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    Nachträglich noch ein Paar Eindrücke von der RDA (Rauchgasdurchzündungsanlage) bei FeuReX letzten Samstag.

    Es hat sich bestätigt, dass die Heissausbildung stufenweise stattfinden sollte. Empfehlung: erst der Grundkurs, dann Grundlagen in Strahlrohrführung, Löschangriff sowie „Basics“ im gasbefeuerten Container. Danach der anspruchsvollste Teil, die Wärmegewöhnungsanlage (WGA), in der man endgültig Respekt vor der Feuerhitze und der Dampfwalze bekommt. Schließlich der Gang in die Rauchgasdurchzündungsanlage (RDA), auch als „Flash-Over-Container“ bekannt.

    feurex.jpg

    Hier geht es weniger um die körperliche Belastung – im Vergleich zur WGA ist die Hitze durchaus erträglich – sondern darum, den Gegner „Feuer“ im Innenangriff kennen zu lernen. Dazu gehört insbesondere das Erkennen von Zeichen, die auf eine Rauchgasdurchzündung hindeuten. Man sieht hautnah, wie sie stattfindet und beobachtet sog. „Rollover“, also das „Rollen“ von Flammen über Köpfen hinweg. Man lernt das Entrauchen durch Injektorprinzip und schließlich das Blocken einer Rauchgasdurchzündung.

    Die RDA bei FeuReX besteht aus einer Brennkammer sowie einem um 50cm abgesetzten Beobachtungscontainer. Die Tür zur Brennkammer ist pneumatisch betrieben und soll so das Ausbildungspersonal entlasten. Die Teilnehmer sitzen jeweils in einer Reihe an beiden Seiten des Containers. Dem jeweils vorderen fällt eine Aufgabe zu: Entrauchung, Flashover blocken, oder einfach beobachten.

    feurex_rda.jpg

    Die Tür zur Brennkammer wird geschlossen; durch einen Spalt dringt Rauch in den Beobachtungscontainer, der sich langsam mit Rauch füllt. Durch Türöffnung wird frische Luft zugeführt, die Tür zur Brennkammer aufgemacht, und schließlich erfolgt die mehr als faszinierende Durchzündung. Wohl dem, der es auch noch schafft, das Ganze nicht nur wissenschaftlich zu beobachten, sondern sich auch einfach zurücklehnt…

    Das Ganze wird so oft durchgespielt, bis – idealerweise – jeder vorne mal dran war. Es bleibt also genügend Möglichkeit, den ganzen Prozess einer Durchzündung zu beobachten. Man bekommt ein Gespür für den Zeitpunkt des Umschlags, und sieht wie wenig Zeit man hat, um sich mit dem Strahlrohr zu schützen oder die Durchzündung zu verhindern.

    Einmal entstand beim Blocken ein solcher Überdruck, dass die Türen aufflogen – ebenfalls beim Blocken hat sich meine Meinung befestigt, man braucht mindestens eine Durchflußmenge von 200, besser 300 Litern pro Minute um den Flashover zu stoppen. Doch ohne HSR-Training nützt das alles nichts!

    Ich habe noch einen Löschangriff kommentiert gefilmt:

    Medium: de.sevenload.com
    Link: de.sevenload.com

    Film als mp4 zum Download (6,7mb)

    Zuletzt noch ein Paar Worte zur Veranstaltung:

    FeuReX ist ein kommerzieller Veranstalter und als solcher können die Kunden einen rundum-glücklich-Service erwarten. Die Qualität der Ausbildung und der Lerneffekt stehen ausser Frage. Verbesserungsbedarf besteht jedoch klar am Organisatorischen, sowohl in der Vorbereitung, der Nachbereitung sowie der Durchführung. Dieses Manko ist jedoch nicht nur FeuReX-spezifisch, vielmehr waren alle von mir besuchten größeren Veranstaltungen im Feuerwehbereich davon geprägt, dass die Teilnehmer mit organisatorischen Informationen unterversorgt waren. Das mal als Verbesserungsvorschlag Richtung FeuReX, die – wie gesagt – ansonsten einen 1a-Job machen.

    Was mich aber doch sehr nachdenklich gestimmt hat, war die Nachbesprechung. Konkret die Kameraden aus dem gleichen Landkreis, die sich an den Organisationmängeln aufgehängt haben, und sich so den Tag haben vermiesen lassen. Ferner der Kamerad, der der Veranstaltung „nichts Neues“ abgewinnen konnte, hat er doch im Einsatzleben genügend adäquate Erfahrung gesammelt. Schließlich der Landkreisausbilder, der der FeuReX-Ausbildung erhebliche Mängel unterstellte – allerdings beispielsweise die ideale Vorgehensweise bei Türöffnung schuldig blieb.

    Allerdings war der Großteil der Teilnehmer sehr zufrieden. Nun, man kann es nicht allen Recht machen. Tobi und ich waren uns auf der Rückfahrt einig, ein Gang in den Container sei ein Höhepunkt im Feuerwehrleben.

    10 Antworten zu “RDA FeuReX: Eindrücke”

    Eine Anmerkung:

    Ich finde es besser wenn es noch gelehrt würde wie man eine Tür mit Axt und Seil öffnet und auch wieder schließt. Denn wenn man z.B. in einem engen Treppenhaus ist und außer der Treppe die direkt „in die Tür übergeht“ kann man sich nicht so einfach hinter die Tür stellen. Was mir auch aufgefallen ist, dass er TF mit seiner Nase für meinen Geschmack noch zu weit vor der Tür sitzt. Die Technik ein Bein nach vorne, eins untern Popo und Strahlrohr vor die Brust ist mir sympatischer, da man schnell nach vorne und hoch kann aber auch schnell wieder zurück.

    Zur Diskussion freigegeben

    [quote comment=“28982″]Ich finde es besser wenn es noch gelehrt würde wie man eine Tür mit Axt und Seil öffnet und auch wieder schließt. Denn wenn man z.B. in einem engen Treppenhaus ist und außer der Treppe die direkt „in die Tür übergeht“ kann man sich nicht so einfach hinter die Tür stellen. Was mir auch aufgefallen ist, dass er TF mit seiner Nase für meinen Geschmack noch zu weit vor der Tür sitzt. Die Technik ein Bein nach vorne, eins untern Popo und Strahlrohr vor die Brust ist mir sympatischer, da man schnell nach vorne und hoch kann aber auch schnell wieder zurück.[/quote]

    Alles durchaus berechtigt. Was allerdings nicht sein darf, ist dass man am eigenen Dogma („Ein Vorgehen für jede Tür“) festhält. Es kommt immer auf die Situation an, auf die sollte man sich entsprechende einstellen.

    Hallo Irakli,

    Du schreibst:
    „… Kameraden aus dem gleichen Landkreis, …Landkreisausbilder, der der FeuReX-Ausbildung erhebliche Mängel unterstellte…“

    Waren die Kameraden und der Landkreisausbilder aus dem gleichen Landkreis wie Du, oder aus dem LK ND?

    Gruß
    Matthias

    [quote comment=“29045″]Waren die Kameraden und der Landkreisausbilder aus dem gleichen Landkreis wie Du, oder aus dem LK ND?[/quote]

    Sorry missverständlich geschrieben, hab’s korrigiert. Macht keinen Sinn, weiter darauf einzugehen, Sepp und die Betroffenen wissen ja, wer damit gemeint ist, sollte reichen.

    Hallo Irakli,
    in welchem Trainingscenter warst du?

    Speyer oder Oberhausen?

    Ich war letzte Woche auch im Flash-Over-Container. Er wurde uns kostenlos von der Bayerischen Versicherungskammer zu verfügung gestellt (Der Container fährt das ganze Jahr quer durch Bayern).

    Du schreibst:
    „Es hat sich bestätigt, dass die Heissausbildung stufenweise stattfinden sollte.“

    Wir hatten „nur“ eine theoretische Einweisung und anschließend gings in den Container. Die ganze Sache dauerte 4Std. Wie lange dauerte dann eure Veranstalltung?

    „ebenfalls beim Blocken hat sich meine Meinung befestigt, man braucht mindestens eine Durchflußmenge von 200, besser 300 Litern pro Minute um den Flashover zu stoppen.“

    Wir benutzten ein D-Hohlstahlrohr – und hatten mit 2-5l Wasser den Flash-Over geblockt…
    Vielleicht hat das aber mit der Größe der Anlage und des Feuers zu tun.
    Alles in allem war es für mich eine rießengroße Erfahrung. Z. B. wusste ich davor nicht den genauen Unterschied zw. Flash-Over und Backdraft. Für jeden der das noch nie gemacht hat: Empfehlenswert!

    [quote comment=“29148″]Bayerischen Versicherungskammer[/quote]

    Ist, soviel ich weiss, ein Gasbefeuerter Container? Zum Einstieg in das Thema Heissausbildung ist der wirklich prima.

    [quote comment=“29148″]Wir hatten „nur“ eine theoretische Einweisung und anschließend gings in den Container. Die ganze Sache dauerte 4Std. Wie lange dauerte dann eure Veranstalltung?[/quote]

    8 Stunden, davon 1 Theorie und 3 HSR-Training

    [quote comment=“29148″]Wir benutzten ein D-Hohlstahlrohr – und hatten mit 2-5l Wasser den Flash-Over geblockt…
    Vielleicht hat das aber mit der Größe der Anlage und des Feuers zu tun.[/quote]

    Ich kenne den VK-Container nicht. In der feststoffbefeuerten RDA hättest Du die Durchzündung mit Garantie nicht gestoppt. Mit dem D kann man sie höchstens verhindern, doch das setzt viele Grundkenntnisse und Erfahrung voraus, die der normale FWler hierzulande einfach nicht hat. Deshalb im IA lieber mit einer geringen Durchflussmenge (60 oder 120 Liter) arbeiten, bei Gefahr dann voll aufdrehen.

    [quote comment=“29148″]Alles in allem war es für mich eine rießengroße Erfahrung. Z. B. wusste ich davor nicht den genauen Unterschied zw. Flash-Over und Backdraft. Für jeden der das noch nie gemacht hat: Empfehlenswert![/quote]

    Eine prima Erfahrung ist es auf jeden Fall. Die Nomenklatur Flash- und Rollover sowie Backdraft variiert jedoch extrem :)

    Der Container von der VK is auch feststoffbefeuert, aber im Unterschied zu den üblichen RDAs, ist der Brandraum nicht durch eine Türe vom Beobachtungscontainer abgetrennt, sondern hat oberhalb nur eine Rauchschürze (soweit ich mich daran erinnern kann), wo sich die Gase sammeln können. Die Menge der brennbaren Gase ist dadurch deutlich geringer als in einer RDA mit einer abgeschossenen Brandkammer, somit kommt man da auch mit weniger Wasser aus und die Durchzündungen sind, wie ich finde nicht so spektakulär.

    Hallo,

    im Container der Versicherungskammer werden nur geringe Mengen Pyrolysegase gesammelt und auch die Bauweise ist komplett anders, von daher ist das nicht mit einer RDA zu vergleichen.

    zum Thema Wassermenge:
    Es gibt Durchzündungen die sind auch mit 1000l/min nicht zu stoppen, insofern ist es müßig das immer weiter hochzuschrauben. Außerdem schafft man sich damit nur andere Probleme, der gute Strahlrohrführer wird mit 150-200 l ein ideales Ergebniss erzielen, beim anderen Strahlrohrführer ist die Durchflußmenge egal, das Sprichwort viel hilft viel trifft nicht zu.

    Gut wird man nur durch Training.

    Grüßle
    Christian

    […] Jedermann zugängliche – Erlebnisse gab es reihenweise, ob nun zu Wasser, unter der Erde, im Feuer oder […]