In Siegertsbrunn / Landkreis München ereignete sich am Sonntag, den 16.9. ein Großbrand, bei dem ein teilweise in Bau befindlicher Hof zerstört wurde und über 1.000 Legehennen verendete. Bedingt durch eine ungewöhnliche Witterungslage wurde der Rauch in knapp 10 km Entfernung in München-Waldtrudering sowie Haar auf Bodenhöhe gedrückt – sodass dort ebenfalls ein Brand vermutet wurde.

Hier nun der inoffizielle Einsatzbericht der Feuerwehr Siegertsbrunn:
“Die Alarmierung erfolgte um 4.50 Uhr am Sonntag, den 16.09.07. Nachdem mehrere Schleifen über den Meldeempfänger zu hören waren, war klar, dass es sich um etwas Größeres handelt.
Auf der Fahrt zum FGH war schon der Feuerschein zu sehen. Kameraden die im FGH ankamen veranlassten unseren Kommandanten, gleich die nächste Alarmstufe und Sieren-Alarmierung auslösen zu lassen. Wir sind dann im kompletten Zug ausgerückt (MZF, TLF, DLK, LF8/6). Zusätzlich wurden folgende Wehren alarmiert: Höhenkirchen, Hohenbrunn, Harthausen, Ottobrunn, Taufkirchen, ABC-Zug Mü-Land, Landkreis-ELW und natürlich noch KBR, KBI und KBM.
Wir haben zuerst an der Süd- und Westseite mit der Brandbekämpfung begonnen. Die größte Gefahr ging auf der Westseite von einem aufgestellter Baukran sowie einem Container mit ca. 1.000 ltr. Diesel aus.
Beide Objekte waren zum Zeitpunkt unseres Eintreffens den Flammen voll ausgesetzt, so dass wir zuerst mit der Kühlung der gefährdeten Objekte anfingen. Parallel dazu haben wir mit der Brandbekämpfung begonnen. Unterstützt wurden wir von den o.g. Wehren, wobei Ottobrunn und Taufkirchen mit den Wechsel-Lader-Systemen die Wasserversorgung (jeweils 10.000 ltr. Wassertanks) einsetzten.

Das Hauptproblem bestand im Ablöschen des eingelagerten Holzes und Heus. Es handelte sich um ca. 300 m³ abgelagertes Buchenholz. Mit 2 Baggern und 2 Radladern wurden die noch verbliebenen Wände auf der West- und Ostseite eingerissen. Danach wurde das Buchenholz und Heu auseinander gezogen und abgelöscht. Diese Arbeiten fanden alle unter schwerem Atemschutz statt.
Zur weiteren Wasserversorgung neben den Hydranten stand noch eine Zisterne mit 180m³ Wasser zur Verfügung. Nachdem die Zuleitung von einem Unterflurhydranten in die Zisterne nicht ausreichte wurde die Feuerwehr Ottobrunn nochmals alarmiert und befüllte über einen Pendelverkehr zusammen mit dem ZB6 der FF Harthausen die Zisterne.

Gegen 16:00 Uhr war der Primäreinsatz beendet. Es wurde bis ca. 20.30 Uhr noch verbleibenden Glutnester abgelöscht, die über unsere Wärmebildkamera geortet wurden.
Laut Schätzungen liegt der Schaden über 1 Mio. EUR. Über 1.000 Legehennen kamen bei dem Feuer um. Schlimm ist dann immer wieder zu sehen, wie existenzbedrohend
so ein Feuer sein kann. Solche Einsätze bringen die Feuerwehren durchaus an ihre Leistungsgrenzen.
Die übergreifende Zusammenarbeit hat sehr gut und effizient funktioniert.
Die nächsten Tage wurden wir immer wieder alarmiert um aufflackernde Feuer im Heu zu löschen.”
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(Danke, Christian!)
PS Bereits drei Tage später haben wir zusammen mit der Feuerwehr Siegertsbrunn geübt – angesichts des Aufwands bei diesem Einsatz keine Selbstverständlichkeit. Super Sache.
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Die Feuerwehr Taufkirchen war nicht im Einsatz. Dafür aber die Feuerwehr Unterhaching mit dem KDOW und WLF mit AB Wasser (11m³).
Geschrieben von Alex am 26. September 2007 um 10:20