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    Samstag hin, Sonntag zurück, knappe 1100km im Auto abgesessen. Aber der Besuch zur Eröffnung des Interventionszentrums der Feuerwehr in Frutigen / Schweiz hat sich mehr als gelohnt. (Vorab-Bilderstrecke)

    frutigen02.jpg

    Es war nicht nur eine Möglichkeit, den Alltag hinter mir zu lassen und mal etwas völlig anderes kennen zu lernen, es war auch ein Wochenende der Superlative. Doch eines nach dem anderen.

    In Frutigen befindet sich das nördliche Ende des Lötschberg-Basistunnels, mit 35km Länge einer der größten von Menschen geschaffenen Löcher Tunnels überhaupt. Hier fährt die Eisenbahn bei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 160km/h Richtung Süden, das südliche Portal ist bei Raron im Wallis. Von dort aus geht es dann weiter über den Simplon nach Italien.

    Nachdem der Tunnel in seiner jetzigen Form fertiggestellt wurde, könnte das Gebäude, welches bis dahin als Werkstatt bzw. „Gerätehaus“ für den Vortrieb genutzt wurde, von der Feuerwehr gemeinschaftlich mit der Werkfeuerwehr der BLS bezogen werden.

    Hier ist dann auch der „Löschzug“ untergebracht: der Lösch- und Rettungszug für den Tunnel.

    Vom Gebäude dürften nicht nur Architekturbegeisterte ins Schwärmen kommen: modern und doch „einfach“ gebaut, macht es sehr viel her. Eine Mischung als Holz, Metall, Beton sowie die transparente Außenwand generieren eine luftige, angenehme Umgebung, die auch extrem viel fürs Auge bietet.

    Die Feuerwehr Frutigen (ca. 7.000) Einwohner dürfte bei uns als sehr „pragmatisch“ eingestuft werden. Da man die Kollegen hierzulande primär nach Art und Anzahl der Fahrzeuge bemisst, wäre man geneigt, Frutigen als „klein“ zu bezeichnen. Das stimmt natürlich sehr wohl, einzig das TLF würde bei uns als Großfahrzeug durchgehen. Ansonsten primär Vans und Anhänger und ein hochgeländegängiges LF.

    Doch sieht man sich das Ganze genauer an, haben wir hier eine Flexibilität und Schlagkraft, mit der 99,99% der deutschen Gemeinden locker ihr Einsatzaufkommen bewältigen würden.

    Natürlich darf man nicht vergessen: Frutigen ist eine Berggemeinde, ein LF24 würde sich dort nicht besonders gut machen. Klein, wendig und eben flexibel, so muss das sein.

    Was Tobi und mich als „Bayerische Voralpler“ begeistert hat: wie schnell man ins Hochgebirge kommt. Nimmt man die Autobahnabfahrt bei Spiez, ist man noch quasi im Flachland. 40 Kilometer später wäre man dann bereits in 3.600m Höhe auf dem Ballhorn, das ist der über das Tal thronende Berg.

    Unser Programm ist schnell umschrieben: Samstag Mittag waren wir vor Ort, trafen auch unsere Freunde aus Uznach. Nach einer kurzen Stärkung (sprich: stächkchungk) konnten wir ein Paar Einsatzübungen beiwohnen, auch sahen wir den Zug im Einsatz (Brand eines Kesselwagens). Am Nachmittag gab’s dann einen Rundgang im Haus, sowie die Interviews mit den jeweiligen Wehrleitern.

    Nach einer Kurzen Sightseeing-Autofahrt nach Kandersteg ans Ende des Tals schloss der Tag in einer gemütlichen Runde über ein Paar Kalrgetränke ab. Das ist übrigens immer der Abschnitt eines Ausflugs/ einer Reise, in dem man die Leute so richtig kennenlernt :) Und als Feuerwehrler gibt es immer genügend Gesprächsstoff, zumal man hier auch noch in einer anderen (Feuerwehr-)Kultur unterwegs ist.

    Übernachtet wurde dann im lokalen Bunker. Kein Scherz.

    Sonntag vormittag dann der Höhepunkt, es ging per „Besucherbus“ (Teile der Evakuierungskomponente) durch den Tunnel. Obwohl der Lötschberg-Basistunnel ein Eisenbahntunnel ist, kann man sich auf fast der gesamten Länge durch Versorgungsstollen oder der noch nicht von Eisenbahn befahrenen Röhre im Fahrzeug bewegen.

    Was wir dort genau gesehen haben, kommt dann in einem eigenen der nachfolnden Artikel. In Planung sind: Feuerwehr Frutigen, Der Tunnel sowie Das Interventionszentrum.

    Bleibt mir, mich beim Kommandanten, Martin Allenbach, und seiner Mannschaft für den extrem freundlichen Empfang, die super Bewirtung, und natürlich auch für die Tour in den Tunnel zu bedanken. Das waren zwei außerordentlich spannende Tage voller neuer Erfahrungen. Ich habe so viele Eindrücke mitgenommen, dass ich nicht weiss, wieviel ich davon weitergeben kann.

    Am wichtigsten für mich ist es jedoch immer, andere Menschen kennen zu lernen. Wenn man ein gemeinsames Interesse hat, dann ist es immer um so spannender.

    Viele Grüße auch an Marcel nach Uznach und nach Maulburg, hoffentlich  habt ihr Euch von meinem Sägen erholt :)

    Vorab-Bilderstrecke bei Flickr.

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    4 Antworten zu “Themenwoche: Frutigen”

    Ich bin platt! So ein Bericht! Und das alles nur wegen einer Member-Card für unsere Festwirtschaft mit dem Vermerk „Essen und Getränke frei bis Oberkant-Unterlippe“.

    Nein im Ernst: uns Frutigern hat es mächtig Spass gemacht, euch einen Einblick in das Spannungsfeld einer Dorffeuerwehr am Portal eines Schweizerischen Jahrhundertbauwerks, wie es der Lötschberg-Basistunnel darstellt, ermöglicht zu haben. Und sicher sind wir selber auch mächtig stolz über unser tolles Feuerwehrgebäude.

    Link defekt.
    ttp://www.feuerwehr-frutigen.ch/
    Da fehlt ein „h“ wie „Heuwehr“ am Anfang.

    Der Bericht ist echt der Hammer. Total genial geschrieben. Aber über die Nacht im Bunker hast ja nicht viel geschrieben, muss ja aber auch nicht sein.
    Hoffe man sieht sich mal wieder irgendwo.
    Viele Grüße aus Maulburg.

    […] Angela Schmidt zu Themenwoche: Frutigen: Der Bericht ist echt der Hammer. Total genial… […]