Folgendes Thema wurde von Florian eingereicht: (Danke!)
Im März 2007 soll eine EU-Richtlinie in Kraft treten, die Mindestanforderungen an ein Unterfahrschutz für LKW stellt. Diese sei nicht ausreichend, sagt der ADAC in einer Pressemitteilung.

(Bild: ADAC)
Ein Unterfahrschutz ist nichts anderes, als eine Art “Stossstange”. Er soll verhindern, dass ein auffahrender PKW unter den LKW-Aufbau rutscht und verhindert somit die Gefährdung der Insassen.
Der ADAC testete in seiner Anlage in Landsberg die Wirksamkeit des Unterfahrschutzes nach EU-Richtlinie, sowie ein Eigenkonstrukt, welches sich mit geringem Mehraufwand installieren liesse. Dabei wurde jeweils ein PKW mit 56km/h gegen den LKW geschleudert.
Im Idealfall hält der Unterfahrschutz dem Aufprall stand, die Energie wird ausschliesslich über die Verformungszone des PKW abgebaut.
Dem simulierten Unfall nach sei die EU-Richtlinie “wertlos” (ADAC), denn der Unterfahrschutz knickte nach oben weg “wie ein Streichholz”. Das Fahrzeug schob sich unter den Aufbau. Die Folge: höchstwahrscheinlich tödliche Verletzungen für die Insassen.

Kein Überlebensraum (Foto: ADAC)
Bei der vorgeschlagenen Lösung hingegen, konnte der PKW “abgefangen” werden und dessen Sicherheitseinrichtungen kamen voll zum tragen.

Diese Crashtests gibt es als Video: Einmal beim ÖAMTC, und einmal zum Download (WMV) beim ADAC. Beim letzteren Video werden die beiden Tests parallel gezeigt.
Ich hätte mich hier gerne weiter reingelesen, leider fehlten weiterführende Infos zur EU-Richtlinie, sowie technische Infos zu beiden Lösungen. Über die Unterfahrschutz-Thematik hinaus regt das aus Feuerwehrsicht auch ein wenig zum Nachdenken an:
- Wie gehe ich THL-mässig bei einer Lage vor, in der ein Fahrzeug samt Insassen unterm LKW verkeilt ist?
- Und wie sieht es überhaupt bei Feuerwehrfahrzeugen mit dem Unterfahrschutz aus? Wie verhält sich eine 2-Mann-Haspel auf dem LF16 wenn einer hinten reinfährt?
Update:
Ich hebe mal diesen Link aus den Kommentaren hervor: PKW fährt mit 200 Sachen in ein LKW rein, der denkt, er hätte einen Platten. Eindrucksvolle Darstellung von “Masse”, bzw. dem Unterschied.



















Wir hatten mal einen Fall, da war ein LKW qasi auf einem PKW draufgesessen – zwei Insassen waren darin eingeklemmt.
Dabei wurde folgendermassen vorgegangen: Anhebung des LKW mit hydr. Winden, Sicherung mit massivem Holzunterbau, Herausziehen des PKWs mit Hilfe von Seilwinden.
Probleme: Instabilität des LKW, Bewegung des PKW (mit Patienten).
Geschrieben von Hans am 31. Oktober 2006 um 11:00