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    Unter dem Motto „Nostalgie in Rot“ hat der Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg im Jahr 2006 eine Fahrt mit Feuerwehr-Oldtimern entlang des Neckars – von der Quelle bis nach Mannheim zur Mündung in den Rhein – veranstaltet.
    Mit dabei waren 15 schmucke Oldtimer aus der Vorkriegszeit.

    Nostalgie in Rot 1

    Nach der Definition des Referats 11, Brandschutzgeschichte, der vfdb sind Feuerwehr-Oldtimer mindestens 40 Jahre alt und stehen nicht mehr im Einsatzdienst. Auf den mittlerweile zahlreichen Oldtimertreffen und Sternfahrten merkt man immer wieder, dass es eine Menge solcher Fahrzeuge gibt, die von den Feuerwehren, nach der Ausserdienststellung, noch gehegt und gepflegt werden. Darunter sind natürlich auch viele „junge“ Fahrzeuge aus der Nachkriegszeit und noch später.
    Nicht eine große Anzahl von Teilnehmern sondern die Auswahl von sehr alten, ganz besonders gut restaurierten oder gar original erhaltenen Fahrzeugen zeichnet die „Nostalgie in Rot“ aus. Die jüngsten Fahrzeuge unter den Teilnehmern waren aus dem Jahr 1938. Das älteste, die Magirus Kraftspritze 12 der Freiwilligen Feuerwehr Engen, von 1923.
    Die Fahrt entlang des Neckars führte die Kolonne eine Woche lang quer durch Baden-Württemberg. Die 150-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Rottweil, unweit der Neckarquelle, wurde als Zeitpunkt für den Start genutzt. Auch in allen Städten in denen die Oldtimer Station machten nutzten die dortigen Feuerwehren die tolle Gelegenheit um durch größere oder kleinere Festveranstaltungen die Fahrzeuge zu empfangen.
    Alle teilnehmenden Fahrzeuge, bis auf den Oldtimer aus dem Bayerischen Nördlingen, sind im Besitz von Liebhabern oder Feuerwehren in Baden-Württemberg.

    Nostalgie in Rot 5
    American La France Pumper (1933) in der Kolonne auf der Fahrt entlang des Neckars, dahinter ein Metz Kraftspritze auf Mecedes-Benz (1934) der FF Bretten

    Eine solche Veranstaltung fand 2006 nicht zum ersten Mal statt. „Nostalgie in Rot“ ist mittlerweile ein Erfolgsrezept.
    Die Erste Veranstaltung unter diesem Motto war im Jahr 1991 die Internationale Bodensee-Rundfahrt mit Historischen Feuerwehrautomobilen. Damals mit 15 Teilnehmern aus Deutschland, der Schweiz und Italien. Das älteste Fahrzeug war ein „Ahrens Fox“ von 1916 aus dem Auto- und Technik Museum Sinsheim.
    Die Strecke Führte die Teilnehmer um den Bodensee, durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ein Highlight war die Präsentation vor seiner königlichen Hoheit Markgraf Max von Baden. Er ist ein großer Freund der Feuerwehr und unterhält in Schloß Salem, nahe des Bodensees, ein Feuerwehrmuseum.

    Nostalgie in Rot 8
    Die Feuerwehr-Oldtimer der Bodensee-Rundfahrt

    Zwei Jahre Später, 1993, folgte eine Rundfahrt um Stuttgart. In verschiedenen Städten um Stuttgart verwiesen wiederum 15 Oldtimer, diesmal aus Deutschland, Holland, Frankreich, Italien und Österreich, auf den 7. Landesfeuerwehrtag in Fellbach.
    Das älteste Fahrzeug war ein Ford T aus dem Jahr 1908. Von dieser Stuttgart-Rundfahrt erstellte das Feuerwehrmagazin eine Videodokumentation.
    Der damalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg Erwin Teufel besuchte die Präsentation der Feuerwehr-Oldtimer in Fellbach und lies es sich nicht nehmen, mit Feuerwehrhelm ausgestatten, auf einem der Oldtimer Platz zu nehmen.

    Nostalgie in Rot 4
    Die Mannschaften der teilnehmenden Fahrzeuge bei der Freiburg-Rundfahrt in historischer Uniform

    Auch auf den 8. Landesfeuerwehrtag in Freiburg 1998 wurde mit einer „Nostalgie in Rot“-Rundfahrt in der Umgebung von Freiburg aufmerksam gemacht. Da das Motto des Feuerwehrtags „Feuerwehr = Sicherheit, Gestern – Heute – Morgen“ war, konnte hier durch die historischen Fahrzeuge ein passender Beitrag geleistet werden. Durch die Oldtimerfahrten wird auf das humanitäre Wirken der Feuerwehr seit über hundert Jahren hingewiesen. Mit historischen Automobilen wird ein sehr großer Teil der Bevölkerung angesprochen. – Die Nostalgiewelle ist nicht nur bei der Feuerwehr spürbar. Wo alte Autos oder beispielsweise Dampfzüge zu sehen sind gehen die Menschen hin. „Nostalgie in Rot“ ist Imagepflege und sogar Nachwuchswerbung für die Feuerwehr. Vor allem auch Kinder bekommen strahlende Augen wen sie die alten roten Autos sehen.
    Diesen Effekt nutzen selbstverständlich die Medien für sich. Bei der Freiburg-Rundfahrt filmte beispielsweise der Fernsehsender DSF für seine Oldtimer Sendung: Einschaltquoten bei den Oldtimer- und Feuerwehrliebhabern für das Fernsehen und breit angesetzte Öffentlichkeitsarbeit für die Feuerwehr…

    Nostalgie in Rot 2
    Vor dem Schloss in Donaueschingen: Mannschaften und Fahrzeuge abfahrtbereit

    Im Jahr 2001 war es wieder soweit: „Nostalgier in Rot an der schönen blauen Donau“. Eine einwöchige Fahrt von der Donauquelle bis Wien. Diesmal zwar nur mit 13 Oldtimern aus Deutschland und Österreich, dafür aber mit einem Begleitfahrzeug des ADAC. Der Gelbe Engel wurde beordert um sicher zu gehen, dass bei den besonderen Anforderungen kein Fahrzeug auf der Strecke bleibt. Nötig war es im nachhinein nicht, alle Fahrzeuge erreichten Wien pünktlich zum dortigen Tag der Feuerwehr.
    Während vom Start in Donaueschingen noch ein historischer Porsche der Polizei Baden-Württemberg voran fuhr wurde die Kolonne in Wien von einer Motorradeskorte angeführt.
    Mit dabei, wie schon bei den Fahrten zuvor, waren Oldtimer im Privatbesitz oder von Feuerwehren. Einig Liebhaber besitzen historische Fahrzeuge aus dem Ausland, darunter Australien und USA. Die Fahrzeuge, die in Besitz von Feuerwehren sind, waren meist zuvor dort lange Zeit im Einsatz. Aber auch ein Fahrzeug aus dem Feuerwehrmuseum Winnenden und eines aus dem Deutschen Feuerwehrmuseum Fulda nahmen an der Fahrt entlang der Donau teil. Die Besatzungen der Fahrzeuge sind selbstverständlich immer in passender, historischer Uniform gekleidet.

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    In Wien angekommen: Feuerwehr-Oldtimer vor dem Stephansdom

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    Menschenmenge bei der Präsentation der Fahrzeuge

    2003 fand in Ulm der 9. Landesfeuerwehrtag statt. Gleichzeitig wurde dort das 150-jährige Bestehen des Deutschen Feuerwehr Verbands gefeiert. Auch zu diesem Anlaß waren 13 Oldtimer, diesmal alle samt aus Baden-Württemberg, rund um Ulm unterwegs.
    Neben der Planung einer möglichen Fahrstrecke für die betagten Automobile müssen auch immer Unterkünfte für die Mannschaft und geeignete Hallen zum Einstellen der Fahrzeuge in jedem Etappenziel gefunden werden. Es muß koordiniert werden, wann die Fahrzeuge in welcher Stadt eintreffen. Dort werden dann Veranstaltungen organisiert, die dem Besuch der Oldtimer den passenden Rahmen und die gewünschte Aufmerksamkeit geben. Dies bedarf einer präzisen Planung im Vorfeld.

    Nostalgie in Rot 6
    Oldtimer mit Besatzung. Vorne die Benz-Autospritze (1926) der FF Wolfach, dahinter eine Chevrolet Motorspritze (1927) die einst in Kopenhagen im Dienst war.

    Die Fahrt entlang des Neckars 2006 war wieder ein öffentlichkeits- und medienwirksames Ereignis. Drei der später teilnehmenden Oldtimer bildeten in der SWR-Fernsehsendung „Sonntagstour“ die Kulisse für die Musikgruppe „Die Feldberger“. Die Band spielte, auf den Feuerwehrautos sitzend, während sie durchs Neckartal fuhren. So konnte schon im Vorfeld Werbung für die Oldtimerfahrt gemacht werden.
    In den Städten in denen die Feuerwehrfahrzeuge halt machten, beispielsweise in Tübingen, Stuttgart oder Heidelberg, liefen stets viele Neugierige zusammen. Selbst die Spiele der Fußballweltmeisterschaft schienen den Feuerwehr-Oldtimern keine Konkurrenz zu machen.
    In Rottweil, beim Start berichtete der „Treffpunkt“ des SWR. Das Fernsehteam war dann noch einen ganzen weiteren Tag mit Dreharbeiten rund um die Feuerwehr-Oldtimer beschäftigt.
    In über zehn Tageszeitungen sind über 20 Artikel erschienen. So manche Zeitung brachte sogar eine Sonderseite mit Fotos heraus. Die Stuttgartausgabe der Bild-zeitung berichtete mit Foto.
    Kein anderes Feuerwehrevent erhält eine solch große Medienresonanz.
    Auch in der Feuerwehr-Fachpresse sind Berichte zu finden, so in der Brandhilfe 10/2006, in der Brandschutz 9/2006 und in der Ausgabe 8/2006 vom 112 Magazin.

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    2 Antworten zu “Nostalgie in Rot – Feuerwehr-Oldtimer unterwegs”

    toller beitrag….ich wußte garnicht das es noch vorkriegs-feuerwehren gibt…toll das es leute gibt die sie erhalten

    michi

    Hallo

    In Suhl (Thüringen) soll am Sa 25.04.2009 der „3. Tag der Helfer“ stattfinden.

    ASB; THW; FW und Polizei werden sich gemeinsam präsentieren

    Mittelpunkt soll eine große Technikschau „Retten Löschen Helfen – damals und heute“ stehen.

    Wir suchen Leute mit historischen Feuerwehr- und Polizeifahrzeugen für die Technikschau

    sowie Personen mit Uniformen aus den genannten Bereichen für eine Modenschau

    Wir haben einen großen Platz zur Verfügung möchten aber doch gern planen.

    Wer also Interesse hat sollte sich melden:

    Fozzy-suhl@gmx.de

    Holger Auerswald

    Stadtrat