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21.07.05

Medien, Neu, Transparent, Überall

Die heutigen, gottlob wohl glimpflich ausgegangenen versuchten Anschläge in London haben mich daran erinnert, dass ich schon länger über die heutigen Umstände in Bezug auf die Entstehung und Verbreitung von Informationen schreiben wollte und welche Bedeutung diese Entwicklungen für Feuerwehren haben.

Tatsache ist, dass Ereignisse viel schneller und breiter als früher veröffentlicht werden. Nachrichten werden nicht mehr nur über die klassischen Medien, sondern auch von Privatleuten über Websites, Blogs, SMS, Foren, Bilderdienste oder E-Mails veröffentlicht. Hinzu kommt, dass nun fast jeder mit einem Foto- bzw, Videohandy ausgestattet ist, mit dem er auch sofort der Öffentlichkeit Aufnahmen zur Verfügung stellen kann.

Die Ereignisse in London heute (und vor zwei Wochen) sind ein gutes Beispiel:

London2-1

(heute bei BBC)

Die BBC ruft Augenzeugen auf, Bilder einzuschicken und Erlebnisse zu beschreiben. Auf dem Flickr-London-Stream tauchen innerhalb einer Stunde die ersten Bilder auf.

Für die Feuerwehren ist diese neue Situation eine Medaille mit zwei Seiten: Einerseits eine gute, denn man kann sich diese neuen Mechanismen zunutze machen insofern man dazu bereit ist, sich von "altem" Denken zu lösen. Es nutzt nichts den Angehörigen der Feuerwehren - natürlich falls die Situation dies zulässt - das Fotografieren zu verbieten. Man könnte einfach seine Kamera einem Passanten in die Hand drücken (und wäre sauber), viel eher werden Fotos aus der Bevölkerung vermehrt online auftauchen. Der Umgang damit ist kein einfacher. Sich verschliessen ist aber garantiert falsch.

Was können Feuerwehren machen? Hier ein Paar Vorschläge:

Wie man sieht, sind das im Verhältnis zum Status Quo recht offensive Vorgehensweisen, aber das wird sich irgendwann nicht vermeiden lassen, vor Allem wenn der Druck von aussen wächst! Tatsache ist, dass die Öffentlichkeit immer transparenter wird und immer mehr Details eingefangen werden. Siehe:

Pope-2

Dies nebenbei: so entstehen auch unfreiwillige Internet-Persönlichkeiten wie "Dog Shit Girl" (Bilder hier) aus Korea und "Midget Porn Man" (Zwergensexmann) aus Florida. Man kann auch falsch parkende Kollegen blossstellen: YCantPark (Social Customer).

Ihr habt es hier zuerst gehört und gelesen :)

Geschrieben von Irakli um 21.07.05 18:50

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Kommentare

Mit den Berichten und Fotos ist so eine Sache. Ich glaube in unserer Feuerwehr ist das kein Problem. Da ich zu vielen einsätzen mit bin und dann wenn ich 'frei' bin mir einfach die digicam schnappe und fotografiere. manchmal werden auch fotos gemacht, wenn ich nicht dabei bin. das hat aber ziemlich lange gebraucht, weil man ja nicht sofort dran denkt und meistens ja auch anderes zu tun hat.

Berichte schreiben ist eine andere Sache. Das ist für viele Feuerwehrler, die das nicht täglich machen, doch recht schwer. Aber besser ein orthografisch mieser Bericht als gar keiner.

Was mich besonders nervt: im landkreis haben wir relativ viele Einsätze der Feuerwehren, aber kaum eine betreibt die berichterstattung so intensiv wie wir. dort gibts dann meistens nur eine tabelle mit einsatznummer und zeit. und aktualität ist für viele auch ein fremdwort. was interessiert mich der VKU von vor 4 Monaten? Der hätte mich höchstens vor 3 Monaten und 25 tagen noch interessiert.

Der bürger ist aber daran interessiert. ich merke das immer wieder, wenn ich mit arbeitskollegen rede und die mich fragen was denn da und dort war usw.

Es sollten mehr feuerwehrleute und besonders die webmaster dieses Blog hier lesen. dann wüßten sie woran sie sind. aber es wird wohl noch eine weile dauern, bis das letzte flash intro von einer FF-Seite verschwunden ist.

Geschrieben von: Stefan um 21.07.05 22:02

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