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    Die folgenden Gedanken kamen mir beim Kontakt mit mehreren Feuerwehrangehörigen, die mir erzählten, dass in ihrer Wehr, bzw ihrem Landkreis der Ausstieg aus teilweise komplett ausgereiften Übungskonzepten nach einer Veröffentlichung des AFKzV erwägt wird. Teilweise auch auf Anraten von Mitarbeitern einiger Unfallkassen… Die Gedanken sind meine eigenen Gedanken…

    Es ist erstaunlich: Als im Jahr 2002 die FwDv7 eingeführt wurde, ging ein Aufschrei durch die Feuerwehren. Der Untergang des Abendlandes wurde heraufbeschworen, angesichts einer weiteren Vorschrift, die eigentlich inhaltlich nichts weiter war, als die Manifestierung einiger Sicherheitsmaßnahmen, die bei Anwendung des gesunden Menschenverstandes sowieso zum Tragen kommen sollten.
    Jetzt gibt es seit einiger Zeit eine Veröffentlichung des AFKzV zur thermischen Belastung von Atemschutzgeräten. Sinngemäß wird hierin gefordert, dass Lungenautomaten, bzw. Atemschutzgeräte nach extremer thermischer Beanspruchung eingehend überprüft werden müssen, wozu beispielsweise auch das Zerlegen eines Lungenautomaten in seine Einzelteile gehört.
    Weiterhin existiert eine Sollvorgabe, Übungsgeräte für den Übungsdienst in extremen Temperaturbereichen vorzuhalten, bzw. falls diese zurück in den Einsatzdienst überführt werden, eben wieder eine entsprechende Prüfung vorzunehmen.
    Interessanterweise findet dieses Rundschreiben eine erstaunlich schnelle Verbreitung und auch schnelle Umsetzung… allerdings nur in der Form, dass man sich entscheidet, auf realitätsnahe Ausbildung mit Feuer zu verzichten.
    Der richtige Weg und im Sinne des Rundschreibens, oder ist das einfach nur eine willkommene Ausrede, um sich aus teurer Ausbildung heraus zu winden und damit wieder mehr Geld für technische Spielereien zu haben?
    Wer wie beschrieben (Rückzug aus der Realbrandausbildung) handelt, sollte einfach mal die zweite Seite des Empfehlungsschreibens lesen. Da ist folgende Aussage zu finden: „Grundsätzlich ist jede unnötige Gefährung der Atemschutzgeräteträger zu vermeiden und das Einsatzrisiko zu minimieren.“. Stellt sich die Frage, wie der Atemschutzgeräteträger, bzw. dessen Führungskräfte Gefahrensituationen erkennen und bewerten können sollen, wenn sie diese nicht beübt haben?
    Auch die im Schreiben erwähnten Erkennungsmerkmale für eine bestehende extreme Belastung sind zwar ein netter Hinweis, aber wäre es nicht sinnvoller, dem Geräteträger beizubringen, wie er diese Gefahrensituation erkennt und vermeidet, bevor sie eintritt?
    Man kann es drehen und wenden, wie man will: Der Rückzug aus der Realbrandausbildung ist mit Sicherheit nicht der Weg, der den Atemschutzeinsatz sicherer macht. Jede Feuerwehr, die den Hinweis des AFKzV zum Anlass nimmt, Ausbildungsstandards zu reduzieren, statt vernünftige technische und logistische Lösungen für die Vorhaltung von Gerätepools (sowas geht auch überörtlich…) anzustreben, sollte auch den Innenangriff aus seinem Repertoire streichen: Eine sinnvolle Bewertung der Gefahren und damit eine Erfüllung des AFKzV Papiers ist dann für die Geräteträger und Führungskräfte vor Ort nicht möglich.

    6 Antworten zu “Veröffentlichungen und deren Auslegung”

    Hallo,

    dazu meine Stellungnahme:

    Sehr geehrte Kollegen der Fachpresse,

    durch die Stellungnahme der EXAM und anderer Stellen mit Hinweisen für den Umgang mit Pressluftatmern der Feuerwehren nach thermischer Belastung – Sicherheitshinweise die von fast allen Fachzeitschriften mit abgedruckt wurden, wurden von mehreren Seiten Fragen aufgeworfen. Die Basis ist offensichtlich erheblich verunsichert.

    Ich möchte daher grundsätzlich darauf hinweisen, dass bei regelkonformer Prüfung und Wartung der Atemschutzgeräte eine sehr hohe technische Anwendersicherheit besteht.
    Die vfdb-RL 08/04 beschreibt zusammen mit den Herstellervorgaben hinreichend genau, was wann wie zu tun ist.
    Leider ist die o.a. RL nicht frei verfügbar, sondern nur über den VdS zu beziehen (http://www.vds.de/vfdb-Richtlinien.498.0.html), daher ist sie nach wie vor in vielen Feuerwehren nahezu unbekannt. Eine gute Übersicht über die Inhalte der vfdb-RL 08/04 gibt aber der folgende Übersichtsbeitrag im Drägerheft 373:
    http://www.draeger.com/ST/inte.....0804AT.pdf

    Die wichtigsten Vorgaben der vfdb-RL 08/04 wurden auch in die BGR 190 übernommen.
    Vgl. z.B. http://www.bgfe.de/bilder/pdf/bgr_190_a10-2004.pdf

    Für Düsseldorf gilt im übrigen schon seit vielen Jahren, dass wir vorschriftenkonform (vfdb RL 08/04, Herstellerrichtlinien, FwDV 7) und nach dem gesunden Menschenverstand handeln.
    Alle Atemschutzgeräte für den Einsatz- bzw. „echten“ Übungsbetrieb werden nach jedem Gebrauch gereinigt, desinfiziert, geprüft, ggf. repariert, geprüft.
    (Ausnahmen: NUR „Hof-Übungs-PA“ – KEINE Heißausbildung – der hauseigenen Feuerwehrschule sowie die dafür genutzten persönlichen Masken der Grundausbildungsteilnehmer, die werden entsprechend einer Gefährdungsbeurteilung nur einer Fristenwartung unterzogen. Diese Geräte sind speziell gekennzeichnet.)
    Die speziellen Heißausbildungs-PA der Feuerwehrschule Düsseldorf sind ebenfalls als solche gekennzeichnet. Seit 2006 unterliegen sie aufgrund der häufigen Nutzung unter relativ harten Bedingungen vorsorglich zusätzlich einer verkürzten Fristenwartung. Dabei wurden bisher KEINE
    relevanten Schäden berichtet.
    Bei jeder Reinigung wird natürlich der Lungenautomat zerlegt – und nicht nur nach extremen Belastungen.
    Und natürlich wird jedes Einsatzgerät nach jeder Reinigung auch vor Einlagerung bzw. Ausgabe regelkonform geprüft.
    Bei erkennbaren Schäden oder Defekten wird entsprechend reagiert.
    Auffällige Schäden an PSA melden wir an Hersteller und Gremien sowie an die zentrale Plattform http://www.atemschutzunfaelle.de.

    Zusatz:
    Speziell einige Darstellungen v.a. aus anderen Bundesländern lassen zweifeln, ob bei allen Feuerwehren die Regelwartung der Atemschutzgeräte den Vorgaben der vfdb-RL 08/04 bzw. der Hersteller entspricht!

    Grundsätzlich haben wir ein Problem in der Feuerwehr, weil die PSA von verschiedenen Normengremien erarbeitet wird und unterschiedlichen Prüfvorschriften (bzw. Belastungen) genügen muss. Wir hatten die Diskussion bereits vor Jahren bei den „modernen“ Kunststoffhelmen, die erst nach Einsprüchen und Demonstrationen von H. Südmersen, BF Osnabrück und von uns (Live-Demo am Brandhaus) in ihrer Normbelastung so angepasst worden sind, dass man damit auch sicher einen Innenangriff machen kann.
    Die Anpassungsdiskussion um PSA-Vorschriften (vgl. meine Stellungnahme zum Vortrag des Ref. 8 auf der letzten vfdb-Tagung) steht leider nach wie vor aus.

    Leider wird die Diskussion wieder im Zusammenhang mit der speziellen Kleidung zur Brandbekämpfung (HuPF 1/4) geführt, weil sich Wärmefensterbefürworter damit bestätigt sehen. Die Unfallauswirkungen der „Hitzeschutzlücke“ sprechen aber eine sehr deutliche Sprache, vgl. http://www.atemschutzunfaelle.de.

    Ein grundsätzliches Problem ist m.E. aber seit vielen Jahren weniger in der Technik, als in der mangelhaften Ausbildung vieler Atemschutzgeräteträger und deren Führungskräfte zu sehen. V.a. letztere dürfen nicht nur schöne Technik kaufen, sondern müssen auch für die richtige Unterhaltung sorgen. – Sie müssen dies schließlich ggf. selbst verantworten!

    Ich schlage daher dringend vor, dass sich die Redaktionen mit der Problematik auch im weiteren bzw. näher auseinander setzen.

    mit freundlichen Grüßen

    Ulrich Cimolino Dipl.-Ing. Sicherheitstechnik
    Landeshauptstadt Düsseldorf
    Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz
    Amt 37/4 – Abteilungsleiter Technik
    Branddirektor

    Hoi,

    Reaktionen auf die Stellungnahme in Form einer Veröffentlichung o.Ä. gabs aber nicht, oder?

    MfG

    Ingo

    [quote comment=“3738″]Hoi,

    Reaktionen auf die Stellungnahme in Form einer Veröffentlichung o.Ä. gabs aber nicht, oder?

    MfG

    Ingo[/quote]

    bisher nicht.
    Interessant ist, dass kurz danach die Stellungnahme vom LFV Hessen kam, die inhaltlich aber etwas anders gerichtet ist…

    Die vfdb 08/04 findet sich auch unter http://www.kfv-sw.de/_download.....schutz.pdf

    [quote comment=“3738″]Hoi,

    Reaktionen auf die Stellungnahme in Form einer Veröffentlichung o.Ä. gabs aber nicht, oder?

    MfG

    Ingo[/quote]

    Nach wie vor übrigens m.E. nicht…