• Projekte
      FWnetz
  • FWPIX - Die Bilder der Leser
      FWPIX ist die Bilder-Shoutbox der Weblog-Leser. Hier entlang bitte:



      Aktueller FWPIX:
      Jeder ist herzlich eingeladen, beizutragen. Weiterführende Infos und Uploadmöglichkeit gibt's hier:



      Aktuelles Thema:
      Historisches
  • Newsletter
  • Aufgeschnappt
  • Kategorien
  • Archiv
    • Weblog1.0
    • Meta
        CC-Somerights
        Get Firefox!

    • Artikel

      Vorstellung Metz L32A

      Neuigkeiten von Magirus

      Neuigkeiten von Magirus

      150 Jahre Feuerwehr Konstanz

      Feuerwehr Kreuzlingen

      ELW Konstanz

      Sirenen

      Winterreifen

      Teleskopgelenkmast
    • Talkrunde
        Aktuelle Talkrunde: Recht (2)
        mit Sven Tönnemann
        Talkrunde 2: Recht
        mit Sven Tönnemann
    • Kommentare

    Bei Gefahren an der Einsatzstelle denkt jede gleich an AAACEEEE, GAMS oder AAA. Es gibt aber auch noch Gefahren, die nichts mit dem Einsatzgeschehen zu tun haben. Sie sind eine Sekundärfolge eines Einsatzes. Sie entstehen erst durch einen Einsatz!

    Gemeint sind Folgeunfälle auf Autobahnen, Bundes- oder Landstraßen infolge eines Einsatzes von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Am gestrigen Übungsabend in Baden-Baden zeigte uns der Dozent (Feuerwehrmann und Polizist zugleich) einige Bilder von solchen Unfällen und erklärte uns auch die Situation, die dem Geschehen vorangegangen war.

    Die Ursache, selbst bei freier Fahrbahn, war fast immer die gleiche: Entweder Ablenkung durch blinkendes Blaulicht und am Straßenrand stehende Fahrzeuge der Hilfsorganisationen oder Sekundenschlaf der herannahenden Auto-/Kraftfahrer. Ich selbst habe auf der Autobahn schon erlebt, dass das Unfallgeschehen (brennender Tanklastzug) auf der anderen Spur für die Autofahrer viel interessanter war, als die Konzentration auf das Autofahren. Die Folge waren zwei demolierte Fahrzeuge, darunter auch ein Einsatzfahrzeug der Polizei.

    Die Analyse der Unfälle machte eines deutlich: Die beste Absperrung, selbst mit Verkehrsleitkegeln, blinkenden Lichtern oder Hinweisschildern nützt nichts, wenn die Fahrer abgelenkt werden. Die Konsequenz daraus ist, dass Polizei und Feuerwehr immer einen Mann abstellen sollten, der einige hundert Meter vor der Unfallstelle postiert ist und den herannahenden Verkehr beobachtet (beobachtet nicht regelt!). Kommt es zu einer kritischen Situation, kann dieser seine weiter hinten arbeitenden Kollegen über Funk oder Zuruf warnen.

    Das mag nach einem Idiotenjob klingen, aber im Grunde ist dieser vorgezogen Posten die Absicherung für die dahinter arbeitenden Kräfte.

    Auch zwei andere Aspekte wurden angesprochen: Blaues Blinklicht lenkt ab und ist im Dunkeln ohnehin schlecht zu sehen. Die Alternative ist sämtliche gelben Blinklichter (Triblitz, Warnblinkanlage, …) einzuschalten. Das Problem, die Ablenkung der Autofahrer durch dieses „Geblinke“, wird damit zwar nicht gelöst, aber in Kombination mit dem vorgezogenen Posten ist das die am wenigsten gefährliche Lösung.

    Und noch eines: Wenn Kräfte im Bereitstellungsraum – egal ob Autobahn oder Schnellstraße – stehen und nicht benötigt werden, dann sollten diese nicht im Fahrzeug sitzen bleiben, sondern sich immer hinter der Leitplane aufhalten – auch wenn es bitterkalt ist. Kommt es nämlich zu einem Folgeunfall und ein LKW oder PKW rast in das mit Einsatzkräften besetzte Feuerwehrfahrzeug hinein, bleibt es mit Sicherheit nicht nur bei Blechschäden.

    15 Antworten zu “Gefahren an der Einsatzstelle”

    Schon mal Zuruf auf einer Autobahn versucht? Halt ich für fast unmöglich.

    @Stefan H.: Wir hatten ein Beispiel von der A99 bei München, da hatte es funktioniert. Aber der zuruf muss nciht auf einer Autobahns ein, dass kann auch eine normale Straße sein. ;-)

    stellt ihr die autos nicht auf die spur auf der der unfall passiert ist als eine art puffer???

    @Flo: Das mit dem Puffer kam mir auch, aber du musst die Dinger, damit sie Puffer sind, in ausreichendem Abstand aufstellen. In der Regel brauchst du das Fahrzeug aber an der EST. ;-) Und wenn ein LKW mit 80 oder 90 aufs LF donnert, dann macht auch das LF einen satz nach vorne. ;-)

    Deshalb muss das Absicherungsfahrzeug a) ausreichend schwer sein und b) weit genug entfernt aufgestellt werden. In Stuttgart nimmt man dafür üblicherweise ein TLF 24/50.

    Bei uns wird in der Regel im Erstangriff das TLF24/50 dafür benutzt. Später zusätzlich noch der VersLKW mit Sicherungsanhänger mit größerem Abstand.

    Nochmal aus Stuttgarter Sicht: Seit kurzem (= einigen Wochen) wird hier bei Einsätzen auf BAB und Bundesstraßen, bei denen die FF parallel zur BF alarmiert wird, auch immer ein zusätzliches Absicherungsfahrzeug der FF alarmiert. Die FF-Fahrzeuge fahren im Verband (!) zur Einsatzstelle, damit von Anfang an eine vernünftige Absicherung sichergestellt ist.

    [quote comment=“1654″]Deshalb muss das Absicherungsfahrzeug a) ausreichend schwer sein und b) weit genug entfernt aufgestellt werden. In Stuttgart nimmt man dafür üblicherweise ein TLF 24/50.[/quote]

    In Wiesbaden wurde bis vor einiger Zeit als Absicherungsfahrzeug auf Autobahnen einige 100 Meter noch ein Kranwagen abgestellt… aus kostengründen wird das aber auch nicht mehr praktiziert.

    „Kommt es zu einer kritischen Situation, kann dieser seine weiter hinten arbeitenden Kollegen über Funk oder Zuruf warnen.“
    Wie erkennt man denn eine kritische Situation? Welche Situationen? Halte das irgendwie nicht für sehr sinnvoll.

    Laut FwDV steht doch der VSA mind. 200m vor der EST (anderen Vorwarnungen nicht berücksichtigt). Also selbst WENN einer in den VSA rauscht, sollte das zunächst keine unmittelbare Gefahr für die EST darstellen. Und WENN jmd in den VSA donnert, dann sollte das der Mannschaft am VSA (hinter der Leitplanke) doch auffallen, oder?

    Oder meint ihr, dass jmd zwischen Absicherung u. EST reinfährt?

    Und: Nicht nur Kräfte im Bereitstellungsraum sollten aussteigen, auch die, die in den Sicherungsfahrzeugen sitzen! DIE sind ja am ehesten gefährdet.

    @Hans ja sicher wird es denen Auffallen, problem wird sein es den anderen mitzuteilen. 2m Geräte hat man meist viel zu wenige und auf Zuruf ist auch so eine sache. Und wenn da jmd. mit hoher geschwindigkeit „durchdonnert“ sind 200m nicht viel.

    [quote comment=“1687″]Und wenn da jmd. mit hoher geschwindigkeit „durchdonnert“ sind 200m nicht viel.[/quote]
    Stimmt – aber das is ja bei so einem Vorposten net anders..

    wir hatten das schon, dass uns einer mal auf der autobahn in die absicherung seitlich gefahren ist. davor kann man sich fast nicht schützen. zum glück hat er nur einen kegel weggeschleudert.

    [quote comment=“1685″]Laut FwDV steht doch der VSA mind. 200m vor der EST (anderen Vorwarnungen nicht berücksichtigt). Also selbst WENN einer in den VSA rauscht, sollte das zunächst keine unmittelbare Gefahr für die EST darstellen. Und WENN jmd in den VSA donnert, dann sollte das der Mannschaft am VSA (hinter der Leitplanke) doch auffallen, oder?[/quote]

    Das dachte ich auch, aber wir sind im Unterricht Fälle durchgegangen, bei den Absperrungen nichts halfen: Unaufmerksamkeit und Sekundenschlaf, selbst auf einer ansonsten freien Fahrbahn führte das zu schweren Unfällen.

    Ich finde es ein wenig naiv zu denken, eine Absperrung zweihundert Meter weiter vorne hilft. Die Verkehrssituationen im Unfallstellenbereich sprechen da eine andere Sprache.

    Stell Dir jetzt mal einen 40-Tonner mit 80 Sachen vor, der Fahrer nickt weg und der rauscht in die VST. Für die 200 Meter zur EST braucht er dann knapp 22 Sekunden. …

    Außerdem bringt es m.E. nichts, sich hinter Vorschriften zu verstecken. Auch bei der Absicherung sollte gesunder Menschenverstand vor Vorschriften kommen (analog zur Fahrt mit Sosi, …)

    [quote comment=“1720″]
    Stell Dir jetzt mal einen 40-Tonner mit 80 Sachen vor, der Fahrer nickt weg und der rauscht in die VST. Für die 200 Meter zur EST braucht er dann knapp 22 Sekunden. …
    [/quote]

    Hat einer von uns beiden im Physik-Unterricht nicht aufgepasst ? ;-) Also, ich nehme mal einfachheithalber an, der 40-Tonner wird vom VSA nicht spürbar abgebremst, dann legt er 22m/s zurück, braucht also rund 9 Sekunden zur EST. Üblicherweise sollte aber auch der VSA nicht alleine auf der Fahrbahn stehen, so dass sich ein gewisser Bremseffekt einstellt und der Aufprall sollte an der EST besser zu hören sein als jeder Funkspruch!

    @Dieter: Sieht wohl so aus! Hab wohl ein paar Zahlen verdreht. So was peinliches aber auch!