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    Weiter geht’s mit Teil zwei: Christian war auf THL-Lehrgang (zu Teil 1). Hier sein Bericht:
    „Tag 2: Um 7:40 Uhr geht es wieder direkt zum Übungsgelände. Der Tag startet dann direkt mit der zweiten PKW-Lage, diesmal Fahrzeug auf Dach, der Fahrer ist eingeklemmt.

    062.jpg

    Auch hier werden die Trupps eingeteilt und der Einsatz beginnt. Ich hab den Posten des RW 2 Maschinisten bekommen und beginne mit der Gerätevorbereitung.

    Die Stabilisierung erfolgt mit Rüstholz, Unterlegkeilen und nach schaffen der Erstversorgungsöffnung über die große Kofferraumklappe mit Baustützen und Kantholz aus dem RW 2.

    Die Rettungsöffnung wird auf der Fahrerseite durch entfernen von Fahrertür, B-Säule und hinterer Tür geschaffen. Das Glas wurde vorher mit Hilfe Federkörner und Klebefolie entfernt.

    0623.jpg

    Der Fahrer wird nun über die Rettungsöffnung aus dem PKW befreit. Jetzt gibt’s erstmal Kaffee und danach wechseln wir zur nächsten Station, der Befreiung aus den LKW.

    Erst einmal wurde ein recht interessanter Film zur LKW Rettung gezeigt und dann ging es an die Praxis. Folgende zwei LKW Kabinen standen uns zur Verfügung:

    064.jpg

    Die rote Kabine ist zur Rettung mit Schere, Spreizer und Co. Gedacht, die grüne, vollständig ausgebaute Kabine dient der Rettungsübung vom Fahrer aus dem LKW.

    Diesmal als Angriffstrupp eingeteilt galt es, die Zugangsöffnung zu schaffen. Die Erstversorgung wäre über die Frontscheibe erfolgt, dies haben wir hier ausgelassen.

    Wichtig ist es, die LKW Kabine gegen Erschütterungen zu sichern. Dies ist einmal mit Rüstholz möglich, allerdings ist diese Form der Sicherung sehr zeitintensiv. Die einfachere Lösung liegt darin, die Kabine mit einem LKW Spanngurt an der Achse / den Reifen zu sichern. Diese Sicherung sieht man auf dem Bild auch. Eine Rettungsplattform, welche bei der LKW Rettung ein unverzichtbares Hilfsmittel darstellt wurde hier nicht gegeben. D.h. wir mussten diese Plattform selbst bauen. Dies erfolgte mit 4 Steckleiterteilen und Holz vom RW 2.

    066.jpg

    Nun wurde mit Hilfe des Spreizers aus der Gerätebereitstellung die Beifahrertür entfernt. Durch quetschen des Bereiches der Tür an der A-Säule wird der nötige Freiraum geschaffen, den Spreizer in dem Spalt zwischen A-Säule und Tür anzusetzen.

    068.jpg

    070.jpg

    (Rechts mit der dunklen Jacke das bin ich ;-)).

    Wichtig ist, den Spreizer direkt in Nähe der Scharniere anzusetzen da diese stabiler wie beim PKW sind.

    071.jpg

    Nun gut, die Tür ist entfernt (wichtig: sichern der Tür mit Feuerwehrleine da LKW Türen mittlerweile bis zu 80 kg wiegen!), jetzt gilt es den Raum zu vergrößern.

    Dazu wird erstmal der Bodenbereich in der Nähe der A-Säule mit dem Spreizer gestaucht und dann mit der Rettungsschere, in dem Fall eine S270, v-förmig eingeschnitten.

    074.jpg

    075.jpg

    Nun wird die A-Säule im unteren Bereich des oberen Drittels durchtrennt. Dies ist ganz oben aufgrund von Verstärkungen nicht möglich, die Einsatzgrenzen selbst der großen S270 sind hier schnell erreicht.

    077.jpg

    081.jpg

    Nun wird der Raum mit Hilfe des Rettungszylinders vergrößert. Dieser wird erst einmal in Höhe des Schlosses in Richtung A-Säule angesetzt und somit der Frontbereich nach vorne gedrückt. Dann wird ein zweiter Rettungszylinder im Bereich Frontscheibe / Dach eingesetzt und so der erste Zylinder entlastet und entfernt. So ist eine große Rettungsöffnung ohne störende Rettungsmittel geschaffen.

    Nachdem nun der Part technische Rettung abgeschlossen war ging es nun zur zweiten Kabine, wo mit Hilfe einer „richtigen“ Rettungsplattform, dem KED System und dem Rettungsbrett die Befreiung des Fahrers geübt wurde.

    Jetzt ging es in die Mittagspause. Anschließend wurde gut gestärkt der Part Ziehen und Sichern in Angriff genommen. Grundsätzlich ging es hier um den Umgang mit Greifzug, Winde des RW, den Themen feste / lose Rolle und Co.. Es galt, einen LKW mit ca. 12 Tonnen Gewicht mit Hilfe der Hilfsmittel aus RW 2 und LF 16/12 kontrolliert zu kippen. Das Ergebnis sah wie folgt aus:

    082.jpg
    Seile angeschlagen (links Winde RW 2, rechts zwei Greifzüge)

    083.jpg
    LKW kurz vor dem Kipppunkt!

    Nun wurde noch der im Bild ersichtliche VW Bus mit Hilfe des RW 2, der festen Rolle (=Umlenkrolle) die Böschung hochgezogen.

    084.jpg

    086.jpg

    Nun galt es, mit Hilfe der Winde des RW 2 (5 kn) ein Gewicht von 10 to zu heben. Dies erfolgte über das Flaschenzugprinzip. Dies sah wie folgt aus:

    087.jpg

    Unser Gewicht

    089.jpg

    Der fertig aufgebaute Flaschenzug (auf Zug gebracht, gehoben wurde natürlich erst als alle aus dem Gefahrenbereich raus waren).

    Nachdem auch dies erfolgreich beendet wurde wurden die Fahrzeuge wieder aufgerüstet. Nachdem nun noch Theorie zu Bahnunfällen anstand fuhren wir zurück zur Unterkunft. Hier gab es wieder Abendessen und ein gemütlicher Abend, wo die Erfahrungen des Tages noch einmal besprochen wurden.“

    3 Antworten zu “Erfahrungsbericht Lehrgang THL Teil 2”

    Klasse, sowas ist ein sehr guter Beitrag! Denn hierbei kann man endlich etwas lernen!
    Gruß

    [quote comment=“267″]Klasse, sowas ist ein sehr guter Beitrag! Denn hierbei kann man endlich etwas lernen!
    Gruß[/quote]

    Hallo,

    das ist schön zu hören ;-). Ziel des Beitrages damit erreicht.

    Gruß
    Christian

    […] Christian auf THL-Lehrgang: Der letzte Teil (Teil eins, zwei). […]