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Archiv des Monats Juni, 2007

Rauchmelder umsonst

Geschrieben von Benjamin Thoran / 28. Juni 2007

Beim Rundgang auf meinen lokalen Internetzeitungen habe ich eben diese Aktion hier gefunden. Dort verlost ein Onlinemagazin zusammen mit einer Großhandelskette für Elektrowaren kostenlos Rauchmelder. Einzigste Bedinung: Wer einen nützlichen Helfer haben will, muss eine Mail schicken. In anderen Städten, wie etwa im Nordwestzentrum in Frankfurt, gibt es ähnliche Aktionen.

Wertschöpfung an der Einsatzstelle

Geschrieben von Irakli West / 28. Juni 2007

Heute waren wir in einer richig interessanten Diskussion eingebunden: soll die Feuerwehr auch “seelische Hilfe” leisten?

Bevor das falsch verstanden wird, möchte ich die Fragestellung ein wenig darlegen. Wir werden zu Schadensereignissen gerufen. Ein Schadensereignis führt in fast allen Fällen auch Geschädigte mit sich. Die Art, Heftigkeit und subjektive Wahrnehmung von Schädigung können ganz unterschiedliche Ausprägungen annehmen. So ist es was anderes, wenn ein morscher, allein stehender Baum umfällt, als wenn jemand durch ein Feuer sein Hab und Gut verliert.

In dieser Diskussion ging es um Letzteres. Wir als Feuerwehr lernen das Abhandeln eines Einsatzes. Wir können Feuer löschen, Menschen aus Fahrzeugen befreien, Wunden versorgen. Was jedoch den Umgang mit direkt und indirekt Betroffenen angeht, stehen wir meistens ziemlich blank da, zumindest von der Ausbildung her.

In einer Großstadt wie München rückt bei bestimmten Indikationen (bsp. Todesfall) im Normalfall das KIT an. Ich denke, dies wird nicht überall so sein. Zweifellos gibt es ein Bedarf an Betreuung von Betroffenen an der Einsatzstelle.

Doch wie betrifft dieses Thema eine Feuerwehr?

Persönlich finde ich, dass man sich durchaus Gedanken machen soll, ob wir nicht auf eine bestimmte Art und Weise helfen können. Klar, wir sind keine Seelsorger oder Betreuer. Andererseits, denke ich, können wir initial viel erreichen. Sei es bloss die Aushändigung einer Liste mit Telefonnummern und Kontaktadressen, oder einer “Checkliste” für Betroffene für die ersten Schritte nach einem schlimmen Ereignis.

Woher erfährt der Unfallbeteiligte, wie die nächsten Schritte für ihn aussehen mögen? Wie erkennen Menschen, und wie können Sie beurteilen, ob sie Beistand brauchen?

Es würde mich sehr interessieren, ob Feuerwehren sich bereits Gedanken in diese Richtung machen, ob es bereits Material zu diesem Thema gibt, und ob dies einer Feuerwehr bzw. den aktiven Dienstleistenden überhaupt zumutbar ist.

Um es zu wiederholen: unsere Aufgabe ist es Menschen zu helfen; dazu gehört nicht nur die Abwendung einer unmittelbaren Gefahr, sondern auch die ersten Schritte zur Bewältigung zu erleichtern. Sei es durch die Weitergabe relevanter Informationen, oder durch die richtige Betreuung an der Einsatzstelle. Damit meine ich nicht psychologische Betreuung, sondern das Schaffen von “Erleichterungen”. Ein gutes Beispiel dafür sind GRTW die bei einem Großschadenereignis den Opfern ein erstes “Zuhause” bieten.

Also: wie sieht es bei Euch aus? Sollte eine Feuerwehr sich um diese Nachgelagerten Dinge überhaupt Gedanken machen?

Sollte sich eine Feuerwehr auch um die Opfer kümmern?
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Noch freie Plätze: Lehrgang Baufachberater 3. bis 5. September 2007

Geschrieben von Stefan Hermann / 27. Juni 2007

Die vfdb-Richtlinie “Hinweise für Maßnahmen der Feuerwehr und anderer Hilfskräfte nach Gebäudeeinstürzen“ sieht vor, dass bei einem Gebäudeeinsturz der Einsatzleitung ein Baufachberater zur Seite steht. An der Universität Karlsruhe (TH) wird zum sechsten mal ein Lehrgang zum Baufachberater angeboten.

Gebäudeeinsturz
Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr und der Polizei bei einem Gebäudeeinsturz (Bild: TMB, Uni Karlsruhe)

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Neue Bildergalerien online [update]

Geschrieben von Stefan Cimander / 27. Juni 2007

Ich sag’s gleich vorweg: Genervte Leser, die von “mickrigen” Kreisstadt-Feuerwehren nichts mehr lesen wollen, hören bitte auf hier weiter zu lesen. ;-) Ich habe gestern Nacht unserem Fotostream bei Flickr eine neue Bildergalerie hinzugefügt, besser gesagt habe ich die rund 170 Fotos (von rund 2.100) auf mehrere Galerien aufgeteilt. Zur Hauptgalerie geht es hier. Einige dieser Die Fotos habe ich aufgeteilt in die Alben Mitgliederwerbung, Oldtimer, Höhenrettung, Drehleiter, Brandeinsatz, Wasserrettung und Gefahrguteinsatz sowie Sonstiges. Sofern ich noch Zeit finde, werde ich das ein oder andere Galeriebild ausführlicher beschreiben. Ein Artikel über die Feierlichkeiten der Feuerwehr Konstanz [Große Kreisstadt-Feuerwehr ;-)] folgt hoffentlich auch bald.

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Wiesbaden: Flashover-Container

Geschrieben von Irakli West / 27. Juni 2007

Sebastian hatte im Artikel über Flash-Over-Container einige Links zu Videos aus Wiesbaden gepostet.

Zwei davon greife ich mal raus und setze sie hier direkt rein, weil sie besonders gut einige Dinge veranschaulichen. Darunter: Eine gute Heißausbildung kostet nicht die Welt (muss keine High-Tech-Anlage sein). Richtiges Vorgehen mit einem Strahlrohr (Tür auf, Rauchgaskühlung, Tür zu), und die Veränderung des Rauchs (mit Durchzündung) bei einem Innenangriff.

Medium: de.sevenload.com
Link: de.sevenload.com

Medium: de.sevenload.com
Link: de.sevenload.com

Fehleinschätzung

Geschrieben von Irakli West / 26. Juni 2007

Seit 1985 dabei, und ich leide immer noch unter totaler Fehleinschätzung. Oft regnet und windet es wie verrückt, und es kommt kein Einsatz. Dafür an so Tagen wie heute, schönstes Bayernwetter, nur die Schäfchenwolken hatten den Turbo eingelegt. Trotzdem keinen Gedanken an potenzielle Einsätze verschwendet.

feuerwehr.jpg

Siehste, wir mussten einen Baum auf Strasse fahren. Sowas nenne ich einen “perfekten” Einsatz: keiner zu Schaden gekommen, der Einsatz berechtigt (Gefährdung und Behinderung), kein Stress, und viel gelernt, die “Geschädigten” in bester Laune und überfreundlich, schönes Wetter. Eine Gruppe von Müttern mit Kindern hatte sich in der angrenzenden Wiese bequem gemacht und schaute uns zu.
Nach einem Einsatz wieder eingerückt. Außerdem konnte ich nach Monaten wieder ein Fahrzeug mit Blau fahren. So kann Feuerwehr richtig Spaß machen.

Noch mehr Literatur

Geschrieben von Christian Lewalter / 26. Juni 2007

Durch Stefans Artikel über die “Was ist Was”-Ausgabe “Feuerwehr” wurde ich an einen Besuch in der Buchhandlung erinnert. Ich hatte in der Kinderbuchabteilung mal für meinen Kleinen geschaut, wie ich ihn möglichst früh auf Feuerwehr trimmen kann ;-)

Gestern war ich wieder dort und habe mal schnell die Bücher für Kinder von 18 Monaten bis 6 Jahren abgelichtet:

feuerwehrbucher.jpg

Natürlich habe ich sie auch mal durchgeblättert und sie sind alle gut gemacht, schön gezeichnet und auch die Texte sind zum jeweiligen Alter entsprechend verfasst. Teilweise sind die Bücher mit Spielelmenten zum Aufklappen oder Schieben versehen. So öffnet sich ein Rollladen vom Geräteraum oder die Drehleiter fährt aus. (“Achtung Feuerwehr”)
Bei den Büchern für die ganz Kleinen (“Bei der Feuerwehr” und “Der kleine Feuerwehrmann im Einsatz”) geht es um klassische Sachen wie Feuer und Katze auf Baum, wobei die Feuerwehrleute immer lächeln und keinem passiert was. Die etwas älteren Kinder werden dann schon mit einem Verkehrsunfall mit (leicht) Verletzten konfrontiert. Dort sind auch z.B. Hochwassereinsätze oder der Wachalltag einer Berufsfeuerwehr beschrieben und bebildert. 
Ich konnte auch keine groben Fehler (feuerwehrtechnischer Art) darin finden. Als Fazit: Ich hätte sie am liebsten alle mitgenommen.

Nächste Woche wird Jonas 1 Jahr alt. Zu Weihnachten bekommt er dann sein erstes Feuerwehrbuch. Dann kommt auch eine ausführliche Rezension des ausgewählten Buches.

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FLB “Europa 1″

Geschrieben von Niklas Wichmann / 26. Juni 2007

Die Feuerwehren Kehl (D) und Strasbourg (F) stellen am 29. Juni ihr gemeinsames Feuerlöschboot (FLB) “Europa 1″ in Dienst, dass auf dem Rhein in Deutschland und Frankreich für Sicherheit sorgen soll. Von den Gesamtkosten von 2,5 Mio. Euro wird eine Million über INTERREG-IIIA gedeckt, die verbleibenden Kosten von 1,5 Mio. Euro teilen sich deutsche und französische Stellen zu gleichen Teilen. Wer Zeit und Lust hat ist am 30.6. beim Aktionstag “Gefahrenabwehr auf dem Rhein” sicher ein gern gesehener Gast. Mehr Infos zu dem Aktionstag und dem Kahn gibt es auf der Seite der Feuerwehr Kehl und nach der Indienststellung in einem ausführlichen Bericht hier im FWB.

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Experiences from Berlin

Geschrieben von Niklas Wichmann / 26. Juni 2007

Vor einigen Tagen war ich schulisch bedingt endlich wieder in unserer Bundeshauptstadt. Da wir derzeit einige Amerikaner für einen Austausch hier haben, ist natürlich auch ein Besuch in Berlin (inklusive Schlösser gucken in Potsdam) selbstverständlich. Ich glaube es war der zweite Tag unseres Berlin-Aufenthaltes, als wir uns nach einigen Stunden Freizeit in der Nähe des Sony-Centers wieder treffen wollten.

Genau neben unserem Treffpunkt stehen ein paar ungefähr 20m lange Wippen, die natürlich jeder der vorbei kommt ausprobiert, so auch der Ein oder Andere aus unserer “Reisegruppe”. Plötzlich fiel eine der amerikanischen Schülerinnen von besagter Wippe (geschätzte Höhe maximal ein Meter, eher deutlich weniger). Das sie auf dem Boden liegen blieb, schätzte ich (und vermutlich fast alle Anderen) aufgrund der geringen Falltiefe als Gag ein. Als ich mich nach kurzer Zeit gerade dazu entschlossen hatte, mal zu fragen ob alles klar ist, rannte eine der amerikanischen Lehrerinnen an mir vorbei. Da die Kommunikation mangels englischen Vokabulars sowie schon nicht einfach gewesen wäre und die Deutlichkeit durch die Schmerzenslaute wohl eher nicht erhöht worden wäre, entschloss ich mich dazu, dass ich bei ihr nicht viel machen könnte.

Nach vergeblicher Absprache mit dem völlig geschockten Lehrkörper, habe ich mich dann mal dafür entschieden die Feuerwehr anzurufen. Extrem cool fand ich, dass mir nach dem Wählen der 112 zunächst eine Computerstimme mitteilte, ich würde mit dem nächsten freien Notrufabfrageplatz verbunden. Ob danach Call-Center-Like auch Musik gespielt wird, weiß ich leider nicht, weil ich direkt nach der Ansage einen Disponenten am Rohr hatte. Ich schilderte dann, dass sie Schmerzen am Bein hatte und konnte mir ein kurzes Grinsen bei der Frage, wie alt das Kind sei, nicht verkneifen. Während ich am Telefonieren war kam noch Jemand angerannt und berichtete, dass das Bein ein bisschen bluten würde. Nachdem ich auch das weitergegeben hatte, warteten wir genau sechs Minuten auf den Rettungswagen, was ich relativ schnell fand, Anderen jedoch viel zu lange gedauert hat.

Einen wahnsinnig guten Eindruck machte der Feuerwehrmann, der als erstes um die Ecke kam. Etwas älter, Poloshirt quasi bis zum Bauchnabel aufgeknöpft, Latzhose und wenn ich mich richtig erinnere offene Schnürstiefel. So bekleidet kam er ganz entspannt mit weit ausholenden Schritten um die Ecke, in der Hand lediglich das Notfallprotokoll. Wahnsinnig professionell dann auch der erste Spruch (“Ach, ist doch noch alles dran”). Ihm folgten zwei weitere Besatzungsmitglieder, die sich jedoch vernünftig anziehen konnten. Ihre Diagnose war eine offene Fraktur von Schienen- und Wadenbein. Die RTW Besatzung forderte noch einen Notarzt nach, dann ging es zum mehrwöchigen Aufenthalt ab in die Charité.

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Eindrücke: Flash-Over

Geschrieben von Irakli West / 25. Juni 2007

Vor einigen Wochen war ich im Container bei Erha-Tec. Leider muss das vollwertige Video ein wenig hinten anstehen, bis ich in der Arbeit ein wenig mehr Luft habe.

Inzwischen habe ich jedoch ein Paar Aufnahmen von Flash-Over zusammengeschnitten. Vermutlich das Faszinierendste, was ich je gesehen habe.

Medium: de.sevenload.com
Link: de.sevenload.com

Die Hitzebelastung ist in einer WGA (Wärmegewöhnungsanlage) wesentlich größer, aber auch hier ist sie nicht ohne. Allerdings liegt das Hauptmerkmal der Ausbildung nicht auf Belastung, sondern auf das “Lesen” eines Flash-Overs und seiner Vorboten. Dazu kommt noch der Umgang mit dem Hohlstrahlrohr als “Blocker”: erstaunlich, was man mit ein Paar gezielten Stößen so alles stoppen kann.

Weitere Infos und “ordentliches” Video folgen…