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Die FF Staufen stellt den weltweit ersten Teleskopgelenkmast ALP325 in Dienst.

TKM 23/12 Porträt

 

100 Jahre liegen zwischen dem ersten bei der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Staufen im Breisgau in Dienst gestellten Hubrettungsgerät und dem neuen. Treffender als „Von der Holzleiter zum Hubsteiger“ konnte daher die Feier zur Indienststellung des Teleskopgelenkmastes ALP325 (Aerial Ladder Plattform mit 32 Metern) nicht bezeichnet werden. Doch bis es dazu kam, mussten ganz andere Hindernisse überwunden werden und „baden-württembergische Feuerwehrgeschichte geschrieben“ (Gundolf Fleischer) werden.

Es ist ungewöhnlich, dass eine Freiwillige Feuerwehr, noch dazu die einer Kleinstadt wie Staufen, einen Teleskopgelenkmast (TKM 23/12) beschafft. Außer Staufen verfügen nur Walldorf und Lahr in Baden-Württemberg über einen TKM.

 

Stichwort Staufen
Staufen im Breisgau (Baden-Württemberg) hat etwa 7700 Einwohner in 3 Stadtteilen und liegt im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Fläche von 23,26 Quadratkilometern. Zusammen mit der Stadt Bad Krozingen bildet Staufen ein Mittelzentrum südlich von Freiburg. Staufen liegt am Fuß des Schwarzwalds am Ausgang des Münstertals. Die Stadt kann auf eine über 1200-Jährige Geschichte zurückblicken.

Notwendig war die Investition aus zwei Gründen: Die in der Alarm- und Ausrückeordnung verankerten Drehleitern aus Bad Krozingen (DLK 23-12) und Heitersheim (DLK 18-12) konnten nicht innerhalb der vorgeschriebenen Hilfsfrist vor Ort sein. Eigens durchgeführte Probefahrten bestätigten das. „Nach zehn Minuten sollte ein Hubrettungsgerät vor Ort sein, wenn die Gemeinde die entsprechende Bebauung hat, und das schafft die Drehleiter aus Bad Krozingen oder Heitersheim in der Regel nicht“, führt Staufens Gesamtkommandant Wolfgang Schuhmann aus.

Der zweite Grund ist die historische Altstadt. Schuhmann sagt, dass „man mit einer Drehleiter keinen Einsatzerfolg erzielen“ kann – wie am 22. März 1992. Damals zerstörte ein Brand eine ganze Häuserzeile. Enge Gassen und die dichte Bauweise der Häuser machen es unmöglich eine Drehleiter aufzustellen.

Viele Häuser in der Altstadt stehen in zweiter oder dritter Reihe und können mit einer DLK nicht erreicht werden. „Brandabschnitte gibt es da überhaupt keine,“ erklärt Schuhmann. Durch den Knick im Mast ist ein Erreichen nun möglich.

Bauliche Veränderungen an den Gebäuden verschärften die Problematik noch, da dort „wo früher nur Speicher und Lagerraum war, jetzt Kinderzimmer und Schlafzimmer sind“. Staufen hat außerdem zwei Hochhäuser, die keinen zweiten Rettungsweg besitzen, eine Seniorenwohnanlage und die Kurklinik.

Trotz Notwendigkeit schwierige Beschaffung

Trotz der objektiven Notwendigkeit eines Hubrettungsgerätes, konnte es nicht beschafft werden: Die alte Feuerwache in der Altstadt bot einfach zu wenig Platz. Das änderte sich mit dem Neubau der Feuerwache 1996.

Ein wichtiger Schritt war der „mittelfristige Entwicklungsplan“ für die Stadt Staufen. Dieses von der Feuerwehr erstellte Gutachten analysiert wie sich die Stadt zukünftig entwickelt und was das für die Feuerwehren und ihren Bedarf bedeutet. Der Gemeinderat zeigt sich beeindruckt und setzte den Plan ab dem Jahr 2000 um. Kommandant Schuhmann zieht positive Schlüsse aus der Eigeninitiative. Wenig später wurden solche Gutachten von oben angeordnet.

Umstritten war die Entscheidung für den Teleskopgelenkmast über Staufen hinaus. Letztlich zeigte eine Vergleichstest vor Ort, die Vorteile eines TKMs. Die Feuerwehr Staufen lud schließlich die Firmen Iveco Magirus, Bronto Skylift, Metz / Wumag, Schlingmann / VEMA und Schmitz / Marte mit ihren Vorführungsfahrzeugen ein.

Gänzlich unproblematisch lief die Beschaffung nicht. Staufens Bürgermeister Michael Benitz sprach am Tag der Indienststellung von einem „steinigen Weg“. Zwar erlaubt die DIN EN 1777 die Beschaffung eines TKMs, das Land Baden-Württemberg bezuschusst aber nur Drehleitern nach der alten DIN 14701. Das Land bestand auf Einhaltung der alten Norm. Der Grund dafür liegt in der Landesbauordnung, die für Hubrettungsgeräte ein maximales Gewicht von 16 Tonnen vorschreibt – der Mast wiegt aber 18 Tonnen.

TKM 23/12

TKM 23/12 der FF Staufen.

Trotz Fürsprache aller untergeordneten Instanzen, wollte das Innenministerium den Antrag nicht bewilligen. „Wir konnten nicht nachvollziehen warum man in Europa und in der ganzen Welt Teleskopgelenkmastfahrzeuge einsetzt, nur in Baden-Württemberg nicht“, sagt Bürgermeister Benitz. Stadt und Feuerwehr gingen durch alle politischen Instanzen und man bat die Entscheidungsträger auch zur Demonstration in die Altstadt von Staufen.

Durch Zugeständnisse bei der Beladung – 18 Tonnen Gesamtlast ist das unterste konstruktionsbedingt realisierbare Gewicht – und politischen Druck, erteilte das Ministerium schließlich eine Ausnahmegenehmigung. Erst jetzt gab es den Zuschuss, „keinen Zuschuss den man normalerweise für eine Drehleiter bekommt, sondern einen reduzierten“, erklärt Schuhmann.

Alufelgen

Der TKM hat Alufelgen: Das spart etwa 80 Kilogramm Gewicht.

TKM 23/12 Porträt

Iveco Magirus gab das günstigste Angebot ab und erhielt den Zuschlag.

Iveco Magirus überzeugte beim Test und gab auch das wirtschaftlichste Angebot ab. Die Entscheidung gegen eine Drehleiter mit Gelenkarm (DLK GL), war letztlich eine Frage des Preises. Mit rund 540.000 Euro ist der Mast etwa 100.000 Euro günstiger als eine DLK GL.

Die nächste Herausforderung war die TÜV-Abnahme. Als weltweit bisher einzige Auslieferung, unterzog der TÜV den ALP325 einer intensiven Überprüfung. So musste u.a. ein Kipptest durchgeführt werden, der nach Aussage von Schuhmann „mit dem Mast eigentlich gar nichts zu tun“ hat. Der TKM musste nach der alten Drehleiternorm und der neuen EN geprüft werden. „Das widerspricht sich zum Teil“, sagt Schuhmann.

Rettung einer Person mit Hilfe des TKM 23/12

Ein Maschinist fährt parallel zur Hauswand.

Ausbildung der Wehr am Fahrzeug

Zehn Leute meldeten sich für die Ausbildung, die zum Teil vom Hersteller durchgeführt wurde. Von der Feuerwehr Walldorf übernahm die FF Staufen die Dienstvorschriften und den Ausbildungsplan. Inhaltlich orientierte sich die Ausbildung der Maschinisten an drei Blöcken: Zunächst musste den Maschinisten das technische Verständnis, die Physik des Fahrzeuges und die reine Bedienung beigebracht werden. Dann galt es die Besonderheiten und Gefahren gegenüber einer Drehleiter zu vermitteln. Insbesondere der Knick erfordert hohe Aufmerksamkeit, da man z.B. vom Leiterpark aus den Korb nicht immer sieht. Die praktische Anwendung der HAUS-Regel rundete die Ausbildung ab.

Beinahe wäre es bei der Ausbildung zu Verzögerungen gekommen, da sich die Auslieferung aufgrund der TÜV-Prüfung verschob. Der Hersteller stellte für drei Wochen ein Vorführfahrzeug zur Verfügung. Inzwischen ist die Maschinistenausbildung abgeschlossen und man steckt in der Schulung der Atemschutzgeräteträger. Schuhmann ergänzt: „Das Lustige ist jetzt, dass ich das Fahrzeug betreiben darf, ohne Maschinistenlehrgang, weil die Landesfeuerwehrschule den Maschinistenlehrgang für diese Gerät nicht anbietet.“

Korb von hinten

Ein TKM hat gegenüber einer DLK Vorteile, u.a. ist die Standfestigkeit höher.

Aus vielen Aussagen spricht Stolz und Begeisterung über das neue Hubrettungsgerät. „Ich bin Späteinsteiger bei der Feuerwehr und war schon sehr stolz, dass ich überhaupt mitfahren durfte, aber dass ich es noch so weit bringen würde, so ein gigantisches Fahrzeug fahren zu dürfen, das hätte ich nicht geträumt. Da ist der Jugendtraum weit überstiegen worden“, erzählt ein Feuerwehrmann.

Was das Fahrzeug leistet

Der Drehkranz schwenkt nicht wie bei einer Drehleiter über Fahrzeukonturen hinaus und der Einstieg in den Korb ist schon in der Transportstellung möglich. Außerdem ist die Abstützung des Mastes innerhalb der Außenspiegelbreite.

Mit 400 Kilogramm Korbalst können bis zu vier Personen aufgenommen werden. Zusätzlich kann eine Arbeitsplattform heruntergeklappt werden, die das Übersteigen erleichtert. Der Korb lässt sich ferner um 45 Grad neigen und der Korb kann fast immer parallel zum Fenster gefahren werden.

Teleskopgelenkmast TKM 23/12 der FF Staufen

Beleuchtung am Korb und Korbboden sowie abgeklappte Arbeitsplattform.

Korb des TKM 23/12 von hinten

Der Korb kann auch einen Rollstuhl aufnehmen.

Die Abmessungen erlauben das Einschieben eines Rollstuhls. Eine Krankentrage kann sowohl auf dem Korb befestigt, als auch eingeschoben werden – ohne das Platz für Maschinist und Notarzt verloren geht. Ausgestattet ist der Korb weiterhin mit einer Kamera, zwei 1000 Watt-Strahler und zwei Xenon-Scheinwerfer, D-Schnellangriffsschlauch mit Hohlstralrohr und einem fest installiertem Werfer (3600 l/min). Der Unterboden verfügt über zwei Selbstschutzdüsen.

Korb des TKM 23/12 in der Luft

Der Korb kann um 45 Grad seitlich zum Mast geneigt werden.

Selbstschutzdüse am Korb des TKM

Selbstschutzdüse am Korbunterboden.

Das Fahrzeug ist mit ABS, ASR, Schleuderketten, beheizbarem Rückspiegel, Rückfahrkamera, Rückfahrscheinwerfer an den Außenspiegeln, pneumatisch absenk- und hebbarem Fahrwerk und Windmesser am Korb ausgestattet. Gerade die Rückfahrkamera war gewöhnungsbedürftig, wie ein Maschinist erzählt: „Was mich am Anfang etwas gestört hat, war die Rückfahrkamera, die macht auf dem Bildschirm das echte Bild und vom Rückwärtsfahren ist man gewohnt das Spiegelbild zu sehen. Das hat mich am Anfang total durcheinander gebracht.“

Der ALP bietet weiterhin einen automatisch aufklappenden Handlauf der Leiter am Gelenkarm, 20 Meter Schnellangriffsleitung, zwei Atemschutzgeräte in der Fahrerkabine, Rollgliss, Druckbelüfter, 6,6kV A-Stromerzeuger, Laser-Entfernungsmesser, Fernotrage, Elektro-Motorsäge, Absperrmaterial, Scheinwerfer und Kleinwerkzeug.

Hochleistungsmonitor

Monitor mit einer Leistung von 3.600 l/min.

D-Schnellangrifseinrichtung am Korb

Schnellangriffseinrichtung

Der ehrwürdige Vorläufer

Neu ist den Verantwortlichen der 1861 gegründeten Feuerwehr das Gefahrenpotenzial nicht. Schon 1903 schaffte die Freiwillige Feuerwehr eine Holzleiter an, um den schwierigen Gegebenheiten gerecht zu werden. Im Landkreis war es damals die erste Leiter. Andere Feuerwehren ließen sich die Technik vorführen und übernahmen Philosophie und Ausbildung. „Die waren damals schon richtig fit. Die haben eigentlich die Problematik damals schon erkannt“, erzählt Schuhmann.

Alte Staufener Holzleiter

Historische Holzleiter

Die Holzleiter war bis 1970 im Einsatz. Ein ehemaliger Gerätewart erinnert sich daran, die Holzleiter zwischen 1968 und 1970 zweimal im Einsatz gesehen zu haben, auch wenn das „auf eigene Verantwortung“ erfolgte. TÜV hatte das Gerät bis in die 1980er Jahre. Eine Restaurierung erfolgte in Teilschritten in den 1990er Jahren. Aber, so erzählt Wolfgang Schuhmann, „die alte Holzleiter ist für uns eigentlich immer noch im Einsatz. Jedes Jahr zur Fasnachtseröffnung wird das Rathaus mit der Leiter gestürmt. Deshalb ist sie auch noch funktionsfähig und gut in Schuss.“

Rückfahrtkamera am TKM 23/12

Rückfahrkamera am Heck des TKMs.

Heckseitig angebrachter Display des Abstützbedienstandes

Display des Abstützbedienstandes am Heck.

Display für die Rückfahrkamera

Display der Rückfahrkamera im Führerhaus.

Atemschutzflaschen im Führerhaus

Pressluftatmer im Führerhaus.

Hauptbedienstand im Korb

Steuerungseinrichtung im Korb

Technische Daten

 

 

Fahrgestell:Mercedes-Benz Econic 1833
Motor: 6-Zylinder-Diesel, 330 PS
Getriebe: Allison 5-Gang-Automatik
Höchstgeschw.: 100 km/h
Abmessungen: 9850 / 2500 / 3300 mm
Radstand: 4800 mm
Zul. Ges.-gewicht: 18.000 Kilogramm
Besatzung: 3 Mann
Aufbauhersteller: Iveco Magirus
Baujahr: 2006

Eine zufriedene Wehr

Auch die übrige Ausstattung der Feuerwehr kann sich sehen lassen. Die 100 Aktiven in den drei Abteilungen können auf zehn Fahrzeuge zurückgreifen. Außer über den TKM 23/12 verfügt die Feuerwehr in Staufen über einen ELW, ein TLF 16/25, ein LF 16/12, einen SW 2000 (Bund) sowie verschiedene Anhänger. Der MTW ging vor kurzem kaputt und wird durch ein Gebrauchtfahrzeug ersetzt. Am Standort im Ortsteil Grunern steht ein TSF und ein MTW, im Ortsteil Wettelbrunn außerdem ein TLF 16/25 und ein MTW. Die MTWs wurden aus der Kameradschaftskasse finanziert.

ELW der FF Staufen

Der Einsatzleitwagen (ELW) 1 (Bj. 2002) hat u.a. ein IFEX Impulslöschgerät und Wärembildkamera geladen.

LF 16/12 der FF Staufen

Löschgruppenfahrzeug (LF) 16/12 (Bj. 2001)

TLF 16/25 der FF Staufen

Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25 (Bj. 1996)

SW 2000 der FF Staufen

Schlauchwagen (SW) 2000 (Bj. 1995)

Gabelstapler und Schlauchanhänger

Schlauchanhänger und Gabelstapler

Porträt ausgefahrener Mast

Die feierliche Indienstellung des TKM beging man mit einem Tag der offenen Tür.

 

Berühmter Einwohner
Faust, genauer Johann Georg Faust, jener sagenumwobene Alchimist und Magier, ist der berühmteste Einwohner der Stadt Staufen. Er starb hier vor etwa 500 Jahren. Dokotor Faust gilt als Inbegriff des nach letzter Erkenntnis strebenden Menschen. Christopher Marlowe und Johann Wolfgang Goethe nahmen Faust als historisches Vorbild für ihre Dramen.

 

Im Jahresmittel kommt die Wehr auf etwa 100 Einsätze. Alarmiert wird die FF Staufen über die Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr Freiburg. Pressesprecher Rainer Brinkmann geht aber davon aus, dass „man durch den Rettungsdienst stärker eingebunden wird“, da der TKM zur Personenrettung aus hohen Stockwerken geeignet ist.

Übrigens, den ersten Einsatz hat der ALP 325 schon hinter sich: Bei einem Sturm am 3. Oktober setzte man ihn zum „Bäume schneiden“ ein, die so genannte „Baumtaufe“, wie der Kommandant sagt.

  • Bei Flickr gibt es eine Bilderstrecke, mit ausgewählten Bildern vom Besuch bei der FF Staufen (79 Bilder).
  • Ein leicht geändertes PDF-Dokument dieses Berichtes gibt es hier.
  • Die FF Staufen ist auch im Internet vertreten.

TKM, TGM, TM, DLA, Teleskopmast, Teleskopgelenkmast, Feuerwehr, Staufen, Neubeschaffung

Blick vom TKM 23/12 nach unten

Abklappbare Arbietsplattform am Korb

TKM 23/12 mit ausgefahrenem Mast und Korb

Zweite Möglichkeit die Trage am Korb zu befestigen

TKM 23/12 von hinten

Leiterpark des TKM 23/12

TKM 23/12

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55 Antworten zu “Aufbruch in eine andere Dimension”

Ich möchte mich nicht weiter unbeliebt machen, aber ich fürchte ich muss (mal wieder) widersprechen:
Der Titel “weltweit erster Teleskopgelenkmast” ist wohl, selbst auf Deutschland bezogen, zu hoch gegriffen.
Die FF Markt Grassau im Chiemgau (Bayern) hat bereits einen Teleskopmast in Dienst.
Der Beweis stand am 7. Oktober in Traunstein anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von “Christoph 14″. Ein Bild davon habe ich, natürlich dem Flickr-Stream hinzugefügt.

Ich kann verstehen, warum der Bürgermeister sich so über mangelnde Bezuschussung (s)eines 18-Tonnen-Fahrzeuges aufregt. Immerhin muss er nun auch noch sämtliche Feuerwehrzufahrten von der geforderten 16-Tonnen-Belastbarkeit auf 18 Tonnen aufstocken lassen, oder irre ich mich da?

Bei mir ist der Artikel auf der linken Seite leicht abgeschnitten. So als wäre die Spalte zu schmal für den Bericht. Ist das nur bei mir so ?

Bei mir ist der Artikel auf der linken Seite leicht abgeschnitten. So als wäre die Spalte zu schmal für den Bericht. Ist das nur bei mir so ?

Das sollte eigentlich nicht sein. Bei mir (XP, Firefox 1.5) geht’s. Aber ich hatte beim erstellen der Webversion des Artikles extreme Probleme. :-( Wenn es net anders geht. Lade Dir das (inhaltlich erweiterte) PDF herunter, und lies das!

Immerhin muss er nun auch noch sämtliche Feuerwehrzufahrten von der geforderten 16-Tonnen-Belastbarkeit auf 18 Tonnen aufstocken lassen, oder irre ich mich da?

Das begründet aber nicht das er sich aufregt weil er keinen Zuschuss bekommt. Falls du mal einen Blick in die Kassen der Kommunen geworfen hast, wirst du gähnende Leere wiederfinden. Genau deshalb ist der Zuschuss so wichtig. Und warum sollte man nicht dieses Fahrzeug bezuschussen, wo es doch wohl Sinnvoll ist, in einer engen Innenstadt. Baden-Württemberg muss zulegen in der Aktualität seiner Brandschutzverfassung.

Ich finde es toll, dass der Bürgermeister so hinter seiner Wehr steht. Woanderst wird dort gespart ohne ende. Ich behaupte einfach mal, das der Fuhrpark den ich da oben sehe, einer der besten ist den ich seid langem bei einer FF dieser Größe gesehen habe.

Ich kann verstehen, warum der Bürgermeister sich so über mangelnde Bezuschussung (s)eines 18-Tonnen-Fahrzeuges aufregt. Immerhin muss er nun auch noch sämtliche Feuerwehrzufahrten von der geforderten 16-Tonnen-Belastbarkeit auf 18 Tonnen aufstocken lassen, oder irre ich mich da?

Korrekt vgl. DIN 14090 (Achslast 10 t, zGM 16 t).

Außerdem würde mich mal interessieren, wieso man das dann mit einer DLK mit Gelenkteil vergleicht – bzw. was man da bisher seitens VB gemacht hat bzw. künftig, wenn das Gerät NICHT zur Verfügung stehen sollte.

schöner bericht – aber für so nen örtlein mit nichtmal 8000 einwohnern ne FF mit 100 mitgliedern, so nem schicken gerätehaus und solchen fahrzeugen…

die müssen ja öfka-mässig äußerst tüchtig sein :)

@ Michael G. Das erste Fahrzeug weltweit bezieht sich auf die Bauart ALP 325! Bisher hat Iveco Magirus die Bauart ALP 320 ausgeliefert.
@ Max Die Belastbarkeit der Feuerwehraufstellflächen ist bei uns zu vernachlässigen. Für die vorhandenen wurde uns eine höhere Belastbarkeit bescheinigt bzw. ddie einzigste überfahrbare Kellerdecke hat eh nur eine Tragkraft von 7,5t. Und so leicht ist nichtmal eine DLK.
@ Eric Ja, die Kassen sind leer. Und wenn so ein Fahrzeug ca. 100.000 Euro weniger kostet als eine DLK-GL ist das wohl ein Argument! Und nicht nur unser Bürgermeister, sondern auch der gesamte Stadtrat wie auch die Verwaltung stehen hinter uns. Ist doch richtig und gut so! :-)
@ Cimolino Falls ich Deine Frage richtig verstehe: Eine DLK, egal ob mit oder ohne Knick kann an verschiedenen Stellen in der Innenstadt nicht aufgestellt werden (enge Gassen). Bisher musste die Situation so hingenommen werden bzw. wie immer einfach das beste drauß gemacht werden.
@ Patrick Wir haben wirklich einen super Fuhrpark. Allerdings sah das bis 1996 nicht so aus. Da standen nur zwei knapp 30 Jahre alte Fahrzeuge (LF8s + TLF) zur Verfügung. In einem Mittelfristigen Entwicklungsplan wurde dem Stadtrat der Handlungsbedarf mitgeteilt und dieser war seiner Verantwortung bewußt. Denn nicht die Einwohnerzahl oder die Mitgliederzahl der FF machen den Bedarf aus sondern die örtlichen Begebenheiten sowie die Fahrzeugstruktur im Umland.

Korrekt vgl. DIN 14090 (Achslast 10 t, zGM 16 t).

Außerdem würde mich mal interessieren, wieso man das dann mit einer DLK mit Gelenkteil vergleicht – bzw. was man da bisher seitens VB gemacht hat bzw. künftig, wenn das Gerät NICHT zur Verfügung stehen sollte.

Hat man verglichen mit DLK GL. Kam im Bericht etwas zu kurz. Es sprachen wohl zwei Punkte gegen ne DLK GL: Einmal der Preis und zum zweiten gab es wohl mit der DLK Probleme beim Aufstellen in der Innenstadt.

@All: Ich habe wegen dem abgeschnittenen Text auch Emails bekommen. Es lag offenbar an einem der Fotos, das etwas zu breit war. Hab dieses Foto rausgenommen. Wenn es noch Probleme gibt mit abgeschnittem Text, entweder stattdessen das pdf lesen oder mir ne Mail schreiben. Ich schaue dann noch mal drüber.

Ich habe auch den abgeschnittenen Text und das bei vielen Beiträgen. Ich glaube aber, daß es nicht (nur) an Bildern liegt. Im IE (Version 6) kann man ja mit Strg + Mausrad oder über Menü Schriftgröße verstellen, und wenn Artikel hier abgeschnitten sind, dann bei mir mit Schriftgröße “mittel” oder größer. “klein” ist mir aber mühsam, weil ich hier vor einem 22-Zöller mit 1920 x 1440 Aufkösung sitze. Da rechnet wohl WordPress irgendwas aus festen Breiten, relativen Breiten, Schriftgrößen und ermittelter Bildschirmauflösung zusammen?

@ Eric Ja, die Kassen sind leer. Und wenn so ein Fahrzeug ca. 100.000 Euro weniger kostet als eine DLK-GL ist das wohl ein Argument! Und nicht nur unser Bürgermeister, sondern auch der gesamte Stadtrat wie auch die Verwaltung stehen hinter uns. Ist doch richtig und gut so! :-)
@ Cimolino Falls ich Deine Frage richtig verstehe: Eine DLK, egal ob mit oder ohne Knick kann an verschiedenen Stellen in der Innenstadt nicht aufgestellt werden (enge Gassen). Bisher musste die Situation so hingenommen werden bzw. wie immer einfach das beste drauß gemacht werden.

1. Wenn man eine DLK nicht aufstellen kann, kann man auch erst recht keine DLK GL aufstellen!
2. Warum vergleicht man die dann überhaupt noch?
3. Soweit mir die Techniken aus dem Kopf noch geläufig sind braucht ein TM/GM mehr Fläche zum Abstützen, um voll eingesetzt zu werden, richtig? In jedem Fall ist der Bodendruck höher. (Dazu gabs 2005 mal einen Vergleich des LFV Bayern mit DLK.)
Kann jetzt nicht sagen, wie sich das mit dem Drehstuhl verhält, aber das sollte m.E. auch firmenabhängig und unterschiedlich sein.
4. Was ist mit den Aufstellflächen und -zufahrten (da gabs noch keinerlei Statement zu)?
5. Was macht Ihr, wenn der TM/GM in der Werkstatt ist?
6. Was habt Ihr bisher im Bereich 2. Rettungsweg unternommen? Was macht Ihr künftig, wenn 5. eintritt?

Hat man verglichen mit DLK GL. Kam im Bericht etwas zu kurz. Es sprachen wohl zwei Punkte gegen ne DLK GL: Einmal der Preis und zum zweiten gab es wohl mit der DLK Probleme beim Aufstellen in der Innenstadt.

da würden mich die Details dazu interessieren.
Hat da jemand mal eine Aufsicht der Drehstühle? Oder Bilder von den Problembereichen?

Da rechnet wohl WordPress irgendwas aus festen Breiten, relativen Breiten, Schriftgrößen und ermittelter Bildschirmauflösung zusammen?

ne, eigentlich nich :-)
die mittlere spalte ist fest definiert

#postcol {
	width: 470px;
	margin-left: auto;
	margin-right: auto;
	}

genauso wie die sidebars mit 250 pixeln fest verschraubt sind…
das problem scheint hier eher der ie zu sein, der die seite einfach mies rendert
aus dem grund ist auch in der rechten sidebar ein “firefox” logo angebracht *G*

ich werd mal schauen ob ich das für den IE fixen kann – stay tuned

Also bei mir funzt der Bericht nun in voller Größe. Wenn was geändert wurde, prima .. wenn nicht :) solls mir auch recht sein.

1. Wenn man eine DLK nicht aufstellen kann, kann man auch erst recht keine DLK GL aufstellen!
2. Warum vergleicht man die dann überhaupt noch?
3. Soweit mir die Techniken aus dem Kopf noch geläufig sind braucht ein TM/GM mehr Fläche zum Abstützen, um voll eingesetzt zu werden, richtig? In jedem Fall ist der Bodendruck höher. (Dazu gabs 2005 mal einen Vergleich des LFV Bayern mit DLK.)
Kann jetzt nicht sagen, wie sich das mit dem Drehstuhl verhält, aber das sollte m.E. auch firmenabhängig und unterschiedlich sein.
4. Was ist mit den Aufstellflächen und -zufahrten (da gabs noch keinerlei Statement zu)?
5. Was macht Ihr, wenn der TM/GM in der Werkstatt ist?
6. Was habt Ihr bisher im Bereich 2. Rettungsweg unternommen? Was macht Ihr künftig, wenn 5. eintritt?

1. Richtig!
2. Der Vergleich wurde mehrmals durchgeführt, um dieses Problem den Verantwortlichen vor Augen zu führen. Vom Kreibbrandmeister bis hoch zu Politikern aus dem Landtag und vom Innenministerium waren Leute da um sich das vor Ort anzusehen, weil es keiner geglaubt hat.
3. Um einen TKM voll einzusetzen braucht er eine größere Abstützbreite. Um zur Schadensseite die gleiche Ausladung zu bekommen, wie bei einer DLK reicht die gleiche Abstützbreite, allerdings nur zur Schadenseite hin. Mit einer Minimalabstützbreite kann er aber auch schon in den Einsatz gebracht werden. Siehe dazu Feuerwehr-Magazin 10/2006 Bild Seite 48. An gleicher Stelle war schon nix mehr mit einer DLK!
4. Für die Aufstellflächen und Zufahrten in Staufen wurde uns die Tragfähigkeit zugesichert. Einzigste Ausnahme ist die Zufahrt zu einer Wohnanlage. Das ist eine überfahrbare Kellerdecke, die eine Tragkraft von 7,5t hat. Da fahren wir mit keinem Hubrettungsfahrzeug mehr drauf. Wer sowas genehmigt? Keine Ahnung.
5. Das gleiche wie vorher. Improvisieren und beten.
6. Bisher kamen die DLKs aus den Nachbarwehren, die jedoch die Hilfsfristen nicht einhalten können. Ansonsten siehe 5.

zum Thema guter Fuhrpark:

wir sind ein Dorf(ca. 1200 Einwohner) und haben ein Tlf, Lf und Mtw.
wie sieht es da bei euch aus?

gruß flo (www.feuerwehr-ramberg.de)

Schön ist es ja, das neue Feuerwehrauto. Aber warum man das Feuerwehrauto so schmücken muss, wie eine Kuh beim Abtrieb von der Alm, habe ich irgendwie (noch) nicht verstanden ;-)

Ich behaupte einfach mal, das der Fuhrpark den ich da oben sehe, einer der besten ist den ich seid langem bei einer FF dieser Größe gesehen habe.

Der Fuhrpark ist normalerweise abhängig von den örtlichen Gegebenheiten, und da kann auch ein “anti-feuerwehr” eingestellter Bürgermeister AFAIK nicht verhindern, dass eine angemessene Ausstattung vorgehalten werden muss.. (Beispiel: http://feuerwehr-raisdorf.de/f.....rzeuge.htm – 7500 Einwohner, dafür massig Industriegebiet.. Wie die mit ihrem Bürgermeister klarkommen, weiss ich aber ned.. :-P)

@max
aba diese Wache ist doch eine Stützpunktwehr???

gruß Florian (http://www.feuerwehr-ramberg.de)

[…] […]

3. Um einen TKM voll einzusetzen braucht er eine größere Abstützbreite. Um zur Schadensseite die gleiche Ausladung zu bekommen, wie bei einer DLK reicht die gleiche Abstützbreite, allerdings nur zur Schadenseite hin. Mit einer Minimalabstützbreite kann er aber auch schon in den Einsatz gebracht werden. Siehe dazu Feuerwehr-Magazin 10/2006 Bild Seite 48. An gleicher Stelle war schon nix mehr mit einer DLK!

o.k.
Eindrucksvoll – aber ist an der Stelle überhaupt ein Hubrettungsgerät notwendig?
Und wer hat dann da Wohnbebauung genehmigt, wo das erforderlich ist – und wieso gibts da dann KEINE 2. Rettungswege über bauliche Maßnahmen (wie z.B. Notleitern).
Weil wie gesagt: Hattet Ihr bisher nicht, und wenn das Ding in der Werkstatt oder bei einem anderen Feuer ist – auch künftig nicht…)

Dass man damit in der Lage schön von oben Enlüftungsöffnungen schaffen, Löschen (ich hoffe nicht mit dem Werfer die Dächer gießen) kann, ist unbestritten…

Und wer hat dann da Wohnbebauung genehmigt, wo das erforderlich ist – und wieso gibts da dann KEINE 2. Rettungswege über bauliche Maßnahmen (wie z.B. Notleitern).

Schätze mal, dass in einer denkmalgeschützen historischen Altstadt einige Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes nicht so umgesetzt werden können, wie die Feuerwehr das gerne hätte. Gebaut wurden die Häuser vor entsprechend langer Zeit. Im Krieg zerstört wurde relativ wenig, so weit ich weiß.

[…] […]

Schätze mal, dass in einer denkmalgeschützen historischen Altstadt einige Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes nicht so umgesetzt werden können, wie die Feuerwehr das gerne hätte. Gebaut wurden die Häuser vor entsprechend langer Zeit. Im Krieg zerstört wurde relativ wenig, so weit ich weiß.

Das ist schön für eine Gemeinde, wenns dort viele alte Gebäude gibt, das ist weniger schön für die Einsatzkräfte die dort Menschenleben retten und wirkungsvolle Angriffe umsetzen sollen.
Es soll Gefährdungseinschätzungen geben, die Bauherren dazu bringen, baulich was zu machen, oder diese Räume nicht so zu nutzen.

Der Rest meiner Fragen ist dadurch allerdings immer noch offen…

o.k.
Eindrucksvoll – aber ist an der Stelle überhaupt ein Hubrettungsgerät notwendig?
Und wer hat dann da Wohnbebauung genehmigt, wo das erforderlich ist – und wieso gibts da dann KEINE 2. Rettungswege über bauliche Maßnahmen (wie z.B. Notleitern).
Weil wie gesagt: Hattet Ihr bisher nicht, und wenn das Ding in der Werkstatt oder bei einem anderen Feuer ist – auch künftig nicht…)

Dass man damit in der Lage schön von oben Enlüftungsöffnungen schaffen, Löschen (ich hoffe nicht mit dem Werfer die Dächer gießen) kann, ist unbestritten…

Die Bebauung in unserer Altstadt ist mehrere hundert Jahre alt. In den letzten Jahren wurden Speicher, die bisher als Lager oder sonstiges genutzt wurden, zu Wohn-/Schlafräumen umgebaut. Da das im Inneren passiert und keine Nutzungsänderung des (Wohn-)Hauses bedeutet geht das ohne Baugenehmigung. Die Treppenaufgänge sind aber noch gleich, da die nicht verändert werden dürfen (eng, verwinkelt, steil und schlecht zugänglich). Bauliche Maßnahmen (Notleitern u.ä.) sind schwierig bis unmöglich, da der gesamte Ortskern unter Denkmalschutz steht. Kleines Beispiel: Unsere Garage (privat) wurde in den 70ern gebaut, weil wir es beim Neubau als Auflage bekommen haben. Jetzt ist das Garagentor kaputt und wir wollten ein Metall-Sektionaltor in Holzdekor einsetzten. Das wurde uns vom Denkmalschutzamt untersagt!!! Vorschlag von einem Beamten war, die Garage abzureisen und ein Carport mit Ziegeldach hinstellen, da das besser in die Altstadt passt!
Und jetzt komm Du mal mit den Notleitern an allen betroffenen Gebäuden…
Wenn Du in der Gegend bist, komm doch einfach mal vorbei! Die Gegend hier ist auf jeden Fall einen Urlaub wert und ich zeig Dir gern mal unsere Gegebenheiten.

Die Bebauung in unserer Altstadt ist mehrere hundert Jahre alt. In den letzten Jahren wurden Speicher, die bisher als Lager oder sonstiges genutzt wurden, zu Wohn-/Schlafräumen umgebaut. Da das im Inneren passiert und keine Nutzungsänderung des (Wohn-)Hauses bedeutet geht das ohne Baugenehmigung. …

Und jetzt komm Du mal mit den Notleitern an allen betroffenen Gebäuden…
Wenn Du in der Gegend bist, komm doch einfach mal vorbei! Die Gegend hier ist auf jeden Fall einen Urlaub wert und ich zeig Dir gern mal unsere Gegebenheiten.

1. Der Umbau von Speicher in Wohnraum ist m.W. in ALLEN Bundesländern eine Nutzungsänderung, für die natürlich ein entsprechender Antrag gestellt werden MUSS!
2. Die Anforderungen sind ähnlich dem Neubau!

Ich hab den Eindruck, als hätte Euer VB oder Eure Bauaufsicht jetzt ein “kleines” Problem, wenn das so mit den nicht genehmigten Zuständen stimmt. Ich rate dem betroffenen Kollegen (soweit dazu einer gehört wurde!) schon mal zu einer guten Rechtsschutzversicherung – sofern er jemanden findet, der ihn versichert…!

Es gibt im übrigen sehr wohl Möglichkeiten, baulich was zu machen!

Und: Wenn Euer neuer GM/TM a.D. ist, ist immer noch Sense (im wahrsten Sinne des Wortes) – remember?

@ Cimolino

Und: Wenn Euer neuer GM/TM a.D. ist, ist immer noch Sense (im wahrsten Sinne des Wortes) – remember?

Stimmt, und was machst du wenn eure fahrzeuge in der werkstatt sind?! rückt ihr dann nicht aus, weil ihr keine autos habt. man muss sich immer mit dem begnügen was man hat. wenn der tm nicht da ist, ist er nicht da und wir werden es auch so hinbekommen, wahrscheinlich mit mehr verlust wie mit dem auto, aber heben kann man das nicht. man könnte genauso fragen, was ein fallschirmspringer macht, wenn sein schirm nicht aufgeht! das sind alles situationen die möglich, aber unwahrscheinlich sind. und wenn doch, muss man das beste aus der situation machen. ok der springer wird nicht mehr viel machen aber egal

wenn man so wie du an das thema gehen würde, bräuchte jede feuerwehr jedes erdenkliche fahrzeug, was sie irgendwann, vielleicht in 100 jahren mal benötigen könnte, oder wie siehst du das?

grüße aus dem wünderschönen staufen

1. Der Umbau von Speicher in Wohnraum ist m.W. in ALLEN Bundesländern eine Nutzungsänderung, für die natürlich ein entsprechender Antrag gestellt werden MUSS!
2. Die Anforderungen sind ähnlich dem Neubau!

Ich hab den Eindruck, als hätte Euer VB oder Eure Bauaufsicht jetzt ein “kleines” Problem, wenn das so mit den nicht genehmigten Zuständen stimmt. Ich rate dem betroffenen Kollegen (soweit dazu einer gehört wurde!) schon mal zu einer guten Rechtsschutzversicherung – sofern er jemanden findet, der ihn versichert…!

Es gibt im übrigen sehr wohl Möglichkeiten, baulich was zu machen!

Und: Wenn Euer neuer GM/TM a.D. ist, ist immer noch Sense (im wahrsten Sinne des Wortes) – remember?

Wenn 1.+2. so ist, von mir aus. Das ist das Problem der Bauaufsicht. Wir, die Feuerwehr, müssen mit dem IST-Zustand zurecht kommen und unsere Pflichten erfüllen. Und das tun wir! Wenn das Fahrzeug a.D. ist, ist Sense. Da hast Du recht. Da müssen wir mit leben. Damit haben wir bis vor kurzem täglich mit leben müssen. Jetzt sind es nur noch ein paar Ausnahmen. Ist doch eine deutliche Verbesserung. Oder?

Stimmt, und was machst du wenn eure fahrzeuge in der werkstatt sind?! rückt ihr dann nicht aus, weil ihr keine autos habt. man muss sich immer mit dem begnügen was man hat. wenn der tm nicht da ist, ist er nicht da und wir werden es auch so hinbekommen, wahrscheinlich mit mehr verlust wie mit dem auto, aber heben kann man das nicht. man könnte genauso fragen, was ein fallschirmspringer macht, wenn sein schirm nicht aufgeht! das sind alles situationen die möglich, aber unwahrscheinlich sind. und wenn doch, muss man das beste aus der situation machen. ok der springer wird nicht mehr viel machen aber egal

wenn man so wie du an das thema gehen würde, bräuchte jede feuerwehr jedes erdenkliche fahrzeug, was sie irgendwann, vielleicht in 100 jahren mal benötigen könnte, oder wie siehst du das?

grüße aus dem wünderschönen staufen

1. Mindestens für jedes primär NOTWENDIGE Einsatzfahrzeuge (Schutzziel) muss es ein Redundanzkonzept geben. Das kann ein eigenes Reservefzg sein, das kann ein Gemeinschaftsfahrzeuge mehrerer Feuerwehren/Kommunen oder im Kreis sein, das kann ein Leihfahrzeug sein, oder das kann – falls schnell genug – auch eine Nachbareinheit sein (wobei man da schon die Notwendigkeit der Standorte diskutieren kann!).
2. Noch wichtiger ist das für Fahrzeuge die als 2. Rettungsweg notwendig sind!
3. Wir nutzen natürlich eigene Reserven bzw. haben uns Redundanzen geschaffen – bei Ausfall mehrerer Fahrzeuge (z.B. letztens die TLF 24/50 fast alle gleichzeitig) leihen wir uns welche.

Wer das nicht macht, handelt m.E. grob fahrlässig – in jedem Fall aber nicht im Sinne seines Auftrags!

@cimolino:

Man kann die Problemstellung auch von der anderen Seite sehen: Der zweite Rettungsweg ist ja per se schon die Redundanz – zum ersten Rettungsweg.

Trotzdem wäre es natürlich sehr wünschenswert, wenn von öffentlicher Hand Reservefahrzeuge vorgehalten würden.

Grüße vom Amateur zum Profi

1. Mindestens für jedes primär NOTWENDIGE Einsatzfahrzeuge (Schutzziel) muss es ein Redundanzkonzept geben. Das kann ein eigenes Reservefzg sein, das kann ein Gemeinschaftsfahrzeuge mehrerer Feuerwehren/Kommunen oder im Kreis sein, das kann ein Leihfahrzeug sein, oder das kann – falls schnell genug – auch eine Nachbareinheit sein (wobei man da schon die Notwendigkeit der Standorte diskutieren kann!).
2. Noch wichtiger ist das für Fahrzeuge die als 2. Rettungsweg notwendig sind!
3. Wir nutzen natürlich eigene Reserven bzw. haben uns Redundanzen geschaffen – bei Ausfall mehrerer Fahrzeuge (z.B. letztens die TLF 24/50 fast alle gleichzeitig) leihen wir uns welche.

Wer das nicht macht, handelt m.E. grob fahrlässig – in jedem Fall aber nicht im Sinne seines Auftrags!

Was Du da sagst ist alles richtig! Bei uns in der Gegend (Staufen und die umliegenden Gemeinden Bad Krozingen, Heitersheim und Münstertal) ist da auch eine entsprechende Zusammenarbeit und Unterstützung. Für die Altstadtbebauung (für die wir nunmal nix können) aber auch für die Hochhäuser, Altenheime, Kliniken und Industrieanlagen haben wir jetzt dieses Fahrzeug. Sollte das ausfallen kommt im Bedarfsfall eine DLK aus Bad Krozingen oder Heitersheim. Im Altstadtbereich werden diese jedoch nur eingeschränkt oder gar nicht einsetzbar sein. Deßwegen können wir jedoch kein Ersatz TKM vorhalten. Und was den VB betrifft, da sind wir dran, die Bevölkerung zu sensibilisieren (die Umbauten von Speichern werden oft ohne Genehmigung durchgeführt)und mit der Stadtverwaltung im Gespräch, wie man der Situation Herr wird, da wir alle ja unsere schöne Altstadt erhalten wollen aber auch unserer Bevölkerung den größt möglichen Schutz gewähren wollen.
Sollte das Fahrzeug wirklich länger ausfallen, wird es bestimmt seitens des Herstellers eine Lösung geben. Von dem sind wir bis jetzt sehr gut unterstützt worden!
Ich hoffe, dass ich damit all Deine Fragen beantworten konnte. Wenn nicht erreichst Du mich auch per Mail über unsere Homepage: http://www.feuerwehr-staufen.de
Schöne Grüße aus dem Süden
Rainer

[…] […]

Hallo Kameraden,

bin gerade über diese Diskussion gestolpert. Abgsehen vom VB bei Umbauten oder geänderter Nutzung, wo die entsprechenden Vorschriften eingehalten werden müssen, gehe ich davon aus, dass es in Staufen auch Bereiche in der Altstadt gibt, die seit Jahrhunderten so genutzt werden. Dort wohnen ebenfalls Menschen, die mit diesem Fahrzeug sicherlich besser geschützt werden können als bisher.

Im allgemeinen haben sich die Nachteile eines TKM in den letzten Jahren drastisch reduziert. Mittlerweile kann eigentlich nur noch das Argument des Gewichtes angeführt werden. Wenn dies in Staufen abgeklärt wurde, ist ja alles in Butter.

Andererseits ist es doch positiv, wenn sich Feuerwehren die Mühe machen, zu schauen welches Fahrzeug ihren Anforderungen am besten genügt. Was für einen Sinn hätte es gemacht eine teurere DLK zu beschaffen, die im Bereich mit dem höchsten Risiko (Altstadt mit schlechtem VB) nicht eingesetzt werden könnte?

Zum Punkt Redundanz trifft hier die Großstadt auf den ländlichen Raum. In einer Großstadt mit mehreren Drehleitern kann ich sehr wohl eine Reserve-DLK vorhalten oder von einer anderen Wache abziehen. Auf dem Land ist dies ungleich schwieriger. Als Vergleich: Wir haben ein 29 Jahre altes TLF16/25. Wenn das morgen ausfällt, haben wir kein wasserführendes Fahrzeug mehr (abgesehen vom Rest der Beladung). Reserve vom Landkreis gibt es keine und ist auch nicht finanzierbar. Eine andere Wehr kann und will ihr Fahrzeug uns bestimmt nicht ausleihen, da es dort selbst gebraucht wird. Eine Wehr mit so vielen TLF, dass sie eins entbehren kann gibt es nicht. Außerdem wurde dieses von der anderen Kommune bezahlt und der Bürgermeister würde sich freuen…

Einzigste Möglichkeit ist ein Ersatzfahrzeug von einem Hersteller o.Ä. Dies würde sicherlich in Staufen auch so gemacht werden. Falls nicht, ist die Situation zumindest nicht schlechter als bisher. Es wurde ja kein bisher genutztes Gerät dadurch ausgemustert.

Abschließend muss ich sagen: Hut ab vor der FF Staufen. Es wäre schön wenn auch andere FFs so über ihre Ausstattung nachdenken würden und nicht nur das ersetzen, was eben altersschwach ist.

Gruß Patrick

[…] […]

Bezüglich der Stichelei von Cimolino: Schon klar, dass die Karre mal in die Werkstatt muss. Aber soll die Gemeinde deswegen nochmal so ein Gerät anschaffen? Geht ja locker, weil das Ding 100.000 Eur günstiger als die Leiter war …?

Leuchtet auch mir als Nichtfeuerwehrler ein, dass ein Ausfall ein Problem ist. Die Ausführungen (redundante Systeme, blabla) klingen aber (für mich) nach Paragrafenreiterei und Opposition aus Leidenschaft.

Jetzt könnte ich als außenstehender natürlich auch noch anführen, dass es in Staufen ja wahrscheinlich eh nicht jeden Tag brennt und das Risiko dann halt in Kauf genommen werden muss/kann/wird.

Dass dann auch noch welche sagen, die baulichen Gegebenheiten passen nicht in DIN 0815 ist der allergrößte Sch***. Sollen Altstädte abgerissen werden, damit, falls es denn irgendwann mal brennt, die Feuerwehr gut hinfahren kann? Also bitte mal die Kirche im Dorf (bzw. im alten Stadtkern) lassen!

Was ich nicht vergessen möchte: Ein tolles Feuerwehrgerät. Super Alufelgen. Was will man mehr. Irgendjemand meckert immer…

fib

Mittlerweile kann eigentlich nur noch das Argument des Gewichtes angeführt werden. Wenn dies in Staufen abgeklärt wurde, ist ja alles in Butter.

Ja, in Staufen. Und wenns dann mal in die Nachbarschaft geht?

Leuchtet auch mir als Nichtfeuerwehrler ein, dass ein Ausfall ein Problem ist. Die Ausführungen (redundante Systeme, blabla) klingen aber (für mich) nach Paragrafenreiterei und Opposition aus Leidenschaft.
fib

hi daniel,

das mag bei dem von dir angesprochenen poster (cimolino) oberflächlich(!) so wirken wie klugscheisserei, allerdings hat es einen grund den du eventuell noch nicht betrachtet haben wirst:
Haftung

Wenn eine Person/Sachwert Schaden nimmt, weil die Rettung aufgrund von z.B. Überschreitungen von Normen (Tragfähigkeit von Zufahrten), Ausfall von Subsystemen die nicht gedoppelt sind (steuerpult am korb defekt weil ein “retter” unsanft damit umgeht in einer stresssituation) dann MUSS irgendwer dafür zur Verantwortwortung gezogen werden.

Nicht umsonst stellt man Regeln auf, die verbindlich einzuhalten sind. Diese Regeln (DIN Normen, Einsatzstandards oder was auch immer du sonst noch gern unter Paragraphenreiterei siehst) haben den Sinn die Rettung von Personen mit maxmialem Erfolg zu ermöglichen. Im Endeffekt dient das ganze auch deinem Schutz. Denk mal drüber nach :)

Schönes Wochenende
basti

Denn nicht die Einwohnerzahl oder die Mitgliederzahl der FF machen den Bedarf aus sondern die örtlichen Begebenheiten sowie die Fahrzeugstruktur im Umland.

Das ist ja klasse!
Jetzt behaupte noch, dass die anderen Feuerwehren im Umkreis von 5-10km nicht klasse ausgestattet sind.

Ich habe mal so aus dem Kopf 7 DLKs (ohne Freiburg) im Umkreis von 20 km um Staufen gedanklich zusammengekriegt. Im Umkreis von 5-10 km sind 2 vorhanden.

Es erstaunt mich immer wieder, wie ploetzlich Bedarf geschaffen wird.

Euer ELW ist auch nicht von Pappe. Die Argumentaion fuer IFEX wuerde mcih auch mal interessieren.

Ich habe mal so aus dem Kopf 7 DLKs (ohne Freiburg) im Umkreis von 20 km um Staufen gedanklich zusammengekriegt. Im Umkreis von 5-10 km sind 2 vorhanden.

Könntest Du die Feuerwehren bitte aufzählen. Neben Bad Krozingen (DLA 23/12) und Heitersheim (DLA 18/12) ist keine DLA in der Nähe, die die Hilfsfrist einhalten kann! (Wobei das ja noch nicht mal für die besagten Leitern gilt).

Wie gesagt im Umkreis von 20 km (Luftlinie)

Freiburg (keine Anzahl bekannt)
Bad Krozingen
Heitersheim
Müllheim
Bad Bellingen
Kandern
Schönau
Todtnau

Aufgrund der Lage Eueres Feuerwehrhauses wuerde mich mal interessieren, wie lange eine Alarmfahrt vom Feuerwehrhaus Bad Krozingen bis zum Feuerwehrhaus Staufen dauert. (auf die Luftlinie bezogen ist es vom geographischen Gemeindemittelpunkt von Staufen nach Bad Krozingen unter 5 km, wie auch Staufen nach Heitersheim, ebenso Heitersheim nach Bad Krozingen)

wenn ich mir jetzt noch die Rüstzeit des TLK wie auch die max. Geschwindigkeit der Korbbewegung gegenueber einer DLK anschaue, denke ich nach wie vor, dass die die DLK von Bad Krozingen eine akzeptable Alternative wäre oder ist.
Weiterhin ist die sind die 10 Minuten Eintreffzeit lt. “Leitungsfähigkeit einer Gemeindefeuerwehr” (http://www.feuerwehr-bw.de/documents/Leistung.pdf)als 2. Rettungsweg zu verstehen.
Bei euch wurde in diesem Zusammenhang die Altstadt angesprochen, dass Ihr mit dem Korb in die 2. Häuserzeile muesst. Habt Ihr schon mal versucht die Leiter abzusteigen ueber den Knick?
Ich denke, dass sehr viele FW- Angehörige da schon Bammel haben, wie soll dies erst mit Hotelgästen ablaufen?

@Christopher: Bevor du Vermutungen anstellst, wieso weshalb warum nicht eine DLA aus der Nachbarschaft genommen wird, solltest Du den eigentlichen Text lesen, da steht nämlich, dass die nächste DLA selbst im günstigsten Fall, nicht innerhalb der Hilfsfrist eintreffen kann. Mit dem 20km-Radius hast du sicherlich recht, aber sagt das was über die Topographie aus? Wenn die DLA aus Bad Krozingen schon die Hilfsfrist nicht einhalten kann, wie lange brauchen dann andere DLAs, von noch weiter her?

Zu Deiner Liste: Wenn Du schon so pendantisch bist, dann fehlen noch Breisach am Rhein, Ihringen (Anhängeleiter), … Und in Freiburg gibt es drei DLAs (2x BF, 1 x FF)

Noch eine Anmerkung: Das ist nicht “meine” Feuerwehr ;-)) HAb nur darüber geschrieben! Das meiste ist in der Diskussion, die vor wenigen monaten hier stattfand, aber auch schon gesagt worden.

Zu Deiner Liste: Wenn Du schon so pendantisch bist, dann fehlen noch Breisach am Rhein, Ihringen (Anhängeleiter), … Und in Freiburg gibt es drei DLAs (2x BF, 1 x FF)

Freut mich eigentlich nahezu komplett gewesen zu sein. Breisach habe ich ausserhalb der 20km gesehen, und Anhaengeleitern sind ja wohl ein klein wenig was anderes.

Ich habe aber auch gefragt, wie hoch die Eintreffzeit seitens der DLK Bad Krozingen war oder ist.

Ich habe aber auch gefragt, wie hoch die Eintreffzeit seitens der DLK Bad Krozingen war oder ist.

AFAIK im Schnitt 15 Minuten und mehr. Hilfsfrist wäre 10 bis 12 Minuten gewesen.

(NOTE: Pressesprecher FF Staufen anschreiben, der wird dir das hoffentlich plausibler erklären können).

Das ist ja klasse!
Jetzt behaupte noch, dass die anderen Feuerwehren im Umkreis von 5-10km nicht klasse ausgestattet sind.

Ich habe mal so aus dem Kopf 7 DLKs (ohne Freiburg) im Umkreis von 20 km um Staufen gedanklich zusammengekriegt. Im Umkreis von 5-10 km sind 2 vorhanden.

Es erstaunt mich immer wieder, wie ploetzlich Bedarf geschaffen wird.

Euer ELW ist auch nicht von Pappe. Die Argumentaion fuer IFEX wuerde mcih auch mal interessieren.

Hallo Christopher,

zunächstmal zu den “7” DLKs im Umland: die nächstgelegenen sind Heitersheim (18/12) und Bad Krozingen (23/12). Bei einer Anfahrprobe (direkter Weg Gerätehaus -> Stadtmitte Staufen ohne Alarmierung und Anfahrt eigenes Gerätehaus!!!) konnte die Hilfsfrist schon nicht eingehalten werden! Da brauch ich dann auch nicht wirklich auf die anderen eingehen. Oder?
Zu der Notwendigkeit: da Du offensichtlich nicht alle Berichte über das Fahrzeug gelesen hast, erklär ich Dir das nochmal, in der Hoffnung, dass das Thema dann endlich vom Tisch ist. In Staufen gibt es aus den 70er Jahren Hochhäuser, die über nur einen Rettungsweg verfügen. Seither (!) hat die FF Staufen den Bedarf für ein Hubrettungsfahrzeug angemeldet! Gescheitert ist eine Beschaffung am Platzmangel im alten Gerätehaus. Mit dem Neubau wurde dann auch die Fahrzeugtechnik dem örtlichen Bedarf angepasst. Und wenn ich dann schon ein Hubrettungsfahrzeug anschaff, warum soll ich dann eine DLK anschaffen, die ich in einem Gefahrenschwerpunkt nicht oder nur beschränkt einsetzen kann?
Zu dem Thema “über die Leiter absteigen”: mal ne Frage an alle: Wie oft wurde das in der Praxis schon praktiziert? Und selbst wenn ich die Situation habe, dann passen drei Personen + Maschinist in den Korb und mittels Memoryfunktion bin ich schneller, wie wenn ich eine größere Personenzahl über die Leiter absteigen lasse (am besten noch per Leine gesichtert…).
Zu unserer restlichen Ausrüstung: der ELW hat soviel bzw. sowenig gekostet wie ein “normaler” ELW, der nur n Tisch zwischen den Bänken und zwei Funkgeräte hat. Grund dafür ist, dass die Firma Swissphone ein Vorführfahrzeug in der Gegend haben wollte und uns daher entsprechend entgegenkam. Das IFEX wurde bereits vor dem ELW von dem ortsansässigen Folienhersteller beschafft und der FF zur Verfügung gestellt, da es einen Produktionsbereich gibt, für den das IFEX das optimale Löschgerät ist.

Jetzt hab ich noch was persönliches. Ich kann es nicht leiden, wenn jemand alles kritisch hinterfragt (um nicht zu sagen schlecht redet) und sich dann hinter seinem Vornamen oder einem Synonym versteckt. Ich bin gerne bereit zu diskutieren, will aber wissen, mit wem ich es eigentlich zu tun hab.

Was mich weiter interessiert ist die Motivation für dieses “kritische Hinterfragen”? Wir (die FF Staufen) versuchen unserer Verantwortung gerecht zu werden und für die Bevölkerung den nötigen Schutz bereit zu stellen, wie eigentlich jeder andere Feuerwehrangehörige auch. Ist das jetzt Angst um Steuergelder? Oder Neid? Oder wie soll ich diese “Sticheleien” verstehen? Klärt mich bitte auf! An dieser Stelle noch ein Dankeschön an Daniel und Patrick für die lobenden Worte!

Schöne Grüße aus Staufen
Rainer

hi,
ist es nach DIN vorgeschrieben das am Teleskopmast eine Rettungsleiter angbracht sein muss?

Ich meine das ist Vorschrift bei Teleskopmasten als Drehleiterersatz. Damit mehrere Menschen gleichzeitig über eine Leiterbrücke gerettet werden können.
Möge mich jemand korrigieren, wenn es nicht stimmt.

Hallo, das es der erste teleskobmast ist stimmt ja wohl nicht.Die FF Bad Salzuflen hat so ein Gerät schon seit 2003 im Einsatz.Waren glaube ich die erste FF die eine gekauft hat.

MfG Ingo

den ersten ALP325 weltweit ;-) NICHT den ersten TKM und auch nicht ALP375, sondern ALP 325 Lesen bildet ungemein ;-)

ja weltweit sorry wenn ich so was höre es gab schon andere feuerwehren die einen vor euch hatten nicht böse gemeint! denn wir waren die erste freiwillige feuerwehr in niedersachsen die einen hatten!

ja weltweit sorry wenn ich so was höre es gab schon andere feuerwehren die einen vor euch hatten nicht böse gemeint! denn wir waren die erste freiwillige feuerwehr in niedersachsen die einen hatten!

Gääähn! Das wird jetzt hier schon mal zum x-ten Mal geschrieben. Wenn die Leute alle richtig lesen könnten, dann steht da ALP 325 und nicht ALP 375 ;-) (Steht außerdem irgendwo in den Kommentaren, suche ich jetzt aber nicht raus). Letzterer ist in der Tat etwas älter. Der ALP 325 wurde selbst vom Hersteller (Magirus) als Neukonzeption verkauft. Wenn ihr auf eurer verlinkten Webseite einen Fahrzeugbereich hättet, wäre ich sicherlich schlauer. ;-)))

@Cimolino and @ all,
ich persönlich kann die Entscheidung der Kameraden aus
Stauffen absolut nachvollziehen,DIN-Vorgaben hin oder her. Welcher Einsatz läuft nach einer DIN ab??? Wichtig sind doch immernoch die Gegebenheiten vor Ort.
Die schlauen Leute, welche für die Erstellung der DIN oder viel schlimmer noch EN zuständig sind, sollten sich langsam mal von Ihren Gedanken trennen, was neu ist und nicht in unsere bestehende Norm passt, müsse um jeden Preis verhindert werden. Ihr werdet von Steuergeldern bezahlt (und das sehr gut)! Ich gehe mal davon aus, dass die Kameraden in Stauffen, wie auch zig tausend andere Kameraden in Deutschland, Ihren Dienst FREIWILLIG tun. Für diese Kameraden ist eine Anschaffung eines solchen Fahrzeuges nicht einfach nur eine Anschaffung, weil es dafür ein Gesetz gibt. Sie sehen die Notwendigkeit vor Ort und stehen voll hinter Ihrer Entscheidung – aus Überzeugung! Das wird Herr Cimolino vielleicht nicht verstehen, weil es für ihn nicht jeden Tag heißt Nachwuchs in der Freiwilligen Feuerwehr zu begeistern, das kann man nicht mehr mit Fahrzeugen “vom Band”. Ich will damit sagen, dass Entscheidungen wie in Stauffen der allgemeinen Situation der Feuerwehren geschuldet ist. Jede Gemeinde versucht die für sich beste Lösung zu finden. Unterstützung findet man fast nie; im Gegenteil.
Wir haben in unserer Wehr auch ein Fahrzeug mit CAFS- Anlage angeschafft. Gegenmeinungen gab und gibt es viele. Fazit ist, wir sind sehr zu frieden und STEHEN VOLL DAHINTER, wir identifizieren uns mit diesem Fahrzeug, wie jetzt die Kameraden in Stauffen.

Übrigens, die Worte “Haftung” und “zur Verantwortung ziehen” sind leider Alltag geworden, auch bei den Feuerwehren. Wer nur noch so denkt, sollte kein Feuerwehrmann sein, sondern Rechtsanwalt.
Wir als Feuerwehr haben in der Regel nicht die Situation herbeigeführt, die unseren Einsatz begründet. Wir helfen einfach nur. Weil das unser Gebot ist – aus Ehre dem Nächsten gegenüber. Im Übrigen befassen auch wir uns ernsthaft mit dem Gedanken, einen TLK zu beschaffen. Weil er eben besser ist für uns und unsere Nächsten.

Sehr interessant die Berichte zu lesen.

Da hauen offenbar hoch motivierte Feuerwehrler (eine Ehre mit einem solchen Fahrzeug fahren zu dürfen…) auf den Putz, keine Superlative ist gut genug…erste, beste, tollste…, sogar auf einen Fahrzeug-Typ wird verwiesen um diese Prädikate zu verteidigen. Und wenn dann Kritik ansetzt, dann wird man ruppig, dann geht es nicht mehr um die Sache, sondern um Personen…ist ja wichtig wer das ist, der sich erlaubt zu kritisieren.

Hut ab vor der Kunst von Feuerwehrverantwortlichen den Stadtvätern (Stadt bei etwas über 7000 Einwohnern) ein solches “Ding verkaufen zu können”. Ob sie den Kameraden, vor dem Hintergrund einer nicht einfachen Personalentwicklung, einen Gefallen getan haben, muss sich noch erweisen, also reden wir in 10 Jahren nochmal drüber. Eine solche Beschaffung hat einen Zeithorizont von 20 bis 25 Jahren, mal nebenbei bemerkt.

100 Feuerwehraktive, verteilt auf mehrere Ortsteile, was bleibt da noch für den Kernort, wenn man mal die üblichen Nichterreichbaren in Höhe eines Drittels (während normaler Zeiten)abzieht ? Und was ist tagsüber, wenn nach allgemeinen Erfahrungen zwischen 15 und 25 % des Personals zur Verfügung steht ?

Wenn man sich die Landkarte ansieht und den Routenplaner bemüht stellt man fest, dass die Wache von Bad Krozingen direkt an der nach Staufen führenden Landstraße liegt. Von der Wache Bad Krozingen bis zum Rathaus Staufen, offensichtlich in der Altstadt, beträgt die Fahrtzeit 7 Minuten. Da fällt es schwer der Argumentation von der nicht zu erreichenden Hilfeleistungsfrist zu folgen (oder haben die Kameraden aus Bad Krozingen Probleme schnell aus rücken zu können?)

Wenn ich so durch “Deutschland gehe” dann gibt es Dutzende von unverantwortlichen Feuerwehrverantwortlichen und Gemeinde- bzw. Stadtvätern, wenn man sich die Argumentation von Staufen zugrunde legt. Ich würde mich hüten diesen Personen auf der Grundlage eben dieser Argumentation vorzuwerfen dass sie unverwantwortlich handeln.

Feuerwehren und Gemeinden im Erzgebirge, im Thüringer Wald, im Schwarzwald, im Taunus, in der Rhöhn, im Sauerland, in der Eifel und ähnlichen topografischen Gegenden schaffen es seit Jahrzehnten Entfernungen wie die zwischen Bad Krozingen und Staufen zu überbrücken, allerdings eben nicht auf der flachen gut ausgebauten Landstraße, die im Gegensatz zu den Bergregionen kaum mal mit Schnee bedeckt sein dürfte.

Allerdings haben diese Gegenden sehr oft Orte mit sogenannten Beherbergungsbetrieben und zwar in Größenordnungen, die in Staufen im Breisgau nach Auskunft der Im Internet vorhandenen einschlägigen Gästeführer im Vergleich äusserst spärlich vorhanden sind. Und wenn ich mir die Bilder dieser Betriebe auf der Homepage ansehe, dann finde ich bis zu drei Vollgeschossen. Mein Gott lebt ihr in einer brandschutztechnisch heilen (fast langweiligen) Welt.

Deshalb: Gratulation dazu dass man dieses “geile Ziel” erreicht hat. Aber stellt keine Behauptungen auf, die den Schluß zu lassen, dass andere Feuerwehren und Gemeinden, die anders handeln, falsch liegen (sehr zurückhaltend ausgedrückt).

Wenn einem die eigene Kirchturmspitze nicht die Sicht verstellt kann man ganz interessante und sachliche Gesichtspunkte finden die einen nachdenklich werden lassen. Ein bischen Nachdenklichkeit wünsche ich allen die den Anschein erwecken sie hätten die Weisheit für sich alleine gepachtet.

Hallo Firefighter-Chief,

eigentlich hab ich mir vorgenommen, hier nicht mehr weiter zu diskutieren, da mir die Zeit zu schade ist. Da ich aber doch sehr erschrocken bin, dass sich jemand durch die Berichterstattung und Diskussion so angegriffen fühlt, will ich’s halt nochmal versuchen. Schließlich halte ich Kritik und Diskussionen für richtig und gut, wenn sie sachlich geführt werden. Zum Glück leben wir in einem Land in dem das auch möglich ist.

Immer wenn etwas gemacht wird, gibt es Befürworter und Kritiker. Wenn die sich zusammensetzen und vernünftig drüber reden, kann das für die “Sache” nur gut sein.

Ich gehe einfach mal der Reihenfolge nach auf Deine Argumente ein.

Dass wir hoch motiviert sind und auch stolz auf das Fahrzeug stimmt soweit. Dass bei einer solchen Anschaffung entsprechende Berichte erscheinen ist denke ich auch normal. Die verwendeten Formulierungen sind geschmacksache.
Aber wann bitte war ich nicht bereit zu diskutieren? Das einzigste was mich stört (das ist nun mal meine persönliche Meinung, von der ich auch jetzt nicht abgehe) ist dass manche Leute nicht den Mut haben, ihre Meinung auch zu unterschreiben. Wo bitte ist dabei das Problem, dass man seinen Namen druntersetzt und somit jeder weiß, wo etwas her kommt? Ich habe leider schon sehr schlechte Erfahrungen mit solchen “anonymen Schreibern” gemacht und bin daher auch sehr voreingenommen, was das betrifft.
Dass ich in meinem letzten Kommentar mit dem letzten Absatz “ruppig” geworden bin, liegt einfach daran, dass seit der Indienststellung des Fahrzeuges immer die selben Vorwürfe kommen, die man sich sparen könnte, wenn man sich vorher besser informieren würde. Und das nervt auf Dauer.

Wir haben das Ding unseren Stadtvätern nicht verkaufen müssen. Der Bedarf für ein Hubrettungsfahrzeug besteht schon lange und die Stadtväter waren sich ihrer Verantwortung bewußt. Wir haben lediglich die zwei Varianten mit ihren Vor- und Nachteilen aufgezeigt. Damit haben wir nicht nur die Stadtväter, sondern auch Landratsamt, Regierungspräsidium und Innenministerium überzeugt. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Kritikern haben die sich die Mühe gemacht und sind her gekommen, um sich die Situation vor Ort anzuschauen. Und die Tatsache mit den niedrigeren Beschaffungs- und Unterhaltskosten, hat das nötige dazu beigetragen. Wenn wir eine DLK bekommen hätten wäre das für uns Feuerwehrleute auch OK gewesen. Schließlich ist das Auto nicht für uns als Spielzeug gedacht, sondern für den örtlichen (Staufen spezifischen) Brandschutz. Und für den ist ein Mast nunmal besser. Hätte es kein Fahrzeug gegeben: auch OK. Hätten wir uns viel Arbeit und Zeit gespart. Dann wäre allerdings auch die Motivation nicht so hoch, wie sie derzeit ist. Aber wie gesagt. Die Verantwortlichen (Stadtväter) wollten ein Hubrettungsfahrzeug, da es notwendig ist und haben es beschafft.

Den Kameraden hat man mit dieser Beschaffung einen Gefallen getan. Die Motivation wurde drastisch gesteigert, auch traten einige neue Mitglieder bei.

Zum Thema Personal sind wir in der glücklichen Lage, dass wir momentan steigende Mitgliederzahlen haben. Auch die Tagbereitschaft macht keine Sorgen. Auf Grund von benachbarten Firmen, die zahlreich FF-Angehörige beschäftigen, haben wir sehr schnell, ausreichend Kräfte zur Verfügung. Dazu trägt auch bei, dass die Kameraden aus den Abteilungen, die tagsüber im Kernort tätig sind, hier die Einsätze mit fahren. Ich kenne Wehren, da will man “die von der Abteilung” am besten gar nicht an der Einsatzstelle sehen. Das sind zum Glück aber nur Ausnahmen (hoffe ich doch).

Dass Du sogar den Routenplaner bemüht hast, hat mich beeindruckt! Das wäre mir persönlich zu doof und zeitaufwändig gewesen. Wie aber im Artikel zu lesen ist, haben wir im Vorfeld Anfahrtsproben gemacht. Mit Sondersignal, ohne Berufsverkehr, ohne Alarmierungszeit, konnten von beiden DLKs die Hilfsfristen nicht eingehalten werden. Klingt komisch, is aber so.

Wie kommst Du drauf, dass wir irgendjemandem vorwerfen, dass er seine Arbeit nicht richtig macht? Ich persönlich denke, dass jeder FF-Verantwortliche seinen Job richtig macht und für seine Verhältnisse die richtigen Entscheidungen trifft. Und außerdem weiß ich, wie nervig das ist, wenn sich Leute einmischen, die nicht wissen, wie’s vor Ort aussieht. Das wäre wie ein Kommandant, der von zu Hause aus einen Einsatz leiten will.

Dass andere Wehren das schaffen ist doch toll! Unsere Nachbarwehren haben das Fahrzeug übrigens bei bestimmten Objekten in ihre Alarmpläne aufgenommen, da sie mit ihren DLKs da an Grenzen stoßen.

Sind Beherbergungsbetriebe alles, was brandschutztechnisch ausschlaggebend ist? Hier mal ein paar Stichworte, die in Staufen Probleme machen: mehrere Hochhäuser mit nur einem Treppenhaus, eine Klinik, ein Altenheim, zwei Seniorenwohnanlagen, ein Schulzentrum mit über 1.200 Schülern, Industrieanlagen (Labortechnik, Folienherstellung, Schnapsbrennerei) und eine sehr verwinkelte Altstadt, in der jegliche Brandschutzeinrichtungen in den Gebäuden vergeblich gesucht werden (u.a. durchgehende Dachstühle über mehrere mittelalterliche Gebäude, keine zweite Rettungswege, eigenmächtig ausgebaute Dachstühle zu Wohnräumen etc.) Das sind die Dinge, mit denen wir zurecht kommen müssen.

Wo und wann habe ich eine Behauptung aufgestellt, dass andere falsch handeln?

Zu Deinem letzten Statement kann ich Dir nur das anbieten, was ich auch anderen schon angeboten habe: komm bei Gelegenheit vorbei und schau Dir hier alles an! Ich freue mich dann auf Deine Kritik und Deine Verbesserungsvorschläge. Denn wenn Du hier bist, steht Dir Deine Kirchturmspitze nicht mehr im Sichtfeld. Den letzten Satz kann ich dementsprechen so wie er da steht an Dich zurück geben.