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13.03.06

Das zieht immer: FA(SB) als Brandstifter

Wie schon hier und hier und hier berichtet, gibt es immer wieder FA(SB), die meinen zündeln zu müssen. Meist handelt es sich dabei um Personen im Alter zwischen 14 bis 25 Jahren, mit psychische Problemen und einem Geltungsbedürfnis, das sich gerade beim Einsatz zeigt. Im aktuellen Fall lag zumindest letzteres nicht vor, weshalb ich die Überschrift "Feuerwehrmann als Brandstifter" irreführend finde.

Ein junger Feuerwehrler ist am Samstag in Ottending bei Mengkofen (Lkr. Dingolfing-Landau) selbst zum Brandstifter geworden. [...] Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatten psychische Probleme den Jugendlichen zu der Tat getrieben. [...] Der 17-Jährige aus der Nachbarschaft, der sich bei den Ermittlungen schnell als Tatverdächtiger herausstellte, sei bei den Löscharbeiten aber nicht vor Ort gewesen.

Ist es jetzt also schon an der Tagesordnung von einem Beruf oder der Freizeitbetätigung auf Verfehlungen zu schließen? Wenn ich als FA(SB) demnächst vergesse meinen Toaster auszuschalten und meine Wohnung ausbrennt, heißt dann "Feuerwehrmann zündet eigene Wohnung an" oder wenn ich mit dem Auto einen Unfall baue, heißt es dann "Feuerwehrmann fährt Amok"?

Ich will das Verhalten des Jugendlichen nicht entschuldigen, sondern nur darauf hinweisen, wie meiner Ansicht nach die Presse zwei verschiedene Dinge vermengt. Wenn der Jugendliche das Feuer gelegt hat, um später selbst löschen zu können, dann wäre die Überschrift nachvollziehbar, weil das in das Profil des "Brandstifters" passen würde. Aber zumindest nach den Informationen die ich bisher habe, ist das im aktuellen Fall nicht zutreffend.

Ein Feuerwehrmann als Brandstifter bringt Auflage. :-(

Geschrieben von Stefan C. um 13.03.06 09:59

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Kommentare

Ich glaube im Feuerwehr-Magazin stand vor einiger Zeit ein Artikel darüber, wie man versuchen kann, Brandstifter oder solche die Neigungen dafür entwickeln / zeigen in den eigenen Reihen zu "lokalisieren". Natürlich ist das mit Vorsicht zu genießen.

Das Problem der "Feuerteufel" in den eigenen Reihen wird wohl nie ganz gelöst werden können.

Ich weiß, dass der folgende Vergleich hinkt, aber trotzdem: Es gibt auch viele Kfz-Mechaniker, die diesen Beruf ergreifen, weil sie "narrisch" (bayerisch für: vernarrt) in diese Materie sind; genauso beim Fußball: Hier gibt es, genauso wie bei der Feuerwehr, nur zu viele, die sogar Frau und Kind hinten anstellen, damit sie zum Training gehen können oder zumindest zum Spiel.

Geschrieben von: Ekkehard Giesecke um 13.03.06 16:33

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