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    Letztes Jahr hatte ich einen kleinen Artikel über das Phänomen „Gaffen“ und rechtliche Möglichkeiten der Feuerwehr gegen Gaffer geschrieben (Gaffen – Alltägliche Begleiterscheinung der Feuerwehr). In der aktuellen Ausgabe des Rettungs-Magazins ist ebenfalls ein Artikel dazu erschienen. „Der Reiz des Grauens“ beschreibt ebenfalls die psychologische Ursachen, wirft aber noch eine andere Perspektive auf. Nämlich die, wenn Ersthelfer zu Gaffern gemacht werden! Oder das jeder Gaffer ein potenzieller Helfer ist. Empfohlen wird deshalb in Notfallsituationen gezielt Schaulustige anzusprechen, und ihnen bestimmte Aufgaben zu übertragen. In dem Artikel heißt es, dass die Bereitschaft zu helfen durchaus vorhanden ist, sie müsse nur aktiviert werden. Gerade professionelle Helfer sollten deshalb versuchen Gaffer einzubinden. Gaffen hat also zwei Seiten: Die des Helfers und die des Gaffers.

    Schaulustige, Gaffen, Ersthelfer, Notfall

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    6 Antworten zu “Gaffen, Gaffen, Gaffen”

    Gibt noch einen Aspekt: Wenn sie nicht gerade im Weg herumstehen, johlen, oder sonst dumm auffallen, kann man es doch auch als Öffentlichkeitsarbeit betrachten. Da passiert was, das wollen die Leute sehen, und wenn sie keine Distanz halten muss halt die Polizei her, die kann ruhig auch mal was tun. Ich kannte mal jemand, bevor der zur Jugendfeuerwehr kam, ist er immer bei Sirenenalarm mit dem Fahrrad losgeflitzt zum „gaffen“.

    Ich versuche es auch immer von einem anderen Blickwinkel zu betrachten:

    Auch wir Feuerwehrler werden machmal zu Gaffern: Erst vor gut einem halben Jahr selbst erlebt. Auf der Fahrt von Mühldorf nach Nürnberg waren einige Kameraden und ich unterwegs und entdeckten in der Ferne Rauchschwaden. Wir sind dann hin gefahren. Natürlich argumentiert man da anders – aus „fachlicher“ Sicht, obwohl dass eigentlich Quatsch ist….!

    Genauso, obwohl ein wenig anders gelagert, verhält es sich mit dem Fotografieren an Einsatzstellen:
    Ich kenne so viel Kameraden, die „Zeitungsfrizen“ verteufeln und sich entsprechend an den Einsatzstellen „aufmandeln“.
    Aber (genau) die sind es, die als erstes die neue Ausgabe des Feuerwehr-Durchhalteblättchens aufschlagen oder die Bildzeitung durchforsten, um, aus „fachlichen Gründen“ natürlich, Einsatzszenen zu betrachten.

    Ich persönlich sehe Gaffer mit diferenzierten Gefühlen. Eigentlich, wenn ich ehrlich bin, habe ich in über 15 Jahren vielleicht nur ein oder zwei Situationen erlebt, wo sie wirlich unmittelbar den Einsatz behindert hatten. Ansonsten verhalten sie sich meist ruhig und gehört irgendwie auch einfach zum Einsatzbild dazu.

    Schaulustige kann man wirklich mit einbinden. Funktioniert prima.

    Letzten Sommer kamen meine Freundin und ich zu nem schweren Motorradunfall (Motorradfahrer polytraumatisiert) dazu. Keiner hat erstmal so richtig was gemacht. Nachdem ich dann mal kurz in die Runde gefragt hab, wer ein Warndreieck im Fahrzeug hat, kamen tatsächlich gleich aus mehreren Richtungen positive Antworten.

    Da hab ich gleich mal drei Leute beschäftigt. Zwei weitere Ersthelfer waren eher unsicher im tun. Die konnte ich aber bestärken und in die richtige Bahn lenken, während ich noch kurz die Lage weiter erkundete (auslaufender Kraftstoff, Brandgefahr, Betreuung der Unfallbeteiligten).

    Meine Freundin betreute dann die beiden Kinder die als Insassen des beteiligten PKWs unterwegs waren.

    Der Rest der Gaffer hatte sich dann auch zurückgezogen – wahrscheinlich aus Angst, dass sie auch was tun müssen.

    Die Bemühungen um das Leben des Motorradfahrers waren leider umsonst. Er verrstarb wenig später in einer Klinik.

    Was mir auch noch zum Thema Gaffer-Ersthelfer einfällt: Es gibt viele Ersthelfer, die sich nicht taruen etwas zu tun, aus ANGST, sie könnten etwas falsch machen, und dann RECHTLICH belangt werden. Diese Angst resultiert aber leider auch aus der Medienberichterstattung, die gerade das oftmals vermittelt: Wer was falsch macht, ist dran! Man kann sagen, wenn man nichts grob fahrlässiges macht, ist man als Ersthelfer micht tangiert. Aber wo beginnt grobe Fahrläsigkeir? Der Laie kann das nicht selbst abschätzen. Außerdem wird unser Diskussion stark von Ereignissen in Amerika beeinflusst. Dass dort ein gänzlich anderes rechts- und Gesellschaftssystem herrscht, ist vielen nicht klar, und es findet eine Übertragung der Rechtsfolgen auch auf Deutschland statt.

    Hmm kannst Du vielleicht zu diesen USA-Beispielen einen Link oder so nennen? MfG

    […] Der eine handelt von der Fahrzeugsicherheit von Kleintransportern bzw. der Auswirkungen von Transporter vs. PKW. Der andere Artikel versucht sich am Thema Katastrophentourismus. Bei dem letzten Artikel verstehe ich nicht so ganz, was mir der Autor sagen will. Psychologische Erklärungsversuche geraten etwas zu kurz. Der dahinter stehende Mechanismus dürfte der gleiche sein, wie beim Gaffen: Das sich bewusst machen der Distanz zwischen dem eigenen Ich und den Anderen. (siehe auch hier). […]