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    Thomas Sellmeier, erster Vorstand der VDFU und Mit-Organisator der VU 2006, war so freundlich im Email-Interview ein paar Fragen rund um die VU zu beantworten.

    Thomas Sellmeier und Jens Rademacher
    Thomas Sellmeier (li.) und Jens Rademacher (re.)

    Woher stammt die Idee einen deratigen Wettkampf auszutragen?
    Wir haben 2005 mit einem Team der BF Osnabrück an der Weltmeisterschaft in Fort Lauderdale USA teilgenommen. Die dort gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse waren so beeindruckend, dass Jens Rademacher, Karl Heinz Boes, Jan Südmersen, Dennis Riemann und ich Anfang dieses Jahres beschlossen, so etwas auch in Deutschland ein zu führen.

    Weshalb entschloss man sich auch in Deutschland einen solchen Wettkampf anzubieten?
    Wir denken, der Wettkampf kann eine neue Art der Fortbildung sein:
    1. Üben in der Vorbereitung
    2. Zuschauen wie andere ihre Aufgaben lösen
    3. Selbst ein Szenario abarbeiten.

    Warum musste ein Verein, die VDFU, gegründet werden?
    Deutsche Feuerwehren sind Neuem nicht immer sofort so aufgeschlossen. Wir benötigten eine Geschäftsform, die es uns ermöglicht Wettkämpfe zu organisieren, die Menschen zu versichern, Rechnungen zu schreiben usw.

    Was ist das Anliegen der VDFU?
    Die VFDU e.V. möchte, wie es der Name schon sagt, die Unfallrettung in Deutschland verbessern. Wir denken nicht, dass wir alles besser wissen. Wir wollen nur mit den Wettkämpfen eine Plattform schaffen, auf der sich die Leute treffen, miteinander reden, zuschauen und praktisch arbeiten. Bücher, CD´s usw sind eine prima Grundlage, doch auch die Praxis darf nicht fehlen. So bieten wir neben den aufwendigen Szenarien auch den Erfahrungsaustausch mit anderen Personen, die mit der THL beschäftigt sind.

    Wie waren denn vor der VU2006 die Reaktionen auf die VDFU und ihr Anliegen?
    In angespannter Haltung wurde beobachtet, wie sich die Vorbereitungen entwickelten, vorausgesetzt man wurde überhaupt beachtet.

    Gab es Kritik an dem von der VDFU vertretenen Anliegen oder am Verein selbst?
    Man wird zwar zu Anfang ein wenig belächelt, aber offene Kritik gab es keine.

    Gab es konkrete Schwierigkeiten bei der Organisation des Wettkampfes zu überwinden?
    Ja, besonders aufwendig war es, mehr als 40 brauchbare Schrottautos zu bekommen. Der Wunsch, die finanzielle Belastung für die Teams so gering wie möglich zu halten, konnte mit Sponsoren erfüllt werden.

    Wie groß war denn der zeitliche und personelle Aufwand für die VU?
    Die Planung der oben genannten Personen erstreckte sich über einen Zeitraum von über einem halben Jahr, die heiße Phase begann 4 Wochen vorher. An den Wettkampftagen hatten wir über 60 Helfer, das Abtransportieren der Pkws dauert nochmals 10 Werktage.

    Wie viele Helfer gab es im Vorfeld und wie viele bei der Veranstaltung?
    Ca. 10 Helfer im Vorfeld und ca 60 während der Wettkämpfe. In den Wochen danach sind wir zu dritt. Dabei ist vielleicht zu erwähnen, dass Helfer einer FF aus dem Landkreis Osnabrück (Achmer), FF Stadt Osnabrück (Voxtrup und Sutthausen) und des THW Osnabrück zusammen gearbeitet haben und so dazu beigetragen haben, dass die Veranstaltung so erfolgreich wurde.

    Wie groß war Dein persönlicher Aufwand?
    14 Tage Urlaub, viele Stunden am Rechner, sehr wenig Zeit für die Ehefrau. (Anmerkung S.C.: Die Ehefrau war bei der VU mit von der Partie, als Verletztendarsteller.)

    Wie ist das erste Fazit der VU 2006?
    Ich glaube, es war ein erfolgreiches Wochenende. Den Teams hat es hoffentlich gefallen – was das wichtigste für uns ist. Die Helfer waren motiviert und kaum zu bremsen.

    Was für ein Feedback kam von den Teams und den Zuschauern bisher?
    Ich selbst habe bisher nur eine E-Mail erhalten, in der jemand seine Verbesserungsvorschläge sendete, aber im Gästebuch steht wohl überwiegend Positives. Momentan habe ich bloß wegen der Aufräumarbeiten keine Zeit da reinzuschauen.

    Was hat dich positiv überrascht?
    Das 14 Teams den Mut hatten, etwas völlig Neues mitzumachen, die vielen Zuschauer und der Eifer und die Motivation der Helfer der Freiwilligen Feuerwehren Voxtrup und Achmer.

    Gibt es eine VU 2007?
    Ende 2006 wissen wir mehr.

    Gibt es etwas was man im nächsten Jahr besser machen will?
    Ja, 1. Mehr Kaffee, und 2. müssten wir an der Siegerehrung und dem Ende der Veranstaltung dann noch wesentliche Verbesserungen vornehmen. (Anmerkung S.C.: Das mit dem Kaffee ist mir als Kaffeejunkie auch aufgefallen.)

    Gab es Probleme, die man so im Vorfeld der VU nicht erwartet hatte?
    Nur Kleinigkeiten, wie z.B. der PKW Transport in die Halle und wieder raus. Am Sonntag wussten wir dann, wie das geht. Oder der 3,5 Tonnen schwere Betonklotz – hat gedauert, bis der in der Halle war.

    Wie stellt ihr euch die weitere Entwicklung der VU und auch der VDFU vor?
    Ich hoffe, dass unser Verein größer wird und wir die Wettkämpfe irgendwann einmal in jedem Bundesland anbieten können, um dann einmal jährlich in Osnabrück den „Bundeswettkampf“ durchführen zu können. Ist Zukunftsmusik, aber in 10 oder 20 Jahren schaffen wir vielleicht dieses Ziel.

    Wichtig wäre da nur, dass jetzt nicht jeder auf die Idee kommt, irgendwelche Wettkämpfe zu veranstalten, sondern dass wir dabei alle das „gleiche Lied spielen“, also die Wettbewerbe nach den gleichen Richtlinien und Bewertungen ablaufen. Die VFDU bildet Schiedsrichter aus und hilft gerne den Teams, wenn sie sich vorbereiten wollen.

    Sind Kooperationen angedacht?
    Die VFDU ist momentan dabei, Mitglied in der World Rescue Organisation (WRO) zu werden. Ansonsten werden wir unparteiisch bleiben. Natürlich brauchen wir Sponsoren und ich möchte mich hier auch noch mal ganz herzlich bei allen Sponsoren, vor allem aber den Firmen Weber Hydraulk und Rescue-tec bedanken, ohne deren Unterstützung es keine VU 2006 gegeben hätte, aber so wie vielleicht eines Tages alle Organisationen, die mit THL beauftragt sind (Rettungsdienste, Feuerwehr, THW, usw.) bei uns an einem Tisch sitzen und die Wettkämpfe bereichern, so hoffe ich, dass wir zu jedem Wettbewerb auch firmenübergreifend alles an Rettungsgeräten zu Verfügung stellen können, was der Markt hergibt. War doch eine überwältigende Geräteablage, oder?

    Warum wurde bei der VU2006 nicht auch der Limited Pit ausgetragen?
    Eine Zeitfrage. Es war so schon knapp genug. Sonst hätten wir Freitag anfangen müssen: das hätte bedeutet, dass viele Urlaub oder einen freien Tag gebraucht hätten. Das wollten wir beim ersten Mal nicht verlangen.

    Wieviele PKWs wurden tracktiert?
    40

    Woher stammten die ganzen PKW?
    Von Schrottplätzen aus einem Umkreis von 150 Km

    Ein Tipp für alle THL-Retter, auf was muss bei einem VU besonders geachtet werden?
    Die ganze Gruppe muss immer in Bewegung sein, wie eine Maschine mit 6 Zahnrädern, wenn sich eins drehen soll, müssen alle anderen auch rotieren. Und vergesst den Patienten nicht, passt auf euch auf und kommt immer gesund zurück.

    Danke Thomas Sellmeier für das Interview.

    Weitere Artikel über die VU:

    Eine Antwort zu “VU2006: Orga-Interview mit Thomas Sellmeier”

    […] das Team aus Mönchengladbach als deutschen Teilnehmer zu. Das Feuerwehr Weblog berichtete (1, 2, 3, 4). Über den Stand der Vorbereitungen auf die WM berichtet die Westdeutsche Zeitung. Die […]