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      Neuigkeiten von Magirus

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    magirus1.jpg

    Das vergangene Feuerwehrwochenende begann schon am Donnerstag mit der feierlichen Einweihung der neuen Leiterproduktionsstätte von IVECO Magirus. Am Donnerstag Abend fand der Festakt im Beisein des Innenministers von Baden-Württemberg Heribert Rech statt.
    Tags darauf konnte man die Neue Leiterproduktion im Werk Donautal sowie die neuesten Drehleitern, aber auch Löschfahrzeuge aus dem Hause Magirus besichtigen.

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    Bisher wurden die Magirus-Hubrettungsfahrzeuge in einem Werk in der Magirusstrasse in Ulm gefertigt. Der Umzug ins Industriegebiet Donautal, in welchem auch die LKW-Produktion von IVECO angesiedelt ist, bringt einige Vorteile mit sich: Größere, hellere Räume und vor allem eine effektivere Anordnung der Betriebsabläufe. Während am einen Ende der Produktionshalle die Leiterteile in meisterhafter, handwerklicher Arbeit geschweißt werden, werden am anderen Hallenende die Fahrgestelle für den Aufbau der Leitern oder Hubarbeitsbühnen vorbereitet. Auf den beiden parallel verlaufenden Montagelinien werden dann alle Komponenten der Hubrettungsfahrzeuge zusammengefügt.

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    Drehleiter für Großbritannien, die schräge Aufstellfläche dient zum Testen der Niveauregulierung

    Vor der Produktionshalle befinden sich, mit Blick auf das Drehleiter-Prüffeld, die Büroräume der IVECO Magirus AG. Neu ist auch die IVECO Magirus Fire Fighter Academy. Hier können beispielsweise diverse Ausbildungseinheiten speziell zusammen mit Magirus-Feuerwehrfahrzeugen absolviert werden.
    Einen ausführlichen Bericht über das neue Werk und einen Überblick zur Firmengeschichte bietet die aktuelle Ausgabe des Feuerwehrmagazins (Juli 2007).

    Der Festakt bot einige Überraschungen, neben einer Darbietung von Artisten, die in schwindelnder Höhe an Stoffbahnen turnten, sowie einer Feuer-Show, begeisterte vor allem das Drehleiterballet. Sage und schreibe zehn Magirus-Drehleitern, die von zwei 55m-Leitern und noch zwei weiteren Drehleitern flankiert waren, bewegten sich synchron zur Musik. Als Abschluss ein beeindruckendes Feuerwerk.

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    „C. D. Magirus“ (2.v.l.) und seine Nachfolger: Dr. Knödler, Präsident des LFV;Herr Nizet und Herr Lotz von IVECO Magirus; Herr Prinzing, Kommandant der Feuerwehr Ulm

    Während einer Talkrunde auf der Festbühne erschien der altehrwürdige Conrad Dietrich Magirus höchst persönlich. – Gekonnt dargestellt durch einen täuschend echt aussehenden Schauspieler. Zu dieser Gelegenheit befragte er seine jeweiligen Nachfolger seiner zahlreichen Ämter, was sich während seines Aufenthalts im Feuerwehr-Himmel so getan hat.
    So berichtete Stadtbranddirektor Hansjörg Prinzing, als Magirus-Nachfolger im Amte des Kommandanten der Ulmer Feuerwehr, dass in Ulm immer noch der komplette Löschzug aus Magirus-Fahrzeugen bestehe. Er betonte dabei, dass auch der Feuerwehrkran nicht bei einem anderen „lieben Herrn“ hätte beschafft werden müssen, wenn Magirus noch Kranfahrzeuge herstellen würde.

    Roel Nizet, Geschäftsführer der IVECO Magirus AG, berichtete dem Firmengründer, dass Feuerwehrfahrzeuge von Magirus überall auf der ganzen Welt im Einsatz sind und dass die Technik aus Ulm weltweit einen hervorragenden Ruf genießt.
    Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg Dr. Frank Knödler erläuterte C. D. Magirus, dem Gründer des Württembergischen sowie des Deutschen Feuerwehrverbandes, wie viele Feuerwehren es in Deutschland mittlerweile gibt, und dass alle im DFV vereinigt sind.

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    Der Octopus der Magirus-Werkfeuerwehr

    Schon während des Festakts konnten Insider eine echte Rarität entdecken. Hinter der Bühne sorgte ein Octopus Tanklöschfahrzeug der Magirus-Werkfeuerwehr für die Schlagkraft des Feuersicherheitswachdienstes. Dieser Octopus ging ursprünglich an die Berufsfeuerwehr Duisburg.
    Dort war man mit dem Fahrzeug wegen einiger Kinderkrankheiten und damit verbundenen Ausfallzeiten unzufrieden. Die Duisburger Fahrzeuge gingen zurück ins Werk und wurden durch TLF 20/24 auf MAN-Fahrgestell ersetzt.
    Einen der Octopusse erhielt daraufhin die Magirus-Werkfeuerwehr, die mit dem Fahrzeug, das übrigens 3000 Liter Tankinhalt und eine Spitzengeschwindigkeit von 135km/h hat, sehr zufrieden.

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    Die Pumpe des Octopus ist unter der Kabine angeordnet, der Motor befindet sich über der Hinterachse

    Der Magirus Octopus ist ein speziell für den Feuerwehreinsatz konzipiertes Fahrzeug. Der Motor befindet sich überhalb der Hinterachse, dort wo bei herkömmlichen Feuerwehrfahrzeugen die Entnahme von Geräten aus dem Geräteraum am ungünstigsten ist. Unterhalb des Fahrerhauses ist anstelle des Motors die Pumpe eingebaut.
    Der Tank ist sehr tief angeordnet, hierdurch wird das Fahrverhalten sehr sportlich. Eine Allradlenkung macht das ohnehin schon kompakte und geländegängige Fahrzeug extrem wendig. Chassis und Wasserleitungen für die Pumpe sind kombiniert, hierdurch wird Gewicht gespart.

    Erstmals wurde ein Octopus auf der Interschutz 2000 in Augsburg vorgestellt, damals in einer Version als Hubrettungs-Universallöschfahrzeug mit einer Hubarbeitsbühnen. Dieses so genannte Kombinationsfahrzeug gilt als der Vorläufer der Magirus Multistar-Fahrzeuge, die nun allerdings auf serienmäßigen LKW-Fahrgestellen aufgebaut werden. Die Produktion von speziellen Feuerwehrfahrzeugen hat sich offenbar nicht bewährt, der Aufbau auf herkömmlichen Fahrgestellen ist wirtschaftlicher.

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    Kombinationsfahrzeug: Multistar im Design der Magirus-Vorführfahrzeuge

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    Dieser neue Multistar der Werkfeuerwehr Bosch war das Titelbild der Ausgabe 6/2007 von BrandSchutz

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    Für den arabischen Markt: Drehleiter in Zitronengelb

    Am Freitag wurde auch die Drehleiter der Magirus-Werkfeuerwehr neben zahlreichen anderen Hubrettungs- und Löschfahrzeugen präsentiert. Diese recht gewöhnliche DLA K 23-12 war aber eher uninteressant, stand sie doch in einer Reihe mit den neuesten DLK 55CS, die mit einer Rettungshöhe von 55 Metern derzeit alles andere übertreffen.
    Allerdings werden diese Fahrzeuge in Deutschland nicht zum Einsatz kommen. Hierzulande genügt dank unserer Bauordnung eine Rettungshöhe von 23 Metern. Die ausgestellten 55m-Leitern gehen nach Russland und China, wo man selbstverständlich auch auf die Hubrettungstechnik aus Deutschland vertraut.

    Selbstverständlich gab es auch einige betagte Schmuckstücke aus der Magirus-Produktion zu bestaunen. Es wurde deutlich, dass die Ulmer Feuerwehrfahrzeuge zu jeder Zeit dem modernsten Stand der Technik entsprachen.

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    Magirus Kraftspritze der Freiwilligen Feuerwehr Ehingen

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    Flugfeldlöschfahrzeug als Sattelzug

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    Eine neue DLK 55 CS

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    Chinesischer Magirus-Schriftzug an einer Drehleiter

    Als großes Highlight wurde neben Drehleitern, Löschfahrzeugen nach deutscher, österreichischer und französischer Norm auch ein Superdragon X8 Flugfeldlöschfahrzeug für die Italienische Feuerwehr präsentiert.

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    Magirus Superdragon X8

    Die „neue Ulmer Leiter“ gilt es noch zu erwähnen! Mit so gut wie allen derzeit erhältlichen Raffinessen ausgestattet würde es genügen, das neue Fahrzeug der Feuerwehr Ulm als DLA – Drehleiter Alles – zu bezeichnen.

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    Die „neue Ulmer Leiter“

    Die Offizielle Bezeichnung: DLA (K) 23-12 n.B. CS GLT + HZL

    Eine computerstabilisierte, automatische Drehleiter mit Rettungskorb der niedrigen Bauart, mit teleskopierbarem Gelenkteil an der Leiterspitze und mit einer Hinterachszusatzlenkung. Das Fahrzeug ist besonders niedrig und wendig. Durch das Gelenkteil an der Leiterspitze, welches sich auf bis zu 4,7 Meter ausziehen lässt, können auch abgelegene Fenster hinter Dachvorsprüngen erreicht werden. Genau das richtige Fahrzeug für enge Gassen, niedrige Tordurchfahrten und alte Gebäude in der Altstadt.

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    Alfred Bidlingmaier von Magirus und Hansjörg Prinzing, Kommandant der Feuerwehr Ulm begutachten die neue Drehleiter

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    In voller Kurvenfahrt: Man beachte die gelenkte Hinterachse

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    10 Antworten zu “Neuigkeiten von Magirus”

    Geschrieben von Stefan Hermann:

    Einen der Octopusse erhielt daraufhin die Magirus-Werkfeuerwehr, die mit dem Fahrzeug, das übrigens 3000 Liter Tankinhalt und eine Spitzengeschwindigkeit von 135km/h hat, sehr zufrieden.

    Die sollen sich mal wagen was anders zu sagen *g*

    Gruß
    Jörg

    So berichtete Stadtbranddirektor Hansjörg Prinzing, als Magirus-Nachfolger im Amte des Kommandanten der Ulmer Feuerwehr, dass in Ulm immer noch der komplette Löschzug aus Magirus-Fahrzeugen bestehe.

    Ähh, wie schafft es Ulm denn, dass immer Iveco die Ausschreibung „gewinnt“?

    Ähh, wie schafft es Ulm denn, dass immer Iveco die Ausschreibung „gewinnt“?

    Mit lokal-patriotisch begründete „Sonderkonditionen“? :-)

    [quote comment=“10690″]Mit lokal-patriotisch begründete „Sonderkonditionen“? :-)[/quote]

    Hat ein leichtes G’schmäckle. Vllt. sollten die Ulmer mal einer anderen, hier nicht genannten Feuerwehr nen Tipp geben, wie besagtes Unternehmen die Ausschreibung gewinnt, weil man das Konkurrenzprodukt auf gar keinen Fall im Stall haben will. … (Ich hoffe, diejenigen lesen mit ;-) ) … es geht um die Ersatzbeschaffung einer DLA ;-)

    [quote comment=“10695″]Hat ein leichtes G’schmäckle. [/quote]

    Keine unriskante Aussage. Die Motivation für einen reinen Stall kann – auf die Spitze getrieben – aus Traditionsgründen erfolgen oder aber aus Wirtschaftlichkeitsgründen.

    Zu den Beschaffungskosten kommen auch die Folgekosten, und die lassen sich sicher in einer Rahmenvereinbarung mit einer Werkstatt / einem Hersteller wesentlich geringer halten als wenn man lauter Einzelstücke hätte. Deshalb zuerst „im Zweifel für den Angeklagten“. Kann durchaus aus wirtschaftlichen Sinn haben, sich an den lokalen Hersteller zu halten. Oder es ist einfach Tradition und sonst nix.

    Man kann wohl davon ausgehen, dass Magirus jedes mal ein ensprechendes Angebot vorlegt damit das Monopol in Ulm bestehen bleibt. Sowas schärft das Image. Ausserdem dürften auch Lokalpolitiker daran interessiert sein. – Stichwort „Arbeitsplätze“ und „Gewerbesteuereinnahmen“

    Ich berichtige 2 Octopus[quote comment=“10614″]Geschrieben von Stefan Hermann:

    Einen der Octopusse erhielt daraufhin die Magirus-Werkfeuerwehr, die mit dem Fahrzeug, das übrigens 3000 Liter Tankinhalt und eine Spitzengeschwindigkeit von 135km/h hat, sehr zufrieden.

    Die sollen sich mal wagen was anders zu sagen *g*

    Gruß
    Jörg[/quote]

    [quote comment=“10690″]Ähh, wie schafft es Ulm denn, dass immer Iveco die Ausschreibung „gewinnt“?

    Mit lokal-patriotisch begründete „Sonderkonditionen“? :-)[/quote]

    magirus macht es halt billiger als alle andderen

    Man muss anmerken, dass der komplette Löschzug aus Iveco-Magirus Fahrzeugen besteht aber die Sonderfahzeuge (in Ulm reichlich vorhanden) auch andere Fabrikate haben (2 Mercedes, 1 MAN)
    PKW’s von Fiat, Mercedes und Opel. Und da Iveco-Magirus als „Partner der Feuerwehr“ ist, steht es wohl im gegenseitigen interesse das Iveco die Fahrzeuge für die Feuerwehr Ulm liefert, welche bei der Entwicklung von Feuerwehrfahrzeugtechnik enorm beteiligt ist (Durch 2 Dipl-Ing Maschinenbau in den Reihen der Feuerwehrführung).

    Ja, man fragt sich wirklich, warum IVECO immer die Ausschreibung gewinnt. Aber wie auch in der Politik ist es ja überall ein einzigartiger Filz und eine widerliche Vetternwirtschaft geworden. Leute, die über fremdes Geld verfügen dürfen, haben kein Bewußtsein darüber, daß es Steuergeld ist. Aber da ist Herr Prinzing nicht der einzige.
    mfg Antonio Lallo