• Projekte
      FWnetz
  • FWPIX - Die Bilder der Leser
      FWPIX ist die Bilder-Shoutbox der Weblog-Leser. Hier entlang bitte:



      Aktueller FWPIX:
      Jeder ist herzlich eingeladen, beizutragen. Weiterführende Infos und Uploadmöglichkeit gibt's hier:



      Aktuelles Thema:
      Historisches
  • Newsletter
  • Aufgeschnappt
  • Kategorien
  • Archiv
    • Weblog1.0
    • Meta
        CC-Somerights
        Get Firefox!

    • Artikel

      Vorstellung Metz L32A

      Neuigkeiten von Magirus

      Neuigkeiten von Magirus

      150 Jahre Feuerwehr Konstanz

      Feuerwehr Kreuzlingen

      ELW Konstanz

      Sirenen

      Winterreifen

      Teleskopgelenkmast
    • Talkrunde
        Aktuelle Talkrunde: Recht (2)
        mit Sven Tönnemann
        Talkrunde 2: Recht
        mit Sven Tönnemann
    • Kommentare

    Wer sich an der Grundsatzdebatte bzgl. des Digitalfunks einbringen möchte, hier entlang. Dass etwas digitales eingeführt werden sollte, ist aus meiner Sicht über alle Zweifel erhaben. Ein Paar Kommentare hierzu erlaube ich mir loszuwerden; basierend auf das Wissen, welches mir zur Verfügung steht (nicht viel).

    2meter.jpg

    Trägertechnologie: ich verstehe nach wie vor nicht, warum man eine eigene, flächendeckende Infrastruktur dafür neu aufbauen soll. Geht’s um die Sicherheit? dann soll man an der Übertragung ansetzen (Verschlüsselung usw.) und nicht am Träger.

    Hätte man sich nicht auf UMTS festgelegt, könnten die Carrier bereits jetzt flächendeckend und kostengünstig WiMAX einführen. In Dänemark (gesicherte Quelle vorhanden, Christian :) weiss ich von erfolgreichen Versuchen auf See, mit Übertragungsweiten von über 60km. Auf Land dürfte es logischerweise weniger sein, aber immer noch ausreichend um mit relativ wenig aufwand ein vollständiges System aufzuziehen.

    Aber auch in Dänemark muss erst mal ein Return on Investment bei UMTS stattfinden, also ist landgestütztes WiMAX in der Breite ein no-no.

    Also nochmal die Frage: warum eine eigene Infrastruktur, die zudem ausschliesslich von BOS genutzt wird? Warum nicht auf ein kommerzielles aufsetzen, wenn es sicher ist und Priorität für BOS garantiert? Dies hat man ja bei GSM leider verpennt.

    Übertragungsrate. Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber meines Wissens reden wir über recht miese Übertragungsraten, so ein paar 100 kb/s. Wozu soll das gut sein? Nicht, dass digitale Verbindungen – schon mal UMTS probiert? – besonders stabil wären, aber was genau für Daten sollen übertragen werden? Wenn schon ein neues System, dann wenigstens ein zukunfstischeres. Mag sein, dass die Anwendungen heute noch gar nicht existieren, kommen allerdings sicherlich – insofern man sie lässt.

    Usability. Die Paar Muster von Handfunkgeräten, die ich gesehen habe, erinnern an ein Flugzeugcockpit. Angeblich ist damit alles möglich: Anwahl von einzelnen Geräten bundesweit (Florentine München an Steilshoop! Wie ist das Wetter?), Anlegen von Nutzergruppen inklusive Rechten, bei eBay-Versteigerungen mitmachen.

    Nicht falsch verstehen: schön, wenn man damit viel kann. Nur an den DAU, also ich , Du, er, denkt keiner. Die Knöpfe unserer Florentinen sind heute bereits mit seltsamen Symbolen versehen, die das Herz eines jeden Ägyptologen höher schlagen lässt.

    tastetitled-1.gif

    Oder so. Bitte?

    Bedienen können besteht aus Ein- und Ausschalten, Funken, Kanal wechseln (mit Vorbehalt). Dazu Batterie prüfen und wechseln. Keine Unterstellung, aber sogar diese Funktionen können leicht zu Überforderung führen, sei es der Stress im Einsatz, eher aber der Mangel an strukturierter Aus- und Weiterbildung.

    Deshalb: kauft nur soviele „ich-kann-alles“-Geräte wie ihr braucht. Selbsteverständlich aus Eurer Funkstrategie abgeleitet. Habt ihr doch? Für den Rest sowas wie das hier:

    funk.gif

    Von oben nach unten:
    Roter Balken (LED): Kanalbelegung
    3 Knöpfe mit LED für einzelne Kanäle („Umschalten auf grünen Kanal!“)
    Links: Sprechtaste
    Lautstärk: leiser, lauter

    Ausser dem Ein- und Ausknopf sowie Ladestandsanzeige fällt mir nicht mehr ein, was man benötigen würde. Mit so einem Gerät, das zumal wesentlich weniger kosten dürfte als ein voll ausgestattetes, wäre schon viel gewonnen.

    So, und jetzt kann er kommen, der Digitalfunk!

    PS: Sollte ich Kuddelmuddel zwischen alt-4m- und 2m-eingebracht haben: trotzdem an den DAU denken :)

    Technorati Tags: , ,

    9 Antworten zu “Digitalfunk: Kommentar”

    Technisch sollte das kein Problem sein, z.B. Festlegen von Nutzergruppen und/oder Kanälen nur durch einen Administrator über eine Dockingstation, o.ä….

    „Nur 6 Knöpfe? Wer soll das denn kaufen? Wie können wir denn an SO was verdienen?“ Viel Spaß wenn die ersten Stützpunkte wegen astronomischer Klingeltonrechnungen geschlossen werden…

    [quote] (…)reden wir über recht miese Übertragungsraten, so ein paar 100 kb/s(…)[/quote]

    Das ist leider stark übertrieben. Wir reden nicht über „recht miese“ Übertragungsraten von ein „paar 100 kb/s“, sondern über UNBRAUCHBAR MIESE 7,2 kbit/s (netto) pro Timeslot die sich dann mittels Bündelung von vier Slots auf gigantische 28,8 kbit/s pro Träger erhöhen.

    Der Entwurf für das Funkgerät gefällt mir – das wäre genau das was die Feuerwehren brauchen. Bei uns ist es fast schon an der Tagesordnung das irgendein Funkgerät nicht funktionier (Akku leer, Kanal verstellt, Lautstärke auf ganz leise). Das Schlimme ist, das man die Geräte (und da kann man jedes x-belibige auf dem Markt nehmen) mit Handschuhen auch nicht bedienen kann – schon mal als Angriffstupp im Brandraum versucht die Lautstärke nach zuregulieren? Lasst es…

    Für was haben wir denn jetzt unsere neue Behörde?
    Sind wir (die Feuerwehrs) darin eigentlich ausreichend vertreten?
    Was macht unser Bundesverband in diesem Thema eigentlich?
    Warum gibt es keine Interessengruppen Digitalfunk, die unsere Ideen/Erfahrungen/Vorschläge politisch und wirtschaftlich vertritt?

    Kaum sagt jemand leise Digitalfunk, fallen einem von überall die Meinungen zu! Also ist doch eine recht große Zahl von Fachleuten (da rechne ich jetzt mal auch die hier postenden dazu) mit dem Thema beschäftigt!
    So langsam brechen die ersten wohl bald wieder weg und lassen Funk Funk sein („Macht ihr doch was ihr machen wollt! Mich fragt ja keiner!“)
    Und ich könnts auch noch verstehen…
    Muss es soweit kommen?
    Erst dann wird das Geschrei richtig heftig!

    Gregor

    IMHO ist die BDBOS nicht mehr als ein Feigenblatt.
    Sieht gut nach aussen hin aus (man ist ja aktiv, hat sogar eine *Behörde*! gegründet), aber kann qua Status nichts wirklich treiben.

    Gregor, Deine Frage, warum es keine Interessengruppe gibt, die unsere Ideen vertritt lässt sich IMO einfach beantworten:
    „Unsere“ Interessen gibt es nicht.
    Frage 10 Feuerwehren, was der Digitalfunk können muss und Du erhälst mindestens 20 Antworten.
    Und keiner kann sagen: „So und so wird es gemacht, richtet euch danach!“

    Weil dann entweder gebockt wird „Macht doch was ihr wollt, ich bleib bei meinem Analogfunk!“ oder die Anforderungen erhöht: „Also ohne live-Bildübertragung von der Wärmebildkamera macht das System für mich keinen Sinn, überarbeitet das nochmal“ oder die örtlichen Anforderungen zum Mass aller Dinge gemacht: „Also ‚Florentine Staffelführer Klein-Kleckersdorf 4/47‘ muss schon auf dem Display stehen – wie soll ich denn sonst wissen wer spricht?“

    Oder man beschafft einfach was eigenes.

    Multiplizier das noch mit der Anzahl der beteiligten BOS und ergänze um politische Interessen und Du kannst sehen, warum das Konstrukt so nicht klappen *kann*.

    Wir sind IMO schon jenseits Deiner Befürchtungen angekommen.

    […] Update PS Ein Kommentar zu diesem Thema hatte ich bereits hier geschrieben. […]

    […] Meine Meinung zu Nicht-Bandbreite und Gerätekomplexität ist übrigens hier nachzulesen. […]

    […] nicht gleich als Behördenfunk-Bashing abtun, aber beim ersten Schadensereignis in dieser Größe wird auch hierzulande genau das […]

    [quote comment=“3007″][quote] (…)reden wir über recht miese Übertragungsraten, so ein paar 100 kb/s(…)[/quote]

    Das ist leider stark übertrieben. Wir reden nicht über „recht miese“ Übertragungsraten von ein „paar 100 kb/s“, sondern über UNBRAUCHBAR MIESE 7,2 kbit/s (netto) pro Timeslot die sich dann mittels Bündelung von vier Slots auf gigantische 28,8 kbit/s pro Träger erhöhen.[/quote]

    Wer schnelle Übertragungstechniken benötigt, wird auf bestehende Systeme zurückgreifen. TETRA wurde nie für beitbandige Übertragung entwickelt.