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    Aus viererlei Hinsicht hat sich für mich die Reise nach Weeze gelohnt. Unter Anderem konnte ich im „holländischen“ Hangar viele interessante Kontakte in das Nachbarland knüpfen, und auch einen ersten Schwung an Informationen über das Feuerwehrwesen dort einholen.

    Dabei konnte ich erfahren, dass aus dem ehemaligen Gelände der Royal Air Force Laarbruch, jetzt Flughafen Niederrhein / Weeze, das (meine ich)mit gut 300 Hektar europaweit größte Trainingszentrum für Feuerwehren, aber auch Rettungsdienst, Polizei etc., entstehen soll.

    Karte BOTC Weeze
    Das Trainingszentrum


    In die 1999 aufgegebene Basis soll ein Millionenbetrag investiert werden. So soll das komplette Spektrum an Schadenslagen dargestellt werden können. Hans de Nas, Directeur Bandweertrainingen Nederland war so freundlich, mit mir eine geführte Tour durch das Gelände zu unternehmen. Dank u wel :)

    Drei Eindrücke stellen sich sofort ein: Das Gelände ist in der Tat riesig, es muss hier richtig viel Geld in die inzwischen teilweise sehr verkommene Infrastruktur gesteckt werden, und das ist der ideale Ort für einen postapokalytischen Film.

    laarbruch übungsgelände
    Schwimmbad für Taucherausbildung

    Das Gelände unterteilt sich grob in „Sozial“-Häusern (Verwaltung, Schulung, Wohnen, Club etc.), in Gebäude für Spezialtrainings (Fahrtraining, Schiffsbrand, Taucher, Industrie, USAR usw.), sowie einem riesigen Übungsgelände mit gut 300 Reihenhäusern für alle möglichen Lagen.


    Typische Reihenhäuser

    Ab nächste Woche rücken gut 50 Arbeiter an, damit bereits im März die ersten Kräfte der Polizei hier üben können. Feuerwehren könnten dann im Laufe des Jahres ihren Übungsbetrieb aufnehmen, und in der Endausbaustufe in 2-3 Jahren sollen hier bis zu 240 Kräfte gleichzeitig untergebracht werden können.


    Jetzt noch muffig, bald ein Schulungsraum

    Wer sich über die Kosten wundert: in der Tat ist hier kurzfristig die Primärzielgruppe die der holländischen Feuerwehren, die per Gesetz dazu angehalten sind, ein gewisses Ausbildungsniveau aufrecht zu erhalten. Die Kosten für eine Ausbildungswoche in Schweden – dorthin geht die Reise oft – schlägt beispielsweise mit gut €4.000.- plus zu buche. Jetzt stelle man sich vor, das hierzulande zu vermarkten…


    Übungsobjekt Schnellrestaurant

    Aber es sind auch andere Modelle denkbar, die hier eher an den Mann zu bringen sind. Für die Vermarktung in Deutschland zeichnet Jürgen Buil verantwortlich, der bereits jetzt Trainings in der nahe gelegenen Anlage in Boxmeer (NL) anbietet.

    Insgesamt gibt es aus der Richtung Holland viele, für uns hochinteressante Informationen. Beispielsweise haben sich die Ausbildungszentren – staatlich und privat – zusammengeschlossen um landesweit eine einheitliche Ausbildung anzubieten, zusätzlich mit einer jeweiligen Spezialisierung. Ich hoffe, im Dezember dort viele Informationen einholen zu können, auf jeden Fall aber werde ich dran bleiben.

    Das Gelände:

    6 Antworten zu “Weeze: Riesiges Übungsgelände entsteht”

    Hallo,

    die Holländer haben schon vor vielen Jahren Ihr gesamtes Fw-System umgestellt und stark professionalisiert.
    Es gibt in den Kreisen schon sehr lange Trainingszentren und super Fachleute in den größeren zentralen Ausbildungsstätten, die viele innovative Ideen verfolgen. Einige davon landen mit Jahren Verspätung auch bei uns, so z.B. Jack Kusters mit seinen Veröffentlichungen zur besser organisierten THL.

    Die Niederländer haben nur das Problem, dass bei vielen parallen Einsätzen (wo allerdings m.W. das Militär viel früher eingebunden wird) und bei großen Schadensfällen sehr schnell fast nix mehr an Feuerwehr da ist. Vgl. Amsterdam/Enschede…

    Aber solange wir uns zu leisten können glauben, dass wir mit viel Masse auf Klasse i.d.R. verzichten können, werden solche Geschäftsmodelle m.E. in Deutschland in den Dimensionen kaum mittelfristig überleben.

    Wird dieses Übungsgelände privat/kommerziell betrieben oder gehört es dem Staat?

    Komerziell von der Firma BOTC, die betreiben derzeit ein ähnliches, wenn auch kleineres Trainingszentrum in Boxmeer/NL.
    http://www.botcboxmeer.nl/UK/index.asp

    Während der Fire Experience wurden auch Fahrten zu diesem Gelände angeboten, hat zufällig jemand daran teilgenommen?

    Eventuell fahre ich im November mal dahin, um mir das anzusehen, wenn es mit dem Termin klappt.

    Zufällig bei der neuen WDR-Mediathek ein Bericht über das Zentrum gesehen.

    http://www.wdr.de/mediathek/ht.....kdu_01.xml

    Die Google Maps-Sache funktioniert. :)

    [quote comment=“27123″]Hallo,

    die Holländer haben schon vor vielen Jahren Ihr gesamtes Fw-System umgestellt und stark professionalisiert.
    Es gibt in den Kreisen schon sehr lange Trainingszentren und super Fachleute in den größeren zentralen Ausbildungsstätten, die viele innovative Ideen verfolgen. Einige davon landen mit Jahren Verspätung auch bei uns, so z.B. Jack Kusters mit seinen Veröffentlichungen zur besser organisierten THL.

    Die Niederländer haben nur das Problem, dass bei vielen parallen Einsätzen (wo allerdings m.W. das Militär viel früher eingebunden wird) und bei großen Schadensfällen sehr schnell fast nix mehr an Feuerwehr da ist. Vgl. Amsterdam/Enschede…

    Aber solange wir uns zu leisten können glauben, dass wir mit viel Masse auf Klasse i.d.R. verzichten können, werden solche Geschäftsmodelle m.E. in Deutschland in den Dimensionen kaum mittelfristig überleben.[/quote]

    War heute dort und denke das es bereits jetzt in einer Stufe ist, wo es für jede Feuerwehr Sinn macht, aussergewöhnliche Lagen dort zu trainieren. Es ist der absolute Wahnsinn, das es möglich ist wirklich jede Lage, vom Chlorgasaustritt im Schwimmbad, über eine Maasenkaramboulage in der Stadt oder einem Flugzeugabsturz etc…. alles dermaßen realistisch gestallten zu können, ads mach auf Anhieb denkt man fährt zum tatsächlichen Einsatz. Wenn es jetzt noch ein paar wahnsinnig gute Schauspieler gibt, sollte man auch die PSU Teams für nach der Übung einbinden ;-)