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30.04.06

G26.3 für Zuhause

Viele medizinische Tests, von der Schwangerschaft hin zu Allergien, lassen sich zu hause durchführen. Diese dienen zwar nur als Indikator, haben jedoch eine allgemein gültige Aussagekraft, die sich dann beim Arzt bestätigen lässt.

Nun gibt es auch die G26 für Zuhause: Man erwerbe für die Kinderparty eine Tüte Luftballons und puste diese auf, ohne dass die Lunge platzt oder die Trommelfelle herausgeschleudert werden.

0604 G26

Bei mehr als zwei erfolgreich aufgeblasenen Ballons gilt die Untersuchung als erfolgreich bestanden. Es müssen zwingend handelsübliche Partyballons sein. Einmalhandschuhe zählen nicht, da diese zu leicht aufzublasen sind.

Geschrieben von Irakli um 16:10 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

Projekt FeuReX: Umfrage zur Teilnahme

0604 Nichtt
Vielen Dank an die 97 Leser, die sich die Zeit genommen haben und die Umfrage zur Heissausbildung ausgefüllt haben! Die Ergebnisse werden im Laufe der Woche hier veröffentlicht.

Die nächste Umfrage richtet sich an diejenigen, auch ohne die nötige Ausbildung, die sich nicht für das Projekt FeuReX beworben haben. Wieder wäre ich für eine Minute Eurer Zeit sehr dankbar, denn nur durch solche Informationen kann ich daran arbeiten, weitere spannende Projekte an Land zu ziehen und diese auch optimal zu gestalten. Warum wolltet / konntet ihr nicht teilnehmen?

Also los geht's zur Umfrage!

Ergebnisse werden natürlich auch hier veröffentlicht.

Geschrieben von Irakli um 15:51 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

29.04.06

Wie Blogger ihren Tag rumbringen

Ich komme gerade von meinem hier erwähnten Termin. War äußerst interessant, auch wenn ich mich zeitlich etwas verschätzt habe. ;-)

heckblaulicht.jpg

Ich bin zuerst von maximal zwei Stunden ausgegangen, letzten Endes wurden es nun sechs Stunden.

frontblitzerblau.jpg

Die Aufarbeitung des Materials wird vermutlich noch einige Tage in Anspruch nehmen: 2 Stunden Gespräch/Interview "auf Band", 5 Din A5 Seiten Notizen, 174 Fotos und 5 Jahrbücher zur Durchsicht!

Geschrieben von Stefan C. um 18:24 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

28.04.06

Im Einsatz fürs Wasserschwein

"Im Einsatz fürs Wasserschwein" - so lautet der etwas missglückte Titel eines Artikels in der Süddeutschen Zeitung, in dem Fazit über die Arbeit der Feuerwehr im Jahr 2005 gezogen wird.

0604 Bericht

Missglückt deshalb, weil man offensichtlich versucht, die Bandbreite der Arbeit aufzuzeigen - leider aber ein "niedlicher" und leicht unseriöser Eindruck entsteht bzw. entstehen könnte; ist allerdings meine subjektive Wahrnehmung, vielleicht ist es in Wirklichkeit nicht so wild.

Erfreulich hingegen, dass gleich auf Seite zwei des Münchner Teils so viel Fläche für den Artikel geboten wird. Besser noch, auf die FF wird auch gesondert hingewiesen, Kommandant Saller darf mit einem Zitat auch zu Wort kommen.

So gesehen gar nicht so schlecht - jetzt würde ich gerne wissen, ob die Wirkung des Artikels auch PR-mässig gemessen wird? Server stats? Suchbegriffe? Anrufe im Rathaus? Anfragen über die FF?

Geschrieben von Irakli um 14:37 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Blogging Lite

Da ich über das verlängerte Wochenende in Konstanz verweile, habe ich [bekomme ich!;-)] nur bedingt Zugang zum Internet. Einen Termin, der mit dem Weblog zu tun hat, habe ich jedenfalls am Samstag. Berichte und Fotos folgen dann in den darauffolgenden Tagen.

Geschrieben von Stefan C. um 13:40 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Feuerwehr behindert Berichterstattung

Der Bildjournalist Michael Printz beklagt in seinem Blog über die Behinderung der Presse an einer Einsatzstelle durch die Feuerwehr.

PkwUeberschlagenBaumHagener03.jpg
Quelle Foto: Michael Printz

Seitens der Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Herdecke kam es zu massiven Provokationen und Behinderungen der Berichterstattung. “Wir sind für den Schutz der Verletzten vor Fotografen zuständig” rechtfertigte sich der Einsatzleiter der Feuerwehr. Anstelle der Durchführung von Sicherungsmaßnahmen für die an und neben dem Fahrzeug am Patienten im Gefährdungsbereich arbeitenden Kollegen des Rettungsdienstes bildeten die Angehörigen der Feuerwehr eine wandernde Zensurtraube rund um die Einsatzstelle gegen Berichterstattung aus nichtbehindernder Entfernung. Eine Beobachtung der Rettungsmaßnahmen wurde durch Abdrängen und Drohung mit der Polizei unterbunden. Erst nach dem Eintreffen der Einsatzleiterin der eigentlich zuständigen Dortmunder Polizei konnten sich die Berichterstatter ungehindert bewegen. Die Kräfte der Feuerwehr Herdecke waren bereits in der Vergangenheit selbst besonnenen und kooperativen Pressevertretern gegenüber einschlägig negativ aufgefallen.

Über die Gründe für dieses Verhalten der Feuerwehr kann man nur spekulieren, aber wie schon im Rettungstrupp geschrieben:

Und, dass die Presse ein Verbündeter der Feuerwehr sein kann, man kann sie sogar zu seinen Gunsten "manipulieren". Die Presse allerdings einfach mal an Einsatzstellen abweisen, wie das viele Feuerwehren tun, wird nicht funktionieren. Erstens hat die Presse einen Rechtsanspruch auf Information und zweitens schneiden wir uns doch damit ins eigene Fleisch. Wenn die Informationen nicht direkt und gebündelt verteilt werden, holt sich die Presse diese halt anders. Irgendeiner wird schon reden und dann kommt häufig Mist dabei raus. Also lieber offensiv mit der Presse arbeiten als am nächsten Morgen den Kaffee in der Küche zu verteilen.

Dass man den Journalisten u.U. Grenzen setzen muss, steht außer Zweifel, dabei kommt es aber auf den Rahmen an. Man darf nicht vergessen, bei einem Unfall geht es um die Rettung von Leben und alleine das steht im Vordergrund und darf weder durch Reporter noch Gaffer behindert werden.

Wie dieser Rahmen aussehen kann, zeigt die SEG Presse der Feuerwehr Verden, über die das Feuerwehr Weblog bereits berichtet hatte:

Auf diese Weise werden Einsatzleiter und Leitstelle von Presseanfragen entlastet und Einsatzkräfte nicht gestört. Da die Vertreter der Presse die Informationen von journalistisch geschulten Feuerwehrleuten erhalten, ist gewährleistet, dass diese fachlich korrekt sind.

Wir beklagen uns als FA(SB) über mangelnde Resonanz aus der Bevölkerung. Eine dagegen gerichtete Öffentlichkeitsarbeit schließt die Zusammenarbeit mit Journalisten ein - wie Stefan vom Rettungstrupp schrieb: Die Presse kann unser verbündeter sein.

Im Feuerwehr Weblog Forum für Öffentlichkeitsarbeit und Recht diskutieren wir auch über solche Themen.

Geschrieben von Stefan C. um 12:56 | Permanenter Link | Kommentare (61) | TrackBack

Mobiltelefon = Hilfe

Zum Thema Handys = mehr Notrufe: Nach diesem Artikel der BBC ist in Wales die Bergwacht auch vom veränderten Verhalten der Menschen betroffen. Wo man sich früher selbst helfen musste oder konnte, genügt heute (vermeintlich) ein Anruf um die Helfer kommen zu lassen.

Geschrieben von Irakli um 12:37 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

Acetylenflasche zu heiß: SEK hilft Feuerwehr (update)

Die Meldung klingt nach Routine: Die Feuerwehr Hechingen (Zollernalbkreis, Baden-Württemberg) wurde am Donnerstag zu einem Kellerbrand in einem Wohnhaus gerufen. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass der Heizungsraum im Vollbrand stand. Das war aber nicht die einzigste, einen Großeinsatz auslösende Überraschung

Der Angriffstrupp ging unter Atemschutz zügig zum Löschangriff vor. Ein nachrückender Trupp schockt die Einsatzkräfte: Mit Hilfe der Wärmebildkamera entdeckt der Trupp eine Acetylen-Flasche.

Bei Hitze beginnt Acetylen zu reagieren: In der Flasche beginnt ein Zersetzungsprozess. In einer exothermen Reaktion erwärmt sich das Gas selbst und es kommt zu einem Selbstläufer, der im schlimmsten Fall zum Explodieren der Flasche führen kann.

Die nähere Umgebung musste daraufhin evakuiert und der Gefahrenbereich abgesperrt werden. Problematisch wurde nun die Bergung und "Entsorgung" der Acetylen-Flasche.

Die Bergung der Flasche war für die Einsatzkräfte nicht ungefährlich: Das hochexplosive Objekt musste von den Feuerwehrleuten aus dem Kellerraum in einen LKW-Container verbracht und dort in einem Sand- und Wasserbett gekühlt werden. Ungewöhnlich und selten ist auch die Anforderung eines SEK-Teams aus Stuttgart. Dieses beschoß das Ventil der die Flasche außerhalb der Ortschaft, damit das Gas kontrolliert abbrennen konnte.

Das Feuer in dem Keller in Hechingen war ausgebrochen, als der Eigentümer seinen alten Heizöltank mit einem Schweißbrenner zerschnitt. Dabei gingen Ölreste in Flammen auf.


Mehr dazu bei NonStopNews

Acetylen, auch als Ethin bekannt, ist der einfachste Vertreter aus der homologen Reihe der Alkine. Der Heizwert des Gases beträgt 57.120 kJ/m³ und wird bei der Verbrennung an der Luft bis 1900°C heiß.

Acetylen ist hochentzündlich. Zwischen einem Volumenanteil von 2,3% bis 82% bildet es in Luft explosive Gemische. Die Zündtemperatur von Ethin in Luft liegt bei Atmosphärendruck bei 305°C. Darüber hinaus zerfällt Ethin auch ohne Luft in einer exothermen Reaktion zu Wasserstoff und Ruß unter Freisetzung von beachtlichen 8733 kJ/kg, was 1,9 TNT-Äquivalenten (Maßeinheit für die freiwerdende Energie) entspricht.

Zahlreiche Feuerwehrleute kamen schon bei der Bergung und Kühlung von zuvor thermischer Belastung ausgesetzten Acetylen-Flaschen ums Leben.

Geschrieben von Stefan C. um 12:04 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

Zum Wochenende: Sicherheitsvorkehrungen.

Meine Damen und Herren, unsere Mitarbeiter werden Sie nun mit den Sicherheitsvorkehrungen in unserem Flugzeug vertraut machen.

0604 Safety

Wir wünschen Ihnen nun einen guten Flug!

[wmmna]

Geschrieben von Irakli um 11:21 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

240 cbm Altpapier in Flammen

Zu einem Großfeuer in der Straße "Am Hafen" sind die Kräfte der Feuerwehr Pinneberg am gestrigen Abend gerufen worden.

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Löscharbeiten. Quelle: Foto Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

Gemeldet waren brennende Ballen auf einer Fläche von 80 qm, deren Flammen auf eine benachbarte Halle überzugreifen drohten.

Bei Eintreffen der Kräfte standen die Ballen hell in Flammen. Der Einsatzleiter forderte die Ortswehr Pinneberg Waldenau nach. Zwei Trupps gingen unter schwerem Atemschutz vor, um die Flammen einzudämmen. Nachdem kurz darauf das Feuer unter Kontrolle war, begann die Arbeit für die Einsatzkräfte aber erst richtig.

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Löscharbeiten. Quelle: Foto Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

Während von der Rückseite das Auflodern der Flammen mittels eines Schaumangriffes verhindert wurde, begannen Mitarbeiter der Firma die ca. 100 Ballen mit Staplern abzutragen. Diese wurden dann von den Einsatzkräften mit Forken auseinander gerissen und abgelöscht. Auch hierbei musste teilweise unter Atemschutz gearbeitet werden, es kamen Filtermasken zum Einsatz.

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Löscharbeiten. Quelle: Foto Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

In der Spitze waren 73 Einsatzkräfte mit einem Schaum- und acht C-Rohren im Einsatz. Die Arbeiten dauern noch an und werden sich voraussichtlich noch bis in den späten Abend hinziehen. Pressemitteilung des Kreisfeuerwehrverband Pinneberg.

Geschrieben von Stefan C. um 11:17 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

Mutige Nachbarn schneller als die Feuerwehr

Es riecht nach Feuer. Man sieht schwarzen Qualm. Rußpartikel regnen herab. Das Prasseln der Flammen dringt ans Ohr. Es brennt. Jetzt heißt es einen kühlen Kopf zu bewahren und nichts überstürztes zu tun. Genau das dachten sich zwei Bewohner eines Mehrparteienwohnhauses am vergangenen Freitag.

Zwei couragierten Nachbarn haben zwei kleine ghanaische Kinder wohl ihr Leben zu verdanken: Wie sich jetzt herausstellte, wurden sie bei dem Brand in einem Hochhaus in ... [Böblingen] am vergangenen Freitagabend (KRZ vom 24. April) von zwei mutigen Nachbarn aus ihrer Wohnung gerettet. (BB Live)

Noch bevor ein Großaufgebot von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst am Unglücksort eintrafen, entschlossen sich die beiden Männer die Türe zu der verrauchten Wohnung einzutreten und die beiden Kinder in Sicherheit zu bringen.

Das mutige Eingreifen der beiden selbstlosen Retter kam offenbar im letzten Moment, denn wären sie nicht bereit gewesen die beiden Kinder in Sicherheit zu bringen, wäre es kritisch geworden. Denn, in dem giftigen Rauch reichen nur wenige Atemzüge aus, um bewusstlos zu werden bzw. zu sterben.

Die Feuerwehr Böblingen war mit 39 Kräften im Einsatz. Eingesetzt wurden: ELW 1, HLF 20/16-1, HLF 20/16-2, DLK 23/12, LF 16-TS, GW-AS.

Geschrieben von Stefan C. um 10:35 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

Fotografieworkshop: Interesse? (update)

Von den Lesern, die länger die Geschicke des Feuerwehr Weblogs mit verfolgen, möge sich der eine oder andere an das "Fotowebinar" erinnern. Damals hatten wir zusammen die Grundlagen der Fotografie erforscht. Hatte Spaß gemacht, dauerte nur ein wenig zu lang und ging dann im Weihnachtstrubel unter.

Ich möchte in den nächsten 1-2 Wochen einen sehr kompakten Workshop machen, sozusagen als Test für eine ganze Reihe von regelmässigen kompakten Workshops. Diesmal gibt's jedoch einen Sponsor, die 10 Teilnehmer würden am Ende ein ziemlich cooles Goodie bekommen.

Mehr sei nicht verraten, ich wollte hier einfach mal vorfühlen, ob wir diesmal zehn Fotografieinteressierte zusammenkriegen. Das Projekt wird im Workshop / Fotowebinar - Channel gefahren, damit auch alle anderen Interessierten etwas davon haben. Voraussetzung ist nur der Zugang zu einer halbwegs ordentlichen Digicam.

Also: Interesse?

Update
Die Kommentare hören sich ja schon mal nicht schlecht an! Die Goodies sind schon gesichert, ich hoffe noch auf eine Zusage vom Fotografen: diesmal soll(te) ein Profi das Feedback geben.

Vom Ablauf her soll's ziemlich kompakt sein und über einen Zeitraum von zwei Wochen gehen. Pro Teilnehmer nicht mehr als zwei Bilder. Genaueres vielleicht noch heute...oder morgen! Dran bleiben.

Geschrieben von Irakli um 09:38 | Permanenter Link | Kommentare (14) | TrackBack

27.04.06

Respekt

0604 Hbr

Harvard Business Manager, Mai 2006, Seiten 56-57.

Geschrieben von Irakli um 19:46 | Permanenter Link | Kommentare (7) | TrackBack

Dienstausweis (3)

Das hier isser nun:

ausweis.jpg

Geschrieben von Stefan C. um 18:26 | Permanenter Link | Kommentare (7) | TrackBack

Freitag, 12. Mai: Weblog-Treff in München?

Am Freitag, den 12. Mai, ab 18:00: Lust auf ein kleines Treffen im Münchner Hofbräukeller-Biergarten? Bei schlechtem Wetter dann im Hofbräukeller, welches wir vor 19 Jahren so heldenhaft löschten :)

Wenn jemand also aus München und Umgebung Lust und Laune hat mal vorbeizuschauen, nach Möglichkeit vorher Bescheid geben. Würde mich auch auf Gesichter aus der FFM freuen! Bis dann!

Geschrieben von Irakli um 17:34 | Permanenter Link | Kommentare (4) | TrackBack

Dienstausweis (2)

Nachdem sich hier eine Recht bunte Diskussion zum Thema Dienstausweise bei der Feuerwehr entwickelt hat, stelle ich an die Leser mal folgende Fragen:

  • Bekommt ihr in eurer Wehr DAs?
  • Wofür werden die DAs bei euch benötigt?
  • Bekommt ihr Vergünstigungen, wenn ihr den DA vorzeigt (wie Carsten aus Hessen schreibt)?

    Geschrieben von Stefan C. um 16:03 | Permanenter Link | Kommentare (13) | TrackBack

    Nicht vergessen: Bewerbungsschluss FeuReX, Umfrage Heissausbildung

    Was für Kurzentschlossene? Samstag ist Bewerbungsschluss für das FeuReX-Projekt. Wer also am 10.5. in den Genuß einer kostenfreien und extrem sinnvollen Heissausbildung kommen möchte, der möge sich noch anmelden.

    Auch läuft noch die Umfrage zur Heissausbildung: eine Minute Eurer Zeit.

    Geschrieben von Irakli um 15:59 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Alarmcode: Brennt Bett

    Einem Bett in Bad Staffelstein wurde es zu heiß, weil der Wohnungsinhaber vergessen hatte seine Heizdecke auszuschalten. Daraufhin fing das Bett Feuer. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befand sich daher niemand in der Wohnung. Aber: Bemerkt wurde der Brand erst als der Mann am Abend wieder in die Wohnung zurückkehrte: Die Bettmatratze qualmte und die Wohnung war verrußt.

    Eine Nachbarin, die den Mann auf dem Balkon sah, hatte die Polizei über der Rauchentwicklung im Haus verständigt. Die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Staffelstein waren schnell vor Ort. Sie evakuierten die Bewohner des Hauses. Der Wohnungsinhaber wurde vom Balkon in Sicherheit gebracht.

    Geschrieben von Stefan C. um 15:34 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Feuer: Ausrückestärke 1/0

    Bleiben wir in Dänemark.

    Ich denke, manche Feuerwehr hierzulande hat eine Legende vorzuweisen, in der in grauen Vorzeiten ein (manchmal angeheiterter) Feuerwehrler bei Sirenengeheul vom Traktor auf das Fahrzeug springt (oder den TSA anhängt) und mit 1/0 oder 0/1 zum Einsatz eilt.

    Etwas ähnliches passierte nun auf der Insel Årø. Neun der zehn freiwilligen Feuerwehrleute waren nicht auf der Insel, als der Alarm kam. Der einzige verbliebene schnappt sich den Schwiegervater und löscht in Brand geratene Jollen.

    (Link zum Artikel in Dänisch, Link zur Feuerwehr)

    Geschrieben von Irakli um 15:06 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    USAR / Hoch- und Tiefbauunfälle

    Merkwürdiger Zufall: ich saß in Kopenhagen im Meeting mit Nikolas von der Firma Paratech zusammen, wir unterhielten uns über das Thema Urban Search and Rescue, hierzulande treffender als Hoch- und Tiefbauunfälle bezeichnet. Zwei Stunden vorher war eine im Bau befindliche Autobahnbrücke bei Aalborg (Jütland) eingestürzt und hatte einen Arbeiter in den Tod gerissen.

    Nikolas ist Mitglied in der Beredskabsstyrelsen ("Bereitschaft"), vergleichbar mit dem THW hierzulande und ein ausgemachter Experte für solche Unfälle.

    Interessanterweise war eine der Fragen, die ich ihm stellen wollte, wie man denn als deutsche "Standard"-Feuerwehr an eine solche Situation herangeht. Was muss der erste Gruppen- bzw. Zugführer vor Ort bewerkstelligen? Wo liegen die Prioritäten? Was sollte auf jeden Fall vermieden werden?

    So konnten wir anhand dieses aktuellen Ereignisses eine Art Planspiel durchführen. Hier nochmal der Link zum Bild mit der Gesamtsituation bei der Ankunft der Kräfte - würde mich interessieren ob sich hier jemand im Stande fühlt, souverän an die Sache zu gehen (gerne über die Kommentarfunktion).

    Ich muss zugeben, dass meine THL-Kenntnisse sich eher auf die (inzwischen patientengerechte) Rettung aus verunfallten PKW beschränkt. Meine Ausbildung war - gulp! - schon 1988, und ich vermute fast, dass sich das Thema Hoch- und Tiefbau aus KatS-Gründen etwas intensiver behandelt wurde als heutzutage. Viel davon ist aber nicht hängen geblieben, und so kam ich in den Genuss eines sehr aufschlussreichen Schnellgrundkurses.

    Dass uns eine solche Situation jederzeit treffen kann, steht ausser Frage. Bestes Beispiel ist der Teileinsturz eines Wohnhauses in München im Februar letzten Jahres. Es empfiehlt sich also, schon ab Gruppenführer-Ebene Einblick in die Materie zu nehmen.

    Auf die gesamte Thematik kam ich erst beim Besuch des Paratech-Stands auf der FireEngineering. Dort wurde ich auch auf die BF Düsseldorf als Abnehmer von Paratech-Geräten hingewiesen, die auf den Abrollbehälter (AB) Bau und AB BauErg (Bau Ergänzung) mit verlastet sind.

    Jetzt würde mich interessieren: wo und wie wird in D, CH, A die Bewältigung von Hoch- und Tiefbauunfällen gelehrt? Hat sich jemand mit der Thematik ähnlich der BF Düsseldorf schon näher befasst?

    Geschrieben von Irakli um 14:32 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Wird die FEMA aufgelöst?

    Die infolge der durch den Wirbelsturm "Katrina" ausgelösten Katastrophe in die Kritik geratene amerikanische Katastrophenschutzbehörde FEMA (Federal Emergency Management Agency) soll aufgelöst werden. Dies empfiehlt ein vom amerikanischen Senat eingesetzter Untersuchungsauschuss.

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    Hurikan Katrina 2005. Quelle: University of Wisconsin, Cooperative Institute for Meteorological Satellite Studies


    Stattdessen soll ein neues, weiterhin der Homeland Security unterstelltes Amt mit den Namen "National Preparedness and Response Authority" (z. dt.: Nationales Amt für Bereitschaftsdienste und Krisenreaktion) an die Stelle der 1979 geschaffenen FEMA treten.

    Die Begründung für diesen radikalen Schnitt liege in der Unreformierbarkeit der gegenwärtigen Struktur der FEMA. Die FEMA litt in den vergangenen Jahren unter schlechter Führung und mangelnder finanzieller Ausstattung.

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    Hurikan Katrina. Quelle Foto: National Oceanic and Atmospheric Administration

    Der frührere Chef der FEMA, Michael Brown, sagte zu diesem Vorschlag: "It sounds like they're just re-creating the wheel and making it look like they're calling for change [...]. If indeed that's all they're doing, they owe more than that to the American public."

    Mehr Infos gibt es bei CNN und Spiegel online

    Geschrieben von Stefan C. um 14:09 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Feuerwehr mit Gewehr empfangen

    Ein brennendes Reihenhaus mit einem bewaffneten Mann im Garten hat in der Nacht zum Donnerstag Polizei und Feuerwehr in Selm (Kreis Unna) in Atem gehalten. Als die Feuerwehr an dem brennenden Haus eintraf, stand der 52-jährige Hausbewohner mit einem Gewehr bewaffnet im Garten und drohte, sich zu erschießen. Polizei-Spezialkräfte konnten ihn zur Aufgabe bewegen. Die Ermittler gehen davon aus, dass er den Brand selbst gelegt hat.

    Geschrieben von Stefan C. um 11:09 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    ILS Stuttgart: SIMOS eingeweiht

    Gestern (26.04.2006) wurde die Stuttgarter Leitstelle für Sicherheit und Mobilität (SIMOS) von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster offiziell in Betrieb genommen.

    simos.jpg
    Innenansicht SIMOS. Quelle Foto: www.stuttgart.de

    Die Feuerwehr-, Rettungs- und Verkehrsleitstelle mit dem Krisenstab der Landeshauptstadt Stuttgart sind künftig unter einem Dach und setzt damit Maßstäbe in der Zusammenarbeit der verschiedenen Einrichtungen

    Die Bauzeit betrug 15 Monate. An den Baukosten von 4,5 Millionen Euro beteiligten sich Bund und Land mit 2,5 Millionen Euro. Beschäftigt sind in SIMOS 54 Mitarbeiter.

    In SIMOS agieren vier Leitstellen unter einem Dach, ohne dass deren operative Eigenständigkeit beeinträchtigt wird: Die Integrierte Leitstelle (ILS) der Feuerwehr Stuttgart und des Deutschen Roten Kreuzes, die Integrierte Verkehrsleitzentrale (IVLZ) des Amts für öffentliche Ordnung, des Tiefbauamts, der Stuttgarter Straßenbahnen AG und des Polizeipräsidiums Stuttgart sowie der Führungs- und der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt für außergewöhnliche Ereignisse und Katastrophen.

    "Mit der neuen Leitstelle für Sicherheit und Mobilität haben wir die Chance, die Sicherheitslage auch im Bereich Verkehr und Notfallmanagement in der Stadt entscheidend zu verbessern", so Oberbürgermeister Schuster. "SIMOS ist ein bundesweit einmaliges Projekt, das Maßstäbe setzt. Die Spezialisten der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr finden nunmehr ideale Arbeitsbedingungen vor. Die Zusammenarbeit und die Technik in der neuen Leistelle sind vorbildlich."

    Der für die Feuerwehr und den Katastrophenschutz zuständige Abteilungsleiter im Innenministerium, Ministerialdirigent Reinhard Klee, lobte die neue Leitstelle SIMOS als zukunftsweisende städtische Führungseinrichtung für Feuerwehr, Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz und Verkehrsleitung. "Es beruhigt mich sehr, unsere Gäste und unsere Bürger in guten Händen zu wissen und dies nicht nur während der Weltmeisterschaft, sondern dauerhaft und nachhaltig. Die neue Leistelle ist Teil eines langfristig angelegten Konzepts, um eine optimale Verkehrsführung in und um die Landeshauptstadt zu ermöglichen und die Sicherheit weiter zu verbessern", sagte Klee.

    "Die neue Leitstelle liefert den Bürgern in jeder Gefahrenlage schnelle, umfassende und professionelle Hilfe aus einer Hand und sorgt bei hohem Verkehrsaufkommen für besseren Verkehrsfluss. Dies war nur Dank der Visionen, der Beharrlichkeit und der Ausdauer aller Beteiligten möglich. Die Verantwortlichen können auf das Ergebnis stolz sein", sagte Klee.

    Der Neubau auf dem Gelände der Hauptfeuerwehrwache an der Mercedesstraße ersetzt die alte Feuerwehrleitstelle und die Rettungsleitstelle des Deutschen Roten Kreuzes, die bislang in der Heilmannstraße stationiert war.

    "Durch die Vernetzung in der neuen Leitstelle ergeben sich zahlreiche Synergieeffekte", so Knödler. "Wir haben in SIMOS kurze Wege und können die Rettungs- und Einsatzkräfte effektiv einsetzen. Der Verkehr kann optimal gesteuert werden, gerade bei Unfällen und Schadenslagen in der Stadt." Bei Einsätzen der Feuerwehr, bei denen es zu Verkehrsbehinderungen kommt, wird die Verkehrsleitzentrale unmittelbar informiert, kann sofort reagieren und geeignete Maßnahmen zur Verkehrslenkung einleiten.
    Für Dr. Menz ist die neue Leistelle ein Projekt, von dem vor allem die Bürger profitieren. "Es ist uns alles andere als leicht gefallen, einer Integrierten Leitstelle zuzustimmen, da wir um die Qualität und Leistungsfähigkeit der bisherigen Rettungsleitstelle wissen. Es war für uns ein schwieriger und konfliktreicher Weg. Jetzt wollen wir aber nach vorne schauen und zeigen, was moderne Technik möglich macht, wenn die Verantwortlichen und Mitarbeiter zum Wohle der Bürgerschaft Stuttgarts zusammenstehen."

    Der Bau der neuen Leitstelle erfolgte im Eiltempo: Von der Idee bis zum Baggerbiss vergingen nur acht Monate, in weiteren 15 Monaten konnte das Projekt abgeschlossen werden.

    Die reinen Baukosten betragen 4,5 Millionen Euro, rund 10 Millionen Euro wurden in die Technik investiert. Durch die gemeinsame Nutzung von Anlagen wie Stromversorgung, Klima- und Lüftungstechnik sparen die Partner rund 1,1 Millionen Euro. Die Mietkosten reduzieren sich gerechnet auf die nächsten 25 Jahre um rund 1,8 Millionen Euro. Bund und Land unterstützen die neue Leitstelle mit rund 2,5 Millionen Euro. Zukünftig werden 54 Mitarbeiter im Schichtdienst in der Leitstelle arbeiten.


    Quelle: www.stuttgart.de und Stuttgarter Zeitung.

    Geschrieben von Stefan C. um 10:37 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Feuer aus - Feuer an - Feuer aus ...

    Feuer aus - Feuer an - Feuer aus - Feuer an .... usw. Tja, da staunte die Feuerwehr LG Ranzel (Niederkassel) nicht schlecht, als sie zu einem eher harmlosen PKW-Brand gerufen wurde, das vermeintlich gelöschte Feuer im Heckbereich des Fahrzeuges aber immer wieder aufflammte.

    pkwPhosphor.jpg
    Quelle Foto: General Anzeiger

    Grund: Der Besitzer des PKWs hatte im Kofferraum eine aus dem Zweiten Weltkrieg stammende 15-Kilo-Phosphorgranate, die sich entzündet hatte. Das berichtet der General Anzeiger

    Als die Wehrmänner am Einsatzort eintrafen, schlugen schon meterhoch die Flammen aus dem Wagen. Zwar hatte die Feuerwehr den Brand schnell eingedämmt, aber immer wieder loderten die Flammen auf. Laut Polizei hatte der 64-jährige Besitzer des Autos angegeben, dass sich im Kofferraum nur ein altes Abflussrohr befinde. Erst bei einer genauen Überprüfung stellten die Wehrleute fest, dass es sich beim dem "Abflussrohr" um eine Phosphorbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelte.[...]

    Der Brandort in Ranzel wurde abgesperrt, Bombe und Auto stellte der Kampfmittelräumdienst sicher und der verseuchte Straßenbelag wurde abgetragen. Die Polizei weist darauf hin, dass der Transport von Kriegsmunition nicht nur gefährlich, sondern auch eine Straftat nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz ist. Polizei-Sprecher Burkhard Rick: "Wer einen Gegenstand findet, bei dem er den Verdacht hat, es könnte sich um eine Bombe, Granate oder Munition handeln, sollte nichts berühren und die Polizei alarmieren." Wie die 15-Kilo-Brandbombe an den Siegdamm in Mondorf gelangen konnte, ist bisher völlig unklar.

    wPhosphor.jpg
    Quelle Foto: Wikipedia (GNU-Lizenz für freie Dokumentation)

    Phosphor ist ein nicht-metallisches Element und besitzt im Periodensystem der Elemente die Ordnungszahl 15. Sein chemisches Symbol ist P. Die Bezeichnung Phosphor leitet sich vom lateinischen "phosphorus" ab und bedeutet "Lichtträger".

    In seiner reinen Form hat Phosphor eine weiße Farbe. Dieser sogenannte weiße Phosphor ist die gefährlichste Form des Phosphors.

    Weißer Phosphor beginnt allein durch den Kontakt mit dem in der Luft enthaltenen Sauerstoff mit einer Temperatur von 1.300 Grad Celsius zu brennen. Oberhalb von 50°C entzündet sich weißer Phosphor von selbst und verbrennt mit gelblich-weißer und relativ heller Flamme, daher darf weißer Phosphor nie an der Luft aufbewahrt werden.

    Weißer Phosphor ist hochgiftig und dessen Inkorporation ist meist tödlich. Bereits 50 Milligramm werden als tödliche Dosis angesehen. Der Tod tritt bei einer solchen Vergiftung innerhalb von 5 bis 10 Tagen ein. Vor dem Tod kommt es dabei meist zu Brechreiz, Magenkrämpfen und Benommenheit. Weißer Phosphor kann auch zu Hautverbrennungen führen und diese Verbrennungen verursachen wiederum Schäden an Leber Herz und Nieren.

    Mit Wasser darf Phospor nicht gelöscht werden, denn es besteht die Gefahr daß Phosphor in Ritzen verschwindet und sich nach dem Ablaufen oder Verdunsten des Wassers wieder selbst entzündet. Der brennende Phosphor muss
    mit Sand abgedeckt und nach draußen gebracht werden. Dort lässt man es ausbrennen.

    Geschrieben von Stefan C. um 09:39 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    26.04.06

    Dienstausweis?! (Update 27.04.06, 16:00)

    Da will man eine Reportage machen und dann wird erstmal der Feuerwehr-Dienstausweis verlangt!

    blaulichteinzeln.jpg

    Dumm nur, dass der Ausweis der Wehr in die ich vor wenigen Wochen eingetreten bin, eben diesen noch nicht ausgestellt hat. Also, was tun?

    Update
    Jetzt bin ich ein wenig schlauer, ganz so schlimm ist es nicht mit dem Vorzeigen des Ausweises. Kleinere oder größere Missverständnisse passieren halt wenn man parallel den "kleinen" und den "großen" Dienstweg wählt!

    Geschrieben von Stefan C. um 23:11 | Permanenter Link | Kommentare (10) | TrackBack

    Tschernobyl: würde ich?

    Kurze Bemerkung am Rande. Während man sich primär an die Katastrophe, deren Auswirkung für die Umwelt und die Menschen erinnert, an die eigenen Erlebnisse zurückdenkt oder Atomkraft in Frage stellt: damals trafen Feuerwehrleute eine ganz bewusste Entscheidung gegen ihr eigenes Leben und für das Wohl der anderen.

    Der Ernstfall ist immer eine abstrakte Größe. Früher zu "echten" KatS-Zeiten war das Thema ABC mit Gewichtung auf "A" eher im Kopf. Dann kam der Golfkrieg, plötzlich war "C" wichtig. Jetzt ist mit Anthrax und Vogelgrippe das Gleichgewicht wieder hergestellt.

    Diese ganzen Themen schwirren irgendwo rum, wichtiger ist aber die Fähigkeit, Patientengerecht zu retten oder wärmefensterlos in den Innenangriff zu gehen. Die WM bedeutet für viele von uns einen Wust an Terminen, mehr aber nicht.

    Und wenn er kommt, der Ernstfall? Weg- oder hineinrennen? Diese Frage kann man ja mal versuchen, ehrlich zu beantworten. Ich kann's nicht. Zumindest nicht 100%-ig.

    Geschrieben von Irakli um 16:37 | Permanenter Link | Kommentare (7) | TrackBack

    Feuerwehrleute auf Einsatzfahrt verunglückt (2)

    Thomas Kuhn hat folgenden Text in den Kommentaren hinterlassen, den ich hiermit ein wenig aufwerten möchte:

    Hallo zusammen,

    ich war früher (bis zu meinem Umzug in eine andere Stadt) Mitglied der betroffenen Feuerwehr und habe inzwischen mit den Ex-Kameraden gesprochen. Die ganze Wehr ist im Ausnahmezustand, total geschockt und tief betroffen! Über den Ablauf des Unfalls und die Ursachen herrscht weiter Rätselraten.

    Auf der Webseite (www.Feuerwehr-Rheinbach.de) ist das Gästebuch zur Kondolenzliste umfunktioniert. Eure Einträge machen Christina auch nicht wieder lebendig. Aber vielleicht spenden sie etwas Trost.

    Gruß

    Thomas Kuhn
    FW Grevenbroich

    P.S. Weitere Links zu Pressemeldungen zum Unfall und den Folgen:

    http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1143819568966.shtml
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/artikel.php?id=161499
    http://www.express.de/

    Geschrieben von Irakli um 15:44 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Retter stehen vor Festung

    Weil er sein trautes Heim zu einer Festung ausgebaut hatte, konnte einem 84-jährigen selbst die mit schwerstem Rettungsgerät anrückende Feuerwehr erst in allerletzter Sekunde helfen.

    Mit eisernen Gittern vor den Fenstern und stabilen Schlössern an den Türen. Seine Einbauten zum Schutz vor ungebetenen Gästen aber hätte der alte Herr in der Nacht zu gestern beinahe mit dem Leben bezahlt.

    sperrschloss.jpg

    Weil selbst die mit schwerem Gerät zum Aufbruch von Fenstern und Türen ausgerüstete Feuerwehr zunächst nicht in die verrauchten Räume mit dem lebensgefährlich verletzten Senior vordringen konnte. So sehr hatte sich der 84-Jährige hinter Eisen und Stahl verschanzt. [...]

    Die Wehrmänner schleppten ihre Werkzeuge und Geräte deshalb zu Fuß zum Einsatzort. Und standen an dem stark gesicherten Gebäude vor verrammelten Läden. Erst nachdem sie einen der vergitterten Fensterrahmen aufgebohrt, zerbrochen und komplett aus der Mauer gehoben hatten, konnten sie in die verrauchten Räume eindringen.

    Quelle: Remscheider General Anzeiger

    Geschrieben von Stefan C. um 14:18 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Wie vom Erdboden verschluckt

    Spiegel online schreibt das hier:

    Es klingt wie eine Szene aus einem Horrorfilm: Ein Amerikaner hielt sich im Erdgeschoss seines Hauses auf, als sich plötzlich ein riesiges Loch unter ihm auftat. Seitdem ist er verschwunden.

    schlamm.jpg


    Feuerwehr und Rettungsdienst standen machtlos daneben, sie konnten dem Mann aus Alta nicht helfen. Er erstickte.

    Ich mag mir das gar nicht vorstellen, zu einem Einsatz gerufen zu werden und dann machtlos daneben zu stehen und nicht helfen zu können.

    Geschrieben von Stefan C. um 14:00 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Test: Einsatzberichte BF (06): Niedersachsen

    Der sechste Teil des Einsatzberichte-Tests stellt nach Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, Sachsen und Thüringen die Angebote der Berufsfeuerwehren in Niedrsachen vor. In Niedersachsen gibt es mit Braunschweig, Cuxhaven, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Oldenburg, Osnabrück, Salzgitter, Wilhelmshaven und Wolfsburg zehn Berufsfeuerwehren in unterschiedlicher Größen.

    Fazit: Auch in Niedersachsen zeichnet sich kein anderes Bild. Das Spektrum reicht guten Webseiten (Hannover, Wolfsburg) bis hin zu unter fernen liefen. Auffallend war der hohe Anteil an Nichtnutzung bestehnder Domains (Hildesheim, Oldenburg, Wilhelmshaven), d.h. eine bestehende Domain und Webseite werden nicht genutzt.

    Braunschweig (http://www.feuerwehr.braunschweig.de/ bzw. http://www.braunschweig.de)

    braunschweig.jpg

    Aktualität: 08. April 2006
    Layout: Da der Webauftritt der Feuerwehr von den Einsatzberichten getrennt ist, müssen zwei Seiten bewertet werden: Die Seite der Feuerwehr komtt sehr schlicht und eintönig daher. Sehr viele freie Flächen lassen die Seite wenig dynamisch, ja langweilig aussehen. Die Seite der Stadt Braunschweig ist übersichtlich, aber blass.
    Navigation: Verwirrend. Einsätze finden sich unter “Aktuelles”. Ein Klick auf “Einsatzberichte” führt aber zum offiziellen Auftritt der Stadt Braunschweig. Erst dort können die Einsätze nachgeschaut werden. Die Navigation der Feuerwehrseite ist etwas unübersichtlich und teilweise bei aufgeklapptem Menü schwer lesbar. Auf der Seite der Einsatzberichte wird durch eine Liste mit Sprungmarken navigiert. Das Einsatzarchiv ist über die rechte Naviagtion erreichbar. Zurück zur Liste kommt man durch einen Link am Ende des Berichts.
    URL: http://www.braunschweig.de/rat_verwaltung/verwaltung/feuerwehr/einsatzberichte.html
    Verlinkbar: Ja, sofern man die Sprungmarke (ID-Tag) innerhalb des Dokuments mitspeichert. Die Einsatzliste ist jedoch fortlaufend.
    RSS: N/A
    Bilder: Ja, aber in minderwertiger Qualität, Auflösung ca. 400 x 300 px

    Note: Befriedigend/Ausreichend
    Fazit: Wer Einsatzberichte lesen will, muss erst 2 Klicks und eine Weiterleitung auf die offizielle Seite der Stadt Braunschweig über sich ergehen lassen. Das zeugt nicht von Rezipientenfreundlichkeit. (Notenabzug!) Da im Impressum der Feuerwehrseite die Stadt Braunschweig als Betreiber steht, ist nicht nachvollziehbar weshalb man zum Lesen der Einsatzberichte auf den offiziellen Webauftritt der Stadt Braunschweig verwiesen wird.
    Die Einsatzliste selbst ist fortlaufend auf einer einzigen Seite. Wer gerne scrollt und seine Finger trainiert, ist hier genau richtig. Sehr schön ist, dass fast jeder Einsatzbericht Fotos, wenn auch in niedriger Qualität hat. Die Einsatzberichte selbst beschreiben den Hergang, Maßnahmen und eingesetzte Kräfte. Durch die Angabe des Einsatzleiters oder “Ansprechpartner” wird gleich ein Ansprechpartner für die Presse oder andere interessierte genannt.




    Cuxhaven (http://www.cuxhaven.de/)

    cuxhaven.jpg

    Aktualität: 13.03.2006
    Layout: Sachlich, aufgeräumt, lebendig und übersichtlich (s. Navigation!)
    Navigation: Wer die Feuerwehr sucht, kommt sich vor wie an Ostern beim Eiersuchen. Die Feuerwehr findet sich in der Navigation unter Rathaus/Fachbereiche/Dezenat III/Sicherheit und Ordnung. Wer jetzt noch nicht aufgegebn hat, der klickt im Haupteil der Seite noch auf “10.1 Brand u. KatS”. Wer eine Weile nach unten scrollt der wird durch ein freundliches “Weitere Informationen über die Hauptberufliche Wachbereitschaft finden Sie hier ” aufgefordert auf das “hier” zu klicken. Die Einsatzberichte finden sich dann unter dem Punkt “Report”, aber nur wer die Energie hat bis ans Ende der Seite zu scrollen.
    URL: http://www.cuxhaven.de/cuxhaven_1493.php
    Verlinkbar: Ja, aber nur die fortlaufende Liste aller Einsätze.
    RSS: Nein
    Bilder: Ja, aber in unterschiedlicher Größe, mal ca. 450 x 350 px oder ca. 170 x 130px oder ca. 300 x 200px. Die Qualität lässt zu wünschen übrig.

    Note: Befriedigend/Ausreichend
    Fazit: Diese Seite ist eine wahre Klickorgie. Wer hier nach Informationen sucht und nicht schon nach dem dritten Klick entnervt aufgibt, wird auch sicherlich ans Ziel kommen. Die Navigation ist auch der Hauptkritikpunkt, denn diese hört in der linken Spalte in der 4. Ebene auf und wechselt dann in den Hauptbereich, wo sich eine weitere Navigationsmöglichkeit entweder mitten im Hauptbereich oder am Ende der Seite ergibt. Die Einsatzberichte selbst variieren in ihrem Aufbau und Inhalt. Bei der Aktualisierung der Seite wurde außerdem wohl vergessen “Hauptberufliche Wachbereitschaft” durch Berufsfeuerwehr zu ersetzen.


    Göttingen (http://www.feuerwehr.goettingen.de/)

    goettingen.jpg

    Aktualität: 28.03.2006 (Nur besondere Einsätze)
    Layout: Bunt (Farbkasten), verwirrend, Augenschmerzen!
    Navigation: Die Navigation ist nicht stringent im linken Teil der Seite. Es finden sich auch Navigationsmöglichkeiten im Hauptframe. Die überdimensionierte pseudo-3D-Button-Navigation stiftet Unruhe. Die aktuellen Einsatzberichte findet man unter “Berufsfeuerwehr/Einsätze” dann im Hauptframe unter “Einsätze 2006”. 3 Klicks!
    URL: http://www.feuerwehr.goettingen.de/
    Verlinkbar: Ja, außerhalb der Frames und mit ID-Tag in der URL.
    RSS: N/A
    Bilder: Ja, Auflösung ca. 320 x 250px

    Note: Ausreichend
    Fazit: Augenschmerzendes Layout! Mäßige Header-Grafik. Schlechte Ausnutzung des Platzes für die verschiedenen Elemente. Ich tippe auf Pflichtaufgabe oder Freizeitwerk. Irgendwie ist nicht verständlich, warum die Einsatzberichte unter dem Punkt “Berufsfeuerwehr” auftauchen und nicht als eigenständiger Menüpunkt behandelt werden. In den Einsatzberichten selbst werden eingesetzte Kräfte, Unfallhergang bzw. vorgefunde Lage und durchgeführte Maßnahmen beschrieben. Die Liste der Einsatzberichte ist fortlaufend, d.h. alle Berichte sind untereinander.


    Hannover (http://www.hannover.de/)

    hannover.jpg

    Aktualität: 16.04.2006
    Layout: Modern, aufgeräumt, sachlich, dynmaisch
    Navigation: Die Einsatzberichte finden sich in der Rubrik “Aktuell/Pressemeitteilungen/Aktuelle Einsätze” (3 Klicks). Von der Logik her okay, aber viel zu viele Klicks! Vorsicht: Die drei Navigationsebenen sind unterschiedlich gekennzeichnet.
    URL: http://www.feuerwehr-hannover.de/
    Verlinkbar: Ja
    RSS: N/A
    Bilder: N/A

    Note: Gut
    Fazit: Die Webseite ist sehr modern und wirkt trotz fehlender Grafiken dynamisch. Allerdins ist sie sehr textlastig, was eben durch mehr Grafiken aufgelockert werden sollte. Etwas nervig ist die Flash-Animation die ungefragt auf der Startseite abgespielt wird. Bei den Einsatzberichten sollte man zusätzlich zur Anzahl der eingesetzten Kräfte auch die eingesetzten (Sonder-)Fahrzeuge erwähnen und auch Einsatzfotos zur Verfügung stellen. Auch wenn die Navigation durchdacht ist, wirkt sie etwas unübersichtlich, unterhalb der Hauptnavigation stehen weitere Auswahlmöglichkeiten, allerdings in sehr kleiner Schriftart. Im Hauptteil der Seite eröffnet sich dann eine dritte Navigationsebene. Ein RSS-Feed wäre hier angesichts der relativ ausführlichen Einsatzdokumentation nicht Fehl am Platze und würde 3 Klicks zu den Einsätzen ersparen.


    Hildesheim (http://www.feuerwehr-hildesheim.de/)

    hildesheim.jpg

    Aktualität: N/A
    Layout: Schlicht, übersichtlich, da wenig Inhalt; altbacken; blass
    Navigation: 1 Ebene, weitere Navigationsmöglichkeiten im Hauptteil der Seite
    URL: http://www.feuerwehr-hildesheim.de/
    Verlinkbar: N/A
    RSS: N/A
    Bilder: N/A

    Note: Mangelhaft
    Fazit: Einsatzberichte fehlen, was soll man dazu sagen? Immerhin besitzt die Feuerwehr Hildesheim eine eigene Domain, da sollte man diese auch mit Content füllen, oder?


    Oldenburg (http://www.feuerwehr-oldenburg.de/)

    oldenburg.jpg

    Aktualität: Januar 2006 (?)
    Layout: Übersichtlich, da, wenig Inhalt; schlicht, viel freie Fläche,
    Navigation: 1 Ebene
    URL: http://www.feuerwehr-oldenburg.de
    Verlinkbar: Ja, außerhalb der Frames
    RSS: N/A
    Bilder: N/A

    Note: Mangelhaft
    Fazit: Die Seite wird vom Kreisfeuerwehrverband Oldenburg Stadt betrieben und führt statt eines Einsatzarchives ein Ereignisarchiv auf der ersten Seite. Ein bißchen wenig – leider. Auf der Seite der Stadt Oldenburg steht noch weniger.


    Osnabrück (http://www.osnabrueck.de/)

    osnabrueck.jpg

    Aktualität: 17.03.2004
    Layout: Übersichtlich, schlicht
    Navigation: 3 Ebenen, die sich auf den linken, rechten und oberen Rand verteilen
    URL: http://www.osnabrueck.de/buergerservice/15705.html
    Verlinkbar: Ja, außerhalb der Frames
    RSS: Nein
    Bilder: Ja, Thumnails, die manchmal auf eine Grafik in der Auflösung 600 x 400px verweisen.

    Note: Mangelhaft
    Fazit: Wenn man auf rosa steht, dann nix wie auf www.osnabrueck.de. Irgendwie scheint man bei der Aktualisierung der Einsätze im Jahre 2004 stehen geblieben zu sein. Die Navigation ist verwirrend, da sie sich genau genommen über den ganzen Bildschirm verteilt. Auch hier deutlich zu wenig.


    Salzgitter (http://www.salzgitter.de/)

    salzgitter.jpg

    Aktualität: N/A
    Layout: Übersichtlich, da wenig Content
    Navigation: N/A
    URL: http://www.salzgitter.de/stadt_leben/sp_auto_2325.php
    Verlinkbar: N/A
    RSS: N/A
    Bilder: N/A

    Note: Ungenügend
    Fazit: Keine Einsatzberichte, sondern nur Beschränkung auf die Angabe von Kontakten und einem geschichtlichen Abriß sowie einer Einsatzstatistik die im Jahre 2004 aufhört.


    Wilhelmshaven (http://www.feuerwehr-whv.de/)

    wilhelmshaven.jpg

    Aktualität: N/A
    Layout: Übersichtlich, da wenig Content
    Navigation: 1 Ebene
    URL: http://www.feuerwehr-whv.de/
    Verlinkbar: N/A
    RSS: N/A Bilder: N/A

    Note: Ungenügend
    Fazit: Was macht man mit einer eigenen Domain? Genau, man nutzt sie nicht!


    Wolfsburg (http://www.feuerwehr-wolfsburg.de/)

    wolfsburg.jpg

    Aktualität: 14.04.2006
    Layout: Schlicht, übersichtlich, blass
    Navigation: 3 Ebenen. Einsatzberichte finden sich in der Rubrik Wir über uns/Berufsfeuerwehr/Einsätze. Allerdings ist die 3 Navigationsebene im Hauptbereich. Verwirrung stiftet auch, dass es noch eine zweite Rubrik Einsätze unter “Brandaktuell” gibt. Letztere ist auch aktueller. Erklärung könnte sein, dass der Link unter Berufsfeuerwehr nur Einsätze der Berufsfeuerwehr auflistet.
    URL: http://www.feuerwehr-wolfsburg.de/
    Verlinkbar: Ja
    RSS: Nein
    Bilder: Ja, ein Klick auf die Thumbnails im Einsatzbericht vergrößert die Fotos auf ca. 700 x 500 px.

    Note: gut
    Fazit: Zur Abrundung aller Funktionalitäten würde ein RSS-Feed nützlich sein und die Verwirrung stiftetende Zweiteilung der Einsatzberichte sollte beseitigt werden. Eine grafische Überarbeitung wäre vielleicht auch nicht schlecht, denn das blau wirkt etwas kalt und eintönig.

    Geschrieben von Stefan C. um 13:55 | Permanenter Link | Kommentare (10) | TrackBack

    Feuer gelegt aus Langeweile

    Ohne weitere Worte. Gefunden im Hamburger Abendblatt

    Drei freiwillige Feuerwehrmänner (17, 18 und 22) aus Ottensen sollen zwei Papiercontainer und Sperrmüll in Brand gesteckt haben. An der Baurstraße, am Celsiusweg und an der Griegstraße hatten Papiercontainer und Müllhaufen gebrannt. Die Polizei erhielt einen Hinweis auf die Männer, die einen Schaden von mindestens 2000 Euro angerichtet haben. Brandermittler befragten die Männer, die sich auf Grund ihrer Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr kennen. Der 17jährige gestand, an den Taten beteiligt gewesen zu sein.

    Geschrieben von Stefan C. um 10:25 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Heute vor 20 Jahren: Ein strahlend schöner Tag

    26. April 1986, 1:23 Uhr das Unglück nimmt seinen Lauf. Die Verkettung mehrerer Ursachen führt zu einer der schlimmsten Kernkraftunfälle seit Nutzung der Kernenergie. Ursächlich für die Explosion des Reaktorblocks waren bauartbedingte Eigenschaften des Kernreaktors (RBMK-1000), dessen Betrieb in einem unzulässigen Leistungsbereich, mangelnde Erfahrung und Inkompetenz des Betriebspersonals und Verletzung von Betriebsvorschriften. Paradoxerweise war die manuell eingeleitete Reaktorschnellabschaltung der Auslöser der Katastrophe.

    Tschernobyl war nicht der einzige Unfall in der zivilen Nutzung der Kernenergie. Majak (genauer in Kyschtym) war noch weit schlimmer in seinen Folgen. Aber, wie Stefan vom rettungstrupp schreibt:

    Tschernobyl ist nur der Medienstar unter den russischen Atomunfällen

    Eine Auflistung aller Kernenergie/Kernwaffenunfälle findet sich in der Wikipedia.

    Erinnert sei auch an den Unfall in Three Mile Island am 28. März 1979, dem bis dato schwersten bekannt gewordenen Unfall in der zivilen Nutzung der Kernenergie. Das Paradoxe: Der Unfall ereignete sich zwei Wochen nach dem Anlaufen des Films "Das China-Syndrom" in den US-amerikanischen Kinos ereignete.

    Geschrieben von Stefan C. um 10:06 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    25.04.06

    Feuerwehr entdeckt Küchenbrand

    Zwei Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Botnang, die sich gegen 20.30 Uhr zufällig vor dem Mehrfamilienhaus aufhielten, hatten an einem Fenster im zweiten Obergeschoss starken Qualm bemerkt und daraufhin die Rettungskräfte verständigt.

    Die wenige Minuten später eintreffenden Feuerwehrleute verschafften sich unter schwerem Atemschutzgerät Zutritt zu der Wohnung und meldeten um 20.40 Uhr „Feuer aus“. Die 81-jährige Wohnungsinhaberin, die sich im Wohnzimmer aufgehalten hatte, hatte offenbar einen Schnellkochtopf auf dem Herd vergessen. Ein ebenfalls durch die Rauchentwicklung aufmerksam gewordener 59 Jahre alter Nachbar der Rentnerin hatte zunächst versucht, das Feuer mit Decken zu ersticken. Diese fingen jedoch Feuer. Der Mann zog sich bei dem Rettungsversuch eine Rauchgasvergiftung zu. Vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatte einer der beiden Brandentdecker versucht, einen Hydranten zu öffnen und sich dabei leichte Gesichtsverletzungen zugezogen. Der 29 Jahre alte Mann sowie der hilfsbereite Nachbar wurden mit dem Rettungswagen vorsorglich in Krankenhäuser gebracht. Die Wohnungsinhaberin blieb unverletzt. Die Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung ist vorläufig unbewohnbar.

    Bei dem Brand in der Wohnung haben am Montagabend zwei Personen leichte Verletzungen erlitten. Die Schäden an der Wohnung und an dem Gebäude belaufen sich auf rund 15 000 Euro.
    Quelle: Polizei Stuttgart

    (Danke Timo für den Hinweis)

    Geschrieben von Stefan C. um 14:36 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Regeln, Leiten, Stoppen?

    Durch Zufall bin ich in einem Pressebericht über folgenden Satz gestoßen:

    Die Feuerwehr regelte spontan den Verkehr in der Mittelstraße. (Schwäbische Zeitung Online)

    Den Anlaß der Aktion will ich nicht kritisieren (es ging um eine Typisierungsaktion), wohl aber die Tatsache, dass die Feuerwehr den Verkehr regelte. Meinem Wissenstand nach (und das ist das was mir von höchster Stelle eingebläut wurde): Die Feuerwehr darf den Verkehr nicht regeln, Absperren ja, aber leiten und regeln ist Sache der Polizei. Oder liege ich falsch?

    Geschrieben von Stefan C. um 13:25 | Permanenter Link | Kommentare (13) | TrackBack

    Einbruch ins Gerätehaus

    Erneut ist in ein Gerätehaus einer Feuerwehr eingebrochen worden. Dieses Mal hatten die Schweren Jungs aber ordentlich zu schleppen, als sie sich das Gerätehaus des LZ Bochum-Stiepel als Objekt aussuchten. Die Einbrecher hebelten eine Tür auf und drangen ins das Gebäude ein. Hier entwendeten sie neben technischem Gerät auch zwei Fässer Bier (30 l, 50 l) sowie neun Dosen Bockwürstchen. (Pressemeldung Polizei Bochum)

    Da hört der Spaß auf: Bier und Bockwürstchen weg! ;-)

    Geschrieben von Stefan C. um 13:15 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Rettungsdrama um Politikerhund

    Der Dackel der Familie eines Bundespolitikers saß im Fuchsbau fest - die Feuerwehr rettete das verängstigte Tier. Zwölf Mannen der Feuerwehr mussten acht Kubikmeter Erde bewegen, um das kleine Tier letztlich mit einer Stulle herauslocken zu können.

    Gefunden bei Berlinonline

    Geschrieben von Stefan C. um 13:07 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Frauen in der Feuerwehr (9): Allein unter Männern

    Für eine Feuerwehfrau in Remscheid ist trotz der männlichen Dominaz die Feuerwehr mittlerweile zur zweiten Familie geworden. Bis auf eine Kleinigkeit: Die für die männlichen Kollegen optomierten Feuerwehreinsatzhosen wollen nicht so recht passen.

    Gerade zwölf Jahre alt war Julia ..., da brachte Bruder Daniel sein Schwesterchen mit zur Jugendfeuerwehr in die Haddenbach. "Schon am ersten Abend war für mich klar, dass ich dabei bleibe", erzählt [sie] ... . Unter 20 Jungen war Julia eines von insgesamt zwei Mädchen. "Wir mussten uns schon behaupten." [...]

    Ihre Feuertaufe erlebte sie kurz nach ihrem 18. Geburtstag: Zu löschen gab's eine Gartenlaube. Für die Feuerwehrfrau folgten weitere Lehrgänge. "Schnell und zielstrebig", habe sie gelernt, lobt Marc Nippes ihr Engagement. "Da brauchen andere länger." [...]

    Und hinauf auf die Leiter muss sie wie jeder Mann in ihrer Einheit. Denn außer eigenem WC und eigener Dusche werden Remscheids Feuerwehrfrauen keine Extrawünsche erfüllt. Daran lässt Guido Eul-Jordan, Amtsleiter der Feuerwehr, keinen Zweifel. "Feuerwehr ist Teamarbeit", sagt er. "Da spielt das Geschlecht keine Rolle." Und das eben auch nicht bei der Wahl der Einsatzkleidung. Julia Zelle lacht. Auch mit den bollerigen Männerhosen hat sie sich schließlich arrangiert.

    Gefunden im Remscheider General Anzeiger

    Geschrieben von Stefan C. um 11:10 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Rauchen kann tödlich sein [Update 11:52 Uhr]

    Rauchen kann ist tödlich sein, zumindest wenn man seine Zigarette vergißt und diese ein Feuer verursacht!

    kippe.JPG
    Foto: Eboiant: Rauchmelder Lebensretter

    So geschehen in den vergangenen Tagen in Wilhelmsburg und in Pulheim.

    Update
    Auch in Stuttgart ist vergangenes Wochenende ein Raucher ums Leben gekommen, weil er seine Fluppe vergessen hatte. (Danke Timo für den Hinweis)

    Geschrieben von Stefan C. um 10:54 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Rettung ohne Rauchmelder (5)

    In den vergangenen Tagen ereigneten sich in Österreich zwei Fälle, in denen Bewohner von Häusern in lezter Sekunde vor dem tödlichen Rauch flüchteten - ohne dass sich in den Gebäuden Rauchmelder befunden haben.

    Mit Übelkeit und starkem Kopfweh ist eine vierköpfige Familie in Wien-Margareten in der Nacht aufgewacht. Der Grund für die Erkrankung: Aus einem heruntergebrochenen Abgasrohr drang Kohlenmonoxid (CO) in die Wohnung ein.

    Glück hatte die vierköpfige Familie, dass sie rechtzeitig aufgewacht ist. In ihrer Wohnung wurde nach Messungen ein Wert von 250 ppm an Kohlenmonoxid in der Luft festgestellt. Die Übelkeit und die Kopfschmerzen waren die ersten Anzeichen für eine Vergiftung.
    Quelle: ORF

    In einem anderen Fall wollte ein Vater nach seinem Kind sehen, als dieser den tödlichen Rauch bemerkte.

    In letzter Minute ist am Montagabend ein dreijähriger Bub bei einem Wohnungsbrand in Linz vor dem Ersticken gerettet worden. Der Dreijährige rang schon um Luft, als der Vater den Brand entdeckte.

    Die Eltern des Kindes saßen mit Freunden im Garten, als es zu dem Zwischenfall kam. Der Vater wollte nach seinem Sohn, der im Schlafzimmer schlief sehen, als er Rauch in der Wohnung bemerkte. Das Feuer dürfte in der Küche ausgebrochen sein, der Bub im Schlafzimmer rang bereits nach Luft.
    Quelle: ORF

    Glück im Unglück gehabt, aber es gibt auch Fälle, da geht es nicht mit "Happy End" aus, wie hier und hier und hier und hier ....

    Geschrieben von Stefan C. um 10:30 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Den Nutzen einer WBK erkannt

    Den Nutzen einer Wärmebildkamera (WBK) erkannt haben die Feuerwehren aus Nierstein-Oppenheim, denn durch das Gerät konnte beim letzten Einsatz gezielt gelöscht und ein Wasserschaden vermieden werden.

    wbk.jpg

    Aber, die Gemeinde kann aus finanziellen Gründen keine WBK beschaffen.

    Die VG-Feuerwehr hat die Kamera nur zum Test ausgeliehen und besitzt noch keine eigene, obwohl VG-Wehrleiter Edwin Mader seit Jahren dafür kämpft: "Die 17000 Euro dafür waren sogar schon im Haushalt 2005 eingestellt", berichtet er. "Aber die Kommunalaufsicht des Kreises hat den Posten gestrichen - weil solche Kameras nicht zur gesetzlichen Grundausstattung gehören." Da die VG keine schwarzen Zahlen schreibe, kontrolliere der Kreis alle Ausgaben.

    Hoffnung hat der Wehrführer dennoch. Normalerweise dürfen nur "unabweißbare" Ausgaben genehmigt werden, dazu zählt die WBK nicht. Eine zweite Stellungnahme sieht jedoch mittelfristig die Beschaffung einer WBK vor.

    Warten will die Feuerwehr nicht und setzt auf einen anderen Weg:

    "Ein neues Modell soll ein bisschen günstiger werden als die veranschlagten 17000 Euro. Und dieses Geld wollen wir zu einem Drittel über die Fördervereine finanzieren, zu einem Drittel über Sponsoren und zu einem Drittel über einen Zuschuss von der Aufsichts- und Dienstdirektion (ADD), wo wir einen Antrag gestellt haben." Was das letztgenannte Drittel angeht, ist er optimistisch: "Die ADD bezuschusst nämlich eine Kamera pro Kreis, und wir sind wohl die ersten, die das Geld beantragt haben." Auch wenn der Erlös des SBK-Maibaum-Fests für das noch offene zweite Drittel gestiftet wird, sucht die Feuerwehr noch Sponsoren.

    Wie schon hier angedeutet, wird es sich mit WBKs ähnlich Verhalten, wie mit den umluftunabhängigen PAs vor 30 Jahren: Die Verbreitung wird sich schwer aufhalten lassen.

    Geschrieben von Stefan C. um 09:07 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Frauen in der Feuerwehr (8): Endlich Feuerwehrfrau

    Die Feuerwehr in Königsfeld (Schwarzwald-Baar-Kreis/Baden-Württemberg) hat ein weiteres aktives Mitglied. Es ist eine 19-jährige junge Frau, die nach Abschluss ihrer Ausbildung nun auch aktiv am Einsatzgeschehen teilnehemen darf: Sie ist nun Feuerwehrfrau.

    Die 19-jährige Betina Hettich ist die erste und bisher einzige Frau, die in die aktive Feuerwehr Königsfeld aufgenommen wurde. Seit ihrer Beförderung zur Feuerwehrfrau darf sie nun Brände von außen löschen, Schläuche legen und unterstützend helfen. Feuerwehr und Beruf bringt sie geschickt unter einen Hut und sie schätzt die Kameradschaft.
    Quelle: Südkurier

    Geschrieben von Stefan C. um 09:00 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Feuerwehrangehörige auf Einsatzfahrt verunglückt

    Auf einer Einsatzfahrt kam ein voll besetztes Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Queckenberg von der Fahrbahn ab und fuhr in einen Böschungsbereich. Dabei verstarb eine 23-Jährige Feuerwehrangehörige noch am Unfallort, fünf Wehrmänner zogen sich schwere Verletzungen zu.

    Mehr dazu in den Rheinsieg-News.

    Geschrieben von Irakli um 08:18 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    24.04.06

    Recht so!

    Nicht nur bei uns, auch in LA wird für richtiges Verhalten am Steuer bei Feuerwehr im Anmarsch geworben. Nur dort heisst es etwas pathetisch "Operation Right Move". Im Englischen natürlich ein Wortspiel, right move = nach rechts = richtig.

    Geschrieben von Irakli um 23:51 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Einsatzvideo FF Egelsbach

    Zum Downloaden: Einsatzvideo (15MB wmv) der FF Egelsbach, Zimmerbrand.

    (Danke, Sven!)

    Geschrieben von Irakli um 22:56 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    Brennender PKW macht sich selbstständig

    Der Fahrer eines Opels in Wenzenbach bemerkte nach Abstellen seines Gefährts Rauch aus dem Motorraum, infolge eines Vergaserbrandes. Um sein Anwesen zu schütze parkte der Fahrzeughalter den PKW aus der Einfahrt seines Hauses in einen Feldweg um.

    Das Umparken löste einen weiteren technischen Defekt aus. Der Motor startete von selbst und der unbesetzte Opel setzte sich in Bewegung. Das brennende Fahrzeug "parkte" schließlich wieder in der Grundstückszufahrt des Eigentümers. Das Feuer griff nun auf die Grundstückseinfriedung über, verursachte offenbar nur geringen Sachschaden. Die Feuerwehr hatte die Lage schnell unter Kontrolle.

    Geschrieben von Stefan C. um 16:11 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Brand in Biomasseheizkraftwerk

    Im Biomasseheizkraftwerk Buchen hat ein Feuer am Sonntagabend erheblichen Sachschaden angerichtet.

    buchen01.jpg
    Foto: Feuerwehr Buchen

    Vermutlich löste ein technischer Defekt an einem der Förderbänder das Feuer aus. In den letzten fünf Monaten war dies bereits das zweite Feuer in dem Betrieb.

    buchen02.jpg
    Foto: Feuerwehr Buchen

    Die Feuerwehr war mit rund 70 Feuerwehrleuten im Einsatz.

    Geschrieben von Stefan C. um 14:52 | Permanenter Link | Kommentare (4) | TrackBack

    Glück gehabt bei brennendem Reisebus

    Gerade noch einmal gut gegangen ist der Brand eines mit einer Schulklasse vollbesetzten Reisebusses auf der B6 zwischen Bad Harzburg und Vienenburg. Der Bus geriet aus bisher ungeklärter Ursache in Brand.

    busbrand01.jpg
    Foto: Feuerwehr Bad Harzburg/Thomas Breuer

    Der Busfahrer wurde durch vorbeifahrende, achtsame Verkehrsteilnehmer auf die aus dem Motorraum schlagenden Flammen aufmerksam gemacht. Der Fahrzeugführer stoppte den Bus und die 45 Schulkinder, drei Lehrer und der Busfahrer brachten sich in Sicherheit.

    busbrand02.jpg
    Foto: Feuerwehr Bad Harzburg/Thomas Breuer

    Die Feuerwehren aus Bad Harzburg, Vienenburg, Bündheim und Harlingerode löschten das Feuer. Um des Feuers Herr zu werden, mussten 40.000l Wasser und 360l Schaummittel eingesetzt werden. Die eingesetzten Tanklöschfahrzeuge versorgten die Einsatzstelle im Pendelverkehr mit Löschwasser. Dennoch brannte der Bus vollständig aus.

    busbrand03.jpg
    Foto: Feuerwehr Bad Harzburg/Thomas Breuer

    Eine 11-Jährige war zur Beobachtung für kurze Zeit in einem Krankenhaus, die anderen Insassen kamen mit einem Schrecken davon. Der Schaden wird auf etwa 300.000 Euro geschätzt. Der ausgebrannte Bus wurde von der Polizei beschlagnahmt. Untersuchungen zur Brandursache schließen sich an.

    busbrand04.jpg
    Foto: Feuerwehr Bad Harzburg/Thomas Breuer

    Eingesetzt wurden folgende Kräfte:
    Feuerwehr Bad Harzburg: ELW1, TLF 16/25, DLK 23/12, LF16, TLF 4000/200, RW2, LF8S, MTW
    Feuerwehr Vienenburg: ELW1, TLF 24/50, LF 16-TS, LF 16/12
    Feuerwehr Bündheim: MTW, MZF und TLF 16/24Tr
    Feuerwehr Harlingerode: ELW 1, TLF 16/25
    sowie Kreisbrandmeister, stellv. Stadtbrandmeister, Polizei und Rettungsdienst, Leitender Notarzt und Unfallnachsorgedienst des DRK mit: 3 KTW und das DRK Upen für Verpflegung der Businsassen.

    Hier gehts zur Pressemeldung der Polizeiinspektion Gosslar, dem Einsatzbericht der Feuerwehr Bad Harzburg, dem Einsatzbericht der Feuerwehr Vienenburg.

    Geschrieben von Stefan C. um 11:22 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Alarmcode: Brennt Kühlschrank

    Mittels der WBK konnte die Feuerwehr Staufen den Brandherd genau lokalisieren - er befand sich im Kühlschrank!

    staufen.jpg
    Foto: Feuerwehr Staufen

    Die Feuerwehr Staufen rückte mit 3 Fahrzeugen und 18 Mann zur Einsatzstelle aus. Beim Eintreffen drang dunkler Rauch aus dem Küchenfenster, weiterhin wurde eine Person vermisst. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz begab sich auf die Personensuche und konnte 2 Personen auf der Veranda des Hauses entdecken, welche sich dort in Sicherheit gebracht hatten. Nachdem sie aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich gebracht worden waren und dem Rettungsdienst übergeben startete der Angriffstrupp einen Löschangriff mittels einem C-Rohr. Durch die Zuhilfenahme der Wärmebildkamera konnte der Brandherd im Kühlschrank endeckt werden und gelöscht werden. (Feuerwehr Staufen)

    Geschrieben von Stefan C. um 09:40 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Tschernobyl: Ohne Worte

    tschernobyl_maske.jpg
    Quelle Foto: Netzeitung

    Geschrieben von Stefan C. um 09:35 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Der klügere gibt nach: PKW vs. Hauswand

    Das Sprichwort der Klügere gibt nach, solange, bis er der Dumme ist, trifft wohl auf eine Hauswand in der Ortschaft Reute (Stadt Bad Waldsee, Lkr. Ravensburg/BaWü) zu. Dort ereignete sich am vergangenen Wochenende ein Verkehrsunfall.

    Ein Pkw war in die Frontseite eines der ältesten Häuser des Ortes gerast und hatte die Hauswand durchbohrt. Der in einem unmittelbar angrenzenden Raum schlafende ältere Hausbesitzer wurde nach Angaben der Feuerwehr samt Schlafstelle um rund 1,5 Meter verschoben. Der Mann hatte großes Glück. Er blieb unverletzt.

    Die PKW-Insassen wurden dabei schwer verletzt und mussten von der Feuerwehr aus dem Autowrack gerettet werden.

    Das gesamte Ausmaß des Schadens wurde erst ersichtlich, als der verunfallte PKW aus dem Gebäude herausgezogen worden war. Durch den starken Aufprall wurden tragenden Teile des Gebäudes massiv beschädigt. Um einen Einsturz zu vermeiden wurde das Objekt innen und außen durch Stützen gesichert. Es dürfen sich nun keine Personen mehr in dem Haus aufhalten.

    (Ursprünglich stammt das Sprichwort von der österreichischen Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach und lautete vollständig: "Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.")

    Geschrieben von Stefan C. um 09:03 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    23.04.06

    Pech gehabt!

    Von den zwei feuerwehrbezogenen Vorsätzen ist der erste schon mal schiefgelaufen. Ich hatte irgendwie in Erinnerung, dass die Feuerwehr in Hundested rund um die Uhr besetzt ist, wurde aber eines Besseren belehrt.

    0604 Hundested

    Verschlossene Tore, keine Seele da, die mein Mitbringsel in Empfang nehmen konnte. Schade! Immerhin kam dabei eine wunderbare 20km-Radtour an der Küste entlang heraus. Und einen Hydranten habe ich auch gefunden, in dieser Gegend eine Rarität.

    Übrigens gibt's von heute Morgen ein kleines Video von der Feuerwache am Münchner Flughafen.

    Geschrieben von Irakli um 19:59 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    SoSi im Straßenverkehr, was tun?

    Wir als Feuerwehrler wissen, wie wir uns im Straßenverkehr zu verhalten haben, wenn wir im Rückspiegel des privaten PKWs ein Blaulicht erblicken oder das Martinhorn vernehmen.

    blaulichtnacht500.jpg

    Andere Verkehsteilnehmer wissen das nicht und/oder verfallen beim Anblick eines Blaulichts in Panik und reagieren unvorhersehbar. Das Badische Tagblatt aus meinem Wohn- und Arbeitsort, berichtet dieses Wochenende über das Verhalten der Autofahrer im Michaelstunnels (Teilstück der B 500), wenn die Feuerwehr dort hindurchbraust. Für die Feuerwehrleute ist die 2544 m lange Fahrt mitunter schweißtreibender, als der Einsatz selbst.

    Der größte Unsicherheitsfaktor sind für ihn die unkalkulierbaren Reaktionen der Verkehrsteilnehmer. Erst neulich, so erzählt er, habe ein Autofahrer seinen Pkw unmittelbar vor einem Feuerwehrfahrzeug angehalten, und auch auf der Gegenfahrbahn sei gestoppt worden. Mit anderen Worten: Nichts ging mehr - und dies in einer Situation, in der es für die Wehr auf jede Sekunde ankommt.

    oder

    Bei einer weiteren unheimlichen Begegnung im Tunnel lenkte ein völlig entnervter Pkw-Fahrer, der dem Feuerwehr-Tross ausweichen wollte, aber keinen Platz in den Haltebuchten auf der rechten Seite fand, sein Gefährt quer über die Gegenfahrbahn zu einer Haltebucht auf der linken Seite. In solchen Situationen können die Feuerwehrleute nur noch die Augen schließen und hoffen, dass alles unfallfrei abgeht.

    Die Ursache scheint ausgemacht:

    "Die Leute sind einfach völlig aufgelöst und wissen nicht, was sie tun sollen, wenn wir kommen", stellt Friedrich Tannenberg fest. Die gängigsten Fehl-Reaktionen der Autofahrer im Michaelstunnel, wenn sie im Rückspiegel die Feuerwehr erblicken oder das Martinshorn hören, seien sehr langsames Fahren oder das Anhalten. "Durch solches falsches Verhalten von Verkehrsteilnehmern entstehen im Michaelstunnel immer wieder gefährliche Situationen", so Tannenberg, der bei eigenen Alarmfahrten im Tunnel meist nur das Blaulicht einschaltet und auf das Martinshorn verzichtet, um Autofahrer nicht zu sehr in Panik zu versetzen. "Hauptsache, die Leute halten nicht an oder machen irgend etwas Chaotisches", meint er.

    Der ADAC hat vor einiger Zeit eine nützliche Broschüre erstellt, in den Autofahrern das Verhalten im Straßenverkehr mit BOS-Fahrzeugen erklärt wird (Link zum Flyer).

    So gelten bspw. folgende Regelungen:

  • Auf einspurigen Fahrbahnen fahren alle Fahrzeuge nach rechts an den jeweiligen Fahrbahnrand.
  • Fährt ein Einsatzfahrzeug auf gleicher Höhe, Geschwindigkeit verringern und Einsatzfahrzeug ggf. einscheren lassen.
  • Auf Fahrbahnen mit zwei oder mehr Fahrstreifen je Richtung fahren die linken Fahrzeuge nach links und alle weiteren Fahrzeuge nach rechts.
  • Vor einer roten Ampel nach rechts ausweichen, ggf. auch über die Haltelinie fahren, wenn es der Verkehr zulässt. Schon ein Meter kann nachfolgenden Fahrzeugen das Rangieren ermöglichen und dem Einsatzfahrzeug so freie Fahrt bieten.
  • Bei entgegenkommenden Einsatzfahrzeugen nach rechts ausweichen, Tempo verringern und ggf. anhalten.
  • Auch Fußgänger und Radfahrer müssen Einsatzfahrzeuge passieren lassen und dabei auf eigene Vorrechte verzichten.

    Geschrieben von Stefan C. um 11:01 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    22.04.06

    Blogging Lite

    Ich bin ab morgen früh bis Dienstag Abend beruflich in Kopenhagen. Ein wenig Feuerwehr ist auch dabei, so hoffe ich sehr auf ein bestimmtes Interview und einen bestimmten Besuch. Mehr wird nicht verraten, falls das nicht klappt :) Ansonsten gibt's mit Sicherheit Moblog-Futter, und ein Reisetagebuch wird im Privat-Blog, rakeman, auch geführt. Die Tasche ist schon gepackt, es kann also losgehen! Bis Mittwoch Blogging lite also.

    Auf gar keinen Fall aber den Bewerbungsschluss für das FeuReX-Projekt vergessen: Bewerbungen werden bis zum 29.4. angenommen.

    Geschrieben von Irakli um 23:31 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Teilnehmen: die Bandbreite

    Inzwischen ist das Feuerwehr Weblog eine Plattform, in der ein beträchtlicher Teil der Inhalte von den Lesern generiert wird. Dann kann man auch schon nicht mehr von Leser reden, sondern von...Kontributoren? Mitmachern? Wie auch immer, ich finde das ziemlich Klasse, und es kann eigentlich nur noch besser werden :) Hier also eine kleine Übersicht von den Teilnahmemöglichkeiten und ein kleiner Aufruf, nach Lust und Laune mitzumachen.

    Wie und wo kann man also mitgestalten?

    Alle Artikel im Weblog und den anderen "Channels" haben eine Kommentarfunktion. Mitunter kann sich dort auch eine rege Diskussion entwickeln, wie z.B. hier. Viele Artikel, Inhalte und Links bekommen wir per E-Mail rein (irakli (at) feuerwehr-weblog.de, stefanc (at) feuerwehr-weblog.de). Wenn ihr also interessante, relevante, lustige usw. Sachen für uns habt, dann her damit!

    Vor Kurzem erst angelaufen und ziemlich lebendig ist das Moblog. Hier kann man Bilder des ältesten motorisierten Feuerwehrautos oder vom Einsatz vom Handy aus per E-Mail oder MMS Fotos direkt im Moblog publizieren, zudem erscheint das Bild auch in der Bilderleiste oben im Weblog. Einerseits eine gute Möglichkeit, für die eigene Wehr ein wenig Werbung zu machen, hauptsächlich ein interessantes Fenster in die Feuerwehrwelt. Mitmachen ist extrem einfach! Wenn Du also ein Kamerahandy besitzt und mitmachen möchtes, Mail genügt (irakli (at) feuerwehr-weblog.de) und ich schicke eine Kurzanleitung zu.

    Ganz neu: der Podcast-Channel. Hast Du ein Video, kannst Du es problemlos bei YouTube oder Google Video hochladen. So hat's Alex mit seiner Einsatzfahrt in Troisdorf auch gemacht. Dann uns den Link zum Video einschicken, wir setzen ihn dann einfach ein.

    Es gibt auch ein Forum für Öffentlichkeitsarbeit und Recht. Wenn Du also Fragen zu HTML, Bildgestaltung, Umgang mit dem Medien usw, hast, dann einfach registrieren und mit diskutieren. Dort werden Sie Kompetent geholfen, und Ihre Meinung ist auch wichtig!

    Ab und an taucht im Weblog auch eine Umfrage auf. Umfragen werden im Feuerwehrbereich viel zu wenig durchgeführt, dabei ist damit vielen Leuten geholfen, wenn sie einen Einblick in Feuerwehrwelt bekommen. Die Ergebnisse werden natürlich veröffentlicht. Bislang hatten wir Umfragen zu Qualitäts- und Innovationsimage von Aufbau- und Fahrgestellherstellern laufen, aktuell geht es um Heissausbildung. Ein spannendes Thema, und je mehr Leute eine Minute für die Umfrage opfern können, desto besser! Nichts wie hin!

    Weil die Weblog-Plattform so sehr auf Interaktion und Mitgestaltung basiert, ist sie ideal für "Erlebnisprojekte". Hier ist es möglich, Produkte und Dienstleistungen zu erleben, und diese Erlebnisse mit anderen zu teilen und zu diskutieren. Anbieter können so weit intelligenteres Marketing betreiben, als es sonst mit Plakaten und klassischer Werbung überhaupt möglich ist. Und für die Weblog-Leser gibt es so ein wesentlich umfassenderes und interaktives Rahmenprogramm auf Basis eines Blogs, in das man sogar mit dem Anbieter direkt kommunizieren kann.

    Das erste und aktuelle Erlebnisprojekt ist die Heissausbildung im feststoffbefeuerten Container bei FeuReX / Ingolstadt. Hier kann man sich um einen Seminarplatz am 10.5. bewerben. Bewerbungsschluss ist am 29.4.

    Letztes Jahr hatten wir ein Foto-Webinar laufen. Der betreffende Channel wird in Workshop umbenannt, denn bald schon kommen auch mit den Erkenntnissen aus dem Webinar verbesserte Gemeinschaftsprojekte. Ein Fotoprojekt startet in Kürze, ich kläre nur noch die Goodies ab, die die Teilnehmer bekommen.

    Wie abschließen? Möglichkeiten sind viele gegeben; man kann so viel einbringen, wie man möchte. Gerade weil so viele Inhalte von so unterschiedlichen Ecken kommen, entsteht eine Vielfalt an interessanten Themen. Mal sehen was die Zukunft bringt, aber sie ist vielversprechend! Und an dieser Stelle auch ein dickes Dankeschön an diejenigen, die schon beigetragen haben.

    Ach ja: Kommentare werden gerne entgegengenommen.

    Geschrieben von Irakli um 22:54 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    21.04.06

    Bundespolizei als Feuerwehr

    Nicht nur die Feuerwehr wird für die Brandbekämpfung ausgebildet, sondern auch die Bundespolizei.

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    Bild: HL-Live

    Wenn die geschichtskundigen unter euch sich schon an die "Feuerlöschpolizei" erinnert fühlen und verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, seid beruhigt, der Feuerwehr will zumindest in diesem Fall niemand die Arbeit wegnehmen.

    Auf die Frage, warum Polizisten eine Brandschutzausbildung brauchen, verweist Pressesprecher Peter Matera auf Erfahrungen aus der Vergangenheit. "Bei der Besetzung der Häuser in der Hamburger Hafenstraße wurden zum Beispiel Matratzen entzündet. Das ganze Haus war verräuchert. Die Feuerwehr geht in solchen Fällen nicht rein." Aber auch bei Geiselnahmen könne die Feuerwehr nicht eingesetzt werden.

    Hintergrund dieser Meldung ist die Erweiterung einer "Industrie-Atemschutzübungsstrecke" der Akademie der Bundespolizei.

    asflaschen2.jpg
    Bild: HL-Live

    Die Anlage ist jedoch nicht nur der Bundespolizei vorbehalten:

    Die gesamte Übungsstrecke kostet rund 700.000 Euro. "Dräger hat uns eine Anlage auf höchstem Standard geliefert", so Matera. Davon können auch die umliegenden Feuerwehren und Katatstrophenschützer profitieren. "Sie sind herzlich eingeladen die Anlage mit zu benutzen."

    Eine Bilderstrecke der Anlieferung des Erweiterungscontainers gibt es hier.

    [HL Live]

    Geschrieben von Stefan C. um 13:33 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Katastrophenschutz-Blog

    Hinter dem Namen Landeskomponente verbirgt sich ein Katastrophenschutz-Blog. Als Begründung für einen solchen Blog führt der Betreiber an:

    Lange habe ich das Internet durchwühlt und nach einem Blog gesucht, der dieses Thema behandelt...scheinbar habe ich eine "Marktlücke" gefunden, die ich jetzt ausfüllen möchte: In Zukunft möchte ich hier aktuelle Neuigkeiten zum Thema auf Bundes- und Landesebene, aber auch aus meiner Region vorstellen.

    Geschrieben von Stefan C. um 13:32 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Feuerwehr für Kinder erklärt

    Bitte nur klicken, wenn a) keine Ahnung von Feuerwehr oder b) >16 Jahre.

    Geschrieben von Stefan C. um 13:01 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    Mitmachen und Punkten

    Noch ein kleines Schmankerl: mitmachen im FeuReX-Blog erwünscht! Zum Beispiel habe ich heute einen Artikel über die Stufenausbildung im Atemschutz eingestellt und würde gerne wissen, was ihr davon haltet.

    FeuReX bietet neben den Seminaren auch dreistündige "Schnupperkurse" an - übrigens auch prima als Geschenk geeignet. Der Schnupperkurs ist eine Miniversion eines Seminartages: man kommt auch in den Container, ein Satz heisse Ohren ist garantiert.

    Für Weblog-Leser gibt's auch einige Gutscheine zu gewinnen. Dafür müsst ihr aktiv teilnehmen, vorrangig über die Kommentarfunktion. Es gibt Gutschein(e) für das beste Kommentar, für besonders aktive Teilnehmer und auch "nur" für die Teilnahme. Das Ganze als Verlosung am Ende des Projekts, die Gutscheine können im November eingelöst werden. Dann mal los :)

    Geschrieben von Irakli um 10:38 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    USA: Luftaufnahmen vom Einsatzort

    Faszinierend: Im Einsatzbericht im LAFD-Blog gibt es einen Link zur Luftaufnahme des Einsatzorts. Dort kann man dann seine Notizen hinterlegen. Wie genial ist das?

    Geschrieben von Irakli um 09:33 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Wer darf vor Unwetter warnen?

    Eine für Feuerwehren nicht ganz uninteressante Frage ist, wer vor Unwettern warnen darf. Laut Gesetz ist dafür der DWD zuständig. Aber auch private Firmen warnen vor Unwettern. Zwischen dem DWD und Meteomedia ist deswegen ein heftiger Streit entbrannt, denn der DWD will die privaten Meteorologen zwingen die Unwetterwarnung des staatlichen Wetterdienstes, des DWDs, zu verbreiten. Meteomedia wehrt sich dagegen und fordert einen Wettbewerb der Unwetterwarnungen (!). Mehr dazu in der Netzeitung]

    Ich bezweifle sehr stark, dass außer den BOS die Unwetterwarnungen ernst oder überhaupt wahrgenommen werden. In der Flut an Informationen die täglich über uns hereinbrechen, geht die Unwetterwarnung unter. Selbst Warnsysteme (dazu wird das Feuerwehr Weblog in nächster Zeit etwas veröffentlichen) werden nur bedingt wahrgenommen.

    Geschrieben von Stefan C. um 09:32 | Permanenter Link | Kommentare (7) | TrackBack

    Umgestürtzter Hubretter

    "Articulating Tower" ist vermutlich eine Gelenkmastbühne? Jedenfalls ist eine davon im US-Staat Maryland auf einer Einsatzfahrt umgestürzt. Neuwert: $800.000, die 4 Insassen kamen mit leichten Blessuren davon. $800.000! Wow.

    Geschrieben von Irakli um 09:26 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Feedback erwünscht!

    Im Podcast-Channel habe ich Stefan's Handyaufnahmen von der Frühdefibrillation in unterschiedlichen Formaten abgelegt, darunter auch als Flash-Movie bei YouTube. Es würde mich interessieren, ob das problemlos runtergeladen wird, oder ob man ewig warten muss. Würde mich freuen, wenn ihr dort kurz vorbeischaut und hier Feedback geben könnt, sowohl positiven als auch negativen. Interessant wäre auch die Uhrzeit (US-Server) und Browser / Betriebssystem.

    YouTube scheint nicht schlecht, als das die Videos sofort verfügbar sind und es keine Formatschwierigkeiten (bis auf Flash...) gibt. Bildqualität entspricht der Ursprungskamera, einem Handy sollte man nicht zuviel zumuten.

    Also danke schon mal für das Feedback!

    Geschrieben von Irakli um 09:10 | Permanenter Link | Kommentare (6) | TrackBack

    20.04.06

    Verunfallte US-Feuerwehrfahrzeuge

    Eine Auswahl von Fotos verunfallter US-Feuerwehrfahrzeuge ist hier zu finden. Leider sind keine Beschreibungen dabei - insbesondere wüsste ich gerne den Ausgang für die Besatzung - aber so wird man recht eindrucksvoll an die Notwendigkeit der Eigensicherung auf Alarmfahrten erinnert.

    Geschrieben von Irakli um 19:23 | Permanenter Link | Kommentare (4) | TrackBack

    Fernsehwiedergabe der WM bei Feuerwehren

    Während der Fußball WM werden die Feuerwehren im Dauerinsatz bzw. in Dauerbereitschaft sein. Einige Feuerwehren werden im Zuge der Förderung der Kameradschaft gemeinsame Fußballabend im Gerätehaus abhalten. Aber war da nicht was? Genau, denn die Fernsehwiedergabe der Fußballweltmeisterschaft ist bei der GEMA lizenzpflichtig! Das teilt die GEMA auf Anfrage des LFV Baden-Württemberg mit. Aber:

    Für die Feuerwehren in Baden-Württemberg ist diese Wiedergabe vergütungsfrei, sofern nur die Angehörigen der Feuerwehr und die zu ihrem Hausstand gehörenden Personen Zutritt haben und die Übertragung innerhalb der Feuerwehrhäuser stattfindet. Finden die Übertragungen im Rahmen anderer Veranstaltungen statt, zu denen auch Feuerwehrfremde Zutritt haben, müssen diese gesondert vergütet werden.

    [Zum Dokument]

    Geschrieben von Stefan C. um 15:55 | Permanenter Link | Kommentare (8) | TrackBack

    Wolle mer...

    ...sie nicht reinlasse? Es brennt und die Person in der Wohnung will nicht aufmachen (nicht : kann). So steht es bei hr online:

    Trotz eines Feuers in seiner Zweizimmerwohnung wollte ein 18 Jahre alter Mieter am Donnerstag weder einen Helfer noch die Feuerwehr in die Wohnung lassen. Die Einsatzkräfte mussten die Tür eintreten, um den Brand zu löschen. Der junge Mann erlitt eine Rauchgasvergiftung und leichte Verletzungen. Nach ersten Ermittlungen brach das Feuer unter einem Haufen Unrat aus. Es entstand geringer Sachschaden.

    Ist uns auch schon mal passiert, dem Mieter waren die Schnitzel angebrannt. War ihm wohl zu peinlich, der Feuerwehr aufzumachen. Wir sind dann hinten rum über den Balkon rein.

    (Danke, Christian!)

    Geschrieben von Irakli um 15:39 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Gesucht: FW-Mitteilungen über Vogelgrippe

    Weiss jemand, ob irgend eine Feuerwehr über ihre Website Informationen, Verhaltensregeln und Updates rund um die Vogelgrippe, insbesondere lokale Infos, anbietet? Würde mich mal interessieren.

    Geschrieben von Irakli um 14:11 | Permanenter Link | Kommentare (7) | TrackBack

    Ladophobie

    Ich leide unter "Ladophobie", einer ständigen Angst vor überhitzten Ladegeräten. Deshalb lasse ich Geräte wie Handy und Laptop nur dann eingesteckt, wenn ich in der Nähe bin. Diese Nähe kann aber auch fatales Potenzial beherbergen, wie in diesem Fall: ein Sony Ericsson CST-20 explodierte ca. 45 Sekunden nach dem Einstecken und traf den dreijährigen Kieran in die Brust. Glücklicherweise ein glimpflicher Ausgang, aber beruhigend ist es nicht.

    Geschrieben von Irakli um 13:39 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    NY: Rettung nach 11 Stunden in Seilbahn

    In der Nacht auf Mittwoch sind 69 Menschen in zwei Gondeln der "Roosevelt Island Tramway" zwischen Manhattan und Roosevelt Island steckenen geblieben, wie CNN berichtet. Um die Aussicht zu genießen, hatten die Passagiere mehr als genug Zeit, denn die letzten wurden erst nach 11 Stunden aus den Gondeln gerettet.

    Das Unglück nahm um 17.22 Ortszeit (23.22 MESZ) seinen Lauf. Die eine Gondel hing mit 47 Menschen an Bord 80 Meter über dem East River, die andere in der Gegenrichtung mit 22 Fahrgästen 55 Meter über New Yorks Straßenpflaster.

    Der erste Rettungsversuch begann allerdings erst sechs Stunden nach dem Stillstand der Gondeln. Nach und nach wurden die Fahrgästen durch ein Seitefenster der Kabine in einen großen Metallkorb geladen - der letzte betrat erst gegen fünf Uhr Ortszeit wieder sicheren Boden.

    Geschrieben von Stefan C. um 13:29 | Permanenter Link | Kommentare (6) | TrackBack

    Funklehrgang, Teil eins

    Meine beiden ältesten Kinder (6,4) haben einen Tag auseinander Geburtstag, somit passt ein Walkie-Talkie-Set (Handsprechfunkgerät) als Gemeinschaftsgeschenk der Großeltern prima. Übrigens das einzige batteriebetriebene Geschenk, aber das ist eine andere Geschichte. Man möge mich einen Freak (Buff finde ich schöner) nennen, aber es bot sich geradezu an, die Inbetriebnahme aus Feuerwehrsicht zu betrachten.

    0604 Funk

    Wenn man sich das Ganze genau überlegt, ist Funken für Kinder nicht gerade einfach: es kann jeweils nur einer reden, man muss die Taste auch drücken, um reden zu können und die Gespräche müssen mit Over (klingt cooler als kommen) enden. Und weil die Geräte keine teuren BOS-Dinger sind sondern Billigware aus China, ist die Tonqualität entsprechend, äh, rauschig. Alles beste Voraussetzungen, um auf die harte Tour etwas an der Selbstdisziplin zu arbeiten. Und siehe da, nach fünf Minuten - mit der Sprechtaste war's nicht ganz so einfach - hat es auch wunderbar geklappt. Die beiden waren besser und mit mehr Selbstbewusstsein unterwegs als so mancher Feuerwehrler.

    Unterm Strich überlegenswert, ob ich sowas nicht mal für die Feuerwehr beschaffe. Vom Prinzip her genau das Gleiche wie das "erwachsene" 2m-Band, allerdings ohne sich durch Überreichweiten bei der nächsten Berufsfeuerwehrwache zu blamieren :)

    Geschrieben von Irakli um 13:22 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    Neuer Superman: Jogging-Man rettet 4-köpfige Familie

    Superman, Batman und Co. bekommen Konkurrenz: In Straßburg wurde ein neuer Superheld gesichtet, der Jogging-Man. Der selbstlose Jogger rettete eine vierköpfige Familie in Straßburg vor dem Ertrinken und ist nach vollbrachter Rettung weitergelaufen.

    Wie die Polizei erklärte, nahm das Drama seinen Lauf, als einer der Söhne bei einem Fahrradausflug am Dienstag in den Rhein-Marne-Kanal nördlich von Straßburg fiel und unterging. Die zwei älteren Brüder des neunjährigen Nichtschwimmers und ihr Vater, die kaum besser schwimmen konnten, sprangen hinterher, ohne den Kleinen jedoch an die Oberfläche bringen zu können.

    Ein vorbeilaufender Jogger zögerte keinen Augenblick, sprang ins kalte Wasser und holte die Drei ans sichere Ufer. Anschließend tauchte der Mann nochmals in den vier Meter tiefen Kanal und holte den bewusstlosen Jungen an die Oberfläche. Nach Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzmassage durch den Jogger erholte sich der Kleine von seinem Unglück. Er kam mit dem Schrecken, aber ohne gesundheitlichen Schaden davon. Die Polizei sucht nach dieser mutigen Tat nun den Retter, bisher allerdings vergeblich.

    [SWR.de]

    Geschrieben von Stefan C. um 13:00 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Spendenaktion für "Feuerwehrauto" erfunden

    Wer kennt das nicht, es klingelt und vor der Türe steht eine Person, die vorgibt für einen guten Zweck zu sammeln. Dass derartige Sammelaktionen nicht immer einem guten Zweck dienen, erfuhr auch ein ehemaliger Feuerwehrmann in Aachen, der gebeten wurde für ein Feuerwehrauto zu spenden.

    Vier Jugendliche baten am Mittwochnachmittag auf der Hauptstraße an den Wohnungstüren um Geld für ein neues Feuerwehrauto. Gegen 16:00 Uhr klingelten sie jedoch bei einem ehemaligen Feuerwehrmann, der zunächst spendete, weil einer der Jugendlichen eine Feuerwehrjacke trug, dann aber misstrauisch wurde und bei der Würselener Feuerwehr nachfragte. Zusammen mit diesem Würselener Feuerwehrmann suchte der Geschädigte die Jugendlichen. In der Hauptstraße konnten drei Tatverdächtige noch zur Rede gestellt werden. Sie gaben zu, dass sie die Spendenaktion nur erfunden hätten. Das gespendete Geld haben sie aber schon ausgegeben, deshalb könne man es nicht passend zurückgeben. Als der Geschädigte die Polizei informierte wurde ihm mehr als das gespendete Geld angeboten, wenn er die Polizei nur wieder abbestelle. Die jetzt erst recht hinzugerufenen Polizeibeamten stellten die Identität der drei aus Alsdorf kommenden Jugendlichen fest und beschlagnahmten die Feuerwehrjacke. Der 15-jährige Junge, sowie zwei Mädchen im Alter von 15 und 13 Jahren wollten von einem vierten Mittäter nichts wissen und äußerten sich auch nicht zum Tatvorwurf. Die Jacke haben sie von einem Bekannten geliehen, den sie aber ebenfalls nicht benennen wollen.
    [Polizei Aachen]

    Geschrieben von Stefan C. um 12:28 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Rettung unter erschwerten Bedingungen

    DPA berichtet heute über eine besondere Form von Schwierigkeiten bei Bergungseinsätzen Rettungseinsätzen. Insbesondere in Großstädten stehen die Feuerwehren immer häufiger vor dem Problem sehr beleibte Personen aus Häusern und Wohnungen bergen retten zu müssen.

    Doch immer wieder stehen die Helfer vor besonderen Herausforderungen. Wie bekommt man einen 300 Kilogramm schweren Mann aus seiner Wohnung, auf eine Trage oder in den Rettungswagen? «Vor wenigen Jahren hatten wir so einen Fall einmal im Jahr», erzählt Peter Braun, Feuerwehrsprecher in Hamburg. «Mittlerweile rücken wir im Schnitt einmal im Monat zu solchen Einsätzen aus.» Und meist wissen die Sanitäter nicht, welche buchstäblich schwere Aufgabe sie zu bewältigen haben.

    Bei der Durchsicht von Einsatzberichten auf verschiedenen Feuerwehr-Webseiten sticht mir diese Form von Einsatz immer häufiger ins Auge. Bspw. auf der Webseite der FF Waldshut-Tiengen, Abt. Tiengen:

    Die ILS Waldshut verständigte das Kommando der Abt. Tiengen, dass in St. Blasien der GW-L benötigt wird. Eine schwergewichtige Person ca. 230 kg musste von der Feldbergklinik in die Klinik St. Blasien verlegt werden, [...].

    Solange der Transport geklärt ist, bspw. GW-L, gibt es kein "Problem", sieht man von der ethischen Seite ab. Die BF Bremen hat zu diesem Zweck sogar einen speziellen Transportwagen, den GK-Rett beschafft. Problematisch wird es bei der Frage, wie die Person auf das Transportmittel befördert wird:

    Schnell werden so aus den Minuten, die eine Rettungsaktion dauern sollte, Stunden. «Wir brauchen meist fünf Mal so lang», erklärt Braun. «Das Problem ist ja nicht nur das extreme Gewicht, sondern vor allem das große Volumen.» Die Tragen sind meist nur für 160 Kilogramm zugelassen, die Treppenhäuser sind zu schmal, die Rettungswagen zu klein. Bei solchen Einsätzen bleibt nur der Einsatz von schwerem Gerät. (DPA)

    Was an Gerät notwendig ist, sprengt die Vorstellungskraft:

    Im Fall der Fälle rücken in der Hansestadt ein schwerer Kran mit Stahlwanne, ein Großraumrettungswagen und Einsatzwagen mit einem Krankenhausbett aus. «Wir fahren die Konstruktion vor ein Fenster, und dann wird der Patient über die Fensterbank auf das Bett gehievt». Doch wenn der Kran nicht vor dem Haus parken kann, oder die Fenster zu klein sind, hilft nur noch Gewalt: «Auf einer Rettungsplane müssen wir den Patienten dann durch die Tür ziehen», sagt Braun. Für den Patienten eine äußerst schmerzhafte Erfahrung, für die Helfer Schwerstarbeit. (DPA)

    Die Schwierikeiten hören hier jedoch noch nicht auf, das größte Hindernis, neben ethischen Bedenken, tritt in Form der Verwaltung auf:

    Doch nicht nur die technischen Schwierigkeiten machen den Feuerwehrleuten Sorgen. «Das ist ein großes ethisches Problem», erzählt Silvia Darmstädter vom Deutschen Feuerwehrverband in Berlin. Auch hier beobachtet man mit Sorge die wachsende Zahl der Spezial-Einsätze. «Wir haben keine genaue Statistik, doch es scheint vor allem ein Problem in den großen Städten zu sein», sagt Darmstädter.[...]
    Auch der Kostenaufwand ist enorm. Denn der Mehraufwand wird von den Krankenkassen nicht gezahlt. Und die Einsätze sind teuer, der Personalaufwand viel größer als im Normalfall. Beim Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) führt man allerdings keine Statistik über die steigenden Belastungen. Alle Einsätze werden pauschal abgerechnet. Die Rettungsdienstträger vor Ort schließen Verträge mit den Kassen, sagt ein Sprecher. Auf den Mehrkosten für Großeinsätze bleiben die Feuerwehren meist sitzen. (DPA)

    Welche Erfahrungen habt ihr mit deratigen Einsätzen gehabt und wie habt ihr auftretende Probleme gelöst? Habt ihr spezielle Fahrzeuge oder Vorrichtungen für Fahrzeuge entwickelt?

    Geschrieben von Stefan C. um 11:29 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    19.04.06

    Nachgedacht

    Weil Daniel V. sich als "Feuerwehr-Freak" bezeichnet die Frage: was macht eigentlich einen Feuerwehr-Freak aus? Ab wann ist man Freak?

    Wikipedia sagt dazu:

    the word freak is used to refer a person with an unusual personality.

    Einverstanden?

    Geschrieben von Irakli um 22:13 | Permanenter Link | Kommentare (6) | TrackBack

    Bei Gasgeruch - Ruf 110 oder 112?

    Etwas verwundert habe ich diese Nahricht aus Freiburg gelesen:

    Die Notrufnummer des Energieversorgers BADENOVA, über die u.a. Gasgeruch oder Stromausfälle gemeldet werden, ist gestört. Badenova hofft, dass die Störung bis morgen behoben ist. In besonders dringenden Notfällen wird die allgemeine Notrufnummer 110 empfohlen.

    Ich dachte immer bei Gasgeruch muss man sie 112 wählen? Na gut, dann wähle in Zukunft die 110 - auch wenn's brennt. ;-)

    Geschrieben von Stefan C. um 19:38 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Hund mit Kamera aus Kanal gerettet

    Heute scheint wohl der Tag der tierischen Meldungen zu sein. Berichtete das Feuerwehr Weblog heute bereits über einen einen Jack-Russel-Terrier der in einem Kanalrohr feststeckte, hatte ein Hund in Pirmasens wohl die gleiche Idee.

    Bobbys Vorliebe für Rohre aller Art wurde ihm zum Verhängis - bei einem Abstieg in die Tiefen eines Abwasserkanals blieb er stecken. Problematisch für die Besitzerin und die herbeigeeilte Feuerwehr war die Ortung und anschließende Bergung Rettung des Vierbeiners.

    Zunächst hätten die Einsatzkräfte erfolglos versucht, ihn mit dem Geruch von Futter aus dem Kanal zu lotsen. außerdem habe das Problem darin bestanden, „Bobbys“ genauen Standort ausfindig zu machen. „Nachdem sämtliche Versuche gescheitert waren, erinnerte sich einer der Feuerwehrmänner, dass unsere Firma oft hilft, Katzen aus ähnlichen Situationen zu befreien“, berichtet Germann. Also habe die Feuerwehr bei ihr angerufen und um Unterstützung gebeten. Denn das Kanaltechnik-Unternehmen besitze Spezialkameras, mit denen normalerweise die Kanalrohre vermessen werden.

    Der zu bergende rettende Hund war nun geortet, aber wie sollte das völlig verängstigste Tier herausgelotst werden?

    „Mit Hilfe dieser Geräte haben wir den Armen dann gefunden“, erzählt sie. Blieb die Frage, wie sollte „Bobby“ nun befreit werden? Nach einigem Überlegen sei ihrem Mann Klaus Uwe die Idee gekommen, den Hund mit Hilfe der Kamera in Richtung Ausgang zu dirigieren. „Dazu muss man wissen, dass diese Kameras warm werden und rot blinken“, erklärt Susi Germann. So habe ihr Mann die Kamera immer hinter „Bobby“ in Stellung gebracht und sie dessen Hinterteil genähert, was den Hund veranlasste, vor der Kamera zu „flüchten“. Auf diese Weise sei „Bobby“ behutsam zum Ausgang dirigiert worden – Stück für Stück.

    Bobby hat es übrigens mit Unterkühlung überlebt.

    [Pirmasenser Zeitung]

    Geschrieben von Stefan C. um 15:45 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Ostern, Weihnachten und Geburtstag an einem Tag

    Osern, Weihnachten und Geburtstag an einem Tag hatte wohl ein Autofahrer aus Holzminden. Der 50-Jährige verunglückte mit seinem Gefährt in einer langgezogenen Linkskurve. Dabei kam der Fahrer das Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn ab, stieß in die Leitplanke, prallte frontal gegen einen Baum, wurde um 180 Grad herumgeschleudert, überschlug sich mehrfach auf der ca. 10 Meter steilen Böschung und blieb schließlich auf den Rädern auf einer Straße, ca. 50 Meter vor den Gleisen, wieder in Fahrtrichtung stadteinwärts, stehen.

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    Foto: Polizei Hameln-Pyrmont/Holzminden

    Während der PKW total beschädigt wurde, kam der Fahrer letztlich mit leichten Verletzungen in Form eines Schlüsselbeinbruches und zahlreicher Prellungen davon. Unfallursache war erhöhte Geschwindigkeit unter Alkoholeinfluß.

    [Polizei Hameln]

    Geschrieben von Stefan C. um 12:44 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Bagger muss Hund aus Rohr retten

    Es gibt Berichte in den Medien über Einsätze, da muss man zweimal lesen, wie bei einem Einsatz in Fellbach. Diesmal hing der Hund nicht an einer Eisscholle, sondern steckte in einem Rohr in Fellbachs Weinbergen fest.

    Ein Jack-Russel-Terrier witterte beim Spaziergang mit Frauchen eine Fährte und verfolgte die heiße Spur bis in ein Abwasserrohr. Dummerweise blieb der Mischling im sechs Meter tiefen Kanal stecken. Die von der 68-Jährigen Rentnerin alarmierten Polizisten sondierten die Lage und kamen zu dem Schluss die Feuerwehr zu rufen. Das Ende der Geschichte: Neun Mann der Fellbacher Wehr standen im Schlamm und konnten erst helfen, als ein Bagger die Kanalisation aufgrub.

    Geschrieben von Stefan C. um 12:27 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Grundkurs Feuerwehr für Journalisten (1)

    Immer wieder lese ich in den Medien, dass Verletzte von der Feuerwehr geborgen werden, bspw. in dieser Meldung in Baden Online:

    Der Fahrer erlitt Verletzungen und wurde im Laster eingeklemmt. Einsatzkräfte der Feuerwehr Baden-Baden bargen den Verletzten.

    Zum Mitschreiben und Auswendiglernen:
    Retten: Retten ist die Abwendung einer Lebensgefahr von Menschen durch Sofortmaßnahmen (Erste Hilfe), die der Erhaltung oder Wiederherstellung von Atmung, Kreislauf oder Herztätigkeit dienen und/oder Befreien aus einer Zwangslage durch technische Rettungsmaßnahmen. Tätigkeitsfelder hierfür sind z.B. Feuer, Überschwemmungen oder Verkehrsunfälle.

    Bergen: Die Feuerwehr kann weiterhin für das Bergen von Sachgütern, Tieren oder Toten, zum Beispiel bei Hochwasser, technischen Hilfeleistungen wie das Auspumpen von Kellern, Hilfe bei Verkehrsunfällen und Unwettern verantwortlich sein.
    Quelle Text: Wikipedia

    Geschrieben von Stefan C. um 10:52 | Permanenter Link | Kommentare (14) | TrackBack

    Sportwagen spaltet Baum [Update 13:28 Uhr]

    Normalerweise ist es umgekehrt: Ein Baum spaltet das Auto in zwei, doch in Mainz spaltete ein Sportwagen einen Baum.

    Polizeiangaben zufolge war das Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit in einer Kurve von der Straße abgekommen und gegen den Baum gekracht, der unter der Wucht des Aufpralls barst. Die schwerverletzten Insassen mussten von der Berufseuerwehr Mainz aus dem Autowrack befreit werden.

    Nun ist auch die Webseite der BF Mainz auf aktuellem Stand:

    Vermutlich infolge nicht angepasster Geschwindigkeit kam ein Porsche am Dienstag abend gegen 20.40 Uhr in der Heidesheimer Straße in Mainz-Gonsenheim nach links von der Straße ab. Der Wagen berührte ein Hinweisschild und prallte 40 Meter weiter frontal gegen einen massiven Baum. Der Anprall war so stark, dass der Baumstamm in etwa 8m Höhe in der Mitte gespalten wurde. Das im Auto sitzende Ehepaar wurde schwer verletzt und zwischen verformten Blech eingeklemmt. Während sich mehrere Notärzte und Rettungsassistenten um die medizinische Versorgung kümmerten, befreite die Feuerwehr beide Unfallopfer aus dem Wrack. Dabei kamen gleichzeitig zwei hydraulische Rettungsscheren, ein Rettungsspreizer und ein Rettungszylinder zum Einsatz. Nach etwa einer Stunde konnten der 39-jährige und seine 37-jährige Ehefrau mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus transportiert werden. Zur Landung des Rettungshubschraubers beleuchtete die Feuerwehr den Gonsenheimer Sportplatz. Die Aufräumarbeiten dauerten bis 00.30 Uhr am nächsten Tag. Bevor die Straße wieder freigegeben werden konnte, musste die absturzgefährdete Baumkrone abgesägt werden.

    [BF Mainz]

    Geschrieben von Stefan C. um 10:26 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    Am Telefon eingepennt - von der Feuerwehr geweckt

    Wenig aufregend scheint ein Telefonat zwischen einem 42-jährigen Mann in Nürnberg und seiner Freundin in Baden-Württemberg am Ostersonntag verlaufen zu sein, wie die Passauer Neue Presse berichtet:

    Mitten im Gespräch schlief der Mann ein. Weil ihr Freund plötzlich nichts mehr sagte und weitere Anrufversuche wegen der belegten Leitung scheiterten, machte sich die junge Frau Sorgen und alarmierte kurzerhand die Polizei. Die Einsatzkräfte vermuteten einen Unglücksfall. Neben einer Polizeistreife rückten auch Feuerwehr und Rettungsdienst aus. „Als das komplette Aufgebot mit Sirene bei dem Mann vorfuhr, öffnete dieser verdutzt die Tür“, schilderte ein Polizeisprecher gestern die Situation. Die Ursache der Funkstille war dann schnell aufgeklärt: Den 42-Jährigen hatte beim Gespräch mit seiner Freundin der Schlaf übermannt.

    Geschrieben von Stefan C. um 10:22 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Frühdefibrillation (Update 20.04.2006)

    Gestern Abend war die 14tägige Feuerwehrprobe angesagt. Wie schon das letzte Mal ging es auch gestern Abend wieder um Erste Hilfe. Während es vor 14 Tagen um die neuen Richtlininen bei CPR ging, stand gestern der Umgang mit dem "Laien-Defi" auf dem Ausbildungsprogramm.

    defi.jpg

    Für mich war das Thema Frühdefibrillation etwas neues, denn in meiner alten Wehr wurde das - vermutlich aus finanziellen Gründen - nicht ausgebildet.

    Ein Frühdefibrillator ist ein halbautomatischer Defibrillator, ein sogenannter automatisierter externer Defibrillatoren (AED). Die AEDs haben die Option nichtärztliches medizinisches Personal aber auch Laien bei ihren Entscheidungen zu unterstützen. Bei diesen Automatisierten Externen Defibrillatoren analysiert eine Software den Herzrhythmus und entscheidet danach, ob eine Defibrillation sinnvoll ist.

    Das AED gibt nach der Analyse einen gezielten Stromstoß (370 KJ) an das Herz ab, um eine Kammertachykardie (Kammerflattern bei tiefen Frequenzen, Kammerflimmern bei höheren Frequenzen) beenden zu können. Defibrillieren ersetzt jedoch nicht die CPR!

    Bei der Frühdefibrillation wird wie folgt vorgegangen:

  • Zuerst wird die Basisreanimation durchgeführt, bestehend aus fünf Zyklen Thoraxkompression und Beatmung (= 5 x 30 Herzmassagen und 5 x 2 Beatmungen).
  • Es folgt ein einzelner Defibrillationsschock - geräteabhängig mindestens 150 J biphasisch oder 360 J monophasisch.
  • Sofort danach werden für 2 Minuten die Maßnahmen der Basisreanimation durchgeführt, ohne das die Beendigung des Kammerflimmerns, Lebenszeichen oder der Puls überprüft werden.

    Dieses Vorgehen wird solange durchgeführt, bis der Patient Bewußtseinsanzeichen bekommt oder der Rettungsdienst eintrifft.

    Weiterführende Links
    Zusammenfassung der Leitlinien des ANR
    Zusammenfassung der Bundesärztekammer

    Hier geht's zum Fotostream bei Flickr (incl. den Weg von mir daheim zur Wache). Videos folgen in den nächsten Tag im Channel "Podcast".

    Update 20.04.2006
    Im Channel Podcast ist nun ein Video von der Ausbildung vorhanden,

    Geschrieben von Stefan C. um 10:13 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Erlebnisprojekt Heissausbildung: jetzt bewerben!

    Feur ButUnd nun Vorhang auf für das erste große Erlebnisprojekt im Feuerwehr Weblog! Ich freue mich, dass FeuReX, Anbieter von Heissausbildungen, den gemeinsamen Schritt geht und bei diesem vollwertigen Testballon mitmacht.

    Worum es geht: es stehen am 10.05. in Oberhausen bei Ingolstadt sechs mal zwei Ausbildungsplätze für eine Heissausbildung zur Verfügung, für die sich Leser des Feuerwehr Weblog bewerben können (bis 29.4.). Dass dies ein wichtiges Thema ist, belegen auch die bisher gut 60 ausgefüllten Fragebögen bei der Umfrage. (Danke!)

    Damit die Sache auch einen gebührenden Auftritt bekommt, wird das Projekt von einem eigenen Weblog begleitet, unter dieser Adresse: feurex.feuerwehr-weblog.de. Dort könnt ihr die nötigen Informationen nachlesen, das Projekt mitverfolgen (auch als RSS Feed, auch die Kommentare), und auch direkt mit den Leuten von FeuReX kommunizieren.

    Ich freue mich sehr auf dieses Projekt und bin fest der Überzeugung, dass wir hier ein zukunftsträchtiges Format auf die Beine gestellt haben. Fragen, Kritik und Anregungen werden natürlich sehr gerne jederzeit entgegengenommen!

    Fortsetzung folgt!

    Geschrieben von Irakli um 00:01 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    18.04.06

    Umfrage: Heissausbildung

    Ha But (Zur Umfrage)
    Als Rahmen für den Einstieg in unser erstes Erlebnisprojekt gibt es eine kurze, anonyme Umfrage zum Thema Heissausbildung. Diese richtet sich an Atemschutzgeräteträger (AGT), und hat spezifisch mit dem Thema Ausbildung im Innenangriff / Heissausbildung zu tun. Sie sollte nicht mehr als eine Minute Zeit in Anspruch nehmen.

    Leider lässt mir die Standard-Software des Providers nicht zu, die Fragen ausführlicher zu formulieren. Ich denke aber, sie sind einigermassen verständlich. Es sind sieben kurze Auswahlfragen anzuklicken, und eine optionale Freitextfrage: wenn ihr etwas zum diesem Thema loswerden wollt. könnt ihr das dort tun.

    Ich würde mich freuen, wenn viele Leute die Fragen beantworten! Die Ergebnisse werden selbstverständlich hier im Weblog veröffentlicht.

    Danke schon mal im Voraus!

    Zur Umfrage

    Geschrieben von Irakli um 16:53 | Permanenter Link | Kommentare (4) | TrackBack

    Feuerwehr Weblog, Phase II: Erlebnisprojekte, Umfrage

    Die nächsten 24 Stunden werden ziemlich aufregend sein, denn das Feuerwehr Weblog geht in die nächste Phase: das erste Erlebnisprojekt steht an, und ich hoffe stark auf die aktive Mitarbeit der Leser! Dazu ein Paar Informationen:

    Technorati Tags: ,

    Ursprünglich war gar keine Phase II geplant, das Weblog war eher eine spontane Sache. Weblogs, oder Blogs waren insbesondere in den USA, aber auch in Europa besonders in Großbritannien und Frankreich im Kommen. Einige meiner ehemaligen Arbeitskollegen in London führten einen eigenen Blog. So kam ich darauf, auch für das Thema "Feuerwehr" eine Art Onlinemagazin im Blogformat aufzusetzen.

    Das Format war (und ist) recht zwanglos, doch natürlich hoffte ich darauf, dass es sich gut entwickeln würde. Ein bisschen Ego darf auch sein. Auf dem Weg zu eines der Top-50 deutschsprachigen Blogs (hier die Top100 nach Browserzugriffen, die meisten Leser rufen jedoch per RSS ab) war natürlich einiges an Erfahrung zu sammeln - das Lernen geht unvermindert weiter, jedoch sind meine Mitautoren und ich ein gutes Stück weitergekommen - denke ich.

    Besonders gut gefällt mir, dass wir hier ein lebendiges Medium haben, wo man einerseits zeitnah auf Ereignisse reagieren kann (siehe Fachpresse-Berichte über FireEngineering, Schneekatastrophe etc.), andererseits auch einen Dialog mit den Lesern führt.

    So kommt man vermutlich unweigerlich an einem Punkt, wo man sich überlegt, wie man mit seinem "Schatz" auch Geld verdienen kann. Warum eigentlich nicht?

    Doch was sind die Optionen? Aus Überzeugung bin ich Anhänger des intelligenten Marketing. Intelligentes Marketing ist geprägt von Offenheit, und hat zur Grundlage, dass jeder Teilnehmer auch etwas Positives davon hat: ob als Leser, als Unternehmen oder als Medium.

    Den meisten Bloggern, oder Websitebetreibern fällt nur ein, Bannerwerbung zu schalten. Banner sind Plakaten gleichzusetzen und sind genau das Gegenteil von intelligentem Marketing: je öfter ich meine Leser damit bombardiere, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie darauf klicken - dass ich sie damit resistenter mache, kriege ich vielleicht gar nicht mit. Wer's mag, mein Ding ist es nicht. Ein wenig cleverer sind da die Google-Ads, die in Relevanz zu den Seiteninhalten geschaltet werden. Eine Art Banner ist es trotzdem.

    Um die ganze Geschichte abzukürzen: das Feuerwehr Weblog bietet ab sofort Erlebnisprojekte als Produkt an. Zusammen mit Produkt- und Dienstleistungsanbietern wollen wir spannende Projekte anbieten, für die sich die Leser bewerben können. Diese Projekte werden von einem eigenen Projektblog begleitet, das ich zusammen mit einer oder mehreren Personen aus dem jeweiligen Unternehmen führe. Über dieses Blog können Leser nicht nur das Projekt mitbegleiten und daran teilnehmen, sondern auch direkt in Kontakt mit dem Unternehmern treten. Intelligentes Marketing, eben, man erlebt ein Produkt.

    Nun, ich will hier gar nicht länger ausschweifen: das erste Projekt wird in den nächsten 24 Stunden freigeschaltet. In diesem Zusammenhang kann ich schon auf diese Umfrage zum Thema Heissausbildung hinweisen (Ergebnisse werden selbstverständlich hier im Weblog veröffentlicht) und kann Euch jetzt schon den 10. Mai als Datum nennen: Das eigentliche "Erlebnis" findet an diesem Tag statt, es können sich sechs Teams à zwei Personen für einen spannenden Tag in Ingolstadt bewerben. Dran bleiben!

    Feedback zum Weblog, zu Erlebnismarketing oder zu was auch immer natürlich strengstens erwünscht!

    Geschrieben von Irakli um 16:47 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Referenzen: Wie andere auf das Feuerwehr Weblog reagieren

    Feuerwehr Blogs sind so langsam im kommen. Neben dem rettungstrupp, gibt es noch das Blog der Feuerwehr Günzburg, den Blog eines Berufsfeuerwehrmannes, den Blog der FF Dieckhorst, Jeeper-Firefox, Feuerwehr und Polizei und bestimmt noch viele viele mehr. Mittlerweile veröffentlichen auch einige Feuerwehren ihre Einsätze in Fom eines Blogs, wie die Feuerwehr Eichendorf.

    feuerwehrjacke_orange500.jpg

    Auch gibt es einige Blogs, die einen Channel Feuerwehr eingerichtet haben, so z.b. gedanken oder quantik. Eine recht umfangreiche Feuerwehrbildersammlung findet sich bspw. auch hier.

    Wenn Feuerwehr-Blogs untereinander Bezug nehmen, ist das nichts ungewöhnliches. Umso mehr freut es die Autoren, wenn auch nicht Feuerwehrleute das Feuerwehr Weblog lesen, wie bspw. die contenschmiede, die eigentlich eher im Bereich IT ihre Interessen hat oder das Projekt 31 oder Euroneuzeit oder München Blogger und bestimmt auch viele andere mehr. (IN habe ich jetzt nicht mitgezählt).

    Geschrieben von Stefan C. um 16:00 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    KatS: THW + BBK = Besserer Katastrophenschutz?

    Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute über Pläne des Bundesinnenministeriums die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz (BBK) zu fusionieren.

    Das Innenministerium plant offensichtlich, das erst vor zwei Jahren gegründete Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit dem Technischen Hilfswerk und seinen 80 000 ehrenamtlichen Mitarbeitern zu verschmelzen. Wie die Süddeutsche Zeitung erfuhr, ist dazu im Ministerium eine eigene Projektgruppe eingerichtet worden, die die Beamten der Katastrophenschutz-Behörde und die Praktiker vom THW zusammenführen soll.

    Laut SZ fallen diese Überlegungen mit den Veränderungen an der THW Spitze zusammen. Vor kurzem wurde der der Berliner LBD Albrecht Broemme zum neuen THW-Präsidenten berufen.

    Die Fusion soll den Katastrophenschutz nachhaltig stärken. Hintergrund dieser Gedanken scheint die Erkenntniss, dass die Länder, in deren Zuständigkeitsbereich der Katastrophenschutz fällt, mit diesem überfordert sind.

    Die Neubesetzung soll auch den Stellenwert des Katastrophenschutzes verstärken, der in den vergangenen Jahren immer wieder Spielball zwischen Bund und Ländern war. So sind die Länder grundsätzlich für den Schutz der Bürger zum Beispiel bei Überflutungen zuständig. Immer wieder zeigt sich aber, dass die Länder damit überfordert und auf Hilfe durch den Bund angewiesen sind.

    Geschrieben von Stefan C. um 12:40 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Feuerwehren in der Fläche und ihre Nöte

    Der Bericht über die Nöte einer Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart ist nur ein Beispiel für die vielen Sorgen und Nöte, welche die Feuerwehren überall in Deutschland plagen.

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    In der Märkischen Oderzeitung bin ich auf einen Artikel aufmerksam geworden, der die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für das Sozialleben in kleineren Orten hervorhebt und dabei auch "Zwangszusammenlegungen" von Feuerwehren einbezieht.

    Die freiwilligen Feuerwehren sind für die meisten Ortschaften im Barnim mehr als reine Brandbekämpfer. Gerade in kleineren Gemeinden halten sie das soziale Gefüge zusammen und bestimmen das Dorfleben, machen den Frühjahrsputz oder führen Reparaturen durch. Doch in Zeiten knapper Kassen wird immer weniger Geld in ihre Ausrüstung und Unterkünfte gesteckt. Gerade in Orten, die durch die Gemeindegebietsreform zusammengelegt wurden, haben es die Wehren schwer zu überleben. Dabei hat es sich der Landkreis zum Ziel gesetzt, jede Feuerwehr im Barnim zu erhalten.

    Es geht darum, dass die Feuerwehr mehr oder weniger ihres Schulungsraumes beraubt wurde:

    Es ging um einen aktuellen Fall von Parsteinsee. Dort war die Gemeinde wegen Einsparmaßnahmen ins Gemeindezentrum in das zugehörige Lüdersdorf gezogen. Die Feuerwehr, die in ihrem Gerätehaus hinter dem alten Gemeindehaus im Ort bleiben wollte, stand plötzlich ohne Schulungsraum da. "Es wurden Tische und Stühle rausgeräumt. Ich bin seit 59 Jahren ehrenamtlich tätig, das tut dann schon weh", sagte das 75-jährige Mitglied Günter Sauer.

    Ohne Hintergedanken lief dieser Umzug wohl nicht ab denn in einer anderen Ortswehr gibt es einen Schulungsraum:

    Das Angebot von Amtsdirektor Gerhard Miroslau an die Ortsfeuerwehr, mit in das Gemeindezentrum nach Lüdersdorf zu ziehen, wo es ebenfalls eine Feuerwehr gibt, kam für die Parsteiner Brandschützer nicht in Frage. Sie hatten gerade erst in ihrem Gerätehaus Toilette, Dusche und ein kleines Wehrleiterzimmer eingebaut.
    Ein ähnlicher Versuch, Wehren zusammen zu legen, ist schon im vergangen Jahr im Amt Oderberg gescheitert. Die Freiwillige Feuerwehr Neuendorf sollte zu den benachbarten Kameraden nach Oderberg ziehen. "Von den älteren kam nicht einer. Das hat gezeigt: die wechseln nicht", erzählt der Amtsbrandmeister. Von zehn Mann seien vielleicht zwei übrig geblieben. Und es ist nicht nur die Identifikation mit ihrem Ort, die die Kameraden manchmal stur erscheinen lässt. "Wenn wir unsere Kinder jedes Mal zur Ausbildung nach Lüdersdorf fahren müssen, entstehen auch wieder Kosten", so Hähnel. "Eine Gemeinde, zwei Feuerwehren, das ist ein Problem, das wir klären müssen", kontert Amtsdirektor Miroslau.

    Bevor man aber beginnt über Sinn und Unsinn von Mini-Feuerwehren zu lästern, sollte man sich Gedanken über die Vorteile machen:

    "Wir möchten die Ortsfeuerwehren auf jeden Fall erhalten", sagt Kreisbrandmeister Dietmar Schmidt dazu. Selbst kleine Wehren mit nur einem Fahrzeug könnten im Brandfall wichtig werden. "Ihre Ortskenntnis ist entscheidend. Sie sind als erstes da, können die Löscharbeiten vorbereiten und die größeren Wehren zu den Einsatzorten lotsen", so Schmidt. Manche Wehren seien über hundert Jahre alt und der Angelpunkt eines Dorfes. "Deswegen, aber auch aus Sicherheitsgründen ist man bestrebt, keine, auch nicht die kleinste Feuerwehr eingehen zu lassen", so Schmidt. Derzeit werde an einer Gefahrenbedarfsplanung gearbeitet, die festlegt, was notwendig ist.

    Aber Gefahrenbedarfsplanung und finanzielle Möglichkeiten der Gemeinde gehen stehen teilweise diametral gegenüber:

    Doch gerade im Nordbarnim, wo es wenig Steuereinnahmen gibt, konnte in den vergangenen Jahren nur noch punktuell gefördert werden. "Viele Unterkünfte sind unter Niveau, ohne Toiletten, Dusche und Heizung", weiß der Kreisbrandmeister. So habe zum Beispiel Neu Grimnitz nur eine Garage für ein Kleinlöschfahrzeug und Sandkrug nur ein Häuschen aus Holz. 35 Prozent der Fahrzeugtechnik sei älter als 20 Jahre. "Die freiwilligen Feuerwehren hängen am Tropf", sagt Schmidt.
    Das hat auch Auswirkungen auf die Moral. "Wir sind ja auch fürs Sparen, doch die Stimmung unter den Parsteiner Kameraden ist schlecht", sagt Hähnel. Da nützt der jüngste Entschluss der Gemeinde, Tische und Stühle für die Schulungen wieder zurück nach Parstein zu bringen, auch nicht viel. "Im Gerätehaus ist viel zu wenig Platz, um sie dort aufzustellen", weiß Hähnel.

    Geschrieben von Stefan C. um 10:28 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Moblogging?

    Nach dem "Mitmoblogger-Gesucht"-Aufruf haben sich erfreulicherweise einige Leser gemeldet um mitzumachen. Worum es geht, ist ganz einfach: Eindrücke aus dem Feuerwehr- und feuerwehrrelevanten Alltag (alles geht!) werden spontan per Mail eingeschickt und erscheinen als Artikel im Moblog. Je mehr mitmachen, desto besser und lebendiger. Es kann jeder mitmachen.

    Technisch gesehen läuft das so: Die E-Mail mit dem Bild als Anhang geht per Weiterleitung an Flickr (wo die Bilder auch in unserem Stream erscheinen). Flickr meldet sich dann bei der Blogsoftware und erstellt daraus ganz von alleine einen Artikel. Clever!

    Mehr über "Moblog" kann man bei Wikipedia (Deutsch, Englisch) nachlesen.

    Und jetzt stelle man sich die Möglichkeit einer umfassenden Live-Berichterstattung von Großereignissen oder Großschadenslagen vor, kombiniert mit einem Blog. Das Beste: es kostet (fast) nix, ist extrem einfach umzusetzen und sicherlich ein Öfka-Tool mit mächtigem Potenzial.

    Geschrieben von Irakli um 09:43 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Alarmcode: Brennt Auto - Aber was für eins!

    Ich denke bei diesem Einsatz werden die eingesetzten Feuerwehrleute aus Gelterkinden (CH) mit etwas Wehmut gelöscht haben, denn es brannte nichts weniger als ein Ferrari!

    ferrari_1.jpg
    Foto: Polizei Basel-Land

    Laut der Baselbieter Polizei stand der Sportwagen beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand. Die 17 herbeigeeilten Feuerwehrleute konnten zwar das Feuer löschen, das teure Auto ist aber nur noch ein Wrack.
    [20min]

    ferrari_2.jpg
    Foto: Polizei Basel-Land

    Auf der Seite der Feuerwehr Gelterkinden gibt es im Ressort Einsätze noch mehr Fotos zu dem Einsatz.

    Geschrieben von Stefan C. um 09:25 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Skaten in der Nacht rettete Leben

    Während die meisten Menschen tagsüber Sport machen, gibt es auch noch die Spezies nachtaktive Sportler. Für eine Rentnerin in Mülhheim war dies ihre Lebensrettung, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet:

    Ohne das beherzte Eingreifen von Juri Essipov (35) wäre eine 76-jährige Rentnerin aus Mülheim wahrscheinlich nicht mehr am Leben. Der 35-jährige Informatiker hatte am Freitag gegen 22.30 Uhr Flammen in der Erdgeschoss-Wohnung der Frau in der Mülheimer Freiheit 111 bemerkt, war über den Balkon ins Wohnzimmer geklettert und hatte dann das Feuer gelöscht. „Normalerweise gehe ich gar nicht durch diese Straße. Aber am Freitag wollte ich am Rheinufer meine Inlineskates ausprobieren. Ich bin schon lange nicht mehr gefahren, deswegen wollte ich das nachts machen, damit es für mich nicht zu peinlich wird“, so Essipov. [...]

    Geschrieben von Stefan C. um 09:24 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Rettung auf vier Pfoten

    Dass unsere Freunde auf vier Pfoten Leben retten können, hat das Feuerwehr Weblog schon mehrfach berichet. Dass Tiere auch Unglück hervorrufen können ebenfalls. Aber beides? Das gibt auch:

    Ein glücklicher Zufall und ihr Kater „Maxi“ haben einer 73 Jahre alten Frau aus Regensburg vermutlich das Leben gerettet. Wie die Polizei gestern mitteilte, war die Rentnerin am vergangenen Mittwoch über das Tier gestürzt und hatte sich dabei den linken Oberschenkel gebrochen. Drei Tage lag die Frau anschließend bewegungsunfähig auf dem Boden ihrer Wohnung - bis „Maxi“ sich in der Telefonschnur verfing und das Telefon in die Reichweite der Verletzten fiel. Die Feuerwehr öffnete nach dem Notruf die Wohnung der 73-Jährigen. Nach Angaben der Polizei wurde die Frau in ein Krankenhaus gebracht. Kater „Maxi“ brachten die Beamten vorübergehend in einem Tierheim unter.
    [Passauer Neue Presse]

    Geschrieben von Stefan C. um 08:42 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    17.04.06

    "See"-Hund von Eisscholle gerettet

    Ein ausgebüchster Hund löste im kanadischen Edmonton einen Großeinsatz der Feuerwehr aus: Sechs Fahrzeuge rückten aus, um einen zitternden Mischling aus einem eisigen Fluss zu retten.

    Der Rottweiler-Schäferhund-Mischling Buddy war seinem Besitzer am Sonntagmorgen entwischt. Während der noch nach Buddy suchte, entdeckten Spaziergänger den Mischling auf dem Fluss North Saskatchewan. Er klammerte sich an eine Eisscholle drei Meter vom Ufer entfernt. "Sie dachten, er wäre ein Stück Holz, bis er jaulte", sagte der Feuerwehrmann Brian Corus.

    Feuerwehrleute von drei Wachen fuhren los, um den Hund zu retten. Mit einem Boot brachten sie den Ausreißer schließlich in Sicherheit und wickelten ihn in eine Decke. "Er war ziemlich glücklich, im Warmen zu sein", erklärte Feuerwehrmann Myron Yarenkevich.

    [Yahoo]

    Geschrieben von Stefan C. um 10:48 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    16.04.06

    Neunzehn

    Trivia: neunzehn (von vierundzwanzig möglichen) ist die maximale Zahl an aktiven und voll ausgebildeten Kräften die wir an einem Spieltag der WM abstellen werden. Wir sind zwar vierzig, aber sechzehn davon sind jünger als achtzehn.

    Geschrieben von Irakli um 18:08 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Hartes Leben eines FFlers

    Etwas aus der Rubrik "Der Alltag eines FFlers":

    Das Leben eines freiwilligen Feuerwehrmannes ist manchmal ganz schön hart. Gestern Abend hat mich eine Hungerattacke überfallen. Ich war kurz davor mich selbst zu verdauen, also lief ich in die Küche um mir etwas zu essen zu machen. Das leckere Mahl war gerade fertig, die Speichelproduktion in meinem Mund lief schon auf hochtouren und die Magensäfte schlugen Purzelbäume, als plötzlich der FME lauthals nach Hilfe schrie.

    Einsatz für die Feuerwehr Weinheim, Kaminbrand. Prima, ich hatte es mir gerade gemütlich gemacht, die Klamotten quer in der Bude verteilt, das leckere Essen stand vor mir und bettelte mich förmlich an, endlich verschlungen zu werden.
    Es hat alles nichts geholfen, ich habe mich in windeseile angezogen, meinen Hintern in das Auto geschwungen und die Triebwerke gestartet. Zielort: Oberflockenbach; Entfernung: 7,27km durch Waldschluchten, Straße kaum breiter als ein Auto. Sechs Minuten später am Feuerwehrhaus eingetroffen.
    Nachdem ich irgendwann wieder zu Hause war, Essen in den Mülleimer geworfen und ins Bett gelegt.

    Hoffentlich hat er's überlebt und er ist nicht verhungert. ;-)

    Gefunden in Düsis Tagebuch

    Geschrieben von Stefan C. um 16:09 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Zum Nachdenken: Normendiskussion

    In den einschlägigen Foren wird gerne, viel und oft über Fahrzeugnormen diskutiert. Ich frage mich, ob all diejenigen, die so inbrünstig mitmachen und vor Allem auf eine bundesweite vereinfachte Normenregelung pochen, eigentlich klar, ist, dass sie sich damit wegrationalisieren wollen? Anders ausgedrückt: um die gewünschte Änderung herbeizuführen führt der Weg nur über Berlin oder man verstummt. Simpel, oder?

    Geschrieben von Irakli um 14:22 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    Moblogger gesucht

    Moblogger gesucht!

    Geschrieben von Irakli um 14:11 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    15.04.06

    Feuer Aus! (wirklich)

    Scheint so als wäre der Server derzeit überlastet, vielleicht morgen, Sonntag, mal diesen Link verfolgen und Fotos sehen, wie eine Flugzeughalle (jaja, ein Hangar) eingeschäumt wird. Das Experiment sollte ursprünglich 15 Minuten dauern, daraus wurde eine Stunde und eine Riesensauerei, wenn auch eine lustige.

    0604 Foam

    DAS Feuer wäre garantiert aus gewesen! Hier sind ein Paar vorab-Fotos.

    [boingboing]

    Geschrieben von Irakli um 23:30 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Roboter im Dienste der Feuerwehr

    Dass die moderne Technik bei den Feuerwehren Einzug hält, ist nichts neues. Der Einsatz von Robotern dagegen schon. Vor kurzem stellten die Firmen Robowatch Technologies und Diehl BGT Defence den neu entwickelten Aufklärungs- und Entschärfungsroboter ASENDRO für extreme Gefahrensituationen vor.

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    Aufklärungsroboter ASENDRO. Bild: Robowatch Technologies

    Der modular aufgebaute Roboter übernimmt sowohl Aufklärungs- als auch Entschärfungsaufgaben zum Schutz von Rettungs- und Einsatzkräften in Gefahrensituationen. Mit Kameraaugen soll der Roboter Gelände und Räume erkunden, Treppen steigen, Bomben oder CBNR-Substanzen finden und die gewonnen Daten an die Einsatzkräfte funken.

    Mögliche Ausstattungen des Roboters sind ein Manipulatorarm und unterschiedliche Sensoren zur Kampfstoffdetektion. Angeboten wird ASENDRO in drei Ausführungen:

  • ASENDRO-EOD Helfer für Spezialkräfte beim Entschärfen von verdächtigen Gegenständen


  • ASENDRO-SCOUT Aufklärungsroboter für Überwachungsaufgaben, der darüber hinaus auch Polizeikräften beispielsweise bei Geiselnahmen eine sichere Verbindung zum Geiselnehmer ermöglicht


  • ASENDRO-SCOUT+A/B/C Helfer für Feuerwehr oder Industriebetriebe, um Verseuchung durch atomare, biologische und chemische Stoffe vor Ort zu messen. Die Daten werden dem Bediener per Funk in sichere Entfernung übermittelt

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    Verschiedene Versionen von ASENDRO. Bild: Diehl BGT Defence

    ASENDRO navigiert autonom oder per Funk-Fernsteuerung. Ausgestattet ist ASENDRO mit einem flexiblen Kettenantrieb, der den Einsatz des Roboters auf fast jedem Untergrund ermöglicht, sowohl im Gelände als auch in Gebäuden. Auch das Treppensteigen und das Überwinden von Hindernissen sind möglich. Zudem erlauben die geringen Abmessungen (ca. 60 x 40 cm) des Roboters einen Einsatz in engen Räumen, wie z. B. in Bus, Bahn oder Flugzeug.

    Das 45 kg schwere gefährt erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h und weist eine Steigfähigkeit von 43° auf. Die Funkreichweite beträgt zwei Kilometer. Der Betrieb ist etwa vier Stunden möglich.

    Nach Angaben der Entwickler ist der 55 000 bis 200 000 Euro teure Roboter kleiner, wendiger, schneller und flexibler einsetzbar als andere Modelle. Interesse an ASENDRO hätten bisher unter anderem die Bundespolizei und Feuerwehren gezeigt, auch wenn der neue Roboter zur Fußball-Weltmeisterschaft noch nicht eingesetzt werden kann.

    Weitere Infos gibt es hier (PDF) und hier.

    Geschrieben von Stefan C. um 18:10 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Der Horror oder die Geschichte vom Weißbier auf Abwegen

    Es gibt Einsätze, die brennen sich in das Gedächtnis. Bilder, gerüche und Eindrücke die mancheiner so schnell nicht vergisst. Wie zum Beispiel das hier:

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    Verunglücktes Weißbier. Foto: Polizei Salzgitter

    Am Samstagmorgen durchfährt eine Sattelzugmaschine mit Auflieger am Ortseingang von Hohenhamlen Ortsteil Ohlum (Landkreis Peine) eine links/rechts Kurvenkombination. Hierbei verrutscht die vermutlich nicht fach- und sachgerecht gesicherte Ladung der Sattelzugmaschine und drückt gegen die seitlichen Holzlatten.

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    Verunglücktes Weißbier. Foto: Polizei Salzgitter

    Die Holzlatten können dem Druck nicht standhalten und ein großer Teil der Ladung, bestehend 1.400 Kisten Bier (ca. 28.000 Flaschen) fällt aus dem noch fahrenden Lkw auf die Straße.

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    Verunglücktes Weißbier. Foto: Polizei Salzgitter

    Die Ladung verteilte sich dabei auf einer Länge von ca. 60 m auf die Fahrbahn und den angrenzenden Straßengraben.

    Geschrieben von Stefan C. um 16:48 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    Notruf in 150 Sprachen

    In Los Angeles County kann ein Notruf über 911 in 150 Sprachen abgesetzt werden. So wie ich das verstehe, besteht ein Vertrag mit einer global tätigen Übersetzungsfirma, die die Anrufe live am Telefon übersetzt. Super gelöste Idee - besser ein wenig Verzögerung als gar nicht antworten können.

    In kleineren Europäischen Ländern (z.B. Nordeuropa, Benelux) bin ich sicher, dass ich die 112 auch auf Englisch anrufen kann. Hierzulande würde ich's einfach probieren - ist das dann eher Glückssache, ob der Disponent auch Englisch kann, oder gibt es Bestrebungen, dies auch gezielt anzubieten?

    Geschrieben von Irakli um 12:27 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    14.04.06

    Feuerwehr-Sightseeing: Tour Infernale in Wuppertal

    Die Freiwillige Feuerwehr Wuppertal als Attraktion präsentiert Peter Fichte in Wuppertal. Er will mit der Aktion ein Blick hinter die Kulissen bieten und zeigen, was nach der Absetzung eines Notrufes passiert.

    Einen Blick hinter die Kulissen des "Blaulicht-Milieus" verspricht die Tour Infernale, eine rund dreistündige Bustour zu den Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr in Wuppertal. Organisator Peter Fichte knüpft mit dem Projekt an die erfolgreiche Tour Criminale vor zwei Jahren an.
    "Realität statt Fiktion" verspricht auch Fichte, der jetzt die Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr für die Tour Infernale gewinnen konnte. Während des Tourverlaufs werde einiges passieren, was den Reisenden den Atem stocken lässt, verspricht der Wuppertaler.

    An den Zielorten werden die Teilnehmer Zeugen eines Brandeinsatzes, erleben die Rettung eines Unfallopfers, lernen die Arbeit der Wehr kennen. Den literarischen Hintergrund stellt der Düsseldorfer Berufsfeuerwehrmann Martin Meyer-Pyritz, der bereits fünf Bücher über den Feuerwehr-Alltag veröffentlicht hat, und der auf der Fahrt über die spannende Arbeit der Feuerwehr vorlesen wird.

    Geplant sind insgesamt fünf verschiedene Touren, die zu jeweils drei oder vier der insgesamt 17 Löscheinheiten führen: "Jede Tour hat einen anderen thematischen Schwerpunkt", so Fichte. Bei den freiwilligen Rettern stieß der 42-Jährige auf offene Ohren: "Eine gute Gelegenheit, die Arbeit der Feuerwehr zu präsentieren", sagt Peter Schnell, Dönberger Löschzugführer und unter anderem auch zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr in Wuppertal. Die hat immerhin mehr als 500 Mitglieder.

    Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

    Mal eine andere Form der Öffentlichkeitsarbeit, die zudem die Verteilung der FF in einem Stadtgebiet in den Vordergrund rückt.

    Geschrieben von Stefan C. um 20:03 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Chemische Gefahrenabwehr: Neuartiges Fernerkundungssystem

    Infolge des weltpolitischen Umbruches der 1990er Jahre sprach der amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama von "The End of History and the Last Man" und sah durch die letzte hegelianische Synthese ein neues Zeitalter des Friedens und der Demokratie aufziehen - mitnichten.

    Das Buch von Fukuyama scheinen damals auch bundesdeutsche (Sicherheits-)Politiker gelesen zu haben, denn anders ist es nicht zu erklären, dass CBRN-Gefahren (chemisch/biologisch/radiologisch/nuklear = früher ABC-Schutz) im offiziellen Sprachgebrauch nicht mehr zu Tage traten.

    Es musste erst zu Ereignissen wie die Terroranschläge von New York und die immer wieder wiederholten Warnungen vor CBRN-Attacken durch religiöse Fanatiker geben, bevor hierzulande die CBRN-Gefahr ernst genommen wurde.

    Immerhin bestellte der Bund 371 ABC-ErkKW und übergab diese an die Länder. Auch wurden vier mobile Spezialeinheiten (Analytische Task Force, ATF) aufgestellt. Die ATFs verfügen "wissenschaftliches, technisches, medizinisches, operatives, taktisches und logistisches Spezialwissen in ihrem Aufgabenbereich und sollen von der örtlichen Einsatzleitung bei Bedarf zur Unterstützung bei den umzusetzenden taktischen Maßnahmen der Gefahrenabwehr angefordert werden können."

    Ausgerüstet werden diese ATFs u.a. mit einem an der Universität Hamburg-Harburg entwickelten Infrarot-Fernerkundungsgerät (SIGIS II), das in der Lage sein soll auf eine Entfernung von bis zu fünf Kilometern Gefahrstoffwolken zu identifizieren. Bisher wurden zwei Fernerkundungsgeräte übergeben und zwar an das LKA Berlin und die Feuerwehr Hamburg.

    Ein besonderer Vorteil der Ferndetektion ist, dass die Erkundung außerhalb der Gefahrenzone stattfindet, und damit das gesundheitliche Risiko der Einsatzkräfte verringert wird. Weitere Einsatzmöglichkeiten der Ferndetektion ergeben sich bspw. bei der Fußballweltmeisterschaft. Das System erlaubt ebenso die kontinuierliche Überwachung von chemischen Betrieben, Ballungsräumen oder auch Großveranstaltungen.

    Ein Experte auf der FireEngineering war mir gegenüber skeptisch, was die Fähigkeiten des Systems betrifft und meinte "das System muss sich erst beweisen".

    Geschrieben von Stefan C. um 19:21 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    WM 2006: Sicherheit in Hotels

    Die in wenigen Wochen beginnende Fußball Weltmeisterschaft 2006 versetzt nicht nur Fans in Hochstimmung, sondern sorgt mitunter für Nervosität bei den für die Sicherheit zuständigen.

    Bei allen Diskussionen um MANV, ABC-Abwehr, Massen-Dekon und Terroranschläge habe ich bisher kaum etwas über die Sicherheit außerhalb der Spiel- und Veranstaltungsstätten, insbesondere in Hotels gehört. Hierzu schreibt der Gourmet-Report:

    Doch wie sieht es in dieser Zeit mit der Sicherheit abseits des WM-Geschehens aus?, fragt der Fachverband für Qualität in Hotels, Krankenhäusern und Altenheimen (FQH). [...]

    "Wer meint, die Helfer seien ja nur für die Dauer des Spiels im Einsatz, irrt gewaltig", betont Ulrich Jander vom FQH. Während der WM-Begegnungen werden zahlreiche Sicherheitskräfte für mehrere Stunden in und um die Austragungsorte herum im Einsatz sein.

    Die Sicherheitskräfte vor Ort sind meist am Besten über die örtlichen Gegebenheiten in und um Gebäuden informiert. Gerade Hotelanlagen sind aufgrund ihrer Größe oder Bauweise kritische Objekte, für die die Einsatzkräfte oft extra geschult werden. Diese Kräfte fehlen nun u.U. vor Ort, da diese für die Sicherheit in und um den WM-Spielstätten eingesetzt werden.

    "Wenn man davon ausgeht, dass die Helfer in der Regel sechs Stunden vor dem Anpfiff da sind, plus zwei Stunden während der Spielzeit, plus zwei Stunden bis sie wieder nach Hause fahren kommen schnell zehn Stunden zusammen", rechnet Jander vor. Kommt es während dieser Zeit zu einem anderen Schadensgroßereignis sind personelle Engpässe programmiert, glaubt der Sicherheitsfachmann. Zumal man nicht vergessen sollte, dass die Fußballweltmeisterschaft einen ganzen Monat dauert. Das sei ein echter Kraftakt für die Rettungskräfte, so Jander.
    Natürlich werde zum Beispiel die Feuerwehr immer eine Mindestbesetzung haben, doch sei es durchaus denkbar, dass bei einem Hotelbrand eine komplett andere Mannschaft zum Löschen anrückt, die das Hotel und die räumlichen Gegebenheiten vielleicht gar nicht kennt. Der Fachverband empfiehlt allen Hoteliers, sich auf diese Möglichkeit vorzubereiten und ihr Brandschutzkonzept zu überprüfen.

    Der Rat an die betreffenden Hotels ist deshalb deutlich:

    Auch im Bereich der Polizei sieht Jander mögliche Sicherheitslücken für die Hotels durch abkommandierte Beamte. Daher empfiehlt er den Hotels, schon jetzt entsprechende Konzepte zur Sicherheit der Gäste zu erarbeiten, damit Diebe beispielsweise gar nicht erst die Möglichkeit zum Stehlen bekommen. Noch sei genügend Zeit sich auf den möglichen Ernstfall vorzubereiten.

    Geschrieben von Stefan C. um 18:22 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Skurille Feuerwehrfahrzeuge (8)

    Skurille Feuerwehrfahrzeuge der achte Teil.

    Hier eine weitere Ausführung des Stadt-KLF.
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    Quelle: www.treuchtlingen.de

    Niedlich!
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    Quelle: Feuerwehr Ferlach

    Flammenoptik
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    Quelle: Feuerwehr Sulzburg

    Sondereinsatzwagen - Innen
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    Quelle: Feuerwehr Quedlinburg (Danke Florian für den Tipp!)

    Hunger
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    Quelle. www.odenwaldschule.de

    Noch mehr Hunger
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    http://neumann-holger.de

    Hier geht es zu Teil 1, 2, 3, 4 , 5, 6 und 7 der Serie.
    Wie immer gilt: Wer noch was interessantes hat, bitte an stefanc (ät) feuerwehr-weblog.de mailen. THX.

    Geschrieben von Stefan C. um 17:35 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    13.04.06

    FireEngineering 2006: Niederländisches "TLF"

    Neben Lentner war auch dessen niederländischer Kooperationspartner Plastisol bei der FireEngineering vertreten. Plastisol ist weltweiter Marktführer im glasfaserverstärkten Karosseriebau (GFK).

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    Am Stand von Plastisol war ein niederländisches Feuerwehrfahrzeug ausgestellt.

    Der Aufbau erinnert an den eines deutschen LFs oder TLFs. Der große Tank und die relativ spärlichen Möglichkeiten für die Beladung lassen es wie ein deutsches TLF 16/25 aussehen.

    brandweer1.jpg

    Der Auskunft des Herrn am Messestand von Plastisol nach, handelt es sich bei dem abgebildeten Fahrzeug um eines der größeren in den Niederlanden gebräuchlichen Feuerwehrfahrzeuge. Aufgrund schmaler und enger Straßen und Gassen werden dort kleinere und wendigere Fahrzeuge eingesetzt.

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    Eine Besonderheit entdeckte ich dann doch. Alles PA befinden sich in der Mannschaftskabine und können dort angelegt werden. Immerhin sind das 6 PAs. Auf einem deutschen LF oder TLF finden sich i.d.R. nicht mehr als vier PA.

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    3 PAs gegen Fahrtrichtung

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    3 PAs in Fahrtrichtung

    Geschrieben von Stefan C. um 17:31 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Altes Thema, neue Fälle: Zündelnde FA

    Offenbar mutieren immer mehr Feuerwehrleute zu Brandstiftern, eine Zeitung schreibt sogar "Wenn sich Brandstiftungsdelikte häufen, wird immer wieder offen gemutmaßt: Ist dafür womöglich ein Feuerwehrmann verantwortlich" (Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung).

    Aber vorsicht, so schlimm ein zündelnder FA ist, Medienberichterstattung hat nichts mit einer tatsächlichen Häufung derartiger Straftaten zu tun.

    Medien selektieren Nachrichten unter dem Gesichtspunkt des Nachrichtenwertes. Selektion ist hier also Relevanzzuweisung. Treffen mehrere Nachrichtenfaktoren auf eine Nachricht zu, wird diese für die Medien interessanter. Im Fall eines Feuer legenden Feuerwehrangehörigen ist das "Schaden/Unglück/Katastrophe", "Reichweite" und teilweise auch "skuriles".

    Die aktuellen Fälle geschahen in Rinteln und Hildburghausen.

    Die Nachricht trifft Stadtbrandmeister Helmut Meier wie ein Schock. "So etwas hört man ja immer wieder, aber es ist doch beschämend, wenn einer aus den eigenen Reihen so was macht", reagiert Meier aus Sicht der Feuerwehr auf die Ermittlungsergebnisse der Polizei. Über die möglichen Motive des jungen Rintelners kann auch er nur spekulieren: "Vielleicht sucht so jemand Anerkennung, vielleicht will er damit anderen imponieren - ich verstehe das nicht", ist Meier ratlos.

    Konsequenzen werde die Feuerwehr in jedem Fall ziehen, kündigt der Stadtbrandmeister an: "So etwas wird bei uns hundertprozentig thematisiert." Ähnlich reagiert Rintelns neuer Ortsbrandmeister Burkhard Schatz. "Sollte sich der Verdacht bewahrheiten, wird das auf jeden Fall den Ausschluss aus der Feuerwehr nach sich ziehen", sagt Schatz. "Das ist schonwegen der vielen anständigen Feuerwehrleute wichtig." (Quelle: Schaumburg-Lippische Landeszeitung)
    In Hildburghausen ist ein Feuerwehrmann festgenommen worden, der in den vergangenen Jahren mindestens sechs Brände mit einem Gesamtschaden von 400 000 Euro gelegt hat. Das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr habe bei seiner Vernehmung die Brandstiftungen in seinem Wohnort Wallrabs zugegeben, berichtete die Polizei am Donnerstag. Als Motiv habe der 25-Jährige Stress wegen persönlicher Probleme angegeben. Seit 1999 hatte er unter anderem drei Scheunen und die Gebäude eines Holzhandels in Brand gesetzt.(Quelle: Thürinigsche Allgemeine)

    Alle Vorschläge von psychologischem Eignungstest für die Feuerwehr bis hin zum Vorlegen des polizeilichen Führungszeugnis sind entweder nicht umsetzbar oder blinder Aktionismus.

    Der liebe und fürsorgende Familienvater der plötzlich zum Killer wird, ist in Analogie nichts anderes, als der Feuer legende FA(SB). Das ist ein psychologisches und kein primär feuerwehrspezifisches Problem, wie die bisherigen Fälle zeigen, die von Minderwertigkeitskomplexen, über Geltungs- und Anerkennungsbedürfnis bis hin zur Pyromanie reichen (Pyromane und Brandstifter sind aber nicht dasselbe).

    Geschrieben von Stefan C. um 16:06 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Feuerchen im Stade de France

    Mit Hinblick auf das kommende Großsportereignis hierzulande ein ganz interessantes Video:

    Ich stelle mir nur vor, die Ränge sind voll bepackt und es sind keine friedliebenden Schweizer - bislang kein Hort des globalen Hooliganismus, ahem - sondern Profi-Hools.

    Interessant auch die Brandbekämpfung: Irgendwann greift der Kollege ein und macht dem Trauerspiel ein Ende.

    (Danke, Björn!)

    Geschrieben von Irakli um 16:00 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Hilfeschrei einer Großstadt-FF

    Der Druck muss schon mächtig sein, wenn der Kommandant einer Großstadt-FF sich mit einem Hilfeschrei an die Presse wendet. So geschehen in Stuttgart, wo der Kommandant der Abteilung Botnang in der Stuttgarter Zeitung Alarm schlägt. Insbesondere wird das veraltete TLF8/12 moniert, das inzwischen 32 Jahre auf dem Buckel hat:

    Wenn die Botnanger Wehr jedoch ihr Tanklöschfahrzeug TLF 8/12 startet, mit das wichtigste Einsatzauto der Truppe, dann erinnert das mehr an eine Ausfahrt zum Oldtimertreffen. Stolze 32 Jahre hat der Veteran auf dem Buckel,

    Wegen des veralteten Autos wird eine der Kernaufgaben der Botnanger Wehr in Frage gestellt, nämlich die Wachbesetzung der Feuerwehrwache West der BF Stuttgart:

    Denn an dem betagten Wagen hängt weit mehr, als der erste Eindruck vermuten lässt. "Uns droht eine Abwärtsspirale", sagt Epple. Und die könnte, befürchtet der Abteilungskommandant, langfristig sogar die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Botnang bedrohen. (...) Dies bedeutet: Wenn die dortige Berufsfeuerwehr komplett ausrückt, nehmen die Botnanger Ehrenamtler deren Platz ein, um im Notfall Hilfe für Bürger im Stuttgarter Westen leisten zu können. Damit könnte aber bald Schluss sein. Grund: Der veraltete Fuhrpark der Botnanger. Noch wird dies "nur diskutiert", wie Karsten Homrighausen von der Stuttgarter Branddirektion erklärt

    Epples Abwärtsspirale ist so begründet:

    Kommt es aber tatsächlich so, könnte dies weit reichende Folgen haben, befürchtet Abteilungskommandant Epple. Denn wenn diese Aufgabe wegfalle, dann stelle sich sicher auch irgendwann die Frage, ob die Botnanger Feuerwehr überhaupt noch wie im bisherigen Maße ausgestattet und ausgebildet sein müsse. "Wir würden zu einer Art Rumpfwehr", sagt Epple. Für die Motivation sei dies kontraproduktiv.

    Fazit: es eigentlich fast immer Politik mit im Spiel.

    (Danke, Timo!)

    Geschrieben von Irakli um 15:49 | Permanenter Link | Kommentare (9) | TrackBack

    FireEngineering 2006: Leader - HSR mit Doppeldruckregulierung

    Bis vor wenigen Jahren hatte ich keinen blassen Schimmer was ein Hohlstralrohr (HSR) ist. In meiner Grundausbildung war das kein Thema. Das Mehrzweckstrahlrohr galt als das Nonplusultra und ein HSR für die “Freiwilligen” als unnötige Mehrbelastung im kommunalen Haushalt. Das änderte sich für mich und meine damalige Abteilung vor wenigen Jahren infolge der Ausbildung in einem Brandcontainer und der Indienststellung eines LF 16/12.

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    Partner Light

    HSR gehören mittlerweile zumindest für den Angriffstrupp zum Einsatzalltag. Die Vorteile des HSR liegen auf der Hand:

  • Der hohle Wasserstrahl ist stabiler als ein herkömmlicher Vollstrahl


  • dadurch ergibt sich eine bessere Wurfweite


  • stufenlose Verstellbarkeit bis hin zum Sprühkegel


  • Regelung der Durchflussmenge ohne Unterbrechung der Wasserabgabe


  • Wassersparender Löschangriff


  • Rauchgasabkühlung durch Sprühkegel


  • Erhöhung des Kühleffekts durch größere Oberfläche der Wassertröpfchen insgesamt

    HSR gibt es in verschiedenen Größen, vom kleinen HSR mit einer Durchflussmenge von 130 bis 300 l/min und weniger bis hin zu großen Monitoren und Werfern.

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    Vector S

    In Europa vertreibt die französische Firma Leader aus den USA importierte HSR, die sich durch eine Doppeldruckregulierung auszeichnen. Diese Funktion führt zu mehr Konstanz bei der Wasserabgabe.

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    Vector S mit Teleskoprohr

    Der Vector S ist der einzigste mobile Wasserwerfer mit einer Leistung bis zu 5000 l/min. Der Werfer kann sowohl auf mobiler Basis, als auch auf festmontierter Basis eingesetzt werden. Die hohe Standfestigkeit erlaubt es sogar den mobilen Werfer auf einen LKW zu stellen. Ein Sicherheitsventil stoppt die Wasserförderung, wenn der Werfer umkippen sollte. Die Durchflussmenge variiert zwischen 600 l/min und maximal 5000 l/min. Der Vector S hat eine automatische Düse, welche die Fördermenge dem Druck anpasst. Mit 25 kg ist der Werfer auch von einer Person problemlos zu tragen.

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    Vector S mit Teleskoprohr

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    Vector S wiegt nur 25kg

    Der Partner OS ist ebenfalls ein tragbarer Wasserwerfer, jedoch etwas kleiner und der einzigste oszillierende mobile Werfer (Horizontale (40°) und vertikale Einstellung (10-50°) ohne Handrad). Er fördert maximal 2000 l/min. Wiegen tut er 12 kg. Im Gegensatz zum Vector S verfügt der Partner über einen Durchflussmengeneinsteller am Gehäuse des Wasserwerfers. Die Einsatzkraft kann den Wasserwerfer ohne Mithilfe des Machinisten steuern. Verrutschen des Wasserwerfers führt zum automatischen Verschließen des Durchflussmengeneinstellers.

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    Partner OS

    Das auf dem Bild gezeigte Ultimatic FO6GAA ist bspw. das Standard-HSR der BF Frankfurt am Main. FO steht für Flash Over und 6 Bar Druck.

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    HSR von Leader mit integriertem Licht

    Auf die HSR können verschiedene Adapter aufgebracht werden, die das HSR als Mittel- und Schwerschaumrohr einsetzbar machen.

    Geschrieben von Stefan C. um 14:25 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    FireEngineering 2006: Hydraulische Rettungsgeräte von Holmatro

    Wer mit hydraulischen Rettungsgeräten arbeitet kennt das Problem: Die zwei Hydraulikschläuche verheddern und verknoten sich häufig. Das kostet nicht nur Zeit beim Entknoten, sondern die Empfindlichkeit der Hydraulikschläuche gebietet außerdem einen besonders vorsichtigen Umgang.

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    4000er Serie von Holmatro

    Herkömmliche Hydraulikschläuche sind im Inneren mit einer Stahldrahteinlage versehen, die beim Knicken brechen und das unter Druck stehende Hydrauliköl austreten lassen kann.

    Abhilfe schafft hier das Ein-Schlauch-System Core™ von Holmatro. Es kommt zu keiner Schlaufenbildung wenn der Hydraulikschlauch aus- und vorgezogen wird, denn der Schlauch ist um 360° Grad drehbar, da die Schläuche an der Pumpe und am Gerät rotieren können. Folge: Der Schlauch entwickelt sich selbst.

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    Das Ein-Schlauch-System hat einen weiteren Vorteil: Der Rücklauf des Hydrauliköls findet bei max. 25 bar im äußeren Schlauchteil statt, während der Zulauf von 720 bar im Inneren stattfindet. Der Benutzer ist also nie mehr als 25 bar ausgesetzt, sofern es zu einem Unfall kommen sollte. Der vor äußeren Einwirkungen besser geschützte Hochdruckzulauf ist damit deutlich sicherer. Auf diese Weise wird ebenfalls eine Ölstromunterbrechung durch Abknicken erschwert.

    Ein Gimmick der besonderen Art weisen Schneidgeräte, Kombigeräte und Spreizer der Holmatro 4000-Serie auf: So finden sich im Griff zwei LED-Lichter, die mit einer normalen AA Batterie etwa 6 Stunden ununterbrochen arbeiten.

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    LED-Lichter im Griff der 400er Serie

    Auch wenn das Licht verglichen mit den Flutlichtstrahlern nicht besonders intensiv ist, so vermag es im Einsatz hilfreich sein, wenn der arbeitende Trupp das Licht im Rücken hat oder die Ausleuchtung der Einsatzstelle noch fehlt. Die Schnittstelle gerät so nicht außer Blick.

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    Standardmäßig bietet die Holmatro® 4000-Serie das Schnellstromventil, mit dem sich Geräte schneller öffnen oder ausfahren lassen und damit eine größere Effizienz erreicht wird. Das Schnellstromventil vergrößert die Öffnung, wenn noch kein Druck aufgebaut ist oder wenn der Betriebsdruck niedrig ist (unter 150 bar). Bei einem Betriebsdruck von 150 bar reduziert das Ventil die Öffnungsgeschwindigkeit automatisch auf "normal", um einen kontrollierten und sicheren Befreiungsprozess zu garantieren. Der Sicherheitshandgriff ermöglicht natürlich genaues und proportionales Öffnen und Schließen bei sowohl hohen als auch niedrigen Geschwindigkeiten.

    Das Aggregat DPU 31 PC Duo Pumpe Personal Power® von Holmatro reguliert den Öldruck. Wird das Aggregat nicht genutzt, geht es auf stand-by. Dadurch ergibt sich ein Plus an Sicherheit, ist doch eine gerade nicht genutzte Hydraulikleitung nicht unter Druck. Aber auch der ökonomische und ökologische Effekt ist nicht zu unterschätzen.

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    Aggregat DPU 31 PC Duo Pumpe Personal Power®

    Mit dem Aggregat löst Holmatro eine weitere Schwierigkeit. Bisher muss das Aggregat u.U. Zur Unfallstelle getragen werden, wozu angesichts des Gewichts vier FA(SB) nötig sind. DPU 31 PC wiegt nur 25 Kg und ist deshalb von einer Person problemlos transportierbar. Dadurch sind drei Arbeitskräfte für andere Aufgaben frei, wie das Sichern der Unfallstelle.

    An das Gerät lassen sich zwei Rettungssätze anschließen und gleichzeitig betreiben. Mit 65 dB ist das gerät auch deutlich leiser als das von deutschen Feuerwehren Verwendete. Das senkt die Geräuschkulisse am Einsatzort deutlich ab. Davon profitiert sowohl der Patient, als auch die stressbelasteten Einsatzkräfte. Die Kommunikation ist auch ohne lautes Organ möglich.

    Geschrieben von Stefan C. um 10:16 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Autobahnmaut und ihre Folgen

    Seit Einführung der Autobahnmaut für Lastkraftwagen auf deutschen Bundesautobahnen ist sie Streitpunkt, nicht nur für LKW-Fahrer, sondern auch für Politiker, denn es geht um Geld, sehr viel Geld: In einem Schreiben bittet Gemeindetagspräsident Dr. Uwe Brandl Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein um Unterstützung bei der gemeindlichen Forderung, die Feuerwehren an der Autobahnmaut zu beteiligen.

    Begründet wird diese Forderung mit der Tatsache, dass gemeindliche Feuerwehren zu Verkehrsunfällen auf Bundesautobahnen gerufen werden und damit eine Verpflichtung des Bunds als zuständiger Straßenbaulastträger erledigen. Jedoch zahlt der Bund keinen Cent. Allein im März hat der Bund nach Angaben des Gemeindetages 270 Millionen aus der Maut eingenommen.

    „Der Bund kassiert – die Gemeinden und ihre Feuerwehren schauen in die Röhre. Das muss sich ändern. Der Bund muss die Gemeinden am Aufkommen der Autobahnmaut beteiligen, weil gemeindliche Feuerwehren in hohem Ausmaß zu Verkehrsunfällen auf Bundesautobahnen gerufen werden und Gefahren für die Verkehrsteilnehmer beseitigen“ sagte Gemeindetagspräsident Dr. Uwe Brandl. „Die Feuerwehren erledigen eine Pflicht des Bundes als Straßenbaulastträger. Es ist nur recht und billig, wenn die Gemeinden an der Maut beteiligt werden. Feuerwehrfahrzeuge und das eingesetzte Personal kosten viel Geld. Der Bund sollte sich angemessen an diesen Kosten beteiligen.“ (Quelle: Bayerischer Gemeindetag)
    Der Gemeindetag steht mit dieser Forderung nicht alleine:
    Deswegen befürwortet auch der Feuerwehr-Landesverband die Forderung des Gemeindetags. „Großlöschfahrzeuge, Verkehrssicherungsanhänger, schweres Rettungs- und Bergungsgerät plus die Ausbildung der Feuerwehrler“, zählt Landesvorsitzender Alfons Weinzierl aus Dingolfing die Mehrkosten speziell für die Arbeit auf Autobahnen auf. „Der Staat zahlt für die Anschaffungen einen Zuschuss über die Feuerschutzsteuer, aber der Bund gibt nichts dazu“, klagt Weinzierl. (Quelle: PNP)

    Die Forderung hat für mich einen faden Beigeschmack. In meinen Augen wird die Feuerwehr für finanzielle Forderungen der Gemeinden instrumentalisiert. Wenn von der Feuerwehr geredet wird, ist damit auch die Gemeinde gemeint, weil die Feuerwehr eine Einrichtung derselben ist. Selbst wenn es eine Beteiligung der Gemeinden an der Maut für Aufgaben der Feuerwehr geben würde, bekäme die Feuerwehr keine bessere finanzielle Ausstattung. Was am einen Ende mehr hereingespült wird, wird an einem anderen Ende gekürzt.

    Geschrieben von Stefan C. um 09:25 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    Überraschung!


    Unexpected and Unpleasant Surprise (1)
    Originally uploaded by firerescuelieut.
    Stell' Dir vor, Du bekommst ein Fahrzeug um patientengerechte Rettung zu üben, und im Kofferraum sind noch Fixerutensilien.

    Geschrieben von Irakli um 00:01 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    12.04.06

    (CGM) - Feuer in Stuttgart


    fire3
    Originally uploaded by magnetisch.
    Schönes Beispiel für CGM, oder "Citizen Generated Media". Ein Einsatz in Stuttgart wird in einer Bilderreihe festgehalten.

    Zum Thema "Erklärungsbedürftige Aktionen" gehört auch die Entwässerung eines Rohrs aus dem Brandobjekt. Sinnvolle Sachen, nur mag das nicht jeder Zuschauer begreifen.

    Geschrieben von Irakli um 15:23 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Networking: OpenBC

    Networking kann man auch online betreiben. Sehr hilfreich sind dabei Communities wie z.B. OpenBC (Open Business Community); dort kann man sein Profil hinterlassen, seine Kontakte verwalten und auch neue Kontakte knüpfen. Besonders interessant ist das OpenBC'ler bei der Feuerwehr-Forum, denn dort trifft man auch auf "die andere Seite" der Kollegen, nämlich die berufliche. So lassen sich auch treffliche Kontakte herstellen, ob weit (Lübeck) oder nah (München).

    Der Sinn solcher Communities ist abhängig vom Nutzerverhalten. Viele legen ihren Kontakt an, lehnen sich zurück und warten, ob etwas kommt (eher nicht). Andererseits kann man eben durch die digitale Lande ziehen und proaktiv seinen Horizont erheblich erweitern. Ich habe schon letztes Jahr mein Profil angelegt, und nicht so viel daraus gemacht. Seit meiner beruflichen Unabhängigkeit nutze ich das Tool viel intensiver, und es hat in der Tat auch schon geschäftlich gefruchtet.

    Abstrahiert man das Ganze, kann man sich schon fragen ob es sinnvoll ist, einen Großteil seines Networkings auf digital zu verlegen. Andererseits führt die Entwicklung unweigerlich darauf hin - also lieber voran sein als mitschwimmen. Wir sehen uns dort.

    Geschrieben von Irakli um 15:02 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Dankeschön, Feuerwehr!

    Zur Story mit der von mir begrüßten sehr positiven Selbstdarstellung in den Einsatzberichten von US-Feuerwehren ("Helden"-Diskussion im Forum) nun das ruhmreiche Finale: gerettete Mädchen besuchen ihre Retter.

    The two young girls (above) that were rescued by the members of 98s from the waters of the Pacoima Flood Control Channel surprised their rescuers with cookies and home made "Thank You" cards yesterday.

    Zu der ganzen Geschichte gehört natürlich auch eine freundliche Empfehlung aus der Chefetage:

    Following the rescue Chief Varela visited the rescue site and spoke with the members of Fire Station 98. Chief Varela commented that "It's because of the quick actions, knowledge and experience of the members of 98s that the girls are alive today".

    Aktionen, die hierzulande bestimmt auch nicht unüblich sind. Gerne darf man das in die eigene Öfka einbauen.

    Geschrieben von Irakli um 13:03 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    1strespondernews.com: der Podcast

    Endlich habe ich es geschafft, den Podcast von 1strespondernews.com in aller Länge anzuhören, der übrigens auch in iTunes abonniert werden kann. Der Podcast ist ein wenig versteckt: Link oben anklicken und sich nicht von den tausenden animierten GIFs irritieren lassen. Der Podcast ist ganz oben in der linken Leiste.

    Ich glaube nicht, dass hierzulande eine Rubrik Die Drei Dummen Feuerwehrmänner der Woche besonders gut ankäme. Ansonsten ist die Show natürlich sehr amerikanisch (beim Intro bitte nicht erschrecken, wer einen Piepser hat) aber durchaus unterhaltsam, zB beim Sport.

    Wenn man das Ganze Richtung Engadget-Podcast ziehen würde, dann könnte man sogar hierzulande etwas unterhaltsames (nd sinnvolles auf die Beine stellen.

    Geschrieben von Irakli um 12:44 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Nicht. Rauchen.

    Nach diesem Artikel im Spiegel Online wird in Deutschland zu wenig getan, um Nichtraucher vor dem blauen Dunst zu schützen. Mich würde mal interessieren, welche Bandbreite bzw. Lösungen in den einzelnen Feuerwehren vorhanden sind. Sicher hat das ggf. mit den Räumlichkeiten zu tun - Trennung zwischen Lehrsaal und Stüberl - aber andererseits auch mit der Philosophie, und für letztere interessiere ich mich besonders.

    Erfreulicherweise muss man feststellen, dass die Raucher auf dem Rückzug sind. Ich habe früher oft und gerne geraucht und hätte über ein Verbot bestimmt gemeckert.

    Unser Gerätehaus hat nur einen Saal, also ein kombinierter Aufenthaltsraum und Lehrsaal. Wir haben das so eingerichtet, dass ab einer halben Stunde vor Beginn eines Pflichttermins im Saal nicht mehr geraucht werden darf. Es ist aber auch so, dass Eltern von Jugendfeuerwehrlern verstärkt auf das schauen was der Nachwuchs macht, und da kommt es einfach schlecht wenn überall gequalmt wird.

    Wie ist denn die Philosophie bei Euch?

    Geschrieben von Irakli um 10:31 | Permanenter Link | Kommentare (6) | TrackBack

    11.04.06

    Spinnenjagender australischer Nackedei verbrennt sich am Hintern

    Aus der Kategorie "Dumm gelaufen aber selber Schuld": Australischer Freikörperkultivant schüttet Benzin in Erdloch von vermeintlich tödlicher Spinne, Streichholz hinterher, und erleidet Verbrennungen an 18% der Körpers inklusive Hintern. "Der Mangel an Kleidung hat sicherlich zur Schwere der Verbrennungen beigetragen", so die Ärzte.

    [yahoo News]

    Geschrieben von Irakli um 19:34 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Er hat, und ist wieder da!

    Alle Panik war gottlob umsonst, jetzt steht es wieder am angestammten Platz.

    0604 Ts

    Tschüß gähnende Leere, willkommen zurück LF16TS! TÜV bestanden, Rostschäden beseitigt und nun für die nächsten zwei Jahre, dem Naturkatastrophenaufkommen nach das wertvollste Fahrzeug im Fuhrpark. Bitte schön durchhalten!

    Geschrieben von Irakli um 19:23 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Blogging in English: the B hose reel on wheels

    Welcome to Feuerwehr Weblog's first post in English. Every once in a while, people from outside the German speaking countries ask us the odd question about firefighting here. So we decided to answer those questions which might be of interest to a wider audience as a blog post in English.

    I'd like to take up this opportunity and invite our international readers to submit any questions they might have about firefighting in Germany directly via mail: irakli (at) feuerwehr-weblog.de. If I can't answer your query, I'll try and pass it on to someone who does and make sure it is answered.

    So here we go: in a comment about this picture on Flickr, user VolkswagenFan asks about the hose reel attached to the back of the engine.

    0604 Reel1

    This is a picture of our LF16/12, a standard universal fire fighting engine in Germany. You can see the reel in question attached to the back of the engine.

    (fotoset on Flickr)

    0604 Reel2

    This reel is of a newer type that can be handled by a single person, usually the driver / operator who has to gain access to the pump operator panel behind the shutter. The reel usually carries anywhere from six to eight "B" (ca 3") size hoses, each of 20 metres (roughly 60') length. The wheeled reel allows for a quick connection to the nearest hydrant.

    This is how the reel is removed:

    0604 Reel3

    0604 Reel4

    0604 Reel5

    0604 Reel6

    0604 Reel7

    0604 Reel8

    The pump operator panel. The two mounting racks for the reel have been moved sideways, providing full access to the panel.

    That's it!

    Geschrieben von Irakli um 14:13 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Heute vor 10 Jahren: Flughafenbrand Düsseldorf

    Heute vor 10 Jahren brannte es im Flughafen Düsseldorf. Bei Schweißarbeiten fliegende Funken entzündeten Dämmmaterial in einer Zwischendecke. Es kam zu einem Schwelbrand der längere Zeit unbemerkt blieb, sich aber dann zu einem tödlichen Flammen- und Rauchgasinferno entwickelte: 17 Menschen starben an Rauchgasintoxikation, 88 wurden zum Teil schwer verletzt.

    Ursache der Katastrophe war die unerlaubte Verwendung von Styropor bei der Isolierung der Zwischendecken und die Nichteinhaltung von Brandschutzvorschriften bei Schweißarbeiten. Bei den Schweißarbeiten entstanden Funken. Die Funken brachten Bitumen zum schmelzen. Das heiße Bitumen drang in die Zwischendecke ein und entzündete das Styropor und Kabelumhüllungen aus PVC. In der Zwischendecke voller nicht abgedeckter Kabelstränge und Versorgungsleitungen breitete sich das Feuer mit rasender Geschwindigkeit aus und brach schließlich im Untergeschoß, in der Ankunftebene, durch die Decke.

    Die Hohe Zahl der Opfer resultierte unter anderem aus dem Fehlen von Brandschutztüren und der Verteilung der Rauchgase durch das auf Umluft gestellte Lüftungssystem der betroffenen Terminals. Dies führte zu einer verheerenden Verteilung der Rauchgase inklusive Dioxin durch alle Gebäudeteile. Zwei von drei Terminals wurden zerstört bzw. mussten aufgrund der durch den Brand verursachten Kontaminierung durch giftige Gase im Anschluss abgerissen oder vollständig kernsaniert werden.

    Nicht nur bauliche Mängel, sondern wohl auch menschliches Versagen führten zu einer Zuspitzung der Lage. Wurden bereits um 15.30 an jenem verhängnisvollen Tag die im Gebäude befindlichen Passagiere zum Verlassen des Gebäudes aufgefordert, ergeht erst fast eine halbe Stunde später die Bitte um Hilfe an die Berufsfeuerwehr Düsseldorf. Der eintreffende Einsatzleiter löst Großalarm aus. Insgesamt sind 800 Helfer von Feuerwehren und Sanitätsdiensten sowie 30 Ärzte im Einsatz.

    Geschrieben von Stefan C. um 08:16 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    10.04.06

    FireEngineering 2006: Smiths - Aufspüren unbekannter Stoffe

    Bei Gefahrgutunfällen zählt jede Sekunde, denn schließlich weiß zunächst niemand, mit welchem Stoff es die Einsatzkräfte zu tun haben. Zwar besitzen Gefahrguttransporte eine rechteckige, orangefarbige Gefahrentafel, die entweder übereinander zwei Nummerncodes hat oder leer ist.

    Bei nummerierten Tafeln gibt die obere Nummer, die Kemler-Zahl, Aufschluss über die Art der Gefahr. So steht die 33 für eine leicht entzündliche Flüssigkeit. Ist der Gefahrennummer ein "X" vorangestellt, so reagiert der Stoff gefährlich mit Wasser. Die untere Nummer, die UN-Nummer, gibt Auskunft über die Chemikalie selbst. Zum Beispiel steht die 1202 für Dieselkraftstoff oder Heizöl.

    Aber was, wenn das Fahrzeug keine Warntafel hat oder diese unfallbedingt nicht mehr erkennbar ist? Hierzu benötigt die Feuerwehr Instrumente, die es ermöglichen den Stoff zu bestimmen.

    Auf dem Markt gibt es verschiedene Geräte dazu. Ins Auge stachen mir auf der FireEngineering vor allem ein orangefarbener und ein gelber Kasten am stand von Smiths.

    smiths1.jpg
    GasID

    GasID unterstützt bei der schnellen Identifikation von über 5 500 möglicherweise gefährlichen Gasen und Dämpfen. Das System vergleicht unbekannte Dämpfe und Gase mit einer integrierten Datenbank.

    smiths2.jpg
    HazMatID

    HasMatID arbeitet auf Basis eines Infrarot-Spektrometers und ist deshalb nur für feste Stoffe einsetzbar. Anhand der Absorption der IR-Strahlen wird der Stoff identifiziert.

    smiths3.jpg
    Sabre 4000

    Der Sabre 4000 ist der einzige tragbare Ionen-Mobilitäts-Spektrometer, der Gefahren durch explosive oder chemische Waffen, giftige industrielle Stoffe und Rauschgift auch in unteren Nachweisgrenzen (unterer ppb-Bereich)erkennen kann. Kurze Ansprechzeiten und die Detektierbarkeit unterschiedlicher chemischer Substanzklassen bei Umgebungsdruck sind weitere Eigenschaften des Systems. Das Gerät erkennt nur einprogrammierte Stoffe, dieses aber binnen fünfzehn Sekunden.

    Das Analyt wird ionisiert und die Ionen werden mit einem elektrischen Feld durch ein Gas gezogen. Durch Kollisionen mit den Gasmolekülen werden die Ionen gebremst, wobei diese Reibungskraft bei großen Molekülen stärker ist als bei kleinen Molekülen. Deshalb bewegen sich kleine Moleküle mit einer höheren Geschwindigkeit im Gas. Auf diese Weise können Moleküle unterschiedlicher Größe aufgetrennt werden. (Quelle: Wikipedia)

    Das IMS findet sich u.a. in den ABC-ErkKW des Katastrophenschutzes.

    Geschrieben von Stefan C. um 23:27 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    FireEngineering 2006: Godiva - Pumpen mit integriertem CAFS

    Zugegeben, ich bin kein Maschinist, was mich jedoch nicht daran hinderte mir bei Godiva die ausgestellten Heckeinbaupumpen erklären zu lassen.

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    Die Godiva World-Series-Heckeeinbaupumpe der Leistungsklasse FPN 10-2000 nach DIN EN 1028 sind mit komplett integrierter CAFS-Anlage als DLS 1200 gemäß DIN V 14430 verfügbar.

    Die EN 1028 beschreibt Feuerlöschpumpen und Feuerlöschkreiselpumpen mit Entlüftungseinrichtung. So ist die darunter fallende FPN 10-2000 eine Feuerlöschkreiselpumpe für Normaldruck mit einer Nennförderleistung von 1000l/min bei einem Nennförderdruck von 10bar. (FP heißt Feuerlöschkreiselpumpe und das N steht für Normaldruck).

    Die DIN V 14430 beschreibt Systeme zur Verbesserung der Löscheffizienz, die ohne jegliche Verzögerung eingesetzt werden können. (Der Buchstabe “V” bei dieser Norm weist darauf hin, dass es sich hier um eine Vornorm handelt). Hierbei werden dem Löschwasser nach der Feuerlöschkreiselpumpe unter Druck Löschmittelzusätze, z.B. Schaummittel/Schaummittelkonzentrate und ggf. Druckgase (Druckluft) zur Schaumbildung zugeführt.

    Ziel dieser Systeme ist es, Haftfähigkeit, Eindringvermögen sowie Verweildauer des Löschmittels auf dem Brandgut zu verbessern, um auf diese Art mehr Löschwasser zu verdampfen und dem Brandgut mehr Energie entziehen zu können. Ziel der Verschäumung ist es, die wirksame Oberfläche des Löschmittels Wasser zu vergrößern und dieses auch auf abschüssigen Flächen des Brandguts zu fixieren. Das Zeitintervall für einen effektiven Wärmeübergang wird dadurch vergrößert.

    Es gibt drei Mischsysteme: selbstansaugende Schaummittel-Zumischer, Druckzumischanlagen (Class-A-Foam-Anlagen) und Druckluftschaumanlagen (Compressed-Air-Foam-System/CAFS-Anlagen).

    godiva2.jpg
    Godiva World-Series-Heckeinbaupumpe

    DLS 1200 bedeutet Druck-Luft-Schaum System (international als CAFS bezeichnet). Dabei führt der Kompressor dem Löschwasser mindestens 1 200 l Gase und Löschmittelzusätze pro Minute hinzu. Dadurch entsteht ein feinporiger Schaum, der auch über ein normales Strahlrohr abgegeben werden kann.

    Das besondere an der Godiva-Heckeinbaupumpe ist das bereits integrierte CAFS-System. Dadurch minimiert sich der Mehraufwand für den Einbau, verglichen mit einer normalen Pumpe, gegenüber anderen CAFS-Systemen um etwa fünf Stunden.

    godiva3.jpg
    Godiva World-Series-Heckeinbaupumpe

    Geschrieben von Stefan C. um 22:33 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    FireEngineering 2006: Eagle Imager - WBK mit Farbdisplay

    Mit einer Wärmebildkamera hat noch nicht jeder Feuerwehrmann (SB) hantiert. Ich hatte auf der FireEngineering gleich zweimal eine "Begegnung der unbekannten Geräte". Das erste mal am Stand von tycoScott, das zweite Mal im Brandcontainer.

    Bei tycoScott blickte ich durch den Eagle Imager.

    wbk.jpg
    Blick durch die WBK

    Wie obiges Bild zeigt, ist das Modell auch mit Farbisdplay zu haben. Im Innenangriff reicht es aber m.E. nach aus, wenn lediglich das heiße Spektrum rot und alles andere in Grautönen dargestellt wird, denn so ist die Gefahr durch den Farbkontrast besser erkennbar.

    Der Eagle Imager setzt die Micobolometer-Technologie ein, die eine bessere Abbildung des Wärmespektrums erlaubt. Besonders von Vorteil ist der Twist-Change(TM)-Mechanismus, der die Fixierung des robusten Haltegriffs in drei Positionen ermöglicht, wodurch das Mitführen der Kamera beim Kriechen oder im Aufrechtgang verbessert wird.

    Waren bis vor wenigen Jahren die WBKs selbst für Berufsfeuerwehren unerschwinglich, halten die WBKs vermehrt Einzug in die Freiwilligen Feuerwehren, da WBKs nun erschwinglich werden. Zieht man eine Analogie zu den Atmenschutzgeräten, die erst Ende der siebziger bzw. Anfang der achziger Jahre bei den Freiwilligen Feuerwehren Einzug hielten, so werden auch WBKs in den nächsten Jahren in immer mehr Wehren zu finden sein.

    Die Vorteile der Technologie liegen auf der Hand:

  • besseres Orientieren in verqualmten und dunklen Räumen

  • schnelleres Lokalisieren des Brandherdes

  • effiktiveres Suchen nach vermissten Personen

    Die WBK unterscheidet sich von der Infrarotkamera durch ihre passive Funktionsweise. Während die Infrarotkamera einen aktiven Infrarotstrahler besitzt, empfängt die Wärmebildkamera lediglich Infrarotstrahlung, z.B. Restwärme von Körpern oder die Wärmestrahlung des Feuers.

    Geschrieben von Stefan C. um 21:45 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Bilderstrecke Hochwasser Dannenberg

    Von der Feuerwehr Dannenberg: Eindrücke vom Hochwasser.
    (Danke, Henning!)

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    Geschrieben von Irakli um 20:33 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    FireEngineering 2006: Löschen mit Hochdruck: Fire-Tec

    Ähnlich wie Hydrex, ist Fire-Tec ein Löschgerät, das auf einem im Alltag bewährten Gerät aufbaut. Das Basisgerät von Oertzen Fire-Tec ist ein handelsüblicher Hochdruckreiniger.

    firetec3.jpg
    Das Hochdruck-Löschgerät Fire-Tec

    Aber warum löschen mit Hochdruck? Einerseits gewährleistet die feine Verteilung des Wassers eine wesentlich höhere Kühlwirkung, da der Wassernebel eine größere Wasseroberfläche besitzt, andererseits werden durch den Druck die Flammen bei Entstehungsbränden regelrecht ausgeblasen, d.h. die Sauerstoffzufuhr wird unterbrochen. Der geringe Wassereinsatz minimiert sowohl den Wasserschaden als auch die Umweltbelastung durch abfliesendes, kontaminiertes Löschwasser.

    firetec1.jpg

    Der auf einen Druck von bis zu 250 bar erhöhte Wasserfluss sorgt dafür, dass das Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus der Zerstäuberdüse der Löschpistole austritt. Der Wassernebel erreicht deshalb auch schlecht zugängliche Brandherde, wie z.B. in Dachstühlen, Wandvertäfelungen oder Zwischendecken.

    Der HDL 250 verteilt bei 250 Bar 25 l Wasser/min. Nach Angaben des Herstellers werden für einen ausgedehnten PKW-Brand nur etwa 20l Wasser bzw. für einen Zimmerbrand bis zu 40l Wasser benötigt.

    firetec2.jpg

    Ein ähnliches System ist IFEX (Impulse Fire Extinguishing System). Auch hier wird das Wasser als feiner Wassernebel aufgebracht. Das Wasser wird in Stahlzylinder gefüllt und mit 25 bar Luftdruck durch vier Gummilippen auf der Vorderseite des Zylinders geschossen. Der Schuss erreicht dadurch eine Geschwindigkeit von ca. 400 km/h. Der Unterschied zu Fire-Tec: Bei IFEX können immer nur einzelnen Schüsse abgegeben und nach jedem Schuss muss wieder aufgeladen werden.

    Die Nachteile des Hochdrucksystems sind die geringe Wasserleistung des Gerätes, die dem Benutzer vor allem im Innenangriff kaum Schutz vor Rauchgasdurchzündungen oder ähnlichem bieten. Deshalb ist auch Fire-Tec nur für den Entstehungsbrand geeignet. Außerdem besteht beim Ablöschen von brennenden Personen die Gefahr, dass durch den hohen Druck die Verbrennungsverletzungen noch größer werden oder Augenverletzungen möglich sind.

    firetec4.jpg

    Fire-Tec kann dank des Löschwasserbehälters mit und ohne angeschlossene Wasserversorgung betrieben werden. Die geringe Größe macht es für Vorausfahrzeuge oder als Ersatz für die Kübelspritze attraktiv.

    Übrigens, Fire-Tec ist eigentlich ein Zufallsprodukt: Vor zwanzig Jahren hatte ein Landwirt nur den Hochdruckreiniger zur Hand, als dessen Stroh brannte. Mit Hilfe des Gerätes löschte er die Flammen.

    Geschrieben von Stefan C. um 19:42 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Vor Ort: Hochwasser

    Weblog-Leser Henning Wanke ist in seiner Heimatstadt im Einsatz (Dannenberg) und wird von dort berichten, auch per Handy im Moblog: das erste Foto ist schon eingetrudelt. Viel Glück!

    Übrigens steht diese Möglichkeit jedem offen: wer per Handy (E-Mail + Foto als Anhang) live berichten möchte, bitte bei mir melden (irakli at feuerwehr-weblog.de), ich schicke dann die Mail-Adresse zu!

    Geschrieben von Irakli um 17:52 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    GW-L FF Ohlstadt

    Heute konnte die FF Ohlstadt (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) ihren GW-L (Gerätewagen-Logistik) in Empfang nehmen. Dieses Fahrzeug war schon am Stand von Lentner auf der FireEngineering ausgestellt. Dort wurde es teils begeistert aufgenommen, teils kritisch, insbesondere weil es weit entfernt von der Norm ist. Dazu mehr später.

    0604 Gwl01

    Fotostrecke auf Flickr.

    Vor dem persönlichen Kommentar noch die (mir soweit bekannten) Fakten:

    Fahrgestell Mercedes Atego 1125 und Singlebereifung, Gruppenkabine mit 7 Sitzplätzen, davon vier mit PA, 2 Geräteräume, Ladefläche mit Ladebordwand, Gitterboxensystem, eingebauter Stromerzeuger und ausfahrbarer Lichtmast.

    0604 Gwl02
    Die Gruppenkabine hat eine lichte Höhe von 1,80m.

    0604 Gwl05
    G1: E-Sauger, Chiemseepumpe, Tauchpumpe, Schläuche

    0604 Gwl04
    G2: TS, Saugschläuche, Bedienung Lichtmast

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    Ladefläche: 2 Steckleiterteile, 1 Box "Stromerzeuger", 1 Box "Ölbindemittel, 1 Box "Schläuche". Es können bis zu 500m B-Schläuche in Boxen mitgeführt werden, die während der Fahrt ausgelegt werden können.

    Nun zum Fahrzeug: es soll ein TSF als zweites Fahrzeug (erstes ist ein LF16/12) ersetzen. Die FF Ohlstadt hat eine Mannschaftstärke von 55 aktiven.

    Wenn man sich zumindest hier im Münchner Umland umsieht, stellt man fest, dass das Gitterboxensystem mit seiner Flexibilität immer mehr Freunde gewinnt. Ob Versorgungs-LKW (Haar), Versorgungsfahrzeug (Vaterstetten) oder gar Vers.-LKW mit Kran (Aschheim), so gibt es die unterschiedlichsten Varianten von Trägerfahrzeugen.

    Das Ohlstadter GW-L gefällt mir richtig gut, wenn man bedenkt, dass:

    • Das Gerätehaus nur zwei Gassen verfügbar hat (-> hat auch eine Selbstbeschränkung zur Folge, keine vielfache Fahrzeug beschaffung, zB TSF + LKW)
    • Das Einsatzaufkommen der letzten Jahre in Bayern und auch bundesweit (Hochwasser, Schnee) ein Taktik-Umdenken Richtung "Unwetter" erfordert, das mit Standard-Fahrzeugen nicht oder schlecht zu decken ist
    • Die Flexibilität eines LKW(+ Gitterboxen) mit dem Einsatzzweck eines TSF verbunden sind. Die Ladefläche ist auch ideal für den Abtransport schmutziger Geräte
    • Die Gruppenkabine eine Mannschaftsstärke ermöglicht, die auch "Gerätegerecht ist", was z.B. beim SW2000 ja nicht gegeben ist, insbesondere bei der Vornahme der TS durch einen Trupp
    • Die Singlebereifung auch prima Geländeeigenschaften ermöglicht (kann ich gut beurteilen...)

    Ich könnte mir sehr gut vorstellen nach dem Hochwasser letztes Jahr und dem Schnee heuer ein LF oder TLF gegen ein GW-L auszutauschen. Auch wenn das Fahrzeug nicht genormt ist, halte ich es im Gegensatz zu einer 10-Tonner-TSF-Norminterpretierung für eine extrem sinnvolle Sache.

    Als Wermutstropfen habe ich mir die vier PA gegen die Fahrtrichtung aufgehoben, allerdings wüsste ich nicht, wie und wo man sie sonst verlasten könnte. Praktisch gesehen bleibt wohl nur übrig, wenn man sich Truppweise nacheinander ausrüstet.

    Geschrieben von Irakli um 16:44 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Unberechtigt mit Blaulicht unterwegs

    Unberechtigt mit Blaulicht unterwegs war 43 Jahre alter Autofahrer aus Düren. In der Nacht auf Montag bemerkte eine Autofahrerin hinter sich ein Fahrzeug mit Blaulicht und wich auf die rechte Fahrspur aus, um dem vermeintlichen Einsatzfahrzeug den Weg frei zu machen.

    Der Autofahrerin kam das Fahrzeug jedoch verdächtig vor und so meldete sie ihre Beobachtung der Leitstelle der Polizei in Düren. Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der Halter das tragbare Blaulicht verbotswidrig eingesetzt hatte. Der Mann sagte aus, er habe das Blaulicht bei einer Internetauktion erworben und habe nur nur die Wirkung testen wollen.

    Der Schnäppchenjäger hätte vielleicht während des Wartens auf das Auktionsende die Gelegenheit nutzen sollen, um das hier zu lesen:

    Blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn darf nur verwendet werden, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder bedeutende Sachwerte zu erhalten.Es ordnet an: "Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen". (§38 StVO)

    Quelle: Pressemitteilungt der Polizei Düren

    Geschrieben von Stefan C. um 15:02 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Serienbrandstifter in Düren geschnappt (2)

    Vergangene Woche berichtete das Feuerwehr Weblog über eine Bande von Serienbrandstifter im Raum Düren.

    Ob es sich dabei um Feuerwehrangehörige handelt, habe ich bisher noch von keiner offiziellen Seite gehört. Anders dagegen Deutschlands selbsternanntes Lei(d)medium. Dort ist die Rede von:

    Elf Feuerwehrmänner und Hobby- Sanitäter aus dem Raum Düren (NRW) haben mehr als 100 Brände selbst gelegt! [...] Die Brandstifter sind 19 bis 24 Jahre alt, unter ihnen ausgebildete Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr und mehrere Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr.

    Ich frage mich jetzt, ob die Zeitung (die ich hier nicht verlinken möchte!) einen eingetragenen Brandschutzverein nicht mit der Feuerwehr verwechselt! Aber: Abwarten bis Informationen vorliegen, auf die man sich verlassen kann!

    Geschrieben von Stefan C. um 10:09 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Nachtrag zu "Test: Einsatzberichte BF (04) Rheinland-Pfalz"

    Hier hatte ich die Homepage des Stadtfeuerwehrverbandes Koblenz getestet und u.a. Kritik am Ressort "Einsätze" geübt.

    saugborb_thai.jpg

    Der Webmaster nahm sich die Kritik zu Herzen und verbesserte das Angebot. Die Seite hat nun einen RSS-Feed und die Einsätze sind direkt verlinkbar. Außerdem hilft der Navigationspunkt "Einsatzberichte - News" nun beim Auffinden der Einsatzberichte.

    Nachträglich wird die Bewertung der Webseite auf: Sehr gut erhöht.

    Geschrieben von Stefan C. um 09:12 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Schwelbrand im Blumenkübel

    Es gibt Einsätze, da werden sehr viele Kräfte alarmiert, um an der Einsatzstelle auf alles vorbereitet zu sein. So geschehen in Fallersleben bei Wolfsburg. Glücklicherweise wurden die drei alarmierten Wehren nicht benötigt:

    ... Dicker Rauch verqualmte am Samstag gegen 21.45 Uhr das Treppenhaus eines Gebäudes. Alles sprach für einen Großeinsatz von Berufsfeuerwehr und den freiwilligen Wehren Fallersleben und Ehmen, die auf breiter Front anrückten. Doch die Ursache war eher harmlos: In einer Massagepraxis glimmte Erde iem Agaven-Blumenkübel.

    Der Rauch hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Der Qualm war für die Wehren kein Problem: Schnell hatten sie ihn mit einem Hochleistungslüfter beseitigt. Doch wo kam er her? Mit einer Drehleiter wurde das Dach untersucht – ohne Ergebnis. Nach einer Stunde stand die Ursache fest: Erde hatte sich im Agaven-Kübel entzündet und schwelte.
    Quelle: WAZ Online

    Geschrieben von Stefan C. um 09:00 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Saugkorb mal anders

    saugborb_thai.jpg
    Quelle: Fotocommunity

    Geschrieben von Stefan C. um 08:45 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    09.04.06

    Die Feuerwehr im Paradies

    Auch das Paradies hat eine Feuerwehr ...

    paradies.jpg

    ... allerdings ist das Paradies nur eine Stadtteil von Konstanz.

    Hier gibt es noch ein paar Fotos von meinem Wochenendabstecher ins Paradies. Vielen Dank auch an eine "übergeordnete Kraft", die es mir erlaubte wenigstens ein paar Feuerwehr-Fotos zu machen. ;-)

    Geschrieben von Stefan C. um 22:32 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Fire Combat '06: Teilnehmer gesucht

    Wieder nach Kroatien: unter dem zugegebenermassen martialischen Namen "Fire Combat" wird am 06.05.06. in Opatija an der Adriaküste eine Art Olympiade abgehalten, zu der auch ausländische Teilnehmer höchst willkommen sind. Der Aufgaben haben's in sich, was uns wieder zum Heldenthema bringt.

    0604 Hrfc01

    Wer Interesse hat, bei mir melden. Ich reiche die Anfrage dann weiter. Ach, und ich könnte mir gut vorstellen, dort auch teilzunehmen :)

    Die Aufgaben für den 2er-Trupp mit PSA und angelegtem Atemschutz:

    • 5 C-Längen mit Rohr auslegen: über Wand, durch Tunnel
    • Plattform: Ein Truppmann hoch, Leine runter. Zweiter Mann befestigt Rohr an der Leine, klettert hoch, zusammen wird das Rohr hochgezogen und gesichert
    • Mit Absturzsicherung abseilen
    • Fünf Meter weiter liegt ein Herrmann, der 30 Meter getragen werden muss
    • Abschließend 3 gefüllte B-Schläuche 30 Meter zu verlegen und mit dem Rohr ein Ziel "abzuschießen" (-> Combat :)

    Klingt anstrengend, aber Spaß könnte das schon machen. Wie gesagt, wer Zeit, Lust und vor Allem die richige Kondition und Kraft mitbringt sollte da mitmachen. Gute Kontakte mit inbegriffen!

    Hier noch ein Paar Aufnahmen:

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    Geschrieben von Irakli um 15:39 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Fragezeichen

    Von der Idee her im Prinzip her nicht schlecht, zumindest originell: Elbhochwasser auf eBay. Im Grunde ein witzige Art, auf die eigenen Probleme aufmerksam zu machen.

    Doch bei der Umsetzung hapert es leider beim Vertrauen - Scherzkeks oder ernst gemeint? Zumal die Versandkosten auch vollig an der Realität vorbeigehen.

    Doch vielleicht findet sich ein Nachahmer, der diese Aktion seriöser aufzieht? Unterstützung durch das Weblog garantiert.

    (Danke, Manuel!)

    Geschrieben von Irakli um 14:51 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Kroatien: Hubschraubertraining (Bilderstrecke)

    Eingeschickt vom "Feuerwehr Weblog Team Hrvatska" :)
    Die Feuerwehr bereitet sich für die Waldbrandsaison vor: Training mit Hubschrauber, Typ Mi-8 (technische Daten).

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    (Hvala, Sinisa!)

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    Geschrieben von Irakli um 14:46 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Anatomie eines Einsatzberichts

    Ein weiteres, gutes Beispiel dafür, wie US-amerikanische Feuerwehren mit ihrer Arbeit umgehen gibt es hier als Einsatzbericht zu lesen. Nicht nur, dass die Dramatik sehr gut rüberkommt, dort wird auch kräftig auf die eigene Schulter geklopft, und, das ist das Besondere, wird die Tat eines einzelnen Feuerwehrmannes besonders hervorgehoben.

    Liest man sich den Bericht durch, sieht man eine schlagkräftige und bestens vorbereitete Truppe, wo jedes Mitglied jederzeit in der Lage ist, solche Taten zu vollbringen. Besondere Taten Einzelner färben positiv auf die gesamte Einheit ab.

    Nun kann man sich überlegen, wie der Bericht zum gleichen Einsatz hierzulande ausgefallen wäre (gähn). Ich glaube auch fest daran, dass sich die Mehrheit der Aktiven einer Wehr freuen würde, wenn besondere Taten in einem Bericht hervorgehoben werden, in dem aber die Arbeit der gesamten Truppe selbstbewusst als professionell und angemessen dargestellt werden.

    Zu aufgepeppten Einsatzberichten gibt's im Forum eine Umfrage mit Diskussion. Ich wüsste wirklich gerne, wie das Thema betrachtet wird.

    Geschrieben von Irakli um 14:07 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    07.04.06

    Zum Wochenende


    so many title choices.......
    Originally uploaded by gadjoboy.
    Irgendwie nett. Fällt jemandem hierzu ein Untertitel ein?

    Geschrieben von Irakli um 16:40 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Hybrid goes Mainstream

    In den USA werden dieses Jahr viele Fahrzeugbaureihen mit Hybridantrieb eingeführt. So soll der Anteil an Neuzulassungen bis zu 10% betragen. Ich denke, amerikanische Feuerwehren dürften sich spätestens jetzt auf Taktikebene Gedanken zu diesem Thema machen. Gefahrenpotenziale wie Batterien und Gleichstrom sollten beim Einsatz verstärkt berücksichtigt werden.

    Wichtig: PKW zerlegen üben, solange das Hydraulikaggregat mitspielt. Aber das ist eine andere Geschichte. Grrrr...

    Geschrieben von Irakli um 13:46 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Ausländische Hilfe für Katrina-Opfer versickert

    Nach diesem Bericht sind die USA mangels bestehender Prozeduren nicht in der Lage, die ausländische Hilfe für die Opfer des Hurrikans Katrina zu verarbeiten. Das Geld versickert, versprochene Gelder können nicht gezahlt werden. Prozeduren wurden zwar auf die Schnelle eingerichtet, wohl aber die falschen. Das Resultat: zu viel Bürokratie.

    Federal auditors on Thursday laid out a scenario of omissions, missteps and bureaucratic nightmares that caused a loss of money and other donations sent from abroad to help victims of Hurricane Katrina.

    [fark]

    Geschrieben von Irakli um 13:31 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Korea: Yongsan Fire Station


    Yongsan Fire Station
    Originally uploaded by soofalk.
    Eine Rarität auf Flickr: eine Feuerwehr außerhalb des deutsch- und englischsprachigen Raums! Diesmal aus Korea. Interessant an dem ausgefahrenen "Tanker" eine Art Kombi-Schlauch, der schon am Pumpeneingang gekuppelt ist. Sieht aus, als könnte man ihn sowohl für's Ansaugen verwenden als auch am Hydranten anschließen. Pure Spekulation natürlich...

    Geschrieben von Irakli um 13:16 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Serienbrandstifter in Düren geschnappt

    Bei folgender DDP-Meldung musste ich zuerst etwas schlucken:

    Die Beschuldigten räumten rund 80 Brandstiftungen ein, konnten sich angesichts der Vielzahl der Taten aber nicht mehr an jede einzelne erinnern. Ihnen wird vorgeworfen, Gebäude, Fahrzeuge sowie eine große Anzahl von Strohhaufen und Großcontainern niedergebrannt zu haben.

    Weiter heißt es:

    Die Polizei sprach von einer «professionellen Vorgehensweise». Ein Täter war beauftragt, ständig den Polizeifunk abzuhören, um vor Kontrollen zu warnen. Die anderen Gruppenmitglieder suchten geeignete Objekte aus. Untereinander kommunizierte die Bande mit Funkgeräten. Während ihrer Vernehmungen gestanden die Brandstifter ein, sie hätten das Feuer und die Arbeit der Feuerwehr fotografiert, um sich daran zu ergötzen.

    Seit Beginn des Jahres war die «Ermittlungsgruppe Winter» zur Aufklärung der Straftaten eingerichtet. Über mehrere Wochen wurden die Täter beobachtet. Organisiert hatten sich die Brandstifter in einem eingetragenen Dürener Verein, in dessen Namen auch das Wort «Brandschutz» vorkommt.

    Dieser Verein übernahm unter anderem gegen Entgelt die Aufgabe, einen Supermarkt zu entlüften, nachdem die Gruppe dort vorher den Brand gelegt hatte. Den «harten Kern» der Tatverdächtigen bildete der gesamte Vorstand des Vereins. Insgesamt wurde gegen elf Personen im Alter zwischen 19 und 24 Jahren ermittelt. Gegen die fünf Hauptverdächtigen ergingen Haftbefehle, die allerdings unter Auflagen außer Vollzug gesetzt wurden.

    Die Pressemeldung der Polizei Düren führt weiter aus:

    Den "harten Kern" der Tätergruppe bildete der gesamte Vorstand des Vereins, der es sich eigentlich zur Aufgabe gemacht hatte, Menschen in Not zu helfen. So ergingen tatsächlich auch Angebote an die Polizei, z.B. bei der Suche nach vermissten Personen zu unterstützen. [...]

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Aachen wurden die fünf Haupttäter dem Haftrichter beim Amtsgericht in Aachen vorgeführt. Gegen alle Personen wurden Haftbefehle erlassen, die aber gegen sehrstrenge Auflagen außer Vollzug gesetzt wurden.

    Das ist schon ein starkes Stück! Ich hoffe nur, dass sich nicht herausstellt, dass auch nur ein einziger Täter einen direkten Bezug zur Feuerwehr hat. Das wäre nämlich dann der GAU.

    Geschrieben von Stefan C. um 12:10 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    IN im Handy

    Klickt mal hier.

    Geschrieben von Stefan C. um 11:27 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Journalistentage: Weblogs als Expertenfundus nicht unterschätzen

    Heise online berichtet über die Journalistentage. Dort wurde auf die Bedeutung von Weblogs hingewiesen.

    Die oft als trivial und banal kritisierten Weblogs werden nach Ansicht mancher Experten von Journalisten unterschätzt. Zwar drehten sich etwa 90 Prozent der Weblogs tatsächlich um rein Privates, allerdings würden nicht wenige Blogs auch von ernst zu nehmenden Fachleuten betrieben. Darauf wies der Leiter des Studiengangs Online-Journalismus an der Fachhochschule Darmstadt, Prof. Lorenz Lorenz-Meyer, am Donnerstagabend bei den Frankfurter Journalistentagen hin. "Für fast jedes Thema von Politik bis Wissenschaft gibt es qualifizierte Blogger, die es sich lohnt zu lesen." Auch bei aktuellen Ereignissen spielen Weblogs eine zunehmende Rolle. So schilderten Betroffene des Hurricans "Katrina" dort ihre Erlebnisse.

    Geschrieben von Stefan C. um 11:14 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    FireEngineering 2006: Hydrex® - Das Löschgel

    Welche Löschmittel kennt der gewöhnliche Feuerwehrmann(SB)? Ich höre es förmlich wie eure Gehirne rattern, um das in der Grundausbildung gelernte wieder zu reaktivieren. Um es abzukürzen: Dihydrogenmonoxid (auch als Wasser bekannt), Löschschaum, Inertgase (wie bspw. CO2), Löschpulver, trockener Sand und trockenes Streu- oder Viehsalz sowie Zement sind die gängisten. Es gibt auch noch Halone (bspw. Bromchlordifluormethan, Trifluormethan, Pentafluorethan, Novec 1230® ...). Daneben werden auch Netzmittel (bspw. Light Water AFFF) zur Herabsetzung der Oberflächenspannung des Wassers eingesetzt.

    hydrex3b.jpg

    Das häufigste Löschmittel ist jedoch Wasser. Wasser hat aber einen gravierenden Nachteil, so laufen beim Löschen 95% des Wassers ab und verfehlt damit seine kühlende Wirkung. Stattdessen richtet es u.U. einen enormen Wasserschaden an. Genau an dieser Stelle setzt ein Produkt an, von dem ich bisher noch nie etwas gehört hatte, nämlich Hydrex Fomula® von Öko-Tec.

    Hydrex ist ein Löschwasserzusatz, der die Viskosität des Wassers stark erhöht, selbst aber wasserunlöslich ist. Es quillt auf und es entsteht eine Art Löschgel. Der Hauptbestandteil von Hydrex Formula® ist ein Polyacrylat, das jedoch keine Neuentwicklung darstellt, sondern im Hygienebereich (sprich: Pampers) seinen Haupteinsatz findet.

    hydrex1.jpg
    So sieht die Lösung direkt nach der Mischung aus.

    Durch die erhöhte Viskosität des Wassers verbleibt das Löschmedium bis zu 95% am brennbaren Stoff und entfaltet so seine optimale Kühlwirkung. Der Löscheffekt beruht also auf der Verzögerung der Wasserverdampfung. Sprichwörtlich lässt sich also das Wasser an die Wand kleben. Allerdings ist Hydrex nur für die Brandklasse A (Feste Stoffe) einsetzbar.

    hydrex2.jpg
    So sieht das Gemisch aus, wenn das Polymer aufgequillt ist.

    Das Polymer schließt das Wasser ein, bindet es und verhindert das Ablaufen bzw. zu schnelles Verdampfen. So erzielen 800 l Wasser durch Zusatz von Hydrex die gleiche Löschwirkung wie 4800 l Wasser ohne Zusatz. So lässt sich z.B. ein brennender Reifen, der mit Wasser wegen der Rückzündung nur schwer zu löschen ist mit nur 0,4l Hydrex-Wassergemisch löschen.

    Das Löschmittel muss weiterhin mit einem speziellen System aufgetragen werden, denn HSR und MZS eignen sich nicht dazu.

    hydrex4.jpg
    Das ist Herr Heine von Öko-Tec.

    Das Feuer ist aus. Sachwerte gerettet, aber wie werde ich das das Brandgut umschließende Gel wieder los? Hydrex zersetzt sich nach einigen Tagen unter UV-Lichteinstrahlung oder läßt sich einfach mit Wasser wegwaschen. Eine Umweltbeeinträchtigung besteht nicht.

    hydrex.jpg
    Brandverlaufskurve. Quelle: Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt e.V.

    Eingesetzt wurde Hydrex bspw. beim Deponiebrand in Bernau bei Berlin im vergangen Jahr. Die BF Lübeck besitzt einen Abrollbehälter auf dem u.a. Hydrex verladen ist, ebenso setzt die BF M'Gladbach Hydrex ein. Vorwiegend findet sich der Löschwasserzusatz jedoch bei Werkfeuerwehren.

    Geschrieben von Stefan C. um 10:51 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Herrmann

    Die Übungspuppe hält Einzug bei den Feuerwehren. Ob gekauft oder selbst gemacht, ist sie bei Übungen extrem wertvoll, zumal man auch weniger Darsteller / Figuranten :) abstellen muss. Das hier ist Herrmann nach einer Übung:

    0604 Hermann

    Herrmann ist lebensgroß, extrem klobig, nicht ganz so schwer (geschätzt: ca 25kg), hält eine Menge aus und meckert nie. Im Gegenteil, er ist stets gut gelaunt!

    Jetzt würde mich mal interessieren, was ihr in Eurer Wehr habt. Super wäre auch ein Foto dazu, gerne an irakli (at) feuerwehr-weblog.de.

    Geschrieben von Irakli um 10:16 | Permanenter Link | Kommentare (7) | TrackBack

    Hochwassereinsatz und die Arbeitgeber

    Fast jeder ehrenamtlich tätige Feuerwehrmann kennt das Problem: Einige Arbeitgeber können/wollen ihre Mitarbeiter nicht für die Feuerwehr oder andere HiOrgs von der Arbeit freistellen. Angesichts der sich in Deutschland häufenden größeren Schadenslagen (Schneekatastrophe, Hochwasser) oder Ausnahmelagen (Vogelgrippe) wird eine Freistellung von der Arbeit immer wichtiger.

    In Österreich stellen bspw. immer mehr Großunternehmen ihre Mitarbeiter für den Hochwasserschutz frei.

    Alle Mitarbeiter des Siemens-Konzerns, die bei der Feuerwehr oder Hilfsorganisationen sind, können bei vollen Bezügen beim Hochwassereinsatz helfen. Das teilte die Konzernleitung mit.

    In Deutschland ist mir vergleichbares bisher noch nicht zu Ohren kommen. Hier gilt meist die Devise: "Willst Du helfen, dann nimm Deinen Urlaub."

    Welche Erfahrungen habt ihr angesichts der aktuellen Lage gemacht? Habt ihr Urlaub genommen um zu helfen oder stellte der ein oder andere Betrieb seine Mitarbeiter frei?

    Geschrieben von Stefan C. um 09:55 | Permanenter Link | Kommentare (4) | TrackBack

    06.04.06

    Techwatch: InfraScanner(tm)

    InfraScanner(tm) ist ein System zur schnellen vor-Ort-Analyse von Gehirnblutungen, welches kurz vor der Zulassung stehen soll.

    0604 Infrascan

    Wie üblich, steht das Militär als treibende Kraft hinter dieser Entwicklung, die im Irak zum Einsatz kommen soll. Das System besteht aus einem Infrarot-Leser, der zum Ablesen an acht verschiedenen Punkten am Kopf aufgesetzt wird, und die ermittelten Daten per Bluetooth an ein PDA (Pocket PC) übermittelt. Auf einer logarithmischen Skala werden Blutungen angezeigt, ebenfalls in Farbcode. Die Schwere der Verletzung wird nicht gemessen, sondern ausschließlich ob im Gehirn Blutungen vorhanden sind.

    Der Einsatz eines solchen Geräts - der Preis soll bei ca. $10.000.- liegen - ist für den Rettungsdienst prädestiniert. Für das hiesige Großsportereignis im Juni dürfte es wohl zu spät sein, aber wir werden's eh nicht brauchen, gell?

    [wired]

    Geschrieben von Irakli um 12:45 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Ärger mit der Versicherung

    Aus dem Kölner Stadtanzeiger: Feuerwehren führen am Weltjugendtag Krankentransporte durch und reichen die nötigen Belege bei der Elvia-Verischerung ein, um die Kosten erstattet zu bekommen. Diese verweist auf das Kleingedruckte und lehnt eine Kostenerstattung ab:

    Doch die Versicherung wehrte sich schnell, als die ersten Gebührenbescheide eintrafen, und verwies auf das bekannte Kleingedruckte in den Vertragsbedingungen. In einem Schreiben teilte die Elvia-Versicherung den Feuerwehren mit: „Grundsätzlich erstatten wir Krankentransportkosten nur bei stationärer Aufnahme in einer Klinik. Ob der Transport ärztlich verordnet oder medizinisch notwendig war, ist diesbezüglich nicht von Belang. Entscheidend ist nur, ob es zu einer stationären Aufnahme kommt oder nicht.“

    Mag sein, dass die Versicherung Recht hat. Mag sein, dass die betroffenen Feuerwehren besser auf das Kleingedruckte hätten achten sollen. Was bei der Sache ungemein aufstößt, ist die Tatsache, dass eine Erstattung nur dann in Frage kommt - siehe von mir Fett markierte Stelle im Zitat oben - wenn der Patient auch im Krankenhaus bleibt. Und wie genau soll eine Feuerwehr im Voraus urteilen können, ob der Patient im Krankenhaus bleibt? Und wenn sie es könnte, würde sie den Transport verweigern?

    Mag auch sein, dass die Elvia-Versicherung an anderer Stelle Kulanz gezeigt hat, aber dieses weltfremde Produkt sollte eigentlich der Realität angepasst werden. Oder von Feuerwehren gar nicht erst in Anspruch genommen werden.

    (Danke, Alex!)

    Geschrieben von Irakli um 12:29 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Feuerwehren sollen fusionieren

    Zuerst: Meine privaten Angelgenheiten sind wieder auf "Normallevel" und somit bin ich wieder da. Danke für Euer Verständnis!

    Ich freute mich richtig, als ich heute in meiner Heimatzeitung den Bericht darüber las, dass es wohl nun doch noch an den Bestandsschutz kleinerer Wehren gehen soll. Ich bin ganz erhlich und sage: Endlich! Über lange Frist gesehen kann nämlich eine Finanzierung meiner Auffassung nach nur so gewährleistet bleiben.

    Fusion.gif

    Geschrieben von um 12:10 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Vom Schreibtisch an den Brandherd: die SZ berichtet

    Erfreulich, dass das Thema Engagement bei der Feuerwehr in der Süddeutschen Zeitung verstärkt aufgegriffen wird. Nach dem Plädoyer für das Ehrenamt ist im heutigen Bayern-Teil über die geplante Novellierung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes zu lesen (erste Seite unten), die wohl im nächsten Jahr ins Parlament eingebracht wird.

    0604 Sz

    Die Kernaussagen: Strukturreformen sind notwendig, man soll auch in der Feuerwehr am Arbeitsort (Doppelmitgliedschaft) teilnehmen dürfen, eine Zusammenlegung von Ortsfeuerwehren soll ermöglicht werden, Arbeitgeber sollen zur Freistellung verpflichtet werden und man fragt sich, ob das maximale Alter von 60 für bestimmte Tätigkeiten nicht angehoben werden soll.

    Grundsätzlich sind Bestrebungen, die zumindest eine Grundlage für Veränderungen sorgen sollen, begrüßenswert, denn es bestehen in der Tat flächendeckend Missstände. Natürlich muss man, weil es gar nicht anders geht, landesweit gültige Rahmenbedingungen schaffen. Die tatsächlichen Probleme unterscheiden sich jedoch lokal oder regional.

    Denn was nützt die Möglichkeit einer Doppelmitgliedschaft, wenn keine Pendler zum Arbeiten in die Gemeinde kommen? Und dort, wo es möglich ist, bestehen tausende von praktischen Problemen: angefangen von der Teilnahme an Pflichtübungen (bedeutet Abend- und Wochenendtermine weitab vom Wohnort) bis hin zur Problematik mit der persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Denn dort, wo "Gastuniformen" bereitgestellt werden, werden diese oft geplündert - Hose ausleihen wenn die eigene in der Reinigung ist, Flammschutzhaube austauschen - oder schlecht behandelt, denn eigentlich handelt es sich ja um eine Unpersönliche Schutzausrüstung (UPSA).

    Ich will das nicht schwarzmalen. Wenn der Artikel tatsächlich sämtliche Bestrebungen abdeckt, das Feuerwehrwesen zu reformieren, dann fehlt ein kapitales Thema: die Optimierung der vorhandenen Ressourcen. Sieht man sich ein wenig um, dann stellt man schnell fest, dass ein Großteil der Feuerwehren - zumindest in Ballungsgebieten - darauf ausgerichtet sind, zu 100% sämtliche Aufgaben selbst zu erledigen. Muss das so sein? Viele Feuerwehren in und um München könnten tags oft nicht die verfügbaren Plätze in den Fahrzeugen belegen. Das Ergebnis: man rückt nicht aus. Eine Änderung der AAO hin zum Rendez-vous-System (1 LF + 1 MTW aus einer anderen Gemeinde, beispielsweise) wäre so ein Schritt, der übrigens auch schon stellenweise praktiziert wird. Man könnte dies noch weiter aufbohren und die Feuerwehrler auf Sonderfahrzeuge schulen, für die man dann alarmiert wird. Warum sollte man beispielsweise nicht als DL Maschinist für die Nachbarwehr greifbar sein? Für den GW-A? Auf ÖEL-Ebene ist ja so etwas bereits möglich.

    Ein Unding ist auch, dass vorrangig im Landkreis alarmiert wird. Eher holt man eine Wehr aus 20km Entfernung zur Verstärkung als die 2 km weiter gelegene Nachbarwehr, die aber im anderen Kreis gelegen ist.

    Zudem werden einige der Punkte, die in der Novellierung ihren Platz finden sollen, ohnehin schon praktiziert. Doppelmitgliedschaften sind nichts Ungewöhnliches, es kommt eher auf die Wehr an, ob sie das einführen möchte. Das Gesetz würde lediglich den rechtlichen Rahmen dafür bereitstellen - was ja auch nicht schlecht ist.

    Die wichtigsten Punkte sind meiner Meinung nach die Möglichkeit der Zusammenlegung von Wehren, die Reformen auf Gemeinde- oder gar Kreisebene ermöglicht sowie die Sensibilisierung der Arbeitgeber.

    Und noch eine Aussage, die zugegebenermassen polarisierend wirkt. Im Artikel steht:

    "(...)denn die Ortsfeuerwehren seien nicht nur bei Naturkatastrophen, sondern auch für das Gemeindeleben wichtig"

    Volle Zustimmung.

    Geschrieben von Irakli um 09:58 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Feuerwehren und ihre Webseiten (1) [Update]

    Dass das Medium Internet mittlerweile ein wichtiger Faktor in der ÖfKa darstellt, brauche ich nicht auszuführen. Beim Surfen bin ich auf diese äußerst einladende Webseite gestoßen:

    webseitenchk1.PNG

    Aber ich tröste mich damit, dass ja selbst BFen (1, 2, 3, 4 und 5) das Potenzial des Mediums noch nicht entdeckt haben.

    Update
    Ich habe im Forum zum Thema: Ist öffentliche Kritik an Webseiten erlaubt, einen Thread eingerichtet.

    Geschrieben von Stefan C. um 09:18 | Permanenter Link | Kommentare (11) | TrackBack

    Sicherheit und Gerätehaus

    Am vergangenen Mittwoch ist mal wieder in ein Feuerwehrgerätehaus eingebrochen worden. Durch ein Fenster sind Unbekannte in der Nacht in das
    Feuerwehrhaus in Langenholtensen eingestiegen. Dort brachen die Täter die Türen zu den Büros des Ortsbeauftragten und Ortsbrandmeisters auf und entwendeten 1 DVD-Player und 2 Funkgeräte.

    Da werden Erinnerungen an einen Einbruch in das GH meiner alten Wehr wach. Damals genügte es die Türe einzutreten und die Funkgeräte sowie das FMS aus den Fahrzeugen zu entwenden.

    Je mehr moderne Technik die Feuerwehren für Ausbildung und Einsatz einsetzen, umso attraktiver scheinen Feuerwehrgerätehäuser für Einbrecher zu werden.

    Geschrieben von Stefan C. um 09:05 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    FireEngineering 2006: Amerikanische PSA aus PBI

    Aus Filmen und von Fotos ist sie bekannt, die hellbraune Uniform amerikanischer Fire Fighter. Amerikanische PSAs bestehen aus PBI (Polybenzimidazole), das ist ein Hochtemperaturkunststoff.

    2006-03-31-1544_500.JPG
    Amerikanische PSA am Stand von Texport

    Der hohe Anschaffungspreis und die Abweichungen von der europäischen Norm EN 469 (Anforderungen an Schutzkleidung für die Feuerwehr) bzw. HuPF (Herstellungs- und Prüfungsbeschreibung für eine universelle Feuerwehrschutzkleidung) sind nicht mit einer öffentlichen Feuerwehr in Deutschland vereinbar.

    In Deutschland findet PBI nur bei Werkfeuerwehren Einsatz. Deutsche Werkfeuerwehren setzen die aus PBI bestehende Uniform hauptsächlich im Chemiebereich ein. Gegenüber der in Deutschland verwendeten Nomex-Phaser bietet die PBI-Phaser höhere Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit.

    Eine Übersicht über Hochleistungstextilphasern hat Christian Pannier zusammengestellt: Link

    2006-03-31-0165_500.JPG
    Amerikanische Uniform am Stand von Lion Apparel

    Interessantes Detail: Die amerikanische Uniform hat am Rücken in Höhe des Schulterblattes eine Schlaufe, die es einem Fire Fighter erlaubt einen verunglückten Kollgen herauszuziehen. Deutsche PSAs weisen das nicht auf.

    Geschrieben von Stefan C. um 08:59 | Permanenter Link | Kommentare (4) | TrackBack

    Freestyle-Brandschutzerziehung

    Als Teil der Brandschutzerziehung in den dritten Klassen lassen wir auch Stahlwolle glühen oder brennen. Langweilig? Beim nächsten Mal muss ich unbedingt diese Variante ausprobieren:

    0604 Wolle

    Das wird den Kids bestimmt gefallen. Bwoah.

    [BoingBoing]

    Geschrieben von Irakli um 08:16 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    05.04.06

    Einmalhandschuhe

    Ich kann mich entfernt daran erinnern, dass ich in meiner Kindheit in der Lage war, Luftballons selbst aufzublasen. Und heute? Entweder bin ich ein Schatten meiner selbst, oder die Ballons müssen heute seltsame Sicherheitstest passieren die an der Realität vorbei gehen. Kinderparty? Lunge gesprengt. Doch halt! Es gibt eine Alternative, die viel billiger ist und auch viel mehr Spaß verspricht:

    0604 Ewh

    Das nächste Mal wenn der Discounter 100 Paar Handschuhe für €1,50.- im Sortiment hat, unbedingt zugreifen. Im Einsatz lässt sich so auch die schaulustige Kinderschar prima unterhalten.

    Geschrieben von Irakli um 19:38 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    Meine Welt

    Der Überlieferung nach zerstörte im Jahr 1779 der geistig minderbemittelte Ned Ludd zwei Webstühle. Sein Name stand Pate für die Bewegung der Ludditen, die jeglichen Fortschritt als Bedrohung des Status Quo betrachten und diesen aktiv bekämpfen. Der Begriff "Ludditen" wird heute noch im Marketing insbesondere im Produkt- oder Technologielebenszyklus für die allerletzte Zielgruppe verwendet, die ein Produkt akzeptieren wird.

    Das Gegenteil der Ludditen sind die Innovators, also Menschen die sich eher frühzeitig mit Neuem anfreunden können. Dazu gehört auch das Umfeld des Feuerwehr Weblog: die Autoren und die Leser. Ihr könnt ja mal in Eurer Wehr nachfragen, wieviele Kameraden in einem Blog schon ein Kommentar hinterlassen haben. Genau.

    Das Problem, wenn man das frühe Stadium einer Entwicklung mit verfolgt, ist die Einschätzung, ob dieses Medium, diese Technologie, diese Idee auch Zukunft hat. Das Risiko ist zwar groß, und, in meinem Fall, trotz bester New Economy-Erfahrungen schwer zu kalkulieren. Hat das Feuerwehr Weblog eine realistische Chance, sich zu etablieren? Was ist der richtige Weg?

    Mein erster Blogpost liegt nun schon eine Weile zurück, und zwar im September 2004. Nicht im Feuerwehr-Weblog, sondern auf rakeman, meinem "Tagebuch"-Blog. Dort konnte ich erste Erfahrungen sammeln. Auch wenn das ein ziemliches rumgeeiere war - welches Thema? welche Sprache? - war das eine prima Erfahrung, um das Feuerwehr Weblog auf die Beine zu stellen.

    Ich habe mich nun selbständig gemacht und im Zuge dessen rakeman wieder aktiviert, diesmal auf Englisch. Es gibt genügend Beispiele für Leute, die im Web2.0 (darin befinden wir uns nämlich gerade) ihr Tagebuch brauchen (wirklich): ein Ort, in dem man seine Gedanken, seine Links, seine Ideen und Beobachtungen niederschreibt. Einerseits für die Allgemeinheit, insbesondere aber für sich selbst. Siehe Röll, Gigold, Basic und viele andere. Wahrlich keine Ludditen.

    Das war's auch schon, vielen Dank :)

    Geschrieben von Irakli um 19:12 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Bundeslöschwehr

    Man möge mir den Mangel an Akzeptanz verzeihen, aber wenn die drei Herren auf dem Bild von der Bundeswehr sind, wie der Untertitel suggeriert, dann bin ich Robert de Niro :)

    (danke, Olaf!)

    Geschrieben von Irakli um 18:36 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Feuerwehr und Presseberichterstattung

    Dass Feuerwehrarbeit und die Presseberichterstattung nicht harmonieren, ist wohl jedem bekannt. Der KFV Verden schuf hier Abhilfe, indem er die Schnelleinsatzgruppe Presse (SEG) ins Leben rief.

    Die derzeit sieben Angehörigen bilden am Einsatzort den direkten Ansprechpartner für Presse und Fotografen. Auf diese Weise werden Einsatzleiter und Leitstelle von Presseanfragen entlastet und Einsatzkräfte nicht gestört. Da die Vertreter der Presse die Informationen von journalistisch geschulten Feuerwehrleuten erhalten, ist gewährleistet, dass diese fachlich korrekt sind.

    Geschrieben von Stefan C. um 16:32 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Flickrhythmix!

    Seitlicher Lungenautomat als flickrhythmix-Mashup. Cool!

    Geschrieben von Irakli um 13:25 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Selbstversuch eines Politikers: Ab in die AS-Übungsanlage

    Realitätsnahe Übungen sind für einen FA(SB) wichtig, dazu muss ich nicht noch mehr erzählen. Aber warum nicht einmal einem Politiker ein wenig Realität vermitteln? Reden, debattieren und diskutieren oder anhand von Zahlen Entscheidungen herbeiführen unterscheidet sich vom direkt erlebten. Im Kreis Pinneberg stellte sich ein Landrat dem direkten Erleben und stieg in die Atemschutzübungsanlage.

    Pinnebergs Landrat wischte sich den Schweiß von der Stirn. "Das hat Spaß gebracht", sagte er und blickte hinüber zu Kreiswehrführer Bernd Affeldt, er mit ebenfalls nassen Haaren und rotem Gesicht neben ihm stand. So eben hatte Grimme zusammen mit Affeldt und Hans Borbe, Beisitzer im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbands Pinneberg, seine erste Feuerwehrübung unter schwerem Atemschutz hinter sich gebracht.

    Ob sich auf diesem Wege ein Entscheidungsträger umstimmen lässt, wenn es um Beschaffungen bei der Feuerwehr geht?

    Quelle: Pressemeldung KFV Pinneberg

    Geschrieben von Stefan C. um 12:22 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

    Generationswechsel: Mit 17 zum Vorsitzenden

    Das Alter kennt keine Grenzen, dass dies auch in umgekehrte Richtung gilt, beweist die Feuerwehr Neuses-Poxstall. Dort wurde ein 17-Jähriger zum neuen Vositzenden des Feuerwehrvereins gewählt, wie der Fränkische Tag berichtet.

    Neuwahlen der Vorstandschaft standen bei der Jahresversammlung der Feuerwehr im Mittelpunkt. Ein Novum: Der erst 17-jährige Andy Schriefer wurde zum neuen Ersten Vorsitzenden gewählt. Bis zu seinem 18. Geburtstag führt der bisherige Vorsitzende Alfred Götz weiter die Amtsgeschäfte.

    Respekt, Respekt. Wenn jeder ein solches Engagement an den Tag legen würde, gäbe es weniger Schwierigkeiten. Die Feuerwehr, als Verein wie als Organisation, lebt nun mal vom Engagement.

    Geschrieben von Stefan C. um 12:07 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    Erste Hilfe: Tatkräftige Ersthelfer sind rar

    Berichtete das Feuerwehr Weblog gestern über die neuen Richtlinien bei der cardipulmonalen Reanimation, so gibt es heute weniger gute Neuigkeiten. Laut DPA und GMX fühlen sich nur wenige Deutsche einer Umfrage zufolge zur Ersten Hilfe in der Lage. Bricht ein Mensch bewusstlos zusammen, würde zwar ein Notarzt gerufen, aber nur 6 Prozent der Bundesbürger würden an eine Herzdruckmassage denken.

    Die Hemmungen zur aktiven Ersten Hilfe sind der Umfrage der Zeitschrift "Senioren Ratgeber" zufolge besonders bei den über 60-Jährigen ausgeprägt. Das ist insofern interessant, als im Umfeld älterer Menschen Herzleiden häufiger auftreten und Erste Hilfe eher benötigt wird. Anders sieht es dagegen bei den 18- bis 29-Jährigen aus. Jeder dritte würde immerhin die Atmung kontrollieren.

    Erste Hilfe rettet Leben, denn nur so kann Zeit bis zum Eintreffen der professionellen Retter überbrückt werden. Die Erste-Hilfe-Kenntnisse sollten regelmäßig aufgefrischt werden, denn, wie gestern berichtet, führen neue medizinische Erkenntnisse zu Änderungen beim Vorgehen. Dennoch jede Erste Hilfe ist besser als keine Erste Hilfe!

    Weiterführende Links
    DRK

    Geschrieben von Stefan C. um 10:27 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Wie generiere ich ein Favicon?

    Viele Websites nutzen ein kleines Logo, welches in der Adress-Leiste des Browsers ganz links auftaucht. Beim Feuerwehr-Weblog nutzen wir das bekannte schwarze F im roten Quadrat.

    0604 Fwbar

    Das Ding nennt sich Favicon und ist, was den Wiedererkennungswert einer Website angeht, Gold wert. Insbesondere Nutzer von Firefox, die mit "Tabs" arbeiten, werden Favicons zu schätzen wissen. So kann man schnell mit Hilfe der vertrauten Grafik auf das gewünschte Tab klicken.

    0604 Tabbar

    So ein Favicon ist einfach herzustellen: Suche eine Website wie z.B. Favicon Generator auf. Gib den Pfad zu dem Bild ein, welches du als Icon nutzen möchtest. Ich hab's mal mit diesem probiert:

    0604 Irakli

    Und daraus wurde dieses kleine Icon:

    0604 Fav Icon

    Der Dateiname ist immer favicon.ico. Dieses dann in das Hauptverzeichnis auf dem Server hochladen, dazu noch den folgenden Code in den Header der index.html-Datei:

    <link rel="shortcut icon" href="/favicon.ico" >

    Fertig!

    Das von mir benutzte Beispiel ist nicht das Beste. Auch wenn es Spaß macht, sich selbt klitzeklein zu betrachten (siehe auch Roell, Russell Beattie oder das Netzbuch), empfehle ich ein sehr simpel strukturiertes Bild. Hier noch eine kleine Sammlung:

    0604 Favicongall

    Hier sieht man gut, welche Icons besonders herausstehen. Übrigens werden sie auch im RSS-Reader mit angezeigt, wo man man besonders stark das Icon nutzt um den gewünschten Feed zu lesen. Manche sind mehrfach: das liegt daran, dass es von dem gleichen Anbieter mehrere Feeds gibt (zB Blog und Kommentare).

    [dr. Web]

    Geschrieben von Irakli um 10:07 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    FireEngineering 2006: Blogger-Leser-Treffen

    Tja, aus dem angekündigten Treffen des Feuerwehr Weblog mit seinen Lesern wurde nicht wirklich etwas - es kam nämlich nur eine Person.

    christians.jpg
    Christian aus Wasserburg

    Geschrieben von Stefan C. um 09:55 | Permanenter Link | Kommentare (3) | TrackBack

    Videocast: Strahlrohrtraining

    Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass im Videocast-Channel nun auch ein Clip vom Strahlrohrtraining verfügbar ist.

    Geschrieben von Irakli um 09:42 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    04.04.06

    FireEngineering 2006: Ab in den Container

    Die Anzahl der Feuer nimmt in Deutschland tendenziell ab, ebenso die Anzahl der Innenangriffe. Bedingt wird dies durch bessere passive Warn- und Löschvorrichtungen und einem verbesserten vorbeugenden Brandschutz in den Köpfen der Menschen.

    2006-03-31-0143_500.JPG
    Blick in den Container während ein Ausbilder Holz nachlegte.

    Was rein statistisch eine positive Entwicklung ist, gerät für die Brandbekämpfer zum Problem: Immer weniger Feuer und Brandbekämpfung im Innenangriff (IA) bedeutet immer weniger Praxis für die Einsatzkräfte. Gleichzeitig steigt das Risiko im IA, denn die energiesparende Hausbauweise und der Einsatz vieler Kunststoffe im Hausbau fördert die Bildung einer Rauchgasdurchzündung.

    Die jüngeren Alterskohorten in der Feuerwehr haben heute kaum Erfahrung mit echtem Feuer im IA. Deshalb ist eine praxisbezogene Ausbildung wichtig. Dies geschieht in so genannten Brandcontainern, in denen durch Gas- oder Feststoffbefeuerung ein IA simuliert wird.

    Die Ausbildung in den Containern vermittelt die richtige Strahlrohrtechnik, Hindernisparcours im Brandraum, Wärmegewöhnung (WG) und Flash-Over Training (F/O). I.d.R. ist die Ausbildung in mehrere aufeinander aufbauende Module aufgeteilt. Dabei geht es nicht nur um die technische Seite, wie das Erkennen eines F/Os oder die Löschtechnik, sondern auch um das Finden der persönlichen physischen wie psychischen Leistungsgrenze.

    2006-03-31-0153_500.JPG

    Die Firma FeureX bot auf der am vergangenen Wochenende stattgefundenen 3. FireEngineering ein Training zur richtigen Strahlrohrtechnik und Wärmegewöhnung an. Zunächst wurde im strömenden Regen mit dem Hohlstrahlrohr geübt.

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    Ein Ausbilder erklärt mir (der mit der 12 auf dem Helm) das Vorgehen

    Der Ausbilder gab durch Zuruf die Situation bekannt, auf die der Trupp reagieren musste. Zuerst erfolgte der Wärmecheck, mit einem schräg vor den Trupp abgesetzten Sprühstrahlstoß. Kommt das Wasser im IA wieder runter, ist der Raum kalt und der Trupp kann drei Schritte vorwärts machen und muss dann den Wärmecheck erneut durchführen. Verdampft das Wasser, ist der Raum heiß und der Trupp muss drei Sprühstrahlstöße gleichmäßig in den Raum verteilt abgeben. Nach 2 Sekunden erfolgt ein erneuter Wärmecheck. Wenn der Raum nun kalt ist, kann der Trupp weiter vor, ist er noch immer heiß, muss das Prozedere wiederholt werden. Kommt es zu einer Durchzündung stellt der Strahlrohrführer das Hohlstrahlrohr auf den Breitstrahl-Wassernebel und der Trupp wirft sich zur Seite.

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    Ingo von FeureX erteilt dem Trupp durch Zuruf Anweisungen

    Daran anschließend ging es in den Container. Die aus vier Leuten bestehende Gruppe musste sich zunächst durch einen Hindernisparcours quälen. Als erstes musste man sich unter zwei hintereinander aus jeweils vier senkrecht aufgehängten Autoreifen bestehendes Hindernis mit den Füßen voran durchzwängen. Es folgte der Aufstieg in das 1. OG, dabei mussten sich die Feuerwehrmänner gegenseitig helfen, ein Kriechgang über Matratzen, der für Irritationen sorgte und schließlich der Abstieg zurück in das Ursprungsgeschoss. Beim Abstieg zeigt sich der Nachteil des Kriechgangs. Das Vorgehen mit den Füßen voran verhindert einen Absturz, da durch das Tasten mit dem Fuß ein Hindernis oder Loch im Boden schneller erkannt werden kann.

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    Gary Simpson auf dem Weg in den Container

    Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es durch eine Türe in den zweiten Container, wo uns Gary Simpson erwartete und uns eine Wärmebildkamera (WBK) gab. Anschließend erfolgte der Durchgang in den dritten Container, wo der Gruppe temperaturmäßig gehörig eingeheizt wurde. Gary Simpson stellte sich direkt vor das Feuer, um uns den Temperaturunterschied an der WBK zu zeigen. Mit dem Gesicht zum Feuer musste die Gruppe den gleichen Weg zurück nehmen und abermals den Hindernisparcours bewältigen, um dann erneut in den Container mit dem Feuer zu gehen. Der Ausbilder demonstrierte dort mit einem Hohlstrahlrohr (HSR) die Möglichkeit die Temperatur zu regulieren. Der Einsatz des Sprühstrahls im falschen Winkel führt zu ungünstiger Verteilung des Wasserdampfes im Brandraum, wovon sich die Teilnehmer überzeugen konnten und froh waren den Container verlassen zu können.

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    Das zuvor im Regen erlernte wird nun im Container umgesetzt.

    Der Durchgang zeigte, dass das Wärmeempfinden vom Schnitt der Jacke abhängig ist. Die Schwachstelle ist und bleibt der Ohrbereich, wo trotz Flammschutzhaube oder Hollandtuch der Wärmedurchschlag am schnellsten erfolgt. Es empfiehlt sich nicht den Ohren- oder Halsbereich als Wärmefenster zu verwenden, den der Wärmedurchschlag erfolgte beim mir schlagartig. Die anderen Teilnehmer trugen ebenfalls leichte Verbrennungen im Ohrbereich davon. Um die Wärme zu testen, eignet sich deshalb ein kurzer Sprühstrahlstoß an die Decke am Besten.

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    Gary Simpson, ein echter amerikanischer Fire Fighter

    Ich war in den letzten drei Jahren in drei Brandcontainern, dabei ist das Empfinden in jedem Container anders gewesen. Besonders deutlich ist der Unterschied zwischen einer gas- und feststoffbefeuerten Anlage. Im Container von FeureX kam es zu einer deutlich stärkeren Wärmeempfindung. Letztere wurde bedingt durch die durch den Hindernisparcours entstandene Transpiration und den Hitzestau unter der PSA. Auch spielt es eine Rolle ob man mit trockener oder nasser PSA in den Container geht, denn die Wasserverdampfung geht zu Teilen auch durch die Schutzausrüstung durch.

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    Bereitgestellte Atemschutzflaschen

    Wie auch schon in meinem ersten Post angedeutet, ist eine Atemschutzmaske mit breitem Sichtfeld, wie die im Container verwendete von tycoScott, nur zu empfehlen, denn so ist es möglich Bewegungen aus dem Augenwinkel mitzubekommen. Die um ein Drittel leichteren Composite-Atemschutzflaschen von tycoScott sparen im Container, wie auch im IA, beim Tragen deutlich Kräfte, was dem Trupp im IA zum Vorteil gereicht. Einzigstes Manko waren die etwas komplizierten Lungenautomaten, mit denen sich die Teilnehmer nicht so recht anzufreunden wussten.

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    Wartende Teilnehmer

    Ein realistisches Training in einem Brandcontainer sollte also immer mit einem Hindernisparcours verbunden sein, denn auch im Einsatz muss der Trupp u.U. lange nach dem Brandherd suchen oder Hindernisse überwinden. Alles in allem ist ein Training bei FeureX nur zu empfehlen.

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    Ausbildung am HSR

    Weitere Bilder der Heißausbildung gibt es hier.

    Geschrieben von Stefan C. um 19:15 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Bist Du der vom Weblog?

    Zum vierten Mal in der Probe bei der FF Baden-Baden und schon berüchtigt. Als ich während der Ausbildung am vergangenen Montag die DigiCam zückte, fragte einer der anwesenden hauptamtlichen Kräfte, ob ich denn der vom Weblog sei.

    Als ich mit "Ja" antwortete, sah das Gesicht des Kameraden ungefähr so aus:

    weblog_question.jpg

    Dann auf diesem Wege ein "Hallo" an alle neugewonnenne Leser in und um meine neue Heimat Baden-Baden. ;-)

    Geschrieben von Stefan C. um 19:00 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Kroatien (Bilderstrecke): Training Höhenrettung

    Sinisa (BF Zagreb) besuchte ein Höhenrettungstraining an der Adriatischen Küste. Ich muss sagen, in dieser Umgebung lässt sich bestimmt prima üben!

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    Hier der Bericht:

    Höhenrettungstraining in Istra, Kroatien

    Das Seminar wurde am 29 und 30 März auf der Insel Beijuni abgehalten. Organisiert wurde es von Feuerwehrleuten von der Halbinsel Istrien. Die Instruktoren waren Feuerwehrleute, die einen 40-tägigen Höhenrettungs-Kurs in Rom besucht hatten. Einige von ihnen sind zudem erprobte Höhlentaucher oder Mitglieder der Bergwacht, mit langjähriger Erfahrung in "vertikaler Rettung".

    Das Training in Italien war eine großartige Erfahrung, und die Teilnehmer beschlossen, dieses auch in Kroatien einzuführen. Internationale Kooperationen sind mit Sicherheit der beste Weg, um das Kroatische Feuerwehrwesen zu verbessern.

    Zuerst wurde auf der Insel Brijuni, wohl eine der schönsten Inseln in Kroatien, einen Tag Theorie gepaukt.

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    Die praktischen Übungen wurden dann am Festland abgehalten, nahe der Stadt Pazin im Kreis Zarecki krov. Die Gegend ist ideal für Höhenrettung und bietet unterschiedlichste Übungsszenarien.

    Es nahmen gut 280 Kollegen an der Veranstaltung teil, aus 38 Berufs-, 29 freiwilligen und 11 Werkfeuerwehren. Dazu noch Mitglieder der Bergwacht und der Hochschule für Sicherheit. Außerdem waren Teilnehmer auch aus Slowenien und Montenegro dabei.

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    Geschrieben von Irakli um 15:53 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    FireEngineering: Artikel im Weblog

    Hier ein kurzer Überblick der Texte, Bilder und Videos zur FireEngineering bei uns:

    Videocast: Fahren im Gelände (Strahlrohrtraining ist in Vorbereitung)
    Bilderstrecken auf Flickr: Die Messe, Fahrtraining im Gelände, Heissausbildung
    Moblog (Livebilder aus dem Handy). Kurze Randbemerkung: Stefan postet per MMS, aus diesem Grund schleichen sich seltsame Zahlenkombinationen in den Titel
    Weblog-Artikel: Fahren im Gelände, Heißausbildung (Stefan, Irakli), Eindrücke von der Messe 1, 2.

    Geschrieben von Irakli um 15:36 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Blaulicht in Russland: Symbol für die Ungleichheit?

    blaulicht2.jpg Russland Aktuell berichtet über eine Diskussion unter Duma-Abgeorneten (Duma ist die erste Kammer des russischen Parlaments) über eine Änderung der Vorrechte im Straßenverkehr.

    So sollen in ganz ganz Russland neben den entsprechend gekennzeichneten Einsatzfahrzeugen von Polizei, Feuerwehr und anderen Notdiensten nur acht „zivile“ Pkw übrig bleiben, die ein Blaulicht tragen dürfen.


    In Russland dürfen Beamte und VIPs im Straßenverkehr unter bestimmten Bedingungen Blaulicht verwenden. Dabei werden viele Blaulichter illegal angebracht und verwendet. Auch wenn die Chauffierten nicht immer staatstragendes Personal sind oder in staatstragedem Grund unterwegs sind, ignorierten diese die Verkehrsregeln.

    Hintergrund der aktuellen Diskussion ist der tödlicher Unfall eines Gouverneurs, dessen Verschulden zunächst einem unschuldiger Autofahrer angelastet wurde und der erst nach landesweiten Protesten frei gesprochen wurde.

    Geschrieben von Stefan C. um 13:27 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    30-2: Änderungen beim CPR

    Der europäische Rat für Wiederbelebung stellt Notärzte, Rettungssanitäter aber auch jeden, der erste Hilfe leisten muss, vor neue Herausforderungen.

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    Beatmung mit Ambu-Beutel

    Am 28. November 2005 wurden zeitgleich die neuen Leitlinien für die cardiopulmonale Reanimation (CPR, Herz-Lungen-Wiederbelebung) des European Resuscitation Council (ERC) und der American Heart Assciation (AHA) publiziert.

    Wurde schon im Jahre 2000 besonderes Augenmerk auf die Übersichtlichkeit der Darstellung, die Konkretisierung der Abläufe sowie die Strukturierung der Handlungssequenzen gelegt, wurde das Vorgehen bei der Laiereanimation nochmals vereinfacht.

    Das wichtigste vorweg: Unterschiede zwischen der Ein- und Zwei-Helfer-Methode, der Laien- und Profireanimation gibt es nicht mehr. Außerdem wurde das Verhältnis von Thoraxkompression (Herzmassage) und Ventilation (Beatmung) auf 30:2 festgelegt.

    defi.jpg

    Weiterhin wird großer Wert auf die möglichst ununterbrochene Kompression gelegt. Der Thorax (Brustkorb) muss nach jeder Kompression entlastet werden.

    Das Aufsuchen des Druckpunktes ist ebenfalls vereinfacht worden. Zur Durchführung der Herzdruckmassage werden die Hände in der Mitte des Brustkorbes, d. h. auf die untere Hälfte des Brustbeines aufgesetzt.

    Unterbrechungen der Kompression sollen möglichst vermieden werden. Der Helferwechsel soll nach etwa zwei Minuten stattfinden und auch hier möglichst nahtlos geschehen.

    Auch wichtig ist die Indikation zur Reanimation. Die Entscheidung zum Start von Reanimationsmaßnahmen fällt, sobald ein Patient nicht ansprechbar ist und nicht normal atmet.

    Im Hinblick auf einen Kreislaufersatz, und des noch im Blut vorhandenen Restsauerstoffs, beginnt die CPR mit 30 Thoraxkompressionen.

    Weiterführende Links
    Zusammenfassung der Leitlinien des ANR
    Zusammenfassung der Bundesärztekammer

    Geschrieben von Stefan C. um 10:34 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Erneut Unfall auf Einsatzfahrt

    Während einer Einsatzfahrt der Feuerwehr Königslutter (Landkreis Helmstedt, Niedersachsen) zu einem Papierbrand in einer öffentlichen Toilette kam es auf der Fahrt zum Einsatzort zu einem Unfall.

    ELW
    Der verunfallte ELW. Foto: Feuerwehr Königslutter

    Ein Taxifahrer befuhr eine Kreuzung bei bei Grün und stieß mit dem ELW der Feuerwehr zusammen, der bei Rot-Licht hinter dem Löschfahrzeug zur Stadtmitte mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs war. Das Taxi prallte daraufhin gegen den Stromkasten der Ampel, die dann ausfiel. Der Taxi-Fahrer sowie Fahrer und Beifahrer im ELW verletzten sich leicht.

    Geschrieben von Stefan C. um 09:19 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    03.04.06

    Nachwuchssorgen bei der Feuerwehr

    Nachwuchssorgen bei der Feuerwehr sind mittlerweile seit Jahren ein alter Hut. Jede Feuerwehr beklagt sich darüber, die einzelne Klage verstimmt jedoch im Meer des Jammers. Ein Patentrezept gegen Nachwuchsmangel gibt es nicht.

    Weniger Personal bedeutet deshalb größere Investitionen in die Technik, denn weniger Personal muss mehr Arbeit leisten können. In Offenburg werden deshalb mehr wasserführende Fahrzeuge gefordert, denn

    Das spart im Einsatzfall Zeit, auch habe man gar nicht mehr das Personal, um zuerst die Wasserversorgung über den Hydranten sicherzustellen.

    Quelle: Baden Online

    Geschrieben von Stefan C. um 15:02 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Kesselwagen auf PKW

    Diese anspruchsvolle Situation zu meistern, das obliegt sicherlich den Kernaufgaben der Betriebswehr SBB in Biel (Schweiz), die ihre Website erfreulicherweise in Form eines Blogs betreibt.

    0604 Sbb

    Das Bild stammt von der Hauptübung 2005.

    Interessant: Verletztendarsteller heißen dort "Figuranten" und super finde ich die Mitnahme eines Flipcharts zur Lagedarstellung.

    Geschrieben von Irakli um 15:01 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Liebestoller Rüde steckte in Zaun fest

    In München musste die Feuerwehr zu einem, ungewöhnlichen Rettungseinsatz ausrücken, denn ein liebestoller Rüde steckte mit seinem Kopf in einem Zaun fest, wie PNP berichtet.

    Das Rendezvous mit einer Hündin ist dem Rüden „Leo“ in München verwehrt geblieben. Der liebestolle Hund war so neugierig auf seine Herzensdame, dass er seinen Kopf durch die Metallgitterstäbe eines Gartentors schob und stecken blieb. „Leo“ war seinem Frauchen am Samstag entwischt und während seines Streifzugs magisch von der Hündin angezogen worden. Erst die Feuerwehr konnte den völlig verängstigten Hund befreien, indem sie die Gitterstäbe zersägte.

    Geschrieben von Stefan C. um 09:08 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Windrad dreht durch

    Einsätze an Windenergieanlagen (WEA) stellen Feuerwehren aufgrund der Höhe der Anlage vor besondere Schwierigkeiten. Dass WEA Feuer fangen stellt mittlerweile keine Seltenheit mehr da.

    Einen etwas ungewöhnlichen WEA-Einsatz musste die Feuerwehr in Kerspleben nahe Erfurt bewältigen. Dort drehte ein Windrad vergangene Woche sprichwörtlich durch.

    Wie die Polizei mitteilte, sei das Rad defekt gewesen und drehte sich zu schnell. Polizei und Feuerwehr sicherten die Umgebung, damit niemand zu Schaden kam. Sie warteten auf Anweisungen des verantwortlichen Betreibers. Die Gefahr von Überspannung bestand laut Polizei nicht. Auf Grund der Statik könne höchstens ein Teil herabstürzen. Das Windrad steht mit anderen auf einem Acker am Ortsrand von Kerspleben.

    Geschrieben von Stefan C. um 08:56 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    02.04.06

    Fahren im Gelände

    Nun folgt also der versprochene Bericht über die Erlebnisse im Gelände. Eine Bilderstrecke gibt's auch auf Flickr.

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    Die frühe Aufstehzeit war mehr als berechtigt, denn der Tag war dann doch zu kurz. Gerne wäre ich noch viel mehr gefahren, aber was soll's: es kam dann doch eine Riesenmenge an Erfahrung zusammen!

    Zuerst mussten wir zum theoretischen Teil in einem Schulungsgebäude der Luftwaffe. Das Wichtigste zusammengefasst:

    • Vor dem fahren ins Gelände, sei es auch "nur" ein Schotterweg, Allrad zuschalten.
    • Auf sandigem Untergrund im niedrigen Gang mit Vollgas fahren.
    • Auf lehmigen Untergrund mit viel Gefühl fahren.
    • Immer gleichmässig fahren: schalten, viel Gas geben oder bremsen führt unweigerlich zum festfahren.
    • Bei unsicheren Stellen und unklarer Tiefe von Pfützen: vorher zu Fuß erkunden.
    • Bei Festfahren rückwärts in der Spur wieder rausfahren.
    • Spurrillen nach Möglichkeit nicht verlassen, insbesondere bei Zwillingsbereifung. Und wenn, dann im kleinen Winkel.
    • Geeignetes Schuhwerk tragen :)

    Nach gut 90 Minuten Briefing ging's dann auch schon ins Gelände. Der ursprüngliche Plan sah vor, daß wir uns zuerst auf leichten Pisten an das Gelände gewöhnen sollten, dann mittelschwer und es schließlich im schweren Gelände ans Eingemachte gehen sollte.

    Nur war leider ein Fernsehteam mit vor Ort, welches "Action" sehen wollte. Deshalb sollte das erste Fahrzeug, das SW2000 (Bund) gleich ins Sandmeer rein, welches als schweres Gelände gilt. Zufällig war ich der Fahrer.

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    Nun, das ging nur bis zum gewissen Grad gut, an einer steilen Steigung ging dann gar nichts mehr. Ein Paar Mal in der eigenen Spur zurück, und mit Anlauf wieder hoch - keine Chance. Immerhin blieb ich nicht stecken. Sandkuppe umfahren (man muss sich diese so vorstellen wie eine große Sanddüne am Meer) und prompt hoffnungslos im Morast stecken geblieben, und zwar bis zum Motor.

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    Erste Bergungsversuche mit dem RW1, dem dafür zugewiesenen Fahrzeug, schlugen fehlt. Glücklicherweise hatte die Bundeswehr einen 20t-Kran zur Verfügung. Seil an die Anhängerkupplung, und schon ging es raus. Die bessere Alternative zum stundenlangen Buddeln!

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    Nach dieser Aufregung und insbesondere nachdem das Filmteam weg war, konnten wir nun geordnet im leichten Gelände fahren und uns an das Thema herantasten.

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    Um die Mittagszeit ging es dann ans Eingemachte, das schwere Gelände. Wenn man sich die Bilder mal ansieht, vermitteln diese nicht annähernd die Realität. Morast, Spurrillen, Steigungen, Pfützen, Sandpisten, schiefe Stellen, alles war geboten. Gut fünf Stunden durften wir uns dort drin austoben.

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    Diese Stelle hier war besonders heftig:

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    Wie bereits erwähnt sieht man das auf dem Bild nicht besonders gut: Es geht sehr steil runter, unten ist eine Schlammige Pfütze, und auf der anderen Seite geht es steil wieder nach oben. So sieht das Ganze aus dem Fahrzeug aus:

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    Im Waldstück dahinter konnten wir zwei Erkenntnisse gewinnen: a) mit eingeschalteter Differentialsperre lässt sich ganz, ganz schlecht lenken und b) auch ein Dekon-P kann mal ausrutschen und stecken bleiben.

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    Den ganzen Nachmittag konnten wir dann die Fahrzeuge durchtauschen. Interessant der SW2000 der BF Köln (von dem ich beim letzten Besuch schon mal ein Foto gemacht hatte): auch mit 12 Tonnen, 170PS und Automatik kann man sogar sehr gut Gelände fahren, solange man nur im ersten Gang, also auf Stellung 1 unterwegs ist.

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    Eine andere Schlüsselstelle, die ebenfalls Überwindung erforderte, war diese hier:

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    Das Dekon-P steht direkt auf einer Kuppe, hinter der es steil runter geht. Beim runterfahren schon muss man Vollgas geben, um die Steigung, auf der sich das LF16TS befindet, überhaupt überwinden zu können: tiefster Sand.

    Zuletzt mussten die Fahrzeuge noch am Waschplatz der Bundeswehr gereinigt werden. Für eine Unterbodenwäsche kann ich so ein Hydroschild wärmstens empfehlen!

    Wer mehr von diesem Tag sehen möchte, ich habe angefangen, die Bilderstrecke auf Flickr einzustellen.

    Insgesamt kann ich nur sagen, dass das einer der besten Feuerwehrtage aller Zeiten war. Wo wir anfangs noch zaghaft die Pfützen umfahren haben, dort sind wir hinterher ohne nachzudenken mitten durch. Mit Sicherheit konnten wir Teilnehmer eine Menge über das erfahren, was mit so einem geländegängigen Feuerwehrfahrzeug überhaupt möglich ist (eine Menge!) und haben ein sehr gesundes Selbstbewußtsein für das Fahren im Gelände entwickelt.

    Praktisch gesehen ist es durchaus möglich, dass wir mit Fahrten auf unbefestigten Untergrund konfrontiert werden, siehe Großschadensereignisse der jüngeren Vergangenheit. Letztendlich hat man aber nicht nur fürs Gelände gelernt, sondern eine Menge zum Umgang mit den Fahrzeugen.

    Persönlich fand ich den schweren Parcours auf dem SW2000 besonders lehrreich, denn unsere beiden "wichtigen" Fahrzeuge, ein LF16/12 und ein TLF16 sind beide mit Automatik versehen.

    Wer also Zugang zu so einer Veranstaltung hat, dem sei sie wärmstens empfohlen. Spätestens zur FireEngineering 2007!

    Geschrieben von Irakli um 12:55 | Permanenter Link | Kommentare (1) | TrackBack

    01.04.06

    Heiß, heißer ... autsch: Ein Satz heiße Ohren (2)

    Puh, geschafft. Obwohl die FireEngineering nicht gerade die größte Messe und - wie es Irakli zu sagen pflegte - sehr überschaubar ist, schlaucht einen ganzen Tag von Stand zu Stand laufen ordentlich.

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    Alle Produkte und jeden Stand vorzustellen lag schon vor Besuch der Messer nicht im Sinne des Autors. Mit Löschmittel-, geräten und -methoden, Geräten für die THL und Spür- und Meßgeräten ist jedoch ein guter Querschnitt gelungen. Große Innovationen wird es hier nicht zum vorstellen geben, aber wer hat schon mal von HazMatID gehört? Eben! Näheres dazu in den nächsten Tagen, wenn alles aufgearbeitet ist.

    Wie auch Irakli ereilte mich das Schicksal eines Paars heißer Ohren, sehr heißer Ohren. Das Training bei FeureX war sicherlich der interessanteste und aufregenste Teil der zwei Tage in Köln. Ich war in den letzten drei Jahren in drei Brandcontainern (dieses Jahr schon zum zweiten Mal), aber der von FeureX ist bisher defintiv der anspruchsvollste und heißeste gewesen.

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    Sehr angenhem waren auch die Atemschutzmasken und -flaschen von tycoScott. Die Masken verfügen über ein extra großes Sichtfeld und sind auch sehr leicht anzulegen. Die Flasche ist deutlich leichter als die deutsche Standardatemluftflasche. Das spart beim Tragen deutlich Kraft.

    Zu den heißen Ohren bleibt noch zu sagen, dass ich bei unserem letzten Aufenthalt im Conatiner, dem "Löschangriff", urplötzlich die Flucht ergriffen habe - aber selbst schuld, wenn man sich nicht nah genug in Bodennähe aufhält, dann wird es im Ohrbereich ein wenig heiß. ;-)

    Wer sich gerne quält und halbwegs fit ist, dem ist ein Training bei FeureX nur zu empfehlen.

    Geschrieben von Stefan C. um 21:54 | Permanenter Link | Kommentare (0) | TrackBack

    Ein Satz heisse Ohren

    Heute war der zweite praktische Tag an der FireEngineering, und zwar einmal feststoffbefeuerter Container - und zurück, dazu Schlauchführung bzw. Umgang mit dem Hohlstrahlrohr. Unterm Strich habe ich mir dabei ein Satz heisse Ohren geholt. Zum Thema Extremsituationen: So wie ich gestern den SW versenkt habe, war unser Durchgang laut Ausbilder heute "überdurchschnittlich heiß", dankeschön. Aber Extreme haben den Vorteil, dass man tatsächlich an die Grenzen des Möglichen kommt. Der Lerneffekt ist wirklich unermesslich.

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    Ingo, ich, Gary Simpson, echter Amerikanischer Firefighting Hero :) der auch mal direkt ans Feuer geht, damit man an der Wärmebildkamera auch schön die menschliche Silhouette vor dem Feuer sieht.

    Eines muss ich sagen: mein lieber Schorli! 250 Grad am Boden sind nicht ohne. Der Satz heiße Ohren ist ernst gemeint - ich war kurz davor, die Übung abzubrechen, aber dann war sie auch schon zu Ende. Den anderen in der Gruppe ging es beruhigenderweise nicht anders, und zwar unabhängig davon ob sie ein Hollandtuch oder, wie ich, "nur" eine Flammschutzhaube anhatten.

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    Zwei Herren von Gore, ich, Stefan

    Die Handschuhe hatte ich etwas zu stark zugezogen, und so strahlen nicht nur meine Ohren in ein wunderschönes rot, sondern auch meine Handgelenke. Ansonsten war es - insofern man das so ausdrücken kann - tatsächlich recht problemlos, aber körperlich eine ziemliche Herausforderung. Und ich bin froh um die sehr gute Schutzausrüstung, die auch viele Liter Schweiß aufnehmen musste.

    Eine Nachbearbeitung der FireEngineering folgt hier im Weblog in den nächsten Tagen! Wer gebündelt eine steile Lernkurve hinlegen möchte, der sollte sich den Termin nächstes Jahr vormerken!

    Geschrieben von Irakli um 15:25 | Permanenter Link | Kommentare (2) | TrackBack

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