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Archiv der Kategorie 'Historie und Geschichte'

(sc). Beim Funken rufen wir ihn an und bitten symbolisch um seinen Beistand. Die Rede ist vom Heiligen St. Florian. Im Feuerwehrwesen begegnen wir ihm aber auch als Plastik, als Gemälde oder als Malerei auf unzähligen Feuerwehrhäusern.

 Symbolbild Feuerwehr

Dargestellt wird er als römischer Legionär mit Fahne, Wasserschaff und mit einem Mühlstein um den Hals. Aber warum begegnen wir ihm in der Feuerwehr? Ein Erklärungsversuch anlässlich des zurückliegenden Namenstages von Florian. Der Artikel im fwnetz-Magazin versucht die Legenden um den Heiligen Florian zu erklären und seine Geschichte bis hin zum Schutzpatron der Feuerwehr darzustellen. [Mehr im fwnetz-Magazin]

FWNetz: Von der Handzug- zur Hightechleiter

Geschrieben von Stefan Cimander / 19. April 2008

In ihrem äußeren Erscheinungsbild hat sich die Drehleiter wenig verändert: Lastwagen-Chassis, Drehkranz mit Aufrichtsystem und Leiterpark. Dennoch hat sich unter der „Haube“ viel getan. Vom 14. – 16. März 2008 präsentierte der Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg auf der Retro Classics in Stuttgart die Entwicklung der fahrbaren Feuerwehrleiter von der handgezogenen Leiter bis hin zur computergesteuerten Hightech-Drehleiter. Die Exponate aus den Jahren 1911 bis 1965/2008 zeigten einen Teil der technischen Entwicklungsgeschichte der fahrbaren Leiter.

Schon vor 5.000 Jahren setzten die Ägypten Leitern zur Brandbekämpfung ein. Die Idee der fahrbaren Leiter entstand im 15. Jahrhundert aus praktischen Erwägungen heraus: Die Schiebleitern waren einfach zu schwer für den Transport mit der Hand. Deshalb kamen Räder dran. Nun ergaben sich aber andere Probleme. Die fahrbare Leiter war nämlich nur in Wagenlängsachse nutzbar und es erforderte neben viel Platz auch viel Kraft eine ausgefahrene Leiter bei Erfordernis in eine andere Richtung zu drehen. Handelte es sich sogar um einen Pferdezug, war das Unterfangen nicht minder komplex. Statt das gesamte Fahrzeug, sollte nur die Schiebleiter gedreht werden. Die Idee der Drehleiter war geboren. [Mehr dazu im FWNetz-Magazin]

Alte Feuerwehren auf der Retro Classics

Geschrieben von Stefan Cimander / 14. April 2008

Vom 14. – 16. März 2008 präsentierte der Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg auf der Retro Classics in Stuttgart die Entwicklung der fahrbaren Feuerwehrleiter von der handgezogenen Leiter bis hin zur computergesteuerten Hightech-Drehleiter. Am Rande der Ausstellung des LFV gab es noch einige andere Feuerwehrexponate zu sehen, so den ersten Magirus-Frontlenker oder die größte deutsche Drehleiter.

DL 30+2 der BF Stuttgart
DL 30+2 der BF Stuttgart auf KHD FS Mercur 125

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Heute vor 20 Jahren: King’s Cross

Geschrieben von Irakli West / 18. November 2007

Am 18. November 1987 ereignete sich das bekannte Feuer in der King’s Cross Station der Londoner Tube (U-Bahn), bei dem 31 Menschen den Tod fanden, darunter eines Mitglieds der London Fire Brigade, dem Führer des ersten Fahrzeugs vor Ort.

King’s Cross
(Fahrzeug der LFB am King’s Cross, 2007. Foto auf Flickr von fidothe, gemäß CC-Lizenz)

Vermutlich durch ein weggeworfenes Streichholz entzündeten sich brennbare Materialien unter einer Rolltreppe aus Holz. Das Feuer schmorte eine zeitlang, wobei sich die Einsatzkräfte und Fahrgäste in falscher Sicherheit wägten, um dann in einem Flash-Over zu münden. Durch die lange Rolltreppe entstand ein starker Kamineffekt, die Eingangshalle in oberen Bereich wurde dadurch zu einem incinerator (Verbrennungsofen).

Ein Ergebnis der Katatrophe war ein Abschlußbericht, der viele Schwachstellen bei den Rettungsdiensten, der Feuerwehr und dem Krisenmanagemen offenlegte. Beispielsweise war die PSA damals völlig inadäquat; als Resultat wurde sie stark verbessert. Der verstorbene FA erlitt eine Rauchvergiftung: die Erkundung erfolgte ohne PA.

Weiterführende Informationen gibt es bei Wikipedia. Interessant in diesem Zusammenhang der sogenannte Trench Effect:

The large number of casualties in the fire was an indirect consequence of a combustion phenomenon known as the trench effect, though this phenomenon was completely unknown prior to the fire. This effect meant that in the early stages of the fire the flames lay down in the escalator rather than burning vertically, so that they heated the steps higher up. In these early stages of the fire, the flames visible to anyone not standing on the burning escalator were a small part of the full story. The majority of the flames were lying down in the escalator trench; only a few flames protruded above the balustrade and were visible to observers.

An starken Steigungen können Flammen durch den Entfall der Statik (so wie ich es verstehe) nicht vertikal, sondern parallel mit der Steigung brennen. Weiter oben erhitzen sie brennbare Materialien, bis sich diese durch Flash-Over-Effekt selbst entzünden.

Dies erklärt, warum die Lage in King’s Cross zuerst falsch gedeutet wurde: vom Feuer war nur wenig sichtbar, weil dieses sich durch den Trench Effect unbemerkt nach oben arbeiten konnte, bis die Rolltreppe schlagartig in voller Länge durch ein Flash-Over Feuer fing.

(maps: King’s Cross)

Als der Notruf auf See geboren wurde

Geschrieben von Stefan Cimander / 17. Oktober 2007

Während von Haus zu Haus, von Stadt zu Stadt und von Kontinent zu Kontinent Telegrafie und Telefon beinahe zum Alltag gehörten, war die Kommunikation, insbesondere aber der Notruf auf See ein Unterfangen, das angesichts des technischen Fortschritts zu Beginn des 20. Jahrhunderts wie ein Anachronismus wirkte: Nebelhorn, Flaggen und Lichtsignale – andere Möglichkeiten zur Verständigung hatten die Seefahrer nicht.

SOS-Morsecode

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Vor 50 Jahren: Atomunfall in Windscale

Geschrieben von Stefan Cimander / 10. Oktober 2007

Vor 50 Jahren, am 10. Oktober 1957, kam es im britischen Kernreaktor Windscale (heute heißt der Komplex Sellafield) zu einem schweren Zwischenfall. Der Kernreaktor diente der Ausbrütung von waffenfähigem Plutonium. Am 10. Oktober 1957 kam es jedoch zu einem Feuer, das den als Moderator genutzten Graphit in Brand setzte. Die Arbeiter mussten nach erfolglosen Löschversuchen das Feuer mit Wasser löschen, was zur Freisetzung von ionisierender Strahlung ins Freie führte. Die Bevölkerung wurde nicht rechtzeitig gewarnt. Eine radioaktive Wolke zog anschließend über Europa. Der Unfall war nach der International Nuclear Event Scale zusammen mit dem Unfall von Three Mile Island (USA) der drittschwerste in der Geschichte der Nutzung der Kernenergie nach Tschernobyl und Majak. Mehr dazu in der Süddeutsche Zeitung

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“Achtung! Achtung! Hier spricht das Luftschutz-Warnamt”

Geschrieben von Stefan Cimander / 9. Oktober 2007

50 Jahre Zivilschutzsirene

“Achtung! Achtung! Hier spricht das Luftschutz-Warnamt!” Hätte es wohl im Ernstfall geheißen, wenn die Warnämter der Bundesrepublik in der Zeit des Ost-West-Antagonismus hätten aktiv werden müssen. Der Aufbau eines flächendeckenden Warnsystems begann 1957 und sollte die Bevölkerung im Fall eines Luft- oder ABC-Angriffs warnen.

ZS-Sirene
Motorsirene des ehemaligen Zivilschutzes. Foto: Wikimedia Commons

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Klassiker bei der Feuerwehr: Der Bulli

Geschrieben von Stefan Cimander / 8. Oktober 2007

Seine Erfolgsgeschichte begann 1947: Der Bulli. Er fand seit seiner Markteinführung 1950 auch bei Feuerwehren vielfachen Einsatz: Als Mannschaftstransportfahrzeug, als Tragkraftspritzenfahrzeug oder als Einsatzleitwagen. 

VW Transporter “Bulli” vom Typ T1
“Bulli” (VW Transporter) vom Typ 1 mit geteilter Frontscheibe. Gesehen beim Oldtimer-Meeting 2006 in Baden-Baden.

Ich erinnere mich zum Beispiel noch ganz dunkel an eine Bulli vom Typ T2 der als FüKw (Führungskraftwagen des damaligen ABC-Zuges des ZS) in meiner Heimatstadt Freiburg in Dienst stand. Ich war als kleiner Junge öfters dabei, wenn der Zivilschutz Bewegungsfahrten / Geländeübungen gemacht hatte. Das war immer ein Blickfänger, wenn die orangefarbenen Fahrzeuge mit Zivilschutzzeichen und blauer RKL anhielten, Leute ausstiegen und aus Perspektive der Passanten „komische Dinge“ taten.

VW Transporter vom Typ T4
Auch heute ist der VW Transporter oft bei Feuerwehren anzutreffen, zum Beispiel als MTW oder ELW.

Welche Feuerwehr-Bulli-Erlebnisse hattet ihr? Schickt mir eure Geschichten und Bilder rund um den Feuerwehr-Bulli an stefanc beim feuerwehr-weblog.de.

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4. Oktober 1992: Boeing + Bijlmermeer = Flammeninferno

Geschrieben von Stefan Cimander / 4. Oktober 2007

Heute vor 15 Jahren, am 4. Oktober 1992 stürzte um 18:35 Uhr ein Frachtflugzeug vom Typ Boeing 747-200 der israelischen Fluggesellschaft El Al nach Ausfall von Triebwerken und Hydrauliksystem in mehrere Hochhäuser des Amsterdamer Vorortes Bijlmermeer. Das Flugzeug war auf dem Weg von New York (USA) über Amsterdam nach Tel Aviv in Israel.

Das Unglück kostete 47 Menschen, darunter die drei Besatzungsmitglieder, das Leben. Schon kurz nach dem Absturz gabe es Vermutungen, die Frachtmaschine könne nicht nur Blumen und Parfum geladen haben. Die Fluggesellschaft bestritt dies aber. Erst Jahre später erfuhr die Öffentlichkeit, dass auch 240 Kilogramm der Chemikalie DMMP (Dimethyl-Methylphosphonat), das zur Erzeugung von Sarin dient, sowie einige hundert Kilogramm abgereichertes Uran an Bord waren.

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Ich persönlich erinnere mich noch an die damaligen RTL-Radionachrichten, die damals nicht mit einem Sprechertext begannen, sondern stattdessen mehrere Sekunden lang Original-O-Tonaufnahmen vom Unfallort sendeten.

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Heute vor 25 Jahren: Der tödlichste Wohnungsbrand in LA

Geschrieben von Irakli West / 12. September 2007

Heute vor 25 Jahren starben 25 Bewohner eines Hauses in Los Angeles bei einem Brand. Der Einsatzbericht ist hier zu lesen. Insbesondere interessant der Fragenkatalog am Ende des Dokuments.

[LAFD]