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    Ein ambizonierter Jugendfeuerwehrmann drehte für seine Feuerwehr einen kleinen Film. Das übliche: Anfahrt zum Gerätehaus, umziehen, ausrücken… Logisch, dass dazu auch eine flotte Musik gehört, denn die Action will ja schließlich auch noch ein wenig vertont werden. Dumm nur, dass er die Filmmusik von „Backdraft – Männer die durchs Feuer gehen“ gewählt hat. Denn kurz nachdem er voller Stolz auf sich und seine Schnittkünste das Video der Weltöffentlichkeit per Sevenload präsentierte, klopfte der Staatsanwalt an der Feuerwache an. Ging auch leicht, denn im Abspann war Name und Internetadresse sauber vermerkt.

    Bevor ich den Spannungsbogen noch weiter strapaziere: Die Meldung ist fingiert. Bislang sind Autoren von lizenzrechtlich bedenktlichem Videomaterial – zumindest was mir vom Feuerwehrsektor bekannt ist – verschont geblieben.

     Aber wie lange noch, frage ich mich. Umso mehr ich mich durch Sevenlod, YouToube und Co durch andere Feuerwehr-Video-Welten klicke, finde ich Videos (zum Teil zugegeben sehr gut gemacht) mit Backdraft, Matrix und anderen, eindeutig rechtlich geschützem Musikwerk.

    Ein Beispiel  hier: http://www.youtube.com/watch?v=SiPOOeC2u1A

    Aufklärungsarbeit ist gefragt! 

    Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, hier Aufklärungsarbeit zu betreiben. Nicht, um zu ärgern, sondern um unnötigem Ärger den wirklich überwiegend talentierten Autoren zu ersparen. Ich verstehe aber nicht, wie teilweise leichtsinnig an die Materie herangegangen wird! Es muss doch jedem klar sein, dass es für GEMA & Co. ein Leichtes ist, im Internet nach solchen Verstößen zu „fahnden“. Da ich mich bereits nun seit längerem mit genau dieser Materie befasse, habe ich inzwischen einen guten Freund bei der GEMA, der gleicher Ansicht ist und dazu auch gleich hinzufügt, dass es hierzu künftig diverse Fachgruppen geben wird, die sich mit der „neuen Materie“ Podcast und insbesondere mit den genannten Videoportalen befassen wird. Genauso, wie die GEMA (viele glauben das nicht) schon seit Jahr(zehnten) Außendienstmitarbeiter hat, die durchaus auch einmal Dorffeste kontrolliert – hier natürich insbesondere die Anmeldungen überprüft. Denn, auch das wissen einige nicht, wer z.B auf seinen Feuerwehrfesten auch nur eine CD abspielt, muss dies entsprechend anmelden und Gebühren abführen.

    Und wie endet nun mein fingierter Fall?

    Nun. Für den jungen Mann ist die Laufbahn in der Feuerwehr vorbei. Obwohl früher hochgelobt, nahmen seine Kameraden und insbeonsere der Kommandant Abstand. Hat er doch den Staatsanwalt ins Haus geholt und die Feuerwehr und damit auch die Gemeindeverwaltung in arge Schwierigkeiten gebracht. Er selbst muss eine Strafe von 8.500 Euro zahlen und 230 Sozialstunden leisten. Natürlich nicht in der Feuerwehr…

    14 Antworten zu “Wenn der Staatsanwalt vor der Türe steht – doch diesmal nicht wegen StVO…”

    hi,

    das es der GEMA egal ist wer geschütztes (Musik)material verwendet könnte man sich fast denken. Was mich mehr verwundert / verärgert ist der unterste Absatz! Ich denke das Projekt das er verfolgte war rein Privat und kein offizielles Werbevideo der Feuerwehr. Warum also hält Kommandant und Kameraden abstand, bzw. ist die Laufbahn in (dieser) Wehr vorbei?

    Ich finde es aber wirklich gut das zu diesem Thema Aufklärungsarbeit gemacht wird, da der private Videomarkt derzeit sehr schnell ansteigt!

    Gruß
    Andreas

    Hi Andreas!

    Ganz einfach: Wie ist es denn oft:
    Macht jemand große Probleme und besonders gerät jemand mit dem Gesetz in Konflikt, ist es besonders bei dörflichen Gemeinschaften schnell der Ofen aus!

    Und stell Dir vor, wie ja beschrieben, es kommt der Staatsanwalt ins Haus usw. Außerdem, so meine Beobachtung und Erfahrung: Oft werden solche Videos auch nur mit „halbherziger Genehmigung“, also „stillschweigende Erlaubnis“ gedreht. Mal schnell bei einer Übung. Wie Du schon schreibst: Mehr privat.

    Aber auch wenn offiziell wäre: Der Ofen für ihn wäre sicher meist dann aus. Vielleicht rollt noch ein anderer Kopf mit, aber seiner bestimmt.

    Danach will oft keiner mehr was gewußt haben.

    Der GEMA ist es nicht egal. Ich denke, sie rüstet sich derzeit nur.

    Ich hab dazu mal eine Frage: Gibt es in anderen Ländern der EU auch solche „Behörden“ wie die GEMA? Und wen hat der Junge so stark geschadet, dass er 8.500€ zahlen muss?

    Diese Beutelschneider- und Wegelagerei von Medienmonopolisten an arglosen Jugendlichen ist schon erschreckend genug.

    Ihn für eine kleine Unbedachtheit aber auch noch aus der Feuerwehr auszuschließen ist ein Armutszeugnis für die betreffende Wehr, zeugt von Weltfremdheit und menschenfeindlichen, obrigkeitshörigen Reflexen, wie man sie in Deutschland aus der jüngeren Geschichte ja zur Genüge kennt. Pfui Teufel!

    Äh… achso… fingiert… wer lesen kann ist klar im Vorteil *hust*

    Ich finde vor allem die 230 Sozialstunden sehr hart. Wenn ich lese dass bei einer schweren Körperverletzung (Wiederholungstäger) gerade mal die Hälfte davon bekommen, wird mir schlecht.

    Natürlich habe ich das ein wenig überspitzt (bewusst) dargestellt.

    Mit dem Thema GEMA – eine private Einrichtung, die die Rechte von Musiker vertritt – muss sich jeder, der öffentliche Veranstaltungen mit Musik ausrichtet, beschäftigen. Interessant ist, dass der Hessische Landesfeuerwehrverband einen Rahmenvertrag ausgehandelt hat. Wie die rechtliche Situation bezüglich Sevenload, Youtube & Co. ist weiß ich nicht…

    Aber wie ist das mit anderen Rechten, die in Zusammenhang mit Veröffentlichungen – auch im Internet – stehen?

    Z. B. das Recht am eigenen Bild.
    Auf viele FW – Homepages sehe ich Portraits von Mitgliedern – u. a. der JF. Haben die Webmaster eine Bildfreigabe der Eltern? Schriftlich?

    Wie ist das mit Berichten zu Themen, die die Feuerwehr als Einrichtung der Kommune betreffen? Z. B. Einsatzberichte, Berichte über Fahrzeugbeschaffungen oder Neubauten von Feuerwehrhäusern.
    Nach hessischem Beamtenrecht, das in diesem Fall auch für ehrenamtliche Feuerwehrleute gilt, ist es nicht gestattet sich zu Themen, die die Behörde betreffen, öffentlich zu Äußern. Nur wenn von der vorgesetzten Behörde (nicht Stelle), also in der Regel Hauptamt oder Bürgermeister, eine personenbezogene Genehmigung erteilen.

    Wer kennt das oder hat eine solche Genehmigung? Wer musste schon zu diesen Themen Stellung beziehen?

    Hallo Ekkehard,

    ich finde es super, dass Du dieses Thema aufgreifst. Zu diesem Thema gibt es noch genug Unwissenheit in Reihen der Feuerwehr. Ein Beispiel:

    Ich musste einem Feuerwehrkameraden vor unserem diesjährigen Feuerwehrfest erklären, warum wir über 50 Euro an die GEMA überweisen. Dass die GEMA Außendienstmitarbeiter hat ist mir schon länger bekannt. Das habe ich meinem Kameraden dann auch gesagt. Das Argument „Es wird viel teurer, wenn wir unsere Veranstaltung nicht melden!“ hat ihn zum Schluss überzeugt. Mit den rechtlichen Grundlagen ließ er sich nicht beeindrucken.

    Die Außendienstmitarbeiter schauen bestimmt in die Zeitung und besuchen dann erst recht die Veranstaltungen, welche nicht der GEMA gemeldet wurden. Vermute ich mal. So würde ich es zumindest machen, wenn ich ein solcher Außendienstmitarbeiter wäre. Wenn die dann noch auf Honorar-Basis bezahlt werden ist er „Jagddrang“ erst recht geweckt.

    GEMA und die rechtlichen Grundlagen sind da. Also müssen wir uns auch daran halten!

    Vorallem da die GEMA ja kein „Abzockerladen“ ist sondern ein Großteil kommt wirklich den Künstlern zu.

    aber das mit der fiktiven meldung erinnert mich grade an die Geschichte in Belgien:

    shortnews.stern.de/feedback.cfm?fanz=1&fbid=2880281
    [edit basti: link geändert]

    @ Geza:
    Das ist auch so ein „heißes“ Thema, was einige leider auch stur ignorieren.

    Zu gibt es aber verschiedene Publikationen.

    Wir selbst lösten dies vor ca zwei Jahren mit Vereinbarungen, die jeder unterzeichnete und jedes neues Mitglied unterschreibt schon mit seinem Aufnahmeantrag entsprechende Erklärung, die auch von einem Anwalt überprüft worden ist. Siehe hier:

    Beitrittsforumlar der Feuerwehr Mühldorf

    Hm, die Sache mit den Links… Also noch einmal:

    Beitrittsformular der Feuerwehr Mühldorf

    @Ekkehard

    Hätte da nicht ein Verweis auf das Bayerische Datenschutzgesetz erfolgen müssen?

    Hallo zusammen,
    da ich im Internet leider keine erschöpfende Information erhalten habe, hier meine Frage:
    Es ist die Info im Umlauf, dass bis zu 20 sek. Musik GEMA-frei verwendbar ist. Stimmt das? Und gilt das auch für Filmausschnitte?

    Wenn ja, benötige ich da auch ein statement, das rechlich haltbar ist (z.B. ein Geritsurteil oder eine Stellungnahme der GEMA).

    Vielen Dank