Christian Strecker, FF Laufach (BY) schickt folgenden Einsatzbericht über eine schwierige Verletztenbergung an einer Bahnlinie. (Link zu Einsatzbericht und Bilder)

Laufach (Lkr. Aschaffenburg, Bayern). Bei Baumschnittarbeiten an der Bahnlinie Frankfurt-Würzburg stürzte am Montagmorgen ein 40-jähriger Mitarbeiter einer Landschaftspflegefirma auf noch ungeklärte Weise schwer und zog sich Kopf – und Brustverletzungen zu.
Die Unglückstelle lag in einer unwegsamen Waldstück neben der Bahnlinie Frankfurt-Würzburg östlich von Laufach, etwa 300 Meter westlich des Schwarzkopftunnelportals.
Wegen der schlechten Zugänglichkeit und weil zudem Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung bestand, musste der Patient aufwändig von der Laufacher Feuerwehr unter Zuhilfenahme von Korbschleiftrage und Leiterrutsche über einen Hang zur Bahntrasse transportiert werden. Von dort wurde er über die Gleise auf einem von der Laufacher Feuerwehr für solche Zwecke selbst konstruierten Schienenrollwagen zum Rettungsplatz am
Tunneleingang gefahren.
Nicht zufrieden war der Laufacher Kommandant Albrecht Geis als Einsatzleiter mit dem schlechten Zustand des bahneigenen Rettungsplatzes: Die ausgeflößte Zufahrt, große Steine und meterhohes Gras behinderten die Feuerwehrfahrzeuge und machten eine Zufahrt des Rettungswagens unmöglich. Daher musste der Verunglückte auf der Pritsche eines Feuerwehrfahrzeugs weitere 500 Meter zum Rettungswagen transportiert werden, bevor er dann ins Aschaffenburger Klinikum eingeliefert wurde.
Während der Rettungsarbeiten wurde der Schienenverkehr durch die Bahn 45 Minuten lang komplett gesperrt, es kam zu Verspätungen im Personenverkehr von etwa einer halben Stunde. Neben der Laufacher Feuerwehr, die mit vier Fahrzeugen und 22 Mann ausgerückt war, war auch der Rettungsdienst und die Bahnpolizei in die Rettung eingebunden.



















RETTUNG nicht BERGUNG, Man rettet Verletzte, man bergt Tote! :-)
Geschrieben von Eric am 20. Juni 2007 um 11:21