• Projekte
      FWnetz
  • FWPIX - Die Bilder der Leser
      FWPIX ist die Bilder-Shoutbox der Weblog-Leser. Hier entlang bitte:



      Aktueller FWPIX:
      Jeder ist herzlich eingeladen, beizutragen. Weiterführende Infos und Uploadmöglichkeit gibt's hier:



      Aktuelles Thema:
      Historisches
  • Newsletter
  • Aufgeschnappt
  • Kategorien
  • Archiv
    • Weblog1.0
    • Meta
        CC-Somerights
        Get Firefox!

    • Artikel

      Vorstellung Metz L32A

      Neuigkeiten von Magirus

      Neuigkeiten von Magirus

      150 Jahre Feuerwehr Konstanz

      Feuerwehr Kreuzlingen

      ELW Konstanz

      Sirenen

      Winterreifen

      Teleskopgelenkmast
    • Talkrunde
        Aktuelle Talkrunde: Recht (2)
        mit Sven Tönnemann
        Talkrunde 2: Recht
        mit Sven Tönnemann
    • Kommentare

    Die Jugend der FF Altenholz (SH) war zu Besuch bei der Flughafenfeuerwehr Hamburg. Gastbeitrag und Fotos von Kai König (Danke!) (Bilderstrecke):

    Flughafenfeuerwehr Hamburg

    Am Samstag, den 22. September 2007, besuchte die Jugendfeuerwehr Altenholz die Flughafenfeuerwehr Hamburg. Wir sind um kurz vor 10 Uhr durch den Sicherheitscheck geschleust worden.

    Wir sind mit 3 Transportern angereist. Diese mussten zunächst für den Flughafen durch das Sicherheitspersonal durchleuchtet werden. Für alle Teilnehmer war eine normale Passagierkontrolle notwendig, alle Taschen wurden durchsucht und wir wurden auf gefährliche Gegenstände untersucht.

    Wir wurden dann von einem Mitarbeiter der Flughafenfeuerwehr abgeholt und zur Feuerwache gebracht, die sich etwas abseits auf dem Flughafengelände befindet. Zur Wache fährt man etwa 3 Minuten über eine zweispurige Straße. Beeindruckend ist dabei bereits, dass man vor der Start- und Landebahn einmal kreuzt und die Flugzeuge über einen hinweg fliegen.

    Wir bekamen dann zunächst eine kleine Sicherheitseinweisung für das Flughafengelände, danach sind wir dann in den Vorraum der Wache gegangen.

    An einer Wand im Gebäude hängen viele alte Ausrüstungsgegenstände, in der Mitte stehen ein Billardtisch und daneben eine Puppe, welche die komplette Schutzausrüstung trägt.

    bild1.jpg

    Danach ging es dann in die Fahrzeughalle von Zug 1. Als Mitglied einer Hilfeleistungsfeuerwehr sah die Halle mit den Fahrzeugen fast so aus wie bei uns. Bei näherer Betrachtung fielen aber schon erheblich Unterschiede auf.

    Von links nach rechts gesehen:

    bild2.jpg

    Im 1. Tor steht ein HLF, im 2. eine Rettungstreppe, im 3. wieder ein HLF, im 4. ein RTW, im 5. der kompakte ELW und im 6. Tor ein KTW.

    Zu den Fahrzeugen:

    1. Tor :  HLF    1  

    bild3.jpg

    Das Fahrzeug vom Hersteller Rosenbauer ist angelehnt an die Norm für Feuerwehrfahrzeuge eigentlich ein HLF, auch die Bezeichnung HLF1 spricht für ein solches. Schaut man aber einmal genauer hin, dann weicht das Fahrzeug in vielen Dingen von der Norm ab und müsste eigentlich TLF heißen. Für das HLF fehlt vorne die Winde, dafür befindet sich an der Stelle ein aus dem Führerhaus voll bedienbarer und in alle Richtungen schwenkbarer Aufsatzmonitor.

    Vorne sitzen der Fahrer und der GF. Der Maschinist kann von dort den Monitor und die im Heck eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe von Rosenbauer fern bedienen. Jedes Fahrzeug mit Wasser an Bord besitzt auch Düsen unter dem Fahrzeug zur Kühlung und Benetzung des Bodens, auf dem es fährt.

    Auf dem Dach befinden sich die 4teilige Steckleiter und eine 3teilige Schiebleiter, die mit einer Entnahmehilfe vom Dach genommen werden kann.

    Im Mannschaftsraum ist kein Platz für 7 Kameraden, sondern nur für 6. Der Platz des Melders nach FwDv 3 ist eingespart, dafür befindet sich an dieser Stelle ein zusätzlicher Materialplatz.

    Im Geräteraum GR befindet sich eine Rosenbauer Pumpe sowie ein Schnellangriff mit 60 Meter Schlauch. Damit kann man ein Flugzeug komplett durchqueren.
    Die Pumpe, der Fahrzeugmotor und alle Zumischvorgänge können über ein Touchscreen-Tableau bedient werden. Der Fahrzeugmotor kann von hinten am Pumpenbedienstand gestartet werden. Die Pumpe entwässert sich nach dem Gebrauch vollkommen selbsttätig und schlägt dem Maschinisten im Betrieb viele Hilfen vor.

    2. Tor: Rettungstreppe – genaue Bezeichnung RTF – Rettungsfahrzeug

    bild4.jpg
    Beim ersten Blick dachte ich, vor mir stehe ein TGM. Erst als ich genauer hinsah, entdeckte ich, dass die Gelenke für den Mast fehlen :).

    Das Fahrzeug hat vorne an der Motorhaube eine kleine Rettungstreppe, die für Sportflugzeuge und für kleinere Düsenjets genutzt wird. Die Treppe kann außerdem auch als Rettungsbühne genutzt werden. Die Treppe auf dem Aufbau des Fahrzeugs wird genutzt, wenn ein Flugzeug ohne den Gebrauch der Notrutschen evakuiert werden soll. Die Treppe dient dann gleichzeitig dem Angriffstrupp als 1. Angriffsweg, denn eine Drehleiter hat die Flughafenfeuerwehr nicht.

    bild5.jpg

    Die Treppe hat aber Eigenschaften einer Drehleiter, am Ende der Leiter befindet sich ein großer Korb, über den die Fluggäste gerettet werden können. Links und rechts an der Treppe kann der Angriffstrupp die dort gelagerten Schnellangriffe, 2 Stück an der Zahl, mit in das Flugzeug nehmen.

    3. Tor: HLF 2
    Das HLF 2 ist eine exakte Kopie vom HLF 1.

    4. Tor: RTW
    Der Rettungswagen fährt Rettungsdiensteinsätze in den Terminals und auf dem Flughafengelände. Bei größeren Rettungsdiensteinsätzen stellt die Feuerwehr Hamburg weiteres Gerät und Personal.

    bild6.jpg

    5. Tor: ELW
    Der Einsatzleitwagen wird mit einem Fahrer und dem Wachleiter der wachhabenden Schicht besetzt. Auf dem Fahrzeug findet sich die Normausstattung eines ELW1. Neben Gefahrstoffdatenbanken, Messgeräten und Dokumentationsmaterial befindet sich dort auch ein Übersichtsplan über den Flughafen mit allen Kraftstofftanks, Hydranten, Löschwasserbehältern und Einsatzplänen für die einzelnen Gebäude.

    Auf dem Fahrzeug befinden sich Funkgeräte für den Betriebsfunk der Flughafenfeuerwehr und ein BOS Funkgerät zur Kommunikation mit der Feuerwehr Hamburg.

    bild7.jpg

    Danach ging es in die Fahrzeughalle von Zug 2, hier stehen 4 Panther von Rosenbauer und zwei MZF. Die Panther sind alle baugleich.

    Auf jedem Fahrzeug befinden sich 8.000 l Wasser und etwa 1.200 l Schaum. 2 Monitore, einer auf dem Dach, einer vorne an der Motorhaube, sind fernbedienbar aus dem Fahrerhaus. Im Fahrerhaus finden 3 Feuerwehrleute Platz.

    bild8.jpg bild9.jpg

    bild10.jpg bild11.jpg

    bild12.jpg bild13.jpg

    Die Fahrzeuge sind seit 1997 im Besitz der Flughafenfeuerwehr, sie werden bald durch neue Fahrzeuge ersetzt. Man sieht den Fahrzeugen ihre 10 Jahre absolut nicht an.

    Allgemeines:

    Bei einem Alarm für die Flughafenfeuerwehr ertönt ein Horn, welches im ganzen Haus zu hören ist, und alle Tore werden automatisch geöffnet. Ein spezielles Horn (Crash-Horn) kündigt ein Problem mit einem Flugzeug an, dann ist automatisch Alarm für beide Züge.

    Pro Jahr werden etwa 3.000 Einsätze abgearbeitet, dabei sind die Rettungsdiensteinsätze in der Mehrheit. Aber auch für eine Flughafenfeuerwehr gilt es, den Feuerwehralltag abzuarbeiten, dazu gehört auch das Lenzen von vollgelaufenen Schächten, Wartehallen, Straßen etc. Auch schwere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen gehören zum Aufgabengebiet.
    Daneben gilt es noch, zu Brandmeldealarmen zu fahren und die Brandbekämpfung bei Feuer. Auf dem Flughafen dürfen nur dann Flugzeuge starten und landen, wenn die Feuerwehr einsatzbereit ist.

    Sobald die Feuerwehr einen Einsatz auf dem Flughafengelände hat, wird der gesamte Flugbetrieb eingestellt und die Feuerwehr hat den Vorrang auf dem Gelände. Die Leitstelle im 2. Obergeschoss hält Kontakt zum Tower und erfragt die Freigabe der Start- und Landebahnen. Ohne Freigabe darf die Feuerwehr nicht ausrücken, um eine Kollision mit einem Flugzeug unbedingt zu vermeiden.

    Die 112 Notrufe aus dem Festnetz am Flughafen laufen bei der Leitstelle der Flughafenfeuerwehr auf. Anrufe über das Mobilfunknetz landen aber bei der Leitstelle der Feuerwehr Hamburg. Deswegen gibt es wischen beiden Leitstellen Direktverbindungen, um solche Notrufe weiterzugeben.

    Die Flughafenfeuerwehr hält 20.000 l Schaummittel in Reserve, denn ein Flugunfall leert die Reserven auf den Fahrzeugen sehr schnell.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass die Feuerwehr für die Größe des Flughafen Hamburgs gut ausgerüstet ist, viele Szenarien sind komplett durchdacht und geplant. Bei Großschadenslagen existieren bereits fertige Einsatzpläne, in die auch die Feuerwehr Hamburg integriert ist. Bei solch einer Lage kommen 3 Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie reichlich Freiwillige Feuerwehren. Zusätzlich werden Sanitätsplätze auf dem Gelände eingerichtet.

    Technorati Tags: , , , , ,

    4 Antworten zu “Zu Besuch bei der Flughafenfeuerwehr Hamburg”

    Hast Du über den Zug 2 auch Infos. Wieviele FLF z.B. dort stehen, wie viele Werkfeuerwehrleute dort arbeiten ,…

    Warum werden die Panther ersetzt? Hast du davon etwas mitbekommen? Immerhin fahren sie nur Wasser spazieren, keine Glanzleistung.

    Also, ich habe das so verstanden, dass die Tore 1-6, in denen die HLF stehen, Zug 1 sind und die Tore 7-12, in denen die Panther stehen, Zug 2 sind.

    Insgesamt arbeiten in beiden Zügen 32 Feuerwehrmänner.

    Warum die Panther ersetzt werden, weiß ich leider nicht. Sie funktionieren einwandfrei, sind unter der Haube aber schon etwas in die Jahre gekommen. (Rost)

    Da scheint jemand nicht zugehört und aufgepasst zu haben bei der Führung.1.der zweite Zug ist der erste.Also klartext: Die Panther gehören zum ersten Zug und stehen in den Hallen 1-4. Zwei Wachabteilungen haben jeweils Dienst im 24Stundenwechsel. Die Wachstärke im einsatzdienst beträgt 20 Mann die an Wache sein müssen. Und die Panther fahren nicht nur Wasser spazieren, werden aber ausgetauscht, da auf Grund des alters und neuen Richtlinien in der Flugzeugbrandbekämpfung Fahrzeuge mit Snoosel und anderen Technischen neuerungen gefordert werden. Hoffe ihr könnt mit der Info mehr anfangen.