Hier mal wieder was aus der Ecke “Arbeitslose” zur Feuerwehr: Die shz schreibt unter der Überschrift “Junge Langzeitarbeitslose bei Bundeswehr oder THW qualifizieren?“, dass die Arge Schleswig-Holstein überlegen, junge, wenig qualifizierte Langzeitarbeitslose bei Bundeswehr, THW oder Feuerwehr qualifizieren zu lassen.
Deshalb müssten sich die Argen für diese Klientel völlig neue Qualifizierungen überlegen, findet Regg: “Wir brauchen Action-betonte Maßnahmen, die Jugendliche motivieren und begeistern können.” Regg schlägt zum Beispiel Kooperationen mit Bundeswehr, THW oder Feuerwehr vor, die solche Qualifizierungen oder zumindest den Praxisteil übernehmen könnten. Gerade die Bundeswehr habe im Norden als guter und großer Ausbilder einen Namen. [shz]
Ich stoße mich an der Bemerkung “Action-betonte Maßnahmen”. Zumindest Feuerwehr hat wenig mit Action, als vielmehr mit Ausbildung und Lernen zu tun. Sicherlich, die Arbeit bei den BOS kann unter bestimmten Bedingungen nützlich sein, so zum Beispiel aus sozialer Perspektive. Die “Kameradschaft” in den BOS bietet ein Auffangbecken für ggf. desillusionierte Jugendliche. Die Mitarbeit dort kann einem das Gefühl geben wieder etwas wert zu sein.
Problematisch wird es aus anderer Perspektive. Obwohl “die Feuerwehr” laut Readers Digest bei den Deutschen das höchste Vertrauen genießt, ist das Wort “Feuerwehr” in Lebensläufen und bei einigen Arbeitgebern ein absolutes no-go! Auch frage ich mich, was den Jugendlichen in einer Freiwilligen Feuerwehr an Qualifikation mitgegeben werden soll? Allein die Grundausbildung dauert zwei Jahre. Und erst die Führungsausbildung bei den BOS erlaubt Parallelen zur Wirtscahftswelt. Kurzfristige Qualifiaktion ist aus meiner Perspektive also nicht möglich.
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Ha! Das geht gar nicht!!
Arbeitslose dürfen sich nicht mehr als 15 Stunden in der Woche ehrenamtlich betätigen. Sonst stehen sie dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung und bekommen ihre Arbeitslosenversicherung nicht ausbezahlt!
Geschrieben von Geza am 11. Juli 2007 um 15:50