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18.09.06

Feuerwehr im UFO-Einsatz

Ein vermeintlicher UFO-Einsatz für die Feuerwehrleute aus Naila entpuppte sich am vergangenen Donnerstag als Phosporgranate aus dem Zweiten Weltkrieg.

nailaufo.jpg
UFO - Unbekanntes-Feuer-Obkekt in Naila. Foto: Feuerwehr Naila

Ein Landwirt hatte auf seinem Feld ein glühendes "Etwas" bemerkt und Polizei und Feuerwehr alarmiert. Da nicht bekannt war, ob es sich um radioaktives Material handelte, wurde zunächst die nächstgelegene Feuerwehr mit Strahlenschutzausrüstung aus Naila alarmiert. Der Alarm wurde wenig später die Feuerwehr Selbitz und den Gefahrgutzug der Feuerwehr Hof erweitert.

Nachdem keine Radioaktivität gemessen wurde, gingen mehrereFeuerwehrlwute unter Kontaminationsschutzanzüge zu dem "Unbekannten Feuer-Objekt" vor. Die Erkundung ergab eine durchgerostete Phosporgranate.

Eine Bilderstrecke und einen Einsatzbericht gibt es auf der Webseite der Feuerwehr Naila. (Achtung: Kein Deeplink, da Frame!)

(Danke für den Hinweis Dieter C. aus N.)

Geschrieben von Stefan C. um 18.09.06 13:45

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Kommentare

Sicher einer der Einsätze, die man nicht so schnell wieder vergisst.. :-)

(Warum glaubt eigtl. jeder, dass wenn etwas gelb glüht, es radioaktiv ist? Ach ja, Strom is ja auch gelb.. ;-))

Geschrieben von: Max um 18.09.06 21:00

@max: Ja,ja, das war schon eine ziemliche Aufregung, wie halt generell beim Thema "Strahler". Dazu kochte natürlich noch die Gerüchteküche mit "Meteoriteneinschlag" und "Raketenteile". Die Lokale Presse berichtete natürlich auch "http://www.frankenpost.de/nachrichten/archiv/resyart.phtm?id=1021153">hier und "http://www.frankenpost.de/nachrichten/archiv/resyart.phtm?id=1020838">hier und "http://www.frankenpost.de/nachrichten/archiv/resyart.phtm?id=1021154">hier.

Geschrieben von: Dieter C. aus N. um 18.09.06 21:33

oops, irgenwie hat das mit den Links nicht so richtig geklappt, im Preview war es noch Ok. Sorry.

Ich probiers noch mal:
Link1
Link2
Link3

Geschrieben von: Dieter C. aus N. um 18.09.06 21:38

Aah, geht doch.

Geschrieben von: Dieter C. aus N. um 18.09.06 21:39

Hmm... Wenn das wirklich eine Phosphorbombe war, finde ich das mutig von den Kameraden sich ohne Atemschutz neben die qualmende Bombe zu stellen. Wenn ich mich recht erinnere, sind u.a. die entstehende Gase nicht gerade gesundheits-fördernd.
Und wenn ich mich jetzt nicht vollkommen irre, dürfte in dem Teil auch noch eine kleine Sprengladung stecken, die die Aufgabe hatte, beim Aufschlag den Bombenmantel zu zerreissen und das Phosphor zu verteilen.
Naja, hoffentlich wird wenigstens das Erdreich um die Fundstelle "entsorgt" (geht ja aus dem Bereicht nicht hervor) - weißer Phosphor ist ja auch nicht unbedingt der beste Dünger für ein Feld...

Geschrieben von: ToWi um 18.09.06 22:06

@ToWi: Kann man die Rückenbeschriftung erkennen ? Es handelt sich dabei um Kreisbrandrat und -inspektor, die sind per Ernennung immun gegen alle Giftstoffe ;-) Unser KBR hat es auch schon gebracht, beim Gefahrgutunfall vom Fahrzeugboden tropfende Flüssigkeit mit dem Finger aufzufangen und daran zu riechen, während unsere Leute mit CSA im Aufbau die Kanister ausräumten.

Es war im übrigen keine Bombe, sondern eine Granate, etwa zwei Faust groß, aber auch die dürfte einmal so etwas wie einen Zünder gehabt haben. Der wäre aber vermutlich bereits beim Aufackern durch den Traktor hochgegangen.

Ein Bericht in der heutigen Lokalzeitung spricht von einer Handgranate, dass diese jedoch wie vermutet von einem Flugzeug abgeworfen wurde, halte ich für unwahrscheinlich. Ein bischen mysteriös bleibt das Ganze also.

Geschrieben von: Dieter C. aus N. um 19.09.06 08:29

Mich wundert, dass der Kampfmittelräumdienst nicht anwesend war. Es war zumindest im Bericht nicht erwähnt. Ich würde mich, sobald ich ein "Kampfmittel" entdecke, zurückziehen und die Profis ranlassen.

Ist Wasser das richtige Löschmittel für Phosphor? Muss mal nachschauen.

Christian

Geschrieben von: Christian L. um 19.09.06 09:02

Angaben zum Produkt Nr. 10-0478 Phosphor amorph, rot
5.1. Geeignete Löschmittel: Wasser

andererseits: http://www.feuerwehr-weblog.de/archives/2006/04/feuer_aus_feuer.html

Christian

Geschrieben von: Christian L. um 19.09.06 09:09

@Christian: Das es sich tatsächlich um etwas derartiges handelt, war erst nach dem Ablöschen sichtbar, die Kampfmittelräumer (150km entfernt)wurden dann von der Polizei auch verständigt, hatten jedoch kein großes Interesse (angeblich keine Gefahr mehr, da ausgebrannt; das war zumindest am Tag danach die Auskunft,die ich bei der Pol erhielt, als ich die "kalt"-Fotos machte). Zwischenzeitlich haben sie das Teil wohl doch entsorgt, wie ich dem Zeitungsbericht entnahm.

Geschrieben von: Dieter C. aus N. um 19.09.06 10:12

@ToWi: Wegen der Düngung: Vielleicht schüttet man einfach Schwefelsäure drauf, guckst du hier ! ;-)

Geschrieben von: Dieter C. aus N. um 19.09.06 10:19

@Christian L: In Phosphorwaffen ist nicht roter Phosphor sondern Weißer! Macht einen ziemlichen Unterschied....

@Dieter Könnte sich auch durchaus um eine Mörsergranate handeln. Die gebräuchlichsten hatten 81mm und 4,2 Inch (~11cm) Durchmesser.

Geschrieben von: ToWi um 19.09.06 18:22

Blöd, zu früh abgeschickt...

Brennender weißer Phosphor bildet übrigens mit Wasser recht giftige Phosphorsäure.

Hier mal ein Bild einer Fliegerbrand(phosphor)bombe (eine britische INC 30 LB):
http://img11.picsplace.to/img10/16/brandbombe.jpg

Bei Blindgängern ist meistens das Heck hinter der Füllung weg gebrochen.

Geschrieben von: ToWi um 19.09.06 18:30

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