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    Ich greife mal Geza’s Kommentar auf, in dem er moniert, Führungskräfte würden der Öffentlichkeit gegenüber nicht zugeben, dass es strukturell oder sonst Probleme geben könnte. Alles sei in Ordnung.

    Stimmt nicht zu 100%, siehe den Fall der Feuerwehr Stuttgart-Botnang. Leider ist dieses Thema auch ein Minenfeld.

    Gibt man zu, Probleme zu haben, dann kann das so wirken, als hätte man die Probleme nicht frühzeitig erkannt und vorgebeugt. Ausserdem reagiert die Politik gerne allergisch gegen solche Vorwürfe. In so einem Fall könnte die Politik genauso an die Öffentlichkeit gehen und der Feuerwehr mangelndem Kooperationswillen unterstellen. Für den Bürger ist eine (fern-)diagnose fast unmöglich. Kleines Beispiel: wer würde sich denn schon trauen, eine klare und fundierte Meinung zu Recht oder Unrecht der Auflösung der Feuerwehr in Malchow zu äussern? Schwierig.

    Andersrum ist es auch nicht besser. Gibt man vor, alles sei in bester Ordnung, dann besteht ja kein Handlungsbedarf. Ist eine Übung perfekt abgelaufen, besteht kein Verbesserungsbedarf. Und wenn dann doch etwas schiefgeht, wird’s ganz schön schwierig. Ich kenne Beispiele von Feuerwehren, die waren in einem Jahr auf dem Papier mindestens in Sollstärke, schon das Jahr drauf müssen Fahrzeuge abgezogen, eingemottet, verliehen oder aus der AAO* entfernt werden, weil plötzlich nur noch die halbe Mannschaft zur Verfügung stand. Auf dem Papier steht nix von internen Konflikten.

    Gerade bei Informationen zu Einsätzen ist es schwierig, denn hier können auch rechtliche Konsequenzen drohen.

    Leider gibt es keine Patentlösung. Der richtige Weg liegt, wie so oft, dazwischen. Ich würde – ausser es gibt offensichtlich Probleme – zu einer Art Mittelweg raten. Zwei Beispiele: Grossübung und Nachwuchs. Bei beiden kann man argumentieren, es liefe nach Plan, doch gäbe es Verbesserungspotenzial. Der Trick ist, etwas Negatives zu einer Chance umzudrehen: läuft etwas schief, hat man eben diese Übung veranschlagt um solche Dinge  zu lokalisieren. Die Folge ist, man lernt daraus, und kann somit im Einsatz beste Qualität „liefern“, was letztendlich dem Bürger zugute kommt.

    Sich aber zu 100% auf die plus– oder minus-Seite zu schlagen, halte ich für gefährlich. Die richtige Botschaft zu finden, das ist Diplomatie.

    *AAO: Alarm- und Ausrückeordnung. Legt fest, welche Fahrzeuge bei bestimmten Alarmmeldungen ausrücken.

    5 Antworten zu “Fehler zugeben oder nicht?”

    Wobei man berücksichtigen muss, dass der Botnanger Kommandant eben „nur“ einer von 25 Abteilungskommandanten in Stuttgart ist und einen Missstand kritisiert, den er selbst nur schwer beheben kann. Das ist noch einmal deutlich einfacher, als sich wirklich an die eigene Nase zu fassen.

    Im übrigen ist es ja nicht so, dass (selbst offensichtliche) Missstände nur nach außen hin verneint oder verschwiegen werden. Das geht intern genauso gut.

    Wobei man berücksichtigen muss, dass der Botnanger Kommandant eben „nur“ einer von 25 Abteilungskommandanten in Stuttgart ist und einen Missstand kritisiert, den er selbst nur schwer beheben kann. Das ist noch einmal deutlich einfacher, als sich wirklich an die eigene Nase zu fassen.

    Im übrigen ist es ja nicht so, dass (selbst offensichtliche) Missstände nur nach außen hin verneint oder verschwiegen werden. Das geht intern genauso gut.

    Haste zweimal Recht :) Insbesonderen der zweite Punkt, fehlende interne Kommunikation, führt oft zu den Missständen, die ich beschrieben habe.

    Wie Irkali es schon ausführte, kann eine Darstellung von eigenen Problemen auch immer problematisch werden. Wenn Probleme bestehen, sollte sich der Verantwortliche nicht darüber beklagen sondern versuchen sie zu beheben bzw. dem Übergeordneten melden damit letzterer sie abstellen kann.
    Wenn man zugeben muss, dass die Tagesalarmisicherheit nicht gewährleistet ist, dann muss man die Frage beantworten können: Was machst Du dagegen. Da ist guter Rat teuer, vor allen Dingen, wenn das auch noch zu juristischen Schwierigkeiten führt.
    Man ist immer schnell dabei Führungskräfte zu kritisieren, dass das aber ganz normale Menschen sind, die eben nicht auf alle Fragen eine Antwort wissen und sich immer 100 % korrekt verhalten, wird nicht bemerkt. Wer aus der Mannschaft würde nach einer Übung sich freiwillig melden und sagen man habe dies und jenes falsch gemacht, obwohl niemand es gemerkt hat? Noch schwieriger, wenn man gar nicht weiß wie es besser geht?
    Alles nicht so einfach mit gut und böse zu beantworten.

    Wenn Probleme bestehen, sollte sich der Verantwortliche nicht darüber beklagen sondern versuchen sie zu beheben bzw. dem Übergeordneten melden damit letzterer sie abstellen kann.

    In der Theorie bin ich voll und ganz Deiner Meinung, und in vielen Fällen würde ersteres schon helfen. Aber nicht alles kann man selbst beeinflussen. Und gelegentlich lehrt die Realität, dass man beim zuständigen Vorgesetzten auf ignorante, taube, desinteressierte, … Ohren stößt. Selbst bei Problemen, die elementar wichtig. Was also tun?

    Man ist immer schnell dabei Führungskräfte zu kritisieren, dass das aber ganz normale Menschen sind, die eben nicht auf alle Fragen eine Antwort wissen und sich immer 100 % korrekt verhalten, wird nicht bemerkt.

    Trotzdem sind meine Ansprüche an eine Führungskraft höher als an die Mannschaft. Niemand kann eine Antwort auf alle Fragen haben, aber wer führen will, sollte bereit sein, zumindest nach einer Antwort zu suchen. Leider fehlt oft schon die Bereitschaft, die Frage zu stellen…

    Wer aus der Mannschaft würde nach einer Übung sich freiwillig melden und sagen man habe dies und jenes falsch gemacht, obwohl niemand es gemerkt hat?

    Übungen bieten die Chance, Fehler zu machen, die im Einsatz möglicherweise schlimme Folgen hätten. Ich bin deshalb immer dankbar, wenn auch über solche Fehler gesprochen wird.

    Seit dem 1.11. haben die Botnanger Kameraden ein neues (altes) Fahrzeug:

    http://www.feuerwehr-botnang.d.....sicht.html