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Archiv des Monats Mai, 2007

Polizeiliche Gefahrenabwehr

Geschrieben von Irakli West / 28. Mai 2007

Ein SEK der Polizei stürmt ein einschlägig bekanntes Objekt und holt sich zur Türöffnung die Feuerwehr. Wie bitte?

Bei einem verschlossenen Etablissement wurde die Feuerwehr um Unterstützung bei der Türöffnung angefordert. Da nicht auszuschließen war, dass die gesuchten Männer bewaffnet sind, waren bei der Großrazzia Sondereinsatzkommandos der Polizei eingesetzt.

Tja:

Die Anforderung der Feuerwehr bei der Großrazzia schlägt jedoch nicht nur in eigenen Kreisen der Wehrmänner mittlerweile hohe Wellen: Mit Unverständnis wird auf die Aktion reagiert, zumal die Sondereinsatzkommandos über genügend Spezialisten verfügen.

Ich bin kein Freund von Ferndiagnosen, aber wenn das so stimmt, ist hier eindeutig eine Linie überschritten worden.

Nachzulesen bei der Rhein-Neckar-Zeitung. (Nachfolgeartikel)

Danke, Marc!

Hydranten verschweißt

Geschrieben von Niklas Wichmann / 28. Mai 2007

Wer in Hofheim Wasser aus einem Hydranten entnehmen will, muss Hydrantenschlüssel und Standrohr um einen Hammer ergänzen. Warum? In einigen Randbereichen “haben sich Beobachtungen von Bürgern gehäuft, die vom illegalen Anzapfen der Hydranten berichteten”, so Bürgermeister Wolfgang Borst. Daher haben sich die Stadtoberen entschlossen, die Deckel zuzuschweißen, die Feuerwehr muss sie im Einsatzfall mittels Hammer öffnen. Man könnte natürlich spekulieren, dass die Wasserdiebe ebenfalls auf die Idee mit dem Hammer kommen, oder die Feuerwehr mal ein wenig fester zuschlagen muss und sich der Deckel für richtig teuer Geld verabschiedet…

Übringens finde ich es echt arm, dass die Leute jetzt schon Wasser aus Hydranten klauen. Wobei, mir fällt gerade ein, dass der Nachbar von einem Freund seinen Strom aus ner Laterne abzapft. Echt traurig sowas.

Quelle: Mainpost, Besten Dank an Stephan

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Oberleitung wickelt sich um ICE

Geschrieben von Benjamin Thoran / 28. Mai 2007

Ein nicht ganz alltäglicher Unfall ereignete sich am Sonntag auf der Bahnstrecke zwischen Frankfurt (Main) und Fulda. Das Unwetter hatte auf der ICE-Trasse in Höhe von Wächtersbach mehrere Bäume auf die Gleise stürzen lassen. Ein herannahender Zug kollidierte mit den Bäumen, die sich in der Fahrstromleitung verfangen hatten. Das Resultat kann man sich hier anschauen. Die Oberleitung wickelte sich förmlich um den Zug und machte die Weiterfahrt und eine Evakuierung vorerst unmöglich. Glück hatten die Einsatzkräfte, denn die Unfallstelle war dank eines Waldweges relativ gut zu erreichen.

Leitstelle verzögerte Alarmierung

Geschrieben von Irakli West / 28. Mai 2007

Lübecker Nachrichten – Nicht ganz reibungslos verlief die Alarmierung der Feuerwehr bei einem Dachstuhlbrand – sie schickte erst mal die Polizei, um nach dem Rechten zu sehen:

Nach dem Notruf einer Frau, die aus einem Dach aufsteigenden Qualm gemeldet hatte, kam es in der Integrierten Regional-Leitstelle in Bad Oldesloe – dort werden sämtliche Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst koordiniert und der Notruf 112 bearbeitet – zu einer schweren Panne. Der Disponent bat die Polizei in Ratzeburg um Hilfe, die eine Streife der Lauenburger Polizei los schickte, um zu überprüfen, ob an der Meldung etwas dran sei. Die Alarmierung der Feuerwehrleute verzögerte sich dadurch um rund zehn Minuten.

Danke, Geza! 

Wasserschlag

Geschrieben von Irakli West / 28. Mai 2007

Wieder was gelernt. Gestern Nacht wegen Starkegens haben wir einige Unterführungen ausgepumpt, die voll Wasser gelaufen waren. In einer waren gleich 2 PKW liegen geblieben.

Dass man mit einen normalen Auto nicht durch tieferes Wasser fahren sollte, dürfte jedem bekannt sein. Was allerdings genau für ein Schaden entstehen kann, das ist als Mechanik-Laie nicht uninteressant. Sicher sind hier einige Leser wesentlich versierter als ich und können entsprechend ergänzen.

Am wichtigsten ist, dass kein Wasser in den Luftfilter kommt, und in den Motor gelangt (gibt es da einen Unterschied zwischen Vergaser- und Einspritzmotor?). Dies kann passieren, wenn man in zu tiefes Wasser fährt, oder dieses durch zu schnelle Fahrt in den Motorraum aufgewirbelt wird.

Was dann passiert, nennt man allgemein Wasserschlag. Im Gegensatz zum Benzin- / Luftgemisch ist Wasser nicht komprimierbar. In der Hubphase befindliche Kolben werden jäh gestoppt, die dabei entstehenden Kräfte können an unterschiedlichen Motorteilen erheblichen Schaden zufügen.

Die Höhe des Schadens scheint, nach dem Durchlesen einiger Berichte im Internet, Glückssache zu sein. Hat man Glück, reicht es schon, den Motor “austrocknen” zu lassen. Hat man Pech – und das ist wohl eher üblich – ist der Motor komplett hin.

Zum Ansaugen von Wasser in den Motor kommt noch hinzu, dass dieses schlecht abgedichtete Teile (bsp. Elektrik) ausser Gefecht setzen kann.

Im Prinzip kann Wasser auch durch den Auspuff angesaugt werden – deshalb sollte der Motor immer laufen und dort den Überdruck erhalten.

Zur richtigen Fahrweise: wenn die überflutete Stelle unbekannt ist: nicht reinfahren! Umdrehen ist keine Schande. Wenn die Stelle bekannt ist: im Zweifel umdrehen! Ist keine Schande. Ansonsten langsam und etwas hochtourig durchfahren. Abstand zum Vordermann. Andere vorlassen ist grundsätzlich eine gute Idee, allerdings sollte man bedenken, dass der Ansaugstutzen für Luft nach Marke variieren kann.

Wenn’s ganz blöd kommt: Auto stehen lassen, öffentlich weiterfahren oder warten, bis das Wasser abläuft (ist meistens der Fall).

Ich rede hier über Umstände wie gestern, nach starkem Regenfall. Grundsätzlich sollte man davon ausgehen, dass die (Teilkasko-)Versicherung nicht zahlt, Hersteller hier auch nicht unter einer etwaigen Garantiepflicht stehen.

Bei einer Überschwemmung ist das u.U. was anderes.

Es gibt übrigens zu diesem Thema auch (mindestens) ein Urteil:

Sogenannter Wasserschlag ist ein Unfall
Wenn beim Durchfahren einer Pfütze Wasser hochspritzt, bzw. von einem entgegenkommenden Fahrzeug auf den eigenen PKW geworfen wird und dabei in den Verbrennungsraum eines Zylinders gelangt, handelt es sich entsprechend § 12 Abs.1 II e AKB um einen Unfall. Beim sogenannten Wasserschlag wirkt das Wasser unmittelbar von außen, plötzlich und mit mechanischer Gewalt auf das Fahrzeug ein. Entscheidend für die Abgrenzung zum nicht versicherten Betriebsschaden ist hier, daß der Wasserschlag ein außergewöhnliches Ereignis ist, mit dem der Versicherungsnehmer im allgemeinen nicht rechnet, bzw. auch nicht rechnen muß. Hier handelt es sich um die Verwirklichung eines Risikos beim gewöhnlichem Fahrbetrieb, welches sich als außergewöhnliches Unfallereignis darstellt, und nicht um die Auswirkung eines als normal in Kauf genommenen Risikos.

OLG Hamm, 20 U 328/88
Urteil vom 31.05.1989

Vielleicht hilft das je jemandem :)

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FGAU: Wasserfestes Alibi

Geschrieben von Irakli West / 27. Mai 2007

Vermutlich werden die meisten Protagonisten eines FGAUs dadurch überführt, dass sie entweder auffallend schnell am Einsatzort sind oder sich besonders hervortun wollen.

Gestern war eine Kameradin vor Ort tätig, und zwar bevor es überhaupt zum Brand kam.  Suspekt? Der Blitz war bei ihr eingeschlagen, das Feuer mittels Löscher schnell aus. Das nenne ich ein wasserfestes Alibi :)

Kurzbericht: Renault Midlum

Geschrieben von Irakli West / 27. Mai 2007

Letztes Jahr scheiterte mein Experiment, gängige Fahrgestelle zu testen: ich ging den Standard-Weg, und schrieb die Presse- bzw. PR-Stellen der Hersteller an. Keine Reaktion.

Letzte Woche konnte ich im Rahmen des Firmenumzugs einen 7,5-Tonner fahren, einen Renault Midlum der vorletzten Generation. Die aktuelle ist hier zu sehen. Die ärgsten Konkurrenten dürften Mercedes Atego, MAN TGL sowie Iveco Eurocargo sein. Bislang bin ich in dieser Klasse keinen von denen gefahren, es ist also kein Vergleichstest. Den ganzen Artikel lesen …

Impressionen (4): Unterwegs in Berlin und Brandenburg

Geschrieben von Stefan Cimander / 27. Mai 2007

Fortsetzung meiner “feuerwehrnahen Schnappschüße” in Berlin und Potsdam. Diese und weitere Fotos gibt es demnächst auch bei Flickr.

Feuerwehrzugang an der Spree im Regierungsviertel
Zugang für die Feuerwehr am (Beton-)Ufer der Spree im Regierungsviertel hinter dem Reichtstagsgebäude. Dahinter steht das “Inferno”, ähh, der Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz.

Den ganzen Artikel lesen …

Kommt was? Und wie wirds?

Geschrieben von Christian Lewalter / 26. Mai 2007

Sämtliche Wetterdienste warnen seit Tagen vor heftigen Gewittern. Aktuell hat der DWD für alle Bundesländer ein “Warndreieck” aufgestellt und in der Unwetterzentrale gehts bunt zu. Einiges ist auch schon unterwegs. In Berlin findet momentan das Miss Wet-T-Shirt-Pokalfinale statt.

Vielleicht habe ich ja soviel Glück wie gestern, da ist alles an mir vorbei gezogen und ich konnte ein paar Bilder machen. So wie dieses hier:

blitz.jpg 

 

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Führungswesten

Geschrieben von Christian Lewalter / 26. Mai 2007

Jetzt haben wir auch welche:

westen.jpg

Auf jedem Fahrzeug ist eine rote Weste.
Auf jedem Fahrzeug, wo ein Einsatzleiter sitzen könnte (Erstausrücker und ELW und MTF) ist eine gelbe Weste. 
Auf dem ELW sind noch drei weiße (Abschnittsleiter), eine blaue (zentrale Atemschutzüberwachung) und eine grüne (Presse) Weste verlastet.

Jetzt muß man sich dran gewöhnen, die Dinger anzuziehen.

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