wird auch von vielen nicht-Feuerwehrlern gelesen, an diejenigen richtet sich dieser Post insbesondere. Dass die Mitgliedschaft bei einer Feuerwehr mehr ist als nur Spielerei, sondern auch durchaus eine ernste Sache ist, bekommt man dann in voller Wucht aufgezeigt wenn einem Kollegen etwas zustösst.

Black

Diesen Dezember gab's gleich drei Todesfälle im Einsatz. Am 10.12. in Münchsmünster, am 17.12. starben zwei Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Tübingen im sogenannten "Innenangriff", also der Brandbekämpfung im Gebäude. Genauere Informationen gibt's bei Feuerwehr.de, auch lohnt sich der Blick auf die Diskussion dort über den tragischen Unfall um zu sehen, welche Fragen gestellt werden.

Keine schöne Weihnachten für die hinterbliebenen Angehörigen. Ihnen gilt unser Mitgefühl.

[Update]
Es gibt nun auch eine Kondolenzliste.

Geschrieben von Irakli um 14:50 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

16.12.05

Spielerische Vorbereitung auf Epidemien

Powerpoint ist selten das richtige Mittel zum lernen. Viel eher geeignet sind da Spiele. In den USA sollen sich Helfer so spielerisch auf ABC-Gefahren und deren Bewältigung vorbereiten, so ein Artikel der Wired.

Players learn how to set up MASH sites, evaluate patients and dispense drugs. They also are trained to distribute medications to health-care sites and notify the public, instructing people on what to do -- without instilling panic.

Geschrieben von Irakli um 14:43 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Die Spezialisten für XXXXL-Feuer

Vor kurzem las ich den Artikel Familie Feuerwehr aus Texas. Sehr interessant! Dahinter verbirgt sich eine Firma, die auf Bekämpfung von, sagen wir mal, XXXXL-Feuern spezialisiert ist.

Die "Feuertaufe" erlebte das Unternehmen im Dezember 1983. Im US-Bundesstaat Kentucky löschte man ein Großfeuer aus drei brennenden Großtanks voller Rohöl. Mittlerweile ist ein Feuer, bestehend aus sieben Millionen Autoreifen, für Dwight schon "langweilig".

Williams Fire & Hazard Control


Williams Fire & Hazard Control bekämpfen nicht nur Feuer, sie entwickeln und vertreiben auch Feuerwehrtechnik bzw. Löschmittel.

Geschrieben von Stefan C. um 14:01 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Umfrage: Fahrzeugmarken

Im Feuerwehrforum auf die Idee gekommen, und diese sofort umgesetzt: wie denken wir über (Feuerwehr-)Fahrzeugmarken?

Umfrage

Und da es die erste Feuerwehr-Weblog Umfrage ist, ist sie besonders einfach. Ich möchte wissen, wie wir über die Marken der Fahrzeughersteller (nicht: Aufbauhersteller!) denken. Der Einfachheit halber habe ich die Umfrage auf die drei klassischen (LF-) Hersteller beschränkt. Sorry wenn Euer Unikat nicht dabei ist :)

Es sind zu jeder Marke zwei Fragen:
1) Wie schätzt Du die Qualität der Fahrzeuge dieser marke ein? (Schulnotensystem)
2) Wie schätzt Du die Markendynamik ein?

Markendynamik bedeutet übersetzt ob sie jung, oder altbacken, innovativ oder statisch ist, ob sie besonders interessante Ideen umsetzt, usw.

Da denn mal los, zur Umfrage gehen und die sechs Fragen beantworten (Aufwand: ca. 1 Minute). Das Resultat poste ich dann als Koordinatensystem (von statisch/ miese Qualität bis dynamisch/ gute Qualität).

Bitte unbedingt subjektiv abstimmen, es geht rein um Eure Meinung. Die Umfrage ist natürlich anonym.

Jetzt bin ich mal gespannt ob ich mit meiner Meinung auch richtig liege! Feedback zur Umfrage, Vorschläge für weitere Umfragen etc. gerne über die Kommetnarfunktion oder per E-Mail.

Danke für's mitmachen!

Geschrieben von Irakli um 11:50 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

Ampel weist der Feuerwehr den Weg

Brandmelder und Brandmeldezentralen sind ja eine gute Sache: Ein BM schlägt Alarm, Feuerwehr kommt, geht in die BMZ, schaut welcher BM angeschlagen hat und schaut dann nach. Soweit die Theorie.

In Knittlingen erweitert man dieses System nun um optische Signale. so sollen Lichtsignale der Feuerwehr den Weg weisen.

Aus dem Gemeinderat kam daher die Anregung, am Eingang zu allen angeschlossenen Gebäuden mit optischen Anzeigen kenntlich zu machen, ob es hier brennt oder nebenan. [...] Verschiedenfarbige Leuchtsignale sollen der Feuerwehr schon bei der Anfahrt zeigen, in welchem Gebäude sie benötigt wird. Das gelte natürlich nur, wenn die Flammen nicht schon wieder aus dem Dach schlagen. Genau dies soll mit der Brandmeldeanlage vermieden werden.

Gefunden habe ich diese Meldung hier

Geschrieben von Stefan C. um 11:44 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

Wasser marsch ... mit Verzögerung!

Vor geraumer Zeit hatte ich schon einmal über eine "wasserlose" Feuerwehr berichtet. Nahe Köln ist nun etwas ähnliches passiert.

Feuerwehr zum Zuschauen verdammt
Zerknirscht schaute Stadtbrandinspektor Heinz-Peter Krämer gestern Morgen auf die verkohlten Reste des Anbaus und des ausgebrannten Fachwerkhauses an der Landstraße 333 in Dondorf. Gefallen hat ihm der nächtliche Einsatz nicht: „Nichts zu machen, wenn es keine Anschlüsse gibt.“ Nahezu tatenlos hatten die 156 Einsatzkräfte geraume Zeit zusehen müssen, wie die Flammen in dem gerade wiedereröffneten Anwesen wüteten.

Hier geht es zur ganzen Meldung

Ich hoffe nur, dass ich so einem Einsatz niemals beiwohnen muss! Man kann ja schon die Krise bekommen, wenn es während eines Innenangriffs im sekundenbereich zu Verzögerungen bei der Wasserversorgung bekommt.

Geschrieben von Stefan C. um 11:11 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Eine neue Weseite entsteht (4): Design

Ich habe einige Tipps und Vorschläge in einen überarbeiteten Designentwurf einfließen lassen.

Zu meinem letzten Entwurf habe ich einige Anregungen bekommen, die ich nun versucht habe umzusetzen.

Vorweg folgendes: Im Moment bin ich mit der Gestaltung in der linken oberen Ecke etwas unzufrieden. Normalerweise sollte an dieser Stelle das Wappen der Wehr oder des Ortes eingebunden sein. Beides ist nicht möglich, da unsere Wehr kein Wappen hat und das Orts-/Stadtwappen nicht ohne weiteres verwendet werden darf. Das "Feuerwehr"-Logo fände ich persönlich an dieser Stelle etwas unpassend.

Was mir auch etwas Kopfzerbrechen macht ist die weiße Fläche zwischen Primärnavigation und den darunter folgenden Modulen. Einerseits wollte ich mehr weiße Flächen reinbringen um ein "Farbkasten"-Design zu vermeiden, andererseits spiele ich mit dem Gedanken diese weiße Fläche und auch die weiße Fläche zwischen Sekundärnavigation und "Desktop" mit einer Farbe einzufärben.

Design 3
Zur Vollansicht

Hier nun ein weiterer Entwurf.

  • Die "Header"-Grafik wurde eingefärbt, damit es nicht zu einer optischen Überreizung führt
  • Die "aktive Site" wird durch ein hellen Orangeton hervorgehoben. (Dieser Farbton entspricht dem der Feuerwehrjacke).
  • Die Topmeldung ist durch ein großes Fotos, sowie einer rot hinterlegten Überschrift gekennzeichnet. Weitere Teaserboxen sind durch Blautöne gekennzeichnet.
  • Insgesamt fällt der Entwurf farblich deutlich dunkler aus, als meine vorangegangen Entwürfe.

    Design 3a
    Zur Vollansicht

    Der gleiche Entwurf etwas abgwandelt.

    Hier geht es zu Teil 3, Teil 2 und zu Teil 1 der Serie.

    Geschrieben von Stefan C. um 10:54 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Überdruckbelüftung, extreme

    Genau dieses Video hatte ich letztens gesucht, als ich einen Unterricht über Rauchbekämpfung gehalten habe. Ein Tempest (oder ähnlich) ist gegenüber einer 747 ziemlich niedlich.

    747Blast

    Was passiert, wenn man damit ein Auto "belüftet", seht ihr hier (wmv, 6mb). Bwoah.

    [basic thinking]

    Geschrieben von Irakli um 08:55 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    15.12.05

    Der Xmas-RW2

    Beim Surfen das hier gefunden:

    xmasrw2.jpg

    Weiß jemand passende Bildunterschriften?

    Geschrieben von Stefan C. um 16:10 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    Reportage: Besuch Miniaturwunderland Hamburg

    Reportage
    Weblogleser Olaf war als Betreuer einer Jugendfeuerwehrgruppe im Miniaturwunderland in Hamburg. Olaf war so nett einen kleinen "Erlebnisbericht" zu verfassen, bei dem der ein oder andere doch etwas neidisch werden kann.

    Miniaturgroßfeuer und vieles mehr

    Stefan meinte am 9.12., er würde das Miniaturwunderland (MiWuLa) in Hamburg gerne einmal selber sehen und fotografieren. Wie schon kommentiert, bin ich ihm zuvorgekommen:

    Am 11.12. stand der Jahresabschlussdienst unserer Jugendfeuerwehr an und wie jedes Jahr machen wir an diesem Dienst etwas besonderes. Dieses Jahr ging es also nach Hamburg ins MiWuLa. Schnell noch Papis Digicam gemopst und dann waren wir mit 4 MTWs unterwegs. Frühes losfahren sichert gute Plätze am Einlass. Denn auch am Sonntag zieht diese Miniaturwelt schon viele Leute früh morgens an.

    Was soll ich zum Miniaturwunderland groß sagen? Wer schon mal was im Fernsehen davon gesehen hat, der weiß, dass es einfach beeindruckend ist, wie man zig Quadratmeter im Maßstab H0 zupflastern kann und das nicht nur mit großen Gebäuden, sondern mit Unmengen an Details, die teilweise sogar die Modelleisenbahn, deren Gleise sich durch alle Landschaften, über die Besucher hinweg und unter ihnen hindurch führen, ins Hintertreffen gerät.

    Überall kann man interessante Kleinigkeiten finden: Seien es Brücken oder Baumaschinen, die sich bewegen, Liebespärchen an verschiedenen Orten, Hunde, die ihre Notdurft verrichten, Exhibitionisten…es gibt einfach zu viel, um es alles aufzuzählen. Zu Weihnachten haben sich die Bauherren sogar die Mühe gemacht, an vielen Stellen Weihnachtsmänner, Schneemänner, Engel und beleuchtete Tannenbäume aufzustellen. Und die stehen da nicht immer nur einfach in der Gegend rum, sondern werden passend in das Bild eingefügt.

    mwhh1.JPG


    Man merkt deutlich, dass die Erbauer des Miniaturwunderlands auch vom Virus Feuerwehr befallen sind. Wie sonst wäre es zu erklären, dass nicht nur in Knuffingen (der „Hauptstadt“ des MiWuLa) zwei komplett ausgestattete Wachen zu finden sind, sondern auch im Hamburg-, Skandinavien- und USA-Teil detailgetreue Fahrzeuge der jeweiligen Gegend zu finden sind? Und überall werden diese Fahrzeuge über eine digitale Steuerung zu Einsätzen gerufen. Lkw-Brand auf Brücke, Discobrand, Unfälle, Sturmflut - kaum ein Szenario, das es nicht gibt. Besonders interessant ist sicherlich das interaktive Löschfahrzeug: Ein LF 16/12, an dem alle Lichter einzeln vom Besucher eingeschaltet werden können.

    mwhh2.JPG


    Überhaupt sollen die Besucher selbst etwas tun: Anfassen ist zwar streng verboten, was man auch gut verstehen kann, dafür gibt es aber in jeder Landschaft Knöpfe zum Drücken. So kann man hier einen Waldbrand auslösen, der langsam wieder gelöscht wird, dort ein Gewitter machen, eine Baustellen zum Leben erwecken…wieder zuviel, um es alles aufzuzählen.

    So beeindruckend die dargebotenen Landschaften schon sind: fertig sind sie nicht und werden es wahrscheinlich nie. Denn ständig wird angebaut, umgebaut, werden weitere Features eingebaut. Man kann den Machern bei ihrer Arbeit zusehen und bekommt das Gefühl, dass es für die Jungs und Mädels gar keine Arbeit ist.

    Für die, die immer noch nicht genug haben, gibt es dann noch die Vitrinenwand mit 2000(!) Feuerwehrmodellen, ebenfalls in H0. Da gibt es wohl zu jedem Feuerwehrfahrzeug Deutschlands ein Modell. Von den Anfängen der Motorisierung bis heute, vom KdoW über diverse LFs aller Arten bis hin zu FLFs und Werkfeuerwehrfahrzeugen - alles ist vorhanden.

    Ich war drei Stunden dort, die Kamera hat viel zu früh versagt (trotz zweier Akkus) und soviel ist sicher: ich habe nicht alles komplett gesehen und weitere Besuche werden sich anschließen. Und wer durch den Besuch endgültig mit dem Modellbauvirus infiziert wurde, für den gibt es eine große Auswahl an Bausätzen und fertigen Modellen im Shop.

    Geschrieben von Stefan C. um 15:39 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Surftipp: "Trailer Fire"

    Sehr beeindruckende Bilderfolge vom Brand eines Trailers. Extreme Strahlungswärme die mit unseren Hosen vermutlich so nicht auszuhalten wäre...

    Geschrieben von Irakli um 15:13 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Feuerwehr Freiburg als Vorbild

    Vor kurzem hatte ich hier über die geplanten Neuorganisation der Feuerwehr Mainz unter Vorbildnahme der Feuerwehr Freiburg berichtet. Ich habe nun vom Presseamt der Stadt Freiburg die Zusammenfassung des Gutachten erhalten.

    Hier geht's zum pdf (ca. 1 MB).

    Zum Inhalt:
    Die Reduzierung der Funktionstellen bei der BF um 2 von 21 auf 19 Stellen pro Schicht wird nur unter der Voraussetzung empfohlen, dass die FF ausrüstungs- und ausbildungstechnisch "aufgewertet" wird. (u.a. zu wenig LFs und MTWs, fehlende Möglichkeit zur Heißausbildung). Außerdem wird der Neubau von Gerätehäusern und der Umbau der Hauptfeuerwache bzw. der Bau einer integrierten Leitstelle empfohlen. Weiterhin sollen bestimmte Aufgaben nicht mehr von der Feuerwehr wahrgenommen werden.

    Geschrieben von Stefan C. um 13:32 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Wofür Blogs gut sind: Bau eines neuen Gerätehauses

    Interessant: hier wird in Tagebuchform über den geplanten Bau eines Gerätehauses in Müden-Dieckhorst berichtet.

    Geschrieben von Irakli um 12:47 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Obdachlose Feuerwehr?

    Was macht die Feuerwehr, wenn diese kein Gerätehaus hat um ihr Einsatzfahrzeug unterzustellen?

    Ich weiß es auch nicht, aber dieses Problem hat offenbar bald die FF Mutzschen, denn der Mietvertrag der Unterstellmöglichkeit endet bald, wie die LVZ berichtet.

    Geschrieben von Stefan C. um 11:01 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Skurille Feuerwehrfahrzeuge (4)

    Skurille Feuerwehrfahrzeuge der vierte Teil.

    Monster-LF!
    2005-11-16fire_beast.jpg
    Quelle: Fotos Bomberos.com

    Was ist das? Ein LF 8? Sieht aus wie ein LF 8, ist es aber nicht. Läuft als TSF!
    2005-11-10mistendorfTSF.jpg
    Quelle: www.bamberg112.de

    Was bedeuten die Pfeile? Vermutlich damit jeder Autofahrer (auch ohne Yelp) weiß, in welche Richtung das Fahrzeug fährt! Oder ist das eine Navigationshilfe für den Maschinisten? ;-)
    2005-11-10neustadtLF16.jpg
    Quelle: www.bamberg112.de

    Suppa-Duppa-WLF! boah! *große augen krieg*
    2005-11-10salzgitterWLF.jpg
    Quelle: www.bamberg112.de

    TSA-Cabrio?
    2005-11-10tsa_ballersbach.jpg
    Quelle: Feuerwehr Ballersbach

    Kein lästiges Stufensteigen mehr an Feuerwehrfahrzeugen!
    basft1_2.jpg
    Quelle: WF BASF

    Hier was interessantes aus Finnland. Ein "hyvä".
    2005-11-10finnland.jpg
    Quelle: Iin pelastuslaitos (Zu finden in der Navi unter "Kalusto").


    Hier geht es zu Teil 1, 2, 3 der Serie.
    Wie immer gilt: Wer noch was interessantes hat, bitte an stefanc (ät) feuerwehr-weblog.de mailen. THX.

    Geschrieben von Stefan C. um 10:59 | Permanenter Link | Kommentare (5) | TrackBack

    14.12.05

    "Maschinist"

    Beim Stöbern über Feuerlöschflugzeuge bin ich über diese Initiative gestolpert, die ausgemusterte A-10 (Bodenkampfjets) für diesen Zweck einsetzen möchte.

    A10

    Ich kann null über Sinn und Unsinn dieses Geräts urteilen, aber verdammt, wäre das Cool den first truly effective Urban Interface airtanker zu bedienen!

    Geschrieben von Irakli um 18:42 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Feuerwehr-Wecker

    Wer schon immer mal morgens mit Taatüütata geweckt werden wollte, der sollte mal hier vorbeischeuen.

    Geschrieben von Stefan C. um 15:56 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Wie es der Zufall so will ...

    ... so könnte man diese Meldung betiteln, die ich gelesen habe:

    Jähes Ende einer Feuerwehr-Feier

    Gerade war Hans-Jürgen Behrens, langjähriger Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Mönkhagen/Langniendorf, zum Ehrenwehrführer ernannt worden, als bei den Kameraden im Saal die Funkalarmempfänger ansprangen und die Feuer-Sirenen los heulten. Über Funk erfuhren die 50 feiernden Feuerwehrleute, dass es ausgerechnet im Haus des Geehrten brannte.


    Hier geht es zur ganzen Meldung

    Geschrieben von Stefan C. um 14:40 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    BMA Hurra! Aus Schwerin.

    Solche Meldungen sind aus der Ferne immer schwer zu beurteilen, jedoch kann ich den Frust der Kollegen in Ludwigslust gut nachempfinden. Dort ist nach der Einrichtung der integrierten Leitstelle Westmecklenburg die Anzahl der Fehlalarmierungen stark nach oben gewandert. Link zu Artikel als PDF. Ich hätte mir in dem Artikel aber eine Meinung der "Gegenstelle" gewünscht, so kommt das alles ein wenig einseitig rüber.

    Geschrieben von Irakli um 14:24 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Selbstladender Rauchmelder

    Rauchmelder wollen nicht nur gekauft werden, nein, sondern auch gewartet. Wer prüft denn schon regelmässig, geschweige denn ersetzt die Batterie?

    Die Lösung:

    Smokealarm

    Dieser Rauchmelder von DuPont lässt sich wie eine herkömmliche Birne in einen Sockel einschrauben, und nimmt selber eine Birne auf. Auch wenn das aus ästhetischer Sicht eher eine Beleidigung für die Augen ist:

    Dupont2

    Zum testen zweimal ein-und ausschalten, dreimal zum ausschalten. Für einen Haushalt mit Kindern nur bedingt tauglich, aber trotzdem vom Prinzip her nicht schlecht!

    Geschrieben von Irakli um 09:46 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    13.12.05

    Erlebnisbericht Münchsmünster 10.12.2005.

    Informationen über größere Schadensereignisse lassen sich in den Medien nachlesen, auch veröffentlichen die Feuerwehren entsprechende Einsatzberichte. Was dabei - naturgemäss - viel zu kurz kommt, ist die Sicht der Betroffenen, darunter der am Einsatz beteiligten Feuerwehrleute. Gerade bei extremen Ereignissen, die auch ein Leben lang prägen ist es wichtig, die eigenen Erlebnisse mit anderen zu teilen. Nicht alles Feuerwehrmässige macht Spaß. Ein Nebeneffekt ist auch, dass so die Allgemeinheit sich ein qualifiziertes Urteil vom Ehrenamt machen kann. Es geht bei einer "Feierwehr" tatsächlich nicht ums Saufen, sondern Hab und Gut zu schützen und dabei durchaus das eigene Leben zu riskieren.

    Am 10.12. ereignete sich im Chemiepark Münchsmünster eine Explosion, die vermutlich durch die Entzündung von ausgetretenem Hexan ausgelöst wurde und einem Mitarbeiter der Werkfeuerwehr Industriepark Münchsmünster das Leben kostete.

    Muenchs 00

    Bei dem darauf folgenden Grosseinsatz war auch Robert Schaller, Feuerwehr Geisenfeld, vor Ort. Er hat nachfolgend seine Erlebnisse aufgeschrieben, die auch als PDF zum Download (54kb)bereit stehen. Vielen Dank für die schnelle und umfassende Information! Wäre toll, wenn möglichst viele Kameraden dieses Dokument lesen könnten, das öffnet die Augen ganz schön.

    Der Einsatzbericht der Feuerwehr Geisenfeld ist hier einsehbar. Am unteren Ende der Seite sind auch viele weiterführende Links, teils zu den Berichten der beteiligten Feuerwehren, teils zu den Medien.

    Robert steht für etwaige Rückfragen über die Kommentarfunktion gerne zur Verfügung.

    Aufgrund von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dürfen keine Bilder vom Werksinnern gezeigt werden.

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    Meine Erinnerungen zum 10. Dezember 2005

    Es ist Samstag der 10. Dezember 2005. Ein Samstag wie jeder andere. Mittags um 12 treffe ich mich mit ein paar Kameraden im Gerätehaus, um die Überreste der Weihnachtsfeier des Vortages aufzuräumen. Der Nachmittag verläuft wie gewöhnlich. Abends um 18 Uhr treffen wir uns in der Turnhalle für den wöchentlichen Dienstsport.

    Wir haben gerade die Mannschaften für eine Partie Fußball ausgelost und die ersten Torschüsse hinter uns, als der Piepser um 18:15 Uhr losgeht. Sofort bricht Hektik aus. Ein paar schreien rum „Warum ausgerecht während des Dienstsports?“. Jeder packt seine Sachen zusammen und dann geht’s gemeinsam in ein Paar Autos Richtung Gerätehaus. Die Anfahrt dahin ist problemlos, nichts los um die Zeit.

    Muenchs 1

    Im Gerätehaus angekommen bekommen wir die Meldung zu hören: „Explosion nach Gasaustritt im Industriepark Münchsmünster“. Jeder Schluckt erstmal und dann kommen auch schon die Befehle des Kommandanten.
    „Es rückt aus 40/2 mit P250, Drehleiter, LF8 mit Schlauchanhänger“
    Unser zweites LF16 bleibt bei überörtlichen Einsätzen zur Absicherung unserer Stadt immer zu Hause. Der zweite Kommandant ruft mir noch schell zu das ich das MZF fahren soll, mit dem unsere Kommandanten in der Regel als erstes ausrücken.
    Also im Laufschritt vor zum MZF und ab geht’s nach Münchsmünster.

    Der Weg nach Münchsmünster, das etwa 12 Minuten entfernt ist, geht über die Staatstraße und dann auf die B16 Richtung Regensburg. Bereits kurz nach beginn der Fahrt sehen wir einen hellen Feuerschein in nordöstlicher Richtung. Keiner sagt es, aber allen ist klar, da ist was Größeres passiert. Beim Einbiegen auf die Bundesstraße sehen wir noch ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht vorbeifahren. Wir fahren ein paar Kilometer hinterher, als es plötzlich stehen bleibt und hinter uns die Bundesstraße sperrt, so wie es im Alarmplan vorgesehen ist. Als wir uns dem Industriepark nähern sehen wir die Bremslichter der Autofahrer die neugierig in das Werksgelände gaffen.

    Muenchs 2

    Die Einfahrt zum Industriepark führt uns auf eine Brücke über die B16. Plötzlich tauchen vor uns auf der Brücke vier Männer in blauer Arbeitskleidung auf. Wir bremsen ab und fragen was passiert ist. Von den vieren ist nur einer in der Lage eine kurze Lagemeldung zu geben, die anderen irren ziellos umher.
    Er spricht von einem Gasleck in einer Leitung und, dass dort Hexan ausgetreten sei. Sie hätten nur noch der Werkfeuerwehr Bescheid gegeben und wären dann aus dem Gebäude gegangen. Als die Werkfeuerwehr eintraf hätte es einen lauten Knall gegeben und sie seien um ihr Leben gelaufen. Mehr bekommen wir nicht aus ihm heraus. Er ist zu schockiert um uns noch weitere Einzelheiten zu berichten.

    Von anderen Feuerwehren ist im Moment nichts zu sehen. Aber wir gehen davon aus, dass die Feuerwehr aus Münchsmünster bereits im Werksgelände sein müsste da sie den kürzesten Anfahrtsweg hat. Funkkontakt bekommen wir aber keinen. Unser Kommandant entschließt sich den Löschzug auf der Brücke erst einmal warten zu lassen und läuft mit seinem Stellvertreter in Richtung Werkstor um die Lage zu erkunden. Wir kümmern uns inzwischen um die Arbeiter.

    Muenchs 3

    Kurze Zeit später trifft der Notarztwagen aus Geisenfeld ein. Wir übergeben die Arbeiter den Kollegen des Roten Kreuzes. Über Funk bekommen wir die Anweisung bis zum Werkstor vorzufahren. Die erste Lagemeldung wir abgesetzt.
    „Es brennt ein Gebäude im Industriepark in voller Ausdehnung. Ein Fahrzeug der Werkfeuerwehr steht ebenfalls in Flammen. Vermutlicher Grund der Explosion ist eine Entzündung des Stoffes Hexan. Ob Personen vermisst werden ist noch unklar.“

    Zu diesem Zeitpunkt treffen der Kreisbrandrat und zwei Kreisbrandinspektoren an der Einsatzstelle ein. Schnell ist klar dass die alarmierten Kräfte nicht ausreichen. Es wird nachalarmiert. Unser zweiter Kommandant wird mit der Drehleiter und das LF8 ins Gelände geschickt um einen ersten Angriff zu starten. An Innenangriff ist nicht zu denken.
    Ich bleibe zusammen mit unserem ersten Kommandanten vor dem Werkstor um hier die eintreffenden Kräfte zu koordinieren, was sich später als ziemlich schwierig darstellt, weil jeder natürlich helfen möchte, aber die Gefahr im Werksgelände noch zu groß ist, so das nur das Personal hineingelassen wird, das auch wirklich benötigt wird.
    Die Kreisbrandinspektion errichtet inzwischen eine Einsatzleitung.

    Muenchs 4

    Plötzlich kommt über den 2m-Funk die Meldung „Offener Bauch, offener Bauch, brauchen Notarzt“, dann herrscht wieder Stille. Später stellt sich heraus, dass die Kameraden einen Kollegen des ersten Fahrzeuges, das bei unserem Eintreffen gebrannt hat, gefunden haben.
    Jetzt treffen auch die ersten Großlöschfahrzeuge der umliegenden Werkfeuerwehren aus Neustadt, Vohburg und Ingolstadt ein. Sie fahren alle sehr gezielt auf das brennende Gebäude zu. Es wirkt irgendwie beruhigend wenn ein Dreiachser an einem vorbei fährt. Weitere Feuerwehren aus der ganzen Region treffen ein. Sie bringen ihre Wasserwerfer um das Gebäude in Stellung.

    Die ersten Pressefotografen und Kameramänner treffen ein. Sie wollen alle natürlich das beste Bild und möglichst nahe an den Brandherd heran. Aber immer noch ist unklar, ob es nicht noch weitere Explosionen geben kann. So werden sie vom Werkschutz daran gehindert das Werksgelände zu betreten, was bei einigen für ziemlichen Unmut sorgt.

    Plötzlich kommt einer meiner Kameraden auf mich zu und erzählt mir, dass es einen toten gegeben hat. Ein Feuerwehrmann der Werkfeuerwehr ist bei der Explosion ums Leben gekommen. Es ist ganz komisch. Als die Nachricht sich herumspricht, wird es ganz leise im bisher doch recht hektischen Einsatzgeschehen. Man merkt richtig wie sich alle ihre Gedanken darüber machen Was passiert wenn das Ding noch mal explodiert?

    Muenchs 5

    Es treffen die ersten dienstfreien Werkfeuerwehrmänner ein. Ich weiß nicht ob sie es schon wissen, was mit ihrem Kollegen passiert ist, aber sie werden von den Feuerwehrmännern an denen sie vorbeigehen sehr genau angeschaut. Man hat den Eindruck, jeder will ihnen etwas sagen, aber keiner traut sich.

    Mittlerweile sieht man den ersten Löscherfolg, die Flammen über dem Dach, die teilweise erschreckende Höhen erreicht haben, sind fast verschwunden. Man sieht jetzt nur noch das brennende Gebäude und den dicken schwarzen Rauch.
    Ich komme mit einem Mitarbeiter des Wachpersonals ins Gespräch, der zusammen mit uns die einfahrenden Fahrzeuge kontrolliert. Er erzählt, dass er mitbekommen hat, dass es einen Gasaustritt gegeben hat und dass die Werkfeuerwehr zum Leck gefahren ist. Dann gab es einen lauten Knall. Er sei sofort aus dem Wachgebäude gelaufen und habe gesehen wie das ganze Gebäude komplett hinter einen Flammenwand verschwunden ist. Er beschrieb es so, als wenn man ein Streichholz anzündet.

    Mittlerweile sind alle alarmierten Einsatzkräfte eingetroffen und bei uns am Werkstor beruhigt sich die Lage. Unser Kommandant entschließt sich, nachdem eine Funkverbindung zu unseren Leute nur schwer zu verstehen war, selbst mal nach ihnen zu sehen. Als er zurückkommt berichtet er von Verwüstungen im Gelände wie man sie sich nach einem Bombenangriff vorstellt. Überall die Fenster geborsten, Betonteile liegen verstreut am Boden. Unsere Kameraden hat er auch gefunden. Extrem laut soll es da vorne sein, alle haben sich Gehörschutz in die Ohren geschoben; kein Wunder, dass funken fast unmöglich ist.

    Muenchs 6

    Wir bekommen die Nachricht, dass unsere Drehleiter durch einen Wasserwerfer ersetzt wird. Als die vorne eingesetzten Kameraden zu uns zurückkommen, ist ihnen deutlich anzumerken, dass dieses Szenario keiner auf die leichte Schulter nimmt. Allen merkt man die Erleichterung an, dass sie erstmal da raus sind.

    Ein Blick auf die Uhr überrascht mich. Bereits zwei Stunden sind vergangen. Wir gehen Schichtweise in die Kantine um warmen Tee zu trinken. Bei Außentemperaturen um die -5° Celsius ist jeder froh etwas Warmes zu bekommen. Der Weg zur Kantine führt mich, zum ersten Mal seit wir hier sind, selber näher ans Geschehen heran. Aber ich stelle bedrückt fest, keiner hat übertrieben. Im Gegenteil, was ich hier sehe, hätte kein Regisseur für einen Katastrophenfilm besser nachstellen können. Wir biegen um die Ecke und ich bekomme einen Stoß von einem Kameraden. „Da drüben liegt er“. Ich blicke nach rechts und sehe ein paar Polizisten an einer Plane stehen. Sofort stellt es mir die Haare auf und ich denke mir, bloß weg von hier, ich will das gar nicht sehen. Ja keine Bilder von einem toten Feuerwehrmann im Kopf abspeichern.

    In der Kantine dann ein komischen Bild. Feuerwehrmänner und –frauen der verschiedensten Feuerwehren berichten sich gegenseitig von ihren Erlebnissen. Doch im Prinzip denken alle das Gleiche. Was ist mir der Familie des Toten und was passiert mit uns, wenn es noch eine Explosion gibt.

    Wir haben uns wieder alle an unseren Fahrzeugen auf dem Bereitstellungsplatz eingefunden. Bei vielen von uns ist die Einsatzkleidung durchnässt. In den Fahrzeugen versuchen wir uns wieder aufzuwärmen. Dann kommt plötzlich der Befehl „Alle verlassen das Werksgelände – Explosionsgefahr“. Wie sich herausgestellt hat, reicht das Wasser nur noch eine halbe Stunde. Es muss eine Wasserversorgung von einem nahe gelegenen Baggersee aufgebaut werden. Warum das erst eine halbe Stunde bevor das Wasser ausgeht bemerkt wird, ist uns bis heute noch nicht klar. Es beginnt der gleiche Wettlauf wie zu beginn des Einsatzes. Erst fuhren alle zum Einsatzort, jetzt versuchen alle möglichst schnell hier weg zu kommen. Der neue Bereitstellungsplatz, im Westen des Industrieparks, ist nur etwa einen Kilometer entfernt und liegt genau in der Windrichtung. Das löst am Sammelplatz ziemliche Unruhe aus.

    Während wir uns wieder alle Sammeln werden fast alle größeren Feuerwehren des Landkreises alarmiert. Wir hören über Funk, dass Schlauchwagen aus Ingostadt, Regensburg und München angefordert wurden. Das bedeutet mindestens 30 – 60 Minuten Anfahrt. Unsere beiden Kommandanten wird die Sache an der Sammelstelle zu heiß. Zu unklar sind die Meldungen über die bevorstehende Explosion und die Lage des Platzes sorgt weiter für hitzige Diskussionen. Nach Rücksprache mit dem Abschnittsleiter fahren wir zusammen mit dem THW Pfaffenhofen ins 5 km entfernte Gewerbegebiet Ilmendorf. Die nachalarmierten Feuerwehren gehen auf der B16 in Bereitstellung.

    Nachdem genügend Schlauchmaterial vor Ort ist, kommt der Befehl, dass alle Fahrzeuge ans Ostende des Industrieparks fahren sollen, um die Wasserversorgung aufzubauen.
    Da wir mittlerweile am weitesten weg sind, treffen wir als letzte am neuen Einsatzort ein. Wir werden als Reserve zurückgehalten, was aber keinem von uns etwas ausmacht. So können wir in den Fahrzeugen bleiben und unsere Einsatzkleidung weiter trocknen. Soweit dies überhaupt möglich ist.

    Nachdem die ersten Schlauchleitungen in Betrieb gehen, sieht man den Löscherfolg auch von unserem neuen Standplatz aus. Es macht sich Erleichterung breit, als über Funk die Meldung kommt, dass vier B-Leitungen in Betrieb sind und zwei weitere gerade aufgebaut werden.
    Dies ist auch der Zeitpunkt als die Einsatzleitung mit uns ein einsehen hat und uns nach Hause schickt. Endlich raus aus dem nassen Zeug.
    Zu Hause im Gerätehaus angekommen, es ist mittlerweile 2 Uhr morgens, hat aber keiner Lust sofort nach Hause zu gehen. Erstmal darüber reden. Vor ein paar Jahren wäre das bei uns noch nicht möglich gewesen, heute aber ist jeder froh, wenn er seine Gedanken mit anderen teilen kann. Hauptthema ist der verunglückte Feuerwehrmann und die Angst als man neben dem Feuer stand. Dieses mal war es eben kein kleiner Zimmerbrand, sondern ein riesiges Flammenmeer.

    Geschrieben von Irakli um 13:38 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    Einsatzerinnerungen: Brennender Tanklastzug

    Die Blogs zu dem Tank-Anlagen-Brand in UK erinnerten mich an einen Einsatz meiner Abteilung vom 10.03.2000. Damals brannte zwar "nur " ein Tanklastzug mit 36.000l Benzin und Diesel, beeindruckende Bilder gab es aber dennoch.

    Hier eine Auswahl von Bilder, die der stvStBM damals gemacht hat:

    Brennender Tanklastzug Freiburg

    Brennender Tanklastzug Freiburg

    Brennender Tanklastzug Freiburg

    Brennender Tanklastzug Freiburg

    Brennender Tanklastzug Freiburg

    Brennender Tanklastzug Freiburg
    Hier zu sehen sind die Überreste des ausgebrannten Führerhauses!

    Brennender Tanklastzug Freiburg


    Brennender Tanklastzug Freiburg

    Der Unfall ereignete sich gegen 6.30 Uhr auf der BAB A5 kurz vor der Autobahnabfahrt Freiburg-Süd. Die Autobahn war in Richtung Basel bis 12 Uhr voll gesperrt, auf der Gegenseite teilweise nur einspurig befahrbar. Infolge von "Gaffern" kam es auf der Gegenfahrbahn zu Auffahrunfällen. Dabei trug AFAIK ein Polizeiwagen ein paar Beulen davon. Zum Glück gab es insgesamt nur 2 Leichtverletzte.

    Brennender Tanklastzug Freiburg

    Aus Sicherheitsgründen ließ man den LKW kontrolliert ausbrennen, da der Unfall mitten in einem Wasserschutzgebiet passiert war.

    Brennender Tanklastzug Freiburg

    Eingesetzt war die Berufsfeuerwehr Freiburg mit VRW, D-Dienst, LtdBD, 2 LF 16/12 (eines wurde nach unserem Eintreffen zur Wache zurückgeschickt), TLF 24/50, WLF+AB Schaum, WLF+AB Pulver, FwK 28, RW 2, 1 NEF, 2 RTW. Wir rückten mit LF 8 (!) und TLF 16/24 Tr. an. Eine weitere Abteilung wurde mit LF 8 und SW 2000-Tr. zum vorsorglichen Aufbau der Wasserversorgung zum ca. 2km entfernten Reutenmattensee alarmiert.

    Dieses "XL-Feuer" war mein erster Brandeinsatz, vorher war ich immer nur bei TH dabei. Ich hatte dabei die glorreiche Aufgabe die Riegelstellung zu übernehmen. Ich bin 2 oder 3 Stunden fast alleine mitten im Wald gestanden, zwischendrin durch Schaulustige abgelenkt, die sich ihren Weg durch Dickicht und Schlamm gebahnt hatten.

    Brennender Tanklastzug Freiburg

    Jeder kennt die gewaltigen Explosionen von Tankwagen aus irgendwelchen schlechten Hollywood-Filmen. Das ist aber in der Realität meist nicht so.

    Der Auflieger bestand aus 3 Kammern. Die erste Kammer war bereits ausgebrannt, bevor die Feuerwehr vor Ort war. Die 2te brannte gerade als wir eintrafen. Während wir sicherheitshalber die Leitungen für einen Löschangriff legten, gab die Trennwand zur dritten Kammer nach und entzündete den darin befindlichen Treibstoff. Mehr als ein lautes Zischgeräusch gefolgt von einer Stichflamme war dabei nicht zu vernehmen.

    Brennender Tanklastzug Freiburg

    Interessant auch mein Weg zum Gerätehaus. Damals wohnte ich in einer DG-Wohnung mit super Ausblick in Richtung BAB. Ich habe die Rauchwolke im Halbschlaf nicht gesehen, trotz riesiger Fensterfront. Die gigantische sich am dämmrigen Morgenhimmel abzeichnende Rauchwolke bemerkte ich erst auf dem Weg ins Gerätehaus. Dabei bin ich fast vom Fahrrad gefallen, auch weil ich meine komplette Uniform zu Hause hatte und diese per Fahrrad zum Gerätehaus transportieren musste. ;-)

    Geschrieben von Stefan C. um 12:45 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    12.12.05

    Einfall

    Jetzt fällt's mir plötzlich wie Schuppen von den Augen! Als ich in London studierte, mussten wir ein Marketingkonzept entwickeln, um den Umzug einer Ölfirma von London nach Hemel Hempstead den Mitarbeitern schmackhaft zu machen. Welch Ironie!

    Geschrieben von Irakli um 21:04 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Tanklagerbrand UK: Satellitenbild

    In der Fotostrecke von SpiegelOnline gibt es sehr interessante Satelliten-bilder der Richtung Frankreich ziehenden Rauchwolke. Diese Dimension muss man sich mal vergegenwertigen!

    Geschrieben von Stefan C. um 20:36 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Nicht klicken

    Was auch immer passieren möge, niemals diesen Link anklicken und auch niemandem davon erzählen.

    Geschrieben von Irakli um 15:57 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Tanklagerbrand UK: Berechnungen

    Ich habe versucht mal umzurechnen, wieviel Öl eigentlich in dem Tanklager vorhanden ist - liegt daran , dass meine Vorstellungskraft mit Zahlen nicht viel anzufangen weiss. Das Resultat sind "Rheinmeter", also wieviele Meter Rhein (Höhe Köln) könnte man damit füllen?

    Das Fassungsvermögen der 20 Tanks ist insgesamt 220 Millionen Liter. Wenn der Rhein in Köln bei Normalpegel ein Abflussvolumen von 2.000 Kubikmeter pro Sekunde bei einer Geschwindigkeit von 5km/h hat, dann würde er 110 Sekunden lang an der gleichen Stelle vorbeifliessen um diese Menge zu transportieren. Anders ausgedrückt, man könnte mit dem Tanklager den Rhein auf einer Länge von 79 Meter auffüllen.

    Klingt wenig? Um den Rhein trocken zu legen, wären bei 2.000 Kubikmeter pro Sekunde 1.250 Stück LF16 nötig (hierzulande kein Problem...).

    Das Ganze geht natürlich auch für die Isar: Abflussvolumen: 28 Kubikmeter die Sekunde, Fliessgeschwindigkeit (angenommen): 10km/h. Ergibt eine Zeit von 2,2 Stunden und eine Länge von 2,8 Kilometer. Für uns Münchner eher vorstellbar, insbesondere aber auch um wieviel kleiner die Isar ist als der Rhein :)

    Alles in Allem ziemlich viel Öl! Wenn man bedenkt wieviel Rauch schon ein brennendes Fahrzeug abgibt, verwundert die Rauchsäule in Buncefield kaum.

    Wer einen anderen Fluss zu Hilfe nehmen möchte, gibt's hier eine Excel-Datei zum Download. Einfach die Abflussmenge und die Fliessgeschwindigkeit des eigenen Flusses eingeben. Und wer keine tausen LF16 hat, der trage TSF ein, oder so;)

    Geschrieben von Irakli um 14:16 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Für Magirus-Fans

    Beim recherchieren zur neuen Magirus-DLK (DLK 23-12 GLT CS) bin ich auf der Seite von Iveco Magirus auf dieses Video gestoßen.

    Zu sehen gibt es alte und neue "Magirus"-Löschzüge.

    Geschrieben von Stefan C. um 12:48 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Tanklagerbrand UK: Zur Ursache (na, wer war's wohl)

    Völlig klar: die offene Spekulation, das Unglück in Buncefield sei durch Terroristen herbeigeführt worden, darf natürlich nicht fehlen. Die Welt ist voller Terrorismus- und Tanklagersicherheitsspezialisten, nicht?

    Technorati Tags: , , ,

    Geschrieben von Irakli um 11:11 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Tanklagerbrand UK: Eine Webtour (Update)

    Gestern hatte Stefan einen ersten Post über den katastrophalen Tanklagerbrand in Buncefield, nördlich von London, berichtet. Ich schaue mir das Ganze heute unter dem "Web"-Aspekt an. Wo sind welche Informationen zu finden?

    Buncefield
    [bild: Flickr]

    Technorati Tags: , , , ,

    Im Gegensatz zum Flugzeugabsturz in Teheran hat sich diese Katastrophe in einem sehr stark vernetzen Land mit "offener" Presselandschaft ereignet. Informationsmangel sollte also nicht gegeben sein.

    Zuerst sollte man die Art der Information einteilen: die besten Status- und Hintergrundinformationen bekommt man nach wie vor bei den Nachrichtendiensten, bzw. -Sendern. Primäre Quelle ist dabei die BBC, die zumeist sehr schnell und kompetent berichtet. Dann die "semiprofessionellen", aber bestens strukturierten Informations-websites wie wikipedia News. Dort wurde auch sehr schnell eine Seite zum aktuellen Ereignis eingerichtet. Schließlich die "Citizen Journalists", also die millionen von Handykameras mit angeschlossenem Blog oder Flickr-Account, oder diejenigen die auch Links zum Thema zusammentragen.

    Zum Umgang mit den vielen Informationen:

    Zu allererst ein Update zur Situation heute morgen einholen. Auf BBC steht, die Feuerwehr bereite sich auf Löschmassnahmen vor. Dafür wird soll aus zwei Kilometer Entfernung Wasser zur Einsatzstelle gepumpt. Die Abgabemenge wird 25.000 Liter pro Minute betragen, 250.000 Liter Schaummittel stehen bereit. So nebenbei, bei einer 3%-igen Zumischung reicht das für 5,5 Stunden (wenn ich mich nicht verrechnet habe).

    Wer Interesse an der Anlage selbst hat, der wird auch mit ein wenig Recherche fündig: hier ist eine Luftaufnahme des Objekts, hier eine Lagekarte. Betroffen ist der nördliche Teil. Ich hatte mir gestern (20:20) auch die Websites der betroffenen Unternehmen, Total und Texaco angesehen um die Informationspolitik zu beurteilen. Texaco war eine Niete, aber bei Total war schon eine eigene Seite zum Unglück eingerichtet. Leider ist sie gerade nicht erreichbar, vermutlich wegen zu vieler Zugriffe - deshalb auch hier eine "setzen sechs!", die Bandbreite müsste auch angepasst werden.

    Auf dieser Seite steht wie sicher die Anlage ist (nicht wahr?) sowie viele nützliche Hintergrundinformation. Darunter auch, dass es dort keine Werkfeuerwehr gibt, dafür aber ausreichend festinstallierte Löschanlagen. Zudem teilt man sich mit Shell einen Schaummittel-Tankwagen mit 20.000 Liter Schaummittel, der allerdings nicht vor Ort bereit steht.

    Nun zum "Citizen Journalism".

    In den Blogs findet man leider sehr wenige Augen- und Ohrenzeugeninformationen. Bei dieser Person mag das daran liegen, dass sie zu besoffen war um nichts mitzubekommen. Eher bekommt man hier einen Eindruck des Unglücks. Nebenher auch, dass es mit der englischen Sprache extrem bergab geht, aber das ist eine andere Geschichte....

    Interessanter sind da die vielen Fotos, die bei Flickr eingestellt werden. Dies mag natürlich auch daran liegen, dass das Unglück weithin sichtbar ist.

    Aufnahmen aus der Luft
    Fuel Depot Explosion Fotoset (Pool)
    Fuel Depot Explosion
    Buncefield (tag)
    Aufnahmen mit Infrarotfilm

    Das erste bei Flickr eingestellte Foto

    Das mal als Zwischenstand. Viel Glück an die Kollegen dort beim Löschen.

    Geschrieben von Irakli um 10:17 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Alternatives Löschen

    Mit Hinblick auf Stefan's Post zum Thema Kettensäge, hier noch eine Alternative Einsatzmöglichkeit besagter Ausrüstung. Gut, dass das kein Feuerwehrler war, denn der wäre nach 10 Jahren noch dabei den Sägeschein zu machen und dürfte das gar nicht.

    (Danke, Manuel!)

    Geschrieben von Irakli um 08:41 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    11.12.05

    Feuerwehr Frankfurt am Main - Feuerwache 1 Hanauer Landstraße

    Unlängst, während eines Kurzaufenthaltes in Frankfurt am Main, habe ich mir die Zeit genommen die (ehemalige) Feuerwache 1 an der Hanauer Landstraße zu besuchen. Diese war mir erstmals im Zuge des Wettbewerbs für die neue Europäische Zentralbank (auf dem Gelände der benachbarten Großmarkthalle), während eines Praktikums, aufgefallen.

    Vor Ort musste ich dann leider feststellen, dass die ehemalige Feuerwache im Moment abgerissen wird. Sofort wurde ich an jene unsensible Art, mit Baudenkmälern umzugehen, erinnert, über welche ich mich bereits an anderer Stelle einmal aufgeregt hatte. Bislang war dies für mich ein rein Münchner Problem. Doch mit dem Abriss der Feuerwache an der Hanauer Landstraße hat sich Frankfurt als mindestens ebenso unfähig im Umgang mit Bausubstanz der jüngeren Architekturgeschichte geoutet.

    Und es kommt noch besser: vor nicht all zu langer Zeit erst wurde der vor der Feuerwache gelegene Platz in "Ernst-Achilles-Platz" umbenannt, nach dem langjährigen Leiter der Branddirektion Frankfurt und Ikone des Vorbeugenden Brandschutzes in Deutschland, Prof. Ernst Achilles. Und nun, wenige Jahre später reißt man den einstigen "Amtssitz" weg und beraubt somit Platzname und Ort jedes offensichtlichen Zusammenhangs.

    Ffm Achillesplatz-1

    Mittlerweile hat die neue Feuerwache 1 ihren Dienst aufgenommen.
    Es schien aber in der Vergangenheit auch einen Wettbewerb für einen Neubau am ursprünglichen Standort gegeben zu haben.

    Die Feuerwache selber war ein architektonisches Produkt der 60er Jahre.
    Hier ein Bild aus der Entstehungszeit 1961.

    Ffm Fw1 Hanauerlandstr-2

    In einer städtebaulichen Insellage mit dreieckigem Grundriss gelegen folgte das Wachgebäude als Hoftyp dem Straßenverlauf weitestgehend als Blockrandbebauung. Sichtbare Materialien waren der ockerfarbene Klinker und die Metallfassade auf der Hauptausfahrtsseite. Gut sichtbar überragte der schlanke Übungsturm das Wachgebäude. Auffällig ist das Fehlen direkter Alarmausfahrten zur Straße. Die Hauptausrückerichtung war wohl über den Innenhof durch eine nadelöhrähnliche, überbaute Hofausfahrt zur Hanauer Landstraße.
    Hier einige Bilder des jetzigen Zustandes:

    Ansicht von der Straßenbahnhaltestelle
    Ffm Fw1 Hanauerlandstr08

    Der ehemalige Haupteingang
    Ffm Fw1 Hanauerlandstr01-2

    Detail der Metallfassade
    Ffm Fw1 Hanauerlandstr10

    Die überbaute Haupthofausfahrt

    Ffm Fw1 Hanauerlandstr09

    Ffm Fw1 Hanauerlandstr11

    Ffm Fw1 Hanauerlandstr06

    Ffm Fw1 Hanauerlandstr04

    Die Hauptausfahrt vom Innenhof her gesehen
    Ffm Fw1 Hanauerlandstr07

    Der Innenhof
    Ffm Fw1 Hanauerlandstr05

    Fahrzeughalle im Innenhof
    Ffm Fw1 Hanauerlandstr02-2

    Detail aus der Fahrzeughalle
    Ffm Fw1 Hanauerlandstr03-1

    Wie in München lösen auch hier die architektonischen Zukunftsvisionen für diesen Standort bei mir eher Kopfschütteln aus.
    Es ist es einfach schockierend wie sorglos mit den Baudenkmälern der jüngeren Architekturgeschichte, häufig auch im stadtgeschichtlichen Kontext, umgegangen wird. Modernität bedeutet nach meiner Ansicht nicht das tilgen der eigenen Baugeschichte zugunsten profitorientierter Großprojekte sondern die erfolgreiche Fortführung einer baulichen Entwicklung unter Beachtung und Wertschätzung des Bestehenden.

    Geschrieben von michael um 21:20 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Erinnerungen

    Damals am 11. Dezember 2004...

    ... machten wir einen Motorsägenlehrgang im Wald - und ich fällte meinen ersten Baum!

    Mittlerweile darf ich die Motorsäge nur noch anschauen, denn die GUV-I 8624 des Bundesverbandes der Unfallkassen wurde mittlerweile für die Feuerwehren verpflichtend: Ohne mehrtägigen Lehrgang ist das Arbeiten mit der Kettensäge nicht erlaubt!

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    111204-027.jpg

    111204-028.jpg

    Wer der Typ, auf den der weiße Pfeil zeigt ist, sollte klar sein, oder? ;-)

    Wenn ich zurückdenke, bestand die Ausbildung an der Motorsäge bis dato aus ca. 60 Minuten Einweisung im Rahmen des Grund-/Truppführerlehrgangs. Eine Stunde (damals) zu mehreren Tagen (heute) Ausbildung ist schon ein klitzekleiner Unterschied.

    Geschrieben von Stefan C. um 14:01 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Treibstofflager in London brennt [UPDATE]

    50km nördlich von London ist eines der größten Treibstofflager Großbritanniens detoniert. 36 Menschen wurden dabei leicht verletzt. Die Detonation ließ dutzende Fensterscheiben in Umkreis mehrerer Kilometer zerbrechen. Auch Risse in Mäuern wurden gemeldet.

    london1.jpg

    Die Polizei glaubt nicht, dass es sich um einen Terroranschlag, sondern um einen Unfall handelt. Die Feuerwehr soll mit 10 Löschzügen im Einsatz sein und das Feuer unter Kontrolle haben.

    Die BBC berichtet, dass sich die Detonation in der Nähe der Autobahn M1 gegen 6 Uhr morgens ereignete. Insgesamt sind 20 Treibstofflagertanks mit 150.000 Tonnen Treibstoff betroffen.

    Laut CNN will die Feuerwehr das Feuer ausbrennen lassen. Ein Sprecher des Fire Departments sagte: ""It could go into days". Sorgen macht der Feuerwehr der giftige Rauch.

    Ein Augenzeuge berichtet:

    "I just saw this great big ball of fire come up from behind the building. It was about 50 metres wide,"

    Bilder und Texte gibt es bei Reuters zu sehen.

    Bei Sky News und der BBC kann man beeindruckende Videos anschauen. Schön zu sehen sind die immer wieder auftretenden Explosionen.

    Ein Anwohner schreibt, dass er zunächst an ein Erdbeben glaubte, als er durch die Erschütterungen aufwachte:

    So, it was 6am this morning and me and Gary woke up to the bed shaking and a loud rumble. Went back to sleep putting it down to a small earthquake which you get from time to time. Woke this morning to look on the news and find out that it was an explosion in Hemel Hempstead at a fuel depot and that windows in the area have blown and people are being told to stay in their houses because of the smoke and fumes. It's crazy. And it's just down the road from where we work so who knows if we'll be at work tomorrow!

    Ein anderer berichtet, dass er durch das Geäusch der Detonation aufwachte - und das in 20km Entfernung!

    I turned on the tv to watch the weather forcast this morning and saw the reports of the huge explosion at the Buncefield oil depot in Hertfordshire. My home is approximately 15-20 miles from the depot - the depot is to the North of Hemel Hempstead and I live in North London - but I was still woken at just after 6am by the noise of the explosion.

    london2.jpg

    london3.jpg

    london4.jpg

    london5.jpg

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    london7.jpg

    Weitere Bilder bei BBC, CNN und auf Spiegel Online

    Geschrieben von Stefan C. um 12:21 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    10.12.05

    Einsatz im Kanzleramt

    Beim surfen das hier gelesen. Ohne weitere Worte.

    Geschrieben von Stefan C. um 20:05 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Wer löscht hier denn ...

    Ich stelle mir folgenden Dialog vor:
    "Man, lass mich jetzt auch mal löschen!" oder
    "Oh man, is das ein schweres Rohr, kann mir mal jemand tragen helfen?" dachstuhlbrand_2_350.jpg

    Quelle: Altkreiszeitung

    Geschrieben von Stefan C. um 20:01 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Sweet Home Alaba.... äähh .... Freiburg

    Am Mittwochabend bin ich auf einen Kurzbesuch in die Heimat gestartet. So hatte ich immerhin Zeit in Ruhe das “Fahrzeuge Spezial” des Feuerwehr Magazins im Zug zu lesen. Irritierte Blicke über meine Zuglektüre gab es diesmal nicht, da mein Abteil leer war – lag wohl daran, dass die Heizung ausgefallen war. ;-)

    Nun denn, der Hauptgrund meiner Stippvisite war weniger Heimweh, als eine “Feuerwehrübung”. Genauer handelt es sich dabei um das “Belastungstraining” für Atemschutzgeräteträger. Auch wenn ich die Abteilung aus beruflichen Gründen verlassen muss, und an meinem neuen Wohnort noch nicht ganz klar ist, ob ich dort in die FF darf, will ich meine Atemschutzgeräteträgertauglichkeit (tolles Wort, oder?) nicht verlieren.

    Beim Belastungstraining muss eine minimale Leistung von 80 Kilojoule erbracht werden. Diese Leistung musste durch zweimaliges Begehen der Übungstrecke, sowie mit Hammerschlägen und/oder Leitersteigen und/oder Fahrradergometer und/oder Laufband erbracht werden.

    Ich entschied mich für 8m Leitersteigen und 80m Laufband (6 km/h, bei 10% Steigung), dann erfolgte der Durchgang durch die Übungsstrecke, dann wieder Laufband und Leiter, dann erfolgte der zweite Durchgang durch die Anlage. Auf Leiter hatte ich dann keine Lust mehr und lief stattdessen zum Abschluss 160m auf dem Laufband – alles unter Atemschutz!

    Leitersteigen

    Um die Atemschutzgeräteträgertauglichkeit jedoch zu behalten, muss pro Jahr mindestens eine Einsatzübung (Übung mit angeschlossenem PA und nach Möglichkeit vernebelter Raum) oder ein Einsatz unter Atemschutz erfolgt sein. Zusätzlich wird in Freiburg zukünftig noch ein regelmäßiges Begehen der RDA vorgeschrieben. Dieses folgt im Januar und ich hoffe diesen Termin trotz Wohnortwechsel noch wahrnehmen zu können.

    Mag für den ein oder anderen mitlesenden Kameraden nach nicht gerade viel Aufwand klingen, ist es aber, da die AGTs selbst dafür Sorge zu tragen haben, dass sie ihre Nachweise erbringen. Immerhin wird das alles schriftlich festgehalten, wer was wann und wo als AGT gemacht hat!

    Atemschutzgeräteträger

    Und noch was positives hatte der Besuch: Ich konnte jede Menge Fotos machen und endlich mal wieder meine Feuerwehruniform anziehen – bis auf weiteres zum letzten Mal (zumindest in dieser Wehr).

    Hier ein paar Fotos aus der AÜA (Atemschutzübungsanlage). Die Videos, die ich gemacht habe folgen demnächst!

    2005-12-08-1158_450.JPG

    2005-12-08-1162_450.JPG

    2005-12-08-1168_450.jpg

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    Geschrieben von Stefan C. um 12:37 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Gedanken im Zug (3): Engagement

    Donnerstag nach der Atemschutzübung (Bericht darüber folgt) spielte sich eine etwas peinliche Szene ab: Ich bin für den Feuerwehrsicherheitswachdienst im Theater eingeteilt worden, was für mich an sich kein Problem war (und ist). Dumm nur, dass ich an diesem Tag nach München zurückfahre. Nun denn, ich melde dies meinem Kommandanten.

    Soweit so gut! Jetzt ging es darum einen “Ersatz” für mich zu finden, da Diensttausch für mich wegen der räumlichen Distanz Freiburg-München auch nicht möglich war. Es herrschte betretenes Schweigen unter den Anwesenden, als es hieß “Freiwillige vor”! Auch der Versuch Freigestellte heranzuziehen scheiterte kläglich – nämlich mit Verweigerungshaltung!

    In meiner noch nicht sehr lange zurückliegenden Zeit als Freigestellter musste ich auch zusätzlichen Dienst leisten (wie es ja auch in der Freistellungserklärung zu lesen ist) – ob es mir paßte oder nicht. Ich beobachtete die Szenerie also mit Erstaunen und Unverstädnis. Letztlich erbarmte sich dann doch ein nicht-Freigestellter. Respekt!

    Tja, mehr als Kopfschüteln kann ich da nicht, zumal es für den Betreffenden ohne Konsequenzen bleiben wird (was ich teilweise (!) nachvolliehen kann). Mich kotzt nur diese Einstellung an, sich aus beruflichen Gründen vom Bund zu drücken, sich freistellen zu lassen, seinen Verpflichtungen in der Feuerwehr dann aber nicht nachzukommen.

    Geschrieben von Stefan C. um 01:04 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Gedanken im Zug (2): Feuerwehr und Heldentum

    Jeder erinnert sich an die schrecklichen Ereignisse im September 2001. Amerikanische Feuerwehrleute waren über Nacht plötzlich DIE Helden. Im Gefolge dieses Hypes merkte auch ich, dass für kurze Zeit der “Feuerwehrmann” in Deutschland mit anderen Augen gesehen wurde.

    Als ich mich nun letztens mit jemand unterhielt, und erwähnte, dass ich Feuerwehrmann bin und von den Probleme erzählte, die Feuerwehrangehörige insbesondere am Arbeitsplatz bekommen können, erhielt ich als Antwort, dass es “heldenhaft” sei in der Feuerwehr zu sein.

    Im ersten Moment war ich etwas irritiert, denn ich persönlich verbinde mein Engagement in der Feuerwehr in keinster Weise mit “Heldentum”. “Helden”, das sind für mich die Feuerwehrangehörigen, die Feuerwehr als Beruf ausüben. (Okay, zwischen “Heldentum” und “heldenhaft” ist ein Unterschied, der der Distanz von Sonne und Pluto ähnlich ist).

    Engagement in einer FF verstehe ich – da kann man durchaus geteilter Meinung sein – als bürgerschaftliche Pflicht! Außerdem, lege ich meine Dorffeuerwehr zugrunde und schaue mir rückblickend die “Einsätze” an, so kann ICH dort nirgends etwas heldenhaftes entdecken!

    Warum sind wir denn in die Feuerwehr eingetreten? Bestimmt nicht, weil wir Helden sein wollen! Der eine ist aus “Familientradition” Feuerwehrangehöriger, der andere als Freigestellter. Wieder andere aus Interesse an der Technik/Taktik, und – auch das soll es geben – weil man es “cool” findet eine Uniform zu haben und in großen “roten Autos” zu sitzen.

    Geschrieben von Stefan C. um 00:56 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Gedanken im Zug (1): Öffentlichkeitsarbeit und HiOrgs

    Gestern habe ich einen kurzen Trip an meinen neuen Wohn- und Arbeitsort gemacht. Da hatte ich im Zug etwas Zeit mir Gedanken zu Beobachtungen und Erlebnissen zu machen. Schon interessant was einem so durch den Kopf schießt.

    Immer wieder beobachte ich an Bahnhöfen Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, die neben Werbung auch Fördermitglieder für ihre Organisationen gewinnen wollen.

    Als ich diese “Mitarbeiter” nun beobachtete, während ich kaffeetrinkend auf meinen Zug wartete, fiel mir eine Diskussion im Feuerwehrforum zum Thema Öfka von Feuerwehren anlässlich des Tag des Ehrenamtes wieder ein.

    Ich versuchte mir vorzustellen, Feuerwehleute stünden in ihren (Einsatz-)Uniformen dort und würden mehr oder minder Öfka für ihre Wehr bzw. für die Feuerwehr insgesamt machen. Komisches Bild, oder? Besonders die stinkende Jacke. (Zumindest meine stinkt). Würden wir in Erster Garnitur dort stehen, sähe es nicht besser aus, oder?

    Zwar genießt die Feuerwehr nach der vdbf-Umfrage (vgl. Feuerwehr-Bravo 11/2005) ein hohes Ansehen, dennoch wird die Öfka der Feuerwehren im Vergleich zu anderen HiOrgs zu Recht kritisiert.

    Ich will jetzt nicht erreichen, dass Feuerwehr XY plötzlich mehrere Kameraden raus in die Kälte schickt, um in Uniform das Bild der Feuerwehr in der Öffentlichkeit zu bessern. Ich denke, sieht man von den allgemeinen Imageproblemen ab, dass jede Feuerwehr in jeder Stadt ihre eigenen Sorgen und Nöte hat.

    Ich werde den Eindruck nicht los, dass noch immer viele Angehörige der Feuerwehr auf dem Standpunkt verharren “Interessierte” würden von selbst zur Feuerwehr kommen. Leider ist das nicht so. Die Feuerwehr muss von selbst kommen. Unsere Mitbürger werden täglich mit so viel Werbung und anderen Informationen konfrontiert (“zugemüllt” wäre jetzt wohl etwas unfair), dass es einer sehr guten Marketing-Strategie bedarf, um im Chor positiv aufzufallen.

    Es führt kein Weg daran vorbei sich Gedanken um Aktionen in der Öffentlichkeit zu machen. Diese müssen aber gut durchdacht sein – sonst kann der Schuss nach hinten losgehen.

    Negative Schlagzeilen sind so schnell nicht aus der Welt zu schaffen (Stichwort: Feuerwehrangehöriger als Brandstifter). Diesen Super-GAU habe ich selbst in meiner Heimatstadt erlebt. Als ich Anfang diesen Jahres in dicken Lettern in einem etwas reißerisch aufgemachten Artikel in unserer Lokalzeitung “Feuerwehrmann war Brandstifter” las, war dies für mich ein weiterer Anlass mich etwas intensiver mit der Öfka von Feuerwehren zu beschäftigen.

    Ekkehard Giesecke hat es in seinem Konzept zu einer modernen Öffentlichkeitsarbeit in der Feuerwehr treffend formuliert. Mehr oder minder habe ich dieses “so was brauchen wir nicht” am eigenen Leib erlebt, als ich einigen Kameraden in der Abteilung die Notwendigkeit von Öfka mit Hilfe des Internets näher zu bringen versuchte.

    Als sich meine Abteilung dann entschloss einen “Tag der offenen Tür” zu organisieren, war ich schon euphorisch – etwas zu vorschnell. Es ging gar nicht um die Öffentlichkeitsarbeit der Abteilung, sondern mehr um das Thema Rauchmelder und Feuerlöscher – wichtige Aspekte, aber gerade ein solcher Anlass hätte beste Voraussetzungen für “PR” geboten.

    Als der TdoT nicht die erhoffte Wirkung brachte (u.a. Werbung für die Jugendfeuerwehr) und die erhofften Besucherströme ausblieben, war damit bis auf weiteres das Interesse an einem weiteren TdoT verflogen.

    Der ein oder andere mag jetzt einwenden, nur “größere” Feuerwehren hätten so was nötig, aber ich sehe ja selbst in meiner kleinen Dorfwehr welche lokalen Probleme es gibt. Egal ob es die sich beschwerenden Nachbarn, die Stammtischparolen sind oder eine in meinem Heimatdorf vier Jahre lang wütende Brandserie, in deren Verlauf unter der Hand auch die Feuerwehr in Verdacht geriet: Negatives ist schnell gesagt und noch schwerer aus der Welt zu schaffen.

    Geschrieben von Stefan C. um 00:15 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    09.12.05

    Eine Bitte

    Vielleicht lässt sich das am Wochenende eher bewerkstelligen: gesucht werden Dekorationsmotive von Gerätehäusern. Hans aus Rosenheim würde sich gerne für den Bau des eigenen Gerätehauses über Inspirationen freuen.

    Wäre super, wenn ihr Eure Kameras auspacken und Bilder machen könntet wenn Euer Gerätehaus in irgeng einer Form dekoriert ist. Auf Wunsch werden die Bilder nicht hier im Weblog veröffentlicht, sondern ich leite sie Hans zu.

    Auch gut sind Links zu Websites, wo Deko zu sehen ist.

    Schönes Wochenende und danke schon mal!

    Geschrieben von Irakli um 17:35 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Würstchen, Schwäbische


    09.12.05, 11:11:02 Uhr
    Originally uploaded by typedown.
    Den Grill etwas zu weit aufgedreht hatte wohl diese Würstchenbude in Stuttgart. Weiss jemand, um was für ein fahrzeug es sich auf dem Bild handelt?

    Geschrieben von Irakli um 16:53 | Permanenter Link | Kommentare (8) | TrackBack

    Wasser

    Wenn's ums Trink- bzw. Löschwasser geht, steht München gar nicht so schlecht da. Wo andere Pumpen müssen, gibt's bei uns Druckregulierstationen. Ich habe selten einen Eingangsdruck von weniger als 5 bar an der Pumpe gehabt. Selbstgestecktes Ziel der Stadtwerke ist 3 bis 4 bar am Hausanschluss. Das Wasser schmeckt auch noch ziemlich gut (kein Chlor, kein Eisen), dafür ist es ziemlich hart.

    Wasser

    Mehr Infos über unsere Wasserversorgung gibt's hier. Mich würde mal interessieren, ob es anderswo mit dem Druck (Stärke, Schwankungen) größere Probleme gibt?

    Geschrieben von Irakli um 16:49 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Der Tannenbaum brennt - das Fest fängt jetzt an … Baumschmuck Teil 1

    Dieser Beitrag stammt von Sven, Feuerwehr Monheim. (Danke, Sven!)

    Was in einem Lied der Blääck Föös noch humorvoll klingt, ist für die Betroffenen meistens eine Katastrophe. Die Zeit für solche Katastrophen fängt gerade erst wieder an und die Feuerwehren stehen in den Startlöchern, um das Schlimmste zu verhindern. Zugegeben, seit es die elektrische Lichterkette gibt, haben die Einsätze rund um den Tannenbaum stark abgenommen.

    Allerdings kann man sich auch manchmal fragen, ob die Menschen nicht viel zu sorglos mit ihrem Hab und Gut spielen. Man nehme Wunderkerzen, die laut Verpackung nur im Freien zu verwenden sind. Diese hängt man in den Tannenbaum und drapiert noch ein bisschen Moos unter Baum. Die Wunderkerzen machten ihrem Namen alle Ehre, denn die Rentnerin wunderte sich gleich zweimal gar gewaltig. Zunächst ging ihr Tannenbaum in Flammen auf und dann sagt das Landgericht Offenburg, dass die Hausratversicherung nicht zahlen muss. Mich wundert das nicht aber vielleicht muss man das demnächst auch in die Information für den Bürger aufnehmen.

    Der ideale Baumschmuck ist und bleibt die elektrische Lichterkette ….
    Ein frohes Fest!

    Geschrieben von Irakli um 14:07 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Legofeuerwehr (2)

    Bleiben wir doch noch beim Spielzeug! Leser Florian schickt uns diesen Text (danke!):

    Als ich eben die nette Legofeuerwehr gesehn hab,
    hab ich mich glatt dran erinnert gefühlt das ich sowas auch mal hatte. Also flugs die Spielzeugkiste vom Boden geholt, und siehe da: Eine Feuerwehrstation samt Leitstelle (natürlich von einer Frau besetzt :p), einem "Feuerwehrlöschhelikopter", einen "Kdow" und einem Mix aus "DL" und "LF"! (Angaben ohne Gewähr *g*)

    Das ganze sieht etwas moderner aus als das was schon gepostet ist und ich hab mal eben 2 Fotos gemacht. Man beachte vor allem die Details: Frontblitzer am LF, PA samt Maske beim Feuerwehrmann, ROLLTORE (und das aus LEGO) sowie die Beile drin.
    Als ich das eben wieder zusammengebastelt hab (was fürn Spass, muhahaha) hab ich erstmal mitbekommen mit wieviel Liebe zum Detail das ganze eigentlich gemacht ist.
    Im Hintergrund sieht man noch nen RTW samt Personal!

    Legoff2

    Legoff
    Klasse, oder?

    Geschrieben von Irakli um 12:00 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Modellgroßfeuer

    Hier bekommt jeder Feuerwehrmann feuchte Augen:

    miniaturwunderland_450.jpg

    Zu sehen gibt es dieses Panorama im Miniatur Wunderland in Hamburg.

    Diese gigantische Anlage würde ich gerne einmal real sehen - und fotografieren!

    Quelle des Fotos: WDR 4.

    Mich brachten diese Bilder auf die Idee, meine in Kisten verpackten Modellautos mal wieder auszupacken. Bilder und Bericht folgen dazu.

    Geschrieben von Stefan C. um 11:50 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    08.12.05

    Feuerwehr Legostadt

    Auch in "Legoland" gibt es eine Feuerwehr, hier die Fotos:

    legofeuerwehr1_450.jpg

    legofeuerwehr2_450.jpg
    Die Bilder hab ich hier gefunden.

    Geschrieben von Stefan C. um 16:35 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Selbstverständnis: LAFD

    Ich weiss, ich wiederhole mich diesbezüglich oft und gerne. Und werde es weiterhin tun, bis unsere Feuerwehren auch mal verstanden haben, wie wichtig ein gesundes Selbstverständnis auch in der Öffentlichkeitsarbeit ist. Diesmal im Einsatz-Blog des Los Angeles Fire Department (übrigens keine Feuerwehr, sondern full-spectrum life safety agency ™), in dem Inspector Joseph Johnson vom vorbeugenden Brandschutz besonders gepriesen wird.

    Auch wenn man hierzulande eher schwer damit umgeht, kann es überhaupt nicht schaden auf diese Art und Weise der Feuerwehr einen Namen und ein Gesicht zu verpassen.

    Gibt es denn Feuerwehren, wo die Pressemitteilungen im Namen einer Person (also des Pressesprechers) veröffentlicht werden? Gibt es Feuerwehren, die auf diese Art vielleicht ein wenig mehr Bürgernähe zeigen?

    Geschrieben von Irakli um 16:31 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Panorama

    Hier eine Liste von Links, die sich beim Surfen anhäufen:

    USA: SCAMP, die mobile Mischeinrichtung für Feuerlöschen in der Wildnis
    Teurer Spaß unter Alkoholeinwirkung.
    Gelbe Jacken finde ich nicht so schön. (Flickr)
    "Fundraising" der Feuerwehr in Paris (Flickr)
    Neuseeländische Feuerwehr-Cartoons

    Wenn ihr auch solche "panorama"-Links habt, gerne her damit!

    Geschrieben von Irakli um 14:02 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    07.12.05

    Es müssen nicht immer Reflexstreifen sein

    Warum sich immer mit schnöden Reflexstreifen zufrieden geben? Dieses Skelettmuster ist wesentlich hipper:

    Reflex

    Vielleicht bringt jemand die Hersteller von Feuerwehrbekleidung und der Bones Hi-Vis Training Jacket zusammen? Wäre cool.

    [via boingboing]

    Geschrieben von Irakli um 15:55 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Bilderserie: Vollbrand Reisebus auf BAB

    Bus 00

    Mit freundlicher Genehmigung des Fotografen (danke, Oliver! zoomie@zoomies-place.de) dürfen wir diese Bilderfolge veröffentlichen. Gezeigt wird fast der gesamte Verlauf eines Vollbrandes von einem Reisebus . Der Brand war im Motorraum entstanden, Löschversuche zeigten keine Wirkung, schließlich griffen die Flammen auf das gesamte Fahrzeug über.

    Aus Feuerwehrsicht interessant: Löschversuche mit einem Pulverlöscher wurden sequentiell (anstatt gleichzeitig) unternommen, die Motorklappen waren offen (Löschwirkung am höchsten, wenn möglichst nur eine offen ist). Ferner ist nur ein Feuerlöscher vorgeschrieben, der schon beim Entstehungsbrand nicht ausgereicht hätte.

    Fahrlässig auch die Gepäckablage zu nah am Bus: durch die Strahlungswärme sprang das Feuer auch auf das Gepäck über.

    Zeitraum von der ersten bis zur letzten Aufnahme: gut 15 Minuten.

    Alles in Allem beeindruckende Bilder.

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    Bus 17-1

    Bus 18-1

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    Danke auch an Ernst für den Hinweis!

    Geschrieben von Irakli um 15:30 | Permanenter Link | Kommentare (6) | TrackBack

    Feuerwehr Freiburg als Vorbild

    Beim surfen bin ich über diesen Artikel im "Main Rheiner" gestoßen:

    Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehren sollen enger zusammenarbeiten, um Geld zu sparen- das fordert die SPD. In der heutigen Stadtratssitzung wollen die Sozialdemokraten beantragen, "die Neukonzeption für die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren voranzutreiben". "Wir haben uns im Bundesgebiet umgeschaut", sagt SPD-Chef Thomas Will. Dabei seien die Genossen auf Freiburg im Breisgau gestoßen - von Fläche und Einwohnerzahl laut Will mit Mainz vergleichbar. "Das Beispiel Freiburg zeigt deutlich, dass eine Stadt mit sehr ähnlicher Struktur durchaus in der Lage sein kann, sogar unter Steigerung der rechtlichen und Sicherheitsstandards die Anforderungen des Brandschutzes mit geringerem Zuschussbedarf zu leisten."

    Ich finde die Meldung deshalb interessant, da ich aus Freiburg komme und noch Mitglieder in der dortigen FF bin. Ich versuche mal an das Gutachten ranzukommen, welches damals angefertigt wurde und welches die Grundlage für diese Neukonzeption war.

    Hier mal ein paar Zahlen:
    Einwohner:
    Freiburg: ca. 214.000 Einwohner
    Mainz: ca. 200.000 Einwohner.

    Fläche
    Freiburg: 153,06 km²
    Mainz: 97,75 km²

    Feuerwehr
    Freiburg: ca. 425 freiwillige Feuerwehrleute in 18 Abteilungen und 110 Berufsfeuerwehrleute auf einer Wache.
    Mainz: ca. 326 freiwillige Feuerwehrleute in 11 Abteilungen, 168 Berufsfeuerwehrleute auf zwei Wachen

    Einsatzaufkommen 2004
    Freiburg: 2427 Einsätze, davon entfallen 489 mit Beteiligung FF
    Mainz: 3257 Einsätze, davon entfallen 322 mit Beteiligung FF

    Freiburg hat ca. 80 Feuerwehrfahrzeuge, Mainz etwa 100.

    Die Berufsfeuerwehr in Freiburg besteht seit 1945, die in Mainz seit 1906.

    Noch einen Untersched gibt es: Die BF Mainz hat ne eigene Webseite die Feuerwehr Freiburg dagegen leider nicht.

    Geschrieben von Stefan C. um 13:25 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Weihachten und Geburtstag an einem Tag

    Der Standard (Au) berichtet folgendes:


    50-Meter-Absturz mit Auto überlebt
    Eine Obersteirerin hat einen Absturz über rund 50 Meter mit ihrem Pkw nur leicht verletzt überstanden. Die 57 Jahre alte Frau schaffte es, selbst aus dem Fahrzeug auszusteigen und zum nahe gelegenen Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Oberaich zu gelangen. Von dort verständigte sie die Einsatzkräfte, die sie ins Spital brachten.

    Geschrieben von Stefan C. um 13:20 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Teheran: Flugzeugabsturz (Update 2)

    Vom Flugzeugabsturz in Teheran gibt es nun neue Bilder:

    Teh 7

    Buzznet, Mehrnews (oberstes Bild verdeutlicht die Nähe zur Einflugschneise, Bilder von Aufräumungsarbeiten), Mehrnews (ich vermute die Trauer von Journalisten über den Verlust von Kollegen), Mehrnews (Eindrücke), Mehrnews (Rettungsarbeiten, Feuerwehrfahrzeuge)

    Technorati Tags: , ,

    Geschrieben von Irakli um 12:28 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Gerätehausdekoration: FW10 BF München

    Hier mein Beitrag zur Ideensammlung für Gerätehausdekorationen: FW10 der BF München. Das Bild in größerer Auflösung gibt's hier bei Flickr.

    Fw10

    Geschrieben von Irakli um 10:06 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    LF8 Belastungstest

    Anno 2000, bei der Tour de France Etappe, die durch unseren Ort führte, wurde folgendes Foto von unserem LF 8 geschossen:

    tourdefrance.jpg

    Weiß jemand passende Bildunterschriften?

    Geschrieben von Stefan C. um 09:44 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Sowas liest Feuerwehrmann gerne...

    ... Mehrfach habe ich, und auch andere, auf die leider weit verbreitete Mentalität hingewiesen, dass die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr nur unzureichend gewürdigt wird. Dass es auch anders geht, habe ich hier gelesen. Eine Eigentümergemeinschaft bedankte sich bei der Feuerwehr Bischofsheim für die schnelle Hilfe bei einem durch Regen verursachten "Hochwasser".

    Habt ihr schon ähnliches erlebt, also keine etwas zweifelhaften Erlebnisse, wie in diesen Blog Artikeln, sondern Erlebnisse die positiv herausragen?

    Ich erinnere mich bspw. an folgendes: Am 27.12.1999 sperrte ich eine Straße ab, die wir aus Sicherheitsgründen wegen des Orkans gesperrt hatten, da brachte mir eine Anwohnerin einen warmen Tee, weil ich schon den ganzen Tag dort stehen würde. Tja, getrunken hab ich den Tee, aber ich hatte gerade einen Kameraden abgelöst, sodass ich erst 5 Minuten dort stand. ;-)

    Oder ein paar Tage später, bei der Beseitigung eines Sturmnachzüglers, bekamen wir Kaffee, Mon Cherie, Rocher, ...

    Oder ein Schweinezüchter spendierte uns ein Spanferkel, da wir bei einem Feuer am 21. Juli 2000 seinen Stall (samt grunzendem Inhalt) vor den Flammen schützen konnten.

    Geschrieben von Stefan C. um 09:19 | Permanenter Link | Kommentare (5) | TrackBack

    06.12.05

    Rückmeldung - wieder einsatzklar

    Applerepair

    Lange war es ruhig von meiner Seite. Mein Apple Powerbook war in Reparatur und auch sonst gab es viel Arbeit ausserhalb des Weblogs zu tun. Aber jetzt, wo die Hardware wieder läuft wird es auch wieder neue Beiträge geben. Also, dranbleiben …

    Geschrieben von michael um 18:50 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Haftungsangelegenheiten

    Auf Spiegel online habe ich gerade dies gelesen. Das Hamburger LG hat geurteilt, dass Betreiber von Foren (auch Weblogs!) auch ohne (positive) Kenntnis eingestellter Inhalte für diese haften! Für den ein oder anderen Webmaster könnte dies von Interesse sein.

    Geschrieben von Stefan C. um 16:02 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Panne

    Heute war der Server für gut eine halbe Stunde unerreichbar. Lag zwar am Provider, aber trotzdem sorry um die Mittagslektüre!

    Geschrieben von Irakli um 14:52 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Teheran: Flugzeugabsturz (Update)

    Sicher haben viele von Euch mitbekommen, dass in Teheran ein Militärflugzeug in ein Wohnhaus gestürzt ist. Zu diesem Zeitpunkt kommt der ausführlichste Online-Bericht vom englischen Sender Sky News, inklusive Aufnahmen von Gross-Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehr.

    Teh 3

    Weitere Links:
    BBC (dort tauchen oft sehr früh Augenzeugenberichte auf)
    CNN

    Update:
    Das Material kommt von reuters, dort ist auch eine Rohfassung des Videos mit mehr Material zu sehen

    Teh 6

    Teh 4

    Teh 2

    Teh 1

    Geschrieben von Irakli um 14:39 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Der Albtraum des Feuerwehrmannes

    Das ist der wahre Albtraum für einen Feuerwehrmann. Er wird zu einem Feuer gerufen, kann aber nicht löschen, da er kein Wasser hat. So geschehen in Hamburg St. Georg. Hier zur Meldung

    Geschrieben von Stefan C. um 12:34 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Nikolaus

    Auch der Nikolaus fühlt sich beim Lesen des Feuerwehr Weblogs sichtlich wohl ...

    nikolaus.JPG

    ... zu dumm, dass ich ihn gerade gegessen habe!

    Geschrieben von Stefan C. um 10:32 | Permanenter Link | Kommentare (5) | TrackBack

    Mein erstes Mal

    Irakli hatte vor Monaten mal über sein erstes Mal gebloggt. Mir fiel gerade ein, dass sich mein erstes Mal gerade wieder gejährt hat.

    Nicht das ihr das jetzt falsch versteht, das "erste Mal" bezieht sich auf den ersten Einsatz! ;-)

    Damals so um den 6. Dezember 1999 herum, hatte ich nach fast 2 Jahren Zugehörigkeit zur Abteilung meinen ersten Einsatz. An das genaue Datum erinnere ich mich nicht mehr, da dieser Einsatz nicht im Jahresbericht drin steht.

    Da ich zu diesem Zeitpunkt der Einzigste in der Abteilung ohne Pieper war, konnte ich zu diesem Einsatz auch nur kommen, weil ein Mitbürger den Sirenenalarm ausgelöst hatte. Tja, wir wissen bis heute nicht, warum der Alarm ausgelöst wurde. Der Mitbürger wartete nämlich nicht, sondern verschwand und einige Kameraden standen sich die Beine ind en Bauch. Zu tun hatten wir aber: Gleichzeitig zog ein Unwetter über den Ort, das hieß für uns: Bäume/Äste beseitigen.

    Genauer waren es zwei Einsätze: Der erste Einsatz war "Baum auf Straße" im Nachbarort, dann folgte Bereitschaft, dann wurden wir (LF 8 voll besetzt) ans andere Ende der Stadt geschickt um ein rappelndes Geräusch an einem Dach zu überprüfen/erkunden. Vor Ort entpuppte sich der Einsatz als belanglos.

    Ich war im übrigen nicht nur ohne Piepser, sondern auch ohne die "Einsatzjacke 90", die die baden-württembergischen Feuerwehren haben. Statt dessen trug ich unsere alte olivgrüne Baumwolluniform.

    Knüppeldick kam es aber Wochen später, als Orkan "Lothar" am 2. Weihnachtsfeiertag über Süddeutschland eine Schneise der Verwüstung zog.

    Geschrieben von Stefan C. um 10:08 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    Ideen gesucht: Gerätehausdekoration

    Hans Stübl aus Rosenheim ist am Bau eines Gerätehauses beteiligt und würde sich über Inspirationen für die Aussen-Dekoration freuen:

    Es wäre ganz interessant mal analog zum Thema Beschriftungen bzw. Angaben von Webadressen auf Fahrzeugen mal das Thema Beschriftung von Gerätehäusern zu starten. Ungewöhnliche bzw. witzige Bilder, Leuchtschriften und was auch immer (kommt nicht von ungefähr, da wir gerade am Gerätehausbau sind und eine Idee suchen).

    Wenn jemand also Ideen hat, Text oder noch besser: Bilder an mich schicken (irakli @feuerwehr-weblog.de), ich stelle das hier rein.

    Ich denke, das könnte ein ziemlich spannendes Thema werden und freue mich auf den Input!

    Spontan fällt mir bei uns die 10er-Wache der BF ein, da müsste ich schnell vorbeidüsen und Fotos machen.

    Geschrieben von Irakli um 09:16 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    05.12.05

    Eure witzigsten Erlebnisse

    Der Kommentar von Irakli zum Thema Katzenliebe und mein daraufhin wieder einsetzendes Erinnerungsvermögen, ließ allerhand "witzige" Geschichten hervorkommen, die ich in meiner Feuerwehrzeit erlebt habe.

    Habt ihr denn auch witziges oder skurilles in der Feuerwehr erlebt? Sei es wie bei Irakli die Geschichte mit dem "Stiefel ausziehen" oder bei mir mit dem "Hecke schneiden". Wenn ja, dann schreibt diese bitte unter Kommentare auf!!!

    Geschrieben von Stefan C. um 14:11 | Permanenter Link | Kommentare (4) | TrackBack

    Die West-Virginia-Regel

    Vielleicht sind ja unter den Lesern Leute dabei, die genauso elektrisch unbewandert sind wie ich. Bei der Fotovoltaik war's schon schwer genug.

    Eine Sache, die mir aus dem Video-Studium noch geläufig ist, ist die sogenannte West Virginia-Regel. Diese Regel besagt, wieviel Watt ich an den gleichen Stromkreis anhängen darf. W=VxA, also Watt = Volt mal Ampere. i.d.R. haben wir im Haus pro Stromkreis 220 Volt und 13 Ampere, ergo können maximal 2860 Watt angeschlossen werden.

    Im Videoberuf war das für die Ausleuchtung besonders wichtig, ein typischer Scheinwerfer ("Redhead") hatte 800W. Eine übliche Dreipunktbeleuchtung geht also in den meisten Fällen problemlos.

    Und warum West Virginia? Die US-Staaten haben alle eine entsprechende Abkürzung, eben WVa.

    Sicher gibt's fachmännischere Begriffe für all das :)

    Geschrieben von Irakli um 13:25 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Mysteryknopf

    Beim Bilderausmisten gefunden:

    Mysterybutton

    Soviel zum Thema "selbsterklärende Pumpenfunktionen", vergleiche dazu hierda.

    Geschrieben von Irakli um 13:20 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Katzenliebe

    Die Nachrichtenagentur AP meldete neulich folgendes:

    Die Liebe zu ihrer Katze könnte einer Frau aus Houston noch teuer zu stehen kommen. Drei Mal hatte sie bei der Feuerwehr angerufen und um die Rettung ihrer Katze gebeten. Beim vierten Mal sagte sie, ihr zwei Jahre altes Baby stecke in einem Abwasserkanal fest – die Rettungskräfte kamen und befreiten das Tier. Nun drohen der Frau bis zu sechs Monate Gefängnis wegen falschen Notrufes: Die zweijährige Katze hört zwar auf den Namen „Baby“, ist aber mitnichten ein Kind.

    Übertreibungen bei Notrufen gehören leider zum Alltag, so wurden wir schon mehrfach durch aufgebrachte Mitbürger zu aus unserer Sicht Nichtigkeiten alarmiert. Bspw. "Mein Keller steht einen halben Meter unter Wasser. Kommen Sie schnell!". Vor ort bot sich dann aber ein 2mm Wasserfilm, den die Feuerwehr doch gefälligst aufputzen sollte!

    Geschrieben von Stefan C. um 13:10 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    Tag des Ehrenamtes

    Zur Info: Heute (5. Dezember) ist Tag des Ehrenamtes.

    Ich habe das gerade eben im Radio gehört, vorher war mir dieses Datum unbekannt. Nun gut: Obs was bringt?

    Geschrieben von Stefan C. um 09:28 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    04.12.05

    Badenutten

    Wer wissen will, was Badenutten sind schaut hier vorbei. Was das in dem Fall mit Feuerwehr zu tun hat ist mir aber bis heute nicht ganz klar. Egal, Feuerwehrbeamte im Dienst !! (mit zwei !!) hat wieder zugeschlagen und wird somit langsam aber sicher zu einem meiner Lieblingsblogs. Die von der BF sind tatsächlich ganz normale Menschen :)

    Natürlich hatten wir ein paar Einsätze, aber langweilen möchte ich euch mit Ölspuren, Wasserschäden und Omas hinter verschlossenen Türen eigentlich nicht.

    Geschrieben von Irakli um 17:27 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Sichtweise

    Es brennt, die Feuerwehr kommt, macht das Feuer aus und rückt wieder ein. Auftrag erledigt, auch wenn es für uns mitunter bedeutet, dass wir diesen Arbeitstag als Zombie-ähnliche Geschöpfe verbringen. Oft und gerne wiederholt, weil wichtig: Was bedeutet so ein Vorfall für die Geschädigten?

    Hier ein "super"-Beispiel (25.11.)

    Noch vor Beendigung der Arbeiten konnte die Bewohnerin telefonisch über das Unglück informiert werden - sie war am Flughafen München II - auf dem Weg in den Urlaub.

    Übel, übel.

    Geschrieben von Irakli um 16:35 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Sonntagmorgen: wo bist Du?

    Sonntagmorgen in Deutschland: Faulenzen, Brötchen backen, in die Kirche gehen, als Zweitfahrzeug auf der Anfahrt gestoppt werden. Ist so eine Art "komm wie Du bist"-Party.

    Sonntagmorgen

    Inklusive "wo warst Du als der Funkwecker losging"-Austausch. Der zweite Herr von rechts gewinnt die heutige Runde :)

    Geschrieben von Irakli um 15:16 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    02.12.05

    Ministatistik

    Unsere nicht mehr ganz so kleine Ecke im Internet hatte im November 40% mehr Leser als im Oktober. Der bereinigte Schnitt (wenn man die Roboter usw. abzieht) liegt bei gut 1.000 Leser pro Tag, gut zur Hälfte je über Browser und RSS-Reader.

    Wenn das mal kein Grund zum feiern ist! Danke, bleibt schön dabei und ihr könnt uns natürlich gerne weiterempfehlen :)

    Geschrieben von Irakli um 16:01 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Feuerwehr - Quo Vadis?

    Das Ende des Jahres naht, und damit auch die Zeit der Jahresrückblicke von Feuerwehren. Seit einigen Tagen beobachte ich eine deutliche Zunahme der Meldungen, in denen mehr als deutlich wird, wo den Feuerwehren der Schuh drückt.

    Im Forum von Feuerwehr.de wird in regelmäßigen Abständen über die Zukunft des deutschen Feuerwehrwesen diskutiert. Erst gestern habe ich auf diese Meldung hingewiesen. Ich will (vorerst) keine breite Diskussion lostreten, sondern zunächst einmal nur eine kleine Presseshow zu den Themen "Finanzierung", "Nachwuchs" und "Arbeitgeber" darbieten. Ich hoffe, dass der ein oder andere Leser etwas dazu beitragen kann.

  • Für die Feuerwehr wird´s brenzlig (Finanzierung)
  • Feuerwehr kürzt Budget freiwillig (Finanzierung)
  • Ehrenamtler benötigen Verstärkung (Nachwuchs, Arbeitgeber)
  • Feuerwehr Eisenärzt finanzierte neues Fahrzeug selbst

    Was mich immer wieder schockiert ist, dass nicht nur "kleine TSA-Traditionswehren" auf dem Prüfstand stehen, sondern dass selbst in größeren Wehren die notwendigsten Investitionen unterbleiben. Investitionen werden (sollen/müssen) von den FAs bzw. sofern vorhandem vom Verein geleistet werden. Man darf nicht vergessen, fast jeder 60. Bundesbürger leistet freiwillig einen Dienst an der Allgemeinheit! Wie dieses Engagements mancherorts gewürdigt bringt mich echt auf die Palme! Leute 1,3 Millionen Feuerwehrleute sind auch Wähler. Das sollte jedem klar sein!

    Es gilt nicht nur die Ignoranz der lokalen Verantwortlichen zu durchbrechen, sondern auch der normalen Bevölkerung klar zu machen, was passiert, wenn die Feuerwehr nicht mehr kommen kann!

    Gerade die Schneekatastrophe in NRW zeigte doch, dass auch der Bürger vorsorgen muss und eben nicht alles selbstverständlich von der Feuerwehr erledigt wird (werden kann)! (PDF des BBK)

  • Feuerwehr ruft Bevölkerung zu eigener Vorsorge bei Katastrophen auf

    Geschrieben von Stefan C. um 11:20 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Die Feuerwehr hilft dem Nikolaus

    Ich habe es ja immer gewusst. Die Feuerwehr ist nicht "rot" weil das eine "Warnfarbe" ist, sondern weil der Nikolaus in Wahrheit ein Feuerwehrmann ist. Zumindest könnte man das meinen, wenn man eine Pressemeldung der Essener Polizei ließt. Feuerwehr hilft dem Nikolaus in die Höhe. :-)

    Feuerwehr hilft Nikolaus

    Jetzt wissen wir auch, wozu die Feuerwehr diese teuren Fahrzeuge braucht. ;-)

    Nun ja, bald ist Nikolaus und ich hab meinen geliebten Hiax nicht hier in München. Welche Stiefel stelle ich denn nun vor die Türe? ;-)

    Geschrieben von Stefan C. um 11:02 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Faktor Mensch

    Zum Thema "technologischer Fortschritt":

    Dieses Bild zeigt einen Ausschnitt von der Pumpe eines Fahrzeugs einer Nachbarwehr.

    Pumpenstrich-1

    Das Gestänge gehört zum Gashebel. Die Vermutung liegt nahe, dass das der rote Strich 8 bar Ausgangsdruck entspricht. Wir haben auch etwas ähnliches, und zwar so:

    Pumpenstrich2-1

    Da hat auch schon der Hersteller mitgedacht :) Simpel, einfach, ich weiss wo ich dran bin.

    Und bei den neuen Pumpen? Vollautomatik mit Gas-Joystick. Bedeutet, der Computer reguliert alles von selbst. Und das mit einer eigentlich inakzeptablen Latenz. Wenn ich Gas gebe, gehen schon einige Sekunden vorbei bis der Druck auch erhöht wird. Maschinisten mit wenig Geduld geben Gas und fahren dann schon mal locker weit über 10 bar, dann wird korrigiert.

    Geschrieben von Irakli um 11:02 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    01.12.05

    Feuerwehr-Nachrichten

    Mittlerweile finde ich eine Vielzahl interessanter Nachrichten über Feuerwehren im Netz. Da ich nicht jedes Mal einen neuen Eintrag anlegen will, werde ich das nun zukünftig "gebündelt" machen.

    Öffentlichkeitsarbeit total?
    Habe gerade folgenden Artikel gelesen. Ohne weiteren Kommentar!

    Ehrenamt und Berufsleben
    Vor kurzem berichtete ich über diese Initiative in Österreich. In NRW hat nun der Innenminister die Arbeitgeber aufgefordert, ihre Mitarbeiter zu ehrenamtlichen Engagement zu motivieren. Gelesen hier.

    Traurig aber wahr!
    Eine Gemeinde beschließt ohne Rücksprache mit den Betroffenen FAs/Bürgern eine Abteilungswehr aus Kostenoptimierungsgründen zu schließen. Gelesen habe ich das hier. Den Link zu der Feuerwehr hab ich auch.

    Feuerwehr und die Falschparker
    Die Problematik kennen wir alle: Wir rücken zu einem Einsatz aus, aber Zufahrtsstraßen sind durch widerrechtlich parkende PKWs verstellt, Hydranten sind nicht zu erreichen, ... Die BF Düsseldorf führt "Kontrollfahrten" durch und versucht Fahrzeughalter, die ihren PKW falsch abgestellt haben, auf die schwierige Lage der Feuerwehr/RD im Notfall aufmerksam zu machen. Gelesen hier

    Geschrieben von Stefan C. um 13:36 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Eine neue Webseite entsteht (3)

    Erneut habe ich "grafisches Brainstorming" gemacht und einen weiteren Entwurf angefertigt - nicht ganz ohne Probleme!

    Mein erster Designvorschlag war noch etwas unausgereift.

    Hier nochmal eine überarbeitete Version des ersten Vorschlags.
    Webdesign Version 1
    Zur Vollansicht

    Hier nun Version Nr. 2. Hierbei handelt es sich nun um die "Startseite":
    Webdesign Version 2
    Zur Vollansicht

    Eine Unterseite soll ungefähr so aussehen:
    Webdesign Version 2
    Zur Vollansicht

    Während das Editieren der potenziellen neuen Startseite recht flott ging, bemerkte ich beim Versuch eine Unterseite nachzubauen ein paar Probleme. Nach Möglichkeit soll jede Unterseite nach dem gleichen Prinzip aufgebaut werden, um die Orientierung zu erleichtern. Das ist bisher nur bedingt möglich, da sich gegenwärtig nur ein Teil des Content dort einpassen ließe. Darüber werde ich mir also nochmals Gedanken machen müssen.

    Dem Hinweis eines Arbeitskollegen folgend, habe ich nun den Head-Teil etwas angepaßt, da die weiße Fläche in der linke oberen Ecke zu verwirrend sei.
    Webdesign Version 2B
    Zur Vollansicht

    Zu tun bleibt weiterhin die dunkelblaue linke obere Ecke mit "Content" zu füllen und die Navigation im Kopfteild er Seite deutlicher hervorzuheben. Außerdem werde ich die Abstände sowohl der Teaser-Boxen, als auch der anderen Elemente noch anpassen müssen.

    Nach Fertigstellung der ersten Designvorschläge beschäftigt mich nun außerdem noch ein anderes Problem. Die vielen Bilder scheinen den User bei der Orientierung zu verwirren. Mögliche Abhilfe wären hier deutlichere Hervorhebungen dessen, was wichtig ist. Alternativ wäre noch möglich weniger Bilder einzusetzen.

    Wie immer bitte ich alle Leser, egal ob Webdesigner/Webproducer/Webmaster oder "nur" Feuerwehrseiten-Betrachter, um kritische und vor allem konstruktive (!) Anregungen.

    Hier geht es zu Teil 2 und zu Teil 1 der Serie.

    Geschrieben von Stefan C. um 12:50 | Permanenter Link | Kommentare (4) | TrackBack

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