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    Wie neulich erwähnt, hier ein kurzer Blick auf die Stelle, auf der eine zweimotorige Propellermaschine am 11.08.87 abstürzte. Es kamen neun Menschen ums Leben. Freundlicherweise hat Christian zwei Links zu Fotos von damals (eins, zwei) aufgetan. Ich schätze, sind wurden am Tag nach dem Absturz aufgenommen. Im zweiten Bild sieht man wo eine Leiche lag, und zwar dort, wo der (verm.) Brandfahnder seine Untersuchung durchführt. Ich meine, das wäre auch die Leiche gewesen wo sich mein Schlauch verfangen hat.

    Dieses Foto ist deckungsgleich mit der Flugbahn des Fliegers:

    mcd1.jpg

    Links sieht man die ARAL-Tankstelle, die knapp verfehlt wurde. Ungefähr dort, wo die Haltestelle ist, wurde eine Radfahrerin tödlich verletzt. Die Maschine schlug auf der Kreuzung auf und raste ins Schnellrestaurant.

    Hier die umgekehrte Sicht:

    mcd2.jpg

    Und schließlich die Inschrift auf das Denkmal:

    mcd4.jpg

    Noch ein Paar Bemerkungen: Zum Unglückszeitpunkt waren ich und einige der anderen 18 Jahre alt. Natürlich ist man (positiv) aufgeregt, wenn man zum Einsatzort fährt. Zwar kannten wir das Einsatzstichwort, wir waren mit die ersten am Unglücksort, es sah schlimm aus. Doch zuerst war der Einsatz „lustig“; nicht falsch verstehen, wir hatten einfach nicht sofort realisiert, dass hier auch Menschenleben zu Ende gegangen waren.

    So langsam dämmerte es, als wir einige der Überlebenden, die später starben, sahen und schließlich, wie oben beschrieben, als der Schlauch sich in einer Leiche verfing. Und plötzlich waren auch die anderen Leichen zu sehen.

    Für andere kann ich nicht sprechen, und für mich kann ich schlecht abwägen, ob und inwieweit mit dieses Erlebnis geprägt hat. Ich denke nicht, dass ich einen „Schaden“ davon getragen habe. Die Erinnerung an das Geschehen, und insbesondere an die Toten ist sehr abstrakt und objektiv.

    Wenn man sich das überlegt, ist das sicher keine schlechte Sache, dass es heutzutage einen KIT oder eine Seelsorge für Einsatzkräfte gibt.

    Das ist übrigens der einzige Großeinsatz an dem ich teilgenommen habe, über den ich kaum spreche. Von den Leuten die damals dabei waren, haben wir uns sicher auch nicht mehr als ein Paar Mal ausgetauscht. Interessant.

    Bilder bei Flickr

    4 Antworten zu “Flugzeugabsturz in Trudering: 20 Jahre danach”

    „Das ist übrigens der einzige Großeinsatz an dem ich teilgenommen habe, über den ich kaum spreche. Von den Leuten die damals dabei waren, haben wir uns sicher auch nicht mehr als ein Paar Mal ausgetauscht. Interessant“

    Ja, so war früher halt die Verarbeitung von schweren einsätzen: am besten verdrängen!
    Gut, dass es inszwischen KIT und Seelsorger gibt, und diese auch zum Einsatz kommen!

    Ich selber habe bis ungefähr mitte des jahres immer gedacht, „Die Psychoklempner brauchst du eh nie; wir sind schließlich Feuerwehrleute“. Doch seitdem ich dieses Jahr bei dem schweren wohnungsbrand mit den drei toten Kindern in recklinghausen war, denke ich anders darüber. Inszwischen habe ich Respekt vor der Arbeit der KITs und Seelsorger.
    Der Einsatz war für uns alle damals extrem belastend, und die Gespräche mit dem KIT haben uns allen, ausnahmslos, geholfen.

    Gruss Christian

    Ich habe diese Fotos bei airliners.net gemacht. Und ja, die habe ich am morgen danach gemacht. Ich habe einen ganzen Haufen Fotos gemacht, alles Dias. Auf dieser Seite ist noch ein Foto aus der Serie:

    http://www.mucforum.de/showthr.....038;page=4

    […] manchen Argumenten ist durchaus was dran; nicht vorzustellen, wenn wir sofort nach dem Flugzeugabsturz zwanghaft das Erlebte nochmal durchgehen hätten müssen. Ich bin froh, dass ich das nicht […]

    Hallo Irakli, an den Einsatz kann ich mich noch gut erinnern, ich war damals 20 Jahre alt, seit 4 Jahren bei der FF Haar, seit 1/2 Jahr AG-Träger. „Mein“ Auto war damals mit der „zweiten Welle“ da, wir kamen nicht mehr im allerersten Löschangriff zum Einsatz, aber haben dann auch mehr oder weniger alle(s) gesehen, wer/was noch herumlag. Hab die Bilder noch sehr gut im Kopf, aber auch aus heutiger Rückschau hätte ich kein KIT gebraucht. So zynisch es klingen mag, vielleicht härten auch regelmäßige S-Bahn-Selbstmörder ab… (große psychiatrische Klinik im Ort mit Bahnhof in kurzer Fußgängerentfernung).