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21.04.05
Patent für schnellen Zugang zu Notrufinformationen
(Bild: The Register)
Der Text von eingereichten Patenten ist ein wenig schwer zu verstehen, jedoch meine ich, dass es sich hierbei um einen Microsoft- "Client" für Notrufe handelt. Diese Software ist für PDAs und sonstige mobile Geräte (man denke an Smartphones und Terminals in Fahrzeugen) gedacht und soll unter Stress stehenden Anrufern (bzw. Melder) eine sichere und intuitive Meldung bei den Leitstellen ermöglichen.
Online-Medien neigen ja gerne dazu, in Microsoft pauschal das Böse zu sehen und dieses (übrigens einen Monat nach den Anschlägen in New York eingereichte) Patent als die Patentierung von Notrufen bzw. als die Patentierung vom Zugang zu Notrufdaten zu bezeichnen. Dies ist jedoch irreführend, m.E. nach scheint dies eine sinnvolle Anwendung, die richtig umgesetzt und mit der entsprechenden Ausrüstung der Leitstellen erhebliche Verbesserungen mit sich bringen könnte. So stelle ich mir vor:
- Durch Vorselektierung wird der richtige Ansprechpartner erreicht
- Anruferdaten werden mitgeliefert
- Ort des Anrufers wird durch GPS- oder Zellenlokation mitgeliefert
- Die eingebaute Kamera (Video + Foto) des Melders kann "angezapft" werden um einen Überblick der Lage zu erhalten, diese Bilder könnten sogar an die Rettungskräfte übermittelt werden
- Anleitung zum richtigen Verhalten kann auch per Bildschirm (Text und Symbole) von der Leitstelle übermittelt werden. Dies hat besondere Vorteile insb. wenn die Umgebung sehr laut ist
Dies nur mal als Denkanstoss. Technologie kann sinnvoll sein, aber schlecht eingeführt wird sie zur tödlichen Falle wie 1992 bei der Umstellung des Londoner Rettungswesens auf Computer (Links unten beachten).
Geschrieben von Irakli um 21.04.05 07:49
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