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18.10.05

Buchrezension: "Fit for Fire Fighting"

Fitforfire Smhell

Titel: Fit for Fire Fighting
Herausgeber: Schröder, Hermann
ISBN: 3-936682-00-3
www.fit-for-fire-fighting.com

Dieses Buch will den Sportmuffeln unter den aktiven Feuerwehrleuten zu mehr Fitness verhelfen und ihnen den Einstieg in eine sportliche Freizeitgestaltung erleichtern, aber auch bereits sportlichen Feuerwehrlern helfen ihr Trainingsprogramm zu optimieren. Meiner Ansicht nach gelingt dies dem Buch nicht.

Der Titel "Fit for Firefighting" ist ebenso irreführend wie übertrieben. Zum eine ist diese Anleitung zur Verbesserung der eigenen Kondition und Ausdauer sehr beliebig gehalten. Die Ratschläge und Tipps zum Aufbau eines eigenen Trainingsplans sind so auch in anderen Ratgebern wieder zu finden, die nicht den Eindruck erwecken wollen speziell auf die Anforderungen des Feuerwehreinsatzdienstes vorbereiten. Zum anderen sind die vorgestellten Sportarten nur sehr oberflächlich behandelt. Sie kommen kaum über allgemeine Merkmale der Sportarten hinaus. Mit diesem Buch wird niemand auch nur annähernd an die Ausführung der Disziplinen Laufen, Rad fahren oder Schwimmen herangeführt. Die einzige brauchbare Anleitungen zum Thema Dehnen und Aufwärmen ist auf 2 ½ Seiten schnell abgehandelt. Einzig die Trend-Ausdauersportart Nordic Walking wird detailierter behandelt. Auf den richtigen Laufstil, Tipps zum Radtraining oder Schwimmstile wird kaum eingegangen.
Der überwiegende Teil des Buches enthält Ernährungstipps, zu deren Qualität ich keine Aussage treffen kann, die aber aufgrund ihrer Komplexität wohl kaum einen Sporteinsteiger zur Umsetzung motivieren kann.

Überhaupt müsste ein Buch, das fit für den Feuerwehreinsatz machen will, weit mehr als nur Konditions- und Ausdauertraining beinhalten. Themen wie Schulung der Beweglichkeit und Koordination (z.B. durch Klettern) aber auch Verletzungsvorbeugung (z. B. durch gezielte Stärkung der Rumpf- und Rückenmuskulatur) werden vollständig ausgeblendet. Alles in allem ein eher enttäuschendes Buch, das die selbst gesteckten Ziele, die Fitness der Feuerwehrmitglieder insgesamt zu fördern, nicht erreicht.

Fazit: Lasst das Buch besser in der Buchhandlung stehen. Wendet euch lieber an die ambitionierten Hobbysportler aus eurer eigenen Feuerwehr und lasst euch von denen Tipps für eine sportliche Freitzeitgestaltung geben. Außerdem findet ihr auf die Art und Weise womöglich auch gleich eure neuen Trainingspartner. Denn im Team ist man motivierter als allein.

Geschrieben von michael um 18.10.05 15:17

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