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    • Kommentare

    Ich habe vom Kreisfeuerwehrverband Rems-Murr eine Antwort auf meine Email erhalten. Herr Kowalzik, der Kreisbrandmeister, hat mir dazu die dem Artikel in der Stuttgarter Zeitung vorausgegange Pressemitteilung geschickt, die ich hier wiedergebe:

    Kowalzik: „Rettungskräfte werden ausgebremst“

    Die zunehmende Verkehrsberuhigung innerhalb von Städten und Ortschaften und neuerdings auch zunehmend von Ortsverbindungsstraßen ist aus vielerlei Gründen nachvollziehbar und sinnvoll. Demgegenüber steht aber der erhebliche Nachteil, dass der Rettungsdienst und die Feuerwehren bei ihren Einsatzfahrten zu permanenten Geschwindigkeitsüberschreitungen gezwungen werden, um die gesetzlich vorgegebenen Hilfsfristen einzuhalten.

    Dieses Problem verstärkt sich bei den Freiwilligen Feuerwehren noch dadurch, dass die ehrenamtlichen Helfer auf der Fahrt zu ihren Feuerwehrhäusern mit ihren privaten Kraftfahrzeugen nicht die Möglichkeit von Sondersignaleinrichtungen, also von Blaulicht und Martinshorn haben. Ihnen werden per Gesetz zwar bereits ab dem Zeitpunkt ihrer Alarmierung Sonderrechte eingeräumt, der Gesetzgeber fordert zudem ein „unverzügliches Herstellen der Alarmbereitschaft“ – doch immer häufiger werden die ehrenamtlichen Lebensretter bei Fahrten zum Einsatz trotz umsichtiger Fahrweise „geblitzt“ und müssen sich mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren auseinandersetzen.

    Bei der jüngst eingerichteten Tempo-30-Zone im Verlauf der Ortsdurchfahrten von Nellmersbach bis Leutenbach wurde dieses Problem wieder deutlich. Der Kreisfeuerwehrverband fordert daher, dass den ehrenamtlichen Helfern keine unnötigen Hindernisse in den Weg gelegt werden, wenn in solchen Verkehrsberuhigungen, die primär der Steuerung und Beruhigung von Verkehrsströmen dienen, einsatzbedingte Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt werden.

    Der Verbandsvorsitzende Reinhard Kowalzik betont: „Wir können nur dann effektiv helfen, wenn unsere Kräfte rasch zum Einsatzort kommen und nicht bei jeder Einsatzfahrt um den Führerschein fürchten müssen.“ Bei der Planung und Ausführung verkehrsberuhigender Maßnahmen seien daher künftig auch die Rettungsdienste als Träger öffentlicher Belange frühzeitig zu beteiligen, um diesen Aspekt zu berücksichtigen.

    Pressemitteilung: Reinhard Kowalzik, Kreisbrandmeister, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Rems-Murr e.V.

    14 Antworten zu “Tempo 30 gilt auch für FA, oder doch nicht? (2)”

    Es ist nur so schade, dass sich in einer Wehr niemals nie alle an die umsichtige Fahrweise halten. Sonst würde ich das sofort unterschreiben, aber vorerst müsste man das jedem FA beibringen und sicher sein dass er sich auch daran hält…

    Die sollten sich mal um die wirklichen Probleme kümmern.

    Verkehrsberuhigte Bereiche gibts schließlich nich aus Spaß an der Sache, sondern weil dort Kinder auf der Straße spielen könnten und die Aufmerksamkeit der Fußgänger eher nicht dem fließenden Verkehr gilt. Und diese Gefahren existieren auch dann noch, wenn ein FA zum Einsatz will. Ob diese ihn dann aber noch interessieren, weil er ja nun einen Freifahrtschein besitzt, steht dann wieder auf nem anderen Blatt.

    Scheinbar denken die Leute da aber, dass mangelndes verfügbares Einsatzpersonal (gerade tagsüber) durch einen „Freifahrtschein“ für Feuerwehrangehörige kompensiert werden kann. WObei doch selbst in den Wehren z.T. ausgebildet wird, dass eine Geschwindigkeitsübertretung gerade innerorts kaum Zeitvorteile mit sich bringt..

    Wenn die da Probleme mit ihren Hilfsfristen haben liegt das sicher an vielem, aber bestimmt nicht daran, dass 5 Feuerwehrangehörige nun kurzzeitig 30 statt 50 fahren müssen.

    btw, ist überhaupt irgend jemandem hier ein Fall bekannt, wo ein FA wegen Geschwindigkeitsübertretung seinen Führerschein verloren hat oder sonstige Strafen über sich ergehen lassen musste?

    [quote comment=“1586″]btw, ist überhaupt irgend jemandem hier ein Fall bekannt, wo ein FA wegen Geschwindigkeitsübertretung seinen Führerschein verloren hat oder sonstige Strafen über sich ergehen lassen musste?[/quote]

    Nein, definitv nicht! Hier bei uns gibts eine 30er Zone in der gern geblitzt wird, und Bilder von FA mit Dachaufsetzern im Einsatz werden anscheinend aussortiert, jedenfalls hat noch niemand einen Bescheid bekommen.

    Also ich finde eine unnötige Geschwindigkeitsüberhöhung relativ sinnlos. Im besten falle gewinnt man dadurch 20-30 Sekunden. Ja, Zeit ist ein Faktor, aber dennoch sollte man abwägen ob es das Wert ist. Bei uns lohnt sich sowas garnicht, da so viele in der Umgebung wohnen, dass das erste Fahrzeug innerhalb von spätestens 2 Minuten weg ist.

    Hallo,

    verkehrsberuhigte Zonen machen in bestimmten Bereichen durchaus Sinn – und Feuerwehrs (egal mit welchem Fahrzeug) sollte sich auf die Besonderheiten einstellen.
    Nicht Sinn macht die flächige Beruhigung von großen Bereichen ohne mögliche Querungen, weil das große Probleme für die Ver- und Entsorgung (und die Fw und den RD) mit sich bringt.
    Nicht Sinn macht der Verbau mit Bodenwellen, weil das v.a. den RD massiv behindert und sogar Patienten gefährden kann.

    Vgl. dazu meine Hausarbeit aus 1993, die irgendwann Mitte der 1990er auch in der Brandschutz erschienen ist…

    [quote comment=“1592″]Also ich finde eine unnötige Geschwindigkeitsüberhöhung relativ sinnlos. Im besten falle gewinnt man dadurch 20-30 Sekunden. Ja, Zeit ist ein Faktor, aber dennoch sollte man abwägen ob es das Wert ist. Bei uns lohnt sich sowas garnicht, da so viele in der Umgebung wohnen, dass das erste Fahrzeug innerhalb von spätestens 2 Minuten weg ist.[/quote]

    Dem kann ich nur zustimmen!
    Ich selbst habe meinen Dachaufsetzer sogar an einen Kameraden verschenkt. Zum einem ist ein solcher nicht von allen Verkehrsteilnehmern akzeptiert und zum anderem gewinnt man, wie Eric richtig sagt, wenn dann nur wenige Sekunden.

    Ich halte auch an roten Ampeln und fahre nicht, wie andere schon, langsam darüber hinweg.

    Bei aller Liebe zum Helfen und auch wenn man 1000%iger Feuerwehrler ist: Die eigene Gesundheit und – nicht unwichtiger – das EIGENE VERMÖGEN (ob Auto oder danach Strafe, etc.) ist mindestens genauso wichtig, wie der Einsatz selbst.

    Aber interessant, wie IMMER WIEDER, inzwischen in meiner Betrachtung sogar in fast gleichen Zeitzyklen, eine solche Diskussion losbricht. Ob hier oder im Feuerwehr-Weblog.

    PS:

    Obwohl es hierfür eigentlich ganz klare, umumstößliche Vorschriften gibt, wie z.B. für Bayern. Hier ein Link dazu:
    http://www.feuerwehr-muehldorf.....ulicht.pdf
    In diesem Dokument (weiter unten im Text) geht diese Vorschrift auch ein auf Dachaufsetzer (die nicht beleuchtet sein dürfen), etc.

    Jetzt hat der Link offenbar nicht funktioniert…
    Also noch einmal:

    http://www.feuerwehr-muehldorf.....ulicht.pdf

    @Ekkehard: Wir sind im Feuerwehr Weblog *g*!

    Ich meinte oben ja auch „Ob hier im Weblog oder im Feuerwehr-Forum.

    Ich möchte auch noch eine Stelle in dem verlinkten Dokument des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren – Sonderregelung des StMI für private Kfz bei Feuerwehr […]“ zitieren:

    – Seite 8, 1.4:

    „Anderen Einsatzleitern und den Feuerwehrdienstleistenden bleibt wie bisher die Möglichkeit, das private Kraftfahrzeug mit dem Schild z.B. „Feuerwehr im Einsatz“ zu kennzeichnen. VORAUSSETZUNGEN sind:

    – das Schild darf nicht beleuchtet sein
    – das Schild darf nur angebracht sein, wenn sich das Kfraftfahrzeug auf der Fahrt zum Feuerwehrgerätehaus/zur Feuerwehrwache befindet […]
    – Dachmagenetschilder sind nur entsprechend der zugehörigen Verwendungsvorschrift des Herstellers zu verwenden […]

    [und jetzt das eigentlich Wichtigste:]

    – aus der Verwendung des Schildes dürfen KEINERLEI Sonderrechte/Wegerechte im Straßenverkehr abgeleitet werden; das Schild hat KEINE rechtliche Wirkung gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern.“

    Ergibt sich auch schon aus den §§ 35, 38 StVO: Zur Inanspruchnahme von Sonderrechten benötigt man keine Kennzeichnung, für Wegerecht braucht man Blaulicht und Horn.

    das thema scheint ja immernoch ein dauerbrenner zu sein. aber sind wir doch mal pragmatisch:
    wenn was passiert, seid ihr sowieso dran. egal ob ihr ein blaulicht (schild, usw.) habt oder nicht. das blaulicht macht es vielleicht sogar nur noch schlimmer, weil ihr hättet euch der verantwortung gegenüber den anderen verkehrsteilnehmern bewußt sein müssen!

    [quote comment=“1612″]das blaulicht macht es vielleicht sogar nur noch schlimmer, weil ihr hättet euch der verantwortung gegenüber den anderen verkehrsteilnehmern bewußt sein müssen![/quote]
    Kann ich nur unterstreichen und einigen Fahrzeugführern ans Herz legen. Es gab schon Urteile, wo der Richter allein aus der Tatsache, dass das Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs war, auf eine überhöhte Geschwindigkeit geschlossen hat (ging damals IMHO um einen VU, bei dem das Einsatzfahrzeug auf der Vorfahrtstraße mit einem aus der Seitenstraße kommenden PkW kollidierte, der Fahrer des LF erhielt eine Teilschuld).

    […] Zum Ende des Jahres ging es nochmal so richtig heiß her, und zwar in der Tempo 30-Zone im Rems-Murr-Kreis. Der KFV sah FA (SB) auf dem Weg zum Einsatz durch die Tempobeschränkung ausgebrenst. […]