Während ich vorgestern Nachmittag noch ein paar Minuten im Bereitschaftsraum auf den Feierabend warten musste, erblickte ich eine herrenlose Zeitung auf dem Tisch neben mir. Eigentlich wollte ich nur mal eben schnell drübergucken, doch plötzlich stieß mir ein unerwartet interessanter Bericht ins Auge. Gleich eine ganze Seite war einer Großübung der Feuerwehren aus Kelkheim gewidmet. Ein Reporter hatte offenbar die insgesamt sechs Feuerwehren bei mehreren Übungen auf einem verlassenen Forschungsgelände begleitet und darüber berichtet. Mittendrin jedoch ein Absatz der mich sehr positiv überraschte: Der Reporter übte dort nämlich Kritik an dem, was bei der Übung passiert war. Allerdings ging der Schwarzen Peter nicht an die Kollegen, sondern an einige Anwohner des Werkgeländes, was sich so las:
„[...] Halt eben winterlich dunkel, wenn man um halbacht mit einer Übung beginnt. Und da kam doch tatsächlich jemand aus der Nachbarschaft, um sich zu beschweren – ob man denn nicht später üben könne. Vielleicht werden sich die weit über hundert Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner, die am Samstag Morgen dabei waren, in Zukunft auch überlegen, ob sie sich zu nachtschlafender Zeit aus ihren Betten holen lassen, um ehrenamtlich zu helfen, um ohne klingenden Lohn Menschen zu bergen. [...]“



















Das mit den sich beschwerenden Nachbarn ist leider die Regel. Wir sind schon mal “angemacht” worden, weil es Nachbarn bei einem Dachstuhlbrand von Sonntagnacht auf Montagmorgen zu laut war. Und es gab auch regelmässig Ärger mit den Nachbarn, wenn die Feuerwehr zu nachtschlafender Zeit mit ihren Fahrzeugen aus dem Gerätehaus ausrückte! Da kann man nur hoffen, dass es bei solchen Leuten nie brennt!
Geschrieben von Stefan Cimander am 14. Dezember 2006 um 10:20