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    • Kommentare

    Eine Drehleiter wiegt bis 16 Tonnen und ist teuer. Ein Teleskopgelenkmast (TGM) wiegt über 18 Tonnen und ist etwas günstiger. Die Landesbauordnung erlaubt nur Fahrzeuge mit einem Gewicht von 16 Tonnen. Was macht jetzt die Feuerwehr, die einen TGM will?

    Die Gemeinde Lauterbach bekam jetzt vom hessischen Innenministerium unmissverständlich mitgeteilt:

    Die Flächen für die Feuerwehr rund um Bauwerke sind für eine Belastung von 16 Tonnen auszulegen. Dieser Vorgabe müssen Feuerwehrfahrzeuge entsprechen. Denn sonst, so das Ministerium, sind Gefährdungen beim Einsatz schwerer Fahrzeuge und Beschädigungen der Grundstücke nicht auszuschließen.

    Das Ministerium weist die zuständigen Stellen in Hessen ausdrücklich darauf hin, dass Feuerwehrfahrzeuge, die auf den ausgewiesenen Flächen auf Grundstücken eingesetzt werden, den Vorgaben der Bauordnung entsprechen müssen. „Alle Haftungsrisiken, die sich aus der Nichtbeachtung dieser Anforderung ergeben, gehen zu Lasten des jeweiligen Aufgabenträgers.“ [Lauterbacher Anzeiger]

    Über Sinn und Unsinn, Vorgaben und Notwendigkeit eines TGMs wurde u.a. schon hier diskutiert. Mich würde nun interessieren, was die Gemeinden in Hessen machen, die schon einen TGM beschafft haben, zum Beispiel die Stadt Wetzlar?

    7 Antworten zu “Streit um TGM: Hessen bleibt bei 16t”

    Moinsen,

    Mich würde nun interessieren, was die Gemeinden in Hessen machen, die schon einen TGM beschafft haben, zum Beispiel die Stadt Wetzlar?

    Die werden sich (hoffentlich) hüten auf Aufstellflächen zu fahren, die über Feuerwehrzufahrten (nach DIN 14090) zu erreichen sind.

    Zu der gesamten Diskussion über (Un-)Sinn von Teleskopmasten (die in der Norm als Hubarbeitsbühnen bezeichnte werden!) sei noch einmal auf die umfangreichen Vergleiche zwischen DL vs. HAB auf http://www.drehleiter.info hingewiesen.

    Beste Grüße
    Jan Ole

    Hallo,

    m.E. einzig sinnvolle Entscheidung, vgl. zig Diskussionen um Fw-Aufstell- und Bewegungsflächen vs Achslasten und zGM..!

    Also ein TeleskopDings ist dasselbe wie ein Hubretter, ja?

    Also im Kanton Zürich sind Drehleitern 15-18t, die neuen 18t.
    Hubretter (bis 53m) ist 32t schwer!

    Siehe http://www.berufsfeuerwehr.ch/.....itebfz.htm

    (Auch unsere TLF, die einer Miscung aus euren LF und HLF sind, sind 16-18t schwer).

    Hello,

    [quote]Also ein TeleskopDings ist dasselbe wie ein Hubretter, ja?[/quote]

    soweit ich weiss, ist ein normaler Teleskompast ein Hubarbeitsgerät. Die für die Feuerwehr veränderte Version (inkl. Leiter, Bedienstand u.s.w.) ein Hubrettungsgerät. (Sonst wärs ja kein 2. Rettungsweg, oder?) – Wobei ich mir das rumkraxeln auf so ner Leiter eines abgeknickten TMF’s doch relativ abenteuerlich vorstelle.

    [quote]Hubretter (bis 53m) ist 32t schwer![/quote]
    Die Hamburger TMF53 wiegen auch um die 35t, wobei es da dann aber auch genug „normale“ DLK bzw 16t TMF23* gibt..

    [quote](Auch unsere TLF, die einer Miscung aus euren LF und HLF sind, sind 16-18t schwer).[/quote]
    Gibt es dann bei euch auch Normen für Feuerwehrzufahrten etc?

    * = Laut http://www.feuerwehr-hamburg.d.....earchtext= wiegen die Hamburger TMF23 nur 16t. Warum beschaffen die ganzen Kommunen dann immernoch 18t-Dinger, wo es keine Bezuschussung für gibt? Einfach 16t in die Ausschreibung und fertig :p

    [quote comment=“2548″]Also ein TeleskopDings ist dasselbe wie ein Hubretter, ja?

    Also im Kanton Zürich sind Drehleitern 15-18t, die neuen 18t.
    Hubretter (bis 53m) ist 32t schwer!

    Siehe http://www.berufsfeuerwehr.ch/.....itebfz.htm

    (Auch unsere TLF, die einer Miscung aus euren LF und HLF sind, sind 16-18t schwer).[/quote]

    ja und?
    Was sagen EURE Straßen dazu?

    [quote comment=“2550″]Hello,

    soweit ich weiss, ist ein normaler Teleskompast ein Hubarbeitsgerät. Die für die Feuerwehr veränderte Version (inkl. Leiter, Bedienstand u.s.w.) ein Hubrettungsgerät. (Sonst wärs ja kein 2. Rettungsweg, oder?) – Wobei ich mir das rumkraxeln auf so ner Leiter eines abgeknickten TMF’s doch relativ abenteuerlich vorstelle.[/quote]

    sofern er überhaupt eine Leiter hat!
    schon mal die Rettungsmöglichkeiten verglichen (Dauer bis zur Inbetriebnahme, Zeit zur Rettung mehrerer Personen von gleichen, verschiedenen Fenstern)?

    [quote comment=“2550″]
    * = Laut http://www.feuerwehr-hamburg.d.....earchtext= wiegen die Hamburger TMF23 nur 16t. Warum beschaffen die ganzen Kommunen dann immernoch 18t-Dinger, wo es keine Bezuschussung für gibt? Einfach 16t in die Ausschreibung und fertig :p[/quote]

    warum wohl hat HH das so vorgegeben (für die Geräte, die anscheinend Drehleitern ersetzen? (Wobei ich mir nicht sicher bin, wo die in HH in den Stadtteilen eingesetzt werden, es gibt durchaus Bereiche dort, da ist der TM sicherlich das sinnvollere Einsatzgerät.
    Und zu Deiner Frage: Die meisten machen sich schlicht über so banale Dinge wie Gewichte keine Gedanken…

    Hallo,

    um ein bißchen Klarheit zu schaffen, hier ein Auszug aus http://www.einsatzpraxis.org => Einsatzfahrzeuge => Typen

    Hubrettungsfahrzeuge

    Allgemeines

    Neben den Drehleitern (mit und ohne Korb, DL bzw. DLK) haben sich in den letzten Jahren immer mehr die Gelenk- bzw. Teleskopmastbühnen (GM, bzw. TM(B)) durchgesetzt.
    Die heute verwendeten Gelenk- oder Teleskopmastbühnen entsprechen zwar nicht in allen Punkten der alten DIN 14701, sehr wohl aber der DIN EN 1777:2005-02. Sie sind in vielen Fällen kostengünstiger und einfacher in der Anwendung, dafür aber oft (noch) deutlich langsamer in den Rüstzeiten bzw. Bewegungen. Außerdem wiegen selbst modernste, gewichtsoptimierte Teleskopmastbühnen bei vergleichbarer Ausstattung ca. 1 bis 2 t mehr als entsprechende Drehleitern mit Korb.
    Generell sind Teleskopmastbühnen und Gelenkmastbühnen dann vorteilhaft, wenn die Fahrzeuge als Angriffsgeräte, d.h. zur Brandbekämpfung und als Arbeitsgerät und nur gelegentlich zur Rettung von wenigen Personen verwendet werden.

    Die kinematischen Unterschiede der Drehleiter zu den Gelenk- oder Teleskopmastbühnen wurden bereits sehr früh und ausführlich diskutiert und von den jeweiligen Herstellern für ihre Argumentation hervorgehoben.

    Grundsätzlich ist der Bewegungsablauf bei der Drehleiter ein Aufrichten des Leiterpaketes und ein teleskopartiges Ausschieben bzw. Einfahren der Leiterteile aus- bzw. zueinander.

    Beim Gelenkmast ist der Bewegungsablauf ein Schwenken der Mastarme um ihre Gelenkpunkte.

    In den letzten Jahrzehnten sind bereits viele vergleichende Diagramme – Drehleiter zum Gelenkmast – veröffentlicht worden, aber keines gibt so anschaulich die theoretischen Werte wieder, wie sie von GUTTENBERG, 1963, veröffentlicht wurden. Die Leistungen der modernen Geräte sind nur unwesentlich besser und die tendenziellen Unterschiede sind gleich geblieben. Guttenberg hat damals zum besseren Verständnis den Begriff Telesoter (aus dem Griechischen übernommenes Lehnwort = weitreichendes Rettungsgerät) verwendet, da verschiedene Namen bei damaligen Herstellern in verschiedenen Ländern verwendet wurden. So z.B. „Hi-Ranger“ und „Snorkel“ in USA und England, „Giraffe“ in Frankreich, „Hubsteiger “ in Deutschland und „Hebekanzel“ in Österreich. Keiner der Begriffe hat sich letztlich wirklich durchgesetzt, nachfolgend wird daher der technische Fachbegriff „Gelenkmast“ von uns verwendet.

    Damals wurden Gelenkmaste mit Drehleitern ohne Rettungskorb verglichen, so dass der Vorteil des Gelenkmastes bei der Rettung von ängstlichen oder gehbehinderten Personen sehr deutlich wurde. Die Drehleiterhersteller haben sich daraufhin Gedanken gemacht, wie dieser Nachteil ausgeglichen werden kann. Magirus und Metz entwickelten die Leiterbühnen (auch Telebühne genannt). Dazu wurden Drehleitern mit 30 m Länge aus den Leiterparks der 50 m Leitern abgeleitet, um eine höhere Stabilität und Tragfähigkeit zu erreichen. Sie wurden mit Arbeits- und Rettungskörben an den Spitzen versehen, die das auch ausnutzen konnten.

    Die erste LB 30 wurde von Magirus an die BF Frankfurt geliefert. Die Zahl der gebauten Leiterbühnen war nie sehr groß (insgesamt wurden inkl. Export etwas über 60 Stück gebaut). Die letzte Leiterbühne wurde von Metz 1993 an die Flughafenfeuerwehr Düsseldorf ausgeliefert. Sie wurde auch als DLK 23/12 S bezeichnet.

    Aus diesen Erfahrungen wurden die Drehleitern weiterentwickelt, indem die Leiterparks verstärkt und die einhängbaren Rettungskörbe weiter entwickelt wurden. Damit hatte die Drehleiter wieder einen wesentlichen Vorteil für sich zu verbuchen. Sie konnte nämlich als einziges Gerät auch im aufgelegten Zustand als Brücke verwendet werden, wodurch eine Massenevakuierung sichergestellt werden kann. Die Gelenkmasten konnten nur Personen im Korb aufnehmen und diese zu Boden befördern und so stellt GUTTENBERG, bereits 1963 in sehr guter bildhafter Sprache fest: „Bei Rettung einer größeren Anzahl von Personen ist jedoch ein wesentlicher Nachteil darin zu erblicken, dass mit dem Telesoter im Gegensatz zur Drehleiter keine kontinuierliche Menschenrettung möglich ist. Das psychologische Moment bei diesem Rettungsvorgang mit dazwischen liegenden größeren Unterbrechungen darf nicht unterschätzt werden. Drehleitern und Telesoter verhalten sich hier so wie Treppe zu Fahrstuhl oder Brücke zu Fähre, wobei die stehenbleibende Verbindung doch wesentliche Vorteile aufweist.“

    Die Gelenkmasthersteller ihrerseits waren nun wieder bemüht, diesen Nachteil auszugleichen, indem sie an den Masten Aluleitern montierten, die einerseits das Gewicht etwas erhöhten bzw. die Ausladung verringerten und andererseits eigentlich nur einen – abhängig von der Stellung des Gelenkmastarmes! – Notabstieg ermöglichten, wenn das Gerät nicht zurückgefahren werden konnte. Eine echte Alternative zur Massenrettung von vielen Personen konnten diese Hilfsleitern nicht darstellen. Der Vorteil der Gelenkmasten gegenüber den Drehleitern war der geräumige Korb mit Wasserwerfer und festverlegter Löschmittelleitung vom Podium durch das Drehgetriebe entlang den Masten zum Korb sowie die größere Korbbelastbarkeit. Bei den Drehleitern müssen die Leitungen im Leiterpark erst verlegt und der Wasserwerfer im Korb erst eingesteckt werden. Somit wurden die Gelenkmasten, wie z.B. in Chicago schon immer, vorrangig als Hilfsmittel zur Brandbekämpfung und Drehleitern zur Menschenrettung angeschafft. Diese Entscheidung wurde auch stark beeinflußt durch die Art der Bedienung und die unterschiedlichen Bewegungsabläufe. Hier soll nochmals GUTTENBERG, 1963, zitiert werden: „Das Steuern der Telesoter-Bewegungen an sich bietet jedoch im Vergleich zur Leiter gewisse Schwierigkeiten. Bei der Drehleiter geschieht das Aufrichten und Drehen durch jeweils eine vertikale und eine horizontale Schwenkbewegung. Der Leiterauszug erfolgt geradlinig. Sobald also der Bedienmann das Ziel durch Aufrichten und Drehen des noch eingelassenen Leitersatzes anvisiert hat, kann er die Leiterspitze geradlinig auf das Ziel hin bewegen. Im Wege stehende Hindernisse sind leicht zu erkennen. Nicht so beim Telesoter. Eine geradlinige Bewegung der Kanzel ist nicht möglich, es müssen jeweils zwei oder drei Schwenkbewegungen zu einer resultierenden Bewegung zusammengefaßt werden. Die Kanzel nähert sich also in einer Zickzackbewegung dem Objekt. Hierbei muss der Bedienende nicht nur die Bewegungen der Kanzel im Auge behalten, sondern auch den Weg der ausknickenden Mastenarme. Er benötigt also für seine Operation einen wesentlich größeren freien Raum als bei der Drehleiter…. Im Extremfalle z.B. steht der untere Mastarm waagrecht nach der Seite, während die Kanzel sich in halber Höhe befindet. Der obere Mastarm hat bei der 90°-Drehung eine beträchtliche Fläche bestrichen. Beim anschließenden Aufrichten des unteren Mastteils wird die überfahrene Fläche noch größer. Etwa im Wege liegende Oberleitungen können unter Umständen ein wesentliches Hindernis beim Aufrichten des Gerätes bilden.“

    Dieser Bewegungsablauf ist in der dreidimensionalen Darstellung von Abb. 3.7.1/2 sehr anschaulich dargestellt.

    Abb. 3.7.3/1: Der 26 m Gelenkmast der Feuerwehr Stuttgart in seiner ursprünglichen Version noch auf einem 2-achsigen Fahrgestell bei einer seiner ersten Vorstellungen. Wie in Kap. 2.1 erwähnt, wurde er 1978 auf ein 3-achsiges Chassis umgebaut. (Foto: Archiv Iveco Magirus, Ulm) [Papierabzug]

    Abb. 3.7.3/2: Grafik der Kinematik eines Gelenkmastes. (Prospekt Firma Simon, aus Archiv Zawadke) [siehe GFHB Rudolph, 7-4.2 Seite 88]

    Mit dem Teleskopmast, der oft nur noch über ein Knickgelenk, dafür aber i.d.R. mittlerweile über eine angebaute Leiter an der Seite verfügt, nähern sich die „Telesoter“ in der Kinematik von der einen Seite an die Drehleitern an, die mit der Drehleiter mit Knick (Magirus) von der anderen Seite kommen.

    Am 18.03.2005 wurde an der staatl. Feuerwehrschule in Regensburg eine Vergleichsvorführung zwischen Drehleiter und Teleskop- bzw. Gelenkmast durchgeführt, bei der u.a. folgende Ergebnisse erzielt wurden (vgl. LFV Bayern, 2005):
    – GM/TM sind in ihrer Bedienungsvielfalt komplizierter.
    – GM/TM haben regelmäßig 18 t zGM, dies gibt Probleme mit den Feuerwehraufstellflächen.
    – Bei Einhaltung von 16 t zGM gibt es Reduktionen in der Korbbelastbarkeit (z.B. auf 270 kg, statt ca. 400 kg bei 18 t). (Anmerkung der Verfasser: Bzw. auch in der Zuladung.)
    – GM/TM können mit Wasserversorgungsleitungen versehen werden.
    – GM/TM haben bestimmte Vorteile bei bestimmten Einsatzlagen (Dächer, Vorsprünge, Einsatz der Krankentragenlagerung).
    – GM/TM sind immer langsamer bis zum Erreichen der Nennrettungshöhe/-ausladung.
    – GM/TM sind erheblich seitenwindempfindlicher.
    – Wenn vergleichbare Sicherheitsstandards zur DLK verlangt werden gibt es keine Kostenvorteile.
    – Eine Bauhöhe von 3.300 mm ist bei GM/TM nur mit großem Aufwand zu realisieren, bei DLK auf Serienfahrgestellen möglich.
    – GM/TM haben einen etwas höheren Bodendruck in der Abstützung.

    DIN und CEN

    Die Hubrettungsfahrzeuge wurden in der DIN 14 701 Teil 1, 2 und 3 bzw. der DIN EN 1777:2005-02 beschrieben.
    Die DIN 14701 wurde durch die DIN EN 14043 und 14044 (sowie die DIN EN 1777) ersetzt.

    Die DIN EN 1777 ist keine typenbezogene Norm (wie wir das in Deutschland bisher gewohnt sind), sondern sie beschreibt nur die Sicherheitsanforderungen und deren Prüfkriterien an eine universelle Maschine für den Personentransport. Die Anforderungen die sich aus der „alten“ DIN 14701 ergeben, beinhalten heute bereits einen weitaus höheren Sicherheitsstandard. Hier ist zu befürchten, dass es in Zukunft eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ bei Deutschen Feuerwehren geben wird. Die technischen und vor allem sicherheitsrelevanten Unterschiede der einzelnen Produkte sind zu unterschiedlich. Theoretisch wäre es möglich, eine kommunale Hubarbeitsbühne jeglicher Bauart (auch Scherenhub-, Gelenk-, Teleskopgeräte oder Kombinationen daraus) mit den „typischen Ergänzungen“ der Feuerwehr (Rot-Lackierung, Blaulicht, Sondersignal) zu versehen und als „Feuerwehr-Hubrettungs-Fahrzeug“ einzusetzen oder in den Verkehr zu bringen. Um dies zu verhindern strebt der zuständige Arbeitsausschuss NA 031-04-08 AA (vormals 192.4) „Hubrettungsfahrzeuge“ des Normenausschusses Feuerwehrwesen (FNFW) im DIN in Deutschland eine Neuausgabe der DIN 14701 als sogenannte „Restnorm“ an. Sie soll alle notwendigen Festlegungen enthalten, die bisher nicht von der DIN EN 1777 berücksichtigt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass auch bei TMB für die Feuerwehren der bisher gewohnte/erreichte Standard erhalten bleibt.

    Abhängigkeit von den Baurichtlinien

    In Deutschland sind die Hubrettungsgeräte abhängig von der Bauordnung. Das heißt, gewisse Maße und Gewichte müssen verbindlich eingehalten werden, um die Fahrzeuge überhaupt einsetzen zu können. So war mit der DIN 14701-1:1989-04 das Gesamtgewicht des einsatzbereiten Fahrzeugs (DLK 23/12) bisher auf 14,0 t beschränkt, um sicher zu gehen, dass auch ältere Aufstellflächen auf Tiefgaragendecken o.ä. ausreichend dimensioniert sind, oder die Durchfahrtstore zu Hinterhöfe auch passiert werden können. Schwerere Fahrzeuge haben u.U. auf älteren Feuerwehrzufahrten bzw. –aufstellflächen Tragfähigkeitsprobleme. Es gibt allerdings schon länger Länderausnahmen für die Bezuschussung für eine höhere zGM (oft im Bereich 14,5 t).
    Die DIN EN 1777 hat hier bereits 15 t als zGM ausgewiesen, dem folgt auch als „maximal empfohlene Gesamtmasse“ für eine DLA(K) bzw. DLS(K) der Klasse 30 (entspricht DLK 23/12) auch die DIN EN 14043 bzw. 14044 je von 2005-01. U.a. wegen der Euro 4/5/6-Problematik wird sogar schon eine Anhebung auf 16 t diskutiert.

    Die Bezeichnung der Drehleitern kann aus der Bauordnung abgeleitet werden. Die Hochhausgrenze ist in Deutschland mit einer Höhe von 22 m festgelegt. Das heißt, Gebäude deren anzuleiternder Fluchtweg höher als 22 m liegt, müssen über besondere Einrichtungen, wie z.B. zweiter rauchfreier, unabhängiger Treppenabgang ins Freie, Brandwände bzw. -abschottungen usw. verfügen müssen. Häuser unter 22 m und ab einer Brüstungshöhe von ca. 8 m (Einsatzgrenze der vierteiligen Steckleiter) werden i.d.R. als hohe Häuser bezeichnet. Es werden gewisse Einschränkungen beim Bau von Gebäuden zugelassen, wenn die Feuerwehr über geeignete Rettungsgeräte verfügt.
    Da in der Praxis oft nicht direkt angeleitert werden kann, wenn z.B. parkende PKW oder Alleebäume eine direkte Aufstellung vor dem Gebäude nicht zuläßt, hat man als Abstand zum Gebäude 12 m definiert. Dabei muss die Leiterspitze eine Höhe von 23 m erreichen (das entspricht einem Aufrichtewinkel α von 75°). Dann ist sichergestellt, dass die Hochhausgrenze (ca. 8. Stock) erreicht wird. Die Höhe der Leiterspitze ist bewußt um 1 m höher als die Hochhausgrenze, um einen sicheren Überstieg zu gewährleisten.