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	<title>Feuerwehr Weblog &#187; Top-Artikel</title>
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	<description>das grosse onlinemagazin für feuerwehren</description>
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		<title>Auch nach 150 Jahren noch Feuer und Flamme</title>
		<link>http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/07/01/auch-nach-150-jahren-noch-feuer-und-flamme/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Jul 2007 06:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fahrzeuge und Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Historie und Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen, Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 23. Juni 2007 feierte die Konstanzer Feuerwehr ihr 150-j&#228;hriges Bestehen mit einer gro&#223;en Leistungsschau im Stadtgarten bzw. im Hafenareal. Zeitgleich fand auf dem M&#252;nsterplatz eine Oldtimerausstellung statt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbst das Wetter gratulierte der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz zum 150-j&#228;hrigen Jubil&#228;um am 23. Juni 2007 – und das gleich auf doppelte Weise. Nur wenige Stunden vor Beginn der Feierlichkeiten entluden sich zwei schwere Unwetter &#252;ber der Universit&#228;tsstadt und verursachten etwa 150 Hilfeersuchen an die Feuerwehr. Rechtzeitig zum Jubil&#228;umstag strahlt dann aber die Sonne &#252;ber den Fahrzeugen und K&#246;pfen der Konstanzer Feuerwehr.</p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/ffk150ls.jpg" alt="Taucher der DLRG Konstanz bergen einen PKW" /></p>
<p align="justify">Auch wenn die Konstanzer Feuerwehrleute zwischen Unwetter und Jubil&#228;um nicht viel Zeit zum Ausruhen hatten, zeigten sie der beeindruckten &#214;ffentlichkeit ihr K&#246;nnen bei einer Leistungsschau.  Alle 60 Minuten ert&#246;nte  zwischen 10:30 Uhr und 17:30 Uhr „Tat&#252;tata“ und die feuerroten Fahrzeuge bahnten sich ihren Weg zum fiktiven Einsatzort. Dank des herrlichen Wetters fanden sehr viele Schaulustige den Weg in den Hafen.</p>
<p align="justify">F&#252;r jeden Aufgabenbereich der Konstanzer Wehr hatten sich die Organisatoren etwas ausgedacht: Einen Verkehrsunfall mit einem unter einem Lastwagen eingeklemmten Radfahrer galt es ebenso zu bew&#228;ltigen, wie ein Gefahrgutunfall wie Menschenrettung, die Rettung der Insassen eines ins Wasser gest&#252;rzten PKW, eine Menschenrettung &#252;ber tragbare Leitern und Drehleiter und als letztes zeigte die H&#246;henrettungsgruppe ihr K&#246;nnen. Die DLRG und der Malteser Hilfsdienst unterst&#252;tzen die Feuerwehr bei ihrer Leistungsschau.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/gefahrgutunfall.jpg" alt="Gefahrgutunfall" /><br />
<em>Angenommen wurde eine Gefahrgutunfall, bei dem es eine verletzte Person aus dem Gefahrenbereich zu retten, und ein besch&#228;digtes Gefahrgutfass zu sichern galt.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/dlk.jpg" alt="Menschenrettung &#252;ber DLK" /><br />
<em>Die Rettung &#252;ber die DLA (K) 23-12 zeigte die Konstanzer Feuerwehr am Konzil.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/hoehenrettung.jpg" alt="H&#246;henrettung" /><br />
<em>Die Konstanzer H&#246;henrettung zeigte ebenfalls ihr K&#246;nnen, u.a. die Rettung eines abgest&#252;rzten Fensterputzers.</em></p>
<p align="justify">Pressesprecher Nikolaj Schutzbach verkn&#252;pfte seine Moderation mit Fragen rund um das richtige Absetzen eines Notrufes. Wie wichtig es ist, die richtige Notrufnummer zu wissen, zeigte sich bei einer der Schau&#252;bungen. Auf die Frage von Schutzbach, wen er anruft und was er meldet, antwortete ein &#228;lterer Zuschauer „110“. Ein Raunen ging durch die Menge, und Schutzbach war pl&#246;tzlich in einer Situation wie G&#252;nter Jauch: „Sind Sie wirklich sicher?“</p>
<p align="justify">Besonders fesselnd war die Menschenrettung und Bergung eines PKW aus dem Wasser, zusammen mit der DLRG und dem MHD, bei dem auch das Konstanzer Feuerwehrboot „LBD Heinz Sch&#228;fer“ zum Einsatz kam. Da die Feuerwehr Konstanz keine eigenen Feuerwehrtaucher hat, arbeitet sie deshalb sehr eng mit der DLRG zusammen. Beide Hilfsorganisationen betreiben gemeinsam einen GW-Wasserrettung. Die Taucher k&#246;nnen sich in dem Mercdes-Benz Vario w&#228;hrend der Fahrt bereit machen. Personell gibt es aber Verflechtungen zwischen DLRG und Feuerwehr: Einige der DLRG-Taucher sind Feuerwehrleute.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/rettungsring.jpg" alt="Rettungsring, Taucher und Dummie" /><br />
<em>Ein Rettungstaucher rettet einen Dummie, der in dem verunfallten PKW sa&#223;.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/boje.jpg" alt="Wasserrettung" /><br />
<em>Die Boje markiert den Standort des verunfallten PKW unter Wasser.</em></p>
<p align="justify"> <img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/taucher.jpg" alt="Rettungstaucher" /></p>
<p align="justify"> <img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/taucherauto.jpg" alt="Rettungstaucher befestigen Seil an Auto im Wasser" /><br />
<em>Das FLB hat mit Hilfe einer Seilwinde den PKW an die Oberfl&#228;che geholt. Mit dem Ausleger des GW-T wird der PKW nun an Land gehieft.</em></p>
<p align="justify">Auch einen Teil des Fahrzeugparks pr&#228;sentierte die Wehr nach thematischen Gesichtspunkten. Die Besucher sahen zwischen Stadtgarten und der Hafenstra&#223;e die &#214;lwehr, die Wasserrettung, die H&#246;henrettung, die Einsatzleitung, die Drehleiter, verschiedene L&#246;schfahrzeuge, den R&#252;stwagen und den Gefahrgutzug. Anpacken durften die Besucher auch: Am R&#252;stwagen durften Interessierte einmal mit Schere und Spreizer hantieren, andere durften mit der Drehleiter den Konstanzer Hafen von oben betrachten.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/flb.jpg" alt="FLB “LBD Heinz Sch&#228;fer”" /><br />
<em>Das 1973 gebaute FLB ist 23 Meter lang und wurde aus den Best&#228;nden der ehemaligen DDR gekauft und 1995 in Dienst gestellt. Es erhielt den Namen „LBD Heinz Sch&#228;fer“, benannt nach dem ehemaligen Landesbranddirektor von Baden-W&#252;rttemberg, der sich f&#252;r die &#214;lwehr am Bodensee einsetzte.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/wlf3.jpg" alt="WLF 3" /><br />
<em>Das neueste WLF der Konstanzer Wehr. Das WLF 3 steht im L&#246;schbereich Wollmatingen und wurde vom Land baden-W&#252;rttemberg f&#252;r Aufgaben der &#214;lwehr beschafft &#8211; ein AB-&#214;L folgt noch in diesem Jahr.</em></p>
<p align="justify">Nostalgisch ging es w&#228;hrenddessen auf dem Konstanzer M&#252;nsterplatz zu. Eine Oldtimerausstellung lockte jung und alt zum Entdecken vergangener Feuerwehrtechnologie. Und da waren wahre Sch&#228;tze dabei. Aus Sicht eines Feuerwehr-Fotografen gab es nur ein Problem: Die Fahrzeuge waren mit Blumen geschm&#252;ckt und die zahlreichen Kinder – m&#246;glicherweise Nachwuchs-Feuerwehrleute – nutzten die Fahrzeuge als Spielplatz.</p>
<p align="justify"> <img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/saurer.jpg" alt="TLF des Feuerwehr-Nostalgievereins St. Gallen" /><br />
<em>Dieses<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>aus St. Gallen wurde 1963 auf einem Fahrgestell von Sauerer von Rosenbauer aufgebaut. In Betrieb war das Fahrzeug bis 1996.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/tlfsingen.jpg" alt="TLF 16/25 der FF Singen" /><br />
<em>Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>16 auf Mercdes-benz LPF 312/36 der Freiwilligen Feuerwehr Singen mit Aufbau von Metz. Baujahr ist 1958, Indienstellung 1959, in Dienst bis 1995. Bei dem<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>handelt es sich um einen Frontlenker &#8211; daf&#252;r steht das P in LPF &#8211; (LPF = Lastwagen in Pullmannbauweise f&#252;r Feuerwehrzwecke). Gelierfert wurden die LPF zun&#228;chst hpts. an die<acronym title="Berufsfeuerwehr"> BF </acronym>Mannheim und Hamburg. Das Fahrgestell an sich ist f&#252;r LKW geschaffen wurde, nur waren LKW mit Motorhaube popul&#228;rer.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/magirusdl.jpg" alt="DL 25 der FF Friedrichshafen" /><br />
<em>DL 25 von Magirus der<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Friedrichshafen . Baujahr 1953, Besatzung sechs Personen.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/austrialf.jpg" alt="TLF aus &#214;sterreich" /><br />
<em>Das ist ein<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>des Feuerwehr-Museumsvereins Bregenz (A) auf einem Chassis von Steyr und einem Tank von Metz. Bauhahr ist 1956, in Dienst bis 1996. </em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/engenlf.jpg" alt="KS10 der FF Engen" /><br />
<em>L&#246;schfahrzeug KS10 &#8220;Modell Bayern&#8221; der<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Engen von Magirus. Bauhjahr 1923, in Betrieb bis 1964. Das Fahrzeug ist noch in Originalzustand und voll funktionsf&#228;hig.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/alteskonstanzerlf9.jpg" alt="LF 15 der FF Konstanz" /><br />
<em>LF 15 der<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Konstanz von Magirus, Baujahr 1924, in Betreib bis 1959. Der 3. L&#246;schzug der Konstanzer Wehr restauriert und pflegt das Fahrzeug.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/altekonstanzerdl.jpg" alt="DL 30 der FF Konstanz" /><br />
<em>DL 30 der<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Konstanz auf Magirus. Baujahr 1927, in Betrieb bis 1959.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/magirusdeutzdlk.jpg" alt="DLK auf Magirus Deutz von 1982" /><br />
<em>Noch kein Oldtimer, aber ein Auslaufmodell bei der Konstanzer Feuerwehr. Die DLK 30 auf Magirus deutz, Baujahr 1982, soll noch in diesem jahr ersetzt werden.</em></p>
<p align="justify">Eine Historische Sonderausstellung im Kulturzentrum am M&#252;nster mit dem Titel „Feuer und Flamme 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr“ rundete das Festprogramm ab. Die Ausstellung l&#228;uft bis in den Oktober und wartet jeden Samstag mit einem „hei&#223;en“ Rahmenprogramm auf, die auf dem M&#252;nsterplatz vorgef&#252;hrt werden. Die Feuerwehr und ihre Spezialeinheiten wollen mit diesen Brandschutztipps haupts&#228;chlich Kinder und Jugendliche ansprechen.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/bus.jpg" alt="Stadtwerke Bus macht Werbung f&#252;r die Feuerwehr" /><br />
<em>Zwischen den beiden Unwetters am Mittwoch und Donnerstag stellte die Feuerwehr ihr neuestes Fahrzeug vor – zumindest geh&#246;rt das Fahrzeug der Stadt. Ein Stadtbus der Stadtwerke f&#228;hrt ein halbes Jahr lang mit Werbung f&#252;r das Ehrenamt bei der Feuerwehr bzw. f&#252;r die Ausstellung „Feuer und Flamme“.</em></p>
<p align="justify">Ach, und zum Schluss gab es am Samstag dann doch wieder Regen, allerdings aus den Strahlrohren: Zum Abschluss des Tages entschied sich die Feuerwehr eine Show „Wasser aus allen Rohren“ im Hafen zu zeigen.</p>
<blockquote>
<p align="justify"><strong>Geschichtlicher Hintergrund</strong><br />
&#8220;Gegr&#252;ndet wurde die Feuerwehr Konstanz 1857 als Folge von zwei Gro&#223;br&#228;nden. Dem ersten Gro&#223;feuer fielen am 2. Juni 1856 die Rheinbr&#252;cke und Rheinm&#252;hle zum Opfer. Durch die Zerst&#246;rung der Rheinbr&#252;cke wurde der Kontakt zwischen der Altstadt auf der linken Rheinseite und Petershausen unterbrochen. Die Konstanzer Liberalen nahmen das Ungl&#252;ck als Anlass eine Feuerwehr zu gr&#252;nden. Leider meldeten sich nicht genug B&#252;rger. Erst als es im darauf folgenden Jahr erneut zu einem Gro&#223;brand kam, diesmal in der Glockengie&#223;erei, flackerte erneut der Gr&#252;ndungswille auf. Das Werben hatte diesmal Erfolg. Bis M&#228;rz 1858 meldeten sich 200 Mann. Im Herbst des gleichen Jahres konnte der L&#246;sch- und Rettungsdienst aufgenommen werden. Die Liberalen, so der Konstanzer Sozialhistoriker Tobias Engelsing, wollten die Feuerwehr f&#252;r politische Zwecke nutzen. Sie sollte die konservative, kleinb&#252;rgerliche Schicht f&#252;r liberales Gedankengut &#246;ffnen.&#8221;  [<a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/03/13/ende-der-improvisation/">Zitiert</a>]</p></blockquote>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify"><strong>Weiterf&#252;hrende Links:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.flickr.com/photos/40833837@N00/sets/72157600506480943/">Bildergalerie</a> &#252;ber das Jubil&#228;um in unserem Fotostream bei Flickr</li>
<li><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/11/10/einsatz-an-der-grenze-zur-schweiz/">Reportage</a> &#252;ber die Feuerwehr Konstanz</li>
<li><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/03/13/ende-der-improvisation/">Reportage</a> &#252;ber den<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>der Feuerwehr Konstanz</li>
</ul>
<p align="justify"><strong>Externe Links</strong></p>
<ul>
<li>Bericht im <a href="http://www.suedkurier.de/region/konstanz/art1077,2654272">S&#252;dkurier</a> &#252;ber das Jubil&#228;um</li>
<li><a href="http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com/?component=stories&amp;action=read&amp;id=545">Pressemitteilung</a> auf der Seite der Konstanzer  Feuerwehr</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Der erste Feuerwehr-Unimog&#8221;</title>
		<link>http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/10/der-erste-feuerwehr-unimog/</link>
		<comments>http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/10/der-erste-feuerwehr-unimog/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 06:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fahrzeuge und Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Historie und Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
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		<category><![CDATA[Top-Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Unimog-Museum in Gaggenau Bad Rotenfels dominiert die Farbe Rot &#8211; Feuerrot. Gezeigt werden in einer Sonderausstellung mit wechselnden Fahrzeugen Feuerwehrfahrzeuge aus den letzten 70 Jahren, haupts&#228;chlich aber Unimog-Feuerwehren. Hans-J&#252;rgen Sch&#246;pfer vom Unimog-Club Gaggenau erkl&#228;rt dem Feuerwehr Weblog, was es mit den ausgestellten Exponaten auf sich hat.


Als der Unimog in die Serienfertigung ging, fertigte der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Im Unimog-Museum in Gaggenau Bad Rotenfels dominiert die Farbe Rot &#8211; Feuerrot. Gezeigt werden in einer Sonderausstellung mit wechselnden Fahrzeugen Feuerwehrfahrzeuge aus den letzten 70 Jahren, haupts&#228;chlich aber Unimog-Feuerwehren. Hans-J&#252;rgen Sch&#246;pfer vom Unimog-Club Gaggenau erkl&#228;rt dem Feuerwehr Weblog, was es mit den ausgestellten Exponaten auf sich hat.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/tlf8_1.jpg" alt="TLF 8/18 auf Unimog U 1300 L" /></p>
<p align="justify">
<p align="justify">Als der Unimog in die Serienfertigung ging, fertigte der Hersteller Boehringer in G&#246;ppingen auf Basis der Vorserienwagen eher selten spezielle Feuerwehrfahrzeuge. Oft waren die Unimog Fahrzeuge der Gemeinde oder eines Landwirts, die im Alarmfall schnell umger&#252;stet werden konnten. „Mit etwas Mut kann man es als eines der ersten Wechsellader bezeichnen“, sagt Unimog-Club-Archivar Sch&#246;pfer, als er auf den gr&#252;n-roten Unimog U 2010 in der Mitte Ausstellungsfl&#228;che im Museum zeigt. „Der l&#246;schtechnische Aufbau hing im Ger&#228;tehaus an der Decke und die Gemeindearbeiter oder der n&#228;chste Bauer, der einen Unimog ohne Bracken hatte, fuhr ins Feuerwehrhaus und &#252;bernahm den Aufbau“.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/unimog_wechsel1.jpg" alt="Der erste Feuerwehr-Unimog" /><br />
<em>Ist wohl der erste Feuerwehr-Unimog: Gr&#252;n-roter Unimog U 2010.</em></p>
<p align="justify">Platz bot der Unimog neun Feuerwehrleuten, wobei die drei auf der Sitzfl&#228;che am Ende des Fahrzeugs einen „schaukelnden Platz“ hatten. Sie hingen &#252;ber dem Fahrzeugende in der Luft &#8211; im Gel&#228;nde eine „wippende Angelegenheit“. Der Unimog entsprach in seiner Ausf&#252;hrung und Beladung in etwa der damaligen Vornorm eines<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>8.</p>
<p align="justify">&#196;u&#223;erlich sieht der 1951 gebaute Unimog aus wie ein Boehringer-Unimog. Er ist aber einer der ersten Mercedes-Benz Unimog aus Gaggenau. Angetrieben durch einen 25 PS starken Vier-Zylinder-Diesel-Motor, konnten neun Feuerwehrleute und ihre L&#246;schger&#228;tschaften transportiert werden. Auf Grundlage von historischen Unterlagen rekonstruierte Harald Niem&#246;ller aus M&#252;nchen dieses „erste Unimog-L&#246;schfahrzeug auf dem Feuerwehrleute auf der Pritsche sitzen konnten“. „Er hat nicht geruht, bis er die gesamte Ausr&#252;stung auf dem Fahrzeug drauf hatte“, erg&#228;nzt Sch&#246;pfer.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/unimog_wechsel.jpg" alt="Der erste Feuerwehr-Unimog" /><br />
<em>Der erste Feuerwehr-Unimog, der eine ganze L&#246;schgruppe transportierte.</em></p>
<p align="justify"><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/10/der-erste-feuerwehr-unimog/der-erste-feuerwehr-unimog-sitzplaetze-an-der-seite/" rel="attachment wp-att-1645" title="Der erste Feuerwehr-Unimog: Aufsteckpumpe an der Front"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/unimog_wechsel4.thumbnail.jpg" alt="Der erste Feuerwehr-Unimog: Aufsteckpumpe an der Front" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/10/der-erste-feuerwehr-unimog/der-erste-feuerwehr-unimog-3/" rel="attachment wp-att-1644" title="Der erste Feuerwehr-Unimog: Sitzpl&#228;tze an der Seite"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/unimog_wechsel3.thumbnail.jpg" alt="Der erste Feuerwehr-Unimog: Sitzpl&#228;tze an der Seite" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/10/der-erste-feuerwehr-unimog/der-erste-feuerwehr-unimog-2/" rel="attachment wp-att-1643" title="Der erste Feuerwehr-Unimog: Sitzplatz"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/unimog_wechsel2.thumbnail.jpg" alt="Der erste Feuerwehr-Unimog: Sitzplatz" /></a><br />
<em>Von links nach rechts: Aufsteckpumpe; Sitzpl&#228;tze an der Seite des Aufbaus; Sitzpl&#228;tze am Heck. Zum Vergr&#246;&#223;ern bitte auf das bild klicken.</em></p>
<p align="justify">Die Idee eines Wechselaufbau-Unimog setzte sich aber nicht durch. „Die Idee hat nicht re&#252;ssiert. Es hat nur zehn bis zw&#246;lf Realisationen dieser Art gegeben und dann noch mal genauso viele, wo nur sechs Sitzpl&#228;tze drauf waren“. Ein kurioser Vorteil des Fahrzeugs war sein geringes Gewicht: „Den konnten auch vier Feuerwehrm&#228;nner tragen, wenn man keinen Flaschenzug oder &#228;hnliches hatte“, erz&#228;hlt Sch&#246;pfer. Weit h&#228;ufiger kam der Unimog in einer anderen Variante zum Einsatz, n&#228;mlich als Zugfahrzeug f&#252;r den TSA.</p>
<p align="justify">Nicht weit entfernt vom U 2010 steht ein U 402 von 1956.  Der U 402 ist ein um 400 Milimeter verl&#228;ngerter U 401. „Das ist ein Unikat. Das war der Prototyp eines Busses auf Unimog-Basis“, sagt Sch&#246;pfer. „Das eine Feuerwehr so was bekam war nat&#252;rlich eine Seltenheit.“ Haller &amp; Fl&#252;ckiger bauten den Unimog 1956 auf und lieferten ihn an die Feuerwehr Chur in der Schweiz. Dort war er bis 1985, und danach bis in die 1990er Jahre bei der Feuerwehr Klosters (Schweiz) im Einsatz. Nach der Au&#223;erdienststellung erwarb ihn ein Unimog-Sammler. 2007 wurde er von Mertec  in Bad Rotenfels restauriert und dem Unimog-Museum als Dauerleihgabe zur Verf&#252;gung gestellt. Auch der U 402 verf&#252;gt &#252;ber einen 25 PS Vier-Zylinder-Diesel.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/mtw_museum.jpg" alt="MTW auf Basis eines Unimog" /><br />
<em>Unimog-MTW U 402 von 1956. Foto: Unimog-Museum</em></p>
<p align="justify">Dann wird Hans-J&#252;rgen Sch&#246;pfer etwas stutzig. „Die Oma fehlt“ sagt er. Die „Oma“ das ist die Kraftfahrtspritze (LF 15) der Feuerwehr Gaggenau. „Die war im 2. Abmarsch noch bis in die 1970er Jahre im Einsatz“, erz&#228;hlt er. Sie ist zwar kein Unimog, aber sie hat einen Stern, ist rot und kommt aus dem Murgtal. Drei Dinge, die sie mit dem Unimog verbindet. Sie wurde 1938 von Metz auf einem in Gaggenau hergestellten Fahrgestell von Daimler-Benz aufgebaut. Der Aufbau bestand aus einem Holz-Blech-Verbund und besa&#223; ein Dach sowie Fenster aus Segeltuch. „Sie ist der &#220;bergang von den offenen zu den geschlossenen Feuerwehrfahrzeugen dieser Zeit.“ Trotz aller Bem&#252;hungen um die Restauration: Die Original-Messing-Vorbaupumpe fehlt noch immer. Sie wurde Ende der 50er Jahre  abmontiert und verschwand.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/tlf15.jpg" alt="TLF 15. Oldtimer der FF Gaggenau. Foto: Hans J&#252;rgen Sch&#246;pfer" /><br />
<em>Kraftfahrtspritze (LF 15) der Feuerwehr Gaggenau von 1938. Foto: Hans-J&#252;rgen Sch&#246;pfer.</em></p>
<p align="justify">Dem n&#228;chsten Exponat sieht man an, dass es schwer geschafft hat. Das 1964 gebaute TroLF 750 (Trockenl&#246;schfahrzeug) steht da, als ob es gerade aus einem schweren Einsatz k&#228;me: Die Farbe ausgebleicht, an anderer Stelle bl&#228;ttert der Lack ab. Aber irgendwie passt das Fahrzeug in die Ausstellung. Ein Unimog ist ein Arbeitstier, und er zeigt das in eindrucksvoller Art. Das  Fahrzeug ist ein Unimog U 404.1,  besser bekannt unter dem Namen Unimog S. Das war der Unimog mit der h&#246;chsten produzierten St&#252;ckzahl (1955-1980: ca. 65.000). Au&#223;erdem war es der einzige Unimog mit Ottomotor. „Die Anh&#228;ngerkupplung brauchte man um einen Tankanh&#228;nger dran zuh&#228;ngen“, erz&#228;hlt Sch&#246;pfer scherzhaft, denn der Benzinverbrauch auf 100 Kilometer betrug etwa 35 bis 40 Liter. Die S-Klasse unter den Unimog wurde haupts&#228;chlich beim Milit&#228;r eingesetzt.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/trotlf750.jpg" alt="TroTLF 750 auf Unimog S" /><br />
<em>TroLF 750 auf Unimog U 404.1, Baujahr 1964. Dieser Unimog gibt es auch als limitiertes Sondermodell von Wiking in der Gr&#246;&#223;e HO zu kaufen &#8211; allerdings nur im Museums-Shop.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/modellauto.jpg" alt="Limitiertes Modellauto von Wiking. Vorlage war das TroTLF 750 im Unimog-Museum." /><br />
<em>TroLF 750 als Sondermodell von Wiking.</em></p>
<p align="justify">„Diese Fahrzeuge waren eher bei Werk- oder Flughafenfeuerwehren anzutreffen. Von diesem Typ gibt es in Deutschland noch etwa 15 Fahrzeuge“, erz&#228;hlt Sch&#246;pfer. Ausger&#252;stet war das TroLF mit 12 Pulverl&#246;schern PA12, einer Trockenl&#246;schanlage vom Typ PLA 750 mit 750 kg L&#246;schpulver und zwei 50 Liter Stickstoffflaschen mit 200 bar Druck. Dazu enthielt er in den Seitenk&#228;sten zwei Hochdruckschl&#228;uche mit 30 Meter Schlauch. Speziell dieses TroLF besitzt gegen&#252;ber der Standardausf&#252;hrung zus&#228;tzlich zwei 10 Meter Verl&#228;ngerungsschl&#228;uche auf dem K&#228;sten.</p>
<p align="justify">Die Besatzung bestand aus drei Feuerwehrm&#228;nnern, wobei der dritte einen „abenteuerlichen Sitzplatz“ hatte, so Sch&#246;pfer, denn er sa&#223; ohne Wetterschutz auf der Pritsche. Wegen der kurzen Ausr&#252;ck- und Eintreffzeiten auf dem Werksgel&#228;nde spielte das aber kaum eine Rolle.</p>
<p align="justify"><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/10/der-erste-feuerwehr-unimog/trotlf-750-auf-unimog-s-ladeflaeche/" rel="attachment wp-att-1638" title="TroTLF 750 auf Unimog S. Ladefl&#228;che"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/trotlf750_ladeflaeche.thumbnail.jpg" alt="TroTLF 750 auf Unimog S. Ladefl&#228;che" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/10/der-erste-feuerwehr-unimog/trotlf-750-auf-unimog-s-stickstoffflaschen/" rel="attachment wp-att-1641" title="TroTLF 750 auf Unimog S. Stickstoffflaschen."><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/trotlf750_stickstoff.thumbnail.jpg" alt="TroTLF 750 auf Unimog S. Stickstoffflaschen." /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/10/der-erste-feuerwehr-unimog/trotlf-750-auf-unimog-s-verlaengerungsschlauch-exponat-im-besitz-des-unimog-museums/" rel="attachment wp-att-1640" title="TroTLF 750 auf Unimog S. Verl&#228;ngerungsschlauch. Exponat im Besitz des Unimog-Museums."><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/trotlf750_schlauchnah.thumbnail.jpg" alt="TroTLF 750 auf Unimog S. Verl&#228;ngerungsschlauch. Exponat im Besitz des Unimog-Museums." /></a><br />
<em>Von links nach rechts: Hier das der dritte Man im freien, dahinter standen die Feuerl&#246;scher; Stickstoffflaschen; Verl&#228;ngerungsschlauch f&#252;r den Schnellangriff. Zum Vergr&#246;&#223;ern bitte auf das Bild klicken. </em></p>
<p align="justify">Ein Sammler schenkte dem Unimog-Museum das TroLF. Einsatzorte des Fahrzeugs waren Union Treibstoff in Speyer und sp&#228;ter Bitumen Deutschland in Brunsb&#252;ttel. Aufgebaut wurde er von Total-Foerstner &amp; Co. in Ladenburg. Der 6-Zylinder-Ottomotor M180 leistet 82 PS. Darauf legt man &#252;brigens Wert: alle ausgestellten Unimog sind fahrt&#252;chtig.</p>
<p align="justify">Das daneben stehende<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>8 mit Aufbau von Voll hebt sich etwas ab von den anderen. Zum einen erstrahlt es in ungew&#246;hnlichem Rot, zum anderen steht der Name einer imagin&#228;ren Feuerwehr auf der T&#252;r. Die „Feuerwehr Freyhaven“ ist eine Hommage an den Indienstellungsort. Nach der Erstzulassung 1964 kam der Unimog 404.1 zur Luftschutzbereitschaft im Freihafen Hamburg. Sp&#228;ter, nach der Integration der Luftschutzbereitschaften in die Feuerwehr, kam er zur<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Hamburg. Nach seiner Ausmusterung verschlug es ihn in den Hochschwarzwald. Dort wurde es, so Sch&#246;pfer, „nicht ideal in RAL3000 gestrichen, das sieht man dem Fahrzeug an“. Die Grafikerin und Unimog-Begeisterte Sylvia Benub kaufte ihn und nahm in schlie&#223;lich mit nach L&#252;dinghausen. „Sie gab ihm den Namen FFw Freyhaven. Der Unimog ist ihr sehr wichtig“, erz&#228;hlt Sch&#246;pfer.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/tlf8.jpg" alt="TLF 8 auf Unimog S" /><br />
<em>TLF 8/8 auf Unimog 404.1 von 1964.</em></p>
<p align="justify">Das<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>8 ist eigentlich ein „Kind des Luftschutzes“. Bis 1968 wurden 1752 Fahrzeuge vom Typ Unimog S als Serienfahrgestell f&#252;r das<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>8 ausgeliefert. Das „Schwesterfahrzeug“, das VLF, verlie&#223; rund 600 Mal das Werk. Die Feuerwehrbereitschaften des Luftschutzhilfsdienstes stellten eine Art <em>Feuerwehr des Bundes</em> dar. F&#252;r den zivilen Einsatz waren sie nicht gedacht. Sie waren &#252;ber&#246;rtlich aufgestellt und am Rand von Ballungszentren konzentriert.</p>
<p align="justify">Das<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>8 musste neben der Brandbek&#228;mpfung auch zum Krankentransport geeignet sein. Der Aufbau war so konzipiert, dass von der Pumpe her eine Krankentrage hereingeschoben werden konnte. Der dritte Sitzplatz im Aufbau lie&#223; sich zu diesem Zweck umdrehen. Der Feuerwehrmann, der dort sa&#223;, betreute die verletzte Person. Das<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>f&#252;hrte neben einem 800 Liter fassenden Tank, einer fest eingebauten <strike>FP 8/8</strike> FP 8/8 S (F&#246;rdermenge 1.600 Liter pro Minute) auch die erforderliche feuerwehrtechnische Ausr&#252;stung mit. Normm&#228;&#223;ig waren au&#223;erdem eine Aluminiumsteckleiter und das Ersatzrad auf dem Dach.</p>
<p align="justify">Vom<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>8 unterschied sich das VLF. Es verf&#252;gte &#252;ber sechs Sitzpl&#228;tze, eine Seilwinde, einen 330 Liter Wassertank und eine<acronym title="Tragkraftspritze"> TS </acronym>2/5. Sp&#228;ter wurden einige dieser VLF-Unimog zu Hilfsr&#252;stwagen umgebaut. „So ein Hilfsr&#252;stwagen ist sehr selten. Wenn man so ein Fahrzeug bek&#228;me, w&#228;re das antiquarisch gar nicht bezahlbar“, berichtet Sch&#246;pfer mit leuchtenden Augen.</p>
<p align="justify">Ein ganz anderes, aber nicht weniger interessantes Unimog-L&#246;schfahrzeug steht daneben. Wurde der Unimog S haupts&#228;chlich als Tankl&#246;schfahrzeug aufgebaut, konnte 1964 der erste Prototyp eines normgerechten<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>8<acronym title="Tragkraftspritze"> TS </acronym>auf Basis eines Unimog S in Dienst gestellt werden. Die<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Titisee im Schwarzwald erhielt dieses von Metz in Zusammenarbeit mit Daimler-Benz entwickelte Fahrzeug. Zum ersten Mal konnte eine Gruppe und die dazugeh&#246;rige Ausr&#252;stung auf einem Unimog transportiert werden. Das Fahrzeug wurde „einmalig mit Heckbeladung gebaut“. Wegen Schwierigkeiten bei der Ger&#228;teentnahme setzte sich diese Variante nicht durch. Alle in den folgenden drei Jahren gebauten rund vierzig<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>8<acronym title="Tragkraftspritze"> TS </acronym>hatten Heck- und Seitenbeladung.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/lf8ts.jpg" alt="LF 8 TS der FF H&#228;usern" /><br />
<em>LF 8-TS auf Unimog 404.1 der<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>H&#228;usern. (Archivbild von August 2006).</em></p>
<p align="justify">Das im Museum als Leihgabe der<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>H&#228;usern (Schwarzwald) ausgestellte<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>8<acronym title="Tragkraftspritze"> TS </acronym>auf  Unimog S 404.1 (Allrad) ist Baujahr 1966. Es war noch bis 2002 bei der<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>H&#228;usern in Dienst. Im Heck ist eine<acronym title="Tragkraftspritze"> TS </acronym>8/8 eingeschoben, die Vorbaupumpe entspricht einer FPV 8/8. Auf dem Dach war eine vierteilige Holzsteckleiter verlastet. Die Verlastung war eines der gro&#223;en Probleme. „Der Nachteil war, dass sehr viel Material m&#246;glichst weit nach unten geladen werden musste, wegen dem Kippwinkel des Unimog. Der liegt bei 45 Grad.“ Und schon damals gab es ein uns heute nicht unbekanntes Problem: Das Gewicht. „Der Unimog war bis an die Grenze des zul&#228;ssigen Gewichts von f&#252;nf Tonnen beladen.“</p>
<p align="justify">Gerade im Bergland, auch besonders im Hochschwarzwald „ging das Fahrzeug wie ein Virus durch“. Hatte es die eine Feuerwehr, wollte es die benachbarte auch haben. Und das machte sogar Sinn, denn im Bergland war der Unimog geradezu pr&#228;destiniert als Fahrzeugbasis. Dass der Unimog fast ein (Feuerwehr-)Leben lang h&#228;lt, ist daran abzulesen, dass noch immer einige dieser<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>8-TS in Dienst sind.</p>
<p align="justify">Sch&#246;pfer ist diesem Feuerwehr-Unimog-Typ besonders verbunden. „Das Fahrzeug verfolgt mich seit Ewigkeiten“, erz&#228;hlt er. Angefangen hat alles mit einem Artikel &#252;ber das Unimog-LF in der Ausgabe 3 der Brandschutz im Jahr 1964. Seit jener Zeit verfolgt Sch&#246;pfer den Werdegang der vierzig Unimog. Inzwischen hat er den Erststandort aller gekl&#228;rt.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/tlf16.jpg" alt="TLF 16/24 auf MB 322" /><br />
<em>TLF 16/24 auf Mercedes-Benz LKW 322.</em></p>
<p align="justify">Das n&#228;chste Exponat ist ein „Nicht-Unimog“. „Es soll in dieser Ausstellung aber nicht nur um den Unimog gehen“, wird von Seiten des Museums betont. Der 1963 von Metz aufgebaute Mercedes-Benz LKW 322 steht an der Stelle „wo gestern Abend noch die Unimog Black-Edition stand“, wundert sich Sch&#246;pfer. Ein Werkfeuerwehrmann aus W&#246;rth stellte dem Museum das<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>16/24 zur Verf&#252;gung. Bis zum Jahr 2000 war der LKW in Stemwede im Einsatz, bis er 2006 den Weg nach W&#246;rth fand. Bis heute ist das Fahrzeug im Originalzustand. Sch&#246;pfer erkl&#228;rt, dass „es eines der ersten Fahrzeuge von Daimler-Benz  war, das noch 126-PS hatte. Sp&#228;tere Fahrzeuge kamen mit dem Turbolader auf 156 PS.“ Neben 2.400 Litern Wasser bot das Fahrzeug einer Staffel Platz. Die Pumpe f&#246;rderte 1600 Liter Wasser pro Minute. Das<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>verf&#252;gte vorneund hinten &#252;ber Sauganschl&#252;sse zur Wasserentnahme aus offenen Gew&#228;ssern.</p>
<p align="justify">Die &#8220;Kurzhauber&#8221; wurden bis 1995 (!), u.a. auch zeitweise im Werk Gaggenau gebaut.  Der letzte hergestellte Kurzhauber stand im Werk W&#246;rth neben einem der ersten Mercedes-Benz Actros. Wegen ihrer robusten und servicefreundlichen Konstruktion erfreuen sich die Kurzhauber weltweiter Beliebtheit.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/unimogblackedition1.jpg" alt="black edition. Foto: Hans-J&#252;rgen Sch&#246;pfer" /><br />
<em> Unimog U 500 Black Edition. Foto: Hans-J&#252;rgen Sch&#246;pfer.</em></p>
<p align="justify">Die Feuerwehrdarstellung rei&#223;t momentan 1965 ab. Aber es soll noch andere Feuerwehrfahrzeuge zu sehen geben. So stellt die Werkfeuerwehr des Daimler-Werks Gaggenau ein Rapid Intervention Vehicle RIV 1200/160/250 auf Unimog U 1550L bzw. eventuell ein<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>8/18 als Leihgabe zur Verf&#252;gung. Au&#223;erdem soll eine DL 17 von 1943 auf Mercedes-Benz L 1500 S  aus B&#252;hl (Baden) in das Museum geholt werden. Das<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>15 („Oma“) der Feuerwehr Gaggenau soll ebenfalls erneut im Museum zu sehen sein. „Das Museum und auch die Feuerwehrausstellung leben vom Wechsel. Die hohen Kosten und die freie Finanzierung durch Spenden brauchen den Wiederholungsbesucher,“ sagt Sch&#246;pfer.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/riv.jpg" alt="Rapid Intervention Vehicle auf Unimog U 1550 L" /><br />
<em>Kommt demn&#228;chst: Rapid Intervention Vehicle RIV 1200/160/250 der WF DC Gaggenau. Foto: Unimog Museum.</em></p>
<p><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/10/der-erste-feuerwehr-unimog/tlf-818-auf-unimog-u-1300-l-4/" rel="attachment wp-att-1635" title="TLF 8/18 auf Unimog U 1300 L"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/tlf8_51.thumbnail.jpg" alt="TLF 8/18 auf Unimog U 1300 L" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/10/der-erste-feuerwehr-unimog/tlf-818-auf-unimog-u-1300-l-3/" rel="attachment wp-att-1634" title="TLF 8/18 auf Unimog U 1300 L"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/tlf8_3.thumbnail.jpg" alt="TLF 8/18 auf Unimog U 1300 L" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/10/der-erste-feuerwehr-unimog/tlf-818-auf-unimog-u-1300-l-2/" rel="attachment wp-att-1633" title="TLF 8/18 auf Unimog U 1300 L"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/06/tlf8_2.thumbnail.jpg" alt="TLF 8/18 auf Unimog U 1300 L" /></a><br />
TLF 8/18 aus der Schweiz auf <em>Unimog U 1300L mit Aufbau von Br&#228;ndle. Fahrzeug ist eine Leihgabe von Mertec. Zum Vergr&#246;&#223;ern bitte auf das Bild klicken. </em></p>
<p>Anl&#228;sslich der Sonderausstellung bietet das Feuerwehr Weblog zusammen mit dem Unimog-Museum ein <a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/05/01/unimog">Fotoprojekt</a> an. Das Projekt l&#228;uft noch bis zum 15. Juni.</p>
<p><strong>Links im Feuerwehr Weblog:</strong></p>
<ul>
<li>Bilderstrecke im <a href="http://www.flickr.com/photos/40833837@N00/sets/72157600288351997/">Fotostream</a> des Feuerwehr Weblog bei Flickr</li>
<li><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/archives/2006/08/unimog_und_feue_1.html">Stefan Cimander: Legenden bei der Feuerwehr: Der Unimog</a></li>
<li><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/03/19/rezension-feuerwehr-unimog/">Rezension: Feuerwehr-Unimog</a></li>
<li><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/04/17/ueber-stock-und-ueber-steine/">&#220;ber Stock und &#252;ber Steine &#8230; &#8220;Unimog in der Feuerwehr&#8221; im Unimog-Museum in Gaggenau</a></li>
<li>Private Unimog-<a href="http://www.flickr.com/photos/galaxyquest1979/227160084/in/set-72157594248395281/">Fotostrecke</a> von Stefan Cimander (August 2006)</li>
</ul>
<p><strong>&#196;hnliche Links im Feuerwehr Weblog</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.flickr.com/photos/40833837@N00/sets/72157594264872491/">1. Oberbayrisches Oldtimer-Treffen 2006 (Fotostream bei Flickr)</a></li>
<li><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/04/16/auf-zum-eckhaubertreffen-am-28-und-29-juli-2007/">Juli 2007: Magirus-Eckhaubertreffen in Vockenhausen</a></li>
</ul>
<p><strong>Links im WorldWideWeb</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.unimog-museum-gaggenau.de/">Unimog-Museum in Gaggenau-Bad Rotenfels</a></li>
<li><a href="http://www.unimog-community.de/index.php">Unimog-Community</a></li>
<li><a href="http://www.unimog-club-gaggenau.de/">Unimog-Club Gaggenau</a></li>
<li><a href="http://www.mercedes-benz.de/content/germany/mpc/mpc_germany_website/de/home_mpc/unimog.html">Unimog-Seite von DaimlerChrysler</a></li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,388878,00.html">Unimog-Black-Edition auf Spiegel Online</a></li>
<li><a href="http://www.freyhaven.com/">Hommage an einen Mog. Website von Silvia Benub</a></li>
</ul>
<p><strong>Quellen f&#252;r den Artikel</strong></p>
<ul>
<li>Interview mit Hans-J&#252;rgen Sch&#246;pfer</li>
<li>Informationen vom Unimog-Museum</li>
<li>&#8220;Feuerwehr-Unimog&#8221; von Dirk Biemer</li>
<li>&#8220;Der Unimog in der Feuerwehr&#8221; von Dirk Biemer</li>
<li>Brandschutz-Artikel &#252;ber den LSHD</li>
</ul>
<p><b>Technorati Tags:</b> <a href="http://technorati.com/tag/Feuerwehr" rel="tag">Feuerwehr</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Unimog" rel="tag"> Unimog</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Feuerwehr-Unimog" rel="tag"> Feuerwehr-Unimog</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Universal-Motor-Ger%26%23228%3Bt" rel="tag"> Universal-Motor-Ger&#228;t</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Unimog-Museum" rel="tag"> Unimog-Museum</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Museum" rel="tag"> Museum</a>, <a href="http://technorati.com/tag/TLF" rel="tag"> TLF</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Feuerwehrfahrzeug" rel="tag"> Feuerwehrfahrzeug</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Fahrzeug" rel="tag"> Fahrzeug</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Gaggenau" rel="tag"> Gaggenau</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Bad+Rotenfels" rel="tag"> Bad Rotenfels</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Fotoprojekt" rel="tag"> Fotoprojekt</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Foto" rel="tag"> Foto</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Projekt" rel="tag"> Projekt</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Fotoaktion" rel="tag"> Fotoaktion</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Eintrittskarte" rel="tag"> Eintrittskarte</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Unimog-Buch" rel="tag"> Unimog-Buch</a>, <a href="http://technorati.com/tag/RW" rel="tag"> RW</a>, <a href="http://technorati.com/tag/R%26%23252%3Bstwagen" rel="tag"> R&#252;stwagen</a>, <a href="http://technorati.com/tag/TSF" rel="tag"> TSF</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Tragkraftspritzenfahrzeug" rel="tag"> Tragkraftspritzenfahrzeug</a>, <a href="http://technorati.com/tag/LF" rel="tag"> LF</a>, <a href="http://technorati.com/tag/L%26%23246%3Bschfahrzeug" rel="tag"> L&#246;schfahrzeug</a>, <a href="http://technorati.com/tag/L%26%23246%3Bschgruppenfahrzeug" rel="tag"> L&#246;schgruppenfahrzeug</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Oldtimer" rel="tag"> Oldtimer</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Ausstellung" rel="tag"> Ausstellung</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Sonderausstellung" rel="tag"> Sonderausstellung</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Mercedes-Benz" rel="tag"> Mercedes-Benz</a>, <a href="http://technorati.com/tag/DaimlerChrysler" rel="tag"> DaimlerChrysler</a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Freiwillige Pflichtfeuerwehr (Teil 2)</title>
		<link>http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/05/20/freiwillige-pflichtfeuerwehr-teil-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2007 06:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrzeuge und Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen, Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Taktik und Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[L&#246;schen und retten in einer Schweizer Kleinstadt am Bodensee
In der vergangenen Woche ver&#246;ffentlichte das Feuerwehr Weblog den ersten Teil der Reportage &#252;ber die Feuerwehr Kreuzlingen. Hier folgt nun der zweite und letzte Teil.

Ein Besuch bei der Feuerwehr im eidgen&#246;ssischen Kreuzlingen macht eines deutlich: Feuerwehr ist nicht Feuerwehr. Angefangen bei Organisation und Technik bis hin zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><strong>L&#246;schen und retten in einer Schweizer Kleinstadt am Bodensee</strong></p>
<p align="justify">In der vergangenen Woche ver&#246;ffentlichte das Feuerwehr Weblog den <a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/05/13/freiwillige-pflichtfeuerwehr-teil-1/">ersten Teil</a> der Reportage &#252;ber die Feuerwehr Kreuzlingen. Hier folgt nun der zweite und letzte Teil.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/dlk2.jpg" alt="Feuerwehr Kreuzlingen Teil 2 der Reportage" /></p>
<p align="justify">Ein Besuch bei der Feuerwehr im eidgen&#246;ssischen Kreuzlingen macht eines deutlich: Feuerwehr ist nicht Feuerwehr. Angefangen bei Organisation und Technik bis hin zur Taktik, zeigen sich im Vergleich zu Deutschland  gro&#223;e Unterschiede. W&#228;hrend beim deutschen Nachbarn zum Beispiel eine Vielzahl von Feuerwehr-Dienstvorschriften den Ablauf in &#220;bung und Einsatz regeln, ist die Entscheidungsfreiheit des Kreuzlinger Einsatzleiters deutlich gr&#246;&#223;er. Daf&#252;r gibt es aber in der Schweiz auch kein Freiwilligensystem und die Finanzierung der Feuerwehr unterliegt Kriterien der Wirtschaftlichkeit.</p>
<p align="justify">
<p align="justify"><strong>Feuerwehr als Miliz</strong></p>
<p align="justify">Mit den f&#252;r die Schweiz typischen Milizen<a href="#sdfootnote1sym" title="sdfootnote1anc" name="sdfootnote1anc"><sup>1</sup></a> hat die Feuerwehr in Kreuzlingen nur wenig gemein. „Wir sind freiwillig“, so die Aussage von Kreuzlingens Feuerwehrkommandant Werner Ilg. Und das, obwohl im Schweizer Kanton Thurgau Feuerwehrpflicht f&#252;r M&#228;nner und Frauen besteht, wie in vielen anderen Schweizer Kantonen auch. Dennoch sind  viele M&#228;nner und Frauen in Kreuzlingen freiwillig zur Feuerwehr gekommen. „Wir machen keine Zwangsverpflichtungen. Nur die Freiwilligkeit sichert den hohen Qualit&#228;tsstandard“ , erkl&#228;rt Kommandant Ilg.</p>
<p align="justify">Durch Werbeaktionen und pers&#246;nliche Gespr&#228;che versuchen die Feuerwehrm&#228;nner andere zu dieser Dienstleistung zu bewegen. Freiwillige Meldungen gibt es nicht. „Wir m&#252;ssen werben“, so Ilg. Aufgenommen wird nur bis zum vorgeschriebenen Sollbestand.</p>
<p align="justify">Alle Erwachsenen zwischen dem 20. und dem 52. Lebensjahr unterliegen an ihrem Wohnsitz im Thurgau der Feuerwehrpflicht. Die Feuerwehrpflichtigen m&#252;ssen in dieser Zeit entweder Feuerwehrdienst leisten oder die Feuerwehrersatzabgabe entrichten. Mit dem Erreichen der Altersgrenze erlischt die Pflicht bzw. der aktive Dienst. Im Gesetz &#252;ber den Feuerschutz hei&#223;t es, dass „die Gemeindebeh&#246;rde bestimmt, wer Feuerwehrdienst zu leisten hat. Sie ber&#252;cksichtigt die Bed&#252;rfnisse der Feuerwehr und die beruflichen sowie die pers&#246;nlichen Verh&#228;ltnisse und F&#228;higkeiten der Pflichtigen“ (§26,1).  Aufgenommen wird also nicht jeder.</p>
<p align="justify">Die zu leistende j&#228;hrliche Abgabe bemisst sich nach Einkommen und Verm&#246;gen, &#252;berschreitet aber 500 Franken nicht. Abgef&#252;hrt wird sie an die Gemeinde Kreuzlingen Sie muss den Ertrag  f&#252;r Aufwendungen der Feuerwehr und Feuerschutzaufgaben verwenden. In Kreuzlingen sind das j&#228;hrlich fast eine Million Franken (ca. 630.000 Euro).</p>
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<blockquote>
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<p align="justify"><strong>Rettungsdienst in Kreuzlingen</strong><br />
Auch der Rettungsdienst ist in der Schweiz Sache der Gemeinde. Er kann von &#246;ffentlich-rechtlichen oder privaten Betreibern ausgef&#252;hrt werden. Viele  Rettungsdienste sind in der Schweiz meist einem Krankenhaus (in der Schweiz: Spital) angeschlossen, so auch in Kreuzlingen. Dort betreibt die RescueMed AG seit 1995 den Rettungsdienst. Neben dem Standort Kreuzlingen ist die Firma auch im deutschen Konstanz vertreten. Sie verf&#252;gt &#252;ber f&#252;nf Einsatzfahrzeuge (drei RTW, NEF, Intensivmobil), 10 hauptamtliche Rettungsassistenten und –sanit&#228;ter sowie 16 Not&#228;rzte. Sie stellt au&#223;erdem einen Disponenten f&#252;r die kantonale Notrufzentrale in Frauenfeld.</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
</blockquote>
<p align="justify">&nbsp;</p>
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<p align="justify"><strong>Pikett  und AdF</strong></p>
<p align="justify">Wer sich als deutscher Feuerwehrmann in die Schweiz verirrt, wird mit Begriffen konfrontiert, die ihm fremd erscheinen. Im Thurgau wird die Modularisierung und Bedarfsorientierung besonders hervorgehoben. In der Praxis bedeutet das, das Einsatzmittel so konzipiert sind, dass ihr Einsatz allein oder im Verbund immer optimal bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit ist. Das zeigt sich nicht nur in der Ausstattung der Fahrzeuge, sondern auch in der Taktik und dem allgemein hohen Grad der Technisierung. Anders ausgedr&#252;ckt, wird genau das eingesetzt, was ben&#246;tigt wird. Teure Mehrfachalarmieungen und Redudanzen werden so vermieden. Weiterhin wird auch die Flexibilit&#228;t erh&#246;ht, sich schnell auf sich ver&#228;ndernde Einsatzlagen einstellen zu k&#246;nnen.</p>
<p align="justify">Ein L&#246;schzug besteht nicht, wie in Deutschland, zwingend aus 22 Funktionen, sondern ist durchaus durch ein Fahrzeug mit der erforderlichen Besatzung darstellbar. Zugst&#228;rke ist damit ein Fremdwort. So kann in Kreuzlingen ein einziges Fahrzeug den L&#246;schzug darstellen. Dabei ist das zuerst ausr&#252;ckende Fahrzeug, das Tankl&#246;schfahrzeug (TLF), mit sechs Feuerwehrleuten das mit Personal am st&#228;rksten besetzte Fahrzeug.</p>
<p align="justify">Der Einsatzablauf kennt in Kreuzlingen keine automatischen Phasen. Je nach Lage entscheidet der Einsatzleiter was zu tun ist und welche Einsatzmittel aufgeboten werden. Dazu sind ihm die praktischen Grunds&#228;tze f&#252;r Einsatzleiter vom Schweizer Feuerwehrverband zur Hand gegeben. Daran halten muss er sich aber nicht.</p>
<p align="justify">Ebenfalls modular aufgebaut, ist die Mannschaftsst&#228;rke. Wichtiger Begriff ist das Pikett, das sich mit „Abteilung“ &#252;bersetzen l&#228;sst. Ein Pikett hat eine Sollst&#228;rke von 28 AdF (Angeh&#246;riger der Feuerwehr). In Kreuzlingen gibt es vier Piketts. Jeden Monat stellt eine dieser Abteilungen die so genannte Erstaufgebotsgruppe. Das ist das Pikett, welches  zuerst alarmiert wird. Es besteht aus zwei Offizieren (Zugf&#252;hrer und Stellvertreter), vier Chargierten (entspricht etwa Gruppenf&#252;hrer) und 22 weiteren AdF.</p>
<p align="justify">Der Chargierte f&#252;hrt Trupps von zwei bis vier AdF. Er hat nur Kommandogewalt f&#252;r die Ausf&#252;hrung seines Auftrages, z.B. das Ausf&#252;hren einer Rettung im Auftrag des Einsatzleiters. Da es weder Gruppe noch Staffel als feste taktische Einheit gibt, variiert die dem Chargierten unterstellte Zahl an AdF. Lediglich der Trupp steht als taktische Einheit fest. Er besteht aus zwei AdF. Dem modularen Prinzip folgend, wird der Trupp bei Bedarf durch weitere Trupps erg&#228;nzt.</p>
<p align="justify"><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/fz17_sanitaet.jpg" title="Sanit&#228;tsfahrzeug der Kreuzlinger Feuerwehr"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/fz17_sanitaet.thumbnail.jpg" alt="Sanit&#228;tsfahrzeug der Kreuzlinger Feuerwehr" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/fz16_1_verkehr.jpg" title="Verkehrsdienstfahrzeug der Feuerwehr Kreuzlingen"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/fz16_1_verkehr.thumbnail.jpg" alt="Verkehrsdienstfahrzeug der Feuerwehr Kreuzlingen" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/fz07_atemschutz.jpg" title="Atemschutzfahrzeug der Feuerwehr Kreuzlingen"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/fz07_atemschutz.thumbnail.jpg" alt="Atemschutzfahrzeug der Feuerwehr Kreuzlingen" /><br />
</a><em>Von links nach rechts: Dient der Ersten Hilfe und Eigenabsicherung am Unfallort: Das Sanit&#228;tsfahrzeug (Fahrzeug Nr. 17); Bei Eins&#228;tzen regelt die Feuerwehr im Thurgau den Verkehr selbst: Verkehrsdienstfahrzeug (Fahrzeug Nr. 16); Atemschutzfahrzeug (Fahrzeug Nr. 7) auf Basis eines MB-Sprinter. Fotos: Fw Kreuzlingen. </em></p>
<p align="justify"><strong>Spezialeinheiten</strong></p>
<p align="justify">Innerhalb der Feuerwehr gibt es vier Spezialisierungen: Den Stab, die ausgebildeten Feuerwehrleute, den Verkehrsdienst und den Sanit&#228;tsdienst. Im Verkehrsdienst und Sanit&#228;tsdienst gibt es streng genommen keine Feuerwehrleute.</p>
<p align="justify">Das Sanit&#228;tsfahrzeug wird von Feuerwehrpflichtigen mit medizinischem Beruf besetzt. Das sind &#196;rzte, Krankenschwestern oder Pfleger. Sie haben in der Regel keine Feuerwehrausbildung. Sie nehmen nicht die Aufgaben des regul&#228;ren Rettungsdienstes wahr, sondern dienen der Eigenabsicherung der Rettungskr&#228;fte bzw. der „Verletztenversorgung im ersten Moment“. Ein Blick ins Innere des Sanit&#228;tsfahrzeuges zeigt das: Rettungsbretter, Berger- und Schaufelbarren, Vakuumkissen, Korsetts, St&#252;tzkragen, Sanit&#228;tsdienstmaterial und ein Rettungszelt. Die fehlende Transportm&#246;glichkeit f&#252;r Verletzte zeigt den Zweck des Fahrzeuges: Erstversorgung an der Einsatzstelle.</p>
<p align="justify">Auch die Mitglieder des Verkehrsdienstes erhalten keine Brandschutzausbildung. Wie auch der Sanit&#228;tsdienst erkennt man sie an orangefarbenen Overalls. „Im Thuragu nimmt der Verkehrsdienst Absperrungen und Verkehrsleitungen bei Eins&#228;tzen vor, denn die Polizei ist dann f&#252;r andere Aufgaben zust&#228;ndig.“</p>
<p align="justify">Auch bei den Feuerwehrleuten entscheidet die Eignung &#252;ber die Zuteilung. So werden metallverabeitende Berufe im „R&#252;stzug“ gerne gesehen. Die Sozialstruktur der Wehr hat deshalb einen Schwerpunkt bei Handwerkern, die bevorzugt in die Wehr aufgenommen werden. Dennoch finden sich aber auch andere Berufe in der Wehr. Da die Feuerwehr sich die Leute zielgerichtet aussucht, f&#252;hrt dies insgesamt zu einem h&#246;heren Grad der Professionalisierung.</p>
<p align="justify"> <a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/motorspritze.jpg" title="Motorspritze"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/motorspritze.thumbnail.jpg" alt="Motorspritze" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/zivilschutzpumpe.jpg" title="Zivilschutz"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/zivilschutzpumpe.thumbnail.jpg" alt="Zivilschutz" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/zs_motorspritze.jpg" title="ZS Motorspritze"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/zs_motorspritze.thumbnail.jpg" alt="ZS Motorspritze" /></a><br />
<em>Von links nach rechts: Motorspritze vom Typ &#8220;Magirus EuroFire 2000&#8243; auf einem Anh&#228;nger zusammen mit weiterem Material f&#252;r die Wasserentnahme; Vom Zivilschutz &#252;bernahm die Kreuzlinger Feuerwehr u.a. diesen Schlauchanh&#228;nger; Motorspritze Saurer C2K-M des Zivilschutz.  Leistung 3800 U / min. bei 9,5 bar GMF.</em></p>
<p align="justify"><strong>Sechs Jahre Ausbildung</strong></p>
<p align="justify">Die normale Ausbildung eines AdF dauert rund sechs Jahre. Die Ausbildungsdauer erlaubt kein reines Freiwilligensystem. Wer verpflichtet ist, wird die T&#228;tigkeit als AdF auch bis zum Pflichtdienstende aus&#252;ben. Daran hat nicht nur die Gemeinde ein Interesse, schlie&#223;lich ist die Ausbildung teuer, sondern auch der Verpflichtete. Immerhin ist er damit von der Ersatzabgabe befreit.</p>
<p align="justify">Die Kreuzlinger Feuerwehrleute werden in der Brandbek&#228;mpfung, der Hilfeleistung bei Elementarsch&#228;den (das sind Naturkatastrophen) und der technischen Hilfeleistung ausgebildet. F&#252;r Autounf&#228;lle besteht eine Spezialabteilung. „Diese AdF werden aus den Pikettz&#252;gen ausgew&#228;hlt. Sie m&#252;ssen alle metallverarbeitende Berufe haben und im Besitz eines Fahrausweises f&#252;r schwere Fahrzeuge sein“, erkl&#228;rt Ilg. Das h&#228;ngt mit der Komplexit&#228;t der Verkehrsrettung zusammen. „Da die Gruppe sehr klein ist, l&#228;sst sich die Ausbildung besser koordinieren und die AdF haben mehr Praxiserfahrung.“ Ein psychologisches Element spielt auch eine Rolle, denn  „nicht jeder AdF ist gleich belastbar,“ erkl&#228;rt Werner Ilg.</p>
<p align="justify">Die Ausbildung ist zweigeteilt. Ein Teil findet auf Kantonsebene an verschiedenen Orten statt. Die praktische Ausbildung erfolgt in der eigenen Feuerwehr. Eine kantonale Feuerwehrschule gibt es nicht. Die Ausbildung im Kanton ist einheitlich und wird im Auftrag des Feuerschutzamtes vom Feuerwehrverband Thurgau durchgef&#252;hrt. Die Ausbildungs-Reglements des  Schweizerischen Feuerwehrverbandes finden dabei Eingang in die kantonale Ausbildung. Nur so wird bundesweit ein einheitlicher Ausbildungsstand erreicht. Die Ausbilder, in der Schweiz Instruktoren genannt, werden von der „Feuerwehrinstruktorenvereinigung Thurgau“ bereitgestellt. Diese wurden wiederum an schweizerischen Kursen ausgebildet.</p>
<p align="justify">Die Dienstgrade sind in der Schweiz milit&#228;risch, da die Feuerwehr im Milizsystem organisiert ist. Einfache Bef&#246;rderungen nach Dauer der Zugeh&#246;rigkeit gibt es nicht. F&#252;r jeden h&#246;heren Grad m&#252;ssen die notwendigen Kurse besucht und bestanden werden. Der Kommandant ist in der Regel <em>Hauptmann</em> (Ortsfeuerwehr) oder <em>Major</em> (St&#252;tzpunktfeuerwehr). Der stellvertretende Kommandant ist <em>Hauptmann</em> (St&#252;tzpunktfeuerwehr) oder <em>Oberleutnant</em> (Ortsfeuerwehr), die Zugf&#252;hrer sind <em>Leutnant</em> oder <em>Oberleutnant</em>. Ein Materialwart ist <em>Feldweibel</em>, ein Verwalter (Schriftf&#252;hrer) ist ein <em>Fourier</em>, ein Gruppenf&#252;hrer ein  <em>Korporal</em> oder <em>Wachtmeister</em> und die normalen AdF sind <em>Soldaten</em>.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/wlf_ab_wassertransport.jpg" alt="Wechselbeh&#228;lter Wassertransport. Foto: Feuerwehr Kreuzlingen" /><em><br />
WLF mit AB Wassertransport: Foto: Fw Kreuzlingen</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/fz02_tlf.jpg" alt="Zweites TLF in Kreuzlingen" /><em>2. Tankl&#246;schfahrzeug. Foto: Fw Kreuzlingen.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/mzboot.jpg" alt="Mehrzweckboot der &#214;lwehr Kreuzlingen" /><em><br />
MZ-Boot von Barro. Foto: Fw Kreuzlingen.</em></p>
<p align="justify"> <img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/zahlanfhz.jpg" alt="Bedeutung Zahl an Fahrzeug" /><em><br />
Jedes Fahrzeug hat eine eigene Ziffer, anhand derer es am Funk identifiziert werden kann. Diese Ziffer steht nicht im Zusammenhang mit dem Fahrzeugtyp.</em></p>
<p align="justify"><strong>Alarmierung und AAO</strong></p>
<p align="justify">Noch bevor die Mannschaft zu einem Einsatz ausr&#252;ckt, findet auf zwei Arten eine Vorauswahl der Einsatzmittel statt: Da die integrierte, kantonale Notrufzentrale in Frauenfeld angesiedelt ist, werden bei einem Notruf f&#252;r das St&#252;tzpunktgebiet Kreuzlingen zun&#228;chst die zehn Teilnehmer der Kommandogruppe &#252;ber einen priorisierten Telefonanruf in eine Telefonkonferenz gerufen. Die Gruppe entscheidet was zu tun ist. Erst dann folgt die Funkalarmierung nach Gruppen. Zus&#228;tzlich f&#228;hrt der Einsatzleiter alleine an die Einsatzstelle und beginnt mit der Erkundung der Lage. Dadurch kann er genau bestimmen welche Ausr&#252;stung ben&#246;tigt wird. Nach Aussage von Werner Ilg kann jeder Punkt im St&#252;tzpunktgebiet binnen 15 Minuten erreicht werden, und das bei einer Ausr&#252;ckezeit von f&#252;nf Minuten. Die Feuerwehr Kreuzlingen hat etwa 200 Eins&#228;tze im Jahr.</p>
<p align="justify">Ausger&#252;ckt wird in einer vorgegebenen Reihenfolge, sofern der Einsatzleiter nichts anderes bestimmt. „Der Einsatzleiter wei&#223; so bei jeder Meldung welches Material in welcher Reihenfolge eintrifft.“ Er kann das Personal und das Material dann gezielter einsetzen. Unterschieden wird hierbei zwischen Brandmeldung in Kreuzlingen und dem Unterst&#252;tzungsgebiet sowie Unfallmeldung und &#214;lwehreinsatz. Die im Verkehrsdienst, Sanit&#228;ts- und Funkdienst eingeteilten AdF r&#252;cken selbstst&#228;ndig mit ihren Fahrzeugen aus.</p>
<p align="justify">Das<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>r&#252;ckt bei Brandmeldung als erstes aus, gefolgt von der ADL, dem Atemschutzfahrzeug, dem ULF, dem Schlauchverlegefahrzeug und dem R&#252;stwagen. Bei einer Brandmeldung im St&#252;tzpunktgebiet r&#252;ckt lediglich der Schlauchverleger vor dem ULF aus. Bei einer Unfallmeldung f&#228;hrt zun&#228;chst das Vorausfahrzeug (Pionierfahrzeug) zur Einsatzstelle. Das<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>folgt als zweites, dann der R&#252;stwagen, die &#214;lwehr und das ULF. Ein &#214;lwehreinsatz erfordert das Ausr&#252;cken des &#214;lwehrfahrzeuges und des R&#252;stwagens. Betrifft die Meldung den Bodensee gehen zus&#228;tzlich das Wechselladerfahrzeug (WLF) mit AB-&#214;l und der &#214;lsperrenanh&#228;nger mit.</p>
<p align="justify">Reichen bei einem gr&#246;&#223;eren Ereignis die eigenen Mittel nicht, „ist f&#252;r uns die Feuerwehr Konstanz (Deutschland) das erste Unterst&#252;tzungsele-ment“, sagt Ilg. Je nach Bedarf und Verf&#252;gbarkeit k&#246;nnen aber auch andere St&#252;tzpunktfeuerwehren oder Ortsfeuerwehren gerufen werden. Allerdings sind die Ortsfeuerwehren nur f&#252;r ihre Gemeinde zust&#228;ndig und werden daher nicht unbedingt zur Verst&#228;rkung herangezogen.</p>
<p align="justify">Da es keine einheitlichen Funkbezeichnungen f&#252;r die Fahrzeuge im Kanton gibt, erfolgt die Kommunikation bei kantonaler Hilfe nach einem Funkschema das von der F&#252;hrungsgruppe nach der jeweiligen Situation erstellt wird. „Der jeweilige Einsatzoffizier der zus&#228;tzlichen Wehr kennt seine Fahrzeuge und Rufnummern“.</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<blockquote>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify"><strong>&#8220;Feuerwehr 2000plus&#8221;</strong><br />
Das Gutachten &#8220;Feuerwehr 2000plus&#8221; beurteilte die Feuerwehrstrukturen im Kanton Thurgau neu. Das Konzept soll f&#252;r die Gemeinden und f&#252;r die kantonalen Einrichtungen die Basis f&#252;r zuk&#252;nftige Entscheidungen in der Organisation des Feuerwehrwesens sein. Im Mittelpunkt steht die „Konzentration der Kr&#228;fte“ in den St&#252;tzpunktfeuerwehren. Hierdurch will man auch klare Strukturen (und Zust&#228;ndigkeiten) bei gr&#246;&#223;eren Schadenereignissen schaffen. Angefertigt wurde der Bericht vom Feuerwehrverband im Auftrag des Thurgauer Regierungsrates. Das Gutachten soll aber auch Ansporn und Hilfe sein, bei der Entscheidungsfindung Traditionen zu hinterfragen und nach schlanken, zukunftsorientierten L&#246;sungen zu suchen.“</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
</blockquote>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify"><strong>Finanzierung der Feuerwehr</strong></p>
<p align="justify">Die Gemeinde muss die Feuerwehr finanzieren, aber den Gro&#223;teil der Kosten f&#252;r die Aufgaben der St&#252;tzpunktfeuerwehr tr&#228;gt mit 50 Prozent die kantonale, staatliche Geb&#228;udeversicherung. Dieses Geld stammt von den Geb&#228;udebesitzern. Die H&#246;he der zu entrichtenden Pr&#228;mie bemisst sich nach Art und Gr&#246;&#223;e des zu versichernden Geb&#228;udes. Geb&#252;hren, die die Feuerwehr beispielsweise bei Fehlalarmen erhebt, sind neben der oben erw&#228;hnten Ersatzabgabe die dritte Einnahmequelle der Feuerwehr.</p>
<p align="justify">Die Finanzierung durch die Geb&#228;udeversicherung macht die Kreuzlinger Wehr von der Gemeinde unabh&#228;ngiger, erh&#246;ht aber den Einfluss der Versicherung. Letzteres ist dabei kein Nachteil: Verbesserung des technischen Standards, Professionalisierung und Erh&#246;hung der Qualit&#228;t sind nur einige Folgen. Schlie&#223;lich hat die Geb&#228;udeversicherung ein Interesse daran den Schaden von Br&#228;nden und Unf&#228;llen m&#246;glichst gering zu halten, gleichzeitig aber ein wirtschaftliches Feuerwehrwesen zu unterhalten.</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify"><strong>Aufsicht und Organisation</strong></p>
<p align="justify">Zun&#228;chst &#252;bt die  Feuerschutzkommission die Aufsicht &#252;ber die Feuerwehr aus. Die Kommission ist ein Organ des Kreuzlinger Stadtrates und setzt sich zusammen aus zwei Stadtr&#228;ten, einem Vertreter der Gemeinde Bottighofen, einem Vetreter des Feuerschutzamtes der Stadt (Baubeh&#246;rde), dem Kommandant, und weiteren Feuerwehrleuten. Zu den Aufgaben geh&#246;ren u.a. Antr&#228;ge f&#252;r Beschaffungen, Budgetierung, Organisation der Feuerwehr, Genehmigung des &#220;bungsplanes, und Verf&#252;gung von Busgeldern.</p>
<p align="justify">Die n&#228;chste Instanz ist das kantonale Feuerschutzamt in Frauenfeld. Es ist organisatorisch, finanziell und personell mit der Geb&#228;udeversicherung verbunden. Das hat Auswirkungen auf die Organisation der kantonalen Wehren: Das Ziel sind kostensparende, daf&#252;r aber besser ausger&#252;stete St&#252;tzpunktfeuerwehren. Dennoch ist die Feuerwehr im Rahmen des Gesetzes und der Verordnungen sehr frei in ihren Entscheidungen. Im Thurgau werden die kleinen Ortsfeuerwehren jedoch nicht aufgel&#246;st, wie anderswo in der Schweiz. Die Ortsfeuerwehren stellen Fahrzeuge und Personal f&#252;r Klein- und Ersteins&#228;tze bereit. Verzichten will die Feuerwehr Kreuzlingen nur bedingt auf sie, denn ihre Mitglieder verf&#252;gen &#252;ber wichtige Ortskenntnisse.</p>
<p align="justify">Das Amt hat drei Aufgaben: den vorbeugenden Brandschutz, die L&#246;schwasserversorgung und Brandbek&#228;mpfung. Durch die Verzahnung mit der Geb&#228;udeversicherung hat die Arbeit des Amtes einen unmittelbaren Einfluss auf die zu entrichtende Pr&#228;mie. Die Beratung und Subventionierung beim Ausbau der L&#246;schwasserversorgung dient der F&#246;rderung der Sicherheit. Die dritte Aufgabe, Brandbek&#228;mpfung, bezieht sich unmittelbar auf die Feuerwehr.</p>
<p align="justify">F&#252;r den Bereich „Brandbek&#228;mpfung“ ist der kantonale Feuerwehrinspektor und seine zehn Experten zust&#228;ndig. Der Feuerwehrinspektor ist die Vertretung der Geb&#228;udeversicherung bei gr&#246;&#223;eren Brandf&#228;llen auf dem Schadenplatz. Er hat Weisungskompetenz und ber&#228;t als Fachbeobachter die Einsatzleitung.</p>
<p align="justify">Vom Aufgabenspektrum ist er vergleichbar mit einer Mischung aus  Landesbranddirektor und Leiter der Landesfeuerwehrschule. Das Feuerwehrinspektorat ber&#228;t und koordiniert die Schadenwehren (Feuer-, &#214;l-, Chemie- und Strahlenwehr) bez&#252;glich Anschaffungen, Ausbildung und Alarmierung sowie deren Subventionierung durch den Kanton. Der Inspektor kann Alarm&#252;bungen anordnen, um den Stand der Ausbildung zu &#252;berpr&#252;fen. Ferner verwaltet er die kantonale Alarmzentrale der Feuerwehr in Frauenfeld und die Kurse des Feuerwehrverbandes. Er ber&#228;t weiterhin bei der Umsetzung des Thurgauer Feuerwehrkonzeptes „Feuerwehr 2000plus“. Au&#223;erdem ist der Inspektor f&#252;r die Zusammenarbeit mit schweizerischen und kantonalen sowie internationalen Organisationen und Verb&#228;nden zust&#228;ndig.</p>
<p><a href="#sdfootnote1anc" title="sdfootnote1sym" name="sdfootnote1sym">1</a>Der 	Begriff spiegelt in der Schweiz die Feuerwehrpflicht wieder. Als Miliz bezeichnet man eigentlich Streitkr&#228;fte, die ganz oder zum	gr&#246;&#223;ten Teil aus unfreiwillig Dienst leistenden und 	Wehrpflichtigen bestehen.</p>
<p align="left"><u><strong>Weitere Informationen:</strong></u></p>
<ul>
<li>Zum <a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/05/13/freiwillige-pflichtfeuerwehr-teil-1/">1. Teil</a> der Reportage</li>
<li>
<p align="left"><a href="http://www.feuerwehr-kreuzlingen.ch/">Website der Feuerwehr Kreuzlingen</a></p>
</li>
<li>
<p align="left"><a href="http://www.thurgaufire.ch/">Website des Feuerwehrverbandes Thurgau</a></p>
</li>
<li>
<p align="left"><a href="http://www.flickr.com/photos/40833837@N00/sets/72157600207837061/">Fotostrecke</a> im Fotostream des Feuerwehr Weblogs bei Flickr<a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/11/10/einsatz-an-der-grenze-zur-schweiz/" title="Reportage &#252;ber die Feuerwehr Konstanz" name="Reportage &#252;ber die Feuerwehr Konstanz"></a></p>
</li>
<li>
<p align="left"><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/11/10/einsatz-an-der-grenze-zur-schweiz/" title="Reportage &#252;ber die Feuerwehr Konstanz" name="Reportage &#252;ber die Feuerwehr Konstanz">Website der Feuerwehr Konstanz</a></p>
</li>
<li>
<p align="left"><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/11/10/einsatz-an-der-grenze-zur-schweiz/" title="Reportage &#252;ber die Feuerwehr Konstanz" name="Reportage &#252;ber die Feuerwehr Konstanz">Reportage 	&#252;ber die Feuerwehr Konstanz</a></p>
</li>
<li>Diese Reportage als <a href="http://www.fw-downloads.de/wp-content/kreuzlingen_2005-05-12.pdf">PDF</a> (3,1 MB) herunterladen</li>
</ul>
<p><b>Technorati Tags:</b> <a href="http://technorati.com/tag/Feuerwehr" rel="tag">Feuerwehr</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Schadenwehr" rel="tag"> Schadenwehr</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Kreuzlingen" rel="tag"> Kreuzlingen</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Schweiz" rel="tag"> Schweiz</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Thurgau" rel="tag"> Thurgau</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Bodensee" rel="tag"> Bodensee</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Reportage" rel="tag"> Reportage</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Feuerwehrfahrzeug" rel="tag">  Feuerwehrfahrzeug</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Pflichtfeuerwehr" rel="tag"> Pflichtfeuerwehr</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Miliz" rel="tag"> Miliz</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Geb%26%23228%3Budeversicherung" rel="tag"> Geb&#228;udeversicherung</a>, <a href="http://technorati.com/tag/%26%23214%3Blwehr" rel="tag"> &#214;lwehr</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Autobahnst%26%23252%3Btzpunkt" rel="tag"> Autobahnst&#252;tzpunkt</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Drehleiterst%26%23252%3Btzpunkt" rel="tag"> Drehleiterst&#252;tzpunkt</a>, <a href="http://technorati.com/tag/St%26%23252%3Btzpunktfeuerwehr" rel="tag"> St&#252;tzpunktfeuerwehr</a>, <a href="http://technorati.com/tag/St%26%23252%3Btzpunkt" rel="tag"> St&#252;tzpunkt</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Freiwillige Pflichtfeuerwehr (Teil 1)</title>
		<link>http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/05/13/freiwillige-pflichtfeuerwehr-teil-1/</link>
		<comments>http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/05/13/freiwillige-pflichtfeuerwehr-teil-1/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 May 2007 06:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrzeuge und Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen, Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Artikel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/05/13/freiwillige-pflichtfeuerwehr-teil-1/</guid>
		<description><![CDATA[Reportage &#252;ber die Feuerwehr Kreuzlingen (CH). Aus Deutscher Feuerwehr-Sicht ist bei den Schweizer Feuerwehren fast alles anders. Das f&#228;ngt mit der Organisation an: Es sind Pflichtfeuerwehren. Auch die Finanzierung ist anders geregelt und h&#228;ngt mit dem Pflichtfeuerwehrstatus zusammen. Einheitliche Fahrzeuge gibt es nicht. Jede Gemeinde kann ihre Fahrzeuge kaufen, solange der vorgegebene taktische Zweck erf&#252;llt ist. Letzendlcih unterscheidet sich auch die Taktik. Starre Dienstvorschriften gibt es nicht. Vielmehr liegt alles in der Ermessensgrenze des jeweiligen Einsatzleiters.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><strong>L&#246;schen und retten in einer in einer Schweizer Kleinstadt am Bodensee </strong></p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/titelbild.jpg" alt="Fahrzeug 10" /></p>
<p align="justify">Ein Besuch bei der Feuerwehr im eidgen&#246;ssischen Kreuzlingen macht eines deutlich: Feuerwehr ist nicht Feuerwehr. Angefangen bei Organisation und Technik bis hin zur Taktik, zeigen sich im Vergleich zu Deutschland  gro&#223;e Unterschiede. W&#228;hrend beim deutschen Nachbarn zum Beispiel eine Vielzahl von Feuerwehr-Dienstvorschriften den Ablauf in &#220;bung und Einsatz regeln, ist die Entscheidungsfreiheit des Kreuzlinger Einsatzleiters deutlich gr&#246;&#223;er. Daf&#252;r gibt es aber in der Schweiz auch kein Freiwilligensystem und die Finanzierung der Feuerwehr unterliegt Kriterien der Wirtschaftlichkeit.</p>
<p align="justify">
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify"> Kreuzlingen ist eine von acht St&#252;tzpunktfeuerwehren im Thurgau. Als Gemeindefeuerwehr ist sie in einem Zweckverband auch f&#252;r das nicht zur Stadt Kreuzlingen geh&#246;rende Bottighofen zust&#228;ndig. Der St&#252;tzpunkt ist gegen&#252;ber der Gemeindefeuerwehr mit zus&#228;tzlichen Ger&#228;ten und F&#228;higkeiten ausgestattet. Dazu geh&#246;ren Leit-, F&#252;hrungs- und Kommunikationsaufgaben, erg&#228;nzendes Material f&#252;r den L&#246;sch- und R&#252;steinsatz, &#214;lwehr (Stra&#223;e), technische Hilfeleistung, Betrieb der Atemschutzanlage sowie logistische Aufgaben. Weiterhin kann der St&#252;tzpunkt mit zus&#228;tzlichen Spezialdiensten beauftragt werden. Dazu z&#228;hlen die See-&#214;lwehr, Chemie- und Strahlenwehr sowie Drehleiterstandort.</p>
<p align="justify">Damit sind die Fahrzeugtypen in der Schweiz zumindest im Grundsatz fest definiert. Die Gemeinde muss bestimmte F&#228;higkeiten in der Schadenwehr – so hei&#223;t in der Schweiz die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr durch die Feuerwehr – erf&#252;llen. Wie die Gemeinde das umsetzt, ist ihr im Rahmen der kantonalen Vorgaben selbst &#252;berlassen. Das f&#252;hrt zu einer schwach reglementierten Beschaffungspraxis, in der die Feuerwehr ihre W&#252;nsche gegen&#252;ber der Gemeinde durchsetzen kann.</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<blockquote>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify"><strong>Stichwort Kreuzlingen</strong><br />
Kreuzlingen ist der Hauptort des gleichnamigen Bezirks im Kanton Thurgau (CH). Mit 17.550 Einwohner ist Kreuzlingen die zweitgr&#246;&#223;te Stadt des Kantons und gr&#246;&#223;te Schweizer Stadt am Bodensee. Zusammen mit der deutschen Nachbarstadt Konstanz bildet die Grenzstadt eine Agglomeration von &#252;ber 110.000 Einwohnern. Kreuzlingen entstand in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts durch den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden. Der Ausl&#228;nderanteil liegt bei 45 Prozent, ein Drittel davon hat einen deutschen Pass. Der Bezirk Kreuzlingen ist rund 118 Quadratkilometer gro&#223; und z&#228;hlt etwa 37.200 Einwohner. Zum Bezirk geh&#246;ren folgende Gemeinden: Altnau, Bottighofen, Ermatingen, Gottlieben, G&#252;ttingen, Kemmental, Kreuzlingen (Stadt), Langrickenbach, Lengwil, M&#252;nsterlingen, T&#228;gerwilen und W&#228;ldi.</p>
<p align="justify"><strong>Stichwort Kanton Thurgau</strong><br />
Der Kanton erstreckt sich auf einer Fl&#228;che von rund 991 Quadratkilometern und hat in seinen sieben Bezirken, Frauenfeld, M&#252;nchwilen, Kreuzlingen, Weinfelden, Amriswil, Bischofszell, Arbon und Diessenhofen, zusammen etwa 234.000 Einwohner. Wirtschaftlich gepr&#228;gt ist der Kanton durch viele kleine und mittlere Unternehmen im Bereich Maschinenbau und dem Tourismus. J&#228;hrlich &#252;bernachten rund 350.000 Touristen dort. Der Kanton Thurgau liegt mitten im europ&#228;ischen High-Tech-Dreieck Stuttgart-M&#252;nchen-Mailand. Entsprechend gut sind die Verkehrsachsen ausgebaut.</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
</blockquote>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify"><strong>Moderner Fahrzeugpark</strong></p>
<p align="justify">Im St&#252;tzpunktgebiet fungiert Kreuzlingen als Drehleiterst&#252;tzpunkt. Beim Blick in die Feuerwache zeigt sich aber ein ungew&#246;hnliches Bild: Inmitten modernster Feuerwehrtechnologie steht eine Anh&#228;ngeleiter – Baujahr 2001. Auf die Frage, warum die Feuerwehr eine moderne Anh&#228;ngeleiter besitzt, hat  Kreuzlingens Kommandant Werner Ilg eine einfache Antwort: „Sie ist wendiger und man kommt &#252;berall dort hin, wo die Drehleiter versagt.“ Ilg erg&#228;nzt: „Wir mussten die neue Anh&#228;ngeleiter noch nie einsetzen“. Kurbeln m&#252;ssen die Feuerwehrleute aber nicht, wenn sie die 22 Meter hohe Leiter aufrichten wollen – ein Elektromotor treibt die Hydraulik an.</p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/anhleiter.thumbnail.jpg" alt="Anh&#228;ngeleiter" /><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/adl_rettungsschlauch.thumbnail.jpg" alt="Rettungsschlauch" /><br />
<em>Anh&#228;ngeleiter der Fw Kreuzlingen aus dem Jahr 2001 (links) und Rettungsschlauch an der Kreuzlinger ADL (rechts). Quelle: FW Kreuzlingen</em></p>
<p>In erster Linie setzt die Feuerwehr im Einsatz die Autodrehleiter (ADL) ein. Sie entspricht einer DLK 37. Ausgefahren misst sie 37 Meter und kann mit einem Rettungsschlauch ausgestattet werden. Besondere Gefahrenquellen, die ein so hohes Hubrettungsger&#228;t erfordern, gibt es in Kreuzlingen zwei  Wohnh&#228;user.</p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/adl.jpg" alt="Drehleiter Keuzlingen" /><br />
<em>Fahrzeug 6 &#8211; Auto-Drehleiter (ADL) VARIO CC mit 37 Metern H&#246;he von Mowag/Magirus auf MB 1834, Baujahr 1996.</em></p>
<p align="justify">Im Bereich der Brandbek&#228;mpfung stehen zwei Tankl&#246;schfahrzeuge (TLF), ein Schlauchverleger und ein Universall&#246;schfahrzeug (ULF) bereit. Das „erste Tankl&#246;schfahrzeug“ (Fahrzeug 10) ist das Zugpferd der Wehr. Bei fast jedem Einsatz r&#252;ckt es als erstes aus. Der Schwerpunkt liegt in der Brandbek&#228;mpfung und einfachen technischen Hilfeleistung. Ausgestattet ist das Fahrzeug mit einer FP 40/10. „Alles nach EU-Norm“, sagt der Kommandant. Denn in der Schweiz gelten inzwischen EU-Standards. Besonders gl&#252;cklich ist der Werner Ilg dar&#252;ber nicht, denn „die Vorschriften in der Schweiz haben sich bew&#228;hrt.“</p>
<p align="justify">In der Schweiz unterschied man bisher die Pumpen nach den Typen II – IV. Pumpen des Typs II f&#246;rdern maximal 1400, Typ-III-Pumpen 2800 und Typ-IV-Pumpen 3200 Liter pro Minute bei acht Bar Druck. Die Leistung einer Pumpe wird in acht Bar GMF angegeben. „GMF“ steht f&#252;r <strike>„garantierte maximale F&#246;rderleistung“</strike> &#8220;Gesamtmanometrische F&#246;rderh&#246;he&#8221;.</p>
<p align="justify">Bei der TLF-Pumpe vom Typ Godiva WTA 40/10 handelt es sich um eine integrierte Normal- und Hochdruckpumpe. Der Hochdruck ist an den zwei Schnellangriffsschl&#228;uchen mit 40 bis 45 Bar verf&#252;gbar. In die Pumpe ist eine DLS-Einrichtung<a href="#sdfootnote1sym" title="sdfootnote1anc" name="sdfootnote1anc"><sup>1</sup></a> integriert. Der Wassertank fasst 2.200 Liter, der Schaumtank 500 Liter. Insgesamt zwei C-Abg&#228;nge liefern DLS, vier Wasser. In Kreuzlingen werden sowohl DLS, als auch die Schnellangriffseinrichtung im Innenangriff eingesetzt.</p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/tlf.jpg" alt="TLF" /><br />
<em>Das Tankl&#246;schfahrzeug (Fahrzeug 10) ist das Zugpferd der Wehr. 2005 von Br&#228;ndle auf einem MB Atego 1328 AF aufgebaut.</em></p>
<p><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/img_1479.JPG" title="Pumpe am TLF"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/img_1479.thumbnail.JPG" alt="Pumpe am TLF" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/tlf_baujahr.jpg" title="Baujahr TLF auf T&#252;re"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/tlf_baujahr.thumbnail.jpg" alt="Baujahr TLF auf T&#252;re" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/img_1520.JPG" title="Logo Geb&#228;udeversicherung"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/img_1520.thumbnail.JPG" alt="Logo Geb&#228;udeversicherung" /></a><br />
<em>Von Links nach rechts: Pumpenbedienstand am TLF: Godiva WTA 40/10 mit Normal- und Hochdruck sowie DLS; Die T&#252;rbeschriftung zeigt neben dem Gemeindewappen und -namen auch das Baujahr des Fahrzeugs an; Auch nicht zu &#252;bersehen ist der Hinweis auf die kantonale Geb&#228;udeversicherung am Heck von Fahrzeug 10.</em></p>
<p align="justify">Die beiden hinteren Ger&#228;ter&#228;ume sind nahezu identisch. Auf beiden Seiten befindet sich eine Schnellangriffseinrichtung mit 80 Meter Schlauchleitung. Au&#223;erdem stehen auf jeder Seite vier Hohlstrahlrohre zur Verf&#252;gung. Die Fahrzeuge sind grunds&#228;tzlich so beladen, dass mehrere Trupps mit dem Material aus einem Fahrzeug arbeiten k&#246;nnen. Dadurch wird die Schlagkraft pro Fahrzeug erh&#246;ht. Gleichzeitig werden so Fahrzeuge eingespart.</p>
<p align="justify">Ein wichtiges Fahrzeug bei Schweizer St&#252;tzpunktfeuerwehren ist das Universall&#246;schfahrzeug (ULF). Es dient der Hilfeleistung bei Gefahrgutunf&#228;llen. Neben einer TLF-Ausstattung, ist es mit einer Polyl&#246;schanlage vom Typ TA 1200 AFFF-ATC &#8211; Light-Water-Anlage mit 1200 Litern Wasser und 80 Liter Netzmittel beladen.<a href="#sdfootnote1sym" title="sdfootnote1anc" name="sdfootnote1anc"><sup>3</sup></a> Erg&#228;nzt wird das durch eine Pulverl&#246;schanlage mit 750 Kilogramm Pulver. Weiterhin befinden sich zwei Leichtschaumgeneratoren vom Typ FOMAX, ein 28 KVA-Generator sowie verschiedene Leitern und Hitzeschutzanz&#252;ge auf dem Fahrzeug.</p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/ulf.jpg" alt="ULF" /><br />
<em>F&#252;r Gefahrgutunf&#228;lle ben&#246;tigt: Universall&#246;schfahrzeug von Mowag auf MB 1530 AF, Baujahr 1993.</em></p>
<p align="justify">Notwendig ist das Speziall&#246;schfahrzeug wegen den Eisenbahnlinien und Stra&#223;en rund um Kreuzlingen. Auf ihnen werden u.a. viele Kohlenwasserstoffe transportiert. Zus&#228;tzlich haben verschiedene Betriebe ein gr&#246;&#223;eres Gefahrenpotential. Dazu geh&#246;rt zum Beispiel die AV-Chemie GmbH und die Mowag. Die Firma AV-Chemie stellt Klebemittel her und Mowag produziert gepanzerte Kriegsfahrzeuge.<a href="#sdfootnote2sym" title="sdfootnote2anc" name="sdfootnote2anc"><sup>2</sup></a> Sowie Alcan Packaging, das auf Herstellung von Verpackungen spezialisiert ist. Sie sind auch die gr&#246;&#223;ten Arbeitgeber in Kreuzlingen.</p>
<p align="justify">Bei Gefahrguteins&#228;tzen wird zus&#228;tzlich der kantonale Gefahrstoffzug aus Weinfelden gerufen. In der Schweiz hei&#223;t dieser Chemiewehr. Die Spezialfahrzeuge f&#252;r Chemieeins&#228;tze werden nur hier vorgehalten. Die Chemiewehr bringt das ben&#246;tigte Material und das Personal f&#252;r die Arbeit im abgesperrten Bereich um das Schadensereignis  (so genannte Zone 1) mit.</p>
<p align="justify">Der Schlauchverleger (Fahrzeug 11) ist mit einem deutschen Schlauchwagen (SW 2000) mit Staffelbesatzung vergleichbar.  Beladen ist er mit 2.200 Meter B-Schlauchmaterial und einem Bassin mit einem Fassungsverm&#246;gen von 2000 Liter Wasser.  Eine Typ-II-Motorspritze von Iveco Magirus (TS 8/8 EUROFIRE 2000)  erg&#228;nzt die Beladung. Au&#223;erdem befindet sich weiteres L&#246;schmaterial, ein Wasserwerfer, Leitern, Sperrenmaterial f&#252;r B&#228;che und ein Notstromaggregat mit Scheinwerfer auf dem Fahrzeug.</p>
<p align="justify">Und auch das gibt es hier: einen mobilen Gro&#223;l&#252;fter, bei uns unter der Bezeichnung LUF (Luftunterst&#252;tzungsfahrzeug) bekannt, wird er in Kreuzlingen als MGV bezeichnet. Das steht f&#252;r „<strong>M</strong>obiler <strong>G</strong>ro&#223;-<strong>V</strong>entilator“. Unverzichtbar ist er wegen mehrerer Auto(bahn)-Tunnel (der l&#228;ngste misst 1.700 Meter) und gr&#246;&#223;erer Geb&#228;ude, wie Tiefgaragen, Einkaufszentren oder gewerblich genutzter Hallen. Der Gro&#223;l&#252;fter erleichtert die Entrauchung der Geb&#228;ude. An der Austritts&#246;ffnung wird eine Windgeschwindkeit von 200 Kilometer pro Stunde erreicht. Das entspricht der Windst&#228;rke eines Hurrikan. &#220;ber D&#252;sen im L&#252;fter kann Wasser zugesetzt werden. So entsteht ein feiner Spr&#252;hnebel. Dieser dient der Bek&#228;mpfung von freigesetzten Gasen und D&#228;mpfen. Der MGV kann auch &#252;ber das St&#252;tzpunktgebiet hinaus angefordert werden, da neben Kreuzlingen nur der St&#252;tzpunkt in Frauenfeld &#252;ber ein vergleichbares Ger&#228;t verf&#252;gt.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/fz11_schlauchverlerger.thumbnail.jpg" alt="Schlauchverlegefahrzeug" /><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/pumpe_sw.jpg" title="Pumpe im Schaluchverleger"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/pumpe_sw.thumbnail.jpg" alt="Pumpe im Schaluchverleger" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/grluefter.jpg" title="Mobiler Gro&#223;ventilator"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/grluefter.thumbnail.jpg" alt="Mobiler Gro&#223;ventilator" /></a><br />
<em>Von links nach rechts: Der Schlauchverleger (Fahrzeug 11) ist dem alten deutschen<acronym title="Schlauchwagen"> SW </acronym>2000 nicht un&#228;hnlich.  Aufgebaut wurde das Fahrzeug von Br&#228;ndle auf einem MB Atego 1328 AF, Baujahr 2003, Foto: Fw Kreuzlingen; Das Schlauchverlegefahrzeug ist u.a. mit dieser<acronym title="Tragkraftspritze"> TS </acronym>8/8 vom Typ Magirus EuroFire 2000 beladen; Der mobile Gro&#223;ventilator (MGV) unterst&#252;tzt bei der Entrrauchung gr&#246;&#223;erer Anlagen, Foto: Fw Kreuzlingen.</em></p>
<p align="justify">Wie auch die Kameraden im deutschen Konstanz ist Kreuzlingen, neben Romanshorn und Steckborn &#214;lwehrst&#252;tzpunkt Bodensee. Das &#214;lwehrmaterial f&#252;r den Bodensee wird zu 90 Prozent durch den Kanton bezahlt. Den Rest bezahlt die Gemeinde. Zum Schutz des Bodensees stehen mehrere Spezialfahrzeuge zur Verf&#252;gung. Ein gro&#223;es und ein kleines &#214;lwehrfahrzeug sowie mehrere Anh&#228;nger.</p>
<p align="justify">Das kleine &#214;lwehrfahrzeug ist f&#252;r Eins&#228;tze auf dem Land aber auch an Gew&#228;ssern vorgesehen. Beladen ist es mit Kanaldichtkissen, Umleitungs-, Abdichtungs-, Sperrenmaterial, Auffangbeh&#228;lter und Pumpen sowie verschiedenem zus&#228;tzlichem &#214;lwehrmaterial. Au&#223;erdem ist ein 30 kVA-Generator, der vom Fahrzeugmotor angetrieben wird, und ein Lichtmast mit drei Scheinwerfern eingebaut.</p>
<p align="justify">Das gro&#223;e &#214;lwehrfahrzeug ist ein  Wechselladerfahrzeug (WLF) mit einem Abrollbeh&#228;lter-&#214;l. Er ist standardm&#228;&#223;ig aufgesattelt. Der AB-&#214;l ist u.a. mit einer L&#246;sungsmittelpumpe, einem Mopmatic-&#214;lwringer<a href="#sdfootnote1sym" title="sdfootnote1anc" name="sdfootnote1anc"><sup>4</sup></a>, Absaugger&#228;ten, ex-gesch&#252;tzten L&#252;ftungsger&#228;ten und &#214;lwehr-Schlauchmaterial beladen. Au&#223;erdem enth&#228;lt er einen 17 KVA-Generator vom Typ Atlas Copco Qas 18 YD.S sowie einen Lichtmast mit zwei 1500 Watt starken Scheinwerfern.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/oelfahrzeug.jpg" alt="&#214;lwehrfahrzeug" /><br />
<em>Kleines &#214;lwehrfahrzeug von Mowag auf MB 1224 AF, Baujahr 1999.</em></p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/wlf_ab_oelwehr.jpg" alt="Wechselbeh&#228;lter &#214;lwehr. Foto: Feuerwehr Kreuzlingen" /><br />
<em>Gro&#223;es &#214;lwehrfahrzeug auf MB 2538 AF von Mowag: WLF und Abrollbeh&#228;lter &#214;lwehr. Foto: Fw Kreuzlingen.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/wlf_ab_oelsperre.jpg" alt="Wechselbeh&#228;lter &#214;lsperren. Foto: Feuerwehr Kreuzlingen" /><br />
<em>WLF mit AB-&#214;lsperren. Foto: Fw Kreuzlingen.</em></p>
<p align="justify">Erg&#228;nzt wird das durch einen &#214;lsperrenanh&#228;nger mit 350 Meter &#214;lsperren und weiteren Abrollbeh&#228;ltern. Dazu geh&#246;ren ein AB mit 400 Meter &#214;lsperren, ein AB-Wassertransport mit 1.000 Meter Transportleitungen im Durchmesser von 110 Milimeter und einem Bassin mit 35 Kubikmeter Inhalt sowie ein AB mit Pioniermaterial des Zivilschutzes.</p>
<p align="justify">Bei der Beladung der Fahrzeuge f&#228;llt im Vergleich zu Deutschland das fehlende &#214;lbindemittel auf. „Wir haben wenig &#214;lbindemittel“, kl&#228;rt Ilg auf, „das w&#252;rde die Poren im Asphalt der Stra&#223;en verstopfen.“ In der Schweiz werden Stra&#223;en mit dem so genannten Fl&#252;sterbelag versehen. Das &#214;lbindemittel w&#252;rde die Eigenschaft  des Belages sch&#228;digen, da es in die feinen Poren eindringt. Um dennoch ausgelaufenes &#214;l von der Stra&#223;e aufzunehmen, setzen die Wehrleute ein Fahrzeug zum Absaugen ein. Auch auf dem Wasser wird das &#214;l abgesaugt. Das Material dazu befindet sich auf dem Abrollbeh&#228;lter &#214;l.</p>
<p align="justify">Da Kreuzlingen auch Autobahnst&#252;tzpunkt ist, verf&#252;gt die Feuerwehr &#252;ber ein  Vorausfahrzeug. Es ist dem deutsche Vorausr&#252;stwagen vergleichbar. Beladen ist es mit einer Polyl&#246;schanlage vom Typ SL 200 AFFF mit einem Inhalt von 200 Liter Wasser und 6 Liter Netzmittel, Schere und Spreizer, Sanit&#228;tsmaterial, Pionierwerkzeug und einem 14 KVA-Generator.</p>
<p align="justify">Weiterhin muss f&#252;r die technische Hilfeleistung im St&#252;tzpunktgebiet spezielles Material vorgehalten werden. Das Pionier- oder R&#252;stfahrzeug (RW) verf&#252;gt &#252;ber einen Heckkran mit einer Hubkraft von 610 Kilogramm bei maximaler Ausladung, einer Seilwinde mit einer maximalen Zugkraft von 7500 Kilogramm sowie einem 28 KVA-Generator. Im Aufbau sind Rollcontainer untergebracht, die mit dem Heckkran herausgehoben werden k&#246;nnen. Eingesetzt wird der RW bei Naturkatastrophen und Bergungen.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/vorausfahrzeug.jpg" alt="Vorausfahrzeug" /><br />
<em>Das Vorausfahrzeug (Fahrzeug 6) f&#252;r Verkehrsunf&#228;lle wurde von Mowag 1992 auf einem Dodge B 386 A8 4 x 4 </em><em>aufgebaut.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/rw.jpg" alt="R&#252;stwagen" /><br />
<em>R&#252;stwagen / Pionierfahrzeug (Fahrzeug 4) mit Ladekran von Mowag auf MB 1428 AF , Baujahr 1990.</em></p>
<p align="justify">Neben dem Betrieb des Atemschutzzentrums stellt Kreuzlingen auch ein Atemschutzfahrzeug. Es hat neun Pressluftatmer, sechs Langzeitatemschutzger&#228;te (Dr&#228;ger BG 4), zwei Fluchtger&#228;te und zw&#246;lf Ersatzflaschen geladen. Weitere Reserve-Flaschen und die F&#252;llanlage befinden sich im Feuerwehrdepot. Weiterhin finden sich auf dem Fahrzeug Sanit&#228;tsmaterial, eine Handschiebeleiter sowie vier ex-gesch&#252;tzte Messger&#228;te. Die Atemschutzger&#228;tetr&#228;ger r&#252;sten sich w&#228;hrend der Fahrt aus. Vorteil ist, dass auf diese Weise gleich sechs ausger&#252;stete Atemschutzger&#228;tetr&#228;ger an der Einsatzstelle zur Verf&#252;gung stehen.</p>
<p align="justify">Bei der Atemschutz&#252;berwachung setzt Kreuzlingen auf ein mehrstufiges System. „Jeder Trupp im Atemschutz wird zus&#228;tzlich durch einen Trupp&#252;berwacher &#252;berwacht, die elektronische &#220;berwachung wird durch den Atemschutzoffizier ausgef&#252;hrt.“ Mit „Merlin“ von Dr&#228;ger findet die elektronische &#220;berwachung  statt. Merlin ist ein telemetrisches &#220;berwachungs- und Kommunikationssystem. Es &#252;bertr&#228;gt vollautomatisch Daten von umluftunabh&#228;ngigen Atemschutzger&#228;ten &#252;ber Funk an eine &#220;berwachungstafel au&#223;erhalb des unmittelbaren Gefahrenbereichs. Sollte die Elektronik ausfallen, verf&#252;gt jeder Atemschutztr&#228;ger &#252;ber eine Hupe, mit der er sich verst&#228;ndigen kann. Einmal Hupen bedeutet „vorw&#228;rts marsch“, zweimal „Sammlung“ (bei der Brandbek&#228;mpfung „Wasser marsch“) und dreimal Frage: „Ist alles wohl?“ Antwort: „Alles ist wohl!“, vier mal hupen „Raus aus dem Haus“ und ununterbrochen im 3-Takt hupen bedeutet „SOS“.</p>
<p align="justify"> <a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/img_1566.JPG" title="Blick ins Innere des Atemschutzfahrzeuges"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/img_1566.thumbnail.JPG" alt="Blick ins Innere des Atemschutzfahrzeuges" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/atemschutz_hupe.jpg" title="Atemschutz mit Hupe"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/atemschutz_hupe.thumbnail.jpg" alt="Atemschutz mit Hupe" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/elw.jpg" title="Einsatzleitwagen der Feuerwehr Kreuzlingen"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/05/elw.thumbnail.jpg" alt="Einsatzleitwagen der Feuerwehr Kreuzlingen" /></a><br />
<em>Von links nach rechts: Blick in das Atemschutzfahrzeug. Die Flaschen und Sitzpl&#228;tze sind seitlich zur Fahrtrichtung angeordnet; Diese Hupe dient als Ausfallreserve, falls die telemetrische &#220;berwachung und der Funk ausfallen; Der Einsatzleitwagen kommt im gesamten st&#252;tzpunktgebiet zum Einsatz, Foto: Fw Kreuzlingen.</em></p>
<p><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/elf.jpg" title="Einsatzleiterfahrzeug Kreuzlingen"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/elf.thumbnail.jpg" alt="Einsatzleiterfahrzeug Kreuzlingen" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/mtw.jpg" title="LUF"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/mtw.thumbnail.jpg" alt="LUF" /></a><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/stuetze.jpg" title="St&#252;tze unter Achse"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/04/stuetze.thumbnail.jpg" alt="St&#252;tze unter Achse" /></a><br />
<em>Von links nach rechts: Fahrzeug des Einsatzleiters / Kommandanten; Auch Mannschaftstransporter sind  f&#252;r die einfache Brandbek&#228;mpfung ausger&#252;stet; Um die Achsen bei l&#228;ngerer Standzeit zu entlasten sind unter den Fahrzeugen Balken, die beim Wegfahren umfallen.</em></p>
<p align="justify">Um die F&#252;hrungsaufgaben im St&#252;tzpunktgebiet zu bew&#228;ltigen, ist auf der Feuerwache ein Einsatzleitwagen stationiert. Er hat zwei R&#228;ume: Einen Besprechungs- und einen Funkraum. Neben Material f&#252;r die Einsatz- und Kartenf&#252;hrung, geh&#246;ren zwei analoge Funkger&#228;te mit den Schweizer Kan&#228;len, ein Polycom-Funkger&#228;t, zwei Funkger&#228;te mit den deutschen Funkkan&#228;len sowie Mobiltelefon, Fax, Telefon, Computer und Drucker zur Ausstattung.</p>
<p align="justify">Nicht nur auf den L&#246;schfahrzeugen, sondern auch auf den Mannschaftstransportern wird Ger&#228;t  f&#252;r die Brandbek&#228;mpfung mitgef&#252;hrt. „Jedes Fahrzeug hat eine Handschiebeleiter, Schlauchmaterial und Kleinl&#246;schger&#228;te dabei“, erkl&#228;rt Kommandant Ilg. „So kommt man nicht in die Verlegenheit bei einem Feuer nicht l&#246;schen zu k&#246;nnen.“</p>
<p align="justify">Eines f&#228;llt dabei auf: Die tragbaren Leitern sind in Kreuzlingen aus Holz. „Holzleitern haben gro&#223;e Vorteile gegen&#252;ber den Aluminiumleitern“, sagt Kommandant Ilg. „Sie sind stabiler, w&#228;rmeunempfindlicher und man sieht ob das Material schlecht ist.“ Allerdings hat eine Holzleiter einen Nachteil: Sie ist deutlich schwerer als eine Leiter aus Aluminium.</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p><strong>Anmerkungen: </strong></p>
<p align="justify"> <a href="#sdfootnote1anc" title="sdfootnote1sym" name="sdfootnote1sym">1</a> DLS = Druckluftschaum = CAF = Compressed Air Foam</p>
<p align="justify"><a href="#sdfootnote2anc" title="sdfootnote2sym" name="sdfootnote2sym">2</a> Mowag fertigte bis in die 1990er Jahre auch Krankenwagen und 	Feuerwehrfahrzeuge.</p>
<p align="justify"><a href="#sdfootnote1anc" title="sdfootnote1sym" name="sdfootnote1sym">3</a> Durch die Mischung von Netzmittel und Wasser entsteht so genanntes „Light Water“. Das ist ein wasserfilmbildender Schaum auf Basis verschiedener Fluor-Tenside. Er bildet zwischen Schaum und brennender Fl&#252;ssigkeit einen dampfdichten, w&#228;ssrigen Fl&#252;ssigkeitsfilm. Bei DLS wird dagegen normales Mehrbereichsschaummittel verwendet, dass aufgrund seiner chemischen Struktur am Brandgut haften bleibt.</p>
<p align="justify"><a href="#sdfootnote1anc" title="sdfootnote1sym" name="sdfootnote1sym">4</a> Ein	Mopmatic dient der &#214;laufnahme auf Gew&#228;ssern.</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p><strike><strong>  Und n&#228;chsten Sonntag (20. Mai) Woche folgt der zweite und letzte Teil der Reportage &#252;ber die Feuerwehr Kreuzlingen.</strong></strike><strong> </strong><strong>Hier geht es zum <a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/05/20/freiwillige-pflichtfeuerwehr-teil-2/">2. Teil</a> der Reportage</strong><strike><strong><br />
</strong></strike></p>
<ul>
<li><a href="http://www.flickr.com/photos/40833837@N00/sets/72157600207837061/">Bilderstrecke</a> bei Flickr</li>
<li><a href="http://www.feuerwehr-kreuzlingen.ch/">Website</a> der Feuerwehr Kreuzlingen</li>
<li><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/11/10/einsatz-an-der-grenze-zur-schweiz/">Reportage</a> &#252;ber die Feuerwehr Konstanz</li>
</ul>
<p><b>Technorati Tags:</b> <a href="http://technorati.com/tag/Feuerwehr" rel="tag">Feuerwehr</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Schadenwehr" rel="tag"> Schadenwehr</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Kreuzlingen" rel="tag"> Kreuzlingen</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Schweiz" rel="tag"> Schweiz</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Thurgau" rel="tag"> Thurgau</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Bodensee" rel="tag"> Bodensee</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Reportage" rel="tag"> Reportage</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Feuerwehrfahrzeug" rel="tag">  Feuerwehrfahrzeug</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Pflichtfeuerwehr" rel="tag"> Pflichtfeuerwehr</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Miliz" rel="tag"> Miliz</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Geb%26%23228%3Budeversicherung" rel="tag"> Geb&#228;udeversicherung</a>, <a href="http://technorati.com/tag/%26%23214%3Blwehr" rel="tag"> &#214;lwehr</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Autobahnst%26%23252%3Btzpunkt" rel="tag"> Autobahnst&#252;tzpunkt</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Drehleiterst%26%23252%3Btzpunkt" rel="tag"> Drehleiterst&#252;tzpunkt</a>, <a href="http://technorati.com/tag/St%26%23252%3Btzpunktfeuerwehr" rel="tag"> St&#252;tzpunktfeuerwehr</a>, <a href="http://technorati.com/tag/St%26%23252%3Btzpunkt" rel="tag"> St&#252;tzpunkt</a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ende der Improvisation</title>
		<link>http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/03/13/ende-der-improvisation/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2007 12:49:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fahrzeuge und Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen, Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein neuer Einsatzleitwagen der Feuerwehr Konstanz erleichtert das F&#252;hren im Einsatz
&#160;

„Wir waren mitten in der Abnahme, als die Alarmst&#228;rkenerh&#246;hung kam“, erz&#228;hlt Hendrik Roggendorf von der Feuerwehr Konstanz. Denn der am 21.Dezember 2006 gerade in Dienst gestellte Einsatzleitwagen der Konstanzer Wehr wurde beinahe zu einem Geb&#228;udebrand in den Ortsteil Wollmatingen gerufen. „Gefechtsm&#228;&#223;ig machten wir das Fahrzeug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><strong>Ein neuer Einsatzleitwagen der Feuerwehr Konstanz erleichtert das F&#252;hren im Einsatz</strong></p>
<p align="left">&nbsp;</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/elw_total.jpg" alt="ELW Feuerwehr Konstanz" /></p>
<p align="justify">„Wir waren mitten in der Abnahme, als die Alarmst&#228;rkenerh&#246;hung kam“, erz&#228;hlt Hendrik Roggendorf von der Feuerwehr Konstanz. Denn der am 21.Dezember 2006 gerade in Dienst gestellte Einsatzleitwagen der Konstanzer Wehr wurde beinahe zu einem Geb&#228;udebrand in den Ortsteil Wollmatingen gerufen. „Gefechtsm&#228;&#223;ig machten wir das Fahrzeug klar, wurden aber an der Einsatzstelle nicht mehr ben&#246;tigt“. Lange auf die Feuertaufe warten musste das Fahrzeug dann aber doch nicht. Keine acht Stunden nach meinem Ortsbesuch am 6. Januar auf der Konstanzer Feuerwache hatte der Einsatzleitwagen seine „Feuertaufe“. Der Wagen wurde zu einem Zimmerbrand im 6. Obergeschoss eines Wohnhauses im Konstanzer Stadtteil Petershausen gerufen.</p>
<p align="justify">
<p align="justify">Bereits vor zwei Jahren machte sich eine ad hoc eingerichtete Arbeitsgruppe der Feuerwehr Konstanz Gedanken &#252;ber die Ausf&#252;hrung eines neuen Einsatzleitwagens (ELW). Er sollte den alten<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>abl&#246;sen, der immerhin 25 Jahre auf dem Buckel hatte. „Das Fahrzeug war technisch und taktisch &#252;berholt“, so der Sprecher. In die Planungen flossen neben den Vorgaben der Norm, den Bestimmungen der Feuerwehrdienstvorschrift (FwDV) 100, auch Konstanzer Erfahrungen ein. Vorgesehen ist der<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>f&#252;r die F&#252;hrungsstufe C. Zusammen mit dem Anh&#228;nger der F&#252;hrungsgruppe kann sogar auf der F&#252;hrungsstufe D gearbeitet werden.</p>
<p><strong>Platzangebot als Entscheidungsgrundlage</strong></p>
<p align="justify">Besonders gro&#223;en Wert legte die Wehr auf die Nutzfl&#228;che. Die gew&#252;nschten 8,5 Quadratmeter „bildeten dabei die Entscheidungsgrundlage“. Denn im alten<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>erwies sich der mangelnde Platz als Problem. Als Knackpunkt erwies sich dann die Suche nach einem passenden Fahrgestell. Der zun&#228;chst favorisierte Mercedes-Benz Sprinter konnte das vorgesehene Raumprogramm nicht erf&#252;llen. „Als Ergebnis der Ausschreibung wurde daher entschieden, auf einen MB-Vario Kastenwagen aufzubauen“, erkl&#228;rt Roggendorf.</p>
<p align="justify">Wie auch beim alten Fahrzeug sollten zwei R&#228;ume vorhanden sein: Ein Raum f&#252;r die Fernmelder und ein Arbeitsraum. Hierbei ergab sich die n&#228;chste Schwierigkeit. Da technische Neuerungen auch vor der Feuerwehr keinen Halt machen, mussten die Arbeitspl&#228;tze im Fahrzeug so ausgelegt werden, dass sie auch den „potenziellen Anforderungen in zehn Jahren noch gerecht werden.“ Zum Beispiel musste Platz f&#252;r ein elektronisches Lagef&#252;hrungssystem einkalkuliert werden.</p>
<p align="justify">Der Arbeitsraum der Fernmelder und ein Ger&#228;teraum sind im Heck untergebracht. Im vorderen Bereich entsteht durch den drehbaren Fahrer- und Beifahrersitz ein Arbeitsraum f&#252;r drei Personen. Grund f&#252;r diese Variante ist ein Resultat der &#220;berlegungen der Konstanzer Wehr. „Man hat festgestellt, dass im alten<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>in 25 Jahren nicht eine Besprechung gef&#252;hrt wurde, weil der Platz daf&#252;r fehlte.“ Insgesamt bietet der neue<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>also Platz f&#252;r f&#252;nf Personen.</p>
<p><strong>Technische Ausstattung</strong></p>
<p align="justify">Der<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>verf&#252;gt &#252;ber drei Funkger&#228;te im 4m-Bereich, drei Funkger&#228;te im 2m-Bereich sowie f&#252;nf FuG 11b f&#252;r den mobilen Einsatz. F&#252;r die Zusammenarbeit im Rahmen der „Internationalen &#214;lwehr Bodensee“ und der grenz&#252;berschreitenden Kommunikation steht ein FuG 10b mit den analogen Kan&#228;len der Schweizer Feuerwehren zur Verf&#252;gung. Das Ger&#228;t wurde vom Land Baden-W&#252;rttemberg bereit gestellt.</p>
<blockquote>
<p align="justify"><strong>Hintergrund F&#252;hrungsgruppe</strong><br />
Die <a href="http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com/fuehrungsgruppe.php" title="F&#252;hrungsgruppe der Feuerwehr Konstanz">F&#252;hrungsgruppe</a> der Feuerwehr Konstanz besteht aus 16 Personen. Die Vorgabe lautet, dass diese mindestens Gruppenf&#252;hrer sein sollten. Sie ist ein „Hilfsmittel des Einsatzleiters“, sagt Bernd Oser, Brandmeister vom Dienst und stellvertretender Zugf&#252;hrer des 3. Zuges. Aufgebaut wurde die Gruppe vor vier Jahren. Ihr historischer Vorl&#228;ufer war die „<a href="http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com/sondereinheiten.htm#frauengruppe" title="Frauengruppe der feuerwehr Konstanz">Frauengruppe</a>“, die damals reine Fernmeldeaufgaben wahrnahm.</p></blockquote>
<p align="justify">Die Telefonie-, Fax- und IT-Anbindung erfolgt &#252;ber eine GSM-Schnittstelle. „Sp&#228;ter soll noch eine Erg&#228;nzung durch UTMS stattfinden.“ Ein Mobiltelefon mit Freisprecheinrichtung steht als R&#252;ckfallebene zur Verf&#252;gung. Es werden sechs DECT-Mobiltelefone mitgef&#252;hrt. Ferner verf&#252;gt die Einsatzleitung &#252;ber eine Drucker-Scanner-Fax-Kombination sowie ein Notebook. Neben den Standard-Office-Anwendungen werden auf dem Notebook Kartenanwendungen und GIS-Reader mit feuerwehrrelevanten Overlays zum Einsatz kommen.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/portraet.jpg" alt="ELW Feuerwehr Konstanz" /><br />
<em>Abbildung 1: „Eigentlich ein<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>1,7“, erz&#228;hlt Bernd Oser, BvD der<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Konstanz.</em></p>
<p align="justify">Der Bereich der Fernmelder verf&#252;gt &#252;ber eine rechnergesteuerte Auswertung von FMS-Telegrammen, die mit einer entsprechenden Auswertungssoftware grafisch dargestellt werden und der Einsatzleitung einen &#220;berblick &#252;ber ausger&#252;ckte und eingetroffene Kr&#228;fte erm&#246;glicht. „F&#252;r eine vern&#252;nftige Einsatzplanung musste ein Rechner drauf, der immer an ist“, erkl&#228;rt Roggendorf. So ist gew&#228;hrleistet, dass er auch den Status bereits im Einsatz befindlicher Fahrzeuge ordnungsgem&#228;&#223; anzeigt. Zum Einsatz kommt die Software M.I.K.A.S.2000.</p>
<p align="justify">Das Fahrzeug ist f&#252;r eine Anbindung an ISDN, DSL und Analoganschl&#252;sse vorbereitet. Die entsprechenden M&#246;glichkeiten zur Einspeisung sind vorhanden. Je nach Lage kann dann der Leiter der F&#252;hrungsgruppe einen entsprechenden Anschluss an das Festnetz vornehmen lassen. „Dies macht aber erst dann Sinn, wenn die Einsatzdauer entsprechend lang und komplex ist“, erkl&#228;rt Roggendorf.</p>
<p align="justify">Ein UTFRef-f&#228;higes GPS-Ger&#228;t dient au&#223;erdem als R&#252;ckfallebene, wenn es in „unwegsames Gel&#228;nde geht.“ Nicht ohne Ironie zeigt Hendrik Roggendorf „das wichtigste Arbeitsger&#228;t auf dem Fahrzeug: das Fernerkundungsger&#228;t“- kurz Fernglas. „Die Norm schreibt es nun mal vor.“</p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/funkraum.jpg" alt="ELW Feuerwehr Konstanz" /><br />
<em>Abbildung 2: Blick in den Raum der Fernmelder. Links ist der Einsatzstellenfunk mit dem FMS-Rechner zu sehen. Auf der rechten Seite ist der 4m-Meter Bereich. Das Herzst&#252;ck ist jeweils das Major 4 Bedienteil.</em></p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/iuk.jpg" alt="ELW Feuerwehr Konstanz" /><br />
<em>Abbildung 3: IuK-Technik: Einspeisung/Ausspeisung von Strom und Telekommunikation.</em></p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/arbeitsraum.jpg" alt="ELW der Feuerwehr Konstanz" /><br />
<em>Abbildung 4: Blick in den Arbeitsraum. &#220;ber dem Notebook ist der FMS-Rechner.</em></p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/fernglas.jpg" alt="ELW Feuerwehr Konstanz" /><br />
<em>Abbildung 5: Fernerkundungsger&#228;t</em></p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/gps.jpg" alt="ELW Feuerwehr Konstanz" /><br />
<em>Abbildung 6: GPS-Ger&#228;t</em></p>
<p><strong>Arbeiten am und im Fahrzeug</strong></p>
<p align="justify">Die Vorgabe f&#252;r die F&#252;hrungsgruppe lautet, „das Fahrzeug in f&#252;nf Minuten einsatzbereit zu machen.“ Mit einem MB-Sprinter w&#228;re das nicht m&#246;glich gewesen. Das dazu erforderliche Personal h&#228;tte mit einem Mannschaftstransportwagen (MTW) nachgef&#252;hrt werden m&#252;ssen. Die Lagedarstellung erfolgt unter Verwendung von Whiteboards, Flipcharts und taktischen Zeichen nach FwDV 100 auf der Fahrerseite. Durch eine verbesserte Anordnung der Arbeitsmittel, einen erweiterten Wetterschutz durch eine gr&#246;&#223;ere Markise mit Seitenabschirmung und einer blendfreien Umfeldbeleuchtung werden die Arbeitsbedingungen f&#252;r die Einsatzleitung deutlich verbessert. Ein Auszug auf der Fahrerseite stellt dem Lagekartenf&#252;hrer mit einem Handgriff die Materialien zur Lagedarstellung zur Verf&#252;gung. Am alten<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>war die Lagedarstellung in dieser Form nicht m&#246;glich. So fehlte Platz f&#252;r das Material zur Lagedarstellung, es gab keinen Wetterschutz und keine Ablagem&#246;glichkeiten f&#252;r Material.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/kasten_links-_aussen.jpg" alt="ELW Feuerwehr Konstanz" /><br />
<em>Abbildung 7: Arbeitsmaterial des Lagekartenf&#252;hrers</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/lagefuehrungsmittel.jpg" alt="ELW Feuerwehr Konstanz" /><br />
<em>Abbildung 8: Arbeitsmaterial des Lagekartenf&#252;hrers</em></p>
<p align="justify">Au&#223;erdem lie&#223; die Anordnung des Funktisches keine Informationsauswertung auf der Anfahrt zu, weil die Ger&#228;te im R&#252;cken des Fahrers nicht zug&#228;nglich waren. Nun wird der Fernmelderaum schon auf der Anfahrt besetzt, sodass bereits auf dem Weg zur Einsatzstelle Informationen aufbereitet werden k&#246;nnen. So geschah es auch beim Brandeinsatz in Petershausen am 6. Januar.</p>
<p align="justify">Weiterhin stellten die Wehrleute fest, dass die Lage auf der Beifahrerseite nicht optimal gef&#252;hrt werden konnte. Die Schiebet&#252;r verhinderte die Anbringung der Whiteboards. Die Kommunikation zwischen Lagekartenf&#252;hrer und Fernmelder war durch die Sitzposition der Letzteren nur eingeschr&#228;nkt m&#246;glich: Der Funker sa&#223; so ung&#252;nstig, dass eine Kommunikation mit dem Lagekartenf&#252;hrer erschwert war. Im neuen<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>gibt es dieses Hindernis nicht mehr: Lagekartenf&#252;hrer und Fernmelder k&#246;nnen sich &#252;ber ein Schiebefenster auf der Fahrerseite austauschen.</p>
<p align="justify">Ganz zufrieden sind die Wehrleute aber nicht. Ein kleiner „Sch&#246;nheitsfehler“ liegt nicht am Fahrzeug oder seiner Ausf&#252;hrung, sondern an einem Ausr&#252;stungsgegenstand. Es handelt sich um den 5kV-Generator. Die Feuerwehr h&#228;tte sich einen kleineren und leiseren 2kV-Generator gew&#252;nscht. So einen gibt es aber bei der Feuerwehr generell nicht. Sofern der Generator w&#228;hrend eines Einsatzes im Heck bleibt, st&#246;rt dieser durch seine Lautst&#228;rke den Arbeitsbetrieb. Aber die Feuerwehr ist das Improvisieren ja „gewohnt“.</p>
<p><em><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/elw2-2kl.jpg" alt="Alter ELW der Feuerwehr Konstanz" /><br />
Abbildung 9: Arbeit mit dem alten ELW. Zu sehen ist auch die Problematik mit den Whiteboards. Bild: Feuerwehr Konstanz.</em></p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/imageincphp.jpg" alt="Alter ELW Feuerwehr Konstanz" /><br />
<em>Abbildung 10: Funktisch im alten ELW. Bild: Feuerwehr Konstanz.</em></p>
<p align="justify">Ebenfalls wichtig war der Wetterschutz. Er besteht aus drei Markisen, die rund um das Fahrzeug ausgezogen werden k&#246;nnen. „Das mag zwar aussehen wie ein Flugzeug, fliegen kann es aber nicht.“ Ist eine Markise ausgefahren, l&#228;sst sich das Fahrzeug nicht starten. Eine Z&#252;ndunterbrechung verhindert das.</p>
<p><strong>Mission erf&#252;llt</strong></p>
<p align="justify">Das erste Urteil nach dem <a href="http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com/einsaetze2007.php#476" title="Brandeinsatz in Petershausen">Brandeinsatz in Petershausen</a> fasst Hendrik Roggendorf so zusammen: „Die Konzeption des neuen Fahrzeuges hat sich bei dieser Gelegenheit erstmals bew&#228;hrt. Auf der Anfahrt konnten die Fernmelder bereits umfassende Informationen zur Lage sammeln, die durch den Lagekartenf&#252;hrer nach Ankunft umgehend in die Lagekarte einflie&#223;en konnten. Auch konnte Pressesprecher Nikolaj Schutzbach bereits an der Einsatzstelle seine Pressemitteilung verfassen.“ Die Konstanzer Wehrleute sind nun endlich froh &#252;ber das Ende der Improvisation. Vieles, was im neuen<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>selbstverst&#228;ndlich ist, konnte mit dem alten<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>nicht realisiert werden.</p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/elw_rechts_hinten.jpg" alt="ELW Feuerwehr Konstanz" /><br />
<em>Abbildung 11: Drei Markisen dienen als Wetterschutz. Im Heck zu sehen ist auch das Ger&#228;tefach mit einem 5kV-Generator.</em></p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/elw_links_vorne.jpg" alt="ELW Feuerwehr Konstanz" /><br />
<em>Abbildung 12: Auf der Fahrerseite wird die Lage gef&#252;hrt. Zu sehen sind zwei Whiteboards und der Materialkasten.</em></p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/generator.jpg" alt="Generator" /><br />
<em>Abbildung 13: Tr&#252;bt die Freude am neuen Fahrzeug etwas: Der zu laute Generator.</em></p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2007/02/rkl.jpg" alt="Rote RKL" /><br />
<em>Abbildung 14: Ist die rote RKL eingeschaltet, bedeutet das: Der Einsatz wird nun von hier gef&#252;hrt.</em></p>
<ul>
<li><strong>Dieser Artikel kann hier als <a href="http://www.fw-downloads.de/wp-content/elwffkn200703011.pdf">PDF</a> (5,3 MB) heruntergeladen werden. </strong>Das PDF enth&#228;lt auch eine vollst&#228;ndige Beladungsliste.</li>
</ul>
<p><strong>Weiterf&#252;hrende Links:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://flickr.com/photos/40833837@N00/sets/72157594533488395/">Bilderstrecke Einsatzleitwagen der Feuerwehr Konstanz bei Flickr</a></li>
<li><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/11/10/einsatz-an-der-grenze-zur-schweiz/" title="Reportage &#252;ber die Feuerwehr Konstanz im Feuerwehr Weblog">Reportage &#252;ber die Feuerwehr Konstanz im FWB</a></li>
<li><a href="http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com/" title="Webseite der Feuerwehr Konstanz">Website der Feuerwehr Konstanz</a></li>
<li>Ein Bericht von Nikolaj Schutzbach (FF KN) &#252;ber den<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>findet sich auch im S&#252;dkurier, Ausgabe Konstanz: <a href="http://www.suedkurier.de/region/konstanz/art1077,2497003.html">Gut ger&#252;stet f&#252;r Gro&#223;br&#228;nde</a></li>
</ul>
<p>Feuerwehr, Konstanz, ELW, Einsatzleitwagen, MB-Vario, Ersatzbeschaffung, </p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p><b>Technorati Tags:</b> <a href="http://technorati.com/tag/Feuerwehr" rel="tag">Feuerwehr</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Konstanz" rel="tag">Konstanz</a>, <a href="http://technorati.com/tag/ELW" rel="tag">ELW</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Einsatzleitwagen" rel="tag">Einsatzleitwagen</a>, <a href="http://technorati.com/tag/MB-Vario" rel="tag">MB-Vario</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Ersatzbeschaffung" rel="tag">Ersatzbeschaffung</a>, <a href="http://technorati.com/tag/" rel="tag"></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/03/13/ende-der-improvisation/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einsatz an der Grenze zur Schweiz</title>
		<link>http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/11/10/einsatz-an-der-grenze-zur-schweiz/</link>
		<comments>http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/11/10/einsatz-an-der-grenze-zur-schweiz/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Nov 2006 21:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen, Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Artikel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/11/10/einsatz-an-der-grenze-zur-schweiz/</guid>
		<description><![CDATA[Im ersten Abmarsch ins Ausland ausr&#252;cken? Lange Zeit normal f&#252;r die Feuerwehr aus Konstanz. Gelegen am Bodensee und in direkter N&#228;he zur Schweiz, bringen f&#252;r die Feuerwehr besondere Aufgaben mit sich.

 Der Abbau des Grenzzaunes zwischen Konstanz und dem eidgen&#246;ssischen Kreuzlingen Mitte August 2006 war f&#252;r die Feuerwehren beiderseits der Grenze kalter Kaffee. Seit Jahrzehnten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Im ersten Abmarsch ins Ausland ausr&#252;cken? Lange Zeit normal f&#252;r die Feuerwehr aus Konstanz. Gelegen am Bodensee und in direkter N&#228;he zur Schweiz, bringen f&#252;r die Feuerwehr besondere Aufgaben mit sich.</p>
<p align="justify"><img alt="LF 16/12 der Feuerwehr Konstanz" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/lf16.jpg" /></p>
<p align="justify"> Der Abbau des Grenzzaunes zwischen Konstanz und dem eidgen&#246;ssischen Kreuzlingen Mitte August 2006 war f&#252;r die Feuerwehren beiderseits der Grenze kalter Kaffee. Seit Jahrzehnten arbeiten die beiden Wehren zusammen und helfen sich gegenseitig. Als beispielsweise am <a title="Einsatz Konstanz" href="http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com/einsaetze1997.htm#270897">27. August 1997</a> in Konstanz ein Gro&#223;brand in der dicht bebauten historischen Bahnhofsstra&#223;e ausbrach, war ein L&#246;schzug der Kreuzlinger Feuerwehr zur Unterst&#252;tzung vor Ort. Die Konstanzer Wehr konnte sich am <a title="Einsatz Kreuzlingen" href="http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com/tanklaster.htm">2. Juni 2000</a> beim Brand eines Benzinlasters und Wohnhauses sowie beim Brand eines Geb&#228;udes am <a title="Einsatz Kreuzlingen" href="http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com/20010717.htm">17. Juli 2001</a> in der Bahnhofsstra&#223;e in Kreuzlingen revanchieren. Die Zusammenarbeit der beiden Wehren ist in einem Staatsvertrag geregelt und „wird alle paar Jahre wirksam“, wenn ein „Hilfeschrei“ aus der jeweils anderen Stadt kommt, so Pressesprecher Nikolaj Schutzbach von der Feuerwehr Konstanz.</p>
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<p align="justify"><em><strong>Stichwort</strong> <strong>Konstanz</strong><br />
Die Gro&#223;e Kreisstadt Konstanz (Baden-W&#252;rttemberg) ist nach dem r&#246;mischen Kaiser Flavius Valerius Constantius Chlorus (305/306) benannt. Die Stadt liegt am Ausfluss des Rheins (dem Seerhein) aus dem oberen Seeteil direkt an der Grenze zur Schweiz. Konstanz ist die gr&#246;&#223;te Stadt am Bodensee. Konstanz hat in seinen 15 Stadtteilen knapp 82.000 Einwohner. Das Stadtgebiet hat 34 km Uferlinie und umfasst 1,31 km² Wasserfl&#228;che. Die Gesamtfl&#228;che betr&#228;gt knapp 56 km². Pro Jahr &#252;bernachten rund 476.000 Touristen in 42 Beherbergungsbetrieben oder auf den f&#252;nf Campingpl&#228;tzen.</em></p>
<p align="justify"><img alt="bodenseekarte.jpg" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/11/bodenseekarte.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Der Bodensee vom All aus. Der rote Punkt markiert die Lage von Konstnaz. Bild: Wikimedia Commons.<br />
</em></p></blockquote>
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<p align="justify">Lange Jahre r&#252;ckten die Feuerwehrm&#228;nner aus Konstanz auch im ersten Abmarsch ins eidgen&#246;ssische Gottlieben aus, da die Wehr aus Kreuzlingen wegen der damals schlechten Stra&#223;enverbindung nicht schnell genug dort sein konnte. Doch auch heute noch kann es vorkommen, dass die Feuerwehr aus Konstanz auf Schweizer Staatsgebiet im ersten Abmarsch t&#228;tig wird, denn die Schweizer Autobahn A7 beginnt vor dem Grenz&#252;bergang und ist somit von deutscher Seite aus schneller zu erreichen. Daneben spricht noch ein anderer Grund f&#252;r die enge Kooperation: &#220;berlandhilfe der n&#228;chst gr&#246;&#223;eren Wehr<sup>1</sup> aus Deutschland dauert der Entfernung wegen zu lange.</p>
<p align="justify">Die Zusammenarbeit kommt nicht von ungef&#228;hr. Kreuzlingen ist mit Konstanz zusammengewachsen. Beide St&#228;dte bilden eine Agglomeration von rund 110.000 Einwohnern. Die Staatsgrenze verl&#228;uft mitten zwischen einzelnen H&#228;usern hindurch. Die Konstanzer Stadtteile  Altstadt und Paradies liegen auf der linken Rheinseite und ist das einzige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, das s&#252;dlich des Hochrheins, auf „Schweizer“ Seite, liegt.</p>
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<p align="justify"><em><strong>Stichwort</strong> <strong>Bodensee</strong></em><br />
<em>Der Name Bodensee leitet sich vom Dorf Bodman am westlichen Ende des &#220;berlinger Sees ab. In anderen europ&#228;ischen Sprachen wird der See nach Konstanz benannt, bspw. franz&#246;sisch „Lac de Constance“. Der Bodensee ist der gr&#246;&#223;te See im deutschsprachigen Raum. Die Aufteilung des Sees unter den Anrainerstaaten ist nur teilweise vertraglich festgelegt. Die Wasserfl&#228;che eines Gro&#223;teils des Sees wird als Kondominium von den Anrainerstaaten Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz verwaltet. Etwa 62 Prozent des 273 Kilometer langen Ufers sind deutsches Hoheitsgebiet. Die maximale L&#228;nge des Sees betr&#228;gt 63 Kilometer, die maximale Breite 14 Kilometer, die maximale Tiefe 254 Meter. Seine Fl&#228;che betr&#228;gt 536 Quadratkilometer bei einem Rauminhalt von 48.500.000.000 Kubikmetern. Der Bodenseeraum ist eine beliebte Tourismusregion, die j&#228;hrlich von mehreren Millionen Touristen besucht wird.</em></p></blockquote>
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<p align="justify">Der Kontakt geht &#252;ber den Ernstfall hinaus. Mindestens einmal im Jahr &#252;ben die beiden Feuerwehren zusammen, abwechselnd in Konstanz und Kreuzlingen und das „funktioniert auch ohne EU“. Die gemeinsamen &#220;bungen sind notwendig, da die Strukturen und das taktische Vorgehen grundverschieden sind. Der Konstanzer Gefahrgutzug &#252;bt regelm&#228;&#223;ig mit der in Weinfelden angesiedelten Chemiewehr des Kantons Thurgau. Weinfelden liegt etwa eine halbe Stunde von Konstanz entfernt. Einen gemeinsamen Einsatz hatten die beiden Spezialz&#252;ge am 13. Mai 2002, als es galt, unsachgem&#228;&#223; transportierte giftige Bleischlacke zu sichern, die bei einer Routinekontrolle am Grenz&#252;bergang aufgefallen war.</p>
<p align="justify">Die grenz&#252;berschreitende Zusammenarbeit hat aber auch ein konkretes Muss. Der Bodensee ist  Trinkwasserspeicher f&#252;r rund 4,5 Millionen Menschen in den Anrainerstaaten. Um diesen wertvollen Trinkwasserspeicher zu sch&#252;tzen, m&#252;ssen auch die Feuerwehren spezielle Einheiten vorhalten und einsatztaktisch kooperieren. Gef&#228;hrdet ist der See durch die am Alpenrand vorbeif&#252;hrende &#214;lpipeline. Reger G&#252;terbahnverkehr mit Kesselwagen auf der Schweizer Seite erfordert ebenfalls besondere Aufmerksamkeit. Teile des Bodenseeufers sind au&#223;erdem Naturschutzgebiete bzw. dienen als touristische Naherholungsgebiete.</p>
<p align="justify">Im Gegensatz zu anderen deutschen St&#228;dten wurde die Altstadt von Konstanz weder im Drei&#223;igj&#228;hrigen Krieg, noch im Zweiten Weltkrieg besch&#228;digt. Auch wenn bauliche Zerst&#246;rungen durch Einzelhandel und Stra&#223;enbau der letzten Jahre an der historischen Bausubstanz tief greifende Ver&#228;nderungen hervorriefen, bleibt insbesondere der &#228;lteste Teil von Konstanz, die Niederburg, wegen der dichten Bebauung und engen Gassen f&#252;r die Feuerwehr eine Herausforderung. Nicht nur in der Niederburg, sondern auch Altbauten im Paradies und der Altstadt haben eine hohe Brandlast. Dies wurde beim Gro&#223;brand 1997 offenbar, auch wenn das bef&#252;rchtete „Horrorszenario“ ausblieb. Viele Hotels erfordern au&#223;erdem eine hohe Aufmerksamkeit.</p>
<p align="justify">Zahlreiche Passagierschiffslinien verbinden in der Tourismussaison Konstanz mit anderen Gemeinden am Bodensee. Von Staad aus besteht eine ganzj&#228;hrige F&#228;hrverbindung nach Meersburg. Neben den Wasserwegen auf Rhein und Bodensee f&#252;hrt die B 33 durch Konstanz sowie ein kurzes St&#252;ck der Schweizer Autobahn A7. Gegenw&#228;rtig wird die B 33 durch eine gigantische Br&#252;cke besser mit der A7 verbunden. Dies alles gilt es bei der Gefahrenabwehr zu beachten.</p>
<p align="justify">Chemikalienverarbeitende Konzerne wie „Great Lakes“ und „Degussa“ gaben den Standort am Seerhein in Konstanz schon vor Jahren auf. Mit dem Pharmaunternehmen „Altana Pharma“<sup>2</sup> ist nur ein einziges Industrieunternehmen in Konstanz verblieben. Der Schwerpunkt der Konstanzer Wirtschaft liegt im Bereich Dienstleistung. Der wichtigste Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus. Durch die Fachhochschule und die Universit&#228;t liegen weitere wirtschaftliche Schwerpunkte in der Kommunikations- und Informationstechnologie.</p>
<p align="justify">Verglichen mit anderen St&#228;dten ist die Zahl der Eins&#228;tze in Konstanz gering. Ausr&#252;cken musste  man deutlich wenig mit 1.008 Eins&#228;tzen im Jahr 2005. Dabei musste nur 168 Mal zum Strahlrohr gegriffen werden. Dagegen galt es bei 524 Eins&#228;tzen technische Hilfe zu leisten. Eins&#228;tze mit Tieren gab es 60 Mal und 255 Mal war falscher Alarm. Viele Eins&#228;tze k&#246;nnen dabei durch das hauptamtliche Personal bew&#228;ltigt werden. 2005 waren das 775 Alarme.</p>
<p><strong>Seit 150 Jahren im Dienste der Allgemeinheit</strong></p>
<p align="justify">Mit einem Festakt begeht die Freiwillige Feuerwehr (FF) Konstanz im kommenden Fr&#252;hsommer  ihr 150-j&#228;hriges Bestehen. Gegr&#252;ndet wurde sie 1857 als Folge von zwei Gro&#223;br&#228;nden. Dem ersten Gro&#223;feuer fielen am 2. Juni 1856 die Rheinbr&#252;cke und Rheinm&#252;hle zum Opfer. Durch die Zerst&#246;rung der Rheinbr&#252;cke wurde der Kontakt zwischen der Altstadt auf der linken Rheinseite und  Petershausen unterbrochen. Die Konstanzer Liberalen nahmen das Ungl&#252;ck als Anlass eine Feuerwehr zu gr&#252;nden. Leider meldeten sich nicht genug B&#252;rger. Erst als es im darauf folgenden Jahr erneut zu einem Gro&#223;brand kam, diesmal in der Glockengie&#223;erei, flackerte erneut der Gr&#252;ndungswille auf. Das Werben hatte diesmal Erfolg. Bis M&#228;rz 1858 meldeten sich 200 Mann. Im Herbst des gleichen Jahres konnte der L&#246;sch- und Rettungsdienst aufgenommen werden. Die Liberalen, so der Konstanzer Sozialhistoriker Tobias Engelsing,<sup>3</sup> wollten die Feuerwehr f&#252;r politische Zwecke nutzen. Sie sollte die konservative, kleinb&#252;rgerliche Schicht f&#252;r liberales Gedankengut &#246;ffnen.</p>
<p><strong>L&#246;schbereiche und Organisation</strong></p>
<p align="justify">Die Wehr z&#228;hlt 275 aktive Feuerwehrm&#228;nner und -frauen. Zus&#228;tzlich besetzen zw&#246;lf Angeh&#246;rige der hauptamtlichen Wache rund um die Uhr drei Funktionsstellen, davon zwei im Einsatzdienst und eine in der Zentrale. Weiterhin verf&#252;gt die<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Konstanz &#252;ber einen Spielmannszug, eine Altersabteilung und eine Jugendfeuerwehr. Auch Konstanz hat mit r&#252;ckl&#228;ufiger Mitgliederentwicklung zu k&#228;mpfen.</p>
<p align="justify">Die Konstanzer Feuerwehr ist eine von f&#252;nf St&#252;tzpunktfeuerwehren im Landkreis.<sup>4</sup> Das Feuerwehramt ist dem Oberb&#252;rgermeister unterstellt. Gef&#252;hrt wird die Wehr seit &#252;ber 20 Jahren von Kommandant Dieter Quintus. Die Stadt ist in sieben L&#246;schbereiche eingeteilt, die nach nat&#252;rlichen Grenzen oder markanten Stra&#223;enz&#252;gen oder durch isolierte Stadtteile bestimmt sind. Die weltbekannte Insel Mainau geh&#246;rt zum L&#246;schbereich Litzelstetten.</p>
<p align="justify">In der Altstadt sind die Z&#252;ge 1 und 2 beheimatet, den Z&#252;gen 3 und 6 ist Petershausen zugeteilt. Die Aufteilung ist historisch gewachsen und heute nur noch formeller Natur. Der dritte Zug war urspr&#252;nglich auch in der Altstadt beheimatet. Weitere Z&#252;ge gibt es in Litzelstetten (4), Dingelsdorf (5), Wollmatingen (7), Allmansdorf (8) und Dettingen (9). Alarmiert wird nicht nach Z&#252;gen, sondern nach L&#246;schbereich. Alarm f&#252;r die Altstadt bedeutet also Einsatz f&#252;r die Z&#252;ge 1 und 2. Eine Alarmschleife f&#252;r die technische Hilfeleistung (THL) gibt es nur f&#252;r ausgew&#228;hlte Kr&#228;fte in Petershausen und der Altstadt. Nicht jeder Feuerwehrmann wird also zu einem Verkehrsunfall gerufen. Alle L&#246;schbereiche verf&#252;gen &#252;ber ein Ger&#228;tehaus und mindestens zwei Fahrzeuge.</p>
<p align="justify">Die regul&#228;ren Z&#252;ge werden durch Sondereinheiten erg&#228;nzt: Dazu z&#228;hlen die &#214;lwehr, der Gefahrgutzug, der Rettungszug, die H&#246;henrettungsgruppe und die F&#252;hrungsgruppe. Bis auf den Rettungszug sind alle alarmierbar. Besetzt werden die Sondereinheiten mit Personal aus allen L&#246;schbereichen.</p>
<p><strong>Volle Fahrt voraus: Gefahren auf dem Wasser</strong></p>
<p align="justify">F&#252;r Rettungs- und Bergungsma&#223;nahmen auf dem Seerhein und dem Bodensee stehen mehrere Boote in unterschiedlichen Gr&#246;&#223;en zur Verf&#252;gung. Durchgef&#252;hrt werden diese Aufgaben von der &#214;lwehr.</p>
<p align="justify">Die Aufgabe der &#214;lwehr ist die &#214;lschadens- und Brandbek&#228;mpfung auf dem Wasser. Die Fahrzeuge der &#214;lwehr stehen im Ger&#228;tehaus Wollmatingen und auf der Feuerwache. Die &#214;lwehr kann z.B. auf das Feuerl&#246;schboot (FLB), das Selbstfahrende-&#214;laufnahme-Ger&#228;t (S&#214;G), zwei Mehrzweckboote (MZB) und den „Radiergummi“, ein Schlauchboot, zur&#252;ckgreifen. Weiterhin stand der Einheit bis April 2006 ein R&#252;stwagen-&#214;l (RW 2-&#214;l) zur Verf&#252;gung, der durch einen Abrollbeh&#228;lter-&#214;l (AB-&#214;l) und ein weiteres Wechselladerfahrzeug (WLF) ersetzt wird. Die &#214;lwehr bildet ihre Bootsf&#252;hrer selbst aus.</p>
<p align="justify"><img alt="RW 2 &#214;l. Foto: Dieter Quintus" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/rw2oel.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Bis April 2006 in Dienst, dann ohne T&#220;V: RW 2-&#214;l von Magirus Deutz. Foto: Dieter Quintus </em></p>
<p align="justify"><img alt="LKW &#214;l der FF Konstanz" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/lkw_oel.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>GW-Transport<br />
</em></p>
<p align="justify">Das 1977 angeschaffte S&#214;G ist ein Spezialboot f&#252;r die &#214;lschadenbek&#228;mpfung. Dazu verf&#252;gt es &#252;ber verschiedene Aufnahmem&#246;glichkeiten f&#252;r &#214;le und deren Bindemittelgemische. In den R&#252;mpfen des Katamarans wird das aufgenommene &#214;l zwischengelagert. Die Beschaffung des S&#214;Gs geschah zum Schutz des Trinkwasserspeichers Bodensee. 2001 erhielt das S&#214;G einen neuen Anstrich in RAL 3000 und &#228;hnelt nun dem Feuerl&#246;schboot.</p>
<p align="justify">Das 1973 gebaute FLB ist 23 Meter lang und wurde aus den Best&#228;nden der ehemaligen DDR gekauft und 1995 in Dienst gestellt. Es erhielt den Namen „LBD Heinz Sch&#228;fer“, benannt nach dem ehemaligen Landesbranddirektor von Baden-W&#252;rttemberg, der sich f&#252;r die &#214;lwehr am Bodensee einsetzte. Wegen der modernen L&#246;schanlagen auf den F&#228;hren und Schiffen auf dem Bodensee, dient das FLB vorrangig der Menschenrettung, Reinhaltung des Gew&#228;ssers und der Sicherstellung des Brandschutzes. Das erste Konstanzer FLB war das Dampfschiff „<a title="Gustav Prym" href="http://www.gustavprym.ch/">Gustav Prym</a>“, das 1916 in Hamburg gebaut und von 1966 bis 1985 als FLB eingesetzt wurde. Das Boot ist danach umgebaut worden und f&#228;hrt nun wieder als historisches Dampfschiff unter gleichem Namen.</p>
<p align="justify"><img alt="S&#214;G der &#214;lwehr der FF Konstanz" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/soeg.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>S&#214;G im Yachthafen von Konstanz.</em></p>
<p align="justify"><img alt="FLB der Feuerwehr Konstanz" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/flb.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>FLB unter der neuen Rheinbr&#252;cke. </em></p>
<p align="justify"><img alt="MZB der Feuerwehr" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/mzb.jpg" /></p>
<p align="justify">
<p align="justify"><em>Schlauchboot mit Trailer am GW-Wasserrettung<br />
</em></p>
<p><strong>Gefahren zu Lande: Gefahrgut und H&#246;henrettung</strong></p>
<p align="justify">Der Gefahrgutzug wurde 1993 gegr&#252;ndet. Der Zug erf&#252;llt die Aufgaben des ABC-Zuges auf lokaler Ebene. Gerufen wird er zu Gefahrgut-Schadensf&#228;llen. Hintergrund der Gr&#252;ndung war die &#220;berlegung ein „eventuell entstehendes Vakuum infolge der Aufgabe der Bundeseinheit ABC-Zug vorzubeugen“, so Schutzbach. Die Angeh&#246;rigen des Gefahrgutzuges stellen das auf Konstanz entfallende Personalkontingent des ABC-Zuges des Landkreises Konstanz. Das Personal wird also auch &#252;ber Konstanz hinaus alarmiert. T&#228;tig wird der Zug auch grenz&#252;berschreitend im Schweizer Kanton Thurgau zur Unterst&#252;tzung der Chemiewehr Weinfelden.</p>
<p align="justify">Mit dem Ger&#228;tewagen Gefahrgut (GWG-G) 2 und der „Sp&#252;rnase“, dem vom Bund beschafften ABC-Erkundungskraftwagen (ABC-ErkKW), stehen dem Zug zwei Spezialfahrzeuge zur Verf&#252;gung. Ein Ger&#228;tewagen Atem-/Strahlenschutz/Messtechnik (GW AS/Mess) wurde vor kurzem wegen mangelnder Nutzung ausgemustert. Ersetzt wurde dieser durch den GW-G, erg&#228;nzt durch die „Sp&#252;rnase“. ABC-ErkKW und der ehemalige GW-AS/Mess sind Fahrzeuge des Landkreis Konstanz</p>
<p align="justify">Der GW-T ist das Universalfahrzeug der Wehr. Je nach Lage wird der LKW mit unterschiedlichen Gitterboxen best&#252;ckt, z.B. Material f&#252;r die &#214;lwehr oder Atemschutzflaschen. Neben dem LKW der &#214;lwehr, dient der GW-T als Zugfahrzeug f&#252;r die MZB-Boote.</p>
<p align="justify">Der 1998 gegr&#252;ndeten H&#246;henrettungsgruppe geh&#246;ren zw&#246;lf Feuerwehrleute an. Sie ist formal Teil des Rettungszuges. Grund f&#252;r die Aufstellung der Gruppe war die Anforderung an die Feuerwehr Personen auch in unwegsamen Gel&#228;nde oder au&#223;erhalb der Drehleiter retten zu k&#246;nnen. Die Standardausbildung und -ausstattung der Feuerwehr ist daf&#252;r ungeeignet. Daher kommt bei der H&#246;henrettung Material aus der Bergrettung zum Einsatz. Die Mitglieder sind von Bergrettern ausgebildet worden, jedoch muss der H&#246;henretterlehrgang an der Brandschutz- und Katastrophenschutzschule in Heyrothsberge nachgeholt werden, so der Leiter der Gruppe Klaus Mirsch. Erst seit 2004 verf&#252;gt die Gruppe auch &#252;ber ein eigenes Fahrzeug, den alten Vorausr&#252;stwagen (VRW). Das gel&#228;ndeg&#228;ngige Fahrzeug erweitert den Spielraum der Gruppe.</p>
<p align="justify"><img alt="Ehemaliger GW Atem- und Strahlenschutz" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/gw_as.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Ehemaliger GW-AS/Mess. Steht inzwischen in der KatS-Halle in Radolfzell.<br />
</em></p>
<p align="justify"><img alt="GW-T und WLF+AB Schlauch" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/gwt_wlfabschlauch.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>LKW-&#214;l von 2002 mit WLF+AB Schlauch. </em></p>
<p><strong>Weitere Gruppen und Einheiten</strong></p>
<p align="justify">Der Rettungszug ist eine nicht alarmierbare Ausbildungseinheit. Der Zug hat seinen Ursprung in den Anf&#228;ngen des Atemschutzes. Urspr&#252;nglich wurden die Atemschutzger&#228;tetr&#228;ger in dieser Einheit aus- und fortgebildet. Heute wirken die Mitglieder als Multiplikatoren in ihren Einheiten. Sie geben ihr speziell erworbenes Wissen im Rahmen der regul&#228;ren Ausbildung an ihre Kameraden im L&#246;schbereich weiter. Neben der Atemschutzausbildung ist die Fortbildung im Bereich der THL ein wichtiger Schwerpunkt des Zuges.</p>
<p align="justify">Die 17 Angeh&#246;rigen der F&#252;hrungsgruppe bilden gem&#228;&#223; Feuerwehrdienstvorschrift (FwDV) 100 eine entsprechende F&#252;hrungsstruktur bei gr&#246;&#223;eren Eins&#228;tzen sowie Fl&#228;chen- und l&#228;ngerfristigen Ereignissen Der Gruppe steht ab Dezember ein neuer Einsatzleitwagen (ELW) 2 und die „mobile Einsatzzentrale“, ein Anh&#228;nger mit Material, zur Verf&#252;gung. Der neue<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>2 auf MB Vario ersetzt das 25 Jahre alte  reparaturanf&#228;llige und inzwischen &#252;berholte Vorg&#228;ngerfahrzeug (Eigenausbau auf MB-T1).  Ab dem 2. Alarm wird die Gruppe grunds&#228;tzlich alarmiert. Zuletzt setzte man die Gruppe im Rahmen der Vogelgrippebek&#228;mpfung ein. In der Feuerwache richtete man dazu ein permanentes Lagezentrum ein. Auch bei dem Unwetter <a href="http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com/einsaetze2006.php#401">05. Juli 2006</a> kam die Gruppe zum Einsatz.</p>
<p align="justify">Keine Einheit im eigentlichen Sinne, aber aus dem Einsatzgeschehen nicht mehr wegzudenken ist der Notfallseelsorger. Diakon Hans Wolfgang Str&#228;tz, nimmt dieses Amt seit 2004 wahr. Er ist  selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Str&#228;tz versteht sich als Ansprechpartner f&#252;r die Opfer wie auch Einsatzkr&#228;fte.</p>
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<p align="justify"><em><strong>Fit for Fire Fighting á la Konstanz</strong></em><br />
<em>Sport hat in der Feuerwehr Konstanz eine lange Tradition. Diese reicht &#252;ber die im vergangenen Jahr vom Landesfeuerwehrverband Baden-W&#252;rttemberg initiierte Aktion „Fit For Fire Fighting“ weit hinaus.</em><br />
<em>Seit 1987 veranstaltete der 6. Zug der<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Konstanz den „Bodensee-Feuerwehr-Triathlon“ (BFT). Dieser reine Feuerwehrtriathlon hat eine lange Tradition und ist die &#228;lteste Sportveranstaltung der Feuerwehr Konstanz. Die 19. Auflage musste in diesem Jahr zum ersten Mal abgesagt werden, da sich zu wenig Athleten angemeldet hatten. 2007 wird ein neuer Versuch gestartet.<br />
</em></p>
<p align="justify"><img alt="bft.jpg" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/11/bft.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>BFT 2005. Bild: Nikolaj Schutzbach. </em></p>
</blockquote>
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<p><strong>Der Fahrzeugpark</strong></p>
<p align="justify">Mittlerweile in deutschen Feuerwachen nichts ungew&#246;hnliches mehr, sind amerikanische Fahrgestelle. In Konstanz stehen gleich zwei. Neben dem Mowag der H&#246;henrettungsgruppe steht auf der Feuerwache ein von Rosenbauer &#214;sterreich auf Dodge aufgebautes Tankl&#246;schfahrzeug (TLF) 1100. Es verf&#252;gt &#252;ber 1100 Liter Wasser, 100 Liter Schaummittel und eine Pumpe f&#252;r Hoch- (40 bar) und Normaldruck (8 bar). Neben T&#252;r&#246;ffnungswerkzeug ist auch &#214;lbindemittel f&#252;r kleinere &#214;lspuren verlastet. Wegen seiner auffallenden Silhouette lautet der Spitzname im Feuerwehrjargon „Sammy“, benannt nach dem gleichnamigen Kaiman, der 1994 sein Unwesen in einem Baggersee in Dormagen trieb. Genutzt wird der Dodge nur von der hauptamtlichen Wachbereitschaft. Ein Tiefgaragenbetreiber kaufte das Fahrzeug f&#252;r die Feuerwehr und sollte urspr&#252;ngliche f&#252;r Br&#228;nde in derselben dienen.</p>
<p align="justify"><img alt="KTLF" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/ktlf.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>F&#252;r Br&#228;nde in Tiefgaragen beschafft: Das<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>1100, Baujahr 1994.. </em></p>
<p align="justify"><img alt="Pumpe des KTLF" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/ktlf_pumpe.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Kombinierte Normal- und Hochdruckpumpe im Heck des<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>1100. </em></p>
<p align="justify"><img alt="Lacoste-Aufkleber am KTLF" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/ktlf_lacoste.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Ein Lacoste-Aufkleber erinnert noch heute an den prominenten Namensgeber des TLF. </em></p>
<p align="justify"><img alt="GW-H&#246;henrettung" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/gw_hoehe.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Ehemaliger VRW, jetzt GW-H&#246;henrettung. Aufgebaut von dem eidgen&#246;ssischen Aufbauhersteller Mowag auf einem Dodge,, Baujahr 1979. </em></p>
<p align="justify"><img alt="GW H&#246;henrettung mit amerikanischer Gangschaltung" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/gw_gangschaltung.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Gew&#246;hnungsbed&#252;rftig: Die Gangschaltung ist bei dem GW-H&#246;henrettung, wie bei allen amerikanischen Fahrzeugen hinter dem Lenkrad. </em></p>
<p align="justify">Weiterhin sind auf der Feuerwache ein L&#246;schgruppenfahrzeug (LF) 16/12 und ein<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>8 stationiert. Das<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>16/12 verf&#252;gt, wie auch das<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>8/6 in der Altstadt, &#252;ber eine CAFS-Einrichtung (CAFS – Compressed Air Foam System). Das<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>16 ersetzte 2003 gleich zwei Fahrzeuge: Ein in die Jahre gekommenes Magirus<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>16 und den VRW. Das Fahrzeug ist gel&#228;ndg&#228;ngig und wird von Pressesprecher Schutzbach als „eierlegende Wollmilchsau“ im Vergleich zum Vorg&#228;ngerfahrzeug bezeichnet.</p>
<p align="justify"><img alt="LF 16/12 und TLF 16/25. Foto: Bernd Oser" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/lf1612_tlf1625.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Neu und alt: Links das<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>16/12 auf MAN mit Aufbau von Ziegler und rechts das ausrangierte Magirus Deutz<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>16. Foto: Bernd Oser. </em></p>
<p align="justify"><img alt="LF 16/12 Innenraum: Drei PA" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/lf16_3pa.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Wenn auch selten alle drei genutzt: Das<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>16/12 verf&#252;gt &#252;ber drei Pressluftatmer gegen Fahrtrichtung. </em></p>
<p align="justify"><img alt="LF 8/6" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/lf86.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Eines von drei 1989 baugleich beschafften<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>8. Im Bild das<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>8 aus dem L&#246;schbereich Dettingen. </em></p>
<p align="justify">Das<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>8 in Petershausen zeichnet sich durch zwei Besonderheiten aus. Statt einer<acronym title="Tragkraftspritze"> TS </acronym>8/8 im Heck Statt einer<acronym title="Tragkraftspritze"> TS </acronym>8/8 im Heck wird eine Hochdruckl&#246;schanalge eingebaut, die auch f&#252;r die Stra&#223;enreinigung genutzt werden kann. Das urspr&#252;nglich vom L&#246;schbereich Wollmatingen genutzte<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>ist zehn Zentimeter schmaler als gew&#246;hnlich. Das schm&#228;lere Fahrzeug musste angeschafft werden, da es sonst nicht in das alte Ger&#228;tehaus Wollmatingen gepasst h&#228;tte. Mit dem Neubau im L&#246;schbereich Wollmatingen fand ein Fahrzeugtausch zwischen dem L&#246;schbereich Altstadt und Wollmatingen statt. Wegen der engen Gassen in der Altstadt war dies f&#252;r den L&#246;schbereich damals ein Vorteil. Mittlerweile ist das<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>8 in Petershausen zu Hause.</p>
<p align="justify">Dagegen ist das<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>8 in Dingelsdorf ein Prototyp. Wegen der geringen H&#246;he der Tore des Ger&#228;tehauses Dingelsdorf musste die Dachbeladung in den Aufbau integriert werden. Problematisch gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Fahrgestell- und Aufbauhersteller, die aber mit MAN und Ziegler gefunden werden konnten. Auch eine Besonderheit ist das<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>16<acronym title="Tragkraftspritze"> TS </acronym>des L&#246;schbereichs Wollmatingen. Besitzt ein<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>16<acronym title="Tragkraftspritze"> TS </acronym>normalerweise eine Vorbaupumpe und keinen Tank, wartet das Wollmatinger Fahrzeug mit einem 1200 Liter fassenden Wassertank und einer hinten eingeschobenen Tragkraftspritze (TS) auf.</p>
<p align="justify">Mit der anstehenden Ersatzbeschaffung des wenig genutzten Schlauchwagen (SW) 2000 entschied man sich 1993 f&#252;r die Einf&#252;hrung eines Wechselbeh&#228;ltersystems. Dazu wurden zwei Wechselladerfahrzeuge (WLF) beschafft. Eines steht im Ger&#228;tehaus Wollmatingen, das andere in der Feuerwache. Als Abrollbeh&#228;lter (AB) stehen Auffangbeh&#228;lter, Container, Mulde, Pritsche, Schlauch und ein Tank zur Verf&#252;gung. Der AB-Tank hat 6000 Liter Fassungsverm&#246;gen. Er ist kein Ersatz f&#252;r ein<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>24/50, wird aber als Wasserzubringer eingesetzt. Ein gr&#246;&#223;eres<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>wird in Konstanz gegenw&#228;rtig nicht ben&#246;tigt.</p>
<p align="justify">Das Tr&#228;gerfahrzeug in Wollmatingen dient im Winter als Reservefahrzeug der Technischen Betriebe Konstanz (TBK) bei der Schneer&#228;umung. Dazu verf&#252;gt die Wehr &#252;ber einen von den TBK gestellten AB-Salzstreuer und eine Schneeschaufel. Besetzt wird das WLF von Feuerwehrleuten, die sich f&#252;r den Bereitschaftsdienst als Gegenleistung f&#252;r die Teilfinanzierung des LKW-F&#252;hrerscheines durch die Stadt Konstanz verpflichten mussten. F&#252;r die Feuerwehrm&#228;nner ist dieser Dienst neben der Bezahlung auch wegen der Fahrpraxis vorteilhaft.</p>
<p align="justify"><img alt="LF 8/6 ohne Dachaufbau. Foto: Nikolaj Schutzbach" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/lf8dach.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Zu sehen sind die Ladebuchten f&#252;r die in den Aufbau integrierte Dachbeladung des<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>8/6 aus Dingelsdorf. Foto: Nikolaj Schutzbach. </em></p>
<p align="justify"><img alt="LF 16 TS. Foto: Aurelia Scherrer" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/lf16ts.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>LF 16<acronym title="Tragkraftspritze"> TS </acronym>aus bei einer Schau&#252;bung am Ger&#228;tehaus Wollmatingen. Foto: Aurelia Scherrer.</em></p>
<p align="justify"><img alt="WLF und AB Tank" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/wlf_abtank.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>WLF+AB-Tank. Stationiert im Ger&#228;tehaus Wollmatingen.</em></p>
<p align="justify"><img alt="WLF und AB Salzstr&#228;uer. Foto: Jens Busalt. " src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/wlf_absalz.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Kein Scherz: WLF+AB Salzstreuer und Schneeschaufel. Das WLF dient der TBK als Reservefahrzeug im Winter. Foto: Jens Busalt. </em></p>
<p align="justify"><img alt="DLK 23/12" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/dlk2312.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>DLK 23-12 CC von 1992 auf der Feuerwache. Eine Magirus DLK 23-12 von 1982 steht in der Altstadt. Letztere wird 2007 au&#223;er Dienst gestellt. </em></p>
<p align="justify"><img alt="TLF 16/24 Tr" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/tlf1624.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>TLF 16/24-Tr. auf der Feuerwache. </em></p>
<p align="justify">Jeder L&#246;schbereich verf&#252;gt au&#223;erdem &#252;ber einen als Mannschaftstransportwagen (MTW) und<acronym title="Einsatzleitwagen"> ELW </acronym>nutzbares Transportfahrzeug. Beschafft wurden 2004 drei Transporter. Das Besondere: Wegen der finanziellen Situation der Stadt Konstanz wurden drei Gebrauchtfahrzeuge gekauft und entsprechend umger&#252;stet. Kostenersparnis: 40 000 Euro!</p>
<p align="justify"><img alt="MTW. Foto: Nikolaj Schutzbach" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/mtws.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Gebraucht beschafft, umgebaut und Kosten gespart: MTW/ELW verschiedener L&#246;schbereiche. Foto: Nikolaj Schutzbach. </em></p>
<p align="justify"><img alt="WLF + AB Schlauch" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/wlf_ab_schlauchjpg.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>1993 als Ersatz f&#252;r einen<acronym title="Schlauchwagen"> SW </acronym>2000 beschafft: WLF+AB Schlauch. </em></p>
<p align="justify"><img alt="Eckhauberflotte. Foto: Hans-J&#252;rgen Oexl " src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/eckhauberflotte.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Bei Magirus-Liebhabern d&#252;rfte beim Anblick einer historischen Aufnahme der Konstanzer &#8220;Eckhauber&#8221;- Flotte von 1967 vor dem Ger&#228;tehaus im L&#246;schbereich Altstadt in der Schulhai&#223;stra&#223;e mit<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>16-TS (links im Bild), DL 30 und TroTLF 16 das Herz h&#246;her schlagen. Foto: Hans-J&#252;rgen Oexl </em></p>
<p align="justify"><img alt="Frontlenkerflotte" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/magirusflotte.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Die Magirus-Flotte mit<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>16, DLK 30, LF 16 (links) vor der Feuerwache. Das Foto ist im Treppenhaus der Feuerwache zu sehen. Die DLK steht heute im L&#246;schbereich Altstadt. Aufnahmedatum m&#252;sste 1982 sein, nachdem mit der DLK die &#8220;Front-Lenker-Flotte&#8221; komplett war. Das Foto war in den 1980er Jahren eine Magirus-Werbeaufnahme. </em></p>
<p align="justify"><img alt="Historische Magirus-DLK" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/historischedlk.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Historische Magirus-DL aus den 1920er Jahren. Der Oldtimer steht im Ger&#228;tehaus Wollmatingen. Man beachte die Vollgummireifen. </em></p>
<p align="justify"><img alt="Historisches Krad" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/motorrad.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Zu jeder Feuerwache geh&#246;rt ein kleines Museum. Im zweiten Stock der Konstanzer Feuerwache steht u.a. dieses Meldekrad. </em></p>
<p align="justify">Neben einem ELW, RW 2 und verschiedenen Anh&#228;ngern findet sich auch ein Ger&#228;tewagen-Wasserrettung (GW-W) auf der Feuerwache. Neben der Wasserrettung, wird das Fahrzeug auch bei der Eisrettung eingesetzt. Best&#252;ckt ist der GW-W mit Tauchanz&#252;gen und -ger&#228;ten f&#252;r sechs Taucher, Hansa-Board f&#252;r die Eisrettung und Anh&#228;nger mit dem motorisierten Schlauchboot.</p>
<p><strong>Zauberwort „Kooperation“: Taktische Besonderheiten</strong></p>
<p align="justify">Eine besonders enge Verbindung der Feuerwehr besteht mit der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Beide betreiben gemeinsam den GW-W. Der Fahrer wird von der Feuerwehr gestellt und die DLRG von der Feuerwehr alarmiert. Der GW-W bietet maximal sechs Tauchern der DLRG die M&#246;glichkeit sich w&#228;hrend der Anfahrt umziehen. Die Kooperation „besteht seit uralter Zeit aus der Gr&#252;ndung der Wasserrettung“, so Peter Eisenhauer, altgedienter Brandmeister der Konstanzer Wehr und Rettungstaucher der DLRG. Damals wie auch heute sind die meisten Taucher der DLRG gleichzeitig in der Feuerwehr, ohne dass die Feuerwehr &#252;ber eine eigene Tauchergruppe verf&#252;gt. Die Zusammenarbeit wurde seitdem „auch nie in Frage gestellt“, so Eisenhauer weiter.</p>
<p align="justify"><img alt="GW-Wasserrettung" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/gww.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>GW-Wasserrettung, genutzt von Feuerwehr und DLRG. </em></p>
<p align="justify">Beim Alarmstichwort „Brandeinsatz“ besetzen die beiden hauptamtlichen Kr&#228;fte als Maschinisten das<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>16/24 und die DLK 23/12 und r&#252;cken mit beiden Fahrzeuge sofort aus. Freiwillige Kr&#228;fte r&#252;cken nach. Bei einem Verkehrsunfall (VU) wird zuerst mit dem<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>16/12 ausger&#252;ckt. Nachr&#252;ckende freiwillige Kr&#228;fte besetzen weitere Fahrzeuge der Feuerwache.  Eine weitere Einsatzkraft sitzt in der Fernmeldezentrale. Dort laufen weit &#252;ber 100 Brandmeldeanlagen und auch der Notruf 112 auf zwei Notrufleitungen aus dem Stadtgebiet Konstanz auf. Da Konstanz zwei Vorwahlen hat, laufen alle Notrufe aus dem anderen Vorwahlbereich in der integrierten Leitstelle des Landkreises in Radolfzell auf.</p>
<p align="justify">Mit insgesamt 15 hauptamtlichen Kr&#228;ften ist ein eigenst&#228;ndiges Arbeiten nur bei Kleineins&#228;tzen m&#246;glich. Ohne die Kr&#228;fte der<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>l&#228;uft in Konstanz bei gr&#246;&#223;eren Schadenslagen nichts. Kommandant Quintus versuchte vor Jahren die Stadt zu &#252;berzeugen, die hauptamtliche Wache personell aufzustocken, dies wurde jedoch aus finanziellen Gr&#252;nden abgelehnt. Die geringe St&#228;rke der st&#228;ndigen Wache ist auch auf den geringen Grad an klassischer Industrie und den d&#246;rflichen bis kleinst&#228;dtischen Charakter von Konstanz zur&#252;ckzuf&#252;hren.</p>
<p><strong>Das Herz der Feuerwehr: Die Feuerwache</strong></p>
<p align="justify">Die Feuerwache in der Steinstra&#223;e im Stadtteil Petershausen wurde 1967 gebaut. Die vorherige Feuerwache in der Altstadt wurde f&#252;r die Brandbek&#228;mpfer zu klein. Parallel dazu erfolgte 1967 der Neubau des Ger&#228;tehauses f&#252;r den L&#246;schbereich Altstadt in der Schulthai&#223;stra&#223;e. 1997 erfolgte eine Erweiterung der Feuerwache, damit zwei Fahrzeuge hintereinander stehen k&#246;nnen. Die Erweiterung der Wache ging zu Lasten des Schulhofes der angrenzenden Theodor-Heuss-Realschule. Deshalb befinden sich im ersten Obergeschoss der Feuerwache zwei Klassenr&#228;ume. Die Feuerwehr nutzt diese R&#228;ume abends f&#252;r die Fortbildung. Die f&#252;r Feuerwachen typischen Rutschstangen fehlen in Konstanz aus Platzgr&#252;nden.</p>
<p align="justify"><img alt="Feuerwache" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/feuerwache.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Feuerwache in der Steinstra&#223;e. </em></p>
<p align="justify"><img alt="Ger&#228;tehaus Altstadt" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/geraetehaus_altstadt.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Ger&#228;tehaus im L&#246;schbereich Altstadt in der Schulthai&#223;stra&#223;e. Das Ger&#228;tehaus wurde 1967 parallel zur Feuerwache gebaut. </em></p>
<p align="justify"><img alt="Ger&#228;tehaus Wollmatingen" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/geraethaus_wollmatingen.jpg" /></p>
<p align="justify"><em>Erst im Jahr 2000 nach 10-j&#228;hriger Planungszeit bezogen: Das Ger&#228;tehaus im L&#246;schbereich Wollmatingen. </em></p>
<p align="justify">
<blockquote>
<blockquote><p><em> </em></p>
<p align="justify"><strong><em> Die Presse- und &#214;ffentlichkeitsarbeit</em></strong><em><br />
<em>„Probleme mit &#214;ffentlichkeit liegen selten an den Redaktionen, sondern an der Feuerwehr selbst“, so die deutliche Aussage von Nikolaj Schutzbach. Zwischen der Feuerwehr und der &#246;rtlichen Presse besteht ein enger Kontakt. So ist Tobias Engelsing, Lokalchef des S&#252;dkuriers, ein ehemaliger Feuerwehrangeh&#246;riger und das „erleichtert die Arbeit ungemein“. </em>Schon bei kleineren Eins&#228;tzen informiert die Feuerwehr einen eigenen Fotografen und einen &#246;rtlichen Pressefotografen. Bei gr&#246;&#223;eren oder spektakul&#228;ren Einsatzen werden weitere Medien bis hin zur dpa informiert.<em> Die „Presse ist im Gro&#223;en und Ganzen diszipliniert“, so Schutzbach, dennoch kommt „zuerst die Feuerwehr dann der S&#252;dkurier“. Die &#220;bersichtlichkeit der Medienlandschaft kommt dem entgegen.</em></em></p>
<p><em> </em><em> </em></p></blockquote>
<p><em> </em></p></blockquote>
<p><em> </em></p>
<p align="justify"><em> </em><strong>Kein Novum: Frauen in der Feuerwehr</strong></p>
<p align="justify">W&#228;hrend so manch eine Wehr noch Probleme hat sich auch f&#252;r das vermeintlich schwache Geschlecht zu &#246;ffnen, gibt es in Konstanz bereits seit 30 Jahren Frauen. Konstanz vollzog diese „Pionierleistung“, so Schutzbach, als eine der ersten Wehren &#252;berhaupt. Begonnen hatte alles mit der Anfrage des damaligen Kommandanten Rudolf Santo, ob sich die T&#246;chter von Feuerwehrm&#228;nnern nicht vorstellen k&#246;nnten der Feuerwehr beizutreten. Allerdings waren die Frauen bis 2001 nicht in die Z&#252;ge integriert, sondern fungierten als inoffizieller „zehnter Zug“ und nahmen Funk- und Fernmeldefunktionen als ELW-Besatzung wahr.</p>
<p align="justify">Seit 2002 sind die Frauen den Z&#252;gen zugeteilt, nehmen aber wegen ihres Wissen im Kommunikationsbereich weiterhin Aufgaben im Rahmen der F&#252;hrungsgruppe wahr. Organisiert hatten sich die Frauen in der 2002 aufgel&#246;sten Frauengruppe. Die gegenw&#228;rtig 19 Feuerwehrfrauen machen sich prozentual bemerkbar, selbst in den d&#246;rflich strukturierten Z&#252;gen.</p>
<ul>
<li>Diese Reportage ist auch als <a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/11/konstanz20061108.pdf">PDF abrufbar</a> (ca. 3 MB).</li>
<li>Eine <a title="Link zur Bilderstrecke" href="http://www.flickr.com/photos/40833837@N00/sets/72057594127719802/">Bilderstrecke</a> vom Besuch bei der Feuerwehr Konstanz gibt es bei Flickr.</li>
<li>Zur Webseite der Feuerwehr Konstanz geht es <a title="Webseite der FF Konstanz" href="http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com/">hier</a>.</li>
<li>Eine Liste aller Fahrzeuge der<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Konstant findet sich <a title="Fahrzeug&#252;bersicht FF Konstanz" href="http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com/fahrzeuguebersicht.htm">hier</a>.</li>
</ul>
<p><strong>Eine Anmerkung des Autors:</strong><br />
<em>Wegen kurzfristig durchgef&#252;hrter Korrekturen stimmen PDF und die Online-Version nicht genau &#252;berein. Die Online-Version ist etwas ausf&#252;hrlicher. Am PDF konnten leider nicht mehr alle &#196;nderungen voregnommen werden. Der Autor bittet das zu entschuldigen.</em></p>
<p><strong>Update 13.11.2006:</strong><br />
<em>Der im Abschnitt &#252;ber die Pressearbeit der FFK erw&#228;hnte Chef der Lokalredaktion, Tobias Engelsing, ist inzwischen nicht mehr beim S&#252;dkurier, sondern Chef der st&#228;dtischen Museen.</em></p>
<div><strong>1</strong> Singen, 	Radolfzell, Stockach<br />
<strong> 2</strong> 2006 	wurde Altana Pharma an den d&#228;nischen Konzern Nycomed verkauft. 	Die Zukunft des Standort  Konstanz ist damit ungewiss.<br />
<strong> 3</strong> Tobias 	Engelsing: Im Verein mit dem Feuer Sozialge­schichte der 	Freiwilligen Feuerwehr von 1830 bis 1950.<br />
<strong> 4</strong> Au&#223;er 	Konstanz sind das Radolfzell, Stockach, Engen und Tengen.</div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Warnung als Problem</title>
		<link>http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/10/30/warnung-als-problem/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 12:48:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fahrzeuge und Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen, Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[In Homers „Odyssee“ bezaubern die Sirenen die Seefahrer. Wer ihnen lauscht f&#228;hrt durch den Gesang verwirrt geradeaus ins Verderben. Bis auf den Namen, so scheint es, haben die Sirenen der griechischen Mythologie nichts mit der modernen Ger&#228;uschmaschine zu tun. Mitnichten.

H&#246;rt man die Sirene ist die Gefahr nicht weit. Ist der Klang in der griechischen Mythologie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">In Homers „Odyssee“ bezaubern die Sirenen die Seefahrer. Wer ihnen lauscht f&#228;hrt durch den Gesang verwirrt geradeaus ins Verderben. Bis auf den Namen, so scheint es, haben die Sirenen der griechischen Mythologie nichts mit der modernen Ger&#228;uschmaschine zu tun. Mitnichten.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/montage450.jpg" alt="Ulysses und die Sirenen" /></p>
<p align="justify">H&#246;rt man die Sirene ist die Gefahr nicht weit. Ist der Klang in der griechischen Mythologie lockend, soll er in der modernen Zeit als warnend empfunden werden. Warnung vor Gefahren durch Naturkatastrophen oder durch Menschenhand verursachte Ungl&#252;cksf&#228;lle.</p>
<p> <strong>Vom Leben in der Risikogesellschaft: Die abnormale Normalit&#228;t</strong></p>
<p align="justify">Chemieunf&#228;lle wie in Seveso oder Bophal, atomare Katastrophen wie Tschernobyl und Majak, oder der havarierte &#214;ltanker Exxon Valdez stehen nicht nur symbolisch f&#252;r die Bedrohung der Menschheit. Nicht zu vergessen sind unz&#228;hlige Naturkatstrophen und die vom Terrorismus ausgehenden Gefahren. War man es bisher gewohnt Gefahren in das Schema <strong>A</strong>tomar, <strong>B</strong>iologisch und <strong>C</strong>hemisch einzuordnen, ist diese Matrix inzwischen um <strong>D</strong>atennetzbezogene Gefahren, den nuklearen <strong>E</strong>lektromagnetischen Impuls und spontane <strong>F</strong>reisetzung mechanischer und thermischer Energie erweitert worden.<sup>1</sup></p>
<p align="justify">Wir leben in einer Risikogesellschaft! Einer der f&#252;hrenden deutschen Soziologen, Ulrich Beck, pr&#228;gte diesen Begriff vor fast genau zwanzig Jahren. Seiner These folgend geht mit dem reflexiven Modernisierungsprozess eine Risikoproduzierung einher. „<em>Es geht nicht mehr [nur] um die Nutzbarmachung der Natur, um die Herausl&#246;sung des Menschen aus traditionalen Zw&#228;ngen, sondern [...] wesentlich um Folgeprobleme der technisch-&#246;konomischen Entwicklung selbst. Der Modernisierungsproze&#223; wird ‚</em>reflexiv‘<em>, sich selbst zum Thema und Problem.</em>“<sup>2</sup> Risiken sind dabei technischer, &#246;kologischer aber auch sozialer Natur.</p>
<p align="justify">Das was wir als Normalit&#228;t empfinden, ist in Wahrheit abnormal: Unsere hochtechnisierte Gesellschaft sieht keinen Ausnahmezustand mehr vor. Dieser ist der Risikogesellschaft aber immanent. So sind Naturkatastrophen die Regel, nicht die Ausnahme. Wir leben in einer Ruhephase zwischen gr&#246;&#223;eren Katastrophen, um es in den Worten des Schriftstellers Frank Sch&#228;tzing auszudr&#252;cken.<sup>3</sup></p>
<p align="justify">Viele Ungl&#252;cke der letzten Jahre zeigen das. Sie zeigen das Leben inmitten der Risikogesellschaft: das Hochwasser in der Oder-Region (1997), der Orkan Lothar (1999), die &#220;berschwemmungen an der Elbe (2002) oder die &#220;berschwemmungen in der Alpenregion (2005); das Explosionsungl&#252;ck in Enschede (2000) oder die Detonation einer Chemiefabrik in Toulouse (2001).</p>
<p><strong><strong>Aufbau, Abbau, Aufbau: Der Zyklus des Warnsystems</strong></strong></p>
<p align="justify">Die Potenzierung der Risiken erfordert Instrumente zur Warnung der Bev&#246;lkerung, um den Schaden f&#252;r die Gesellschaft gering zu halten. Ein ziviles Warnsystem muss also her.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/zs_warnsirene_500.jpg" alt="ZS-Sirene" /></p>
<p><em>Motorsirene des ehemaligen Zivilschutzes. Foto: Wikimedia Commons</em></p>
<p align="justify">In Deutschland gab es bis zu Beginn der 1990er Jahre ein fast 87.000 Sirenen umfassendes ziviles Warnsystem. Mit dem Wegfall der konkreten Bedrohungslage durch den Ost-West-Gegensatz, wurden die zehn Warn&#228;mter des Zivilschutzes aufgel&#246;st. Sie waren mit der Alarmierung der Bev&#246;lkerung vor Gefahren im Frieden und Verteidigungsfall betraut. Daraufhin demontierte der Bund das Warnsirenennetz. Man hielt Einrichtungen f&#252;r die Warnung der Bev&#246;lkerung f&#252;r verzichtbar.<sup><sup>4</sup></sup> Ausgebaut wurde das Sirenensystem in den 1950er Jahren infolge der antizipierten Bedrohung durch den Ostblock.</p>
<p align="justify">Es erinnert fast ein wenig an das bekannte gallische Dorf, da es in der Bundesrepublik mehrere Inseln mit fortbestehendem Warnsirenennetz gibt. Denn von den ehemaligen Zivilschutzsirenen wurden etwa. 40.000 Sirenen kostenlos von den Gemeinden f&#252;r lokale Zwecke des Brand- und Katastrophenschutzes &#252;bernommen. Die Unterhaltskosten tragen die Kommunen selbst. Angesichts knapper kommunaler Kassen, ist der Weiterbetrieb mancherorts fraglich. Einige Kommunen nahmen das Geschenk gar nicht erst an.</p>
<blockquote>
<blockquote>
<p align="left"><em><strong>Beispiel Ludwigshafen</strong><br />
In Ludwigshafen wird seit zehn Jahren ein spezielles System umgesetzt. Sirenen fordern zum Einschalten von Radios auf, Lautsprecherwagen und der Rundfunk geben Verhaltenshinweise. Zus&#228;tzlich werden Telefonzentralen aufgestockt und auch das Internet als Medium der Information genutzt. Die Bev&#246;lkerung wird &#252;ber die Presse und eine an alle Haushalte verteilte Brosch&#252;re &#252;ber die Informationsm&#246;glichkeiten und das Verhalten beim Ert&#246;nen des Signals aufgekl&#228;rt. Die Lautsprecherwagen der Feuerwehr verf&#252;gen hierf&#252;r &#252;ber 100 vorgefertigte Texte im MP3-Format, die das Sirenensignal konkretisieren. Die „Lautsprecherwagen“ (ELW, Kdow, &#8230;) verf&#252;gen dazu &#252;ber einen mit dem Dachlautsprecher verbundenen MP3-Player. Das System wurde schon erfolgreich eingesetzt.</em></p></blockquote>
</blockquote>
<p align="justify">Wenngleich die „Warnung“ nicht aus den theoretischen Planungen (!) verschwand, musste es doch erst zu den schwerwiegenden Ereignisse um die Jahrtausendwende (Hochwasser, Sturm, Terrorismus) kommen, bevor das Thema forciert aufgegriffen wurde.</p>
<p><strong><strong>Die Vielfalt der Codierung: Wie h&#228;tten Sie ihr Warnsignale denn gerne?</strong></strong></p>
<p align="justify">Der charakteristische an- und abschwellende Heulton l&#228;sst einem normalerweise das Mark in den Knochen gefrieren. In der Theorie klang das einfach: Die heulenden Sirenen sollten die Bev&#246;lkerung veranlassen die Radio- oder Fernsehger&#228;te einzuschalten bzw. Schutzr&#228;ume aufzusuchen. Waren die Sirenensignale einst in Deutschland einheitlich, ist an ihre Stelle ein Sammelsurium lokal unterschiedlicher Bedeutungen getreten. Bedeutet in Freiburg ein an- und abschwellenden Heulton „Rundfunkger&#228;te einschalten“, so ist im hundert Kilometer entfernten Baden-Baden dies Aktion beim Ert&#246;nen eines einmin&#252;tigen Heultones auszuf&#252;hren. In Ludwigshafen ist dies gar das einzige Signal.<sup><sup>5</sup></sup> Damit w&#228;re man wieder bei den antiken Sirenen, die Verwirrung stiften.</p>
<blockquote>
<blockquote>
<p align="left"><em><strong>Beispiel Dresden<br />
</strong>Dresden hat in einer ersten Ausbaustufe 27 neue elektronische Sirenen aufgestellt. Diese geben die in Sachsen einheitlich eingef&#252;hrten Sirenensignale ab bzw., k&#246;nnen auch acht vordefinierte Sprachdurchsagen senden. Ebenfalls k&#246;nnen die Ger&#228;te f&#252;r direkte Durchsagen verwendet werden. Der Schwerpunkt der Ger&#228;teaufstellung sind die &#220;berschwemmungsbegiete der Elbe und nahe von Betrieben mit erh&#246;htem Gef&#228;hrdungspotenzial. Bis Mitte 2008 soll Dresden fl&#228;chendeckend mit dem neuen System gewarnt werden k&#246;nnen. Die Bev&#246;lkerung wird &#252;ber Merkbl&#228;tter und das Internet &#252;ber die Bedeutung der Signale aufgekl&#228;rt.</em></p></blockquote>
</blockquote>
<p align="justify">Das einzige bundesweit einheitliche Sirenensignal ist der „Feueralarm“, der in der Verordnung &#252;ber &#246;ffentliche Schallzeichen in §1 festgelegt ist: „Den Gemeinden, den von ihnen beauftragten Stellen und den Feuerwehren ist es vorbehalten, mit Sirenen folgendes &#246;ffentliches Schallzeichen zu geben, um den Alarm bei Feuer und anderen Notst&#228;nden als Katastrophen auszul&#246;sen: dreimal einen in der H&#246;he gleichbleibende Ton (Dauerton) von je zw&#246;lf Sekunden, mit je zw&#246;lf Sekunden Pause zwischen den T&#246;nen.“</p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/lautsprecherwagen.jpg" alt="KdoW der WF Dow" /></p>
<p><em>Werden in Ludwigshafen zur Warnung und Information der Bev&#246;lkerung eingesetzt: Kdow und ELW.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/sirenenanhanger.jpg" alt="Sirenenwagen" /></p>
<p><em>Sirenenwagen der Feuerwehr Herbe<strike>r</strike>tshausen. Foto: Feuerwehr He<strike>r</strike>bertshausen</em></p>
<p><strong><strong>Warnung vor dem Risiko: Ahnungslos und unbemerkt</strong></strong></p>
<p align="justify">Eine weitere Schwierigkeit stellt die Aufkl&#228;rung der Bev&#246;lkerung dar. Gegenw&#228;rtig w&#252;rde die Bev&#246;lkerung v&#246;llig unvorbereitet von einer Gefahrenwarnung, sei es durch Sirenen oder durch Rundfunkdurchsagen, &#252;berrascht. Die Unkenntnis &#252;ber die Bedeutung der Signale f&#252;hrt nicht nur zu Verunsicherung und Panik, sondern auch zur Blockade der Notrufnummern. Man will schlie&#223;lich wissen was los ist! Im Gegensatz zu den Zeiten der Ost-West-Konfrontation gibt es keine &#246;ffentlichen Aush&#228;nge &#252;ber die Bedeutung der Sirenensignale mehr und es werden auch nur geringe Anstrengungen unternommen, sie zur&#252;ck ins Bewusstsein der B&#252;rger zu bringen.</p>
<p align="justify">Der wohl wichtigste Unterschied zu den antiken Sirenen: Man kann sich den l&#228;rmenden Ger&#228;uschmaschinen entziehen – bewusst oder unbewusst. Die Sirenensignale werden gar nicht geh&#246;rt: Wind, laute Musik und schalldichte Fenster verhindern das Durchdringen der Sirene. Auch im Schlaf kann man das Geheul selten wahrnehmen.</p>
<p><strong><strong>Die Quadratur des Kreises: Wie warne ich schnell und effektiv</strong></strong></p>
<p align="justify">Wie erreicht man m&#246;glichst viel Menschen in kurzer Zeit an m&#246;glichst vielen verschiedenen Orten? Es gilt dabei zwei Schwierigkeiten zu &#252;berwinden: Zum einen die Erreichbarkeit der zu warnenden Bev&#246;lkerung, zum anderen die H&#246;he des Informationsgehaltes. Eine schnelle Warnung und der zu vermittelnde Informationsgehalt einer Warnung schlie&#223;en sich unter tempor&#228;ren Aspekten gesehen aus. Ein Warnton &#252;bermittelt nur eine Bedeutung, n&#228;mlich „Alarm“. &#220;bertragung von Informationen dar&#252;ber was passiert ist und was zu tun ist, findet nicht statt.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/wecker.jpg" alt="Wecker" /></p>
<p><em>K&#246;nnte in einem integrierten Warnsystem eine Rolle spielen: Funk gesteuerter Wecker.</em></p>
<p align="justify">Auch muss ein Art „Weckeffekt“ vorhanden sein, den die alten ZS-Sirenen partiell besa&#223;en. Dieser Effekt ist besonders f&#252;r Gefahrenlagen erforderlich, die pl&#246;tzlich eintreffen und sofortige Warnungen notwendig machen.</p>
<p align="justify">Der Wiederaufbau des Sirenennetzes scheidet aber aus finanziellen und den genannten Gr&#252;nden aus. Es gilt also nach Alternativen zu suchen. Eine schnell umzusetzende Alternative w&#228;re der Einsatz von Lautsprecherwagendurchsagen, wie es bspw. in der Chemiestadt Ludwigshafen gehandhabt wird. Problem dabei: Der hohe Personalbedarf, das Problem der Wahrnehmung und der Faktor Zeit.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/sms_warntext.jpg" alt="Warnung per SMS" /></p>
<p><em>Wom&#246;glich technisch nicht machbar: Warnung per SMS.</em></p>
<p>Eine Alternative zum teuren ortsgebundenen Sirenensystem sind Durchsagen im Rundfunk, auf die sich Bund und L&#228;nder bereits in den 1990er Jahren als alleiniges Warnmittel einigten. Rundfunkdurchsagen waren in Kombination mit den Sirenen schon zuvor ein Warnmittel. Die Warnung &#252;ber den Rundfunk bietet die M&#246;glichkeit, nicht nur Gefahren anzuk&#252;ndigen, sondern auch Verhaltensregeln an die Bev&#246;lkerung weiterzugeben. Doch wer hat schon Tag und Nacht sein Radio laufen?</p>
<p align="justify">Andere M&#246;glichkeiten wie die Nutzung von Alltagstechnologien scheiden gegenw&#228;rtig wegen technischer Hindernisse aus. Dazu z&#228;hlt die Nutzung eines Weckeffektes auf Basis des Radio Data Systems (RDS) im UKW-H&#246;rfunkbereich oder des bundesweit die Zeitfunkuhren steuernden Langwellenfunksender DCF77. Beides setzt die technische Kompatibilit&#228;t der Empfangsger&#228;te voraus. Die Verteilung von Warntexten &#252;ber die Mobilfunkinfrastruktur scheitert an den Kapazit&#228;tsgrenzen der einzelnen Zellen und dem einheitlich einzuprogrammierenden Rufton in den Mobiltelefonen.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/telefon1.jpg" alt="Telefon" /></p>
<p><em>Bestes Mittel f&#252;r die Warnung und Information: Das Telefon.</em></p>
<p align="justify">Das Internet k&#246;nnte auf Basis von RSS-Feeds oder der Einblendung von Meldungen nutzbar gemacht werden. Aber auch hier die Frage: Wer ist permanent online? Der zwei-Wege-Kommunikationsfluss macht das Telefon zum besten Warnmittel. Aber auch hier gibt es Kapazit&#228;tsgrenzen und technische Hindernisse. Einen interessanten Vorschlag macht der Deutsche Feuerwehrverband (DFV): Dieser schlug vor Rauchmelder mit Funkchips auszustatten und diese Ger&#228;te auch zur Warnung der Bev&#246;lkerung im Katastrophenfall einzusetzen. Dies ist der Wirkung der Sirene durchaus vergleichbar. Aber auch hier fehlt die einheitliche technische Basis. Von der noch immer unzureichenden Verbreitung der Ger&#228;te sprechen wir besser nicht.</p>
<p><strong><strong>Aufmerksamkeit erzeugen und informieren: Das integrierte Warnsystem</strong></strong></p>
<p align="justify">Volkmar Held empfiehlt in einer Studie ein integriertes Warnsystem, „das verschiedene Technologien des t&#228;glichen Lebens mit Potential zur Bev&#246;lkerungswarnung mitbenutzt.“<sup>6</sup> Er bezieht RDS, UKW, DCF77 und auch die Mobilfunkzellen in seine &#220;berlegungen mit ein. Auf die Warnung, einen als solchen erkennbaren Weck-/Aufmerksamkeitseffekt, folgt die Aufforderung sich zur n&#228;chsten Informationsquelle zu begeben. Das kann das Radio, der Fernseher oder das Internet sein. Dort werden von einer zentralen Stelle &#252;ber Satellit Verhaltenshinweise und Informationen verbreitet.</p>
<p><a href="#sdfootnote1anc"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/rauchmelder.gif" alt="Rauchmelder" /><br />
</a></p>
<p><em>Der DFV brachte Rauchmelder als Ger&#228;t mit Weckeffekt in die Diskussion.</em></p>
<p align="justify">Auf Basis des Gutachtens von Held entwickelte das Bundesamt f&#252;r Bev&#246;lkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in einem ersten Schritt das satellitengest&#252;tzte Kommunikationssystem (SatWaS). Zumindest der Informationsfluss zum Rundfunk ist technisch besser gesichert, als zu Zeiten von Fax und Telefon. Warndurchsagen werden mit h&#246;chster Priorit&#228;t an die Medienanstalten &#252;bertragen. Die Mitteilung beinhaltet die Aufforderung die laufende Sendung zu unterbrechen und den Text der Warndurchsage zu senden. Die Infrastruktur ist inzwischen vorhanden und erfolgreich getestet worden.</p>
<p align="justify">Der Nachteil von SatWaS ist der fehlende Weckeffekt. Nach Held sind mit den zur Verf&#252;gung stehenden Mitteln h&#246;chstens 70 Prozent der Bev&#246;lkerung zu erreichen. Die gr&#246;&#223;te Effektivit&#228;t erreicht also auch SatWas nur in Kombination mit weiteren Warnmitteln.</p>
<p><strong><strong>Warnung ist ein Problem der Risikogesellschaft</strong></strong></p>
<p align="justify">Gedanken macht man sich, Konzepte und Gutachten sind erstellt &#8211; nur die Umsetzung ist die Schwierigkeit, sei es aus finanziellen Gr&#252;nden oder wegen technischer Hindernisse. Eins muss jedem klar sein: Das Warnmittel gibt es nicht und jeden wird man auch nicht warnen k&#246;nnen. Es muss nur sichergestellt werden, dass so viele Menschen erreicht und auch sinnvoll informiert werden k&#246;nnen wie m&#246;glich. Das umzusetzen ist eine Herausforderung. Die Neukonzeption kann nur in verschiedenen Schritten erfolgen. Letzteres braucht seine Zeit. Flankiert werden muss dies mit der Aufkl&#228;rung der Bev&#246;lkerung &#252;ber die Warnmethoden. Auch die Sensibilisierung vor Gefahren geh&#246;rt dazu. &#196;rgerlich ist deshalb aus heutiger Sicht die vorschnelle Entscheidung ein bestehendes System abzubauen, ohne sich ernsthaft Gedanken &#252;ber ein Alternativsystem zu machen.</p>
<p align="justify">Dieser Beitrag ist auch als <a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/warnsirenen_2006-10-21.pdf">PDF abrufbar</a> (ca. 0,5 MB).</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p><strong>Titelbild:</strong><br />
Ulysses and the Sirens (1891) by John William Waterhouse (1849-1917). Montage: Stefan Cimander.</p>
<p><strong>1</strong> Wolf 	R. Dombrowsky et al.: Erstellung eines Schutzdatenatlasses. Bonn 	2003.</p>
<p><strong>2</strong> Ulrich 	Beck: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. 	Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986.</p>
<p><strong>3</strong> Frank 	Sch&#228;tzing: Der Schwarm. K&#246;ln 2002.</p>
<p><strong>4</strong> Vgl. Infolge des weltpolitischen Umbruches der 1990er Jahre sprach der amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama von &#8221; The End of History and the Last Man&#8221; und sah durch die letzte hegelianische Synthese ein neues Zeitalter des Friedens und der Demokratie aufziehen Vgl. Francis Fukuyama: <em>The 	End of History and the Last Man, 1992</em>.</p>
<p><strong>5</strong> Nach Ernst-Peter D&#246;bbeling gibt es in Europa nicht weniger als 16 unterschiedliche Signale. Ders.: Die gro&#223;fl&#228;chige Warnung der Bev&#246;lkerung, in: TaKaFEU 2006, S. 143ff.</p>
<p><strong>6</strong> Volkmar 	Held: Technologische M&#246;glichkeiten einer m&#246;glichst 	fr&#252;hzeitigen Warnung der Bev&#246;lkerung. Bonn 2001, S. 59.</p>
<p>Warnung, Sirene, Motorsirene, Katastrophe, Feuerwehr</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Witterung angepasste Bereifung &#8211; oder Winterreifenpflicht f&#252;r Einsatzfahrzeuge?</title>
		<link>http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/10/26/der-witterung-angepasste-bereifung-oder-winterreifenpflicht-fuer-einsatzfahrzeuge/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Oct 2006 20:59:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Irakli West</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fahrzeuge und Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachfolgend ein Wegweiser von Ulrich Cimolino zum Thema &#8220;Bereifung von Feuerwehrfahrzeugen im Winter&#8221;, der Klarheit in ein recht komplexes Thema bringt, vom dem ich ehrlicherweise nichts mitbekommen hatte. Das Dokument gibt es auch bald als PDF zum Download.
(Danke, Ulrich Cimolino!)

&#8220;Zum 01.05.2006 wurde nach l&#228;ngerer Diskussion und sehr schlechten Erfahrungen aller Verkehrsteilnehmer und der Verkehrsdienste mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachfolgend ein Wegweiser von Ulrich Cimolino zum Thema &#8220;Bereifung von Feuerwehrfahrzeugen im Winter&#8221;, der Klarheit in ein recht komplexes Thema bringt, vom dem ich ehrlicherweise nichts mitbekommen hatte. Das Dokument gibt es auch bald als PDF zum Download.</p>
<p>(Danke, <em>Ulrich Cimolino!</em>)</p>
<p><img id="image309" alt="00.jpg" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/00.jpg" /></p>
<p>&#8220;Zum 01.05.2006 wurde nach l&#228;ngerer Diskussion und sehr schlechten Erfahrungen aller Verkehrsteilnehmer und der Verkehrsdienste mit zahlreichen KFZ mit v&#246;llig ungeeigneter Bereifung im Winter der § 2 Abs. 3a der StVO ge&#228;ndert:</p>
<p style="font-style: italic">„(3a) <span style="font-weight: bold">Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausr&#252;stung an die Wetterverh&#228;ltnisse anzupassen. Hierzu geh&#246;ren insbesondere eine geeignete Bereifung</span> und Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage. Wer ein kennzeichnungspflichtiges Fahrzeug mit gef&#228;hrlichen G&#252;tern f&#252;hrt, muss bei einer Sichtweite unter 50 m, bei Schneegl&#228;tte oder Glatteis jede Gef&#228;hrdung anderer ausschlie&#223;en und wenn n&#246;tig den n&#228;chsten geeigneten Platz zum Parken aufsuchen.“</p>
<p>Zuwiderhandlungen werden nach den Bu&#223;geldvorschriften mit 20 Euro bestraft, bei Behinderung des Verkehrs mit 40 Euro, dazu gibt es dann noch einen Punkt in Flensburg. Schwerer wiegt jedoch ggf. das Haftungsproblem f&#252;r den Halter von Fahrzeugen UND deren Fahrern, wenn die Gerichte hier u.a. grobe Fahrl&#228;ssigkeit oder gar Vorsatz nach einem durch falsche Reifen mit verursachtem Unfall annehmen k&#246;nnen und in der Folge straf- und zivilrechtliche Prozesse gef&#252;hrt werden.</p>
<p>In der Konsequenz dieser Einsch&#228;tzung ergaben sich sowohl auf der IAA Nutzfahrzeuge, wie auch in diversen Gremien der Feuerwehr Diskussionen zur Auswirkung dieser Regelung auf die (nicht polizeiliche) Gefahrenabwehr und hier v.a. f&#252;r die Gro&#223;fahrzeuge (LKW). Die Fragen drehen sich abseits der klaren „F&#228;lle“ (s. unten) z.B. um:</p>
<ul>
<li>Sind S+G- bzw. All-Terrain-Reifen oder gar reine Gel&#228;ndereifen auch der &#8220;Witterung angepasste Bereifung&#8221; (z.B. auf single-bereiften Einsatzfahrzeugen der LKW-Klasse, aber auch auf richtigen „Gel&#228;ndewagen“)?</li>
</ul>
<p><img id="image298" alt="01.jpg" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/01.jpg" /><br />
<span style="font-style: italic">Abb. 1: Gel&#228;ndereifen auf einem „richtigen“ Gel&#228;ndewagen werden f&#252;r die Traktion im Gel&#228;nde inklusive ihrer speziellen Eigenschaften (u.a. selbst reinigende Profile) ben&#246;tigt. (Foto: FF D&#252;sseldorf, LG Umweltschutz)</span></p>
<ul>
<li>Was ist mit den Sonderfahrzeugen f&#252;r die es ggf. noch nicht einmal passende „Winter-„ oder M+S-Reifen gibt?</li>
</ul>
<p><img alt="02.jpg" id="image299" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/02.jpg" /><br />
<em>Abb. 2: Gel&#228;ndebereifung an einem MB U 3000 als hoch gel&#228;ndeg&#228;ngiges<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>8/18. (Foto: Zawadke, Neu-Ulm)</em></p>
<p><img alt="02a.jpg" id="image300" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/02a.jpg" /><br />
<em>Abb. 2a: Gel&#228;ndebereifung besitzt selbstreinigende Eigenschaften. (Foto: FF D&#252;sseldorf, LG Umweltschutz)</em></p>
<ul>
<li>Wenn nicht, was zumindest f&#252;r „Gel&#228;ndewagen“ (SUV<sup>1</sup> , SAV<sup>2</sup>  o.&#228;.) von Brigdestone, 2006, bezweifelt wird, was soll ein Winterreifen im Einsatz, wenn der im Gel&#228;nde (z.B. beim Schl&#228;uche verlegen &#252;ber eine angefrorene Wiese zum Bauernhofbrand) u.U. sofort zuschmiert und dann „Ende im Gel&#228;nde“ ist?</li>
</ul>
<p><img alt="03.jpg" id="image301" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/03.jpg" /><br />
<em>Abb. 3: „Mehrzweckreifen“ sind bei echtem Gel&#228;ndeeinsatz sehr schnell &#252;berfordert. (Foto: FF D&#252;sseldorf, LG Umweltschutz)</em></p>
<ul>
<li>Was ist konkret die &#8220;den Wetterverh&#228;ltnissen angepasste Bereifung&#8221;, wenn im Winter morgens -10 °C herrscht, dann ein F&#246;neinbruch mit +10 °C eintritt und abends ein Kaltluftstrom nach Regen f&#252;r &#252;berfrierende N&#228;sse oder gar Spiegeleis sorg? (1. Winterreifen? 2. Sommerreifen? 3. Spikes? &#8211; Letzteres w&#228;re aber ohne eine der seltenen Ausnahmegenehmigungen sogar in Deutschland zwar die einzige geeignete Bereifung, aber leider auch verboten!)</li>
</ul>
<ul>
<li>Wer kann dies (f&#252;r die Gefahrenabwehr und ihre Besonderheiten) sauber regeln? (Nach Auffassung des Autors w&#228;re dazu eine eindeutige Stellungnahme eines der &#252;bergeordneten Fachgremien erforderlich, z.B. FUK, AK Technik AGBF oder DFV oder Ref. 6 der vfdb.)</li>
</ul>
<ul>
<li>Was sind Aussagen von Reifenherstellern als „Fachleuten“ wert, wenn diese sich teilweise widersprechen oder gar falsch sind bzw. rein verkaufstaktischen Argumenten folgen? Vgl. u.a. WELT, vom 19.10.2006.</li>
</ul>
<ul>
<li>Welche Reifen sind &#252;berhaupt in welchen Bereichen als „geeignet“ anzusehen? (Lenkreifen, Traktionsreifen, Reifen auf Lift- oder Nach- bzw. Vorlauflenkachsen, Reifen an Anh&#228;ngern haben jeweils andere Aufgaben, m&#252;ssen aber im Falle einer Bremsung auch „wirken“ k&#246;nnen…)</li>
</ul>
<p>Klar ist bisher lediglich folgendes:</p>
<blockquote><p><em>Ungeeignet f&#252;r den Einsatz im Winter</em><sup>3</sup>  sind nach herrschender Vorschriftenlage, Rechtsprechung und Fachmeinung:</p>
<ul>
<li>Sommerreifen</li>
</ul>
<ul>
<li>(egal welche!) Reifen mit zu geringem Profil (< 4 mm<sup>4</sup> )</li>
</ul>
<ul>
<li>&#252;beralterte und damit zu harte oder br&#252;chige Reifen (sollten nach sp&#228;testens 5<sup>5</sup>  &#8211; 8, m&#252;ssen nach sp&#228;testens 10 Jahren ersetzt werden, vgl. FUK-Nord, Sicherheitsbrief Nr. 18!)!</li>
</ul>
</blockquote>
<p><strong>Ganzjahresreifen und Winterreifen</strong></p>
<p>Was sind nun aber geeignete Ganzjahres- oder Winterreifen?</p>
<p>Die E DIN 14502-2:2004-04 empfiehlt in Erg&#228;nzung zur DIN EN 1846 im Abschnitt 4.1.3 bisher z.B. auf den angetriebenen Achsen eine Bereifung mindestens &#228;hnlich einer M+S-Bereifung . Das ist so angesichts der neuen StVO bzw. der nicht nachvollziehbaren &#8220;Qualit&#228;t&#8221; der M+S-Angabe zwar nicht mehr ausreichend und muss daher &#252;berarbeitet werden, aber mit M+S Reifen ist man damit &#8211; zusammen mit der expliziten Nennung von M+S-Reifen als Winterreifen in § 36 (1) StVZO durch den Gesetzgeber haftungsrechtlich nach Auffassung des Autors zun&#228;chst auf der sicheren Seite.</p>
<p>Praktisch gesehen ist die Bezeichnung „M+S“ allerdings eine nicht gesch&#252;tzte und nicht kontrollierte Kennzeichnungsvariante f&#252;r Reifen mit (v.a.) gr&#246;berem Profil als reine Sommerreifen.</p>
<p>Echte Ganzjahres- bzw. Winterreifen verf&#252;gen nicht nur &#252;ber ein anderes Profil (speziell f&#252;r Schnee, Eis, bzw. Schneematsch), sondern v.a. auch &#252;ber eine andere (auch bei niedrigen Temperaturen weiche) Gummimischung als Sommerreifen. Ganzjahres- bzw. Winterreifen bieten daher bei Temperaturen unterhalb etwa +7°C einen k&#252;rzeren Bremsweg, eine bessere Traktion und Spurstabilit&#228;t sowohl auf nasser als auch auf trockener Fahrbahn.</p>
<p>Ganzjahresreifen sind in der Mischung etwas h&#228;rter als Winterreifen, aber immer noch weicher als reine Sommerreifen.</p>
<p>Winterreifen sind f&#252;r Einsatzbereiche mit relativ hohen Temperaturen (z.B. der Stra&#223;en) nicht so gut geeignet, weil dann die Gummimischung zu weich wird. Dadurch sinkt die Haftung bei steigendem Verschlei&#223;. Das ist v.a. ein Problem f&#252;r Spediteure die z.B. von Hamburg &#252;ber die Alpen bis in die T&#252;rkei oder nach S&#252;ditalien fahren m&#252;ssen.</p>
<p>Beim Einsatz von M+S-Reifen ist § 36 der StVZO zu beachten:<br />
Die zul&#228;ssige H&#246;chstgeschwindigkeit f&#252;r die M+S (Matsch- und Schneebereifung) muss im Blickfeld des Fahrzeugf&#252;hrers sinnf&#228;llig angegeben sein, au&#223;er wenn die f&#252;r M + S-Reifen zul&#228;ssige H&#246;chstgeschwindigkeit im Betrieb nicht &#252;berschritten werden kann.</p>
<p><strong>LKW-Reifen</strong></p>
<p>F&#252;r LKW gibt es im Gegensatz zu PKW, Gel&#228;ndewagen oder Transportern Unterschiede in Lenk- und Traktionsreifen sowie Reifen f&#252;r spezielle Anwendungsbereiche wie zus&#228;tzliche Lenkachsen oder Anh&#228;nger. Eine „M+S“-Kennung war bisher eher un&#252;blich, weil v.a. f&#252;r die PKW gedacht. Nicht alles an Reifen(profilen/mischungen) ist f&#252;r alle Fahrzeuge von jedem Hersteller lieferbar! Insbesondere im Allradbereich (z.B. (H)LF, TLF, RW) und bei singlebereiften Sonderfahrzeugen gibt es nicht unbedingt geeignete „Winterreifen“ oder auch nur M+S-Reifen, insbesondere bei der Reifengr&#246;&#223;e 10 R 22,5 scheint es gro&#223;e Lieferprobleme f&#252;r die Bedienung Allrad (also gewisse Gel&#228;ndeeignung) und M+S zu geben.<br />
Dazu kommen offensichtlich &#228;u&#223;erst widerspr&#252;chliche Aussagen der Reifenhersteller (auch gegen&#252;ber Fahrgestellherstellern!), was wof&#252;r geeignet und damit auch zugelassen ist.</p>
<p><img id="image302" alt="04.jpg" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/04.jpg" /><br />
<em>Abb. 4: Auf vielen Allrad-Fahrzeugen der 12/14-Tonnen Klasse werden Reifen der Gr&#246;&#223;e 10 R 22,5 verwendet. F&#252;r diese Bereifung gibt es (derzeit?) offensichtlich erhebliche Probleme, &#252;berhaupt an „M+S-gekennzeichnete“ Reifen zu kommen.</em></p>
<p><img id="image310" alt="05.jpg" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/05.jpg" /><br />
<em>Abb. 5: Reifen an Lenkachsen (hier Vorderachse und Nachlauflenkachse an einem vierachsigen TM der Fw Dortmund!) ben&#246;tigen ggf. eine andere Profilierung als Traktionsreifen. (Foto: Tampier, Dortmund)</em></p>
<p>Interessanterweise schreibt sogar der Bundesverband G&#252;terkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. in seiner Brosch&#252;re „Sicher durch den Winter“ nichts &#252;ber Winterreifen, sehr wohl aber &#252;ber Schneeketten und v.a. das Problem der Schneelasten auf den Fahrzeugd&#228;chern<sup>6</sup>.</p>
<p>Versuche des ADAC und der Dekra mit dem SWR haben Anfang 2006 ergeben, dass es auf glatter Fahrbahn selbst mit einem neuen Ganzjahresprofil beim Anfahren von voll beladenen LKW zu gro&#223;en Problemen kommt, nur beim Bremsen ergab sich ein besseres Abschneiden. Dies stellt die Bedeutung von Anfahrhilfen (Schleuderketten), noch mehr aber von geeigneten und rechtzeitig aufgezogenen Schneeketten bei LKW heraus.</p>
<p>Das &#246;sterreichische Verkehrsminister &#228;u&#223;ert analog am 09.12.2005, mitten im harten Winter 2005, zu dem Thema u.a., dass die weitere Diskussionen auch zeigen werde, ob es sinnvoll sei, etwa nur die Antriebsr&#228;der der Schwerfahrzeuge mit Winterreifen auszustatten. Die Notwendigkeit der beiden Ma&#223;nahmen &#8211; Winterreifenpflicht und Schneekettenmitf&#252;hrpflicht w&#228;hrend der Wintermonate &#8211; blieben aber unbestritten und m&#252;ssten durchgesetzt werden.</p>
<p><strong>Tipps des Verfassers:</strong></p>
<ul>
<li>Lassen Sie sich ggf. von Ihrem Reifen- bzw. Fahrgestellhersteller geeignete Ganzjahresreifentypen mit der f&#252;r Sie notwendigen Profilierung nennen bzw. bescheinigen, dass es diese f&#252;r diesen Einsatzzweck oder die Belastung gar nicht gibt, damit sind Sie rechtlich &#8211; und auch praktisch &#8211; auf der richtigen Seite.</li>
</ul>
<ul>
<li>Achten Sie bei LKW ggf. auf die Problematik von Lenk- und Traktionsreifen! (Dies betrifft v.a. LKW mit Stra&#223;enantrieb!)</li>
</ul>
<ul>
<li>F&#252;hren Sie in der Wintersaison grunds&#228;tzlich Schneeketten auf den Einsatzfahrzeugen mit &#8211; oder halten Sie diese mindestens an deren Standorten in ausreichender Zahl vor. Allradfahrzeuge sollten dabei auch Ketten f&#252;r die Vorderachse (= Lenkachse!) nutzen k&#246;nnen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Anfahrhilfen (Schleuderketten) sind f&#252;r den Anfahrbereich und geringere Schneeh&#246;hen gut geeignet, aber KEIN Ersatz f&#252;r Schneeketten. Sie sind dar&#252;ber hinaus f&#252;r LKW die in schwerem Gel&#228;nde eingesetzt werden sollen ungeeignet, da die Aufh&#228;ngungen in den Fahrspuren mit hoher Wahrscheinlichkeit besch&#228;digt werden.</li>
</ul>
<p><img id="image303" alt="06.jpg" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/06.jpg" /><br />
<em>Abb. 6: Schleuderketten hier an einem RTW. (Foto: Cimolino)</em></p>
<p><img id="image304" alt="07.jpg" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/07.jpg" /><br />
<em>Abb. 7.a: Schneeketten wirken auf Schnee und Eis (Foto: K&#246;gler, Ottendorf) sowie</em><br />
<img id="image305" alt="07a.jpg" src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/07a.jpg" /><br />
<em>Abb. 7.b: auch im Gel&#228;nde als zuverl&#228;ssige Traktionshilfen. Ihre Anwendung muss jedoch ge&#252;bt werden und sie m&#252;ssen verf&#252;gbar sein und sie m&#252;ssen auf den Fahrzeugen nutzbar sein! (Foto: Spikowski, D&#252;sseldorf)&#8221;</em></p>
<p><strong>Ausf&#252;hrlichere Informationen zum Thema Reifen und Anfahrhilfen bzw. Ketten f&#252;r Einsatzfahrzeuge finden Sie in</strong><br />
<em> Cimolino/Zawadke (Hrsg.):</em> Einsatzfahrzeuge, Technik, 2005.<br />
Daraus und aus<br />
<em> Cimolino/Zawadke (Hrsg.):</em> Einsatzfahrzeuge, Typen, 2006<br />
stammen auch die hier verwendeten Fotos.</p>
<p><em>Winterreifen- bzw. -profil&#252;bersichten</em> (Achtung: v.a. f&#252;r PKW, Gel&#228;ndewagen und Transporter!):</p>
<p>http://www.pro-winterreifen.de/winterreifenprofile.php</p>
<p>OFF ROAD, 11/2006</p>
<p><strong>Literaturhinweise:</strong><br />
<em> BGL e.V.:</em> <a target="_blank" href="http://www.bgl-ev.de/images/downloads/initiativen/sicher_schnee.pdf">http://www.bgl-ev.de/images/downloads/initiativen/sicher_schnee.pdf</a><br />
<em> Bridgestone:</em> A/T-Reifen im Winter?, in: OFF ROAD 11/06, OFF ROAD Verlag AG, Ottobrunn, 2006<br />
<em> Cimolino, Ulrich und Zawadke, Thomas (Hrsg.):</em> Einsatzfahrzeuge &#8211; Technik, Reihe Einsatzpraxis, ecomed Verlag, Landsberg, 2005<br />
<em> Cimolino, Ulrich und Zawadke, Thomas (Hrsg.): </em>Einsatzfahrzeuge &#8211; Typen, Reihe Einsatzpraxis, ecomed Verlag, Landsberg, 2006</p>
<p><em>FUK-Nord:</em> Der Sicherheitsbrief Nr. 18<br />
<em> &#214;sterreichisches Verkehrsministerium:</em> <a target="_blank" href="http://www.bmvit.gv.at/presse/aktuell/nvm/2005/12OTS0145.html">www.bmvit.gv.at/presse/aktuell/nvm/2005/12OTS0145.html</a><br />
<em> Partsch, Roland:</em> Was hei&#223;t schon geeignet?, in: OFF ROAD 11/06, OFF ROAD Verlag AG, Ottobrunn, 2006<br />
<em> SWR:</em> <a target="_blank" href="http://www.swr.de/rasthaus/archiv/2006/01/28/beitrag1.html">http://www.swr.de/rasthaus/archiv/2006/01/28/beitrag1.html</a><br />
<em> Die WELT vom 19.10.2006:</em> Chaos um die Winterreifenpflicht?</p>
<p><strong>Fussnoten:</strong><br />
<sup>1</sup>SUV = Sport Utility Vehicle</p>
<p><sup>2</sup>SAV = Sport Activity Vehicle</p>
<p><sup>3</sup>Achtung: Formaljuristisch k&#246;nnen bei geeigneten Witterungsverh&#228;ltnissen nat&#252;rlich auch Sommerreifen im Winter gefahren werden. Das h&#228;tte aber zur Folge, dass bei einem Wintereinbruch in jedem Fall kurzfristig der Reifen gewechselt werden m&#252;sste. F&#252;r Betreiber von Einsatzfahrzeugen gr&#246;&#223;erer Anzahl ist dies schon rein logistisch unm&#246;glich, f&#252;r Einsatzfahrzeuge (hier v.a. Rettungsdienst) die regelm&#228;&#223;ig auch andere Bereiche anfahren m&#252;ssen gilt das erst recht. Daher bleibt faktisch nur der Verzicht auf Sommerreifen w&#228;hrend der Wintersaison &#8211; und die ist f&#252;r die verschiedenen Regionen unterschiedlich lang.</p>
<p><sup>4</sup>Der ADAC &#8211; und &#214;sterreich &#8211; nennt mindestens 4 mm, dem Gesetzgeber gibt sich zwar in Deutschland mit mind. 1,6 mm noch zufrieden, ob das aber auch die Versicherer tun, darf bezweifelt werden.</p>
<p><sup>5</sup>6 Jahre ist z.B. das vorgeschriebene maximal zul&#228;ssige Reifenalter f&#252;r Anh&#228;nger an Gespannen mit 100 km/h-Zulassung nach § 18 (5) &#8211; bzw. § 3 entsprechender AusnahmeVO der StVO!</p>
<p><sup>6</sup><strong>Achtung: Das kann auch f&#252;r im Freien abgestellte Einsatzfahrzeuge (v.a. Plane/Spriegel-Aufbauten!), z.B. Abrollbeh&#228;lter, zu einem Problem werden!</strong></p>
<p><strong>Verfasser:</strong><br />
Ulrich Cimolino<br />
Dipl.-Ing. Sicherheitstechnik<br />
St&#228;dt. Branddirektor<br />
Abteilungsleiter Technik<br />
Feuerwehr D&#252;sseldorf</p>
<p>Stand: 26.10.06</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aufbruch in eine andere Dimension</title>
		<link>http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/10/21/aufbruch-in-eine-andere-dimension/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Oct 2006 14:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fahrzeuge und Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen, Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die FF Staufen stellt den weltweit ersten Teleskopgelenkmast ALP325 in Dienst.

&#160;
100 Jahre liegen zwischen dem ersten bei der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Staufen im Breisgau in Dienst gestellten Hubrettungsger&#228;t und dem neuen. Treffender als „Von der Holzleiter zum Hubsteiger“ konnte daher die Feier zur Indienststellung des Teleskopgelenkmastes ALP325 (Aerial Ladder Plattform mit 32 Metern) nicht bezeichnet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><strong>Die<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Staufen stellt den weltweit ersten Teleskopgelenkmast ALP325 in Dienst.</strong></p>
<p align="left"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen021.jpg" alt="TKM 23/12 Portr&#228;t" /></p>
<p align="left">&nbsp;</p>
<p>100 Jahre liegen zwischen dem ersten bei der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Staufen im Breisgau in Dienst gestellten Hubrettungsger&#228;t und dem neuen. Treffender als „Von der Holzleiter zum Hubsteiger“ konnte daher die Feier zur Indienststellung des Teleskopgelenkmastes ALP325 (Aerial Ladder Plattform mit 32 Metern) nicht bezeichnet werden. Doch bis es dazu kam, mussten ganz andere Hindernisse &#252;berwunden werden und „baden-w&#252;rttembergische Feuerwehrgeschichte geschrieben“ (Gundolf Fleischer) werden.</p>
<p align="left">
<p align="justify">Es ist ungew&#246;hnlich, dass eine Freiwillige Feuerwehr, noch dazu die einer Kleinstadt wie Staufen, einen Teleskopgelenkmast (TKM 23/12) beschafft. Au&#223;er Staufen verf&#252;gen nur Walldorf und Lahr in Baden-W&#252;rttemberg &#252;ber einen TKM.</p>
<p align="left">&nbsp;</p>
<blockquote>
<blockquote><p><em><strong>Stichwort Staufen</strong><br />
Staufen im Breisgau (Baden-W&#252;rttemberg) hat etwa 7700 Einwohner in 3 Stadtteilen und liegt im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Fl&#228;che von  23,26 Quadratkilometern. Zusammen mit der Stadt Bad Krozingen bildet Staufen ein Mittelzentrum s&#252;dlich von Freiburg. Staufen liegt am Fu&#223; des Schwarzwalds am Ausgang des M&#252;nstertals. Die Stadt kann auf eine &#252;ber 1200-J&#228;hrige Geschichte zur&#252;ckblicken.</em></p></blockquote>
</blockquote>
<p align="justify">Notwendig war die Investition aus zwei Gr&#252;nden: Die in der Alarm- und Ausr&#252;ckeordnung verankerten Drehleitern aus Bad Krozingen (DLK 23-12) und Heitersheim (DLK 18-12) konnten nicht innerhalb der vorgeschriebenen Hilfsfrist vor Ort sein. Eigens durchgef&#252;hrte Probefahrten best&#228;tigten das. „Nach zehn Minuten sollte ein Hubrettungsger&#228;t vor Ort sein, wenn die Gemeinde die entsprechende Bebauung hat, und das schafft die Drehleiter aus Bad Krozingen oder Heitersheim in der Regel nicht“, f&#252;hrt Staufens Gesamtkommandant Wolfgang Schuhmann aus.</p>
<p align="justify">Der zweite Grund ist die historische Altstadt. Schuhmann sagt, dass „man mit einer Drehleiter keinen Einsatzerfolg erzielen“ kann – wie am 22. M&#228;rz 1992. Damals zerst&#246;rte ein Brand eine ganze H&#228;userzeile. Enge Gassen und die dichte Bauweise der H&#228;user machen es unm&#246;glich eine Drehleiter aufzustellen.</p>
<p align="justify">Viele H&#228;user in der Altstadt stehen in zweiter oder dritter Reihe und k&#246;nnen mit einer DLK  nicht erreicht werden. „Brandabschnitte gibt es da &#252;berhaupt keine,“ erkl&#228;rt Schuhmann. Durch den Knick im Mast ist ein Erreichen nun m&#246;glich.</p>
<p align="justify">Bauliche Ver&#228;nderungen an den Geb&#228;uden versch&#228;rften die Problematik noch, da dort „wo fr&#252;her nur Speicher und Lagerraum war, jetzt Kinderzimmer und Schlafzimmer sind“. Staufen hat au&#223;erdem zwei Hochh&#228;user, die keinen zweiten Rettungsweg besitzen, eine Seniorenwohnanlage und die Kurklinik.</p>
<p align="justify"><strong>Trotz Notwendigkeit schwierige Beschaffung</strong></p>
<p align="justify">Trotz der objektiven Notwendigkeit eines Hubrettungsger&#228;tes, konnte es nicht beschafft werden: Die alte Feuerwache in der Altstadt bot einfach zu wenig Platz. Das &#228;nderte sich mit dem Neubau der Feuerwache 1996.</p>
<p align="justify">Ein wichtiger Schritt war der „mittelfristige Entwicklungsplan“ f&#252;r die Stadt Staufen. Dieses von der Feuerwehr erstellte Gutachten analysiert wie sich die Stadt zuk&#252;nftig entwickelt und was das f&#252;r die Feuerwehren und ihren Bedarf bedeutet. Der Gemeinderat zeigt sich beeindruckt und setzte den Plan ab dem Jahr 2000 um. Kommandant Schuhmann zieht positive Schl&#252;sse aus der Eigeninitiative. Wenig sp&#228;ter wurden solche Gutachten von oben angeordnet.</p>
<p align="justify">Umstritten war die Entscheidung f&#252;r den Teleskopgelenkmast &#252;ber Staufen hinaus. Letztlich zeigte eine Vergleichstest vor Ort, die Vorteile eines TKMs. Die Feuerwehr Staufen lud schlie&#223;lich die Firmen Iveco Magirus, Bronto Skylift, Metz / Wumag, Schlingmann / VEMA und Schmitz / Marte mit ihren Vorf&#252;hrungsfahrzeugen ein.</p>
<p align="justify">G&#228;nzlich unproblematisch lief die Beschaffung nicht. Staufens B&#252;rgermeister Michael Benitz sprach am Tag der Indienststellung von einem „steinigen Weg“. Zwar erlaubt die DIN EN 1777 die Beschaffung eines TKMs, das Land Baden-W&#252;rttemberg bezuschusst aber nur Drehleitern nach der alten DIN 14701. Das Land bestand auf Einhaltung der alten Norm. Der Grund daf&#252;r liegt in der Landesbauordnung, die f&#252;r Hubrettungsger&#228;te ein maximales Gewicht von 16 Tonnen vorschreibt – der Mast wiegt aber 18 Tonnen.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen003.jpg" alt="TKM 23/12" /></p>
<blockquote><p><em>TKM 23/12 der<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Staufen.</em></p></blockquote>
<p align="justify">Trotz F&#252;rsprache aller untergeordneten Instanzen, wollte das Innenministerium den Antrag nicht bewilligen. „Wir konnten nicht nachvollziehen warum man in Europa und in der ganzen Welt Teleskopgelenkmastfahrzeuge einsetzt, nur in Baden-W&#252;rttemberg nicht“, sagt B&#252;rgermeister Benitz. Stadt und Feuerwehr gingen durch alle politischen Instanzen und man bat die Entscheidungstr&#228;ger auch zur Demonstration in die Altstadt von Staufen.</p>
<p align="justify">Durch Zugest&#228;ndnisse bei der Beladung &#8211; 18 Tonnen Gesamtlast ist das unterste konstruktionsbedingt realisierbare Gewicht &#8211; und politischen Druck, erteilte das Ministerium schlie&#223;lich eine Ausnahmegenehmigung. Erst jetzt gab es den Zuschuss, „keinen Zuschuss den man normalerweise f&#252;r eine Drehleiter bekommt, sondern einen reduzierten“, erkl&#228;rt Schuhmann.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen013.jpg" alt="Alufelgen" /></p>
<blockquote><p><em>Der TKM hat Alufelgen: Das spart etwa 80 Kilogramm Gewicht.</em></p></blockquote>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen021.jpg" alt="TKM 23/12 Portr&#228;t" /></p>
<p align="justify"><em>    Iveco Magirus gab das g&#252;nstigste Angebot ab und erhielt den Zuschlag.</em></p>
<p align="justify">Iveco Magirus &#252;berzeugte beim Test und gab auch das wirtschaftlichste Angebot ab. Die Entscheidung gegen eine Drehleiter mit Gelenkarm (DLK GL), war letztlich eine Frage des Preises. Mit rund 540.000 Euro ist der Mast etwa 100.000 Euro g&#252;nstiger als eine DLK GL.</p>
<p align="justify">Die n&#228;chste Herausforderung  war die T&#220;V-Abnahme. Als weltweit bisher einzige Auslieferung, unterzog der T&#220;V den ALP325 einer intensiven &#220;berpr&#252;fung. So musste u.a. ein Kipptest durchgef&#252;hrt werden, der nach Aussage von Schuhmann „mit dem Mast eigentlich gar nichts zu tun“ hat. Der TKM musste nach der alten Drehleiternorm und der neuen EN gepr&#252;ft werden. „Das widerspricht sich zum Teil“, sagt Schuhmann.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen002.jpg" alt="Rettung einer Person mit Hilfe des TKM 23/12" /></p>
<blockquote><p><em>Ein Maschinist f&#228;hrt parallel zur Hauswand.</em></p></blockquote>
<p align="justify"><strong>Ausbildung der Wehr am Fahrzeug</strong></p>
<p align="justify">Zehn Leute meldeten sich f&#252;r die Ausbildung, die zum Teil vom Hersteller durchgef&#252;hrt wurde. Von der Feuerwehr Walldorf &#252;bernahm die<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Staufen die Dienstvorschriften und den Ausbildungsplan. Inhaltlich orientierte sich die Ausbildung der Maschinisten an drei Bl&#246;cken: Zun&#228;chst musste den Maschinisten das technische Verst&#228;ndnis, die Physik des Fahrzeuges und die reine Bedienung beigebracht werden. Dann galt es die Besonderheiten und Gefahren gegen&#252;ber einer Drehleiter zu vermitteln. Insbesondere der Knick erfordert hohe Aufmerksamkeit, da man z.B. vom Leiterpark aus den Korb nicht immer sieht. Die praktische Anwendung der HAUS-Regel rundete die Ausbildung ab.</p>
<p align="justify">Beinahe w&#228;re es bei der Ausbildung zu Verz&#246;gerungen gekommen, da sich die Auslieferung aufgrund der T&#220;V-Pr&#252;fung verschob. Der Hersteller stellte f&#252;r drei Wochen ein Vorf&#252;hrfahrzeug zur Verf&#252;gung. Inzwischen ist die Maschinistenausbildung abgeschlossen und man steckt in der Schulung der Atemschutzger&#228;tetr&#228;ger. Schuhmann erg&#228;nzt: „Das Lustige ist jetzt, dass ich das Fahrzeug betreiben darf, ohne Maschinistenlehrgang, weil die Landesfeuerwehrschule den Maschinistenlehrgang f&#252;r diese Ger&#228;t nicht anbietet.“</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen032.jpg" alt="Korb von hinten" /></p>
<blockquote><p><em>Ein TKM hat gegen&#252;ber einer DLK Vorteile, u.a. ist die Standfestigkeit h&#246;her.</em></p></blockquote>
<p align="justify">Aus vielen Aussagen spricht Stolz und Begeisterung &#252;ber das neue Hubrettungsger&#228;t. „Ich bin Sp&#228;teinsteiger bei der Feuerwehr und war schon sehr stolz, dass ich &#252;berhaupt mitfahren durfte, aber dass ich es noch so weit bringen w&#252;rde, so ein gigantisches Fahrzeug fahren zu d&#252;rfen, das h&#228;tte ich nicht getr&#228;umt. Da ist der Jugendtraum weit &#252;berstiegen worden“, erz&#228;hlt ein Feuerwehrmann.</p>
<p align="justify"><strong>Was das Fahrzeug leistet</strong></p>
<p align="justify">Der Drehkranz schwenkt nicht wie bei einer Drehleiter &#252;ber Fahrzeukonturen hinaus und der Einstieg in den Korb ist schon in der Transportstellung m&#246;glich. Au&#223;erdem ist die Abst&#252;tzung des Mastes innerhalb der Au&#223;enspiegelbreite.</p>
<p align="justify">Mit 400 Kilogramm Korbalst k&#246;nnen bis zu vier Personen aufgenommen werden. Zus&#228;tzlich kann eine Arbeitsplattform heruntergeklappt werden, die das &#220;bersteigen erleichtert. Der Korb l&#228;sst sich ferner um 45 Grad neigen und der Korb kann fast immer parallel zum Fenster gefahren werden.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen001.jpg" alt="Teleskopgelenkmast TKM 23/12 der FF Staufen" /></p>
<p><em>    Beleuchtung am Korb und Korbboden sowie abgeklappte Arbeitsplattform.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen017.jpg" alt="Korb des TKM 23/12 von hinten" /></p>
<p><em>    Der Korb kann auch einen Rollstuhl aufnehmen.</em></p>
<p align="justify">Die Abmessungen erlauben das Einschieben eines Rollstuhls. Eine Krankentrage kann sowohl auf dem Korb befestigt, als auch eingeschoben werden &#8211; ohne das Platz f&#252;r Maschinist und Notarzt verloren geht. Ausgestattet ist der Korb weiterhin mit einer Kamera, zwei 1000 Watt-Strahler und zwei Xenon-Scheinwerfer, D-Schnellangriffsschlauch mit Hohlstralrohr und einem fest installiertem Werfer (3600 l/min). Der Unterboden verf&#252;gt &#252;ber zwei Selbstschutzd&#252;sen.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen019.jpg" alt="Korb des TKM 23/12 in der Luft" /></p>
<p><em>    Der Korb kann um 45 Grad seitlich zum Mast geneigt werden.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen0221.jpg" alt="Selbstschutzd&#252;se am Korb des TKM" /></p>
<p><em>    Selbstschutzd&#252;se am Korbunterboden.</em></p>
<p align="justify">Das Fahrzeug ist mit ABS, ASR, Schleuderketten, beheizbarem R&#252;ckspiegel, R&#252;ckfahrkamera, R&#252;ckfahrscheinwerfer an den Au&#223;enspiegeln, pneumatisch absenk- und hebbarem Fahrwerk und Windmesser am Korb ausgestattet. Gerade die R&#252;ckfahrkamera war gew&#246;hnungsbed&#252;rftig, wie ein Maschinist erz&#228;hlt: „Was mich am Anfang etwas gest&#246;rt hat, war die R&#252;ckfahrkamera, die macht auf dem Bildschirm das echte Bild und vom R&#252;ckw&#228;rtsfahren ist man gewohnt das Spiegelbild zu sehen. Das hat mich am Anfang total durcheinander gebracht.“</p>
<p align="justify">Der ALP bietet weiterhin einen automatisch aufklappenden Handlauf der Leiter am Gelenkarm, 20 Meter Schnellangriffsleitung, zwei Atemschutzger&#228;te in der Fahrerkabine, Rollgliss, Druckbel&#252;fter, 6,6kV A-Stromerzeuger, Laser-Entfernungsmesser, Fernotrage, Elektro-Motors&#228;ge, Absperrmaterial, Scheinwerfer und Kleinwerkzeug.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen016.jpg" alt="Hochleistungsmonitor" /></p>
<p><em>    Monitor mit einer Leistung von 3.600 l/min.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen015.jpg" alt="D-Schnellangrifseinrichtung am Korb" /></p>
<p><em>    Schnellangriffseinrichtung</em></p>
<p align="justify"><strong>Der ehrw&#252;rdige Vorl&#228;ufer</strong></p>
<p align="justify">Neu ist den Verantwortlichen der 1861 gegr&#252;ndeten Feuerwehr das Gefahrenpotenzial nicht. Schon 1903 schaffte die Freiwillige Feuerwehr eine Holzleiter an, um den schwierigen Gegebenheiten gerecht zu werden. Im Landkreis war es damals die erste Leiter. Andere Feuerwehren lie&#223;en sich die Technik vorf&#252;hren und &#252;bernahmen Philosophie und Ausbildung. „Die waren damals schon richtig fit. Die haben eigentlich die Problematik damals schon erkannt“, erz&#228;hlt Schuhmann.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen011.jpg" alt="Alte Staufener Holzleiter" /></p>
<p align="justify"><em>    Historische Holzleiter</em></p>
<p>Die Holzleiter war bis 1970 im Einsatz. Ein ehemaliger Ger&#228;tewart erinnert sich daran, die Holzleiter zwischen 1968 und 1970 zweimal im Einsatz gesehen zu haben, auch wenn das „auf eigene Verantwortung“ erfolgte. T&#220;V hatte das Ger&#228;t bis in die 1980er Jahre. Eine Restaurierung erfolgte in Teilschritten in den 1990er Jahren. Aber, so erz&#228;hlt Wolfgang Schuhmann, „die alte Holzleiter ist f&#252;r uns eigentlich immer noch im Einsatz. Jedes Jahr zur Fasnachtser&#246;ffnung wird das Rathaus mit der Leiter gest&#252;rmt. Deshalb ist sie auch noch funktionsf&#228;hig und gut in Schuss.“</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen008.jpg" alt="R&#252;ckfahrtkamera am TKM 23/12" /></p>
<p><em>    R&#252;ckfahrkamera am Heck des TKMs.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen009.jpg" alt="Heckseitig angebrachter Display des Abst&#252;tzbedienstandes" /></p>
<p><em>    Display des Abst&#252;tzbedienstandes am Heck.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen028.jpg" alt="Display f&#252;r die R&#252;ckfahrkamera" /></p>
<p><em>    Display der R&#252;ckfahrkamera im F&#252;hrerhaus.</em></p>
<p><em><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen029.jpg" alt="Atemschutzflaschen im F&#252;hrerhaus" />    </em></p>
<p><em>    Pressluftatmer im F&#252;hrerhaus.</em></p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen031.jpg" alt="Hauptbedienstand im Korb" /></p>
<p><em>    Steuerungseinrichtung im Korb</em></p>
<p><strong>Technische Daten</strong></p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify"><strong>Fahrgestell:</strong>Mercedes-Benz Econic 1833<br />
<strong>Motor</strong><strong>:</strong> 6-Zylinder-Diesel, 330 PS<br />
<strong>Getriebe</strong><strong>:</strong> Allison 5-Gang-Automatik<br />
<strong>H&#246;chstgeschw.:</strong> 100 km/h<br />
<strong>Abmessungen:</strong> 9850 / 2500 / 3300 mm<br />
<strong>Radstand:</strong> 4800 mm<br />
<strong>Zul. Ges.-gewicht</strong><strong>:</strong> 18.000 Kilogramm<br />
<strong>Besatzung:</strong> 3 Mann<br />
<strong>Aufbauhersteller:</strong> Iveco Magirus<br />
<strong>Baujahr:</strong> 2006</p>
<p align="justify"><strong>Eine zufriedene Wehr</strong></p>
<p align="justify">Auch die &#252;brige Ausstattung der Feuerwehr kann sich sehen lassen. Die 100 Aktiven in den drei Abteilungen k&#246;nnen auf zehn Fahrzeuge zur&#252;ckgreifen. Au&#223;er &#252;ber den TKM 23/12 verf&#252;gt die Feuerwehr in Staufen &#252;ber einen ELW, ein<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>16/25, ein<acronym title="L&ouml;schfahrzeug"> LF </acronym>16/12, einen<acronym title="Schlauchwagen"> SW </acronym>2000 (Bund) sowie verschiedene Anh&#228;nger. Der MTW ging vor kurzem kaputt und wird durch ein Gebrauchtfahrzeug ersetzt. Am Standort im Ortsteil Grunern steht ein<acronym title="Tragkraftspritzenfahrzeug"> TSF </acronym>und ein MTW, im Ortsteil Wettelbrunn au&#223;erdem ein<acronym title="Tankl&ouml;schfahrzeug"> TLF </acronym>16/25 und ein MTW. Die MTWs wurden aus der Kameradschaftskasse finanziert.</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen006.jpg" alt="ELW der FF Staufen" /></p>
<p><em>Der Einsatzleitwagen (ELW) 1 (Bj. 2002) hat u.a. ein  IFEX Impulsl&#246;schger&#228;t und W&#228;rembildkamera geladen.</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen026.jpg" alt="LF 16/12 der FF Staufen" /></p>
<p><em>    L&#246;schgruppenfahrzeug (LF) 16/12 (Bj. 2001)</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen027.jpg" alt="TLF 16/25 der FF Staufen" /></p>
<p align="justify"><em>    Tankl&#246;schfahrzeug (TLF) 16/25 (Bj. 1996)</em></p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen007.jpg" alt="SW 2000 der FF Staufen" /></p>
<p><em>    Schlauchwagen (SW) 2000 (Bj. 1995)<br />
</em></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen005.jpg" alt="Gabelstapler und Schlauchanh&#228;nger" /></p>
<p><em>    Schlauchanh&#228;nger und Gabelstapler</em></p>
<p><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen024.jpg" alt="Portr&#228;t ausgefahrener Mast" /></p>
<p align="justify"><em>    Die feierliche Indienstellung des TKM beging man mit einem Tag der offenen T&#252;r.</em></p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<blockquote>
<blockquote>
<p align="left"><em><strong>Ber&#252;hmter Einwohner</strong><br />
Faust, genauer Johann Georg Faust, jener sagenumwobene Alchimist und Magier, ist der ber&#252;hmteste Einwohner der Stadt Staufen. Er starb hier vor etwa 500 Jahren. Dokotor Faust gilt als Inbegriff des nach letzter Erkenntnis strebenden Menschen. Christopher Marlowe und Johann Wolfgang Goethe nahmen Faust als historisches Vorbild f&#252;r ihre Dramen.</em></p></blockquote>
</blockquote>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify">Im Jahresmittel kommt die Wehr auf etwa 100 Eins&#228;tze. Alarmiert wird die<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Staufen &#252;ber die Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr Freiburg. Pressesprecher Rainer Brinkmann geht aber davon aus, dass „man durch den Rettungsdienst st&#228;rker eingebunden wird“, da der TKM zur Personenrettung aus hohen Stockwerken geeignet ist.</p>
<p align="justify">&#220;brigens, den ersten Einsatz hat der ALP 325 schon hinter sich: Bei einem Sturm am 3. Oktober setzte man ihn zum „B&#228;ume schneiden“ ein, die so genannte „Baumtaufe“, wie der Kommandant sagt.</p>
<ul>
<li>Bei Flickr gibt es eine <a href="http://flickr.com/photos/40833837@N00/sets/72157594338176360/" title="Bilderstrecke FF Staufen">Bilderstrecke</a>, mit ausgew&#228;hlten Bildern vom Besuch bei der<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Staufen (79 Bilder).</li>
<li>Ein leicht ge&#228;ndertes PDF-Dokument dieses Berichtes gibt es <a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen_tkm_20061021.pdf">hier</a>.</li>
<li>Die<acronym title="Freiwillige Feuerwehr"> FF </acronym>Staufen ist auch im <a href="http://www.feuerwehr-staufen.de" title="Link zur Feuerwehr Staufen im Breisgau">Internet</a> vertreten.</li>
</ul>
<p>TKM, TGM, TM, DLA, Teleskopmast, Teleskopgelenkmast, Feuerwehr, Staufen, Neubeschaffung</p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen030.jpg" alt="Blick vom TKM 23/12 nach unten" /></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen023.jpg" alt="Abklappbare Arbietsplattform am Korb" /></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen018.jpg" alt="TKM 23/12 mit ausgefahrenem Mast und Korb" /></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen020.jpg" alt="Zweite M&#246;glichkeit die Trage am Korb zu befestigen" /></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen012.jpg" alt="TKM 23/12 von hinten" /></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen010.jpg" alt="Leiterpark des TKM 23/12" /></p>
<p align="justify"><img src="http://www.feuerwehr-weblog.de/wp-content/uploads/2006/10/staufen004.jpg" alt="TKM 23/12" /></p>
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