• Artikel

    Vorstellung Metz L32A

    Neuigkeiten von Magirus

    Neuigkeiten von Magirus

    150 Jahre Feuerwehr Konstanz

    Feuerwehr Kreuzlingen

    ELW Konstanz

    Sirenen

    Winterreifen

    Teleskopgelenkmast
  • Talkrunde
      Aktuelle Talkrunde: Recht (2)
      mit Sven Tönnemann
      Talkrunde 2: Recht
      mit Sven Tönnemann
  • Kommentare

Eine Gasexplosion kommt hier und da mal vor.  Was sich aber gestern im hessischen Weinbach-Gräveneck (LK Limburg-Weilburg) zugetragen hat, passiert nicht alle Tage.

Eine Erdgas-Pipeline (600 mm Durchmesser) schlug aus noch zu untersuchenden Gründen leck und das ausströmende Gas entzündete sich in einer großen Explosion, deren Druckwelle in 250 m Entfernung Scheiben und Garagentore zerstörte und Eisenbahnschienen verbog. Der Feuerball stieg bis zu 100 m in den Himmel und entzündete eine Fläche von 150 x 150 m, die komplett abbrannte. 

beide_brandherde.jpg
Bild: Feuerwehr (beide Rohrenden brennen)

Über 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Polizei, Rettungsdienst, Notfallseelsorge, Deutscher Bahn, E.On etc. waren an der Einsatzstelle tätig. Wie durch eine Wunder wurde niemand (körperlich) verletzt. 16 Menschen im nahegelegenen Dorf erlitten einen Schock.

brandher_an_noch_einem_rohrende.jpg
Bild: Polizei (ein Rohrende brennt noch)

Die Erdgaspipeline verläuft quer durch Hessen. Direkt parallel dazu wird momentan eine neue Pipeline gebaut, die noch mehr Gas transportieren kann.

Linkliste:
hr-Online mit Video
SpOn
Polizeibericht
Feuerwehr Braunfels Bilderstrecke Bereitschaftsraum
Feuerwehr Weinbach (demnächst Bericht)
E.On Mitte

Technorati Tags: , , , , , , ,

11 Antworten zu “Pipeline-Explosion”

eine stunde lang floss noch gas??

da sind die “spärlichen erfahrungen” für mich keine legitimation für einsparungen im sicherungssystem…

wenn da ein zug langgekommen wäre.

wahrlich – glück gehabt – :)

eine stunde lang floss noch gas??

da sind die “spärlichen erfahrungen” für mich keine legitimation für einsparungen im sicherungssystem…

wenn da ein zug langgekommen wäre.

wahrlich – glück gehabt – :)

Allein das Restgas aus der Leitung mit 600mm Durchmesser wird eine zeitlang gebrannt haben. Es gibt ja nicht alle 500 m ein Absperrschieber. Allerdings sind 45-60 Minuten (je nach Bericht) schon lange. Das Gas wird übrigens mit ~100bar gefördert.

Vom Bahnhof Gräveneck konnte man die Sache sehen, ein Bahnmitarbeiter hat alles gesehen und dann gestoppt.

Richtig. Riesenschwein gehabt.

Ich hab in einem Bahnforum gelesen, das kurz vorher wohl ein Bummelzug hergefahren sein soll. Der Lokführer hätte die Explosion wohl im Rückspiegel sehen können.

Auch wenn es wirklich tragisch ist, die Bilder sind schon irgendwie faszinierend.

Ich hab in einem Bahnforum gelesen, das kurz vorher wohl ein Bummelzug hergefahren sein soll. Der Lokführer hätte die Explosion wohl im Rückspiegel sehen können.

Da fahren nur Bummelzüge. Wer einmal von Koblenz nach Gießen mitgefahren ist und an jeder Milchkanne gehalten hat, weiß wovon ich spreche…

Christian

Scheint ja in den letzten Tagen Mode zu sein: http://www.kfv-msp.de/einsaetz.....sbrand.php Letztes Jahr die Strommasten, dieses Jahr die Gasleitungen…

Bei der Feuerwehr Weinbach gibt es jetzt einen Einsatzbericht. Interessant ist der erste Absatz. Ich denke, jeder Feuerwehrler kann mit dem Kameraden mitfühlen: http://www.feuerwehr-weinbach......e2007.html
Christian

[...] Gasleitung bei Gräveneck (HE), die am 28.08.07 explodierte, ist repariert und seit 11.10. wieder in Betrieb. Wie Oberlahn.de berichtet, werden nun zur [...]

Das Gas wird übrigens mit ~100bar gefördert.

Kann jemand mir den wirklichen Gasdruck mitteilen? Ich erwarte etwas zwischen 40 und 90 bar. Bitte antworte mir nicht nur hier aufs Forum sondern auch auf meinem Arbeitsemail j.middelkoop@brandweer.amsterdam.nl
denn möglich finde ich dieses Forum nicht wieder.

Mit freundlichen Grüssen,
Jetty Middelkoop
Gefahrgutadvisörin
Feuerwehr Amsterdam Amstelland

Sehr geehrte Frau Middelkoop,

der Gasdruck der alten (explodierten) Pipeline betrug 60 bar. Wie hoch der Druck in der neuen, parallel verlaufenden Leitung ist, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Infos zum genauen Einsatzablauf bei der Explosion finden Sie zusätzlich:

http://www.feuerwehr-weinbach......7Teil1.jpg
http://www.feuerwehr-weinbach......7Teil2.jpg

Die Pipeline ist inzwischen repariert und wieder in Betrieb gegangen:

http://www.feuerwehr-weblog.de.....-sicherer/

Bei weiteren Fragen versuche ich gerne, mehr in Erfahrung zu bringen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lewalter

PS: Empfehlen Sie uns weiter ;-)

Hallo Herr Lewalter,

Herzlichen dank für diese Info. Weil die Gasleitungen in unsere Region ein Maximumdruck haben von 66 bar, ist die Info über diesen Unfall für uns sehr relevant.

Vor allem, weil unsere Stadt es sich erwünscht, bis zu maximal 30 meter von dieser Gasleitung zu bauen – (Grundstücke sind wertvoll, nichtwahr), etwas was wir als Feuerwehr unakzeptabel finden. Die Aufnahmen diesen Unfalls werden wir bestimmt benutzen bei unseren Argumenten.

Haben Sie vielleicht noch Info über die Effektabstände? Im Link “Teil1″ las ich, dass die Vegetation bis zu 200 meter verbrannt war. Stimmt dass? (dass kann mann am besten messen ans grüne Gras, denn dass brennt nicht weiter, wie die Bäume).

Auch bin ich neugierig, wie weit die Häuser mit Fensterbrüche vom Gasrohr entfernt waren.

Vielen Dank für ihre Hilfe,
Jetty Middelkoop
Gefahrgutadvisörin,
Feuerwehr Amsterdam Amstelland