Was haben mein derzeitiger Job und die Katastrophe von Buncefield (die mit dem Tanklager) gemeinsam? Eigentlich wollte ich über persönlich-berufliche Themen im privaten Blog schreiben, aber thematisch passt das, was ich sagen möchte, ganz gut hier rein.
Denn hier geht es um Krisenmanagement, erfreulicherweise im positiven Sinne. Das Geschäft brummt, und wir fahren jenseits von Volllast. Meine Aufgabe in den letzten Zwei Wochen bestand hauptsächlich darin, die Prozesse so umzustrukturieren, dass mit dem gleichen (Kapital- und Arbeits-)einsatz der zweifache Ausstoss an Ware erfolgen konnte. “Dummerweise” (=erfreulicherweise) verhält sich die Auftragsentwicklung nicht unähnlich.
Freitag erlaubte ich mir, einen schon lange fest stehenden Termin wahrzunehmen: Brandschutzerziehung. Donnerstag Abend war die Welt in Ordnung, die neuen Prozesse hatten ihre Belastbarkeit bewiesen. Als ich Mittags in die Firma kam, sah es metaphorisch ungefähr so aus:

Deshalb der Vergleich mit Buncefield. Ich will nicht näher auf Details eingehen, aber wenn eine Maschinerie stark beansprucht wird, dann kann schon eine Verkettung von kleinen Dingen eine Krise auslösen.
Und hier, das muss man sagen, zahlt sich der Feuerwehr-Hintergrund mehrfach aus. Insbesondere die Abwicklung von komplexen Lagen, die man im Zugführer-Lehrgang mitbekommt (und auch im echten Feuerwehrleben), kommt hier zum tragen.
Die recht schnelle Beurteilung der einzelnen Gefahren, deren Gewichtung, das Abwägen mit den eigenen Resourcen, und das Abarbeiten inklusive ggf. anpassen an die neue Situation. Kommt bekannt vor, nicht? Bis zum Abend war alles wieder im Lot.
Eigenlob stinkt, deshalb will ich eigentlich auch nicht die Eigenleistung hier in den Vordergrund schieben, sondern eben das, was die Feuerwehr für die restlichen Bestandteile eines Lebens, nämlich Berufs- aber auch Privatleben leisten kann.
Metaphorisch fiel mir da nichts besseres als Buncefield ein. Für den ÖEL / TEL war die Lage sicherlich alles andere als unkomplex, doch auch hier konnte man durch ein bestimmtes Vorgehen zum Erfolg kommen.
Das war’s auch schon. Es würde mich dennoch interessieren, welche Aspekte des Feuerwehrdaseins ihr beispielsweise in den Beruf übertragen könnt.



















Eigentlich ist es bei mir ehr so, daß ich meine Ausbildung /berufliche Arbeit (Chemielaborant) in die Feuerwehr (Messtechnik / GSG ) einfließen lasse.
Eine Sache gabs allerdings, vor ca 2 Jahren ist ein kleiner Brand in unserem Labor ausgebrochen. Da die Mitarbeiter im Umgang mit Feuerlöschern nicht ausgeildet sind und sie von mir gehört haben, daß CO2-Löscher nicht ungefährlich sein können, hat man kurzerhand mich zum löschen geholt *G*
Daniel
Geschrieben von Daniel V. am 26. November 2006 um 09:25