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    Während ich vorgestern Nachmittag noch ein paar Minuten im Bereitschaftsraum auf den Feierabend warten musste, erblickte ich eine herrenlose Zeitung auf dem Tisch neben mir. Eigentlich wollte ich nur mal eben schnell drübergucken, doch plötzlich stieß mir ein unerwartet interessanter Bericht ins Auge. Gleich eine ganze Seite war einer Großübung der Feuerwehren aus Kelkheim gewidmet. Ein Reporter hatte offenbar die insgesamt sechs Feuerwehren bei mehreren Übungen auf einem verlassenen Forschungsgelände begleitet und darüber berichtet. Mittendrin jedoch ein Absatz der mich sehr positiv überraschte: Der Reporter übte dort nämlich Kritik an dem, was bei der Übung passiert war. Allerdings ging der Schwarzen Peter nicht an die Kollegen, sondern an einige Anwohner des Werkgeländes, was sich so las:

    „[…] Halt eben winterlich dunkel, wenn man um halbacht mit einer Übung beginnt. Und da kam doch tatsächlich jemand aus der Nachbarschaft, um sich zu beschweren – ob man denn nicht später üben könne. Vielleicht werden sich die weit über hundert Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner, die am Samstag Morgen dabei waren, in Zukunft auch überlegen, ob sie sich zu nachtschlafender Zeit aus ihren Betten holen lassen, um ehrenamtlich zu helfen, um ohne klingenden Lohn Menschen zu bergen. […]

    8 Antworten zu “Es geht auch anders: Wenn die Presse hinter der Feuerwehr steht”

    Das mit den sich beschwerenden Nachbarn ist leider die Regel. Wir sind schon mal „angemacht“ worden, weil es Nachbarn bei einem Dachstuhlbrand von Sonntagnacht auf Montagmorgen zu laut war. Und es gab auch regelmässig Ärger mit den Nachbarn, wenn die Feuerwehr zu nachtschlafender Zeit mit ihren Fahrzeugen aus dem Gerätehaus ausrückte! Da kann man nur hoffen, dass es bei solchen Leuten nie brennt!

    Hallo stefan!

    Vielleicht sollte man es doch hoffen? Gerade weil…. Wir haben selber schon die Erfahrung gemacht dass der „Lerneffekt“ warum es die Feuerwehr gibt, dann größer ist.

    Im Oktober gingen sogar innerhalb einer Woche zwei Leute auf Kameraden in unserer Umgebung los. Einmal mit der Axt, einmal mit der Kettensäge!

    So was ähnliches auch schon erlebt…

    Nach einer längeren Übung fuhren einige meiner Kameraden und ich noch an unserem „Haus-Döner-Lieferanten“ vorbei, um uns mit Essen einzudecken.

    Zwei Tage später traf ich unseren Bürgermeister, der mir mit einem gewissen Lächeln auf den Lippen von einem Anruf eines Bürgers erzählte, der sich wie folgt beschwerte:

    „Hat die Feuerwehr nichts anders zu tun, als Steuergelder damit zu verschwenden, Sprit zu verbrauchen, in dem sie zum Dönerladen fährt…“

    Unser Bürgermeister ist zum Glück uns sehr wohlgesonnen (spricht immer „von seiner Feuerwehr“ und machte den betreffenden Bürger entsprechend mundtot:

    „Wenn meine Feuerwehr hunger hat und zudem noch eine Übung hatte, darf sie natürlich auch was zu Essen holen fahren..“

    Aber man sieht: Man steht ensprechend in der Öffentlichkeit!

    [quote comment=“1623″]Aber man sieht: Man steht ensprechend in der Öffentlichkeit![/quote]

    Was lernen wir daraus: Öffentlichkeitsarbeit + Imagearbeit!!! Das gilt für jede noch so kleine Wehr (denn Hunger haben wir schließlich alle).

    [quote comment=“1622″]Im Oktober gingen sogar innerhalb einer Woche zwei Leute auf Kameraden in unserer Umgebung los. Einmal mit der Axt, einmal mit der Kettensäge![/quote]

    So etwas hat es (zum Glück) bei uns in den vergangenen Jahren nicht gegeben. Kommt vielleicht auch noch.

    Habt Ihr die „freundlichen“ Bürger angezeigt? Irgendwo gibt es Grenzen. Angriff auf einen Feuerwehrmann mit Axt oder Motorsäge ist – so meine Rechtsauffassung und ich bin kein Rechtsexperte – ein Verstoß gegen den § 113 Absatz 1 Strafgesetzbuch:

    „Wer einem Amtsträger oder Soldaten der Bundeswehr, der zur Vollstreckung von Gesetzen, Rechtsverordnungen, Urteilen, Gerichtsbeschlüssen oder Verfügungen berufen ist, bei der Vornahme einer solchen Diensthandlung mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt Widerstand leistet oder ihn dabei tätlich angreift, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“
    Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de

    Ach, bin auch schon bei Straßensperrungen mehrfach beleidigt und beschimpft worden. Beim einem mal kam zufällig unser zuständiger KBI vorbei der an dem Lauf teilnahm für den ich absperrte und wieß die Leute darauf hin das wenn ich sage die Straße sei zu, dann sei sie auch zu und basta.

    Ein Jahr später hat mich ein Zuschauer bei dem gleichen Rennen als A****loch beschimpft. Ich hab den schon etwas älteren Herren darauf hingewiesen dass die Kollegen der Polizei gleich nebendran stehen würden in Zivil (die standen wirklich da) und wir sofort die Anzeige wg. Beleidigung aufnehmen könnte wenn er wolle. Seine Klappe war darauf hin nicht mehr so groß!

    Nachteil solcher seltenen Übungsgelände? -> zumindest bei uns werden diese nicht selten als Location für TV Produktionen verwendet.

    So treffen wir uns in den alten Kasernen gerne mal mit Tatort, Alarm für Cobra 11 und anderen Helden…. Da haben wir -versehentlich- auch schon ganze Szenen geschmissen, weil die Übungen mit Sonder- und Wegerechten (auf abgesperrtem Gelände) ohne es zu wissen quer durch das Filmset ging ;)

    Aber in der Tat, Abrissgelände sind feine Sachen…..

    [quote comment=“1626″]Ach, bin auch schon bei Straßensperrungen mehrfach beleidigt und beschimpft worden.[/quote]

    Welcher Feuerwehrmann hat das noch nicht erlebt?

    Vor zwei Wochen hatten wir einen Verkehrsunfall auf einer Landesstrasse kurz nach 6 Uhr. Der Streckenabschnitt war voll gesperrt. Ein schlechtgelaunter Busfahrer beleidigte sogar einen Polizisten während einem Streitgespräch.

    Ich habe das in meiner Pressemitteilung aufgegriffen, weil auch andere Verkehrsteilnehmer wenig Verständnis für die Vollsperrung hatten.