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28.02.05

15 Minuten, die entscheiden

Irgendwie glauben die meisten Leute, dass ein 6-Kilo-Löscher für rund 15 Minuten reicht.

Aufklärung ist gut, Usability ist besser. Darunter versteht man die Anwenderfreundlichkeit von Software oder Computern. Das Thema lässt sich natürlich auch auf Geräte, man denke nur an Autocockpits, Fahrkartenautomaten etc., ausweiten.

Wichtig ist, dass der Nutzer intuitiv die Kernfunktionalität des Geräts verwenden kann. Beim Feuerlöscher ist das besonders wichtig. Man sollte nicht erst das Kleingedruckte lesen müssen ("herzlichen Glückwunsch zum Erwerb eines...") um das Ding überhaupt betriebsbereit zu bekommen. Das sollte ganz von selbst funktionieren.

Viel wichtiger ist jedoch die sachgemässe Handhabung eines Feuerlöschers. Die Feuerwehr weiss natürlich, dass so ein Gerät schnell leer ist. Die meisten Menschen jedoch nicht (siehe Titel dieses Artikels). Und so wird munter drauf "losgeblasen" und nichts erreicht.

Ich behaupte, dass die Sache ganz anders aussehen würde wenn die Leute wüssten, dass man nur kurze Zeit zur Verfügung hat. Hier also mein Vorschlag: jeder Feuerlöscher sollte mit einen ähnlichen, gut sichtbar angebrachten Aufkleber versehen werden:

Loescher

Und schon sieht die Sache ganz anders aus. Wetten?

Geschrieben von Irakli um 08:57 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Haus abreissen auf amerikanisch


Burning Down The House 3
Originally uploaded by TomLA.
Dieses Haus wurde nicht abgerissen, nein, es wurde abgefackelt. Als "Übung" der hiesigen Feuerwehr. Wie kann man etwas üben wo man nicht eingreifen darf?

Geschrieben von Irakli um 07:45 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

27.02.05

Taiwan: Brand im Golden Plaza Hochhaus

Bei einem Feuer in einem 23-Stöckigen Hochhaus in der drittgrössten Taiwanesischen Stadt Taichung wurden vier Menschen getötet und etliche verletzt. In einer dramatischen Aktion wurden neun Personen mit Hubschraubern vom Dach gerettet.

Plaza

(Bild: Skyscraperpage)

Leider ist die unabhängige Information zu diesem Brand etwas dürftig, bleiben also nur die offiziellen Nachrichtendienste. Hier eine Auswahl:

Taipeitimes

BBC (Video)
Herald Tribune
Daily Telegraph Australia

Geschrieben von Irakli um 12:31 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Feuerwehr und Politik?

DSCN1568

Originally uploaded by BillFoss.

Bei uns auf dieser Ebene hoffentlich unvorstellbar. Irgendwo habe ich mal ein Foto von einer Rep-DL gesehen, aber hoffentlich war die schon ausgemustert. Weiss jemand, wo das Bild zu finden ist?

Update:

Bild mit der REP-DL gefunden

Geschrieben von Irakli um 12:12 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Kundenkarten - gut oder schlecht?

Feuerwehrmann Philip Scott Lyons wurde wegen versuchter Brandstiftung an seinem eigenen Haus verhaftet. Massgeblich zur Verhaftung trug dabei seine Kundenkarte eines Einzelhandelsunternehmens bei: der verwendete Brandbeschleuniger wurde dort von ihm eingekauft. Inzwischen ist er auf freiem Fuss, eine andere Person hat die Tat gestanden.

Die Kombination "Feuerwehrmann + Brandstiftung" kann, so stelle ich mir vor, zu vorschnellen Schlussfolgerungen führen.

Geschrieben von Irakli um 12:06 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

26.02.05

Braucht jemand eine Feuerwache?


abandoned fire station close paisley
Originally uploaded by tarantulastar.
DIE Alternative zum Neubau: verlassene Feuerwache kaufen und "verpflanzen". Was für ein schönes Gebäude.

Geschrieben von Irakli um 07:22 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

25.02.05

Abgesurft: Freiwillige Feuerwehr in Guatemala

Sowas finde ich Klasse: die Website der Freiwilligen Feuerwehren Guatemalas. Von diesem Auftritt kann manche hiesige Feuerwehr etwas lernen. Besonders begeistert hat mich die "Simulacion" (Link unten auf der Seite), die einen Einsatz in zeitlicher Abfolge darstellt. Dabei haben diese Leute ein ausgeprägtes Verhältnis zum Pathos, zu diesem Bild liest man grob übersetzt:

Guatem

wenige Meter vom Feuer kämpft dieser Trupp der Freiwilligen Feuerwehr bei hohen Temperaturen, ohne Atemschutz und keinem anderen Schutz ausser "der Hand Gottes" heroisch gegen die Flammen

Gefällt.

Geschrieben von Irakli um 16:59 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Ganz frisch: abgebrannter Wohnwagen


MVC-007F
Originally uploaded by Sally Ann.
Je mehr ich mir die Struktur von US-Amerikanischen Gebäuden ansehe, desto weniger wundert mich die "Wucht" der Einsätze.

Ich würde auch empfehlen, den Flickr-RSS Stream "fire" (Link für RSS Reader) zu abonnieren, da bekommt man sowas ganz frisch auf den Computer geliefert.

Geschrieben von Irakli um 16:30 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Das gute an Blogs

Das schöne an Blogs ist, dass bei vielen Einsätzen eine Privatperson mit Digitalkamera und Web-Auftritt zur Stelle ist. Die information ist schnell online, und vor Allem aus der Sicht eines nicht-Feuerwehrangehörigen präsentiert. Prima Ergänzung zu Presseberichten und Pressemitteilungen.

Hier ein Ereignis aus Indianapolis:

Indiana Fire

Geschrieben von Irakli um 16:13 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

[Video] Feuerwehr im Einsatz

Fw Video

Von einem aufmerksamen Beobachter aus der Bevölkerung. Dach einer Tankstelle abgerissen (?).
Dazu ein wenig "Imagepflege":

Aber mal ehrlich: Feuerwehr und Tankstelle - da erwartet man doch wenigstens den großen Knall, nicht ein paar fliegende Plastikteile, wie langweilig.

Wie dem es auch sei, hier gibt's sogar ein kurzes Video. Schön, mal im Internet bewegte Bilder zu sehen...

Geschrieben von Irakli um 16:04 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

Großfeuer in Los Angeles

Gestern morgen Ortszeit wurde der LAFD zu einem Großfeuer gerufen. Dem Einsatzbericht nach waren mindestens 39(!) Fahrzeuge am Einsatzort. Zwölf Personen wurden gerettet, wegen der hohen Brandlast dauerte es drei Stunden um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Folgende Bilder sind von NBC und Teil einer Reihe von ca. 60 Bildern.

La1

La2

La3
Ich weiss nicht, ob das so klug ist aif dem Dach nah am Feuer zu "spazieren"?

An dieser Stelle möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass man Nachrichten vom LAFD auch als RSS abonnieren kann (Link).

Geschrieben von Irakli um 04:29 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

24.02.05

Kleine Fotolehre

Mit wenigen, einfachen Tricks lassen sich Bilder ansehnlicher gestalten. Einige dieser Tricks möchte ich hier vorstellen.

Eine der Regeln beim Bildaufbau nennt sich Rule of Thirds auf Englisch, Drittel-Regel auf Deutsch. Diese besagt, dass man, um ein möglichst harmonisches Bild zu erhalten (oder "ausgewogen"), die Hauptelemente eines Bildes entlang bestimmter imaginärer Linien setzt. Diese Linien verlaufen auf beide Achsen jeweils bei 1/3 und 2/3, unterteilen das Bild also in neun gleichen rechtecken. Einfacher lässt sich das in Bildern erklären. Bei diesem Bild:

Kurs 1-1
verlaufen die Linien folgendermassen:

Kurs 2-1

Ist recht einfach, oder?

Der klassische Anwendungsfall ist die Platzierung des Horizonts. Nehmen wir mal ein typisches Bild aus dem Urlaub: ein Sonnenuntergang (nicht besonders originell, aber immer wieder kitschig-schön):

Kurs 3
Hier ist der Horizont genau in der Mitte (und schief dazu): falsch! Ein wesentlich harmonischeres Bild erhält man, wenn man die Drittel-Regel beachtet und den Horizont entweder an der oberen oder unteren Linie platziert, je nach dem was man betonen möchte:

Kurs 4
Ist doch viel schöner, oder? Auch wenn der Horizont hier auch ein wenig schräg ist, das Bild passt einfach: nicht zu wenig "Boden", die Dramaturgie des Himmels kommt prima herüber.

Im Zeitalter der Digitalkamera spricht nichts dagegen, ein wenig zu spielen: also raus mit der Kamera und spielen, spielen, spielen! Auch empfehlenswert ist, die Bilder in Publikationen (insb. Zeitschriften oder Bildbände) zu beobachten. Die meisten folgen der Drittel-Regel, ihr werdet sehen. Gute Beispiele findet man bei den World Press Photo Awards.

Keine Regel ohne Ausnahmen, das ist klar. Aber eines ist sicher: der Profi-Fotograf weiss ganz genau, warum er sein Objekt mittig oder am Rand platziert. Und nun: viel Spaß!

Geschrieben von Irakli um 20:50 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

Zum Thema Hygiene

Bitte das nächste mal daran denken, wenn ihr am Einsatzort mit Personen in Berührung kommt. [Werbeblogger]

Geschrieben von Irakli um 10:20 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

23.02.05

New Yorker Feuerwehr im Einsatz (Video)

Nyfd 1

Die New Yorker Feuerwehr (NYFD) flext sich in diesem Video den Weg in ein Waschsalon frei. Dazu gibt's auf Flickr die entsprechenden Bilder.

[dailyheights]

Geschrieben von Irakli um 18:15 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Die Sache mit dem Copyright

Beim Besuch von Feuerwehr-Websites schaue ich immer nach etwaigen Copyright-Hinweisen. Wenn so ein Hinweis vorhanden ist, dann ist er oft formal verkehrt. Hier geht's jedoch nicht um eine rein juristische Auseinandersetzung mit dem Thema, sondern eher um eine pragmatische. Ich möchte auch hinterfragen, ob sich jeder, der einen Copyright-Hinweis auf Texte, Bilder usw. setzt auch dessen Bedeutung bewusst ist. Ich halte Copyright grundsätzlich für eine vernünftige Einrichtung, halte jedoch nichts von einer übertriebenen "Überwachung".

Was ist Copyright eigentlich genau?
Im reinsten Sinne - und ursprünglich so gedacht - ist Copyright ein Mittel um den Fortschritt zu fördern. Urheber sollten eine Zeit lang von ihrer Arbeit profitieren; danach geht die Arbeit in Allgemeineigentum über und steht zur Weiterverwendung welcher Art auch immer zur Verfügung.

Man denke an Medizin: Fortschritt ist nichts anderes als die Weiterführung von bestehenden Erkenntnissen. Musik ist auch nicht anders.

Copyright bei Feuerwehren
Feuerwehren verzieren oft ihre ins Netz gestellten Bilder mit dem Copyright-Hinweis. Abgesehen davon, daß das Bild völlig verschandelt wird, und der Hinweis meistens nicht richtig gesetzt wird, bringt das überhaupt nichts. Denn erstens ist unklar ob das Bild Eigentum der Feuerwehr oder des Fotografen ist, und zweitens hat der Eigentümer sowieso die Eigentumsrechte auf das Bild.

Ich frage mich jedoch, welcher Schaden eigentlich einer Feuerwehr genau durch die Weiterverwendung ihrer Bilder, Text, Videos, etc. entsteht? Hat sich das mal jemand überlegt? Sollte das Material inländisch kommerziell weiterverwertet werden, wird in den meisten Fällen sowieso eine Freigabe durch den Eigentümer geregelt. Die wenigsten Verwerter würden es darauf ankommen lassen, dass ihre Produktion nachträglich zurückgezogen werden muss. Das einzige Resultat einer Vollsperrung ist, dass diese tollen Inhalte einer breite(re)n Öffentlichkeit vorenthalten bleiben.

Vielmehr bin ich der Meinung, sämtliche Inhalte sollten frei verwendet werden dürfen, solange der Urheber benannt wird.

Die harte Realität
Wohin der Copyright-Wahn führt, sieht man heute anhand von einigen Beispielen. Den wenigsten ist es bewusst, dass man "Happy Birthday" öffentlich nicht einfach so singen darf, ohne dem Copyright-Inhaber Tantiemen zukommen zu lassen. Ein Lagerfeuer ist übrigens auch "öffentlich".

Schlimmer ist die Europäische Patent-Richtlinie für Software, die in immer wieder neuen Anläufen verabschiedet werden soll. Sie würde es ermöglichen, auch Ideen und Vorgänge patentieren zu lassen. Ein Beispiel dafür ist Amazon's "One-Click": wer als eCommerce-Anbieter seinen Kunden den Enkauf mit "einem Klick" ermöglichen will muss - unabhängig der Technologie - an Amazon Lizenzgebühr bezahlen. Theoretisch könnte ich einen Funkwecker, der bei einer Alamrierung piepst, patentieren lassen. Dann müssten mir alle anderen Hersteller eine saftige Lizenz überweisen. Und wer zahlt's letztendlich? Die Feuerwehren.

24.03.2005 Folgender Text ohne Anerkennung der Rechtspflicht geändert
Es gibt noch viele andere Beispiele, auch innerhalb der Feuerwehr.

Und dabei hat sich gezeigt, dass gerade ein freier Verkehr von Informationen dem Geschäft zuträglich ist.

Praktisch gesehen
Als allererstes: wenn schon einen Copyright-Hinweis, dann bitte richtig:


Der Hinweis ist ausschliesslich in dieser Kombination richtig! Und wie oben erwähnt: die Rechte habt ihr sowieso! Der Hinweis ist also nicht zwingend notwendig.

Viel eher bietet sich eine Creative Commons-Lizenz an. Je nach Bedarf gibt es sie in 12 verschiedenen "Geschmacksrichtungen". Was genau möglich ist, liest man am Besten bei Wikipedia nach. Beim Feuerwehr Weblog ist das so geregelt, dass alles möglich ist - auch eine kommerzielle Verwertung - solange der Urheber benannt wird. Und warum nicht? Wir werden mit unserem Material sowieso nicht reich.

Lieber sehen wir es in Verwendung.

Geschrieben von Irakli um 17:45 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Extremer protest?


camion_de_bomberos
Originally uploaded by Sebúlcor.
Ich wüsste zu gern, wer wieso zu solch einer extremen Aktion fähig ist? Dem Graffiti nach wohl dem Arbeitskampf zuzuordenen ("faschistischer Stadtrat", "würdiger Abschluss" und "mehr Feuerwehrleute, weniger Stunden"). Aber gleich das eigene Auto anpinseln? Extrem.

Geschrieben von Irakli um 11:56 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

BOMBERS


BOMBEROS
Originally uploaded by un_barcelones.
Welche Bedeutung hat die Bezeichnung "BOMBERS" für das Selbstverständnis? Die Catalanen gewinnen den Preis für den "coolsten" Namen für Feuerwehr. Hut ab!

PS - Schutzkleidung gilt nur für vorgehende Trupps, nicht Maschinisten und Gruppenführer.

Geschrieben von Irakli um 11:47 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Tod ist oft vermeidbar

...zumindest der Tod im Einsatzdienst. Fast immer kommt es zu einer Verkettung von unglücklichen Umständen. So auch in Los Gatos / USA, wo Capt. Dennis Johnsen (36) im Einsatz einen tödlichen Stromschlag bekam.

Verkettung: Familie benutzt Wohnzimmer weiter als religiösen Schrein, obwohl dies untersagt war. Haus fängt Feuer, 12,000V-Stromleitung über dem Haus (!) schmilzt und fällt herunter. Feuerwehrmann läuft gegen Stromleitung.

Das Dumme am Leben ist, dass man nix rückgängig machen kann.

Geschrieben von Irakli um 06:53 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

22.02.05

Die Feuerwehren am Pentagon, 11. September 2001

Wie man sich fühlt, wenn eine Passagiermaschine in ein Paar Meter Höhe direkt auf einen zuhält kann man im Blog des Arlington Fire Department nachlesen.

The plane was 200 yards away - and 25 feet off the ground.

``There was no time to look back, barely time to scramble’’ for Wallace and the others, The Washington Post said. ``He made it about 30 feet, heard a terrible roar, felt the heat, and dove underneath a van, skinning his stomach as he slid across the blacktop, sailing across it as though he were riding a luge.

Gut, dass ich das nicht war. Der Artikel ist zwar Amerikanisch-pathetisch geschrieben, aber trotzdem sehr lesenswert und ausführlich.

Geschrieben von Irakli um 18:40 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Beobachtungen

Heute morgen kam die Tram einfach nicht, also ging ich zu Fuß in die Arbeit. Dabei fiel mir folgendes auf:

Altmuenchner
Dieses Ding nennt sich "Alter Münchner", wohl eine Münchner Spezialität. Für diese Hydranten gibt's sogar einen eigenen Hydrantenschlüssel auf den Fahrzeugen.

Schneesicher
Diese Balken sollen Passanten vor herabstürzenden Schneemassen schützen. Ich bin zwar kein Physiker oder Stuntman, aber irgend etwas sagt mir dass die Schneemassen genau da runterkommen wo man geht. Wäre es nicht sicherer an der Hauswand?

Geschrieben von Irakli um 16:40 | Permanenter Link | Kommentare (4) | TrackBack

Feuerwerksfabrik: Ohrenzeuge

Die Explosion einer Feuerwerksfabrik in Bad Windsheim wurde so erlebt:

es war echt der hammer. ich steh heut früh so im bad, mach mich fertig, dann hör ich plötzlich voll den schlag und des ganze haus fängt an zu wackeln und ich dachte schon, oh gott, wasn jetzt los?!
stellt euch mal vor was passiert wär, wenn die ganze fabrik in die luft geflogen wär...ich wohn da voll in der nähe!!! hilfe...

Geschrieben von Irakli um 13:25 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Feuerwehrband?

Wer sich "Silent Alarm" nennt, kann nur aus der Feuerwehr kommen.

Geschrieben von Irakli um 07:31 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

21.02.05

Alles richtig gemacht: die Website der LAFD (Los Angeles)

So wünsche ich mir eine Feuerwehr-Website: der Auftritt des Los Angeles Fire Department. Eine unprätentiöse Website die auf Schnickschnack verzichtet, dafür aber den Dialog mit dem Bürger sucht. Ein klasse Beispiel für nutzenorientiertes Angebot: der Besucher hat konkrete Fragen, und es wird versucht diese gleich auf der Homepage in die richtige Bahn zu lenken. Das Gegenteil von "nutzenorientiert" ist angebotsorientiert: in diese Kategorie fallen 99,99% der Feuerwehr-Websites.

Hinzu kommt der LAFD-Blog als Presseservice, der auch als RSS-Feed abonniert werden kann (Erklärung zu RSS hier). Dazu gibt's dann auch ein Newsletter per e-Mail.

Einfach Klasse, das ist Service 1a.

Übrigens bezeichnet sich LAFD als a full-spectrum life safety agency: das ist ein wenig mehr als nur Feuerwehr.

Geschrieben von Irakli um 22:24 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

Burning Z4


Burning Z4
Originally uploaded by hellfroze.
Gefunden auf Flickr. Ich mag es nicht, wenn Autos einfach so das brennen anfangen!

Geschrieben von Irakli um 22:02 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Pumpensimulator

Auf der Homepage der Feuerwehr Québec: der Pumpensimulator in Flash.

Panel2

Schon immer die Pumpenstände von US- bzw. Nordamerikanischen Fahrzeugen bewundert? Mit dem Flashsimulator sollten keine Fragen offen bleiben. Insofern man Französisch spricht. Mit der Symbolik allein klappt's aber evtl. auch.

Das Ganze sieht so aus:

Pompe

Zuerst geht man durch ein Tutorial (Training), und dann darf man ohne Hilfestellung folgende Aufgaben bewältigen:

Wenn das "Spiel" einigermassen realistisch ist, dann beneide ich Nordamerikanische Maschinisten kein Deut. Insbesondere fällt dabei auf, dass

Und überhaupt scheint es , als dass man ziemlich viel mitdenken müsste. Ist das gut oder schlecht? Wenn gewünscht, kann ich den Text gerne grob übersetzen.

Geschrieben von Irakli um 18:24 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Sehr schön: Einsatzkantine

Bei uns kommt - wenn's gut geht - bei einem längeren Einsatz die Küche im Rollcontainer. Bei der Feuerwehr Québec kommt gleich eine fahrbare Kantine inklusive reichhaltiger Getränkeliste und (man höre und staune) mitgeführter Toilette angefahren!

Kantine-1
Da hat sich jemand mal wirklich Gedanken gemacht. Hut ab! Und der Hit: das Ding wird vom "Club 99" betrieben.

Geschrieben von Irakli um 17:27 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

In eigener Sache

Es heisst, Blogs brauchen zwei bis drei Monate, bis sie sich inhaltlich einpendeln. Nach drei Wochen Feuerwehr-Weblog, kann ich nur bestätigen, dass es zwar wesentlich "geregelter" zugeht als ganz am Anfang, dass der Weg aber natürlich noch ein weiter ist.

Trotzdem schlagen wie uns gut, wir haben derzeit ca. 300 Leser täglich (200 am Wochenende), was schon ziemlich beachtlich ist. Das gibt uns ansporn, energisch weiter zu machen. Das es nicht an Themen fehlt, sieht man ja.

Doch Feuerwehr-Weblog soll nicht nur eine Einbahnstrasse sein, sondern soll auch vom Input seiner Leser leben. An dieser Stelle also der Aufruf, uns Inhalte in jeglicher Form zukommen zu lassen. Ob ein reiner Link, ein Text, eine Idee, ein Bild oder Video, alles geht. Es muss nur einigermassen feuerwehr-relevant sein.

Es freut auch, dass der erste Leser ein Paar Bilder eingestellt hat, vom Teileinsturz eines Hauses in München. Das geht ganz einfach: Bild (bitte nicht größer als 20 Kilobyte) als Anhang an eine Mail und abschicken an: found51seemed@photos.flickr.com. Sofort ist das Bild in der rechten Spalte "live" und "online". Schönes Feuerwehrauto, verrosteter Hydrant, alles geht. Wenn gewünscht: Bildtitel in die Betreffzeile, Beschreibung in den Textkörper. Einfach ausprobieren! Ist einfach.

Weiter steht natürlich unter jedem Artikel die Kommentarfunktion zur Verfügung.

Ideen, Verbesserungsvorschläge, Themen usw. werden natürlich auch gerne angenommen (kontakt@feuerwehr-weblog.de).

Das war's erst mal!

Geschrieben von Irakli um 15:28 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Jacke mit Klimaanlage

Heisser Flashover? Kein Problem mehr mit dieser Jacke mit eingebauter Klimaanlage. Lässt sich sicher auch für Feuerwehrkleidung verwenden. Zwei Probleme sollte man jedoch schon lösen:
1. Wie vermeidet man die Ansaugung von Rauch?
2. Wie vermeidet man, dass die Kleidung sich extrem aufbläst? Sieht ein wening unhandlich aus...

Ac Jacket

[übergizmo]

Geschrieben von Irakli um 12:20 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

"Sound Design" in unserer Umwelt

Gesehen bei Spreeblick: ein Artikel über den "Klang der Umgebung". Das fängt an beim Wecker:

immer vier kurze Signale in Reihe, dann eine kurze Pause, dann wieder die vier Töne in Reihe. Die Lautstärke steigert sich mit der Zeit.

Es geht dann über Waschmaschinen, Trockner, Backöfen, Mikrowellen und Handys. Alles Geräte, die in irgend einer Form - und unabhängig der objektiven Relevanz - auf sich bzw. auf ein bestimmtes Ereignis aufmerksam machen wollen.

In diesem Lärm hat unser Funkwecker natürlich auch seinen Platz: ganz oben. Kein anderer Warnton ist wichtiger. Essen fertig? Freundin ruft an? Nett. Menschen in Gefahr? Alles stehen und liegen lassen und helfen. Kann kein anderes Gerät.

Übrigens vertete ich die These, dass durch die andauernde Anspannung, das unvorhergesehene Piepsen, wir einen siebsten Sinn für Alarmierungen entwickeln. Die in Spreeblick beschriebenen Geräte kommen und gehen. Wie lange behält man einen Klingelton? Einen Wecker?

Ein Pageboy - oder wer die Freude an einem alten Wolfram haben durfte - hingegen ist ein Begleiter über viele Jahre hinweg. Das Piepen geht ins Blut über.

Irgendwie kann der Artikel bei Spreeblick auch auf einer metaphorischen Ebene betrachtet werden. Macht denn die Technologie das Leben einfacher? Und viel wichtiger: wird es für die Feuerwehr (sprich: anderen helfen) immer schwieriger in dem ständigen Lärm ("jeder für sich") zu bestehen?

Geschrieben von Irakli um 12:04 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Einsatzstärke in der Region München sichergestellt

Wenn's mal brennt: lieber auf der aktuellen Grippekarte nachsehen ob vollbesetzte Feuerwehrautos anrücken bzw, ob die Einsatzkräfte a) überhaupt fit sind und b) nicht irgendwie ansteckend sind.

Grippe
München und Umland: sicher. Wir kommen.

Gesehen bei Minga.de

Geschrieben von Irakli um 11:19 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

20.02.05

Warum Feuerwehrleute die besseren Angestellten sind

Beim Lesen über Neuseeländische Feuerwehren gesehen:

Most employers find considerable advantages in having people with Fire Service training on their staff - people who can fight fires, give first aid, perform CPR and keep a cool head in an emergency.

Übersetzt:

Die meisten Arbeitgeber haben erhebliche Vorteile wenn sie Feuerwehrleute unter den Angestellten haben: Menschen, die Feuer bekämpfen können, Erste Hilfe und HLW leisten und in Notfällen einen kühlen Kopf bewahren.

Richtig! Ausdrucken und Chef geben wenn er das nächste Mal meckert.

Geschrieben von Irakli um 23:33 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Versagen einer Website

"Usability" ist die Bezeichnung dafür, dass ein User möglichst intuitiv ein Web-Angebot nutzt. Dabei darf die Technologie nicht im Weg stehen. EIn doppeltes Versagen einer Website liegt vor, wenn a) die Navigation erklärungsbedürftig ist und b) folgender Text (auf der Homepage einer Feuerwehr!) alles nur verschlimmert:

Wie funktioniert die Navigation? Auf der linken Seite sehen Sie einen schwarzen Balken. Dort finden Sie Links, die Sie zu den Themen, die wir auf unserer Homepage anbieten, führen. Wenn Sie dort auf einen Link klicken, ändert sich der Bereich, in dem dieser Text steht, und der schwarze Balken darüber. In diesem Balken befinden sich weitere Links, die zur weiteren Unterteilung des von Ihnen ausgewählten Themas dienen. Ein Klick auf einen solchen Link ändert nur den Bereich in dem dieser Text steht.

Gut gemeint, aber eben doppelt schlimm.

Geschrieben von Irakli um 09:08 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

19.02.05

Kündigungsgrund

Wenn man diesem Artikel Glauben schenken darf, ist Gruppensex in der Feuerwehr ein Kündigungsgrund. Zumindest in den USA.

Geschrieben von Irakli um 22:31 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Aufruf zur Knochenmarkspende

Leid ist global, Leid ist lokal. Ich bekam folgende Mail von Stefan Schwarzenbeck und stelle sie hiermit 1:1 auf Feuerwehr Weblog:

Hilfe für Hans Dieter Wurm

Unser ehemaliger zweiter Stellvertretender Vorsitzender, Hans Dieter Wurm ist an einer Knochenmarkkrankheit - der Leukämie - erkrankt, die sein Leben bedroht. Mit einer geeigneten Knochenmarkspende wäre eine vollständige Heilung möglich.

Die Feuerwehren des Landkreises Fürstenfeldbruck haben deshalb eine Aktion ins Leben gerufen, um Hans Dieter Wurm zu helfen. Ziel ist es, einen geeigneten Knochenmarkspender zu finden, was aufgrund biologischer Besonderheiten nicht ganz einfach ist.

Wenn Sie bereit sind, unserem ehemaligen Stellvertretenden Vorsitzenden zu helfen, dann lädt Sie der Kreisfeuerwehrverband Fürstenfeldbruck recht herzlich ein zum

Aktionstag "Hilfe für Hans Dieter Wurm"
Samstag, 26.02.2005
in der Zeit von 10:00 - 17:00 Uhr
in das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeldbruck

Als Spender kommen alle Menschen im Alter zwischen 18 und 55 Jahre, die gesund sind in Frage, denen an diesem Tag ein wenig Blut abgenommen und anschließend untersucht wird. [se: Die Blutgruppe spielt keine Rolle!]

Die Aktion wird unter der fachlichen Regie der "Aktion Knochenmarkspende Bayern e.V." durchgeführt. Natürlich ist Ihre Hilfe mit keinerlei Kosten für Sie persönlich verbunden

Im Namen des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberbayern möchte ich Euch meine Feuerwehrkameraden um Euere Unterstützung der Aktion für unserer Kameraden KBR a.D. Hans Dieter Wurm bitten der 10 Jahre lang seine Kraft zum Wohle des Verbandes eingesetzt hat.

Gerhard Bullinger
Vorsitzender


Weitere Informationen finden Sie hier
http://www.bezirksfeuerwehrverband-oberbayern.de/pdf/DW_2005_2_2.pdf
(PDF, 17,6 KB)

Ich war selber bei einer ähnlichen Aktion der Feuerwehr Vaterstetten dabei. Das Gute ist, man kommt in eine Datenbank - hier der Aktion Knochemarkspende Bayern e.V. - kann also jederzeit den "Jackpot" ziehen.

Auch wenn ihr, liebe Leser, nicht in der Nähe von Fürstenfeldbruck oder in Bayern lebt, es ist jedem möglich in solch eine Datenbank aufgenommen zu werden, Ist eigentlich nichts anderes als Organspende.

Ich wünsche jedenfalls Dieter Wurm, dass möglichst viele Spender mitmachen und insbesondere dass ein passender Spender gefunden wird.

Geschrieben von Irakli um 21:48 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

18.02.05

Vollidiotischer Teenager belästigt Leitstelle mit Hunderten von Anrufen

Ein 15-Jähriger Schüler in den USA benutzte das geklaute Handy, um damit hunderte von Notrufen abzusetzen. Manchmal drohte er sogar damit, die eintreffenden EInsatzkräfte zu töten. Nun wurde er erwischt. [textually]

Geschrieben von Irakli um 21:57 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Schönes Foto


fireman-ready
Originally uploaded by pa7m3r.
Flickr (www.flickr.com) ist eine Klasse Fundgrube für Fotos aller Art. Dort habe ich einige Aufnahmen zum Brand in Madrid gefunden. Es tauchen aber auch alle Naselang echte "Hämmer" wie das hier, das zwei US-Feuerwehrmänner zeigt. Hat mir gut gefallen.

Geschrieben von Irakli um 21:27 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Besoffen mit Mundspülung

Mal leichtere Kost: eine Frau in den USA bekannte sich schuldig, unter Alkoholeinfluss Auto gefahren zu haben. Sie hatte drei Gläser Mundspülung getrunken.

Mündspülung hat anscheinend bis zu 27% Alkohol und ist - Überraschung! - nicht zum Verzehr gedacht. Auf jeden Fall ist das prima Werbung für Listerine.

Also lieber die Mundflora vor einer Fahrt im Feuerwehrauto unberührt lassen...

Listerine-1

Geschrieben von Irakli um 11:53 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

17.02.05

Zukunftsszenario: Effizienterer Einsatz von Resourcen bei Fire@Me

Wie ich vorher schon beschrieben hatte, müssen sich die Feuerwehren in Zukunft auf weniger Personal und weniger Geld einstellen. Somit müssen sie effizienter werden. Wie das zu machen ist, kann eine Szenarioanalyse aufzeigen.

Nachfolgend also ein solches Szenario. Natürlich rein meine persönliche Meinung :)

Szenario

Freitag 12:04 In einer deutschen Grossstadt
Im 17. Stockwerk des MAGO-Hochhauses kommt es in einem Schaltkasten zu einem Kurzschluss. Ein Funke fliegt in einen Spalt entzündet angelagerten Staub. Dieser fängt schnell zu brennen an. Bald treten dichte Rauchschwaden aus dem Wandkasten.

Peter H. ist Pendler. Eigentlich wohnt er in M., einem 2.000-Seelen-Städtchen 50km von seinem Arbeitsplatz entfernt. Er ist einer von 120.000 Pendlern. Zur Arbeit fährt er mit dem Zug. Zuhause ist er Mitglied der Ortsfeuerwehr. Gleichzeitig nimmt er auch im bundesweiten Programm "Fire@Me" teil.

An Fire@Me teilnehmende Feuerwehrangehörige können mittels SMS zu einem Einsatz bei der Feuerwehr der Gemeinde, in der sie sich gerade befinden gerufen werden. Fire@Me schreibt eine Mindestqualitätsanforderung fest und stellt sicher, dass jeder Teilnehmer bestimmte Aufgaben bewältigen kann. Die teilnehmenden Feuerwehren halten personenungebundene Ausrüstung bereit.

12:10
Nun wird im MAGO-Hochhaus die Brandmeldeanlage ausgelöst. Die Löschversuche der Mitarbeiter schlagen fehl. Die Gebäudesicherheit ordnet die Evakuierung des Gebäudes an. Das 17. und 18. Stockwerk sind nun völlig in Rauch eingehüllt

Peter H. erhält eine Flash-SMS von Fire@Me. Durch "LBS" (Location Based Services, also Ortsgebundene Dienste) weiss das System, dass Peter H. in fünf Minuten in der Feuerwache sein kann. Das System verschickt die gleiche SMS an 75 weitere Fire@Me-Teilnehmer in der Stadt.

Von 120.000 Pendlern wären nach Bundesdurchschnitt (1 von 80) ca. 1.500 Angehörige einer Feuerwehr. Für das Programm Fire@Me haben sich 150 gemeldet.

Peter H. bestätigt per Flash-SMS, dass er an dem Einsatz Teilnehmen möchte. Die restlichen 19 freien Plätze sind schnell belegt. Das System verschickt 55 Flash-SMS an die nicht mehr benötigten Fire@Me Teilnehmer. Peter H. kommt zur Feuerwache, zieht schnell eine Einsatzuniform an und steigt zusammen mit den anderen Teilnehmern in die bereit stehenden MTW. Dann fährt er zur Einsatzstelle, wo er Aufgaben wahrnimmt, die im Rahmen von Fire@All möglich sind.

Fire@Me verschickt gleichzeitig SMS bzw, automatisierte Telefondurchsagen und e-Mails an die im System hinterlegten Angehörigen von Peter H. Somit wissen sie, dass er sich ziemlich verspäten wird. Ferner wird die Einsatzzeit automatisch erfasst, der Verdienstausfall wird dann per festgelegtem Modus geregelt.

20:30
Das Feuer ist aus. Für Peter H. kommt eine Rückfahrt nach Hause nicht mehr in Frage. Nach dem Duschen und dem Abendessen in der Feuerwache geht es dann ins Hotel. Und morgen früh nach Hause.

Fazit
Anhand dieses fiktiven Szenarios kann man sehr gut ersehen, wie das System funktionieren könnte, welche Anforderungen an die Technologie, an das Recht und an die Organisationsprozesse gestellt werden könnten.
In der "realen Welt" müsste man darauffolgend mit den Beteiligten eine Plausibilitätsprüfung durchführen

Auf jeden Fall jedoch kann man auf diese Art und Weise den eigenen Horizont erweitern.

Wenn ihr bei Euch zuhause solche Szenarien durchspielen wollt, würde ich sehr gerne davon erfahren und hier auch in den Feuerwehr Weblog stellen. Andersrum unterstütze ich Euch dabei natürlich gerne. Ich würde mich auch über allgemeinen Feedback freuen.

Geschrieben von Irakli um 19:17 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

In die Zukunft sehen? Szenarioanalyse für Feuerwehren

Innovationsmanagement ist, wenn man neue Ideen ausprobieren aber auch bestehende Strukturen verbessern möchte. Der Drang nach Verbesserung entsteht naturgemäss dort, wo ein Missstand herrscht.

Auch wenn unser Feuerwehrwesen nicht das allerschlechteste ist, ist es natürlich verbesserungswürdig. Zudem muss man als Organisation in der Lage sein, langfristige Entwicklungen vorauszusehen und entsprechend früh prophylaktisch zu reagieren.

Zwei Trends müssen wir unbedingt in Betracht ziehen: es wird in Zukunft wohl weniger Geld geben und auch weniger Personal, letzteres nicht nur wegen der demographischen Entwicklung sondern auch weil das Ehrenamt immer stärker mit anderen Interessen in Konkurrenz treten muss. Insbesondere ist die Konkurrenz in der Rubrik "Freizeitangebote" zu finden.

Auf organisatorischer Ebene bedeutet dies, dass Feuerwehren einfach effizienter arbeiten müssen. Praktisch ausgedrückt: Vorhandene Ressourcen (Feuerwehrfahrzeuge und Mannschaft) müssen effizienter und effektiver eingesetzt werden.

Um sich vorstellen zu können wie solch ein verbesserter Einsatz von Resourcen aussehen könnte, gibt es ein "Werkzeug": die Szenarioanalyse. Ganz klassisch betrachtet dient die Szenarioanalyse dazu, etwaige Entwicklungen vorherzusehen und insbesondere die wichtigsten Einflussfaktoren herauszufinden.

In grossen Unternehmen wird die Szenarioanalyse systematisch verwendet. Dabei versucht man, Mitarbeiter aus möglichst unterschiedlichen Unternehmensbereichen mit einzubeziehen

Aber ich will hier nicht zu abstrakt werden. Feuerwehren sind zwar keine Großunternehmen, aber strukturiert in die Zukunft schauen sollte schon sein. Einerseits macht Szenarioanalyse sehr viel Spaß, andererseits ist sie wirklich nützlich. Das Spiel kann auf jeder Ebene stattfinden: in der Jugendfeuerwehr, in der eigenen Wehr, auf Kreis- und Landesebene.

Und es geht so: Thema in einem spezifischen Satz ausformulieren, Szenario ausmalen und los geht's! Regeln gibt es eigentlich nur eine: jeder darf "spinnen" ohne unterbrochen zu werden. Empfehlenswert bei einer größeren Runde ist ein "Moderator", der die Diskussion leitet aber nicht daran teilnimmt. Wichtig ist auch, ruhig mal zu übertreiben: So kann man die "Realität" besser einschätzen

In meinem nächsten Artikel möchte ich anhand eines praktischen Beispiels ein bestimmtes Szenario durchspielen.

Ansonsten: wenn jemand zu diesem Thema mehr wissen möchte, gerne per Mailanfrage an mich!

Geschrieben von Irakli um 18:11 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Feuerwehrmann der bekannteren Art

Jackosbournepa-1

Sieht aus, als ob (der trottelige) Jack Osbourne, Sohn der Pop- und MTV-Ikone Ozzy keine Lust mehr auf Celebrity-Llifestyle hat; viel lieber möchte er in New York Feuer löschen, anderen Menschen helfen (zur Abwechlung) sowie mit der coolen Uniform Mädels aufgabeln. Wir sagen: viel Glück!

Geschrieben von Irakli um 14:29 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

16.02.05

Keine Frames! (Update Teileinsturz München)

Schön, dass auch andere Websites über uns berichten. Der Grund für diesen Artikel sollte ursprünglich ein Update über den Teileinsturz eines gebäudes hier in München sein.

Das Technische Hilfswerk (THW) München-West hat hierfür einen Einsatzbericht, sowie klasse Fotos vom sog. FraBlo-Stützsystem mit dem das Haus vor (Gesamt-)Einsturz gesichert werden soll.

Nur verwendet das THW eine Website mit "Frames" - die Web-Adresse verändert sich nicht, obwohl man innerhalb des Angebots umhersurft. Der Vorteil? Unklar, ausser dass man nur einmal eine Navigation herstellen muss. Der Nachteil? Keine direkten Links möglich, dadurch automatisch wesentlich weniger Besucher. Absolut tödlich. Und keine Layout-kontrolle.

Zum Verlinken gibt's also zwei Möglichkeiten: erstens, ich setze einen Link auf die Website. Und erkläre auch noch, wie man sich durchklickt (Home->Einsätze->Großeinsatz für THW). Oder zweitens (wenn man ein wenig Web-bewandert ist) einen direkten link auf die Seite. Dann wird diese leider völlig aus dem Zusammenhang angezeigt.

Frames sind ein Thema für sich. Sie waren mal aus welchen Gründen auch immer modern - inzwischen jedoch nicht zeitgemäß oder zweckmässig.

Geschrieben von Irakli um 17:07 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

DEMO und Feuerwehrapplikationen

Aufgeschnappt bei Wired: DEMO ist eine Art jährliche Konferenz, wo 75 Technologiefirmen in jeweils sechs (!) Minuten ihre Bahnbrechenden Produkte der versammelten journalistischen Welt vorstellen darf. Dementsprechend attraktiv muss das Angebot sein, um sich dort hervor zu tun.

Zwei der Kandidaten stachen besonders hervor, und sind auch aus Feuerwehrsicht nicht uninteressant. Man lese und staune:

Instant Scene Modeller von MDA:
Eine Kamera filmt einen Raum, und die dahinterliegende Software kann daraus den Raum in 3D genau nachbauen - in Sekundenschnelle. Für die Feuerwehr wäre das der Hit wenn man in Verbindung mit der Wärmebildkamera live und sofort innenräume nachbilden könnte! Auch wenn die Information beim Einsatzleiter zusammen laufen würden, könnte er so wesentlich präziser den vorgehenden Trupp dirigieren.

Wenn man ein wenig weiter überlegt (und Datenschutzaspekte ignoriert) könnte der Feuerwehr so ein 3d-Modell von jedem Objekt zur Verfügung stehen.

Auch schön ist das virtuelle Keyboard von VKB:

Keyboard-1

Eingabeprobleme an der Einsatzstelle gelöst!

Wem das alles zu high-tech ist, kann sich ja ein Nachtsichtgerät mit Zeug von der Müllhalde bauen.

Geschrieben von Irakli um 08:05 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Feuerwehrmann: Angesehen?

Ich weiss nicht, woher diese Zahlen kommen aber das Ansehen des Berufs "Feuerwehrmann" liegt irgendwo zwischen Lehrern und Wissenschaftlern an dritter Stelle.

Geschrieben von Irakli um 00:30 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

15.02.05

Feuerwehrler: Versaut?

Schnell Bild angucken:

Feuerwehrsex
Und am Besten nicht kommentieren.

Geschrieben von Irakli um 21:40 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Teileinsturz eines Gebäudes in München

Im Laufe des Montags kam es in einem Gebäude, in dem Sanierungsarbeiten verrichet wurden zu einem Teileinsturz eines Fehlbodens auf einer Fläche von ca. 100qm. Dabei wurden auch Gebäudeteile auf die Straße geschleudert.

Hier ein Augenzeugenbericht von Christian Pannier:

Heute Nachmittag ist plötzlich eine Zwischendecke eines im Umbau befindlichen Gebäudes in München (Donnersbergerstrasse/Wilderich-Lang Straße) eingestürzt und hat das Gebäude schwer beschädigt. Durch die Einsatzkräfte wurden mittlerweile schon Teile der Fassade entfernt und das wird für die Jungs wohl ne lange Nacht werden, weil das von der gegenüberliegenden Straßenseite aus alles ziemlich instabil aussieht (lange Risse in der Außenwand, das Türmchen hat schon Schlagseite und auch der Mansardengiebel ist nicht mehr im Lot).

Zum "Aufgebot" konnte er folgendes berichten:

Aktuell (23:30 Uhr) vor Ort: BF mit Führungsfahrzeugen, DLK und FwK, mehrere Bergungsgruppen THW u.a. mit Bergeräumgerät, Kran, GKW, MKW, Führungsfahrzeuge, ASB, Stadtwerke, Baufirma, Polizei.

Einsturz1

Bild von Christian Pannier

Links:

Bericht der Branddirektion München
Bericht des Technischen Hilfswerks (THW)

Auf Minga,de ist die Meldung auch zu finden

Christian machte auch noch folgende Bilder (danke für's abbilden dürfen! Weitere Bilder gibt's hier):

Einsturz2

Einsturz3

Einsturz4

Einsturz5-1

Einsturz6

Geschrieben von Irakli um 21:01 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Wohnungsbrand aus der Sicht einer betroffenen

Wir als Feuerwehr kriegen ja nur einen kurzen Ausschnitt aus dem "Leben" von Betroffenen: Anrücken, löschen, abrücken.

Was davor, während dessen und danach los ist, kann man bei ab::gebloggt nachlesen. Empfehlenswert.

Geschrieben von Irakli um 16:04 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

14.02.05

Feuer in Teheraner Moschee

Die Arg-Moschee in Teheran wurde von einem verheerendem Feuer heimgesucht, bei dem mindestens 20 Männer und 15 Frauen den Tod fanden. Mehr als 200 Personen wirden verletzt. Anscheinend hatte eine Stoffbahn, die Männer und Frauen trennt, Feuer gefangen.

Dazu habe ich folgende Bilder gefunden:

Atash-Ark

Iran Fire
Ich wüsste zu gern, was für eine Marke die DL unten ist. Was Deutsches? Scheinbar mit Staffelkabine.

Zum Teheraner Feuerwehrwesen gibt's folgende Information:

the Tehran Fire Brigade is now procuring the most advanced operational equipment, part of which is already supplied. It is currently in the process of purchasing 120 brand new modern firefighting vehicles, and intends to increase the number of the major operational fire stations; while welfare facilities are also provided in the stations, which serve both as the office and residence of the personnel. Computerizing the fire stations, boosting the personnel's level of technical and operational know-how are among other measures taken by Tehran Fire Brigade.

Mehr gibt's unter Netiran

Bei der Recherche ist mir noch dieses Bild aufgefallen:

Bam-Firedept
Bam wurde bei einem Erdbeben dem Erdboden gleich gemacht. [Payvand.com]

Geschrieben von Irakli um 21:49 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Madrid - der Tag danach

Gleich vorneweg: Ich hatte mir mehr Augenzeugenberichte und Fotos im Internet erhofft. Blogger berschränkten sich darauf, Material aus den Medien zu verwerten. Wer also die Angst hegt, "Citizen Journalism" würde den "echten" Journalismus aushebeln sei eines besseren belehrt. Doch auch bei diesen echten Medien ist der Umgang mit der Katastrophe höchst unterschiedlich. Am besten hat mir El Mundo gefallen. So wurden schnell Bilder ins internet (sehr empfehlenswert!) gestellt und aktualisiert, interaktive Diagramme angeboten und ein Diskussionsforum eingerichtet.

Ansonsten lässt sich folgendes berichten:

Das erste "offizielle" Foto in einem Blog wurde am Sonntag um 02:00, also ca. drei Stunden nach Ausbruch des Feuers veröffentlicht:

Windsor00

[arbeyu Digital]

Fotos vom Tag danach gibt es bei La Broma

Incendio 004

Auf Flickr kann man auch ein Paar Bilder finden.

Abschließend wünsche ich mir, dass bei solchen grossen Ereignissen mit weltweitem Interesse eine Pressestelle in Englisch eingerichtet wird. Leider konnte ich überhaupt keine fachlichen Informationen finden.

Geschrieben von Irakli um 18:36 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

Fortschritt = Gut?

Eine gern gestellte, eher philosophische Frage: ist Fortschritt immer gut? Wenn ich mal einen Pumpenstand eines TLF von anno dazumal anschaue:

Tlf 26-10 Pumpenstand

Und mit heute vergleiche:

Lf16 Pumpenstand

Frage ich mich, ob man früher nicht einfach besser gefahren ist. Kupplung ein/aus, Gashebel und Saugen / Betrieb. Das war alles und benötigte wenig Handgriffe. Heute benötigt man noch weniger Handgriffe, sondern muss einfach den richtigen Knopf drücken, der Rest passiert schon irgendwie von selbst.

Unterm Strich ist aber Tatsache, dass damals auch nicht weniger und nicht mehr Wasser am Rohr vorne ankam. Nur war keine Elektronik zwischen Hydrant und Rohr.

Ich denke, es ist auch eine Sache des Vertrauens. Alte Pumpen sind einfach und verlässlich. Eine neue Pumpe mit viel Elektronik ist bestimmt anfälliger. Ganz übel ist, wenn die Elektronik streikt und keine mechanische Ausweichmöglichkeit gegeben ist. Und das soll 20 Jahre halten? Ich zweifle dran. Zumal Elektronik einer besonders schnellen Entwicklung ausgesetzt ist, Gibt es heute noch Support für 20 Jahre alte PCs? Nicht? Siehste.

Oder sollte man sich bedingungslos freuen, dass "es weitergeht"?

Geschrieben von Irakli um 09:51 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

13.02.05

Hochhaus-Brand im Torre Windsor in Madrid

In der Nacht von Samstag, 12.2. auf Sonntag, 13.2. kam es in Madrid zu einem verheerenden Großbrand des "Torre Windsor"- Wolkenkratzers:

Um 23:20 ging der erste Anruf ein, der einen Brand im 21. Stockwerk des Wolkenkratzers "Windsor" meldete. Dieser befindet sich im Viertel "Azca", dem Finanzzentrum Madrids. Glücklicherweise wurden keine Toten gemeldet, nur verletzte Feuerwehrmänner mit Atembeschwerden. Zu diesem Zeitpunkt scheint wahrscheinlich, dass die Ursache des Brandes an einem Kurzschluss liegt, und dass das die Gefahr besteht, das Gebäude könne einstürzen.

[frei Übersetzt nach Aborto, geschrieben um 02:45 Ortszeit]

Windsor 43

Um 10.00 früh war immer noch unklar, ob die Struktur einstürzen würde. Einen Eindruck der Gewalt des Feuers bekommt man hier:

Windsor 17A

Windsor 45
Auf letzterem Bild sieht man den übrig gebliebenen Kern in den oberen Stockwerken.

Natürlich ist die lokale Blogosphäre (Blogger in Madrid und sonstwo) sehr aktiv. Hier ein Auszug empfehlenswerter Links:

Bilder, Berichterstattung und sonstige Links:
Freedreams
Enekyn.com
Frank's Space

HispaLibertas
GurusBlog
Frikis und nochmals Frikis (sehr gute Bildersammlung)

Bitacoras (sehr gute Linksammlung)
Noticias

lmbaez
El Mundo(Stadtplan)
Madrid Webcam (Windsor Tower wird ausgewiesen)


Informationen zur Brandausbreitung
Quelle: Acentillo

Windsor3-1

Verfügbare Informationen:

1. Nach ersten Informationen ensteht der Brand im 21. Stock in den Räumen der Firma Deloitte
2. Zuerst hoffte man, dass das Feuer sich nicht in den unteren Brandabschnitt ausbreiten würde. Die Hoffnung war vergebens
3. Die oberen Stockwerke kollabieren nach dem Brand
4. Das Feuer breitet sich nach unten aus
5. Das Gebäude war im Umbau um mehr Stockwerke hinzu zu fügen. Auf dem Dach war ein Kran.

Eine "interaktive" Info über die Ausbreitung des Feuers bietet El Mundo.


Informationen über Torre Windsor [
El Mundo]

Windsor
Höhe: 106 Meter, Fertig gestellt 1979. Kern aus gehärtetem Stahlbeton. Interessantes bzw. Pikantes Detail: der Mieter Deloitte (Beratungsgesellschaft) war auch Mieter im New Yorker World Trade Center.

Das Gebäude ist im 17. Stock vertikal in zwei Brandabschnitte geteilt.

Geschrieben von Irakli um 19:37 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Leben in Asche

Bei "Blaulicht und Graulicht" aus Wien nachgelesen:

Haus im zweiten jahr nach Großbrand immer nocht nicht saniert, Mieter leben immer noch in einer Brandruine. So geht es los:
Die Feuerwehr, Atemschutz am Rücken, evakuiert die gesamte zweite und dritte Etage, insgesamt 16 der 44 Parteien, durch die engen Dachluken und hebt sie mit Drehleitern von steilen Dach auf den sicheren Boden. Die Feuerwache ist laut Feuerwehrbericht der Stadt Wien bis 1 Uhr 38 im Einsatz. Alle Menschen werden gerettet. Nur eine Person kommt mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital. Zwei Familien erhalten vom Büro für Sofortmassnahmen Ersatzwohnungen, andere ziehen zu Freunden. Samstag frühmorgens findet dieses Drama ein Ende.

Und dann:

Je höher man im Haus Lerchenfelder Gürtel 26-28 aufsteigt, umso düsterer wird das Licht. Das hat damit zu tun, dass sich die Hausverwaltung Brestan, Karner & Partner den Skandal erlaubt, nicht einmal die gesundheitsschädigenden Brandspuren zu beseitigen. Man kümmert sich 14 Monate nach dem Brand um keinen Maler.

Heftig.

Asche

Geschrieben von Irakli um 11:42 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

12.02.05

Leserbilder per e-Mail

In eigener Sache: wir haben in der Leiste rechts eine Rubrik "Leserfotos" geschaltet.

Ihr könnt nun Eure Bilder einfach per e-Mail an uns über: found51seemed@photos.flickr.com schicken. Das Bild ist dann sofort bei Feuerwehr Weblog live.

Dabei gilt: bitte nur Feuerwehr-relevante jpg und gif bis 20kb. Unpassende Bilder müssen wir leider entfernen.

Das Bild einfach per Attachment (Anhang) an die o.g. e-Mail-Adresse, einen Bildtitel in die Betreff-Zeile der Mail, eine Bildbeschreibung in den Textkörper.

Wir freuen uns auf Deine Bilder!

Geschrieben von Irakli um 22:30 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Technologie-Scanner

Bsuffa Spezl Fohrsd Ned!

040210 Saab Alcokey-1

Der Saab Alcokey lässt einen nur dann fahren, wenn man saubere (sprich: nicht-alkoholische) Luft reinpustet. Aber wer $400 für das Teil löhnt, hat an sich kein Geld mehr für solche Kinkerlitzchen, oder? Wenn die Dinger billiger wären könnte das - Spaß beiseite - nicht uninteressant werden.

[engadget, gizmodo]

Nachtsichtkamera - in Farbe

050211 Kam-1050211 Kam 2-1

Bitte, bitte auch für unserer Wärmebildkameras! New Scientist berichtet über die Entwicklung einer farbgebenden Nachtsichtkamera. Die wenigen verfügbaren Bildinformationen (begrenztes Wellenlängenspektrum) werden mit hinterlegten Farbschemen verglichen. Eine Art qualifiziertes ratespiel, also: Wald ist grün, Wand ist grau. Vorteile des Systems sind insbesondere eine besserere räumliche Wahrnehmung und weniger Ermüdung der Augen. Die tritt aber erfahrungsgemäss erst dann ein, wenn die Arme vom Tragen schon längst abgefault sind...

[engadget]

Wunde nähen? Lieber kleben!

Dermabond-1

Dermabond kann in vielen Fällen Nadel und Faden ersetzen. Kleben ist irgendwie sympatischer als multi-Perforation. [engadget]

Geschrieben von Irakli um 14:21 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Augenzeugin berichtet

Ein Brand mit Menschen in Gefahr aus der Sicht einer Nachbarin:

...ich habe - zum glück - noch nie vorher so wahnsinnige hilfeschreie gehört wie eben. [und selbst, wenn die feuerwehr noch so schnell kommt, dauert es doch ewigkeiten ...] und in dieser ewigkeit, scheint es, könnte das ganze haus feuer fangen oder könnten die ersten leute aus den fenstern springen.

Für die beteiligten Feuerwehrler ist so eine Situation auch nicht ohne.

Geschrieben von Irakli um 08:30 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

11.02.05

Nachtrag zu "Blogs in der Katastrophe"

Ich hatte in meinem Artikel über Blogs und die Flutkatastrophe völlig vergessen, den ZDF Tsunami Blog zu nennen, die wohl bedeutendste deutsche Anlaufstelle zu diesem Thema. Lassen wir Wolfgang Harrer, Redakteur des Blogs, sprechen:

Vor dem 26. Dezember hätte ich zum Beispiel nicht erwartet, in Bangladesch auf einen Blogger zu stoßen, der im Internet deutsche Zeitungen liest und sich beim Thema Audio-Streaming besser auskennt als die meisten Techies hier im Silicon Valley. Ich hätte nicht erwartet, dass Freiwillige aus Afrika, Asien, Europa und Amerika sich innerhalb von Stunden nach dem Tsunami im Internet zusammenfinden und gemeinsam äußerst hilfreiche Websites errichten, ohne sich jemals vorher getroffen zu haben. Ich hätte auch nicht erwartet, auf alternative Hilfsorganisationen in den Tsunami-Regionen zu treffen, deren Namen ich noch nie zuvor gehört hatte, deren dezentrale Philosophien aber die Wiederaufbau-Konzepte der etablierten Riesen plötzlich antiquiert aussehen lassen.

Und ich hätte nicht erwartet, dass ein Mann, der in der Flutwelle seine gesamte Arbeit der letzten Jahre verloren hat, diese Worte zu mir sagen würde: "Das Meer ist heute morgen wieder wunderschön und windstill.”

Schön gesagt.

Geschrieben von Irakli um 21:09 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Wir sind alle professionelle Amateure

Wir alle gestalten unser Leben in drei (Haupt-)Bereiche: Familie, Beruf und Hobby. Mitglied bei einer freiwilligen Feuerwehr zu sein, kann in diesem Kontext als Hobby gewertet werden.

Ein Think-Tank (Haufen kluger Köpfe) namens Demos hat sich des Phänomens namens "Pro-Am" angenommen, also der professionellen Amateure und nennt das Ganze: "The Pro-Am Revolution".

Worum es darin geht beschreibt die BBC:

Der Bericht bezeichnet Pro-Ams als "Amateure, die ein Hobby oder Zeitvertreib - oft sehr intensiv - mit professionellen Standards betreiben. In einem immer stressvoller werdenden Klima am Arbeitsplatz suchen Pro-Ams Ausgleich und Anerkennung in ihrem Hobby.

Das Internet hat diese Gruppen von gleichdenkenden menschen zusammengebracht, um ihre Hobbies zu diskutieren und um Ideen zu teilen.


Feuerwehren und ihre MItglieder sind ein prächtiges Beispiel für die Existenz von Pro-Ams. Wir sind sogar dazu gezwungen, besondere professionalität in unserem Hobby an den Tag zu legen, denn schliesslich geht es oft genug um Leben und Tod.

Wer also mehr über das Phänomen Pro-Am erfahren möchte, dem sei die Lektüre des Demos-Reports (Englisch) empfohlen.

Ich möchte hinzufügen, daß die Arbeits- und Feuerwehrwelt leider viel zu getrennt betrachtet werden. Sicher, man kann persönliche Fähigkteiten aus dem Beruf bei der Feuerwehr anwenden und umgekehrt, jedoch gibt es aus meiner Sicht zu grosse nicht angezapfte Potenziale.

Oft genug wird leider die Tätigkeit bei der Feuerwehr mit Argwohn betrachtet: ja nicht zu viel zeit dort aufwenden! Es könnte ja die Karriere gefährden. Und anders herum: Feuerwehren, auch freiwillige, werden als Behörde geführt. Jeder igelt sich in seinem "Gau" (Bayrisch!) ein und werkelt nur für sich. Als wahren Lichtblick kann man die Bemühung in Lüchow-Dannenberg betrachten gemeinsam auf dem Markt aufzutreten und Skaleneffekte (weniger Kosten durch Bündelung) zu hebeln.

Wohl dem, der die Fähigkeiten aus allen frei Lebensbereichen, also auch aus der Familie, überall einsetzen kann.

[Smart Mobs]

Geschrieben von Irakli um 20:56 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

10.02.05

Blogs in der Katastrophe

Blogs wie Feuerwehr Weblog sind teil des Phänomens mit dem Namen "Smart Mobs" ("intelligenter Mob") und "Citizen Journalism" ("Bürger als Journalisten"); Kern dieses Phänomens ist, dass wesentlich mehr Informationen viel schneller und "ungefiltert" verfügbar werden.

Blogs, in den USA spätestens seit den Präsidentschaftswahlen fest etabliert, fassen bei uns gerade Fuss - und das sehr zaghaft. Gerade für die Rettungsorganisationen, dem Zivil- oder (und?) Katastrophenschutz bieten sich enorme Möglichkeiten. Welche, soll anhand der Flutkatastrophe in Asien gezeigt werden. Blogs trugen weltweit massgebend zur Informationsverbreitung oder zur Spendensammlung bei.

Ein Artikel im Guardian geht genauer darauf ein. Hier ein Paar Auszüge:

Schon wenige Stunden nach dem Beben schrieben die ersten Nutzer Informationen über die Geschehnisse in die Gemeinschaftsenzyklopädie Wikipedia, inklusive Wissenschaftlichen Informationen, Links zu Nachrichtenartikeln und Möglichkeiten wie man helfen könne. Auch wurde schnell der "Tsunami Blog" (http://tsunamihelp.blogspot.com") eingerichtet.

Schon nach einer Woche war der Blog auf Nummer drei beim Begriff "Tsunami" auf Google - dies beweist die Macht und Geschwindigkeit des [Blog-]Mobs. Leute schrieben über den Blog und verliehen ihm somit die angemessene "Autorität".

Und in der New York Times heisst es:

Wir haben uns nicht nur daran gewohnt, weltweit an Ort und Stelle Augen und Ohren zu haben, sondern wir fordern es geradezu.

Gleich nach der Katastrophe fingen Blogger, davon einige direkt aus den betroffenen Gebieten an bei worldchanging.com zu berichten und diskutierten darüber, wie man am besten helfen könne.

Das mit den "Augen und Ohren" sieht man auch an den Tsunami-Videos.

Ein Beispiel, wie ein Blog bzw. eine Website auf pragmatische Art und Weise helfen kann, schreibt Howard Rheingold in The Feature:

In Finland wurde aus einer Website für [engagierte] Taucher ein ad-hoc Informationzentrum für Finnen, die Informationen über Freunde und Familienmitglieder in den Katastrophengebieten suchten. Dort konnte man sogar lesen, in welchen Krankenhäuser die Menschen lagen. Die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit der Informationen war aufgrund bestehender Netzwerke möglich; diese Menschen kommunizierten per e-Mail und SMS mit Helsinki. Diese Informationen wurden eben auf der Website publiziert. Wo früher 300 hits pro Tag üblich waren, kamen in einer Woche fast eine Million zusammen.

Dies sind nur einige Beispiele. Handys waren nicht nur als Informationsquellen nützlich, sondern man konnte auch auf einfache Art und Weise per SMS spenden. Über Flickr, einer Online-Foto-Community war es möglich Bilder von vermissten Personen zu veröffentlichen.

Klaus Eck listet auf, wie das Ereignis in Verbindung mit Blogs in den hiesigen Medien behandelt wurde:

Obwohl das Internet größtenteils selbstregulierend wirkt, kann es, wie man sieht, im Katastrophenfall auch von Rettungsorganisationen sinnvoll verwendet werden.

Geschrieben von Irakli um 21:55 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Vorausrüstwagen geklaut?

Fast genau so schlimm wie der Brand eines Gerätehauses: Feuerwehrautoklau.

Anscheinend ist ein Vorausrüstwagen der FF Backnang geklaut und kurz darauf in einem Acker wieder gefunden worden. Der Inhalt eines (Pulver-)feuerlöschers wurde im Innenraum verteilt. Dreist!

Geschrieben von Irakli um 18:05 | Permanenter Link | Kommentare (0)

USA: probleme

In den USA gibt es anscheinend mehr als genug Probleme, ausreichend Feuerwehr verfügbar zu halten. So schreibt Boston Globe:

The response times outside the center cities are too great, and the personnel responding, inside and outside the center cities, are too few.

(Die Reaktionszeit ausserhalb der Städte ist zu gross, und in und ausserhalb der Städte ist zu wenig Personal verfügbar)

Die Lektüre ist insbesondere für USA-ist-ein-Feuerwehrschlaraffenland-Fans sehr ernüchternd. in vielen Orten herrscht ein extremer Notstand. Zu wenig Personal, zu viele Aufgaben. Wenn eine Feuerwache mit drei (!) Kräften besetzt ist und zwei davon mit dem Krankenwagen unterwegs sind, dann fährt der letzte eben alleine (!) mit der DL zum Einsatz.

040208 Usa

Hinzu kommt, dass die Brandlast durch moderne Bausubstanz extrem gestiegen ist. Galten in den 70er Jahren noch 17 Minuten als ausreichende Zeit für Hausbewohner um sich in Sicherheit zu bringen, sind es heute gerade nochmal drei. So wirkt sich eine langsame, inadäquate Reaktionszeit eben mehrfach negativ aus.

Auch wenn die Personaldecke in unseren deutschen Vororten tagsüber ein wenig dünn gesät ist, so schlecht haben wir's gar nicht. Es muss schon ganz blöd laufen, bevor eine Mutter ihr Kind aus Panik vom Haus herunterwirft. An zu wenig Feuerwehr wird's hoffentlich nicht liegen.

Der oben beschrieben Artikel ist Teil eines ganzen Dossiers zum Thema "US-Feuerwehren in Not". Sehr empfehlenswerte Lektüre.

[Fire Blog]

Geschrieben von Irakli um 12:37 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

09.02.05

Technologie-Scanner (techwatch)

Der Feuerwehr-Weblog hält ständig Ausschau nach technologischen Entwicklungen, die auch für Feuerwehren von Interesse sind. Hier schon mal ein Paar:

Flexible Displays

Flexible Displays, also zusammenfaltbare Bildschirme (zukünftiger Papier-Ersatz) rücken mit der Einrichtung eines Forschungszentrums ein Stück näher.

040209 Display

Dem Bild nach zu urteilen wird das Display in die Rolle in der linken Hand aufgespult.

Da die Technologie sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich zum Einsatz kommen soll, kann man sich vorstellen welche Vorteile sich für eine Feuerwehr ergeben. Die wichtigste Neuerung ist die Tatsache, dass man nicht mehr mit unhandlicher Technik (Laptops oder PDA) durch die Gegend läuft. Hier mal ein Paar Verwendungs-Ideen:

...und vieles mehr. Wer jetzt darüber lacht soll sich nur mal 15 Jahre zurückversetzen: Was war denn damals "Zukunftsmusik"?

Geruchskiller für extreme Situationen

Wäre was als Standardausrüstung auf Katastrophenschutz-Fahrzeugen: der Geruchsneutralisierer. Eliminiert (ungetestet?) den Geruch von verbranntem und zersetzendem Fleisch, infizierten Wunden, Erbrochenem und sonstigen unangenehmen Körpergerüchen. [BoingBoing]

Mehrarbeit für Leitstellen

So laufen garantiert mehr Notrufe ein: das Kinderhandy mit Notruftaste:

040209 Cellphone1

Mit Kurzwahltasten für Mami, Papi und der Notruf an der Seite vom Handy. [engadget]

Geschrieben von Irakli um 22:58 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Web-Fundstücke (Web Zen)

Beim surfen aufgegriffen. Sachen, die man vielleicht nicht tun sollte:

040209 Fund01
Unter "Einsätze": für wen ist die Website? Ach, nur intern. dann ist das ja OK.

040209 Fund02
"Internes" ganz extern für alle zu sehen. Wenn schon Technologie, dann auch ein nicht öffentlich zugängliches System. Ist besser.

040209 Fund03
Keine große, bekannte Website hat einen Counter. Warum denn auch? Aber eine Feuerwehr braucht das unbedingt, am Besten einen hübschen, der bis zu 100 Millionen Besucher minus einen zählen kann. Man weiss ja nie.

040209 Fund04

Der wahrscheinlich freundlichste Copyright-Hinweis im Internet.

Geschrieben von Irakli um 18:09 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Noch ein explodierendes Handy

Diesmal hat's jemanden in einer Leitstelle erwischt:

040209 Cellphone-1

Ich glaube, das schwarze Zeugs auf dem Bild sind die Überreste des Handys.

[engadget]

Geschrieben von Irakli um 17:20 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Japan, die dritte

Mein erster Japan-Artikel handelte von einer kurzen, objektiven Beobachtung einer Feuerwehr aus den Augen eines Ausländers. Dieser Artikel des Wall Street journal geht wesentlich tiefer: als Ausländer Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr in Japan sein; oder eben nicht. Nach der Lektüre fragt man sich, warum der Kerl sich das überhaupt antut?

Er ist Amerikaner, darf zwar beitreten und bei Akrobatikübungen teilnehmen aber mitüben und aktiv an Einsätzen teilnehmen ist nicht. Der nach eigenen Angaben einzige ausländische Feuerwehrmann in Japan rennt gegen eine "Mauer" an, die wohl inherenter Bestandteil der Japanischen Gesellschaft ist. Er wird einfach ausgegrenzt.

Da hab's ich als Däne hier wesentlich besser. Sicher gibt es bei uns in D auch noch genug Abneigung gegen andersseiende, aber ich denke man kann da eher was tun als in einer Gesellschaft, die die Ausgrenzung zu fast 100% mitträgt.

PS: die Leiterakrobatik nennt sich "Kagatobi". Hier ist ein Beispiel aus einer Google-Suche:

Kagatobi

[Joi Ito]

Geschrieben von Irakli um 08:30 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

08.02.05

Blaue Kanarienvögel

"Blaue Kanarienvögel" nennen Feuerwehrleute in den USA die Polizisten. Das erklärt sich so:

Sie [die Polizei] wird so genannt, weil man mit ihrer Hilfe einen Gefahrgutunfall aus der Ferne beurteilen kann. Die Polizisten fahren bis an den Unfall heran, und wenn die Autos nicht ausgehen ist noch Sauerstoff verfügbar. Dann hüpfen sie aus dem Auto und wenn sie dann nicht sterben ist auch kein Gift in der Luft. Dann zünden sie [Begrenzungs-]fackeln und wenn es keine Explosion gibt, dann ist die Umgebung eben nicht explosiv. Und wenn das Polizeiauto nicht einfach zersetzt wird bzw. schmilzt dann ist die Umgebung nicht korrodierend.

Aus Wikipedia

Geschrieben von Irakli um 20:50 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Meldung des Tages

Ich habe mir lange überlegt, ob ich hierzu überhaupt etwas schreiben soll:

Verwirrt

Antwort: Nein. Der Artikel dazu ist auch nicht von schlechten Eltern: Link

Geschrieben von Irakli um 20:18 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Einführung in RSS

Der aufmerksame Surfer wird gemerkt haben, dass fast alle blogs und die grossen (News-)Websites wie Spiegel Online ihre Inhalte auch als "RSS Feed" anbieten.

Was ein RSS genau ist, und wie man damit umgeht steht im RSS Verzeichnis prima beschrieben. Kurz beschrieben, die Inhalte einer Website werden als "Ticker" auf eine lokale Software gespielt ("Reader"). So kann man plötzlich eine riesige Menge von Websites mitverfolgen ohne sie einzeln ansteuern zu müssen. RSS Verzeichnis bietet auch eine umfassende Liste von RSS-Readern.

Was das für Feuerwehren konkret bedeutet, liegt auf der Hand: Einsätze und sonstige Neuigkeiten können als RSS auch auf der Website/ Homepage bereitgehalten werden. Leser müssen diese Kanäle nur abonnieren und werden so ganz automatisch mit Nachrichten versorgt. Wie man einen einfachen Feed gestaltet, steht hier.

Wir haben bei unserer Feuerwehr auch so ein "RSS-Feed" (so heissen die Dinger nämlich) eingerichtet.

Übrigens: Nutzer des Firefox sehen ob eine Site auch einen RSS Feed anbietet am orangen Icon in der unteren Leiste rechts. Screen-Firefox-Rss-Icon

Geschrieben von Irakli um 16:43 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Japan, die zweite

Von den im ersten Japan-Posting gezeigten Feuewehrautos gibt's weitere (bessere) Bilder:

0402 Jp Fw 1

0402 Jp Fw 2

Am interessantesten finde ich das orange Overall vom FWler (?) vor der DL unten. Zu gerne wüsste ich auch wie die Autos heissen und wie sie eingesetzt werden! Link (Danke, Gunda!)

Geschrieben von Irakli um 08:15 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

07.02.05

Kleine (Feuerwehrauto-)Fotolehre

Mit einfachen Mitteln lässt sich viel erreichen. Dies gilt auch für das fotografieren von Einsatzfahrzeugen für die Website. Sehen wir uns doch mal einen "typischen" Vertreter an:

Fw Foto-1

Fahrzeug genau von vorne, auf Augenhöhe. Vermutlich das zweite Bild, denn das erste Foto war sicher mit geschlossenen Türen. Mist! Also schnell, Türen auf. Was hier sonst nicht passt: Spiegelung im Lack: Blitzlicht (sieht man auch am Kennzeichen) und in der Halle: zuviel drumherum. Und vom Fahrzeug nichts zu sehen. Wenn die Blaulichter nicht wäre, könnte man es auch für ein Cola-Lieferwagen halten, oder?

Folgendes Bild erhebt keinen Anspruch auf Perfektion, jedoch sieht man wie man relativ einfach ein dynamischeres Bild schiessen kann. Hier unser TLF:

Tlf Front-1

Ein wenig in die Knie gehen, das Auto von Schräg vorne und gaaaanz wenig nach rechts gekippt, so kriegt man ein wenig Dynamik rein. Dazu am Besten einen bewölkten Tag aussuchen (das Licht ist diffuser), das Auto vor einer recht "uniformen" Fläche parken: keine störenden Elemente rund herum. Wenn das Auto ein wenig älter ist, also alleine vom Aussehen her keinen vom Hocker reißt darf's auch mal "dynamischer" sein:

Wtts-1

Die gleichen Prinzipien, im Stand und ein wenig näher. Unser TS sieht "gemeiner" aus, nicht? Übrigens: Wenn's ganz seitlich sein soll, dann trotzdem immer mindestens zwei Seiten sichtbar halten. Unbedingt - reine Seitenaufnahmen vermitteln eben keinen besonders umfassenden Eindruck.

Hier noch ein Paar Klassiker:

Weitweit

Lf16Ts-1

Das Auto darf ruhig formatfüllend sein!

Und noch einer. Ich nenne das "Quetschbild":

Lf16Quetsch-1

Das Auto "verschämt" halb aus der Garage gefahren. Also nochmal: das Foto muss nicht unbedingt auf, in oder vor der eigenen Wache sein!

Also viel Spass beim "Schiessen"...

Geschrieben von Irakli um 18:05 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Pyromanie bei der Feuerwehr

Die Feuerwehr an sich leidet immer wieder unter Klischees. Entweder als Saufverein oder als Pyromanen-club. Und dann wird das medial leider undifferenziert aufgegriffen.

Solange die "krankhafte Brandstiftung" (Pyromanie) ein unerforschtes Gebiet bleibt, und somit eine Früherkennung schwierig bleibt, wird es gerade bei Feuerwehren weiterhin überproportional viele Fälle geben.

Empfehlenswert ist die Lektüre dieses Artikels, aus dem unter Anderem die Risikogruppe hervorgeht, auch erfährt man hier einiges über die verschiedenen Motivationsgründe.

Ich denke, jede Feuerwehr ist zutiefst betroffen, wenn einer aus ihren Reihen sich als Brandstifter entpuppt ("sowas kann bei uns nicht passieren!") - sogar Berufsfeuerwehren sind dagegen nicht immun. Es gilt also, den Umgang mit der Thematik zu "enttabuisieren" und eine feine Balance zu finden. Denn zu leicht lassen sich mit dem Pyromanen-Profil völlig unschuldige Kameraden in die falsche Schublade stecken.

Wünschenswert wäre also ein gut durchdachtes Präventiv-System, das eher unterstützend als ausgrenzend funktioniert.

Geschrieben von Irakli um 08:44 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Geheime Feuerwachen

Vermutlich in Zusammenhang mit dem 11. September? Das Orlando Fire Department veröffentlich die Adressen und Telefonnummern der Feuerwachen nicht:

due to security issues, fire station addresses and phone numbers can not be published on this site

Das Gerätehaus versteckt sich sonst auch ganz gut in der Landschaft.

Station1 2004

Lass Dich umarmen, Paranoia!

Geschrieben von Irakli um 08:37 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Das Planspiel der Zukunft

Langweilige Planspiele an der Tafel? Oder gar im GruFü-Lehrgang an der Feuerwehrschule am Diorama ("kommt der Pfarrer mit dem Bürgermeister aus dem Gasthof. Die Schreinerei brennt. TSF in 3 Minuten am Objekt") H0-Modelle durch die Gegend geschoben? Es geht besser.

Man sehe sich nur das Video auf dieser Website an und stelle sich das Ganze als Planspiel vor - mehr wird hier nicht verraten, aber Kinnrunterklappgarantie ist gegeben. Wahnsinn.

[BoingBoing]

Geschrieben von Irakli um 07:50 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

06.02.05

Autos holen selbständig Hilfe nach einem Unfall

Der New Scotsman berichtet: ab 2009 sollen Autos in Europa nach einem Unfall selbständig die 112 anrufen und die Koordinaten per GPS / Magellan durchgeben. Man erhofft sich dadurch eine schnellere und genauere Hilfe. Das geschätzte Potenzial liegt bei ca. 2.000 Tote weniger pro Jahr.

[textually]

Geschrieben von Irakli um 21:18 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Virales Marketing

Dräger versucht sich im viralen Marketing mit einem Flash-Spiel: Feuer löschen von der DL aus. Virales Marketing kann gut sein (siehe Moorhuhn), politisch daneben aber trotzdem extrem wirkungsvoll (VW Polo) oder einfach langweilig (eben Dräger).

Gutes virales Marketing muss einige Kriterien erfüllen, unter Anderem Spassfaktor. Der fehlt hier leider völlig.

[PirateBen]

Geschrieben von Irakli um 17:23 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Juhu, wir sind online!

Endlich haben wir in unserer Feuerwehr einen Computer-Crack; der ist zwar erst ein halbes Jahr in der Jugendfeuerwehr, ist aber der totale Profi was html-Programmierung angeht. [Anm. html programmiert man nicht, damit beschreibt man eine Seite] Jetzt kann es also los gehen: Schnell unsere Domain "www.ff-hinterberglhausen.de" bei Strato gesichert und ein tolles Grundlayout hat unser "Programmierer" ja auch schon. Da fehlen noch die Fotos von unseren Autos und ein Mannschaftsfoto, na ja das machen wir bei der nächsten Übung. Publizieren im Netz mit dem Computer geht ja so schnell: Juhu, wir sind online!
Sind wir das wirklich? Na ja, bei den Fahrzeugen steht bei PS noch ???, der Text über den Verein kommt später, der Link zur Jugendseite geht noch nicht, die Seite müssen wir ja auch noch machen, und das Mannschaftsfoto lassen wir erst mal, waren ja nur 10 Leute bei der Übung. Aber es gibt eine Lösung: Wir bedienen uns dem wunderschönen Anglizismus "under construction", am besten mit einem Bildchen eines brav und unermüdlich arbeitenden Bauarbeiters! Unsere Feuerwehr war jetzt 130 Jahre "offline"; muss sie nun auf biegen und brechen nächste Woche "online" sein? Wer von uns würde seinem Chef eine halbfertige Arbeit mit den Worten "sorry, der Rest ist under construction!" auf den Schreibtisch knallen? Der Rest meines Artikels erscheint nächste Woche, sorry ...

Wer es nicht lassen kann

Geschrieben von um 12:34 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Feuerwehr in Japan

Gunda und Thomas wohnen in Japan und kommen jeden Tag mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit an einer Feuerwache vorbei.

Wenn ich sehr früh zur Arbeit fahre, sehe ich sie immer alle beim Morgenapell. Dann steht jeder in Uniform vor seinem Fahrzeug und der Feuerwehrhauptmann schaut, ob auch alles in Ordnung ist. Etwas später dann gibt es die Übungen auf dem kleinen Sportplatz neben der Wache und den Abschluss bilden dann das morgendliche Joggen.

Leider ist das beigefügte Foto wenig aussagekräftig. Interessant ist so ein "Schnipsel" aus dem Alltag am anderen Ende der Welt allemal. Überhaupt empfiehlt sich die Lektüre dieses Blogs, wenn man einen Eindruck vom Leben als Ausländer in Japan gewinnen möchte.

Geschrieben von Irakli um 08:20 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

05.02.05

Brandschutz auf der Neumayer-Station- unfreiwillige Feuerwehr im Ewigen Eis

Als Feuerwehrmann habe ich mir oft überlegt, wie man an besonderen Orten mit der Feuergefahr umgeht. Ein solch besonderer Ort ist die Station Neumayer in der Antarktis. Gibt es dort ein Problem, ist dieses ungleich ernsthafter als bei uns in der "zivilisierten" Welt. Je nach Jahreszeit kann es Tage dauern bis Hilfe kommt, oder sie kann überhaupt nicht kommen.

Ich schrieb die Station an und fragte, ob man das Thema "Brandschutz" darstellen könnte. Stationsleiterin Anna Müller verfaßte einen richtig guten Text, der einen eindrucksvollem Einblick auf die "unfreiwillige Feuerwehr im ewigen Eis" ermöglicht.

An dieser Stelle möchte ich mich dafür herzlich bedanken! Nachfolgend der Artikel:

Die Antarktis gilt als trockenste Kontinent der Erde, trockener als die Wüste Gobi Und es gibt Menschen, die behaupten, in der Antarktis seien mehr Menschen verbrannt als erfroren. Nicht nur deswegen, sondern auch, weil die deutsche Forschungsstation in der Antarktis, benannt nach dem deutschen Polarforscher Georg von Neumayer, über sieben Monate im Jahr von der Außenwelt komplett abgeschlossen ist, spielt Brandschutz hier eine besondere Rolle.

Aufgrund der Temperaturen ist die ganzjährig besetzte Station in den Monaten zwischen April und Oktober weder per Schiff noch per Flugzeug zu erreichen. Da darf nichts passieren. Für die Sicherheit der Überwinterer sorgen reichlich Brandschutztüren, die die Station in kleine Brandabschnitte unterteilt. Rauch und Feuermelder finden sich in allen Räumen. Außerdem ist die Station mit verschiedenen zahlreichen Feuerlöschern bestückt. Vor Küche und EDV-Räumen finden sich CO2-Feuerlöscher, im übrigen wird mit Pulver gelöscht. Hinter den Dieselgeneratoren, der Küche und dem Funkraum befinden sich außerdem Halon- Löschanlagen. Wasser steht zum löschen nicht in ausreichender Form zur Verfügung. Schnee müsste erst beschafft und geschmolzen werden und ist deshalb ungeeignet.

Neben der technischen Ausrüstung spielt natürlich die Schulung des Personals eine große rolle. In der Vorbereitungszeit auf eine Überwinterung, nehmen alle Überwinterer an einem Brandschutzkurs teil. Hier wird nach der theoretischen Ausbildung löschen auf einem alten Schiffswrack geübt. Der Kurs ist sehr eindrücklich und schafft bei allen Teilnehmern eine besondere Aufmerksamkeit für Brandgefahren und deren Vermeidung. So ist Rauchen und offenes Feuer in den Kammern verboten, woran sich alle halten. Dennoch könnte es trotzdem einmal brennen. Für diesen Fall regelt eine Feuerrolle die genaue Aufgabenverteilung.

Einmal im Monat wird eine Brandschutzübung durchgeführt. Dabei wird das Anlegen der Atemschutzmasken und Atemgeräte genauso geübt wie der Einsatzablauf. Hinterher wird die Übung besprochen und immer wieder ergeben sich Fragen, die zum Teil dann von den Fachleuten in Bremerhaven beantwortet werden. Verantwortlich ist der Stationsleiter. Er ist auch der Einsatzleiter dieser unfreiwilligen Feuerwehr. Außerdem ist er gleichzeitig der Gerätewart der Atemschutzgeräte, ausgebildet bei der Firma Dräger in Lübeck.

Bisher sind wir von Bränden verschont geblieben und hoffen auch, dass es so bleibt. Dennoch stellen die Übungen eine gewisse Sicherheit her, wenn wir auch wissen, dass im Ernstfall alles ganz anders wäre.

Neumayer 1

Neumayer 2

Neumayer 3

Neumayer

Neumayer 4

Neumayer 5

Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung von Anna Müller / Station Neumeyer

Mehr über Neumeyer in Wikipedia.

Geschrieben von Irakli um 21:06 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

54 Stellengesuche von Wuppertaler Berufsfeuerwehrmännern

Aufgrund ausbleibender Beförderungen bei der Berufsfeuerwehr Wuppertal gehen 54 Beamte mit einem "Stellengesuch" an die Öffentlichkeit. Zuletzt erschien die Anzeige in der aktuellen Ausgabe der "Brandschutz". Grund der nicht gewährten Beförderungen - und damit verbundenen Gehaltserhöhungen - sind Sparzwänge der Kommune. Die Beamten rechtfertigen ihren Protest insbesondere damit, dass viele von ihnen sich in Fortbildungen, wie etwa den "Rettungsassistenten", Spezialkenntnisse erworben hätten, die zu einer Beförderung führen müssten. Das St. Florian-Prinzip schlägt mal wieder zu: Der Staat / die Kommune muss sparen, aber bitte nicht bei mir!
Link zur Aktions-HP

Auszug aus dem Stellengesuch:


Geschrieben von um 17:29 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Neues aus dem Rettungswesen

Hier der Beweis, dass es dem Ersthelfer nicht zuzumuten ist über den Sinn seiner Erstversorgung zu urteilen. Lieber Schema A anwenden.
Hierzu werden wohl demnächst auch neue Übungspuppen eingeführt...

Kopflos

(Fotograf und beteiligte Personen leider unbekannt)

Geschrieben von michael um 15:24 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

04.02.05

Feuerwehren und das Internet

Dass das Internet ungemein viele Möglichkeiten bietet, ist nicht neu. Auch Feuerwehren und die Feuerwehrler haben das erkannt. So sind viele - wahrscheinlich sogar die meisten - Feuerwehren mit einer Website präsent, und können auch per e-Mail erreicht werden.

Das Internet ist aber sehr schnelllebig; es entwickelt sich rasend weiter. So fällt es dem Einzelnen (Feuerwehrler) schwer, da Schritt zu halten und den Überblick zu bewahren. Wichtiger noch: Wie soll man beurteilen können, was relevant bzw. sinnvoll ist, und was nicht?

Wir vom Feuerwehr-Weblog haben uns als eine Aufgabe auf die Fahne geschrieben, diese Entwicklungen mit zu verfolgen und auch in die Feuerwehr-Welt auf pragmatische (sprich: einfache) Weise zu vermitteln. Denn nicht alle Trends sind zwangsläufig auch sinnvoll.

Dabei wollen wir auf keinen Fall techniklastig vorgehen, denn Technik ist nur Mittel zum Zweck. Wichtiger ist, wie man sich verkauft und wie man richtig, auch unterneinander, kommuniziert.

Wir planen, mehr oder weniger regelmässig Artikel zu diesem Thema zu veröffentlichen. Gerne können wir auf konkrete Fragestellungen und sonstige Probleme eingehen.

Unsere "Spielwiese" ist dabei dieser Weblog, aber auch die Website unserer Feuerwehr.

Geschrieben von Irakli um 18:13 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Das negativ-einmaleins des Internetauftritts

Das Internet ist endlos und voller interessanter Dinge. Ist die Website Deiner Feuerwehr auch interessant? Warum sollte jemand dort seine Zeit verbringen? Sollte er so reagieren:

Gag-Us

Natürlich nicht.

Im ersten Artikel über "Feuerwehren im Internet" wollen wir frei nach "Web Pages That Suck" ("Fürchterliche Websites") schauen, was man alles falsch machen kann. Es ist einiges.

Umgekehrt bedeutet dies, dass man bestimmte Fehler vermeiden sollte um die digitalen Früchte der eigenen Arbeit zu ernten. Aber nun genug geschwätzt, stürzen wir uns hinein.

Hier also die Liste der Verbrechen:

Alles klar? Für eine Feuerwehr bedeutet das also:

1. Glauben, das Besucher sich für die Website interessieren

Die Website ist dem Besuchern egal UND wurscht. Besucher interessieren sich für bestimmte Informationen. Der 2Mbit-RAID-Tetraflop-Server mit der SPQL-Datenbank ist schön aber irrelevant.

Dafür muss man den Besucher kennen.

Leider werden Feuerwehr-Sites von und für Feuerwehren programmiert. Das "von" ist natürlich OK, abrer das "für" nicht. Will ich Feuerwehrler von woanders - die mir nichts, aber auch gar nichts bringen - unterhalten? Oder will ich Nachwuchs ansprechen? Möchte ich Bürger über meine Tätigkeiten informieren?

Dass ein TLF16 X Schläuche an Bord hat, ist uninteressant. Eher, was ich mit einem TLF anfangen kann: "Mächtige Brände löschen!".

Also: Zielgruppe kennen und entsprechend ansprechen: Informationsbedarf stillen!

2. Jemand vom Mars kann nicht in weniger als vier Sekunden herausfinden, um was es sich bei Deiner Website handelt

Bei Feuerwehren eher weniger ein Problem. Meistens weiss der Besucher wessen Website er da ansteuert. Trotzdem: Immer schön "WILLKOMMEN AUF DER WEBSITE DER FEUERWEHR [NAME]" schreiben oder ähnlich.

Also: in vier Sekunden sollte dem Besucher klar sein, wen er hier gerade besucht und was er erwarten kann. Ein Beispiel von erschwerter Verwirrungsstiftung liefert Amp.

3. Mystischer Glaube an der Macht von Webprogrammierung (Usabiliy, CSS, usw.)

Technologie ist gut, Vermarkten ist besser. Lieber auf technische Finessen (php, cgi, Formulare, Gästebücher, Datenbanken usw.) verzichten, dafür aber etwas ansprechendes hinstellen!

Bei den meisten Feuerwehren hält sich der Aktualisierungsgrad in Grenzen - man kann also händisch arbeiten. Wenn ein bestimmtes Softwarepackage eingesetzt wird, ist man gebunden. Und wenn der Kamerad, der programmiert hat sich verabschiedet, dann war's das.

Also schön in dieser Reihenfolge erstellen:

Leider erfolgt die Arbeit oft genug anders rum. Technisch saubere Websites, die ihre Wirkung völlig verfehlen.

Apropos Technik: Einfach programmiert bedeutet auch Browser-Kompatibilität. Schon jeder fünfte Besucher nutzt etwas anderes als MS Explorer.

Kleiner Exkurs:

Meldung

a) Die Website wurde nicht für mich, den Besucher, erstellt, sondern für den Explorer
b) Technikabhängigkeit. Die Software kann nur Explorer. Von der Mehrarbeit für Netscape möchte ich hier nicht reden. Auch nicht für Firefox. Oder Opera.
c) Nein, ich werde meinen Browser nicht wechseln. Ich werde auch nicht zurückkommen.

4. Designelemente, die Deinen Lesern im Weg stehen
Erste Seite mit Flash? Noch besser, ohne "Überspringen"-Knopf? Oder sonst eine erste Seite ohne Inhalte AUSSER "Hier geht's zur Webpräsenz unserer Feuerwehr"? WEG DAMIT.

Diese sog. "Splash" Pages stehen einfach nur blöd im Weg herum und bringen nichts, aber auch gar nichts. Und wenn man einen "Überspringen"-Knopf anbringt, ist das nicht anderes als ein Eingeständnis, dass die Intro nicht relevant ist.

Webseiten sind kein Sex. Es gibt kein Vorspiel. Es geht gleich zur Sache.

5. Versagen der Navigation, "Ü-Ei" ("mystery meat") Navigation

Ortschild

Fragen, die ein Besucher sich NIEMALS stellen darf:

Eine Feuerwehr ist keine Rockband und keine Kreativschmiede: diese sind gesetzlich dazu verpflichtet, trendy zu sein, dürfen also alles. Eine Feuerwehr nicht. Zumindest nicht auf diesem Gebiet.

Die ersten zwei Punkte sind selbsterklärend: miese Navigation, lange Gesichter. Zum dritten Punkt: Navigation muss selbsterklärend sein. Also kein Ü-Ei ("mal sehen wo ich hinkomme").

Hier ist ein gutes Beispiel einer Ü-Ei-Navigation (unten rechts). So gesehen: mit welchem Symbol soll "Historie" versehen werden? Und "Verein"?

6. Der Irrglaube, dass die Website für's Marketing ausreicht
Macht bitte weiterhin Eure Vereins- und Dorffeste. Die Website kann das nicht ersetzen.

7. Kein Heroin-Content
Richtige "Anhänger" von Heroin schleppen sich bei Wind und Wetter durch Dreck um an ihre Ware zu kommen. Anders ausgedrückt, sie sind motiviert.

Hat Eure Website den Heroin-Content, weswegen Besucher zu Euch kommen? Nicht?

Es geht um nichts anderes, als die richtigen Inhalte für die richtige Zielgruppe bereit zu halten. Nicht mehr, nicht weniger. Jugendliche wollen sich darüber informieren , wie "cool" die JF ist. Wie man Euch kontaktiert. Was sie erwartet. Auch schlimm ist, wenn ein Bürger spenden möchte und es nicht kann, weil er darüber keine Information findet.

8. Ja nicht vergessen, was Text überhaupt soll

Text

9. Zuviel Zeugs auf einer Seite
Anders: weniger ist mehr! Was woanders locker gilt, gilt selbstverständlich auch für Websites. Bitte nicht Löschfahrzeuge, Mannschaft, Verein, Gerätehaus und gleich die Historie mit auf eine Seite packen. Das mag zwar weniger Arbeit bedeuten, aber dann treten ungefähr alle o.g. Punkte ein.

Aber: wenn schon überlastet, dann bitte mit vielen bunten Blaulichtern!

10. Webdesign ist kein Magietrick

Smurf

Bei einem Magietrick funktioniert das so: Magier lenkt ab, und genau das Gegenteil vom Erwarteten tritt ein. Auf einer Website gilt: keine Überraschungen! Bitte genau das liefern, was versprochen wurde.

Ein gern gemachter, Feuerwehrspezifischer Fehler findet man oft bei den Fahrzeugen. Neues Fahrzeug? Neue Seite. Das alte bleibt aber weiter auf der Übersichtseite. Schön sind auch "tote" Links, die ins Nichts führen.

Das gilt insbesondere für die eigene Linksammlung immer schön nachprüfen, ob die Links noch aktuell sind. Auch deshalb: weniger Links ist weniger Arbeit...

Zum Schluss
War das viel Information? Ja? Dann einfach mal spielerisch diese Punkte ausprobieren: checkliste zur Hand und die eigene Website kritisch betrachten. Viel Spaß!

Geschrieben von Irakli um 18:01 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Mountainbike und Feuerwehr

Wer Feuerwehrleuten bisher unterstellte, sie seien wenig innovationsfreudig und eher spaßbefreit, der sei auf die Entstehung des Mountainbikes verwiesen.

Als Geburtsstunde gilt allgemein das Jahr 1973, als Geburtsort der Mount Tamalpais in Marin County/Kalifornien. Als Erfinder des Mountainbikes werden die Mitglieder einer Gruppe von (verrückten) Radsportlern um Gary Fisher, Joe Breeze und Charles Kelly genannt. Diese Jungs stürzten sich damals mit modifizierten Cruiser-Bikes, die sie selber "Clunker" nannten, die staubigen Strassen hinunter (die ersten "Downhill" Rennen).

Mtb History-1

Über sie ist in dem Buch "Bike History - die Erfolgsstory des Mountainbikes" zu lesen, sie seien ein "Sammelsurium schrulligster Charaktere" gewesen, "Nur wenige gingen so etwas wie einem geregelten Job nach.(...) Einige verdienten ihr Geld bei der Feuerwehr..."
Freaks in Uniform - wenn das mal kein Kontrast zum Beamten im feuerwehrtechnischen Dienst ist...

Geschrieben von michael um 16:01 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

03.02.05

Müllmänner mit Defi

Schöne Idee: Die Englische Grafschaft Staffordshire plant, ihre Müllmänner mit 20 Defibrillatoren auszustatten. "Wir sind einfach nicht in der Lage, in so einem riesigen Gebiet innerhalb von vier Minuten mit einem Krankenwagen zur Stelle zu sein", so ein Sprecher. Übrigens scheinen die Müllmänner der Idee gegenüber sehr aufgeschlossen zu sein.

[Ärztezeitung]

Geschrieben von Irakli um 21:06 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

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