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16.09.05

Photovoltaik: Fluch und Segen

Gestern auf einer Fortbildung über das Gefahrenpotenzial von Fotovoltaikanlagen aufgeklärt worden (nicht mit Solaranlagen zu verwechseln, diese produzieren warmes Wasser).

Photovoltaik

In aller Kürze: FV oder PV (alte Rechtschreibung) ist eine neue Technologie, weswegen es noch unzureichende Sicherheitsstandards gibt. Für Feuerwehren gibt es folgendes zu beachten:

  • PV ist nicht abschaltbar. Die Module produzieren ständig Strom, auch bei bewölktem Himmel (Lichtstärke, nicht Sonneneinstrahlung zählt). Mondschein reicht aus, um eine geringe Spannung zu erzeugen. Achtung bei Einsatzstellenausleuchtung! Diese reicht aus, um die Anlage in Gang zu setzen.
  • Sie produzieren Gleichstrom, und das nicht zu knapp: 900V, etliche Ampere, etliche Kilowatt - auch kleinere Anlagen auf Einfamilienhäuser.
  • Sicherheit ist, da Vorgaben fehlen, stark von der Qualität des Installateurs abhängig. Einen Unterbrecher zu finden kann mitunter zum Glückspiel werden
  • Vorgehen für Feuerwehren wie bei "Hochbrand" und "Hochspannung"
  • Abdunkeln mit Schaum führt zu keinen Ergebnissen
  • Es lohnt sich, einen Überblick über größere Anlagen im Ausrückebereich zu haben. Besonderes Gefährdungspotenzial bieten grosse, zusammenhängende Modulflächen, da diese brennbar sind und u.U. Brandabschnitte überbrücken (!). Bei größeren Häusern ist eine gründliche Erkundung ggf. empfehlenswert

Ausführliche Informationen gibt es bei der Berufsfeuerwehr (pdf, 600kb). Die SFS Würzburg hat auch ein Merkblatt herausgebracht.
Die BF München bittet auch freundlicherweise um etwaige Einsatzerfahrungen mit solchen Anlagen.

Geschrieben von Irakli um 16.09.05 16:20

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